Ausgabe 
20.10.1933 Drittes Blatt
 
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Aus aller Welt

ner an Bord und war auf dem Wege von Helsing- borg nach Stetttn. Die AbendzeitungLllehanda" hat an der ganzen Küste von «chonen bet den Küstenwachen Rundfragen angestellt ohne die ge- ringst« Nachricht von dem Boot erhalten zu können. Man fürchtet, daß dieEdda' bei den heftigen Stürmen der letzten Woche auf offener See verunglückt ist.

Sieben Personen an Pilzvergiftung gestorben.

nn Tours erkrankte eine ganz« Familie nach dem Genuß von Pilzen, die der Ehenmnn, ein stel­lungsloser Arbeiter, in den umliegenden Waldern gesucht hatte. Seine beiden Kinder im Alter von drei und vier Jahren starben nach der Einliese- runfl in ein Krankenhaus. Man hat auch die Hoft- nung ausgegeben, die Eltern zu retten. In Ne­vers st a r b e n ebenfalls zwei Arbeiter nach dem Genuß von selbstgesammelten Pilzen.

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In Könitz (Korridor) erkrankte nach dem Genuß selbstgesammelter Pilze die zehnkbpfige Fa- milie eines Gutsangestellten. Zwei Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren, sowie die Mutter sind bereits an Vergiftung gestorben, während die übrigen sieben Familienmitglieder schwer darnieder- liegen.

Zwei Arbeiter vom Zug überfahren.

Ein schweres Unglück ereignete sich auf der Bahnstrecke Osnabrück Belm bei Schinkel. Die beiden bei einem Bauzug beschäftigten Bahnunter. Haltungsarbeiter Iding und Hugo aus Quaken- brück befanden sich auf dem Wege zur Arbeitsstätte, als plötzlich ein Personenzug heranbrauste. Beide wurden von der Maschine erfaßt und mitgerissen. Sie wurden, schwer verletzt, mit dem Per- sonenzug zum Hauptbahnhof Osnabrück befördert und von hier dem Marienhospital zugeführt. Der Arbeiter Iding erlag bereits auf dem Transport zum Hospital seinen schweren inneren Verletzungen, der Arbeiter Hugo liegt mit schweren Verletzung Se n bedenklich darnieder. Es wurde sofort eine ntersuchung eingeleitet.

vierköpfige Familie im Strohschober verbrannt.

In der rumänischen Gemeinde Dameasa geriet ein Strohschober in Brand, in dem sich ein Bauer mit feiner Frau und seinen zwei Kindern zum Schlafen niedergelegt hatte. Alle vier Personen tarnen in den Flammen um.

Schreckenstaten eines Irrsinnigen.

Ein seit Tagen vergeblich verfolgter 70jähriger Irrsinniger, der in der italienischen Kreishauptstadt Alba drei Menschen ermordet hatte, wurde, nachdem er noch seinen 40jährigen Neffen niedergeschlagen hatte, endlich von Gendarmen ge-

Die vretecksfahel de,Graf Zeppelin".

Nach den Meldungen der Deutichen Seewarte tn Hamburg befand sich da, LuftschiffGraf

e p p e I l rT auf feiner Dreieck,fahrt bereits äO Uhr MEZ vor Rio. E, hatte in den letzten Stunden eine Geschwindigkeit von 118 Stunden­kilometern entwickelt.Gras Zeppelin" hat nach kurzem Aufenthalt in Rio de Janeiro den Rückslug nach Pernambuco angetreten und befand sich nach Mitteilung der Deutschen Seewarte am 19. Okto­ber um 21 Uhr bei Laraoella, südlich von Bahia.

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Die die Hapag bekanntgibt, ist die Passagier- fifte für den Transatlantikflug (Rückflug) des Luft­schiffsGraf Zeppelin" abgeschlossen mit 44 Flug­gästen. 50 weitere Flugbegei terte wurden auf die Warteliste gefetzt.

Frost im INosellal.

In den vergangenen Nächten sank die Tempera­tur im Moseltal und auf den Höhen der näheren Umgebung unter den Gefrierpunkt. In der Niede­rung wurde bi, zu Minus 1 Grad und in hoher gelegenen Bezirken bis zu 2V* Gr ad K alt e gemeffen. An einzelnen Stellen wurde sogar Eis­bildung auf Wasserlachen auf Straßen und Wegen festgestellt. Die weiterhin drohende Frostgefahr zwingt die Winzer nunmehr zu einer B-sch leu- nigung der Weinlese, die seit Mitte der Woche an der ganzen Mosel in vollem Gange ist.

Schnee und Hagel in Italien.

Im italienischen Alpengebiet und in den Abruzzen ist der erste Schnee gefallen. Die Temperaturen sind in ganz Mittel- und Oberitalien stark ge- fünfen. An der Riviera find erneut schwere U n - weiter niedergegangen, die besonders in Ancona und in Imperia von starkem Hagelschlag begleitet waren und in den Olivenkulturen großen Schaden anrichteten.

Feuer auf einem japanischen Dampfer. Da, Schicksal von Reifenden und vefahung ungewiß.

Auf dem japanischen Dampfer Iafhima Maru war eine Feuersbrunst ausgebrochen. Die Besatzung kämpfte verzweifelt gegen das entfesselte Element konnte feiner jedoch nicht Herr werden. Das Schiss legte sich plötzlich auf die Seite und verschwand In Öen Fluten Ueber das Schicksal der Be- satzung und der 60 Reisenden herrscht völlige Ungewißheit.

Deutsche Segeljacht verschollen.

Die Stockholmer deutsche Gesandtschaft läßt an bvr dänischen Küste Nachforschungen anstellen nach der deutschen Segeljacht(Ebba",_ bie zuletzt in I Dragör gesehen würbe. Sie hatte fünf junge Män- |

Seilt In verzweifelter Gegenwehr verletzte der fte nicht weniger als wer feiner Verfolger. Er wurde schließlich durch Reoolverschusse getötet.

Lynchjustiz an einem Reger in USA.

In der Stadt Princessanne im Staate Mary­land stürmten etwa 1000 Einwohner das Orts- gefängnis. Die Polizei ging gegen die Menge mit Tränengasbomben vor, konnte aber nichts aus- richten. Die Menae bemächtigte sich im Gefängnis eines wegen Belästigung einer älteren weihen Frau angeflagten Negers, lynchte ihn und schleppte seinen Leichnam durch bie Hauptstraße ber Stabt, mehrere bewußtlos geschlagene Polizisten.lagen in ber Nähe bes Ortsgefängnisses umher.

Meine politische Nachrichten.

Der Führer ber Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley besichtigte bas Glaswerk von Schott u. Gen. unb die Carl Zeih-Werke in Jena, sowie die Kahlaer und die Volkstedter Porzellanfabrik. Am Abend sprach Dr. Ley in Saalfeld im Anschluß an die Besichtigung der Mauxion-Schokoladenfabrik.

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Vom Reichsministerium des Innern wird mit­geteilt:Der Verein kaholifcher deutscher Lehrerinnen steht unter dem Schutz des Reichs- konkordats. Zwangsmaßnahmen gegen diesen Ver­ein sind daher gesetzlich unzulässig."

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Das französische Gericht in Nizza hat wegen Spionage einen Angestellten bes französischen Generalstabs und einen italienischen Reserveoffizier zu drei bzw. vier Jahren Gefängnis verurteilt.

Der japanische Rat der nationalen Verteidigung billigte den Standpunkt bes Kriegsministers, mo­no* die gegenwärtige Lage im Fernen Osten eine besondere Verstärkung der japani­schen Wehrmacht notwendig mache, ohne Rück- sichtnahme auf die durch den Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund unterbrochenen Abrüstungs- Verhandlungen.

Kunst und Wissenschaft.

AusstellungDas Tier in der deutschen Kunst."

Die Kulturarbeit im Sinne bes Heimatgebankens, wie sie der neugegrünbete Reichsbunb Volkstum und Heimat sich zur Aufgabe gesetzt hat, ist in ber Landschaft Rheinfranken-Hessen bereits in vol­lem Gange. Hier hatte Ministerialrat Ringshau - s e n schon im April d. I. alle Verbände und Einrich­tungen, die sich auf den Schutz der Heimat und bie Pflege des Heimatgebankens beziehen, zu seinem Hessischen Heimatbunbe zusammengeschlossen. Die- ser ist organisch und reibungslos unter Erhaltung

seines Einzelbaues in den Reichsbund übergeführt worden und erscheint in ihm geleitet von Ministerial­rat R i n g s h a u s e n als Landschaft Rheinfranken- Hessen. Obwohl die Organisation bis jetzt lediglich in Hessen-Darmstadt durchgeführt ist, hat die Land­schaft bereits als erste größere Veranstaltung im Landesmuseum Darmstadt eine AusstellungD a s Tier in der deutschen Kunst" ins Leben gerufen, die in einer würdigen Morgenfeier er­öffnet wurde. Ministerialrat Ringshaufen er­örterte Zweck und Ziel des Reichsbundcs, dessen Hauptberufung darin zu erblicken ist, die Kräfte aus Vergangenheit und Gegenwart, aus Blut und Boden allen Volksgenossen zum Bewußtsein zu bringen. Dr. Zeh (Heppenheim) hielt einen lehr- reichen Lichtbildervortrag über das ThemaDas Tier in der deutschen Kunst". Die Verbundenheit von Mensch und Tier, wie sie urdeutschem Welen entspringt und überall in der germanischen Kunst von den symbolhaften Tierdarstellungen altnordi­schen Sonnenkultes über die Gotik bis zu den besten Werken unserer Zeit zum Ausdruck kommt, bildete den Leitgedanken. Die im ßanbesmufeum von Direktor Dr. Feige! und seinen Mitarbeitern Dr. Merten und Dr. Amberger eingerichtete Ausstellung geht in ihrer Bedeutung weit über den Rahmen einer rein landschaftsmäßigen hinaus. Von den Felsdilbern Skanbinaoiens, den Zeugnissen einer frühgermanischen Zeit, über bie einzelnen Epochen ber mittelalterlichen Kunst bis zu den neueren Tier­barstellungen in Symbol und Abbild ist hier eine außerordentliche Fülle schöner Stücke zusammen­getragen. Mit besonderer Liebe hat sich die Aus­stellung ber Tierdarstellung in Hanbwerk unb Volks­kunst angenommen. Die Ausstellung, die richtung­gebend im Sinne des Heimatgebankens erscheint, verdient in allen deutschen Landschaften beachtet zu werden. Sie wird bis Ende November geöffnet sein. Dr. L. Sp.

Gustav Frenssen erhält den Dolkspreis der Wilhelm-Raabe-Stiftung.

Der Dichter Gustav Frenssen erhielt anläßlich feines 70. Geburtstages für feinen neuen Roman Meins der Prahler" den Volkspreis für deutsche Dichtung der Wilhelm-Raabe-Stis- tung, München. Der Vorstand, der die Preisvertei­lung vorgenommen hat, besteht aus Dr. Werner Jansen, Borries, Freiherrn b o n Münchhau » s e n und Dr. Abitz-Schultze.

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Mit Brennstoff geizen - mit Perlkoks heizen I

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Gießen, Ruf 2145/2146

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