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iKvWN Ä 150,- 153,- 155,— 157,- 159,— 162,- 165,-
Deizen 'M 184,- , 186- 187,50 189,- 191,- 193,— 195,—
sfchema werden sich die greife mb Aden des Reiches unter 5 TMeprinzips ausrichten, ftgekhl unter Berülksichligung n Ernte Deutschlands und Ein- Beuöllerung. Das Preisfchma für das laufende S-' h1*-’—s iS.3SK*
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Kleine politische Nachrichten.
Die Kanzlei des Führers gibt bekannt: Seit Monaten gehen dem Führer Stöße von Kompositionen zu. Jeder Komponist bittet, sein Werk dem Führer widmen zu dürfen. Da jedoch hierzu erforderliche Nachprüfungen nicht möglich sind, wird dringend gebeten, die Kompositionen den Verlegern zur Begutachtung vor- zulegen.
Drei österreichische Nationalsozialisten vonpolizei erschossen
Wien, 19. Sept. (IU.) In Wolfseck, dem Mittelpunkt des Wolfseck-Trauntaler Kohlenrevier und in dem Nachbarorte Kohlgrube kam es am Sonntag und in der Nacht zum Dienstag zu schweren Zusammen st äßen zwischen Heimwehrleuten und N a t i o n a l s o z i a - listen, die mit einem bewaffneten Eingreifen der Gendarmerie endeten. Drei Nationalsozialisten wurden erschossen, acht weitere Personen schwer verletzt. Es handelte sich um die Frage eines Sympathiestreikes für die st tierischen Bergarbeiter. Es kam zu erregten Auseinandersetzungen, da die frei- fgewerkschaftlich Organisierten der von den National- ozialisten ungeschlagenen Parole keine Folge l e i st e n wollten. Die Erregung wurde noch durch die M u st e r u n g e n für das „Assistenz- k o r p s" gesteigert. Am Sonntagabend kam es zu einer Rauserei, bei der die Heimwehrleute schließlich den Kürzeren zogen. Die Gendarmerie griff ein und verhaftete vier Nationalsozialisten. In der Nacht zum Dienstag wurden zwei Heimwehrleute angegriffen. Sie flüchteten in ein Gasthaus, wohin ihnen die Nationalsozialisten folgten. Unterdessen traf Gendarmerie ein, die die Nationalsozialisten verhaften wollte. Diese wehrten sich mit Biergläsern, wobei drei Gendarmen Kopsverletzungen erlitten. Nach einer Salve von Schreckschüssen schossen die Gendarmen scharf. Der SA.- Führer yranj Seiringer wurde a u f der Stelle getötet und die SA.-Leute Rudolf E i ch in g e r und Rudolf Huber trugen tödliche Verletzungen davon.
Notverordnung zur Beendigung des steierischen Bergarbeiterstreiks.
Wien, 20. Sept. (WTB.) Die Regierung hat, um den Streik auf den Kohlengruben in Steiermark zu beenden, eine Notverordnung erlassen, die den Arbeitern bei sofortiger Wiederaufnahme der Arbeit die Lohn- und Arbeitsbedingungen des 1. April 1933 sichert und die Einsetzung eines Regierungskommissars zur Durchführung der von der Regierung als notwendig erkannten Maßnahmen vorsieht. Durch diese Notverordnung wird eine von der Regierung zur Regelung der Lohnverhältnisse im Bergbau vor einiger Zeit erlassene Notverordnung, die ungünstigere Lohnverhältnisse zur Folge hatte, praktisch außer Kraft gesetzt. In der amtlichen Begründung heißt es u. a., daß es ohne die von den Unternehmungen zum mindesten geduldete Hetze gegen die Regierung überhaupt nicht zu dem gegenwärtigen Streik gekommen wäre.
Oesterreich als Kandidat zum SöCen bundsrat.
Genf, 19. Sept. (TU.) Die Wiener Regierung sondiert die Aussichten Oesterreichs auf Wahl in den Völkerbundsrat. In hiesigen Kreisen rechnet man mit einer Zurückziehung der allerdings bisher nicht offiziell gestellten österreichischen Kandidatur. In Frage käme für Oesterreich lediglich der jetzt neu zu schaffende 15. Ratssitz, über den die Vollversammlung erst zu beschließen hat. Man erklärt, daß die Verteilung der drei frei wer- denden Ratssitze bereits erfolgt sei und Australien, Uruguay und Dänemärk diese Sitze zugesichert erhalten hätten. Oesterreich könnte daher lediglich auf den 15. Ratssitz kandidieren. Die Wahlen zum Dölkerbundsrat sind vor- läufig für den zweiten Oktober feftgefetit. Hinter der rein formalen Ablehnung des österreichischen Rats- sitzes steht offensichtlich die Befürchtung in französischen Kreisen, daß eine Wahl der österreichischen Regierung in den Völkerbundsrat f ü r d i e übliche dreijährige Dauer leicht dazu führen könnte, daß in einiger Zeit eine dem neuenDeutschland nahestehendeMacht einen Sitz im Dölkerbundsrat hätte. Daher werde jetzt bereits in den französischen Kreisen die Wahl Oesterreichs mit rein formalen Gründen als unmöglich hingestellt.
getroffene Einrichtung der Landesbauern, jchaften, und zwar insbesondere: 1. Die Einrichtung des Landesbauernführers, 2. einer Stabsabteilung des Landesbauernführers unter einem Stabsleiter, 3. des Landes, obmanns, 4. der dem Landesobmann unmittelbar unterstellten vier Hauptabteilungsleiter mit Aufgabengebieten und Einrichtungen entsprechend den oben unter I 3. getroffenen Regelungen in die Reichsstütze des Reichslandstandes, 5. einen Beirat von zehn Fachberatern für die Hauptabteilungsleiter beim Reichsobmann. Diese Beiräte werden gleichsinnig zu oben III auf Vorschlag des Hauptabteilungsleiters vom Landes- obmann mit Genehmigung des Landesbauernfüh- rers eingesetzt.
VI. Ich bestätige die von der Selbstverwaltung getroffene Einrichtung eines Landesbauern- rotes als Beirat des Landesbauernführers, bebalte mir aber die Bestätigung der derzeitigen Mitglieder vor.
VII. Ich bestätige die von der Selbstverwaltung getroffene Einrichtung eines Landesbauern, tages, behalte mir aber die Bestätigung der der- zeitigen Mitglieder vor.
VIII. Die Bestätigung bzw. Neurinfetzung der Landesbauernführer, Landesobmänner und Hauptabteilungsleiter in den Landesbauern, schäften erfolgt in den nächsten Tagen.
IX. Ich ordne hiermit die weitere Untergliederung der Landesbauernschaften in Kreisbauern- chaften an. Diese Unterglieoerung erfolgt gleich- innig zu den im Reich und den Landesbauern- chasten getroffenen Einrichtungen: 1. Kreisbauern- ührer, 2. Kreisobmann, 3. vier Hauptabteilungs- leiter unter dem Kreisobmann. Die Einsetzung der Kreisbauernsührer, Kreisobmänner und deren Hauptabteilungsleiter behalte ich mir vor.
X. Die Wahrnehmung der Aufgaben des Reichsnährstandes erfolgt von jetzt ab ausschließlich durch die vorbezeichneten von mir bestätigten Stellen.
gez. R. Walter Darrt.
Vorarbeiten des Reichskabinetts.
Neue Arbeit, organische Zmssenkung, Sanierung der (Semeindefinanzen.
Berlin, 19. Sept. (TU.) Vas Reichskobl- nett beschäftigte sich am Dienstag mit den Vorlagen, die bei der am Mittwoch stattfindenden Tagung des Generalrats der Deutschen wirtschaft im einzelnen bekanntgegeben werden sollen. Ls handelt sich dabei um einen aus verschiedenen finanziellen und wirtschaftlichen Maßnahmen zusammengejehlen plan, der in seiner Einheit neue Arbeitsmöglichkeiten erschließt und eine Gesundung des Kapitalmarktes, eine organische Zinssenkung und eine Sanierung der Gemeindefinanzen zum Ziele hat.
Wie das Wolffbüro erfährt, wird das Ergebnis der heutigen Kabinettssitzung in der morgigen Sitzung des Generalrates der Wirtschaft vom Führer in längeren Ausführungen b a r g e I e g t werden. Dabei ist noch darauf hinzu-
weisen, baß die von verschiedenen Berliner Abendblättern gebrachten Meldungen über angebliche Steuersenkungen u. dgl. in vollem Umfange unrichtig sind. Es handelt sich vielmehr um einen Gesamtplan, der sich besaßt mit der Arbeitsbeschaffung, mit einer organischen Zinssen- kung, wobei natürlich Steuerkorrekturen nicht ausgeschlossen sind, und einer grundsätzlichen Sanierung der Finanzen der Gemeiiwen, die durch die Mißwirtschaft der letzten Jahre vollkommen zerrüttet sind. Hier eine Sanierung herbeizuführen, und von Grund auf neu z u bauen, ist eine außerordentlich schwere Aufgabe, die nicht von heute auf morgen zu bewältigen rft. Es steht jedenfalls nunmehr fest, baß sie in Angriff genommen wird. Das bedeutet, daß sie in der ent- sprechenden Zeit auch zum Ziele geführt wird. Ue ber die Maßnahmen auf dem Kapitalmarkt und die Art der neu zu schaffenden Arbeitsmöglichkeiten kann naturgemäß im Augenblick noch nichts gesagt werden.
Der MchsjiOztomnMar $um prvzeßbegimi gegen die Aeichsiagsbrandstifier.
Berlin, 20. Sept. (ERB ) Reichsjustizkommissar Dr. Frank erklärte einem Vertreter des „Völkischen Beobachters" auf die Frage: Wie denken ‘ Sie, Herr Reichsjustizkommissar über die Untersuchungskomödie in London'? Ich beurteile die Gerichtskomödie als ein für uns hocherfreuliches Ereignis, denn der Londoner Gerichtsvorgang ist ein wesentlicher Schuldbeweis für den Weltkommunismus. Ich kann nur annehmen, daß die englische Regierung, offenbar selbst aus dem Gesühl heraus, daß es sich hier um eine reine Komödie handelt, keine offiziellen Schritte dagegen unternommen hat.
Frage: Was jagen Sie, Herr Minister, zu dem Gerede, daß die Nationalsozialisten den Reichstag selbst angesteckt hätten? Dr. Frank: Es ist das Geschrei des ertappten Diebes, der brüllt: „Haltet den Dieb". Wir haben die Kommunisten gerade in ihrer stärksten Epoche niedergeschlagen. Anscheinend ist ihnen bas Eintreten Adolf Hitlers in die Regierung überraschend schnell gekommen, und so haben sie noch einmal alles versucht, um die alte Position durch aufflackernde Brände gewaltsam wie- der zu erobern. Die Hoffnung des Welt- kommunismus war der Bürgerkrieg in Deutschland. Brände und Zerstörungen sind das Kampfmittel der kommunistischen Welttevolu- tion. Daß die Nationalsozialisten in dem Augenblick den Reichstag anzünden, in dem sie unter dem begeisterten Jubel des deutschen Volkes in dieses Haus als Sieger einziehen konnten, hätte geheißen, einen Akt der Selbstzerstörung begehen. Ich sehe in dieser Behauptung nur die schmutzige Offenbarung einer völlig verlumpten Gesinnung auf der anderen Seite.
Frage: Welche Anhaltspunkte bestehen überhaupt zu der Annahme, daß in Leipzig das Recht gebeugt werden könnte? Dr Frank: Dafür gibt es keinerlei Anhaltspunkte. Keine amtliche Stelle hat sich in die Vorbereitung des Verfahrens weder indirekt nach direkt eingemischt. Die Angeklagten hatten voll und ganz das Recht, im Nahmen der Strafprozeßardnung ihre Derlei- digerselbstzu wählen. Sie hatten sogar jetzt das Recht, ihre Verteidiger zu diesem Gerichtstheater nach London zu entsenden, ein
Recht, von dem ber Kommunist lorgler durch seinen Wahlverteidiger Rechtsanwalt Dr. Sack, Berlin, Gebrauch gemacht hat. Schon daraus ist ersichtlich, daß die deutsche Regierung der Verteidigung keine Hindernisse in den Weg gelegt hat, ebenso wie sie ihr weiter keine Schwierigkeiten bereiten wird. Auch der Senat trifft feine Entscheid bung völlig unbeeinflußt. Eine Regierung, die aus politischer Parteilichkeit das Recht beugen wollte, würde jeden Anspruch auf die Führung des Volkes verlieren.
Rechtsanwalt Gack über seine Londoner Heife.
Bisher kein neues Material bcigebracht.
Berlin, 19. Sept. (ERB.) Der Verteidiger des im Reichstagsbrandprozeß angeklagten kommunifti- schen Reichstagsabgeordneten lorgler, Rechtsanwalt Dr. Sack, der in London an den Sitzungen des Internationalen Untersuchungsausschusses teilge- nommen hat, erklärte einem Mitarbeiter der „Deutschen Zeitung", daß weder der Untersuchungsrichter, noch der Oberreichsanwalt, noch das Reichsgericht ihm beim mündlichen und schriftlichen Verkehr mit dem Angeklagten auch nur d i e gering- ft en Schwierigkeiten in den Weg gelegt hätten Im Interesse seines Mandanten habe er es für seine selbstverständliche Pflicht gehalten, das ganze zur Entlastung dienende Ma- terial herbeizuschaffen. Zu diesem Zweck habe er sich auch nach London begeben, lieber den Reichstagsbrand selbst habe keiner der dort vernommenen Zeugen etwas a u s f a g e n können. Ihre Bekundungen erschöpften sich in Vermutungen und Kombi- n a t i o n e n. Schriftliches Material sei ihm nicht übergeben ober auch nur gezeigt worden. Man habe ihm aber zugesagt, etwaiges schriftliches Material rechtzeitig zuzustellen.
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Der holländische Strafverteidiger Stomps zu Heemstede, der die Verteidigung van der Lübbes übernehmen will, hat sich vom Amsterdamer Flughafen nach Leipzig begeben.
Reichsminister und Gauleiter Dr. Goebbels spricht am 22. September auf einer vom Gau Groß-Berlin der NSDAP, einberufenen Versammlung im Sportpalast über das Thema „Unsere Ausgabe für den Winter".
Zur Linderung ber Not ber durch das Brand- unglück in Oeschelbronn Geschädigten hat ber Reichskanzler 5000 Mark zur Verfügung gestellt.
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Der Reichsverband der deutschen Presse hat beschlossen, 5000 Mark an das Winterhilfswerk zu überweisen. Von diesen 5000 Mark hat 1000 Mark der Landesverband Berlin des Reichsverbanbes ber deutschen Presse bereit- gestellt, e
Der preußische Finanzminister hat zugleich im Namen des Ministerpräsidenten ungeordnet, daß zur Beteiligung an der Stahlhelmführertagung in Hannover Beamten, Angestellten und Arbeitern vom Samstag, den 23. September, bis einschließlich Montag, den 25. September, Dienftbefreiung ohne Anrechnung auf den Erholungsurlaub gewährt werden kann.
Der Ehef des Stabes der SA. und SS. hat es den Angehärigender SA. und SS. frei- ae ft eilt, in d i e NSBO. oder die Fachschaften einzutreten, ohne daß eine Der- pilichtung dazu besteht. Bei Veranstaltungen der NSBO. ober der Fachschaften rft die Kleidung dieser Organisationen zu tragen.
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Der Stabsleiter des Gaues München-Oberbayern gibt bekannt, daß der Besuch von Kabaretts und Nachtlokalen in Uniform für das gesamte Gaugebiet München-Oberbayern ftreng- 11 e n s untersagt ist. Auch der Besuch des Oktoberfestes in Uniform wird verboten.
Das tschechische Ministerium des Innern hat Adolf Hitlers Buch „M ein K a m p f" für das gesamte Gebiet der tschechoslowakischen Republik verboten.
In den nächsten Tagen wird ber polnische Ministerpräsident Jendrzejewicz nach Danzig reisen, um dem Präsidenten des Danziger Senates Dr. Rauschning einen Gegenbesuch abzustatten.
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Die luxemburgische Regierung hat es abgelehnt, luxemburgische Beamte zur Dienstleistung im Saargebiet zu beurlauben. Der Regierungskommission stehen also zur Einstellung in die saarländische Kriminalpolizei lediglich Privatpersonen zur Verfügung.
Im Haag und Rotterdam kam es im Zusammenhang mit dem Uniform verbot zu Zusammenstößen zwischen holländischen Faschisten und Polizei. Die Blätter unterstreichen das rücksichtslose Vorgehen der Polizei und melden zahlreiche Verletzte.
Aus aller Welt.
Der Reichskanzler bei der Berliner Aufführung des ..hillerjungen Quex".
Der Berliner Erstaufführung des „Hitler- jungen Q u e x", die am Dienstagabend im Ufa- Palast am Zoo ftattfand, wohnten Reichskanzler Adolf Hitler, Ministerpräsident Göring, Reichsminister Dr. Goebbels, Prinz August Wilhelm. Staatskommissar Hinkel, Vertreter der Reichswehr und der Reichsmarine, Mitglieder des Diplomatischen Korps, Vertreter der Reichs-, Staats- und städtischen Behörden, der SA., SS. und des Stahlhelms bei. Vor dem Ufa-Palast hatte sich eine erwartungsvolle Menge angesammelt, die, als der Führer in Begleitung des Ministerpräsidenten Göring erschien, ungeheuer angewachsen war. Die Führer wurden mit begeisterten Heil» rusen empfangen. Als der Reichskanzler vorfuhr, hatte die Polizei, die im Verein mit der Hitlerjugend die Absperrungsmaßnahmen durchführte, alle Hände voll zu tun, um die begeisterten Massen zurückzuhalten. — Die Erstaufführung des Films wurde eingeleitet durch eine kurze Ansprache des Gebietsführers Jahn an die versammelte HI., der den Film als Beispiel für die noch Heranwachsende Jugend hinstellte, es dem Hillerjungen Quej gleichzutun in Hingabe und Opfergeist.
„Gras Zeppelin" In pernambuco.
Wie die Deutsche Seewarte in Hamburg mitteilt, passierte bas Luftschiff „Graf Zeppelin" am
Der P a p st hat dem österreichischen Bundespräsidenten M i k l a s den Christusorden und dem Bundeskanzler Dollfuß den Orden vom ©eibenen Sporn verliehen.
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Die elf Kadetten, die der Mittäterschaft bei der Ermordung des japanischen Premier- Ministers Jnukai im Mai 1932 und anderer Terrorakte beschuldigt waren, wurden zu je vier Jahren Gefängnis verurteilt. Der Vorsitzende des Kriegsgerichts hob hervor, daß die Beweggründe der Angeklagten nicht unehrenhaft gewesen seien. Aber die Verletzung der militärischen Vorschriften sei ein schweres Vergehen.
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Der neue König des Jrakstaates, G h a z i I., hat sich mit der Prinzessin Alijah, der Tochter des früheren Königs des Hedfchasstaates, Ali, der ein Bruder des verstorbenen Königs Feifal ist, o e r - lobt.
Dienstag um 8.15 Uhr MEZ. den ilcqualor auf .31 Grad West. Die Entfernung bis zum Landeplatz in Pernambuco beträgt noch tausend Kilometer. Dvj heiterem Wetter herrscht Südost-Wind von etwa 30 Kilometer in ber Stunde. Das Luftschiff ist am Dienstag 15.46 Uhr Ortszeit in Pernambuco ein- getroffen.
Zwei schwere Autounfälle in Italien.
Ein Ausflüalerautobus, der eine hauptsächlich aus Franzosen bestehende Reisegescllfchaft von Mailand aus zur Besichtigung der bekannten Karthause von Pavia, eines der bekanntesten Klöster des Karthäu- ser-Ordens, bringen sollte, verunglückte schwer. Kurz vor der Karthause, nachdem man ihn zunächst plötzlich scharf nach rechts, bann wieder auf die andere Seite ber Straße abbiegen sah, stürzte ber schwere Wagen in ben zur Zeit fast ausgetrockneten kleinen Fluß Naoiglio. Der Führer bes Wagens, der f i ch überschlug und in Brand geriet, war sofort t o t. Das Steuer hatte ihm die Brust eingedrückt. Sämtliche 20 übrigen Insassen trugen mehr ober weniger schwere Verletzungen davon. Die Ursache des Unglücks ist unbekannt. Doch vermutet man, daß der Wagenführer von einem plötzlichen Unwohlsein befallen wurde.
Ein zweites schweres Autounglück ereignete sich kurz nach Ladenschluß, als der Wagen eines Mailänder Rechtsanwalts auf dem belebten Scala- Platz in eine Menschengruppe, die dort an einer Haltestelle die Straßenbahn erwartete, hineinfuhr. Fünf Personen wurden mit zum Teil schweren Verletzungen dem Krankenhaus zugeführt. Der Rechtsanwalt ist verhaftet worden.
Zwei Prozesse wegen Menschenraubes in USA.
IN den Vereinigten Staaten haben zwei große Prozesse wegen Menschenraubs begonnen. In der Stadt Oklahoma ist ein berüchtigter Verbrecher namens Bailey mit 11 Helfershelfern angeklagt, im Juli den Millionär Charles Ursch e 1 entführt und erst nach Zahlung eines Lösegeldes von 200 000 Dollar freigelassen zu haben. In Edwardsville (Illinois) haben sich fünf Männer und eine Frau wegen Entführung des 70jährigen Bankiers Lu er zu verantworten, der nach Zahlung eines Lösegeldes von 10 000 Dollar frei- gelassen wurde.
600 Todesopfer der pest in der Nordmandschurel.
Die ßungenpeft, die gegenwärtig die Bezirke von Supingkai und Ptaoan in der nördlichen Mandschurei heimsucht, hat im Verlauf der letzten 14 Tage mehr als 6 0 0 Todesopfer gefordert. Die Behörden haben den Handel mit Pelzwerk in den betroffenen Gegenden verboten und rufen zur 93er» nichtung der Ratten auf. Scharfe sanitäre Maßnahmen sind ergriffen worden, um die Ausdehnung der Pest auf die Südmandschurei zu verhindern.
Toller Aberglaube in der Dobrudscha.
Einem tollen Aberglauben sind in einer Ortschaft der Dobrudscha 2000 Schafe zum Opfer gefallen. Ein Schaf war an Milzbrand zugrunde gegangen, worauf der Hirt seine ganze Herde von mehreren hundert todjafen mit dem Blut des toten Tieres geimpft hatte, um sie vor der Seuche zu schützen. Diesem Beispiel folgten auch die anderen Bauern, tauchten Messer in das Blut und „impften" durch Stiche die gesunden Tiere mit dem Ergebnis, daß innerhalb von 48 Stunden 2 00 0 Schafe verendeten. Die Wut der Bauern richtete sich nunmehr gegen den abergläubischen Hirten, der flüchten mutzte.
verheerende Flutwelle im Stillen Ozean.
Etwa zur Zeit des großen Erdbebens in China hatte ein japanisches Kanonenboot im Stillen Ozean ein merkwürdiges Erlebnis. Nach einem Bericht, der bei der japanischen Admiralität von Bord des Kriegsschiffes vorliegt, wurde das Kanonenboot, als es südöstlich von den Karolinen in einer Lagune einer Korallen-Insel vor Anker lag, plötzlich von einer ungeheuren Flut- welle erfaßt und lasgeriffen. Dabei wäre es beinahe gekentert. Es gelang aber noch mit Volldampf, ine hohe See zu erreichen. Später konnte das Kriegsschiff feftfteUen, daß die ganze Insel, vor der es geankert hatte, vollständig verschwun - den war. Die See war meilenweit mit toten Fischen, Tang und Holmen bedeckt.
Schweres Unwetter in der Schweiz.
Ein schweres Unwetter suchte das Nidwaldler Land und das Pilatus-Gebiet heim. Durch Wolkenbrüche verwandelten sich die kleinen Gebirgsbäche in reißende Wildbäche, die großen Schaden anrichteten und namentlich den Verkehr in der Gegend von Stans lahmlegten. Auch der. Bahnkörper der Brünig-Bahn wurde unter Wasser gesetzt, so daß der Bahnoerkehr eingestellt werden mußte. Zahlreiche Ausflügler und Touristen, namentlich auch Autofahrer, konnten nicht mehr die Heimfahrt aus den von dem Unwetter betroffenen Gebieten antreten. Fünf Ortschaften wurden durch Blitzschlag in eine Transformatorenanlage in Dunkel gesetzt. Der Bahn- und Autoverkehr konnte erst nach längerer Unterbrechung wieder aufgenommen werden.
Bolivianische Truppen im Urwald umgekommen.
Der bolivianische Generalstab veröffentlicht folgende Mitteilung: Abteilungen, die im Abschnitt Arce weilten, haben sich im Urwald verirrt und wurden dort vom Feinde umzingelt und von der Zufuhr abgeschnitten. Viele sind infolge von Hitze und Dürft ums Leben gekommen. Nach drei Tagen ließ der Widerstand des Feindes nach und die bolivianischen Truppen machten zahlreiche Gefanngene. Aber man vermutet, daß die im Urwald gebliebenen Truppen ums Leben gekommen sind, weil die für sie eingesetzten Truppen- Verstärkungen infolge von Kämpfen in anderen Ab- schnitten zurückgehalten wurden.
Wettervoraussage.
Die neue Störung über den britischen Inseln hat sich roeiter östlich entwickelt, so dah eine Staffel feuchtwarmer Luft das französische Küstengebiet berührt. Sie wird auch bei uns Einfluß gewinnen und auf die Temperatur einwirken, außerdem beim Berühren mit den vorgelagerten anders temperierten Lustmassen etwas Sprühregen verursachen. Die ber Warmluft nachfolgende kühlere Luft wird bann etwas wechselhaftes Wetter bringen, wobei zeitweise bie Wolkenbecke zum Auflösen kommt. Anfangs treten babei noch vereinzelt leichte Schauer auf.
Aussichten für Donnerstag: Mllbes, neblig-wolkiges Wetter, vereinzelt etwas Sprüh, regen, später wechselnb bewölkt unb aufheiternd.
Aussichten für Freitag: Wechselhafte Bewölkung, dabei aufheiternd, etwas Sprühregen, vereinzelt geringe Niederschläge.
Lufttemperaturen am 19. September: mittags 14,3 Grad Celsius, abends 13,2 Grad; am 20. September: morgens 13 Grad. Maximum 14,4 Grad, Minimum 12,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. September: abends 15,7 Grad; am 20. September: morgens 14,6 Grad. — Niederschläge 1,2 mm.


