Donnerstag, 2».April 1933
183. Jahrgang
Nr. 92 Erstes Blatt
Berlin im Zeichen des Kanzler-Geburtstages
Konzentrationslager Oranienburg.
Amsterdam, 19.2lpriL (LAD.) Der Berliner Berichterstatter des ^Telegraaf" hat dem in Oranienburg auf einem ehemaligen Fa-
ännahmt von Hnjtigei für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.
Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20" . mehr.
Chefredakteur
Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.Tbynot; für den Übrigen Teil Ernst Blumschein und cür den Anzeigenteil t.D. Th.Kümmel sämtlich in (Siegen.
Hitler - Geburtstagfeier der Wiener Nationalsozialisten.
BegeisterteKundgebungen fürdenAnfchlust
Wien. 19. April. (CAB.) DerGauWien der RSDAP. beging heute den Geburtstag des Führers Adolf Hitler du.ch eine offizielle Feier, an der der deutsche Gesandte Dr. Aieth mit Botschaftsrat Prinz Erbach und zahlreiche Ehrengäste aus den Borständen der nationalen Verbände in Wen teilnahmen. Gauleiter Frauenfeld gab ein Bild vom Lebenslauf des Kanzlers und führte u. a. aus, Hitler habe trotz mehrfach w.ederkehrenden Kleinmutes seiner Gefolgschaft es vermocht, allein durch den Glauben an seine Berufung der Führer und Kanzler des deutschen Bolles zu werden. Daher wolle auch Oesterreich, die engere Heimat Adolf Hitlers, bei der Feier seines Geburtstages nicht abseits stehen. Wir geloben, schloß Frauenfeld, unter stürm'.schen Heilrufen, nicht zu ruhen und zu rasten, bis wir unserem Führer einst seine Heimat, das Land seiner Väter bringen und einfügen in das große Deutsche Reich.
Paris, 20. April. (CAB.-Funkspruch.) Die Ausführungen des Botschafters Nadolny über die neue Phase der Abrustungskov seren z smd der französischen Presse außerordentlich unbequem. Sachlich vermag sie nichts zu erwidern und greift daher zu dem Vorwurf der Sabotage. mit dem aber gerade Frankreich sehr vorsichtig sein sollte. Das nationalistische „3 our- n a l" erklärt, am Vorabend der Wiederaufnahme der Konferenzarbeiten bekunde Deutschland den gleichen Geist, der bisher jede Einigung verhindert habe. Die Verantwortlichkeit eines jeden einzelnen müsse einwandfrei festgestellt werden. damit man ün Falle eines Mißerfolges wisse, wer ihn hervorgerufen hat. Dringendste Ausgabe der Konferenzdelegierten werde es ie- denfalls sein, sich mit den Mitteln zu belchäftigen, durch die Deutschland an der Aufrüstung verhindert werden kann
Richt besser verhält sich das Organ Herriots, die ..Ere Rouvelle", die kurz und bündig erklärt, Deutschland fordere mit Arroganz die Rüstungsgleichhcit, verweigere aber ieg- liche Garantie für eine kontraktlich zu vereinbarende Sicherheit. — Das scheint auch die Ansicht des ..Oeuvre" zu sein, das meint: Wenn Deutschland bereit ist, eine nicht etwa theoretisch, sondern auch effektiv ständige und selbstverständlich für alle gleiche Kontrolle anzunehmen wird ein wichtiger Schritt auf dem Wege der Abrüstung zurüchgelegt sein Man
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Für deutsche Rechtspflege.
Oie Zustizminister Krank und Kerrl sprechen vor dem Nationalsozialistischen Zuristenverein in München.
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Herriot die Aussprache t m Unterhaus als eine „glückliche Tatsache" und sagt dann man könne aufatmen. Der Viermächteplan den er im Ramen des Rechtes der Völker bekämpft habe, schwimme im Wasser. Die starke englische Demokratie habe verstanden, was sich hinter dem Sophismus der Vet- tragsrevision verbc. ge. Diese Wendung erleichtere seiner Ansicht nach die Verhandlungen in Washington. Zu dem deutschen Prote st schritt in London schreibt Herriot u. n, Frankreich könne sicher sein, daß England die Freiheit seiner Entschlüsse zu verteidigen wissen werde. Deutschland irre sich fast nie bei der Beurteilung der technischen Seite der Probleme. Deutschland irre sich jedoch fast immer bei der Bewertung moralischer Elemente.
Amerika gibt die Glühung des Oollarkurses auf.
Aber Festhalten an einer gesunden Währung
Washington, 19. April. (XU.) Präsident Roosevelt gab bekannt, daß die amerikanische Regierung ihreBemühungen zurkünst- lichen Dollar st ühung aufgebe und keine weitere Goldausfuhr zu diesem Zweck erlauben werde. Die Regierung werde vielmehr den Dollar sich seine eigene Wertbasis suchen lassen.
Den gestern vom Schatzamt gebrauchten Ausdruck „kontrollierte Inflation" hält
brikgebäude errichteten Konzentrationslager einen Besuch abgestattet, von dem er in seinem Blatt eine interessante Beschreibung gibt. Er stellt darin auf Grund von Gesprächen, die er mit verschiedenen der politischen Gefangenen hat führen können, fest, daß in Anbetracht der besonderen Umstände alle Internierten mit ihrem Lose zufrieden feien. Sie würden viel im Freien beschäftigt und hätten auch reichlich Gelegenheit zu sportlicher Betätigung. Es herrsche strenge, aber keineswegs unerträgliche Diiplin. Der Führer der SA.-Kommandos habe ihm erklärt, daß man die früheren politischen Gegner davon überzeugen wolle, daß der Geist in der SA. besser sei als ihr Geist und daß die nationalsozialistische Theorie und Praxis derjenigen des Kommunismus weit überlegen [et
3,047 171.33 ÜZ ft 0,838 4,146 59.04 21-58 16,69 81.67 35,80 §,27 0,894 0$ 5,l£ 13,24
Helmer begleitet hatten, in einem gemeinsam gespielten Marsch feinen Abschluß. Um 11 Uhr fand a n der Feldherrnhalle eine Helden- ehrung statt. Innenminister Wagner hielt eine Ansprache.
Reichsprasidek'.tundReichLkunzer
Ehlenvuraer von Bayern.
München, 20. April. (WTB. Funkspruch.) Das Gesamtministerium des Freistaates Bayern ha, auf Grund des tz 1 Absatz 1 des vorläufigen Gesetzes zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich vom 31. März 1933 folgendes Gesetz beschlossen:
Der Reichspräsident Gensralfeldmar- schall von Hindenburg, der Führer der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei, Herr Reichs« kanzler Adolf Hitler, der Statthalter des Reichs in Boyern, General Ritter von Epp, der Stabschef der SA. der NSDAP., Hauptmann a. D. Staatssekretär Ernst Röhm, haben sich um die nationale Erhebung in Deutschland und damit u m Bo l k und Vaterland verdient gemacht. Es wird ihnen dafür das Ehrenbürgerrecht des Freistaates Bayern verliehen. Dieses Gesetz ist öffentlich onzuschlagen.
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118. April. Das in genüScr dem Vis« 'pscrdenkmal, Hauers Benno El.. baut. Das Den!« engeftalt in Inieen- i vielen Kreisen als Menten der Toten )elanntlich ist auch das Mainzer Ae«
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Roosevelt für irreführend, denn die Vereinig« ten Staaten beabsichtigen keine Inflation in dem Sinne, daß die Regierung ihre Ausgaben mit wertlosem Papiergeld bezahle, das eigens zu diesem Zwecke gedruckt werde. Amerika werde vielmehr wie bisher an dem Grundsatz einer gesunden Finanzpolitik und einer gesunden Währung festhalten. Man habe sich lediglich entschlossen, den unnützen Kampf gegen spekulative Attacken des Auslandes gegen den Dollar aufzuge- ben und den Dollarkurs sich selbst zu überlassen.
Das Echo her Nadolny-Erklcirung
Frankreich macht Ausflüchte. - Deutschland tvieöer einmal an allem schuld.
Berlin, 20. April. (ERD. Funkspruch.- Die I ! Feierlichkeiten zu Ehren des Geburtstages des Reichskanzlers Adolf Hitler wurden heute früh i durch eine Parade vor dem preußischen । Innenministerium eincelcüeU Die ö,fent- luhen Gebäude und Privathäuser hatten Flaggenschmuck angelegt. Trotz des wenig freundlichen Wetters hatte die Beranstaltung eine » a hl r e i ch e Z u s ch a u e r m e n g e (erbe g ockt. Pünktlich um 8 Uhr erklangen vom Bt-nd.nbur- ger Tor her militärische Weisen. An der Spitze , des Zuges, der sich über die , Linden" bewegte, ( marschierte eine Bereitschaft der Polizei a b t e i l u n g 3 03*23. , ihr folgte die deutsche Kriegsflagge und die ^ikencreuzfahne. Daran schlossen sich je ein Sturm der SS. und 3 A. ; den Schluß bildete eine Kompaniedes Stahlhelms. Die Parade wurde vom Oberstleutnant Wecke, dem Kommandeur der Polizei- abtcilung ZBV. vom Balkon des Ministeriums aus abgenommen. Die gesamten Formationen nahmen in zwei Gliedern vor dem ausgedehnten Gebäude des preußischen Innenministeriums Aufstellung und die Kapelle spielte das Deutschland- unb das Horst-Wcssel-Lied.
Die Reichshauptstadt hat überaus st a r - . scn Flaggcnschmuck angelegt. Ein festliches Bild geben Die Geschäftsstraßen, wo der größte Teil Der Geschäfte die Hakenkreuz, und die •- schwarzweißrote Flagge zeigen. In der Wilhelin- straße haben sich vor dem Reichskanzler- Palais viele Schaulustigen eingefunden, um dos Kommen und Gehen der zahlreichen Gra- t u l a n t e n . die sich in das Gästebuch eintragen, zu beobachten. Die Post hat einen besonderen Dienst einrichten lassen, um die nach vielen Tausenden zählenden Glückwunsch - ^schreiben und Telegram m c in die Reichskanzlei au befördern. Bereits mit der ersten Post sind mehrere Waschkörbe und einige Sacke eingelaufcne Glückwunschschreiben in der Reichskanzlei obgeliefert worden und die Telegramme häufen sich zu einem unübersehbaren Berg.
Der Geburtstag steht im Zeichen der Wohlfahrt. Weit über 2020 Sammler und Sammlerinnen der RS.-Wohtsahrt bieten die Licblingsblume des Kanzlers, das Edelweiß, auf der Straße zum Verkauf an. Der Ertrag dieser Sammlung dient zur Verschickung ^erholungsbedürftiger Kinder. An den 160 Derteilungsstellen der Hitler-Geburtstagsspende, die um 9 Uhr geöffnet wurden, standen bereits in der achten Stunde die Rentenempfänger und Arbeitslosen in langen Reihen an. Da noch im Laufe des gestrigen Tag.s größere Geldsummen und Raturaispenden eingegangen waren, hofft die Leitung der Spende, daß tatsächlich am heutigen Tage niemand in Berlin zu hungern braucht.
Im Berliner Dom fand heute morgen ein F e st - qottesdienst statt, dem Reichsminister Dr. Goebbels, Prinz 21 u g u ft Wilhelm, sowie zahlreiche Reichstags- und Landtagsabgcordnete der NSDAP, beiwohnten. Unter den Klängen eines Dr- gclpräludiums erfolgte der Einmarsch von zwölf Hakenkreuzfahnen. Domprediger D. Richter legte feiner Festpredigt das Bibelwort „Der Herr, dem Gott ist mit dir in allem was du tun wirst zu Grunde.
Hindenburgs Glückwunsch.
Berlin, 20. April. (WTB. Funkspruch.) Reichspräsident von Hindenburg hat an den Reichskanzler Hitler folgendes Telegramm gerichtet:
„Aw heutigen Tage gedenke ich in aufrichtiger Dankbarkeit der großen vaterländischen A r b e i t, die Sie geleistet haben, und die noch vor Ihnen liegt M i t Ihnen in Treue verbunden in dem willen, unser Volk und Vaterland aus der Rot der Zeit wieder aufwärts zu führen, spreche ich Ihnen meine herzlich st e u wünsche für Ihr weiteres wirken wie für ähr persönliches Wohlergehen aus.
Mit kameradschaftlichen Grüßen Ihr ergebener gez.: von Hindenburg."
Der R e i ch s w e h r m i n i st e r hat an den Reichskanzler das nachstehende Glückwunschtelegramm gc- cichtet:
„3 m Ramen der deutschen Wehrmacht sende ich Ihnen, Herr Reichskanzler, zu Ihrem Geburtstage in treuer Verbundenheit aufrichtigste Glückwünsche. Möge in Ihrem kommenden Lebensjahr der Reubau unseres Reiches, den Sie sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, weiter so tatkräftig gefördert werden.
G evon Blomberg."
München feiert Hitler.
München, 20. April. (WTB. Funkspruch.) Die Stadt München, in der die große nationalsozlallfti- sche Freiheitsbewegung geboren wurde, begeht heute den Geburtstag des Reichskanzlers besonders feierlich Die ganze Stadt prangt im cdjmucf Der schwarzwei'ßroten, Hakenkreuz- und blauweitzen Fahnen. SA.- u n d S S. - M u s i k z u g e sammelten sich schon kurz vor 6 Uhr in Schwabing und im Westen der Stadt beim Gewerkschaftshaus, von wo sie noch dem Max-Josef-Platz zogen Hier fand do s W e ck e n im Beisein einer nach taufenden zahlenden Menschenmenge, die die Musik-Korps und die gleichfalls mit Spielleuten anmarschierenden Stahl-
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München, 19. April. (WTB.) Der Nationalsozialistische Jur ist en verein, der Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes, die Gau- leitung München-Oberbayern und die Betriebszel- Lenleltung München-Oberbayern der NSDAP, veranstalteten am Mittwochabend im Zirkusgebäude Krone eine Kundgebung gegen das Judentum in der Rechtspflege und in der Rechtsprechung, in welcher
der bayerische Zustizminister Dr Krank im Namen der bayerischen Staatsregierung erklärte, daß General v. Epp und seine Regierung gewillt seien, den Kampf des Nationalfozialismus f ortzusetzen bis zum Endziel, insbesondere auch den Kampf gegen das Judentum. Maß und Tempo dieses Kampfes bestimmtderFührer, erklärte Dr. Frank, wir haben zu gehorchen. Es wird mir nicht möglich fein, die reichsge - setzliche Verordnung über die Zulassung des Judentums zur Rechtspflege sofort restlos durchzuführen, denn ich fürchte, aufgeregte Volksmassen würden dann in die Gerichtssäle einbringen; Ich werde die Verhältnisse genau prüfen müssen. Wir haben nicht 14 Jahre gekämpft, um uns in unseren Programmpunkten schließlich das eine ober andere abwinden zu lassen.
Oer preußische Zustizminister Kerrl
betonte, die nationale Revolution werbe nicht vollendet sein, wenn nicht erreicht wäre, daß deutsch die Rechtspflege und deutsch die Rechtsprechung sei. Die in Preußen gegen das Judentum in der Rechtspflege getroffenen Maßnahmen hätten den Juden eher genützt als geschadet, denn es hatte sonst lercht zu einer Explosion gegen das Judentum kommen können. Wenn gewisse Stellen besorgt fragten, was denn aus den vielen stellungslos werdenden Juden werden solle, so müsse er darauf verweisen. bah zu Zeiten Eeverings niemand gefragt habe, was aus den auf die Straße geworfenen nationalsozialistischen Beamten werden
„Der Viermächteplan schwimmt im Wasser."
Ein bezeichnender Artikel .Herriots.
Paris. 19. April. (£111) In der „Depeche de Toulouse" veröffentlicht Herriot einen Artikel über den Viermächteplan. Wie man sieht, hat der ehemalige Ministerpräsident seine journalistische Tätigkeit nicht eingestellt, trotzdem er sich auf hoher See befindet. Zunächst bezeichnet
Gichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
vn'kk vnd Verlag: vrühl'sche Univeiftlair-Vuch. und steinöruderei n. Lanze in Siegel. Zchnftleitung und Seschiftsftelle: §chulltrakze 7.
iErjd)eini tagltd), autzei Sonntags und Feiertags Beilagen: Vie Illustrierte Eieyener Familienblatter Heimat mBild DieScholl» monais Beiugspreis:
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sollte. Wenn seine Maßnahmen in Preußen zahl- re.chen Juden bie Existenz raubten, bann würben andererseits Tausende von deutschen Gerichtsassessoren in die Lage verseht, sich eine Familie gründen zu können. Pressevertreter hätten das Reichsgeseh über die Zulassung der, -- —- ---- -- . . ■ -
Rechtsanwälte so ausgelegt, daß in Berlin wie- Emen tm regulären internationalen j)anbelsDen der 1300 b s 1400 jüdische Anwälte zugelassen kehr zustande gekommenen etwaigen P a s s i v ° werden müßten. Diese Auslegung des Geseyes s°ldo ber amerikanischen Zahlungsbilanz werbe sei unzutreffend. Er lege das Gesetz an- man dagegen nadjntie D r a u s g e i d) e n. Zu ber 8 aus. sonst würde das Doll aufstehen und d i e f e m Zweck werden Goldverschtffungen auch sich sein Recht verschaffen. Die Zulassung werde fernerhin zugelassen.
sehr sorgfältig geprüft und die jüdischen Rechts- Das Ziel der lehigen awertlanischen Geldpo t il antoälte würden warten müssen, b.s diese sei es. ein Steigen der 3 n l a n b P r c i f e Prüfung beendet sei. Die Reinigung des deut- auf eine vernünftige Hohe zu e* ® ® schen Volkskörpers von allen Rassenfremden go rtkantsche Regterung hoffe, in absehbarer Zeit mit höre zu den großen Zielen des Rationalsozialis- den ausländischen Regierungen zu einer Verein, mus. zu dessen Verwirklichung die Justizminister barung zu ^langen die eme allgemeine in erster Linie berufen seien. Rückkehr zum stabilen Goldstandard
' ermögliche. Vielleicht sei allerdings die m Amerika vorgeschriebene 40prozentige Golddeckung zu hoch. Man sei in Amerika durchaus darauf gefaßt, daß der Dollar im internationalen Handel b i s zu 10 Prozent nachgeben werde. Doch sei man sest davon überzeugt, daß es sich dabei nur um eine vorübergehende Erscheinung handeln werde, denn Amerikas Kreditpolitik und insbesondere fe ne Finanz- und Budgetpolitik gäben die beste Gewähr für die innere Gesundheit des amerikanischen Dollars.
Mmiflerialdireklor Kreisler-Berlin betonte glaichfalls, daß es nicht darauf ankomme, wie gewisse Kommentatoren ein Gesetz verstünden. Dieses werde vielmehr so durchge^ührt. wie es der Führer verstehe. In seinem Sinne würden die Justizminister Preußens und Bayerns die Rechtspflege restlos säubern und den Sumpf ber Korruption trockenlegen. Die großen Schieber würben in die Zuchthäuser unb Zwangsarbeitslager kommen. Es gelte, ein neues
beutschesRecht aufzubauen, wie es das sitt- , .„
lich-gcsunde Empfinden eines Volkes verlange. - OaS eNgNscke Einfuhrverbot für Reichstagsabgeordneter Streicher verbreitete rnififrfto IHnrpn
sich schließlich über die Rassenfrage im allgemein runnaje XDarcii.
neu unb über die jüdische Rassenfrage im beson» London. 19. April. (WTB.) Die britische beten, wobei er vor allem durch praktische Bei- Regierung verbietet die Einfuhr einer großen
spiele aus dem Leben und der Geschichte der Döl- Anzahl der versch edenartigsten russischen Erker diese Frage beleuchtete. Die Frage, ob es zeugnisse, die ungefähr 80 Prozent der
möglich sei. eine rein deutsche Rasse wieder zu Gesamteinfuhr aus Rußland darstel-
schaffen, sei durch das Gleichschaltungsgesetz ihrer len. insbesondere Butter, Getreide. Rohbaum-
Lösung einen bedeutungsvollen Schritt näherac- wolle. Petroleum und Bauholz. Die Auswahl gebracht. — Sämtlichen Rednern wurde stürmischer wisset wichtiger Einfuhrartikel wird damit be-
Beifall gezollt. gründet, daß ein Einfuhrverbot in dieser Be
schränkung wesentlich leichter durchzuführen sei als eine allgemeine Einfuhrsperre gegenüber Rußland. Das Einfuhrverbot tritt am 26. April in Kraft, um die Verwertung der gegenwärtig aus dem Wege nach England befindlichen Schiffsladungen. die den englischen Käufern gehö-en. zu erTnöglichen. Die diplomatische 3m» , munität der drei führenden Mitglieder der
braucht dann nur noch die Kontrolle zu o r - Sowjethandelsvertretung ist ausdrücklich auf» ganisieren. gehoben worden. Die genannten Handels-
Die nationalistische Liberte erklärt kurz unb bum vertretet unb ihre Geschäftsräume genießen kei- big, bie Erklärung von bcutfcher «ecke erheifche nur ncn befonberen Schuh mehr.
eine Antwort, nämlith bie Debatte in Genf ein- ----------
C5| Holländischer Journalisten-Besuch im Ausführungen Nabolnys bewiesen, baß bie Regierung Hitler entschlossen sei, bezüglich ber Rüstungen bie Dinge zu überstürzen. Deutschlanb habe mit ber Herabsetzung ber Rüstungen nur eine Komö - bie gespielt mit bem Ziel, feinen Willen zur Wioberherstellung ber militärischen Organisation zu proklamieren. Durch ben Gebauten bes Viererpaktes unb burch die beseitigen Ziele ber römischen Politik ermutigt, schicke Deutschlanb sich an, bie Militärklauseln bes Versailler Vertrages zu zerreißen, währeitd es sich bisher ba= mit begnügte, sie insgeheim zu verletzen.
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