Ausgabe 
20.4.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Donnerstag, 2».April 1933

183. Jahrgang

Nr. 92 Erstes Blatt

Berlin im Zeichen des Kanzler-Geburtstages

Konzentrationslager Oranienburg.

Amsterdam, 19.2lpriL (LAD.) Der Ber­liner Berichterstatter des ^Telegraaf" hat dem in Oranienburg auf einem ehemaligen Fa-

ännahmt von Hnjtigei für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig; für Re­klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorfchrift 20" . mehr.

Chefredakteur

Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr H.Tbynot; für den Übrigen Teil Ernst Blumschein und cür den An­zeigenteil t.D. Th.Kümmel sämtlich in (Siegen.

Hitler - Geburtstagfeier der Wiener Nationalsozialisten.

BegeisterteKundgebungen fürdenAnfchlust

Wien. 19. April. (CAB.) DerGauWien der RSDAP. beging heute den Geburtstag des Führers Adolf Hitler du.ch eine offizielle Feier, an der der deutsche Gesandte Dr. Aieth mit Botschaftsrat Prinz Erbach und zahl­reiche Ehrengäste aus den Borständen der na­tionalen Verbände in Wen teilnahmen. Gauleiter Frauenfeld gab ein Bild vom Lebenslauf des Kanzlers und führte u. a. aus, Hitler habe trotz mehrfach w.ederkehrenden Kleinmutes seiner Gefolgschaft es vermocht, allein durch den Glauben an seine Berufung der Führer und Kanzler des deutschen Bolles zu werden. Daher wolle auch Oesterreich, die engere Heimat Adolf Hitlers, bei der Feier seines Geburtstages nicht abseits stehen. Wir geloben, schloß Frauenfeld, unter stürm'.schen Heilrufen, nicht zu ruhen und zu rasten, bis wir unserem Führer einst seine Heimat, das Land seiner Väter bringen und einfügen in das große Deutsche Reich.

Paris, 20. April. (CAB.-Funkspruch.) Die Ausführungen des Botschafters Nadolny über die neue Phase der Abrustungskov seren z smd der französischen Presse außerordentlich unbe­quem. Sachlich vermag sie nichts zu erwidern und greift daher zu dem Vorwurf der Sabo­tage. mit dem aber gerade Frankreich sehr vorsichtig sein sollte. Das nationalistische3 our- n a l" erklärt, am Vorabend der Wiederaufnahme der Konferenzarbeiten bekunde Deutschland den gleichen Geist, der bisher jede Einigung verhindert habe. Die Verantwortlichkeit eines jeden einzelnen müsse einwandfrei festgestellt wer­den. damit man ün Falle eines Mißerfolges wisse, wer ihn hervorgerufen hat. Dringendste Ausgabe der Konferenzdelegierten werde es ie- denfalls sein, sich mit den Mitteln zu belchäftigen, durch die Deutschland an der Aufrüstung verhindert werden kann

Richt besser verhält sich das Organ Herriots, die ..Ere Rouvelle", die kurz und bündig erklärt, Deutschland fordere mit Arroganz die Rüstungsgleichhcit, verweigere aber ieg- liche Garantie für eine kontraktlich zu ver­einbarende Sicherheit. Das scheint auch die Ansicht des ..Oeuvre" zu sein, das meint: Wenn Deutschland bereit ist, eine nicht etwa theoretisch, sondern auch effektiv ständige und selbstverständlich für alle gleiche Kontrolle anzunehmen wird ein wichtiger Schritt auf dem Wege der Abrüstung zurüchgelegt sein Man

6,426

45,55

16-2 171-66 0

«4 si 3ff

15, rpni____

3,053 171,67 71.

65.07 76.03 14.65 0,642 4J5< 50.16 21'9 16-73 81-83

35,94 Z.43

,866 0,241 5,145 13.26

yjr«i geb._______

Revakiion«

n Uhr. SameteS

58-88

64<g

16,65 170-8 2b

7435

j,46

7 65 81-9

!F ßanbesp.' .

u,ni!»

feAs lbt5 in^lonen, bi, °mnien5erbln^n9

6lafM>eltn6

Für deutsche Rechtspflege.

Oie Zustizminister Krank und Kerrl sprechen vor dem Nationalsozialistischen Zuristenverein in München.

schule.

6cn.

n der überWta, die seierlicht onfinnanben ftaL eine fionfirmanbin eingefegnet) P!ar« Mendmahl bchtts« c Schneidersan« schöne Chöre.

. Am l.M tri« : Kraemer, ans nnung seiner lang« )cn Äuhesland. Er Gemeinde. Leber cclsorger im Dienst

l Gestern sand hier esiährigen Sdiuleni- Kinder, 4 Knaben

1 unserem HenundLMadW

Herriot die Aussprache t m Unterhaus als eineglückliche Tatsache" und sagt dann man könne aufatmen. Der Viermächteplan den er im Ramen des Rechtes der Völker be­kämpft habe, schwimme im Wasser. Die starke englische Demokratie habe verstanden, was sich hinter dem Sophismus der Vet- tragsrevision verbc. ge. Diese Wendung erleichtere seiner Ansicht nach die Verhand­lungen in Washington. Zu dem deutschen Prote st schritt in London schreibt Herriot u. n, Frankreich könne sicher sein, daß England die Freiheit seiner Entschlüsse zu verteidigen wissen werde. Deutschland irre sich fast nie bei der Beurteilung der tech­nischen Seite der Probleme. Deutschland irre sich jedoch fast immer bei der Bewertung mora­lischer Elemente.

Amerika gibt die Glühung des Oollarkurses auf.

Aber Festhalten an einer gesunden Währung

Washington, 19. April. (XU.) Präsident Roosevelt gab bekannt, daß die amerikanische Regierung ihreBemühungen zurkünst- lichen Dollar st ühung aufgebe und keine weitere Goldausfuhr zu die­sem Zweck erlauben werde. Die Regierung werde vielmehr den Dollar sich seine eigene Wertbasis suchen lassen.

Den gestern vom Schatzamt gebrauchten Aus­druckkontrollierte Inflation" hält

brikgebäude errichteten Konzentrations­lager einen Besuch abgestattet, von dem er in seinem Blatt eine interessante Beschreibung gibt. Er stellt darin auf Grund von Gesprächen, die er mit verschiedenen der politischen Gefan­genen hat führen können, fest, daß in Anbetracht der besonderen Umstände alle Internier­ten mit ihrem Lose zufrieden feien. Sie würden viel im Freien beschäftigt und hätten auch reichlich Gelegenheit zu sportlicher Betäti­gung. Es herrsche strenge, aber keines­wegs unerträgliche Diiplin. Der Führer der SA.-Kommandos habe ihm erklärt, daß man die früheren politischen Gegner davon überzeugen wolle, daß der Geist in der SA. besser sei als ihr Geist und daß die nationalsozialistische Theorie und Praxis der­jenigen des Kommunismus weit überlegen [et

3,047 171.33 ÜZ ft 0,838 4,146 59.04 21-58 16,69 81.67 35,80 §,27 0,894 0$ 5,l£ 13,24

Helmer begleitet hatten, in einem gemeinsam gespiel­ten Marsch feinen Abschluß. Um 11 Uhr fand a n der Feldherrnhalle eine Helden- ehrung statt. Innenminister Wagner hielt eine Ansprache.

Reichsprasidek'.tundReichLkunzer

Ehlenvuraer von Bayern.

München, 20. April. (WTB. Funkspruch.) Das Gesamtministerium des Freistaates Bayern ha, auf Grund des tz 1 Absatz 1 des vorläufigen Gesetzes zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich vom 31. März 1933 folgendes Gesetz beschlossen:

Der Reichspräsident Gensralfeldmar- schall von Hindenburg, der Führer der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei, Herr Reichs« kanzler Adolf Hitler, der Statthalter des Reichs in Boyern, General Ritter von Epp, der Stabschef der SA. der NSDAP., Hauptmann a. D. Staatssekretär Ernst Röhm, haben sich um die nationale Erhebung in Deutschland und damit u m Bo l k und Vaterland verdient gemacht. Es wird ihnen dafür das Ehrenbürgerrecht des Freistaates Bayern verliehen. Dieses Gesetz ist öffentlich onzuschlagen.

f'5 ®SD|) »es Ä'ld) "ahm an X JeJn 'n Anteil rer " Si, »'' ging bir ?51 'mahak irauen iiihr/1-

«

1 ti,Q9QnbQ. SWbelm.Diufj-

^rud n.d)

irern &H5'ührer n ; Abends fanb n Dostes fionvrf N gut W wer non Erdoch, die ßrjdjiene, ibesjuhrer Weib? Mit bi- cie. rl*cn ^eis errang ben zweiten hie Gruppe Michel.

Preis ebenfalls bie Preis erhielt bie '^'maligen Front. Mache unterst'ich chihcim vor oBem Pflegen wolle u».b tlchen Jugend in bie gute Kamerad \ bie auch zu den * Norm als Gäste

tferbenfmat

et.

118. April. Das in genüScr dem Vis« 'pscrdenkmal, Hauers Benno El.. baut. Das Den!« engeftalt in Inieen- i vielen Kreisen als Menten der Toten )elanntlich ist auch das Mainzer Ae«

i Wochen entfernt

Roosevelt für irreführend, denn die Vereinig« ten Staaten beabsichtigen keine Inflation in dem Sinne, daß die Regierung ihre Ausgaben mit wert­losem Papiergeld bezahle, das eigens zu diesem Zwecke gedruckt werde. Amerika werde vielmehr wie bisher an dem Grundsatz einer gesunden Finanzpolitik und einer gesunden Währung festhalten. Man habe sich lediglich entschlossen, den unnützen Kampf gegen spekulative Attacken des Auslandes gegen den Dollar aufzuge- ben und den Dollarkurs sich selbst zu überlassen.

Das Echo her Nadolny-Erklcirung

Frankreich macht Ausflüchte. - Deutschland tvieöer einmal an allem schuld.

Berlin, 20. April. (ERD. Funkspruch.- Die I ! Feierlichkeiten zu Ehren des Geburtstages des Reichskanzlers Adolf Hitler wurden heute früh i durch eine Parade vor dem preußischen Innenministerium eincelcüeU Die ö,fent- luhen Gebäude und Privathäuser hatten Flag­genschmuck angelegt. Trotz des wenig freund­lichen Wetters hatte die Beranstaltung eine » a hl r e i ch e Z u s ch a u e r m e n g e (erbe g ockt. Pünktlich um 8 Uhr erklangen vom Bt-nd.nbur- ger Tor her militärische Weisen. An der Spitze , des Zuges, der sich über die , Linden" bewegte, ( marschierte eine Bereitschaft der Poli­zei a b t e i l u n g 3 03*23. , ihr folgte die deutsche Kriegsflagge und die ^ikencreuzfahne. Daran schlossen sich je ein Sturm der SS. und 3 A. ; den Schluß bildete eine Kompaniedes Stahlhelms. Die Parade wurde vom Oberst­leutnant Wecke, dem Kommandeur der Polizei- abtcilung ZBV. vom Balkon des Ministeriums aus abgenommen. Die gesamten Formationen nahmen in zwei Gliedern vor dem ausgedehnten Gebäude des preußischen Innenministeriums Auf­stellung und die Kapelle spielte das Deutschland- unb das Horst-Wcssel-Lied.

Die Reichshauptstadt hat überaus st a r - . scn Flaggcnschmuck angelegt. Ein festliches Bild geben Die Geschäftsstraßen, wo der größte Teil Der Geschäfte die Hakenkreuz, und die - schwarzweißrote Flagge zeigen. In der Wilhelin- straße haben sich vor dem Reichskanzler- Palais viele Schaulustigen eingefunden, um dos Kommen und Gehen der zahlreichen Gra- t u l a n t e n . die sich in das Gästebuch eintragen, zu beobachten. Die Post hat einen besonderen Dienst einrichten lassen, um die nach vielen Tausenden zählenden Glückwunsch - ^schreiben und Telegram m c in die Reichskanzlei au befördern. Bereits mit der ersten Post sind mehrere Waschkörbe und einige Sacke eingelaufcne Glückwunschschreiben in der Reichs­kanzlei obgeliefert worden und die Telegramme häufen sich zu einem unübersehbaren Berg.

Der Geburtstag steht im Zeichen der Wohlfahrt. Weit über 2020 Sammler und Sammlerinnen der RS.-Wohtsahrt bieten die Licblingsblume des Kanzlers, das Edelweiß, auf der Straße zum Verkauf an. Der Ertrag dieser Sammlung dient zur Verschickung ^erholungsbedürftiger Kinder. An den 160 Derteilungsstellen der Hitler-Ge­burtstagsspende, die um 9 Uhr geöffnet wurden, standen bereits in der achten Stunde die Rentenempfänger und Arbeitslosen in langen Reihen an. Da noch im Laufe des gestrigen Tag.s größere Geldsummen und Raturaispenden eingegangen waren, hofft die Leitung der Spende, daß tatsächlich am heutigen Tage niemand in Berlin zu hungern braucht.

Im Berliner Dom fand heute morgen ein F e st - qottesdienst statt, dem Reichsminister Dr. Goebbels, Prinz 21 u g u ft Wilhelm, sowie zahlreiche Reichstags- und Landtagsabgcordnete der NSDAP, beiwohnten. Unter den Klängen eines Dr- gclpräludiums erfolgte der Einmarsch von zwölf Hakenkreuzfahnen. Domprediger D. Richter legte feiner Festpredigt das BibelwortDer Herr, dem Gott ist mit dir in allem was du tun wirst zu Grunde.

Hindenburgs Glückwunsch.

Berlin, 20. April. (WTB. Funkspruch.) Reichs­präsident von Hindenburg hat an den Reichs­kanzler Hitler folgendes Telegramm gerichtet:

Aw heutigen Tage gedenke ich in aufrichtiger Dankbarkeit der großen vaterländischen A r b e i t, die Sie geleistet haben, und die noch vor Ihnen liegt M i t Ihnen in Treue verbun­den in dem willen, unser Volk und Vaterland aus der Rot der Zeit wieder aufwärts zu führen, spreche ich Ihnen meine herzlich st e u wün­sche für Ihr weiteres wirken wie für ähr persönliches Wohlergehen aus.

Mit kameradschaftlichen Grüßen Ihr ergebener gez.: von Hindenburg."

Der R e i ch s w e h r m i n i st e r hat an den Reichs­kanzler das nachstehende Glückwunschtelegramm gc- cichtet:

3 m Ramen der deutschen Wehr­macht sende ich Ihnen, Herr Reichskanzler, zu Ihrem Geburtstage in treuer Verbundenheit auf­richtigste Glückwünsche. Möge in Ihrem kommenden Lebensjahr der Reubau unseres Reiches, den Sie sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, weiter so tatkräftig gefördert werden.

G evon Blomberg."

München feiert Hitler.

München, 20. April. (WTB. Funkspruch.) Die Stadt München, in der die große nationalsozlallfti- sche Freiheitsbewegung geboren wurde, begeht heute den Geburtstag des Reichskanzlers besonders feier­lich Die ganze Stadt prangt im cdjmucf Der schwarzwei'ßroten, Hakenkreuz- und blauweitzen Fahnen. SA.- u n d S S. - M u s i k z u g e sam­melten sich schon kurz vor 6 Uhr in Schwabing und im Westen der Stadt beim Gewerkschaftshaus, von wo sie noch dem Max-Josef-Platz zogen Hier fand do s W e ck e n im Beisein einer nach taufenden zah­lenden Menschenmenge, die die Musik-Korps und die gleichfalls mit Spielleuten anmarschierenden Stahl-

Z

München, 19. April. (WTB.) Der Natio­nalsozialistische Jur ist en verein, der Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes, die Gau- leitung München-Oberbayern und die Betriebszel- Lenleltung München-Oberbayern der NSDAP, ver­anstalteten am Mittwochabend im Zirkusgebäude Krone eine Kundgebung gegen das Judentum in der Rechtspflege und in der Rechtsprechung, in wel­cher

der bayerische Zustizminister Dr Krank im Namen der bayerischen Staatsregierung erklärte, daß General v. Epp und seine Regierung gewillt seien, den Kampf des Nationalfozialismus f ort­zusetzen bis zum Endziel, insbesondere auch den Kampf gegen das Judentum. Maß und Tempo dieses Kampfes bestimmtderFührer, erklärte Dr. Frank, wir haben zu gehorchen. Es wird mir nicht möglich fein, die reichsge - setzliche Verordnung über die Zulassung des Judentums zur Rechtspflege sofort restlos durchzuführen, denn ich fürchte, aufgeregte Volks­massen würden dann in die Gerichtssäle einbringen; Ich werde die Verhältnisse genau prüfen müssen. Wir haben nicht 14 Jahre gekämpft, um uns in unseren Programmpunkten schließlich das eine ober andere abwinden zu lassen.

Oer preußische Zustizminister Kerrl

betonte, die nationale Revolution werbe nicht vollendet sein, wenn nicht erreicht wäre, daß deutsch die Rechtspflege und deutsch die Rechtsprechung sei. Die in Preußen gegen das Judentum in der Rechtspflege getrof­fenen Maßnahmen hätten den Juden eher ge­nützt als geschadet, denn es hatte sonst lercht zu einer Explosion gegen das Judentum kommen können. Wenn gewisse Stellen besorgt fragten, was denn aus den vielen stellungslos werden­den Juden werden solle, so müsse er darauf ver­weisen. bah zu Zeiten Eeverings niemand ge­fragt habe, was aus den auf die Straße gewor­fenen nationalsozialistischen Beamten werden

Der Viermächteplan schwimmt im Wasser."

Ein bezeichnender Artikel .Herriots.

Paris. 19. April. (£111) In derDepeche de Toulouse" veröffentlicht Herriot einen Ar­tikel über den Viermächteplan. Wie man sieht, hat der ehemalige Ministerpräsident seine jour­nalistische Tätigkeit nicht eingestellt, trotzdem er sich auf hoher See befindet. Zunächst bezeichnet

Gichener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vn'kk vnd Verlag: vrühl'sche Univeiftlair-Vuch. und steinöruderei n. Lanze in Siegel. Zchnftleitung und Seschiftsftelle: §chulltrakze 7.

iErjd)eini tagltd), autzei Sonntags und Feiertags Beilagen: Vie Illustrierte Eieyener Familienblatter Heimat mBild DieScholl» monais Beiugspreis:

Mit 4Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . -.25

Auch bei Nichterscheinen oon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt.

>iernfvrechanschlüfse anterSammelnummer2251. Anschrift |üi Drahtnach­richten Anzeiger Gießen.

Postscheckkonto: yronlfurt am Main 11686.

sollte. Wenn seine Maßnahmen in Preußen zahl- re.chen Juden bie Existenz raubten, bann wür­ben andererseits Tausende von deutschen Ge­richtsassessoren in die Lage verseht, sich eine Familie gründen zu können. Pressevertreter hät­ten das Reichsgeseh über die Zulassung der, --- ---- -- . . -

Rechtsanwälte so ausgelegt, daß in Berlin wie- Emen tm regulären internationalen j)anbelsDen der 1300 b s 1400 jüdische Anwälte zugelassen kehr zustande gekommenen etwaigen P a s s i v ° werden müßten. Diese Auslegung des Geseyes s°ldo ber amerikanischen Zahlungsbilanz werbe sei unzutreffend. Er lege das Gesetz an- man dagegen nadjntie D r a u s g e i d) e n. Zu ber 8 aus. sonst würde das Doll aufstehen und d i e f e m Zweck werden Goldverschtffungen auch sich sein Recht verschaffen. Die Zulassung werde fernerhin zugelassen.

sehr sorgfältig geprüft und die jüdischen Rechts- Das Ziel der lehigen awertlanischen Geldpo t il antoälte würden warten müssen, b.s diese sei es. ein Steigen der 3 n l a n b P r c i f e Prüfung beendet sei. Die Reinigung des deut- auf eine vernünftige Hohe zu e* ® ® schen Volkskörpers von allen Rassenfremden go rtkantsche Regterung hoffe, in absehbarer Zeit mit höre zu den großen Zielen des Rationalsozialis- den ausländischen Regierungen zu einer Verein, mus. zu dessen Verwirklichung die Justizminister barung zu ^langen die eme allgemeine in erster Linie berufen seien. Rückkehr zum stabilen Goldstandard

' ermögliche. Vielleicht sei allerdings die m Ame­rika vorgeschriebene 40prozentige Gold­deckung zu hoch. Man sei in Amerika durch­aus darauf gefaßt, daß der Dollar im internatio­nalen Handel b i s zu 10 Prozent nach­geben werde. Doch sei man sest davon überzeugt, daß es sich dabei nur um eine vorüberge­hende Erscheinung handeln werde, denn Ame­rikas Kreditpolitik und insbesondere fe ne Finanz- und Budgetpolitik gäben die beste Gewähr für die innere Gesundheit des amerikanischen Dollars.

Mmiflerialdireklor Kreisler-Berlin betonte glaichfalls, daß es nicht darauf ankomme, wie gewisse Kommentatoren ein Gesetz verstünden. Dieses werde vielmehr so durchge^ührt. wie es der Führer verstehe. In seinem Sinne würden die Justizminister Preußens und Bayerns die Rechtspflege restlos säubern und den Sumpf ber Korruption trockenlegen. Die großen Schieber würben in die Zuchthäuser unb Zwangs­arbeitslager kommen. Es gelte, ein neues

beutschesRecht aufzubauen, wie es das sitt- , .

lich-gcsunde Empfinden eines Volkes verlange. - OaS eNgNscke Einfuhrverbot für Reichstagsabgeordneter Streicher verbreitete rnififrfto IHnrpn

sich schließlich über die Rassenfrage im allgemein runnaje XDarcii.

neu unb über die jüdische Rassenfrage im beson» London. 19. April. (WTB.) Die britische beten, wobei er vor allem durch praktische Bei- Regierung verbietet die Einfuhr einer großen

spiele aus dem Leben und der Geschichte der Döl- Anzahl der versch edenartigsten russischen Er­ker diese Frage beleuchtete. Die Frage, ob es zeugnisse, die ungefähr 80 Prozent der

möglich sei. eine rein deutsche Rasse wieder zu Gesamteinfuhr aus Rußland darstel-

schaffen, sei durch das Gleichschaltungsgesetz ihrer len. insbesondere Butter, Getreide. Rohbaum-

Lösung einen bedeutungsvollen Schritt näherac- wolle. Petroleum und Bauholz. Die Auswahl ge­bracht. Sämtlichen Rednern wurde stürmischer wisset wichtiger Einfuhrartikel wird damit be-

Beifall gezollt. gründet, daß ein Einfuhrverbot in dieser Be­

schränkung wesentlich leichter durchzuführen sei als eine allgemeine Einfuhrsperre gegenüber Rußland. Das Einfuhrverbot tritt am 26. April in Kraft, um die Verwertung der gegenwärtig aus dem Wege nach England befindlichen Schiffs­ladungen. die den englischen Käufern gehö-en. zu erTnöglichen. Die diplomatische 3m» , munität der drei führenden Mitglieder der

braucht dann nur noch die Kontrolle zu o r - Sowjethandelsvertretung ist ausdrücklich auf» ganisieren. gehoben worden. Die genannten Handels-

Die nationalistische Liberte erklärt kurz unb bum vertretet unb ihre Geschäftsräume genießen kei- big, bie Erklärung von bcutfcher «ecke erheifche nur ncn befonberen Schuh mehr.

eine Antwort, nämlith bie Debatte in Genf ein- ----------

C5| Holländischer Journalisten-Besuch im Ausführungen Nabolnys bewiesen, baß bie Regie­rung Hitler entschlossen sei, bezüglich ber Rüstungen bie Dinge zu überstürzen. Deutschlanb habe mit ber Herabsetzung ber Rüstungen nur eine Komö - bie gespielt mit bem Ziel, feinen Willen zur Wioberherstellung ber militärischen Organisation zu proklamieren. Durch ben Gebauten bes Viererpaktes unb burch die beseitigen Ziele ber römischen Poli­tik ermutigt, schicke Deutschlanb sich an, bie Mili­tärklauseln bes Versailler Vertra­ges zu zerreißen, währeitd es sich bisher ba= mit begnügte, sie insgeheim zu verletzen.

-Ijf

I. _