Ausgabe 
19.12.1933 Erstes Blatt
 
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Eingliederung des Verbandes der Deutschen Theaterangefteilten und ahn- licher Berufe m die Retchskuliurkammer

Berlin, 18. Dez. (WTB. Amtlich.) Auf Grund des Reichskulturkammergesetzes wird der Verband der Deutschen Theaterangestellten und ähnlicher Berufe in die Reichskulturkammer durch Vermittlung der Fachkammer eingegliedert. Die überwiegende Mehr­zahl der Verbandsmitglieder gehört nunmehr der Reichsmusikkammer an. Die beim Thea­ter und Film tätigen Verbandsmitglieder wer­den in die Theater- bzw. Filmkammer eingegliedert. Die Ansprüche der Verbandsmit- glieoer gegenüber dem bisherigen Verbände werden gewährleistet. Die Eingliederung erfolgt durch die Fachkammern. Die Fachkammern haben bis zum 30. Dezember mitzuteilen, daß die Eingliederung vollzogen ist.

Kleine politische Rachrichten.

Der Stabsleiter der NS.-Hago, Heck, teilte mit, daß die Anmeldungsfrist zur Deutschen A r b e i t s f r ont auf Betreiben der RS.-Hago mit Rücksicht auf das Weihnachtsgeschäft abermals vo m 31. Dezember auf den 15. Januar ver­legt worden sei.

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Aus den Konzentrationslagern Ora­nienburg und Brandenburg wurden in Verfolg des Gnadenerlasses des preußischen Minister­präsidenten die Schutzhäftlinge entlassen, die auf Grund ihrer bisherigen Führung die Gewähr bieten dürften, daß sie sich voraussichtlich in Zukunft politisch einwandfrei bewegen werden.

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Feldzeugmeister Potiorek, der sich als Heer­führer im Weltkrieg besonders im Feldzug gegen Serbien einen Namen gemacht hat, ist in Klagen­furt, 81 Jahre alt, gestorben. Potiorek war vor Kriegsausbruch Statthalter in Bosnien.

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Der deutsche Gesandte in Caracas wird dem P r ä - sidentenGomezvonVenezuelazu seinem 25jährigen Regierungsjubiläum am 19. Dezember als Geschenk des Herrn Reichspräsi­denten einen Ehrendegen mit persönlicher Widmung überreichen.

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Die Vertreter Boliviens und Paraguays auf der panamerikanischen Konferenz in Montevideo unterzeichneten einen vorläufigen Waffen still- st a n d s o e r t r a g, der die Kampfe im Gran Chaco beenden soll.

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Der Mörder des afghanischen Kö­nigs Nadir Khan und sein Helfershelfer, die am Samstag nach dreistündigem Prozeß vom afgha­nischen höchsten Gerichtshof einstimmig z u m Tode verurteilt wurden, sind unmittelbar darauf h i n g e r i ch t e t worden. Zwei weitere Angeklagte erhielten lebenslängliches Gefängnis.

Aus aller Welt.

Lis- und Hochwassergefahr in Oberwesel.

Die Bewohner der Stadt, der nächsten Ortschaft oberhalb der Loreley, wurden gestern abend durch die neuerdings in Bewegung geratenen Eismassen und ihr Getöse aus dem Schlafe geweckt. Angestaute Wassermassen stiegen in kurzer Zeit mehrere Meter hoch und schoben die dicke Eisdecke über die Ufer hin­weg und in den Sicherheitshasen hinein. Durch die Gewalt der Eisschollen wurden die Schiffe von ihren Tauen losgerissen und uuf das Land gesetzt. Mehrere Schiffe erlitten schwere Beschä­digungen. Die Eismassen sind inzwischen wieder etwas zur Ruhe gekommen. Für die Nächte wurde Alarmbereitschaft und eine Eiswache ein- ?gerichtet, die bei geladenen Böllern im Gefahrs­alle die Einwohner wecken und zur Hilfeleistung herbeirufen soll, da das Wasser bei weiterem Stei­gen in die Stadt eindringen würde. Die Feuerwehr und die gesamte SA. ist an der Bereit­schaft beteiligt. Riesige Holzstapel am Hafenufer sind durch die Eismassen kreuz und quer durchein­ander geworfen.

Der Brüsseler Besiechungsskandol. Auch der Löwener polizeiches verhaftet.

Die Korruptionsaffäre in der Brüsseler Polizeioerwaltung, mit der sich jetzt auch der Mini­sterrat beschäftigt hat, breitet sich immer weiter aus. Im Zusammenhang mit dem Verfahren gegen den Polizeichef von Brüssel ist nunmehr auch der Löwener Polizei chef wegen ähnlicher Be­schuldigungen verhaftet worden. Im Zusam­menhang mit der Untersuchung gegen den Brüsse­ler Polizeichef Angerhausen ist nunmehr auch seine Geliebte, Frau van B i l l o n, verhaftet wor­den. Frau van Billon hat, wie festgestellt werden konnte, für Angerhausen die Quittungen für die Provisionsgelder unterzeichnet, die er für Benzin­bestellungen bei der Firma P a u w e l s erhielt. Der Bürgermeister von Brüssel, Max, hat die

SolWsverweriung im Kraftverkehr.

Der Ausschuß für Technik in der Forstwirtschaft in Berlin hatte zu einer sehr interessanten Besich­tigung und Probefahrt des Holzgas-Auto­busses eingeladen. Der Sauggasgenerator, wie er bei Kraftfahrzeugen verwandt wird, ist jetzt so­weit entwickelt, daß alle für die Praxis notwen­digen Voraussetzungen, so u. a. einfache Bedienung, geringes Gewicht und möglichst große Unempfind­lichkeit und Elastizität erfüllt sind. Er läßt sich ohne viel Platzbeanspruchung in jedem größeren Auto gut unterbringen, wobei bemerkt werden muß, daß ein solcher Holzgasgenerator jedem gewöhnlichen Explosionsmotor vorgebaut werden kann. Die B e - triebsstoffersparnis ist gegenüber den flüssigen Treibmitteln, so Benzin, ungewöhnlich groß, bis etwa 90 o. H. Man rechnet vergleichs­weise einen Liter Benzin gleich zwei Kilogramm Holz. Bis jetzt sind etwa 500 Holzgas-Lastkraftwagen und Omnibusse in Deutscbland in Betrieb, die sich sämtlich bewährt haben sollen Natürlich geht die Holzgasverwendung etwas auf Kosten der Bequem­lichkeit, aber die kleine Mehrarbeit wird reichlich aufgehoben durch die größere Wirtschaftlichkeit. Uebrigens wird die Holzgasverwendung den Last­kraftwagen und großen Omnibussen vorbehalten bleiben, da bei den kleinen Personenwagen die Er­

sparnis keine allzu große Rolle spielt. Uebrigens kann jedes trockene Holz verwendet werden.

Die Holzgasverwendung ist von größter forsllicher und volkswirtschaftlicher Bedeutung. Die Brennholzoerwertung, die etwa 30 Millionen Ku­bikmeter jährlich ausmacht, wird immer schwieri­ger. Bei der Holzoergasung im Kraftverkehr wird ein Liter Benzin durch rund 2,5 Kilogramm Holz ersetzt, d. h. ein größerer Lastwagen oder Autobus benötigt für 1 Kilometer 1,2 Kilogramm Holz. Bei 170 000 Lastkraftwagen in Deutschland würde bei einer jährlichen Fahrstrecke von 30 000 Kilometer der einzelne Wagen etwa 50 Raummeter Knüppel­holz, im ganzen also 8,5 Millionen Raummeter Holz verwendet werden, das ist weniger als ein Viertel des deutschen Brennholzanfalles. Wir wür­den eine bessere Verwertung des kleinen Abfall­holzes erzielen und uns außerdem von ausländi­schen Treibstoffen unabhängiger machen. Außerdem würden viele deutsche Arbeiter Arbeit erhalten. Der Bauer könnte übrigens auch für seine stationären Anlagen und Schlepper ein billiges Kraftmittel er­halten. Dor allem aber ist eine größere Wirtschaft­lichkeit und dadurch eine Belebung im Kraftverkehr möglich.

Leitung der Polizei selbst übernommen, um die Untersuchung gegen den verhafteten Polizeichef durchzuführen. Uebrigens war Angerhausen wäh­rend des Weltkrieges französischer Spitzel, der Frankreich über die Bewegung der flämischen Akti­visten unterrichtete. Neben dem Benzingeschäft hat Pauwels anscheinend auch noch einen schwunghaften Ordenshandel getrieben. Unter den auslän­dischen Orden, mit denen Pauwels Handel trieb, wird auch der Orden der Ehrenlegion genannt.

Zehn Todesurteile bestätigt. Sühne für einen feigen Alordüberfall.

Das Reichsgericht in Leipzig verwarf die Revi­sion von zehn zum Tode verurteilten Angeklagten gegen das Urteil des Düsseldorfer Schwurgerichtes im Hilmer-Prozeß. Auf die Revision der örtlichen Staatsanwaltschaft verhängte das Reichsgericht ge­gen den Maurer Otto L u k a t, der von der Vor- i'nftanz wegen Mordversuches zu 15 Jahren Zucht- haus verurteilt worden war, über dieses Urteil hinausgehend antragsgemäß wegen Mordes die Todesstrafe. Die Verurteilten hatten in der Nacht zum 20. Juni 1932 auf die vor dem ©21.» Heim in Erkrath (Bezirk Düsseldorf) stehenden Po­sten einen feigen Mordüberfall verübt, bei dem der SA.-Mann Hilmer getötet und sein Kamerad Groß schwer verletzt wurde. Der Ueber» fall war sorgfältig vorbereitet worden.

Raubmord in einem sächsischen Dorf.

In dem sächsischen Dorf Benndorf wurde der 56- jährige Obsthändler Oskar Karte in seiner Woh­nung ermordet aufgefunden. Karte, der in sei­nem Häuschen allein lebte, war seit mehreren Ta­gen von den Nachbarn nicht mehr gesehen worden. Man verständigte die Polizei, die Karte mit schwe­ren Kopfverletzungen tot vorfand. Der Täter hat den Toten nach der Tat mit Petroleum übergossen und den Körper angezündet. Dadurch sollte vermut­lich ein Brand heroorgerufen werden, um die Spu­ren zu vernichten. Es handelt sich wahrscheinlich um einen Raubmord, denn so viel bisher festgestellt werden konnte, fehlen etwa 100 Mark Silbergeld.

Generalkonsul Torsten ftreuger zu Zuchthaus verurteilt.

Vor dem schwedischen Reichsgericht wurde das endgültige Urteil in dem Aufsehen erregenden Pro­zeß gegen den früheren polnischen Generalkonsul Torsten K r e u g e r, den Bruder des Zündholz­königs Ivar K r e u g e r, gefällt. Torsten Kreuger wurde wegen öffentlichen Betruges zu einem Jahr Zuchthaus, einem Jahr Ehrverlust und zu IV» Millionen Kronen Schadenersatz verurteilt. Mehrere andere Schadenersatzansprüche sind noch nicht entschieden. Der Gesamtschadenersatz dürfte sich auf ungefähr 2 bis 3 Millionen Kronen belaufen. Vorn chofgericht war Kreuger zu 4 Jahren Zucht­haus verurteilt worden. Die Strafe wurde herab­gesetzt, weil ihm kein Konkursverbrechen nachgewie­sen werden konnte.

Verheerender Hagelsturm über der Insel INytilene.

Die griechische Insel Mytilene wurde von einem Hagelsturm heimgesucht, der ungeheuren Scha­den anrichtete. Eine Million Ziegel wurden zer­trümmert, wodurch 35 Häuser unbewohnbar wur­den. Die Einwohner sind genötigt, unter freiem Himmel zu übernachten. 40 Schafe wurden durch die ungewöhnlich großen Hagelkörner getötet, auch in den Olivenhainen ist der Schaden sehr groß.

Die Kältewelle in Italien.

In Italien hat sich die Kältewelle bis nach Toscana ausgebreitet. In der Landschaft Friaul ist die Quecksilbersäule an einigen Stellen auf 2 8 Grad unter Null gesunken. Schneestiirme haben an vielen Stellen den Verkehr lahmgelegt und

I auch Opfer an Menschenleben gefordert. In Florenz und Umgebung herrscht ebenfalls aufjerge- wöhnliche Kälte, begleitet von Schneegestöber. Die Züge haben große Verspätung. Die Apenninpässe von Collinar und Adetone sind völlig gesperrt.

Schweres Autounglück. Lin Toter, drei Verletzte.

Ein Lastkraftwagen mit Teilnehmern an einer Versammlung der NS.-Bauernschaft in Stellen bei Meßkirchen (Baden) verunglückte auf der Heimfahrt. Ein Landwirt erlitt einen schweren Schädelbruch, dem er kurze Zeit später c r - l a g. Drei Landwirte wurden schwer verlegt, zehn Personen erlitten leichtere Verletzungen.

Kunst und Wissenschaft.

Erstmalige Verleihung des Dietrich-Lckhart-Preises in Hamburg.

Der Hamburger Senat hat den in diesem Jahre zum erstenmal zur Verteilung kommenden Diet - rich-Eckhart-Preis der Freien und Hanse­stadt Hamburg dem Dichter Sigmund Grafs ver­liehen und zwar in erster Linie für das Werk Die endlose Straße". Da dieses Werk aber von dem Kameraden Graffs, dem vor zwei Jahren an den Folgen einer Kriegsverletzung verstorbenen Ernst Karl Hintze, mitverfaßt worden ist, hat der Senat die Preissumme von 5000 Mark so ge­teilt, daß Graff 3000 Mark und den Eltern von Hintze 2000 Mark zugewiesen worden sind.

Furtwängler zum Operndirektor ernannt.

Der preußische Ministerpräsident Goring hat auf Vorschlag des Generalintendanten der Preußi­schen Staatstheater in Berlin den Ersten Staats­kapellmeister Staatsrat Dr. Wilhelm Furt w ä n g° ler zum Operndirektor ernannt.

Uraufführung von Siegfried Wagners Oper Der Heidenkönig".

Die Uraufführung von Siegfried Wag­ners OperDer H e i d e n k ö n i g" im Kölner Opernhaus gestaltete sich xu einem großen gesell­schaftlichen Ereignis, das sein besonderes Gepräge erhielt durch die Anwesenheit von Frau Winifred Wagner und ihrer Kinder. Als Winifred Wagner in Begleitung des Staatsrates Gauleiter Grohö, des Regierungspräsidenten zur B o n f e n und des Kölner Oberbürgermeisters Dr. Riesen erschien, wurden ihr langanhaltende Ovationen dargebracht.

Der Heidenkönig" führt zurück in die Zeit der polnischen Eroberung Preußens in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Christliche Mönche haben zwar eine äußerliche Bekehrung des Volkes herbeigeführt, im geheimen hängt es aber immer noch fest am alten Götterglauben und an den alten Brauchen. Auf diesem geschichtlichen Hintergrund spielt sich die Tragödie eines preußischen Mannes Radomar und zweier ihm in Liebe anhängender Frauen, Ellida und Wera, ab. Siegfried Wagner, der auch für diese Oper sein eigener Textdichter ist, enfaltet in seinem Werk eine eigene Melodik von feiner Farbigkeit und wohltuender Wärme. Das Werk fand eine überaus freundliche Aufnahme. Frau Winifred Wagner wurden nach Schluß der Aufführung zahlreiche Blumensträuße überreicht. Reiche Ergebnisse der jüngsten Frobenlus-Expedillon.

Wie wir aus Rom erfahren, sind die Ergebnisse der jüngsten Expedition des deutschen A f r i k af o r s ch e r s Leo Frobenius, ^nieder außerordentlich reich. Frobenius war mit dein un­garischen Grasen Almasi vom Nil aus mit drei Fahrzeugen nach Ouvenat, dem Grenzgebirgsstock zwischen der italienischen Kolonie Lybien, Aegypten und dem Sudan vorgestoßen und hatte dort einige Wochen lang Forschungen betrieben. Der zweite Teil seiner Tätigkeit spielte sich dann in Kufra ab.

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Soll Deutschland ein sterbendes Volk bleiben?

Dem deutschen Volk droht langsam siche­res Aussterben, wenn sich die deutschen Mütter nicht besinnen. Vor 30 Jahren wurden in Deutschland mehr als doppelt soviel Kinder gehören als heute, und es werden bereits weniger Kinder in Deutsch­land geboren, als zur Erhaltung des jetzi­gen Bestandes notwendig sind. Von 1000 Frauen im fortpflanzungsfähigem Alter müßten über 83 Kinder jährlich zur Welt gebracht werden, wenn der Bestand des Volkes erhalten bleiben soll. In WirNich- keit werden aber nur noch 75 Kinder ge­boren. Das Bild verdeutlicht einprägsam, wie ungeheuer der Geburtenrückgang in Deutschland in den letzten 30 Jahren ist. Geht es so weiter, so wird Deutschland schon in zwei Generationen nicht mehr Ein­wohner zählen, als heute Frankreich. Da­bei dürfen wir aber nicht vergessen, daß von Osten her Völker vordringen, bei denen im Verhältnis noch mehr Kinder geboren werden als in Deutschland. So kommen in Rußland auf 1000 Einwohner noch 44 Kin­der, in Polen etwa 42 gegen 14 im heu­tigen Deutschland. Wenn das deutsche Volk weiterhin durch völkischen Selbstmord den deutschen Lebensraum freigibt, dann werden die Völker des Ostens vordringen und Deutschland überfluten.

An der östlichen Forschungsstelle fand Frobenius unter einer großen Menge vorgeschichtlicher Fels­malereien die Werke einer früheren ägyptischen Kunst. Außerdem fanden die Forscher etwa 12 vor­geschichtliche Siedlungen, die dem Zeitraum zwischen der Eiszeit Europas bis in die Frühzeit Aegyptens angehören. Die italienische Regierung hat der Expe­dition alle erdenkliche Hilfe und Unterstützung zu­teil werden lassen. Geheimrat Frobenius wird in diesen Tagen in Rom erwartet, wo er M u s s o l i n i Bericht erstallen wird.

Eine Reuausgabe von Gustav FreitagsAhnen".

Das berühmte kulturgeschichtliche Romanwerk Gustav Freitags bringt soeben der Kurt Wolff-Ver­lag A. G. in Berlin in einer neuen reichillustrierten Ausgabe in einem Bande heraus, der alle sechs Romane enthält und in Ganzleinen 4,80 Mk. kostet.

Soziologentagung in Jena.

Zum Treffen der Deutschen Soziologen in Jena am 6. und 7. Januar 1934 stehen folgende Vorträge auf der Tagesordnung: Prof. Dr. Ernst Krieck, Frankfun a. M.:Erziehung durch die Dolksordnungen." Prof. Dr. Andreas Walther, Hamburg:Die neue Idee organischer Gesellschaft." Pfarrer Dr. Kraus köpf, Magdala:Bericht über die gegenwärtigen Probleme der Religions- foziologie." Prof. Dr. Hans F. K. Günther, Jena:Soziologie und Rassenforschung." Prof. Dr. Franz W. Jerusalem, Jena:Gemeinschaft als Problem unserer Zeit." Dr. Reinhard Höhn, Jena: Die praktischen Aufgaben der Soziologie in der Gegenwart."

Wettervoraussage.

Da sich der hohe Druck über den britischen Inseln verstärkt hat, ist in Deutschland in Verbindung mit der nordöstlichen Störung eine Westströmung aufge­kommen, die milde ozeanische Luft heranbrachte. Un­ter ihrem Einfluß schwächt sich der Frost ab, doch bleibt das Wetter noch nicht frostfrei. Bei dem Auf­gleiten der Warmluft entstehen verbreitete Dunst- und Wolkenbildungen und stellenweise ist noch mit etwas Schneefall zu rechnen.

Aussichten für Mittwoch: Neblig-wolkig mit zwischenzeitlichem Ausklaren, Nachlassen des Frostes, vereinzelt etwa Schnee.

Lufttemperaturen am 18. Dezember: mittags 1,1 Grad Celsius, abends2,2 Grad: am 19. Dezember: morgens1,6 Grad. Maximum1,5 Grad, Mini­mum 9,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Dezember: abends3,9 Grad: am 19. Dezember: morgens3,2 Grad. Niederschlag 0,2 mm. Schneedecke % cm.

Amtliche Dintersporlnachrichlen.

Vogelsberg, Hoherodskopf: Dunstig, minus 4 Grad, 20 Zentimeter Schnee, 2 bis 3 Zen­timeter Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeit im Walde gut.

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