Ausgabe 
19.12.1933 Drittes Blatt
 
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eine Herabsetzung der Kaufkraft bedeuteten und be­tonte, Daß eine auch nur ähnliche Preisentwicklung, wie sie im Fernen Osten sich jetzt ousroirft, alle europäischen Staaten vernichten müsse. Wir Deutsche besonders hatten die Pflicht, unser verdientes Geld im Inland umzusetzen, um die Arbeitsmaschine, die durch die Reichsregierung in Bewegung gesetzt wurde, im Gong zu halten. Adolf Hitler habe als erster die großen Gefahren erkannt, die Grsamt- europa von außen her drohe und er habe als erster daraus hingewiesen, daß Europa zusammenstchen müsse. Die Staatsmänner der anderen europäischen Länder erkennen langsam, daß der Führer des deut­schen Volkes richtig urteilt. Deswegen glauben wir, daß sie über alle Gegensätze der Jetztzeit hinweg sich zusammenfinden werden und zusommensinden muffen zum Wohle und für die Zukunft Europas.

In einem zweiten Vortrag sprach Dr. Schmidt über dos Thema:Blut und Rasse". Er er­klärte, die Juden seien keine einheitliche Rasse. Den großen Einfluß der jüdischen Ralle schon im Alter­tum wies der Redner an der Geschichte der Kreuzi­gung Jesu nach, wo nur die Angst des Pilatus vor diesem Einfluß am römischen Kaiserhose der Grund zum Rachgebcn des Pilatus gewesen sei. Sehr an­schaulich zeigte Dr. Schmidt den Gegensatz zwischen deutscher und jüdischer Denkweise an zwei Liedern: ... das Ringlein sprang entzwei!" und:Wer wird denn meinen ..."

Kreisleiter der NSDAP. K - omm wies auf Die Bedeutung der Schulung hin, und betonte, daß jeder Nationalsozialist die Pflicht habe, diese Schulungs- tage der Partei zu besuchen.

KreisschulungsleiterHaimann mreienfeen) dankte dem Redner in roarnrn Worten. Als nächster Schu­lungstag wurde der 7. Januar, 14 Uhr, festgesetzt. Der etwa dreistündige Schulungskurs wurde gegen 17 Uhr geschlossen.

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tn. Lang-Göns, 18.Dez. Schon viele Jahre wurde in Der hiesigen Gemeinde besonders von Der Jugend eine Eisbahn schmerzlich Der- mißt. Durch eine einfache Maßnahme ist dieser Mangel nun beseitigt worden. Der große freie Platz an der Turnhalle wurde mit Hilfe alter Feuerwehr- schläuchc aus der Wasserleitung unter Wasser ge- setzt. So entstand eine Eisbahn, Die zwar noch einige Schönheitsfehler hat, aber immerhin genügt, um auch unfern Kindern die Möglichkeit zu geben, Den gesunden Eissport auszuüben. Die letzten Tage legten Zeugnis davon ab. Im kommenden Winter kann das Land noch etwas geebnet und am Rande eine kleine Erdböschung angebracht werden. Dann wäre auch für unser Dors eine ideale Eis­bahn geschaffen. Das Schwimmbad für den Sommer kann dann folgen.

* Grünberg, 19. Dez. In der Nacht zum Montag kam an einer abschüssigen Stelle auf der Straße GrünbergHomberg, dicht bei Grünberg, ein Mann namens Becker aus Homberg m i t feinem Fahrrad fo schwer z u Fall, daß er einen Schödelbruc, erlitt. Der bedauerns­werte Mann muhte in das Laubacher Krankenhaus eingeliefert werden.

< Weickartshain, 18. Dez. Das hiesige Ergebnis der am 5. Dezember durchqeführten Viehzählung lautet: 13 Pferde, 273 Schweine,

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Wohlfahrisbriesmarken für die Deutsche Noihilse

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1188 Stück (Beflügel einschließlich Gänse, 16 Ziegen, 81 Stück Rindvieh bis ein Jahr, 278 Stück Rind­vieh über ein Jahr. Bei der Sammlung für Das Winterhilfswerk wurden hier 3o Zentner Roggen und zwei Zentner Weizen ge- fpenbet.

Nonnenroth, 18. Dez. Dieser Tage fand im hiesigen Schulsaal ein Familienabend statt, der außerordentlich gut besucht war. Lehrer Bloch sprach, nachdem er sich eingehend aus Der Chronik von Solms-Braunfels informiert hotte, über Die große Brandkatastrophe im Jahre 1749 zu Nonnen- roth, der damals zwei Wohnhäuser, zehn Scheunen, fünf Ställe und der Kirchturm zum Opfer gefallen find. Der Redner schilderte den Vorgang in allen Einzelheiten und fand bei seinen Zuhörern größtes Interesse. Bürgermeister Hoppe dankte Dem Red­ner im Nomen der Gemeinde und wies besonders auf dos schöne Verhältnis bin, Das zwischen Dem Lehrer und Der Gemeinde bestehe.

Kreis Schotten.

= Oberschmitten, 18. Dez. Ein nicht alltäglicher Unfall ereignete sich dieser Tage in der Dienstwohnung des hiesigen Bahnhofs­gebäudes, als die Frau des Bahnhofsmeisters da­mit beschäftigt war, nach der Hausschlachtung das Feit auszukafsen, brachen plötzlich die beiden gußeisernen Füße Des Herdes durch, so daß sich

f ungee und Kälte

dieser nach ooai senkte. Dabei ergoß sich das siedende Fett in die Küche, wobei die Frau leichtere, der in Der Nähe sitzende Beamte e r heb 1 ichere Brandwunden an der Ober­seite der Füße davontrug. Zum Glück öffnete sich nicht das Türchen der Feuerung, sonst hätten die herausfallenden Kohlen einen Brand und Da­mit noch größeres Unheil angerichtet.

oo Rainrod, 18. Dez. Zur Zeit schweben Verhandlungen mit Dem Ziele, Den Sammelbezirk Der hiesigen Kadaver-Verwertungsan- ft a (t über Die Kreisgrenzen hinaus zu erweitern. Der seitherige Bezirk, Der Die Orte Des Kreises Schotten umfaßt, erwies sich als zu klein, um den Betrieb rentabel zu gestalten. Darum sollen der Bezirk Nidda, sowie Teile des Kreises A l s- f e l d dem Sammelbezirk eingegliedert werden, fo daß die seitherigen Zuschüsse Des Kreises wegfallen können.

Kreis Alsseld.

< Ober-Ohmen, 18. Dez. Dieser Tage gab hier die Nationalsozialistische Bühne im Lokal Krebs ein Gastspiel mit dem dreiaktigen Schau- spielErst Dann wirD DeutschlanD frei" von Pg. Bartholomäus (Gießen). Das Schauspiel hin­terließ einen tiefen Eindruck. Nachdem Pg. Richter Die Teilnehmer Des AbenDs aufgefordert hatte, Dem Führer unverbrüchlich Die Treue zu halten, fand Der

Abend mit einem DreifachenSieg Heil!" auf den Führer und mit Dem gemeinsamen Gesang Des Horst» Wejsel-LieDes seinen Abschluß.

Bürgermeillemrfommlung im Streife Wetzlar.

Wetzlar, 19. Dez. Am morgigen Mittwoch. 20. Dezember, 10 Uhr, findet auf Einladung von Landrat G r i 11 o in DerAlten Post" zu Wetzlar eine Dien st Versammlung Der Amts» und Ortsbürgermeister Des Kreises Wetz- 1 ar statt. Die Tagesordnung sieht zunächst eine einleitende Besprechung über die den Bürgermeistern nach Auflösung der Aemker zu allenden neuen Auf­gaben vor, ferner wird Kreisobstbauinfpektor Ä i I p einen Vortrag über die Berbclierung der Obst­anlagen und gemeinsame Schädlingsbekämpfung halten.

Feuerversicherungsverband der evangelischen Geistlichen in Hessen.

Die Hauptversammlung Des Feuerversicherunas- Verbandes der evangelischen Geistlichen in Hetzen fand dieser Tage in Frankfurt a. M. statt. An Stelle des Derbandsoorsitzenden Direktors Pfarrers i. R. Weimar (Darmstadt), der wegen M ran Hielt Den Vorsitz niedergelegt hatte, leitete Der Vorsitzende Des Aufsichtsrats, Dekan Brill (Groß-Steinheiml, die Verhandlungen. Der von ihm erstattete Jahres­bericht für 1932/33 zeigte ein günstiges Bild der Ar­beit und Weiterentwicklung des Verbandes, erwähnte

Gedenket der hungernden Vögel!

allerdings auch einen empfindlichen Verlust, Den der Verband im Berichtsjahre erlitten hatte durch den Tod des langjährigen, verdienstvollen Derbandsrech- ners Pfarrers Anthes (G^-Nidda): Das Rech. neramt übernahm zunächst vertretungsweise Pfar­rer Koch (Wolfskehlen). Die Rechnungsablage er­folgte durch letzteren und gab zu Beanstandungen keinen Anlaß, so daß Entlastung erteilt werden konnte. Weiter stand zur Verhandlung eine Reihe von Satzungsänderungen, die nach gründlicher Durchberatung genehmigt wurden. Zum Schluß wurden die erforderlichen Wahlen vorgenommen, wobei gewählt wurden: als Verbandsvorsitzender Dekan i. R. Roeschen (Arheilgen), als Stellver­treter des Vorsitzenden und Beisitzer für Starkenburg Dekan Drill (Groß-Steinheim), als Vorsitzender des Aufsichtsrats Pfarrer Heß (Darmstadt), als Mitglied Des Aufsichtsrats für Starkenburg Pfarrer Brieg 1 eb (König i. O.), als Verbandsrechner Pfarrer Koch (Wolfskehlen), als fein Stellvertreter Pfarrer Driegleb. Auch wurde eine Anzahl von Dekanats-Vertrauensmännern und deren Stellver­treter neugewählt. Nach dreistündiger Dauer wurde die Versammlung durch den Leiter, Dekan Brill, geschlossen mit Dem Wunsche für eine gedeihliche Weiterentwicklung Des Verbandes im neuen Der- bandsjahr.

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