Ausgabe 
19.10.1933 Zweites Blatt
 
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Punkten Heinrich Wagner; 2. wurde Heinrich Pfannkuchen 192 P.; 3. Wilhelm Zeih 187 P.; 4. Ernst Ohly 172 P.; 5. Emil Morler 160 P. Turner'Unterstufe (Zehnkampf): 1. Willy Klee 163 P.; 2. Otto Reitz 162 P.; 3. Karl Diehl 156 P.; 4. Wilh. Jäger 141 P.; 5. Heinrich Klotz 122 6. Wilhelm Leicht 107 P. S ch ü l e r (Fünf­

kampf): 1. Karl Grieb 112 P.; 2. Heinrich Den- Hardt 99 P.; 2. Helmut Zeiß 99 P.-. 3. Hans Grieb 98 P.; 4. Karl Reitz 97 P.; 5. Heinrich Müll 96 P.; 6. Heinrich Reitz 86 P.; 6. Erich Sander 86 P.;

6. Wilhelm Kuhl 86 P.; 7. Otto Schneider 85 P.;

8. Wilhelm Reitz 77 P.; 9. Wilhelm Möser 74 P.;

10. Alfred Schneider 71 P.; 11. A. Müller 61 P.;

12. Otto Denhardt 58 D.; 12. Karl Muller 58 P., 12. Erich Faber 58 P. Anschließend fand ein Hand­ballspiel zwischen der ersten und zweiten Mann­

schaft des Turnvereins Holcheim statt, das mit 4:2 für die erste Mannschaft endete.

Norwegens Skitramer für Oeutschrand.

Der Deutsche Ski-Derband gibt jetzt die Namen der norwegischen Amateurtrainer bekannt, die zur Vorbereitung der deutschen Nachwuchsläufer für diesen Winter gewonnen wurden. Der Norwegische Skiverband hat folgende Läufer zur Verfügung gestellt: Rolf Kaarby (Ski-Klub Lynn Oslo), Eistin Raabe (SE. Lillehammer) und Christian L i n a s a m (SC. Stabekk Jdrottsföremingen). Kaarby und Lingsam sind bekannte Kombinations- läuser, von denen ersterer zur Extraklasse zählt, und Raabe ist Meister im Sprunglauf. Die drei Nor­weger werden Anfang Dezember ihre Tätigkell in Deutschland aufnehmen.

Kunst und Wiffenschast.

Hessisches Landestheater Darmstadt.

Das Hessische Landestheater in Darmstadt hatte mit Sigmund Graffs dreiaktigem Schauspiel Die Rückkehr des Matthias Bruck" einen vollen Erfolg zu verzeichnen. Aus der un­zerstörbaren Straft deutscher Scholle weiß der Dich­ter das Schicksal des deutschen Frontsoldaten zu gestalten, der nach 17jöhriger Verschollenheit zu­rückkehrt und eine neue Umwelt antrifft: die Frau an der Seite eines fremben Mannes, den Sohn herangewachscn, darüber hinaus aber eine verän­derte Gegenwart, in der er sich nicht mehr zurecht- zufinden vermag, die er, um das Glück der Seinen nicht zu stören, verläßt, indem er sein Opfer mit dem selbstgewahlten Tode besiegelt. Die boden­ständige und kraftvolle Menschlichkeit, die unze« künstelte Schlichtheit der Personen, das reine Ethos des Ganzen, die tragische Spannung, die das Stück durchzittert, ergeben eine Bühnendichtung von be­zwingender Wirksamkeit.

Die Ausführung des Schauspiels unter der ftraffen, allen Feinheiten des Werkes gerecht wer­denden Spielleitung des neuen Generalintendanten Dr. Rolf P r a s ch war von der ersten bis zur letzten Szene eine Regieleistung von beherrschen­dem Format. Unter solcher Leitung vereinigten sich hervorragende schauspielerische Qualitäten zu einer erschöpfenden Darstellung. S). Baumei st er ge­staltete das Schicksal des Heimkehrers zu einem gegenwärtigen Erlebnis und enthüllte in seinem Spiel die Tragik seines fast wortlosen Schmerzes. Jochen Hauer, als neuer Herr des Hofes, von erdhafker Kraft, Franke-Booch, als Bäuerin, Ludwig L i n k m a n n, in der Rolle des alten Knechts, in überzeugender Natürlichkeit, gaben neben einer Reihe von prächtigen Einzelleistungen, eine Gesamtdarstellung, die mit dankbarem Beifall belohnt wurde. P. G.

Die Verleihung des frankfurter Goethepreises an Hermann Stehr. Zum 7. Mal verlieh die Stadt Frankfurt den von ihr gestifteten Goethepreis: der Preis dieses Jahres fiel, wie bekannt, an Hermann Stehr. Oberbürgermeister Dr. Krebs brachte in seiner Begrüßungsansprache die besondere Freude zum Ausdruck, mit der im Jahre der nationalen Er­hebung die Vertreter der Stadt und des kulturel­len Lebens zusammengekommen feien, um den ein­mütig gewählten Goethepreisträger zu begrüßen. Hermann Stehr sei in besonderem Maße die Ver­körperung bodenwüchsiger Kraft und Ausdruck deut­schen Lebens sowie der Verbundenheit von Blut und Boden.

Nach dem Oberbürgermeister ergriff Hermann Stehr das Wort. Er verbreitete sich über die Frage ,Was ist uns Goethe in unserer heutigen Vorstellung als gestaltender Deutscher?" In Der heutigen Zeit, in der eine neue Ewigkeitsstunde für die Welt, insbesondere für Deutschland, ange­brochen ist, muß dem Menschen wieder eingehäm­mert werden, daß das, was er ist, die Hauptsache bildet. Auf die Reinigung, die Erhöhung des We­sens muß unser Ringen gerichtet sein, auf Werk- tätigten im Dienste an Treue, Güte, Hingabe und Wahrhaftigkeit.

Nach Abschluß der Feier trug sich der neue Goethepreisträger in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt ein.

Eröffnung der Hochschule für Musik und Theater in Frankfurt.

In Dr. Hochs Konservatorium in Frankfurt fand die feierliche Eröffnung der Hochschule für Musik und Theater statt. Der Vorsitzende des Kuratoriums Dr. R u m p f bezeichnete die Neu- «Öffnung von Dr. Hochs Konservatorium als den Auftakt zu einer neuen Entwicklung der Erziehung des künstlerischen Nachwuchses. Namens der preu­ßischen Staatsregierung überbrachte Staatskom- missar Hinkel die herzlichsten Grüße. Es sei be­

sonders erfreulich, so betonte er, daß gerade in Frankfurt, das ja eine Hochburg eines der deut­schen Kunst abholden Geistes war, diese Hochschule errichtet würde. Wenn diese Wandlung möglich war, so sei das nur dem unermüdlichen Kampfe des Führers zu verdanken, dem auch die deutsche Kunst so unendlich viel zu verdanken habe. Die Erziehung des Nachwuchses könne in Zukunft nur im Sinne dieses Führers erfolgen; nur so sei die Gewähr geboten, daß die deutsche Kunst in echt nationalsozialistischem Sinne aufgebaut werde. Generalintendant Meißner bezeichnete Frank­furt als ein Kulturbollwerk im Westen. Die Zu­sammenfassung der künstlerischen Nachwuchserziehung unter der Förderung des preußischen Staates und der Stadt Frankfurt biete die Gewähr dafür, daß in Zukunft die Auslese und die Ausbildung nur nach den Maßstäben der künstlerischen Eignung er­folge. Anschließend übergab der Leiter der Frank­furter Schauspielschule Mathieu Pfeil die Theater­schule an den Generalintendanten. Das Deutschland­lied und das Horst-Wessel-Lied beendeten die Feier.

Albert von Trentini f.

Der Romanschriftsteller Albert von Trentini ist nach schwerem Leiden im 55. Lebensjahre in Wien gestorben. Trentini stammte aus Bozen, und seine Heimat Sudtirol bildete oft den Hinter­grund seiner Werke. Besonders bekannt geworden ist er durch seinen zweibändigen Goetheroman.

Amtsgericht Gießen.

Der Reisende H. erhielt im August einen Straf­befehl in Höhe von 2 Wochen Gefängnis. Er war beschuldigt, im hiesigen Stadtwald eine Brieftasche mit Inhalt gefunden und an sich genommen zu haben. Die gestrige Beweisaufnahme ließ die Schuld des Angeklagten nicht klar zu Tage treten. Aus diesem Grunde sprach ihn das Gericht von Kosten und Strafe frei.

In einem weiteren Falle hatte sich das Gericht mit dem B. F. zu beschäftigen, der einen Straf­befehl wegen Verstoßes gegen die Derkehrsvor- schriften erhielt. Bei Feststellung seiner Personalien wurde er gegen den Beamten noch ausfällig. Dor Eintritt in die gestrige Hauptverhandlung nahm der Angeklagte feinen gegen den Strafbefehl erhobenen Einspruch zurück.

Eine Einbrecherbande festgenommen.

Insgesamt 65 Einbrüche verübt.

WSN. Worms, 17. Oft. Die Kriminalpolizei nahm nach einem Einbruch, der in der Nacht zum 30. September in der Kleiderfabrik von Edinger Söhne begangen worden war, in den Wohnungen verschiedener verdächtiger Personen Durchsuchungen vor. Man fand dabei in der elterlichen Wohnung zweier Diebe außer einem Teil der bei der Firma Edinger aestohlenen Kleider auch Diebeswerkzeug vor und ferner noch andere Gegenstände, die aus Diebstählen herrührten. Es stellte sich dann heraus, daß man einer gut organisierten Einbre - cherbande auf die Spur gekommen war. Als Mitglieder dieser Bande wurden fünfLVorm- fer Einwohner fe st genommen, drei an­dere Personen saßen bereits wegen anderer Straf­taten in Untersuchungshaft, zwei weitere Personen wurden wegen Hehlerei festgenommen. Insgesamt gehen auf das Konto der Bande 6 5 Einbrüche, die in der Zeit von Februar 1932 bis Oktober dieses Jahres durchgeführt wurden.

Daten für Donnerstag, 19. Oktober.

1693: Gründung der Universität Halle: 1812: Napoleon tritt den Rückzug aus Moskau an; 1863: der Dichter Gustav Frenssen in Harlt geboren; 1924: der Militärschriftsteller General Hugo von Freytag-Loringhoven in Weimar gestorben (geboren 1855).

Wirtschaft

Die Anleihen der Stabt Marburg. Die Tilgung der öprozent. und 6prozent. Goldwert- anleihe der Stadt Marburg hat im Jahre 1933 durch Ankauf stattaefunden. Von der Eigenab- lösungsanleihe der Stadt Marburg sind für 1933 die Nummern A 9, 25, 64 und 124 ausgelofr wor­den. Gegen Einsendung der Papiere an die Stadt- Hauptkasse wird der fünffache Nennbetrag nebst 5 v. H. Zinsen vom 1.1.1926 bis 31.12.1933 ge­zahlt.

Die Metallgesellschaft A G. Frank- f u r t a M. wird $um 30.9.1933 mit einem ®e- roinn abschließen, eine Dividendenzahlung wird je­doch wieder nicht in Frage kommen. Die Vorteile aus der Erhöhung der Metallpreise fallen nicht son­derlich ins Gewicht, dagegen seien die Währungs- aeroinne nicht unbeträchtlich. Die unübersichtliche Latze am internationalen Devisenmarkt gebiete in­dessen, die Währungsgewmne zu Rückstellungen zu verwenden. Die Geschäftslage weise eine zuneh­mende Besserung auf.

Frankfurter Börse.

AMlagsbörse: freundlich.

Frankfurt a. M., 18. Oft. Die Börse hat eine weitere Beruhigung erfahren und eröffnete meist mit neuen Kursbesserungen von durchschnittlich 0,5 bis 1 o. H., da von der Kundschaft neue kleine Kauf­orders Vorlagen und auch die Kulisse weiteres Deckungsbedürfnis zeigte. Die außenpolitische Lage fei zwar noch ungeklärt, doch hofft man auf eine baldige Entspannung. Die Erklärungen Dalabiers wurden wegen ihres nicht unfreundlichen Tones relativ gut aufgenommen. Don Anregung waren auch die Äursbefeftigungen der deutschen Werte an den Auslandsbörsen, sowie weiter gute Nachrichten aus der Wirtschaft. Die Aenderung des Reichsbank, gesetzes, die zwar erwartet wurde, verlieh besonders dem Rentenmarkt neue Anregung, aber auch der Aktienmarkt wurde davon etwas beeinflußt. Das Geschäft bewegte sich indessen noch in engen Gren­zen. Etwas stärker beachtet waren am Renten- markt Altbesitz mit plus 0,75 v. H., Neubesitz mit plus 0,25 v. H. und späte Reichsschuldbuchforderun­gen mit plus 0,65 v. H. Am Aktienmarkt waren über das Durchschnittsmaß hinaus erhöht: Reichsbank (+ 1,75 v. H.), Scheibeanstalt auf den Erwerb der Degea-Aktien (+ 1,25 v. H ), Rütgers- werke (4- 1,5 v. H.) und L. Tietz sowie Bemberg (je + 1,5 v. H ). IG. Farben eröffneten mit 118,5 ( + 0,13 v. H.), zogen aber gleich auf 118,75 an. Niedriger lagen anderseits Siemens ( 1,5 v. H ), Alla. Lokal u. Kraft ( 1 v. H.), AG. für Verkehr, AKU., Conti Linoleum und Lechwerke, die je 0,5 v. H. nachgaben.

Im Verlaufe wurde es am Aktienmarkt sehr ruhig, und die erhöhten Kurse konnten sich nicht immer voll behaupten. IG. Farben ging auf 118,25 v. H., Bemberg wieder auf 41,5 v. H., Licht u. Kraft um 1 v. H., AEG. um 0,40 v. H. und Holzmann um 0,5 v. H. zurück. Andererseits lagen Scheideanstalt erneut 0,5 v. H. hoher, ferner kamen Südd. Zucker mit 168 um 3 v. H. fester zur Notiz. Am Kassamarkt lagen Brauerei Herkules mit 53,25 schwach und 3,25 v. H. niedriger, ferner gaben Thür. Lieferung um 1,5 auf 68 v. H. nach.

Am Rentenmarkt blieb bas Geschäft für deutsche Anleihen bis zum Schluß ziemlich lebhaft. Alt! ; 78,90 nach 78, Neubesitz 12,35 nach 12,10 und (jäte Reichsschuldbuchforderungen 87,25 nach 87,13. Gold- und Liquidationspfandbriefe zogen meist von 0,5 bis 0,75 art, Äommunal-Dbligationert waren stärker gesucht und vereinzelt bis zu 2 v. H. fester. Stadtanleihen lagen ebenfalls von 0,5 bis 1 v. H. hoher, Länder- und Staatsanleihen blieben gut behauptet. Don Industrie-Obligationen gewannen Stahlverein 1 v. H., während Eisenbahn-Rentenbank nach Minus-Zeichen 3 v. H. einbüßten. Don frem- den Werten lagen Mexikaner durchweg schwächer, besonders 5 v. H. äußere Gold mit 0,5 v. H. Da­gegen waren Bosnier gesucht und fest, ebenso Lissa­boner Stadtanleihe (+ 1 v. H.). Tagesgelb uno. 3,25 v. H. Exportvaluta 22, gestern 21 v. H.

Abendbörse: gut behauptet.

Die Abendbörse eröffnete in stiller Haltung. Auch im Verlause vermochte sich eine wesentliche Ge- schäftsbelebung nicht durchzusetzen, da es an Orders von feiten der Kundschaft fehlte. Die Stimmung war an sich nicht unfreundlich, und die Berliner Schluß­kurse konnten sich meist gut behaupten. Die Kulisse verhielt sich abwartend.

Am Rentenmarkt fand einiger Umsatz in Neubesitzanleihe statt, die weiter um 10 Pf. an = zogen, Altbesitzanleihe lagen ebenfalls 0,25 v. H hoher. Späte Reichsschuldbuchforderungen waren zu 87,8 v. H. ziemlich behauptet. 2lm Pfandbriefmarkt blieben Goldpfandbriefe im Vergleich mit den Mit­tagskursen unverändert, Frankfurter Hypothekenbank Liquidation und Kommunal-Obligationen, -letztere auch für Frankfurter Pfandbriefbank, zogen weiter an. Schutzgebietsanleihe von 1908 gewannen mit

7,9750 11% Pf., die übrigen waren gestrichen, ü. a. notierten: Neudcsitzanleihe 12,45, Alidcsiganleihe 78,90, 6-o. H- Stahioerein - Bonds 63,40, 6-o. H- Frankfurter-Hypothekenbank-Gold R 115 87,5, 5,5 o. H. do. Liquidation 87,25, 6 v. H. do. Gold- Komm. R II 81,90, 6 n. Sy Frankfurter Pfandbrief- Gold-Komm. R IV 81,5, t)l>Bank 42,5, Reichsbank 148,5, Gelsenkirchen 47. Harpener 81, Klöckner 51,5, Mannesmann 51,25, Phönix 32,25, Rheinstahl 73, Stahlverein 31,5, Bekula 117,25, Bemberg 42, Conti Gummi 128,75, Daimler 28, Scheideanstalt 171,5, Licht 8: Kraft 89, IG.-Farben 118.25 bis 118,65, Gejfürel 72,75, Holzmann 57, Lahmeyer 115, Me- tallgesellschaft 52,5, Reichsbahnvorzugsaktien 99,25, Hapag 10, Lloyd 10,65.

Berliner Frühbörse.

Berlin, 19. Oft. (WTB-Funkspruch.) Unter öem Eindruck der legten großen Rede des Kanzlers, sowie der Ausführungen anderer führender Männer der Politik und Wirtschaft ist mcM in Börsen- und Bankkreiscn weiter freundlich geslimmt. In erster Linie scheint auch heute wieder der Rentenmarkt bevorzugt zu werden, für Den eine ganze Reihe von Kauforders vorliegen, so daß an diesem Markt infolge der Materialknappheil mit weiteren Kurssteigerungen zu rechnen fein wird. Stark gefragt sind wieder Ncubesitzanleihe, die mit Zirka 12,50 umgingen. Ruhiger liegen dagegen Aktien. Farben werden zirka 118,50 tariert.

Am Devisenmarkt nannte man, in der Verrech­nung über Zürich, Pfund gegen Kabel 4,53, Schweiz 16,42, Amsterdam 7,89, Paris 81,31, Mailand 60,45 und Spanien zirka 38,06.

Gallusma kt in (Srünberg

= (Brünberg, 18.Oft. Der Martt war mit 920 Ferfeln beschickt, ferner waren 50 Stück Rindvieh und 10 Pferde aufgetrieben. Für Ferkel wurden er­hielt: Ferkel bis sechs Wochen alt, 8 bis 10 Mark; sechs bis acht Wochen alte 10 bis 14 Mark: acht bis dreizehn Wochen alte 15 bis 20 Mark. Tendenz gut, nur geringer Ueberftanb. Auf dem Rindviehmarkt kosteten Kühe (bessere Qualität) 300 Mark, Rinder 200 bis 240 Mark, Fresser 65 bis 100 Mark. Der Handel war ziemlich rege, der größte Teil wurde umgesetzt. Der von den landwirtschaftlichen Fach­beratern eingesetzte Wertfchätzungsausschuh hat sich bewährt. Jüdische Händler waren aus dem Markte nicht anwesend.

tochcrniter Cbftmnrtt in Butzbach.

Butzbach, 18. Oft. Der Markt war gut be­schickt. Nachfrage und Angebot ausgeglichen. Es mür­ben bezahlt pro Zentner für Tafelobst: Aepfel 10 bis 14 Mark, Dirnen 3 bis 4, Zwetschcn 10; Wirt-- schaftsobst: Aepfel 4 dis 7, Birnen 3 bis 4 Mark. Tendenz: ruhig.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 18. Oft. Bei geringer Um- fatztätigkeit verkehrte die heutige Getreidebörse zwar in ruhiger, aber stetiger Haltung. Das Angebot von Brotgetreide war weiterhin ausreichend, infolge des schwachen Mehlgeschäftes bekundeten die Müh­len aber nur geringe Nachfrage. Die Preise für Weizen und Roggen blieben unverändert. Auch Futtergetreide lagen bei unveränderten Preisen sehr still. Kraftfuttermittel blieben stetig bei kleiner Nachfrage, der Anfall in Mühlennachprvdukten ist sehr klein. Von Mehlen lag 0- bis OOprozentigt r Roggenmehl etwas billiger, im übrigen blieben b:c letzten Preise in Geltung. Es notierte ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm Frachto l - rechnung jParitätj Frankfurt a. M -Hafen) in RM : Weizen 194, Roggen 161 bis 162, Sommergerft? für Brauzwecke 182,50 bis 185, Hafer 137,50, Wei­zenmehl Spez. 0 mit Auslandsweizcn 28,75 bis 29,50, do. ohne Auslandsweizen 27,25 bis 28, Rog­genmehl O- bis 6Oprozentige Ausmahlung 22,50 bis 23, do. südd. Spez. 0 23 bis 75, Weizenkleie 8,85, Roggenkleie 8,60. Tendenz: ruhig. In 5)andcls- klassenware fanden Abschlüsse nicht statt.

Frankfurter Lchlachtvtclzrnarkt.

F r a n f f u r t a. M., 19. Oft. Dorauftrieb: 81 Rin- der, 808 Kälber, 559 Schafe, 704 Schweine. Es wur­den notiert: Kälber 20 bis 40 Mark, Schafe 17 bis 27 Mark, Schweine 44 bis 52 Mark. Marktver­kauf: Kälber und Schafe ruhig; Schweine schleppend.

Allgäuer Butter- und Käfebörse.

Kempten, 18. Oft. Trotz mäßiger Zufuhren bewegte sich das Geschäft in ruhigen Bahnen, und auch das Preisniveau lag recht stabil. Allgäuer Mol- fereibutter 125 Mark, Allgäuer Molkercibutter, 2 Qualität, 123 Marf, Landbutter 116 Marf, Rohm- einfauf bei 43 Fetteinheiten ohne Buttermilchrück­gabe 123 Mf, Allgäuer Käsebörse: Allgäuer Weich- fäse mit 20 v. H. Fettgehalt, grüne Ware, 22 bis 25 Marf, Allgäuer Emmenthalcr mit 45 v. H. Fett­gehalt, 1. Sorte, 70 bis 72 Mark, dito, 2. Sorte, 65 bis 67 Mark.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt belchlosienen Dividende an. Reichsbankdisfont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

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72,5

73

72.5

73

0

31

31,5

31

31.4

Ctant Minen ...............

0

10.5

10.25

10.65

10

Kaliwerke 2t|diertleben........

5

111

110

lll

110

Kaliwerke Eefietegeln........

»altroede Kalzbetfunh.....7

b

111

111.5

111

109,4

H

155

155

155

155.5

rt. ®. (taiben.3nbuftrte.......

7

118,4

118.65

118,4

118,4

StelbeanftaU...............

9

169.75

171,5

«olbfAmibt ................

0

39,75

40.5

39,5

39.5

Stütgerlroede...............

0

47

46,13

46,75

MeiallgeielllchOkl.............

0

52,5

52,5

52,75

52,13

EbUtDP toi«mann...........

Zementwerk Heibelberg ......

0

571 57

57

58

0

72,5

73

jetneniDtrf Kari nabt.........

0

diultbeU $a»enhofe* .......

0

88.5

88,25

,1ku eZUlgemetne Äunftfeibe) ..

0

28,9

28.65

29.13

28,75

Bemberg...................

0

41,5

42

41,25

43

Äellftoff @al:bof ............

0

34.5

34,75

34,75

35

Aellftofl aicfcaffenbure .......

0

19

20

19.5

teiiauer ä>al ...............

7

97,5

98.75

Daimler Meroren............

0

28

28

27.65

28

Leuriche Linoleum...........

0

38

37,5

38.5

37

Crenftrin & Äoppd..........

0

27.75

27,5

Leonhard Tietz ..............

0

14,25

15,75

14,4

15,5

tbabe ......................

10

150

153.5

150

152,5

eer-imulatomugaira........

0

>62

162

162,25

162.25

Isnti^unual...............

0

128,13

128,75

128,5

129

Sritzner..................

DlaintraftBede HLchtz

0

-

I -

4

55,5

56

-

Ludb«urich«Z»M......

186

168

1 167

168,5

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZU.

17. Ott ober

18.CMeba

Amtliche Rollernnq

<*fib ! Brie"

Smilubc Rolienma

Seid

Srie-

5,849 48.05

5.861

48.15

5.799

48.05

5,811

48,15

12,435

12,455

12,43

12,45

Vukave« ...

Saha......

Holland ....

3.047

3.053

3.047

3.053

169.18

169,52

169.28

169.62

66.48

59,09

66.62 59,21

65.88

58,59

66.02 58.71

«oven Hagen.

Stcdbolm...

68.23

68.37

13.26

67,63

67.77

London .....

13.22

13,11

13.15

Buenos Atre»

0,963

0.967

0.963

0.967

Reuyort....

2.922

2.928

2.862

2.868

B rüttel.....

58.49

58.61

58,47

58.59

I lallen.....

Uaai......

22,15

16,42

81,32

22,19 16.46 81,48

22,13

16,42

81,27

22,17 16.46 81.43

Schweiz....

Spanien....

25.08

35,16

35,11

35.19

Tanzt,.....

81.67

81,83

81,67

81.83

Japan......

NiobeIan. .

6.784

0,786 0,229

0,781

0.783

0.227

0,227

0.229

StugoHarolen.

Lttiaban ....

5,295

5.305

5.295

5,305

12.69

12,71

12,69

12,71

Banknoten.

Vertin, 18. CftöRr

Selb

- *rW

iBtr.entanticbe Sloten..............

2.815

2,835

Begliche Roten..................

58,31

58,55

Tantlche Roten .................

58,33

85.57

Snglllche Roten .................

13,07

13.13

KranzMche Roten...............

vollanbt|che Roten...............

16,38

168,86

18,44

169.54

ItaUemjche Roten................

22 Loi

22,08

RorwegNLe Roten ..............

Teutidi Leüerreich, 8 100 Schillinq

65,72

65 2«

Ru^Ln-i^e Roten...............

_

Lchivebische Rote»...............

67,46

67.74

<-r. -r.-ucr Roten.................

Rl M

8' 41

Lvanttche Roten................

34.98

35,12

Ungoch che ..............

fit 246

ißS--

«S*61,61

ö-olon, 19. D' üt Reichskanzler (,-jnöent erklärte, riieren, bai W1' sind, tQVVifdiP beim britisch Samstag au6e r 1 bat Lord Rothe oben!» telefonierte, ftlb in Der eIJptjentheater am J mit lebhaftem 6$ ist indessen eme

Streife der brit YUchl-ndsp nhWonferenj er! Stunruhlyung. ^atssekretär im Kn per, sagte, daßkc Veit sich jemals mi den Krieg vord fte Dolf es zur Z bestreiten, dah diese breitet ist.

8nlrvort: 3 1914 ficfunglürflid beiden groht ftt, die durch a der menschlichen 1 Jahre sriedlick in den Krieg würde glücklich s selige Ysychose Ihi verwandten Halio Zreundsthosl

Die Behauptung! mit Begeifterung t teilt. Ift eint Verkennung de ichen UeooUtl vallozialWchen nähme Zronls »ächte den Zront geisterung sich teilet Dir häng unserem Volke, g Engländer an bei die deutsche Zug die Inneren Linie jutn Ka ulstlsche Gesc in tnglanö allerö °nd wohl auch Unsere Revolution ikgeq die anderen dir Brüderlichkeit kampf und Ligen! °°d für nationale M d°h bis jt ausschljkW "IMMi Manger oich ,ommrn wurden, io ÄE** « ottflen.

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