Ausgabe 
19.9.1933 Frühausgabe
 
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Nuntius und NMnmtz.

Ms ?>roWn dern W' und btt Prag« Regierung tvnM nuszubrechen. Der päpst- Prag, Liriaci, Hot nämlich en der slowakischen katholischen hlinka, als Antwort aus dos ?n folgenden Brief in lateinischer "in Prag den heiligen Baker bi- iie Person seines Vertreters in eleidigt, die alle Vorschriften n Höflichkeit mißachtet, habt Zhr en Autorität des Heiligen Vaters eziemende Ehrfurcht b. ,'fl.SS'ti.S SSW-- .UM an zu lass'Se ^rung. und auch gegen d einer fremben g öerben'.-6iefl(« 9$Sri^ f internQtT^ freier einer mtem u,

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Landnöten.

Die Mitteilungen über die gestrige englisch- franzöjische Vorkonferenz über tue 21b- rüftungs|rage lassen erkennen, daß in der Haupt­sache die sranzösischen Vertreter gesprochen und ihre Forderungen mit der ganzen ^Nachgiebigkeit, die in den letzten Tagen in der französischen Presse sestzu- stellen mar, vorgetragen haben. Die englischen Der- tretet konnten nach Lage der Dinge darauf nicht eingehen! sie beschrankten sich auf das Zuhoren und werden nunmehr ihrer Regierung Bericht erstatten. Insbesondere scheinen sie entschieden abgelehnt zu haben sich auf das berüchtigte französische Geheim­dokument über die deutschen Rüstungen einzulassen. Die offizielle französische Stimmungsmache, die in dieser Hinsicht betrieben wird, findet weder bei Eng­land noch bei Amerika noch bei den meisten anderen Mächten Anklang, weil, abgesehen von ihrer tatsäch- lichen Unhaltbarkeit, die Tendenz der A b l e n k u n g von den eigentlichen Abrüstungsfragen zu offen­kundig ist. Der Optimismus, der in der französischen Presse hinsichtlich der Absichten des französischen Pro­gramms heute zur Schau getragen wird, ist durch die Ereignisse nicht gerechtfertigt: die Idee einer internationalen Rüstungskontrolle ist von allen maß. gebenden Mächten, auch von Deutschland, angenom­men worden. Die entscheidende Fraae, in der sich der englische und der französische Standpunkt nach wie vor unvermittelt gegenüberstehen, sind di e Dor- aussetzungenundderCharakterdieser Kontrolle. Die französischen Forderungen haben etwas ausgesprochen Aggressives: die Kontrolle soll einseitig, d. h. gegen Deutschlandgerichtet, und automatisch, d. h. vom Willen Frankreichs ab­hängig sein. Darüber hinaus werden in der franzö­sischen Presse politische Forderungen angedeutet, die diese Tendenz unterstreichen: Frankreich will für eine eventuelle Aktion gegen dieVerletzung der entmilitarisierten Zone" freie Hand haben und nicht an das Einverständnis der anderen Unterzeichner des Locarnopaktes aebunden [ein. Das ist der Kern der Sanktionsfrage, die im Zusammenhang mit der Kontrolle wieder aufgelebt ist. So führt die französische Auslegung der an sich nur eine tech­nische Angelegenheit bildenden Kontrollfrage zwangs­läufig zu den tiefgehenden Gegensätzen zuruck, die seit Schaffung des Dölkerbundspaktes zwischen dem fron- zöfischen und dem angelsächsischen System der inter­nationalen Politik bestehen.

In den Rahmen des Kampfe» gegen die Arbeits- lofiakeit ist von der Regierung auch mit Recht das rücksichtslose Vorgehen gegen das Be11elUn­wesen einbezogen worden. Außerordentlich viel ist schon erreicht, zumal in den Großstädten haben sich die fragwürdigen Gestalten, die zu Tausenden von Tür zu Tür zogen, um an die Tränendrüsen zu appellieren, stark gelichtet, seit die Polizei Ein­griff und ihnen mit dem Arbeitsdienst drohte. Aber ganz ist die Plage noch nicht verschwunden, und es soll jetzt die Ausgabe der nächsten Tage sein, der Bevölkerung zu zeigen, daß sie eigentlich nie­manden nützt, wenn sie wahllos gibt. Denn mit großer Wahrscheinlichkeit trifft sie dabet häufig den Falschen, trifft sie nicht Unglückliche, denen mit einer Gabe wirklich gedient ist, sondern berufsmäßige Schnorrer, die aus dem Mitleid ein Geschäft machen und nicht schlecht da­bei leben. Es gibt tatsächlich so etwas wie eine Btttlerindustrie, die aus den milden Gaben erheb­liche Beträge absaugt, Beträge, die sehr viel nütz­licher angewandt werden können. Wer sich auf sein Handwerk versteht, kann auf eine Betteleinnahme von zehn bis zwanzig Mark pro Tag kommen, und allein in Hamburg hat die Polizei geschätzt, daß fast eine Million jährlich völlig unkontrolliert an Bittsteller gegeben wird. Ganz abgesehen von den in der Masse doch sehr erheblichen Werten, die in Lebensrnitteln und alten Kleidern verteilt werden, die unter einer vernünftigen Organisation aber sehr viel mehr Nutzen stisten können. Wer geben will, der findet dazu reichlich Gelegenheit. Aber er soll nicht unüberlegt geben, am besten an Orga­nisationen, die dafür sorgen, daß jeder Pfennig an die rechte Stelle kommt.

Der Sonntag stand in Berlin im Zeichen der Dersöhnungsfeiern der Gläubigen mit dem national­sozialistischen Staat. Anläßlich der Ratifizie - r u n g des Reichskonkordats fand in der kathottschen Sankt-Hedwigs-Kathedrale ein feier­licher Dankgottesdienst statt, zu dem die katholischen Verbände der Reichshauptstadt unter Vorantritt ihrer Fahnenabordnungen in geschlossenem Auf­marsch vom Lustgarten nach der Kathedrale zogen, wo sie auf dem Kaiser-Franz-Joseph-Platz Auf­stellung nahmen. Domprediger Pater Marianus Detter hob in der Festrede hervor, daß das Konkordat den deutschen Katholiken ein Unterpfand lebendiger Begegnung von Staat und Kirche gebe. Das Konkordat sei kein Kompromiß, sondern ein Werk der einträchtigen Zusammenarbeit am Wohle unseres deutschen Volkes. Der Staat bekenne sich als Garant der christlichen Mission der Kirche und die Kirche bekenne sich zum Einsatz ihrer Heils- träfte in den Dienst der Volksgemeinschaft. Dieser Freundschaftsbund zwischen Kirche und Staat stehe zwar in seiner Auswirkung erst am Anfang, doch bleibe auch hier in der Wirklichkeit das Wort des Kanzlers vorbildlich: ,Hch sehe den Dom, nicht den unbehauenen Stein!"

Ein Dankgottesdienst der Evangeli­schen fand in der alten Parochialkirche statt, die nunmehr 230 Jahre lang mit der Geschichte der Reichshauptstadt verbunden ist. Der Festprediger kennzeichnete die Entwicklung in Deutschland feit dem 30. Januar als eine Wendung durch Gottes Fügung. Nach Beendigung des Gottesdienstes klan­gen bei einem Glockenspielkonzert zum erstenmal die Klänge des Deutschland-Liedes und des Horst- Wessel-Liedes vom Turm der Parochialkirche. Der Reichsausschuß des deutschen Luther- t a g e s veranstaltete eine Morgenfeier, auf der nähere Mitteilungen über die bevorstehenden Luther- feiern gemacht wurden. Der 10. November werde zum kirchlichen, vielleicht auch zum gesetzlichen Feiertag erklärt werden. Das Reichspostmini- fterium beabsichtigt, Luther-Briefmarken und -Post­karten herauszugeben, während das Reichsfinanz­ministerium einen Luthertaler prägen will. In Kir­chen und Schulen wird man Martin Luthers gc- denken und abends wird in besonderen Veranstal­tungen in Wort und Ton der Schöpfer der neu­hochdeutschen Schriftsprache und der Wegbereiter zur deutschen Einheit gebührend gefeiert werden.

In Berlin werden alle Gemeinden unter Doran­tritt der Geistlichen zum Lustgarten ziehen, wo San- desbifchos Ludwig Müller, Bischof Hoffen- selber und Kultusminister Rust Ansprachen Hal- len werden. Der offizielle Festakt unter Beteiligung von Reich und Staat findet am Nachmittag statt. Hier wird Reichsinnenminister Dr. Frick sprechen. Der große Festgottesdienst mit der Festpredigt des

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Landesbischofs, der in der Kaiser-Wilhelrn-Gedächt- niskirche stattfindet, wird durch Rundfunk übertra­gen. Auch Bühnen- und Filmtheater werden durch Aufführung geeigneter Werke der Persönlichkeit Luthers gedenken. Die Schirmherrschaft der Luther- feiern haben Reichspräsident von Hindenburg und Landesbischof Müller übernommen. Dem Ehrenprä­sidium gehören an Ministerpräsident Göring und die Reichsminister Dr. Frick, Freiherr v. Neurath, Seldte und Generaloberst von Blomberg.

Oie antiamerikanische Stimmung in Kuba wächst.

Havanna, 18. Sept. (WTB., Reuter.) Auf Kuba waren am Sonntag folgende bemerkenswerte Ereignisse zu verzeichnen: Erklärung des Gene­ralstreiks in Mazanille, Auflösung aller politischen Parteien, Gewährung des Frauenstimmrechts durch einen Regierungserlaß, gemeinsame Konferenz sämtlicher politischen Führer, starke kommuni st ische Propaganda ge­gen die Vereinigten Staaten. Die Be­sorgnisse in Washington haben sich nicht vermindert, die Vereinigten Staaten bereiten sich weiter darauf vor, Truppen nach Kuba zu entsenden, um, wenn nötig, das Leben und Eigentum der dort ansässigen Amerikaner schützen zu können.

Aus aller Well.

Revolveronschlag auf einen SA.-Truppführer.

In Wanne-Eickel (Westfalen) wurde von einem unbekannten Täter ein Revolverschuß aus einen SA.-Truppführer abgefeuert, der den Trupp- ührer in den Oberschenkel traf. Der Verletzte, der ich in Begleitung von zwei SA -Männern befand, ch o ß nach dem fliehenden Täter. Im Verlauf der ofort angefteüten Ermittlungen wurden bisher 25 Mitglieder der KPD. und ihrer Nebenorganisatio- nen in Schutzhaft genommen, die als Täter bzw. Mitwisser in Frage kommen. Die Verletzungen des SA.-Truppführers sind glücklicherweise nicht lebens­gefährlich. Der Verwundete wurde dem Kranken­haus zugeführt.

Großer Gemäldediebstahl in Berlin.

Aus dem Antiquitätengeschäft von Goldschmidt & Eo. in Berlin hat der 40jährige Hausdiener Karl Manchen Oelgemälde, Teppiche usw. im Wert von etwa 70 000 Mark gestohlen. Man­chen hat die Gemälde sachgemäß aus ihren Rah­men gelöst und, um die Entdeckung seiner Tat möglichst hinauszuzögern, die Verriegelung der Tür- jalousie nach dem Verlassen des Geschäftes mit seiner Beute gewaltsam zerstört. Er ist seitdem mit seiner Frau und seinem einjährigen Kinde ver­schwunden. Er hat sich wahrscheinlich nach Holland begeben. Es handelt sich bei den gestohlenen Ge­mälden u. a. um vier Bilder von Liebermann, zwei von Corinth, einen Renoir, einen Ouarbi, einen Terborch, einen Cezanne, zwei Pissaro und einen Slevogt.

Schreckensszenen an Bord derMalmö".

Der Kapitän des in Derefunb vor der Malmöer Hafeneinfahrt gerammten dänischen Dampfers Malmö", Kastrup-Olsen, hat ausgesagt, daß der (bereits gemeldete) Unfall auf die allzuschwa- chen Lichter des norwegischen Fahrzeuges zurück­zuführen sei. Augenzeugen berichten, daß unter den Fahrgästen sofort eine ungeheure Panik ausbrach. Alles drängte an Deck: Frauen versuchten schreiend über Bord zu springen. Besonders grauenhaft war das Bild im Speisesaal 1. Klasse, wo die Fahrgäste grabe bas Mittagessen einnahmen. Wenige Sckun- ben nach dem Zusammenstoß lag nur noch ein wirrer Haufen von zerbrochenen Möbeln, zersplit­tertem Glas, blutenden Menschen und Speiseresten am Boden. Ein Fahrgast wurde durch die große Glasscheibe in den Dorraum geschleudert. Don Furcht und Schmerz völlig verwirrt schrien die Menschen wie wahnsinnig. Auch als der Dampfer schon am Kai anlegte, versuchten noch einzelne sich über Bord zu werfen. Die Reederei teilt mit, daß

sich von den insgesamt 60 Verletzten nur noch 11 mit Knochenbrüchen und Gehirnerschutte- rungen im Krankenhaus befinden. Bei keinem be­steht Lebensgefahr, doch befürchtet man, daß ein als vermißt gemeldeter Student beim Zusammen­stoß über Bord gefallen und ertrunken ist.

Ein trauriges Schicksal.

Besonders schwer hat das Schicksal die Ehefrau des bekanntlich in Solingen tödlich verunglückten SA.-Reservemannes Böhm heimgesucht. Die Frau hatte bei dem Unglück auch ihren 14jährigen Sohn verloren. Jetzt ft a r b ihr noch die Tochter an einer tückischen Krankheit, so daß die Frau innerhalb einer Woche Mann, Sohn und Tochter verloren hat. Die Frau, die seelisch vollkommen zusammengebrochen ist, wurde in einem Kranken­hause untergebracht.

Internationaler Propagandakongreh in Rom.

Der in feierlicher Form auf dem Kapitol in Rom eröffnete Internationale Propaganda- Kongreß hat seine Arbeiten mit einem Ge­dankenaustausch über die staatliche Propaganda be­gonnen. In der Diskussion wurde besonders daraus hingewiesen, baß die deutsche Regierung die erste gewesen sei, die der Propaganda mit der Einsetzung des Reichsministers für Propaganda in der Person von Dr. Goebbels einen offiziellen Platz zu- geroiefen habe. Die Kongreßteilnehmer sind vom Papst empfangen worden. Die Arbeiten des Kon­gresses werden in Mailand fortgesetzt werden.

Rückkehr der Kachschen Grönland-Expedition.

Acht Mitglieder der großen Kochschen Grön­land-Expedition sind in Kopenhagen einge­troffen. Der Hauptteil der Expedition mit Dr. Lauge Koch an der Spitze wird erst in der nächsten Woche zurückkehren. Einige Forscher sprechen sich über die Ergebnisse ihrer Arbeit aus. So berichtete der schwe­dische Forscher Backlund u. a., daß die oftgrön- ländrschep Gebirgsformationen viel jünger seien, als man bisher angenommen habe. Eine Reihe von Theorien werde dadurch umgeworfen, und man könne mit einem weit größeren Mineralreichtum rechnen. Der Geologe Dr. Eklund habe recht starke Goldvorkommen in Schwefelkies gefunden, doch sei es die Frage, ob sich die Ausbeute bezahlt machen werde.

Belästigung englischer Schulkinder durch belgische Grenzbeamte.

Ueber die Belästigung einer aus englischen Schul­kindern bestehenden Reisegesellschaft durch belgische Beamte beim Ueberfdjreiten der deutsch-belgischen Grenze finden sich in der Londoner Sonntagspreffe ausführliche Berichte. Die englischen Schüler, die aus Deutschland zurückkehrten, wo sie eine Reihe englischer Klassiker-Schauspiele aufge- führt hatten, seien in Herbesthal aus dem Zuge beordert und gezwungen worden, nach Deutschland zurückzukehren, weil vier der Knaben kleine H a - kenkreuzabzeichen trugen, die in Belgien verboten sind. Die belgischen Beamten sollen dabei zwei der Jungen durch Stöße aus dem Schlaf ge­weckt haben. Das Gepäck sei einer äußerst gründ­lichen Durchsuchung unterzogen und alle Bücher und Hefte, die auf die nationalsozialistische Bewe­gung Bezug hatten, seien beschlagnahmt worden.

Mrbelsturm über USA. 200 Todesopfer.

Bei einem Wirbel st urm, der am Samstag über die mexikanische Küste hinwegging, fanden insgesamt gegen 2 0 0 Personen den Tod. Der Santiago-Fluß durchbrach bei San Luis Po- stosi seine Dämme und überschwemmte das Land. Hier kamen 80 bis 100 Menschen in den Fluten um. In anderen Teilen des Landes wurden mehr als 90 Personen getötet. In Lapentilla, einer Dorstandt von Tampico, erlitten über 150 Personen Verletzungen.

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Der Wirbelsturm, der, vom mexikanischen Golf kommend, an der Atlantischen Küste der Ber­einigten Staaten, wie bereits gemeldet, große Ver­heerungen angerichtet hat, ist auch in Nordkarolina aufgetreten. Dort sind 15 Menschen getötet wor­den. Zahlreiche Personen werden vermißt. Diel-

Hunderte von Einwohnern sind obdachlos. Der an- gerichtete Schaden geht in die Millionen.

Konzentrationslager in Spanien zur Bekämpfung der Bettelei.

In Spanien ist ein Gesetz zur Bekämpfung der Bettler, Landstreicher und anderer Uebeb toter veröffentlicht worden. Landstreicher, Kuppler, gewohnheitsmäßige Trinker, Rauschgiftsüchtige, Spieler usw. können für gemeingefährlich erklärt werden. Auch Personen, die Kindern unter vierzehn Jahren ober gewohnheitsmäßigen Trinkern alkoho­lische Getränke verabfolgen, die ihren Namen falsch angeben, Ausländer, die dem Ausweisbefehl nicht Folge leisten, sowie Menschen mit einem Hang zum Verbrechen und rückfällige Verbrecher werden von dem Gesetz erfaßt. Als Sicherheitsmaßnahmen des Staates gegen diese Personen kann von den Gerich­ten unter anderem angeordnet werden: Ausweisung, zwangsweise Unterbringung im Arbeitshaus, in einer Siedlungskolonie, in einem Konzentra­tionslager (establecimiento de custodia) ober in einer Heilanstalt.

Erdbebenkatastrophe in China. 5000 Tote.

Verspätet in London eingetroffene Meldungen besagen, daß im Tal des Min-Flusses zwischen Sung und Mau im nördlichen Szetschwan durch Erdbeben, die sich zwischen dem 23. und 31. August ereignet haben, 5 0 0 0 Chinesen ums Leben gekommen sind. Die fragliche Strecke an dem Fluß ist 160 Kilometer lang. Ein Ort wurde vollkommen zerstört. Seine 1000 Einwohner wurden lebendig begraben. Die Stadt Ta­ting wurde von einer Lawine von Steinen zerstört. Infolge Vernichtung der Verbindungen ist das volle Ausmaß der Katastrophe noch nicht festzustellen.

Eine Motte verursacht eine Explosion.

Ein eigenartiger Unfall ereignete sich dieser Tage in Chalons an der Saöne. Ein dortiger Land­wirt war beim Schein einer Petroleumlampe damit beschäftigt, Iagdpatronen zu füllen, als eine Motte ins Zimmer flog und über dem Zylinder der Lampe kreiste. Plötzlich verbrannte sie sich die Flügel und fiel gerade auf bas Pulver, bas der Landwirt vor sich liegen hatte. Es erfolgte eine Explosion, und bas zweijährige Töchterchen des Jägers erlitt fo schwere Brandwunden, daß es in hoff­nungslosem Zustand in ein Krankenhaus überge­führt werden mußte.

Schwerer Geldschrankeinbruch in Berlin.

Bei einem Berliner Schankwirt in der Kreuz- straße wurde ein schwerer Einbruch verübt. Die Täter drückten ein Fenster ein und gelangten so in die Wohnung. Dort knabberten sie das Schloß des Geldschrankes heraus und entnahmen daraus für 1 2 7 0 0 Mark Bargeld sowie Silber- und Goldsachen und Schmuckgegenstände.

Iticttcrvuraueiiaße. ,

Ein Ausläufer des ozeanischen Tiefs ist bis nach West- und Süddeutfchland vorgedrungen und hat unter Zufuhr warmer Luft Nieedrschlagstätigkeit eingeleitet. Da sich über Skandinavien hoher Druck aufgebaut, wehen in Deutschland, bedingt durch die Südseite des Hochs, vorwiegend östliche Winde. Im Grenzbereich zwischen verhältnismäßig kalter kon­tinentaler und der warmen Ozeanluft entsteht bei uns noch Bewölkung, wobei es vereinzelt auch zu leichten Ni^erschlägen kommen dürfte. Voraus­sichtlich roirt) sich aber das skandinavische Hoch wei­ter südlich ausbreiten und die westliche Störungs- tätigfeit von dem Festland fernhalten.

Aussichten für Mittwoch: Neblig und wolkig mit Aufheiterung, etwas kühler, vereinzelt noch leichte Niederschläge.

Aussichten für Donnerstag: Weiterhin dunstig und wolkig mit Aufheiterung, meist trocken, Temperaturen wenig verändert.

Lufttemperaturen am 18. September: mittags 22,4 Grad Celsius, abends 16,6 Grad: am 19. September: morgens 13,2 Grad. Maximum 22,4 Grad, Minimum 7,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. September: abends 17,7 Grad; am 19. Septem­ber: morgens 15,2 Grab Celsius. Sonnenschein­dauer 5% Stunden,