-°r „„'"Hat.
neU neben ihrem
Med ?****fc
,1 933, Wj.ta i des heu»? »eub itt. ®ic $S 3« ™0"n und ,?» e-fr*a Lb Ah» V{eg deut. •? Jä%Jr
des
7äJun®“’
.Norm bti t5 ^LrL LE &*Ä
West
'v-Geschwaderr.
Saldo.Geschwa. hen wird in
Zehen-. 1. Lhicago- »ed'ac, 3. tzhediac- latbor—Valencia sIr- fm bei ungünstigen -uZveg auch über die ■ -vermutlich lvicd dos and aus mehrere emo. en. Die wir dezu et* 4 em Besuch von Der. Zall würde das Balbo* iggeI°See wassern. Die bereits vor einigen
Irkutsk gelandet.
Poft, der am Dienstag in Nowosibirsk gelandet em Ausenthalt um 8.55 Deiterslug in Lichtung Mtzte die Zeit zwischen Einnahme einer Wahl- Motors und zum Aus* en letzten Rekord unter* hr Ortszeit in 2r*
e bestätigt.
pzig verwarf die von ilrteii des Magdeburger anuar d. 2- eingelegten et. Durch dieses Urteil -öger und die Arbeiter Is wegen gemeinschast- e verurteilt worden, i vergangenen Jahre in eine große Anzahl von rt, deren Opfer in der ende Frauen waren. Die ,qen nachts in die abseits n, knebelten die Frauen, er und stahlen das Geld
einem dieser Beutezuge )C Möser ermordet
n.
WKs
;• d°ch
jedermann. , einen örofjt er.
jedermann ®
n?"
geht MN
>ertÜr’ f rt,r «PB' .6„ Stflubfauflcr -
W-u spat nach ch hause- i^deI wen
10 trinken-' menn w
mann.
4 Siet»«.
"gSen. Selemann e§ in Ordnung? Und seid amen einig?" - . - nidt Federmann. „WJ uns fortgesetzt um den sür Maximilian, meine heißt mm das
Mr Ordnung im Staate - gegen Angebertnm!
Don der Hessischen Polizeidirektion Gießen werden wir um die Veröffentlichung des nachstehenden Erlasses des Reichskanzlers über Nachforschungen nach Vergehen aus früherer Zeit, der aut die Herren Reichsstatt* 'halter und an den preußischen Ministerpräsidenten ergangen ist, gebeten:
Nachstehend der Erlaß im Wortlaut:
„An die Herren Reichsstatchalter und den Herrn preußischen Ministerpräsidenten!
Die Neuordnung des staatlichen und wirtschaft- lichen Lebens ist tatkräftig in Angriff genommen und in vollem Gang. Alle wichtigen Stellen und Einrichtungen in Staat und Wirtschaft sind gleichge* schaltet und folgen einem einheitlichen Aufbauwillen. Es gilt jetzt, die zum Sieg gelangte Staats- und Wirtschaftsauffassung in Ruhe zu festigen und zu stärken und von dieser Grundlage aus die wichtigste wirtschaftliche Aufgabe der Gegenwart, die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, mit allen Kräften in Angriff zu nehmen. Damit diese Aufbauarbeit nicht gestört wird, ist es erforderlich, daß die in den letzten Wochen beobachtete Sucht, überall Nachforschungen nach Vergehen aus früherer Zeit anzustellen und die Schuldigen noch nach Jahren zur Verantwortung zu ziehen, aufhört und dem oerächt- lichen Angebertum, daß sich allenthalben breit gemacht hat, entgegengetreten wird. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß in vielen Fällen nicht
das Verlangen nach Gerechtigkeit der Antrieb ist, führende Männer der Wirtschaft vor Gericht zü ziehen, sondern oft persönliche Gefühle, vielfach sogar Rachsucht und die Verfolgung eigener egoisti- scher Ziele, die Triebfeder des Handelns sind.
Wenn die Staatsanwaltschaft und die Polizei in jedem Falle, der zur Anzeige kommt, die vorläufige Festnahme verfügen, so wird auf der einen Seite jenes Angebertum gefördert, das den niederen Instinkten der Menschen und nicht der sitllichen Erhebung des Volkes entspringt, auf der anderen Seite entsteht mit der Zeit bei den Führern der Wirtschaft ein Gefühl der Dogelfreiheit, das geradezu die Läh- mung der verantwortlichen Leitung der wirtschaftlichen Unternehmungen nach sich zieht. Die ruhige Entwicklung wird hierdurch ernsllich gefährdet.
Bedeutsame Fälle von Korruption und anderen strafbaren Handlungen müssen natürlich im Inter* esse der Reinigung des staatlichen und wirtschaft- lichen Lebens mit unnachsichtlicher Strenge geahndet werden, auch wenn die Vorkommnisse längere Zeit zurückliegen. In vielen Fällen aber sind die Verfehlungen weniger aus gemeinem Eigennutz als vielmehr im Ringen um die nackte Existenz und die Erhaltung der geschäftlichen Betriebe begangen worden. Gegenüber solchen Verfehlungen der Der- gangenheit ist eine großzügige Stellungnahme der staatlichen Organe am Platze.
Gez.: Adolf Hitler.
Aus -er Provinzialhauptstadt.
Gegen unbefugtes Tragen von Kriegsauszeichnungen.
Dom Reichswehrmini slerium wird mit- geteilt: Kriegsauszeichnungen und deren Ränder, sowie Uniformen der allen und neuen Wehrmacht, dürfen nur getragen werden, wenn die rechtmäßige Verleihung durch eine Urkunde nachgewiesen werden kann. Zuwiderhandlungen sind strafbar, Beförderungen, Lharaktererhöhungen und Unisormverleihungen f ü r Angehörige der alten Wehrmacht sind mit dem 1. Januar 1923, die Verleihungen früherer Auszeichnungen, einschließlich Verwundetenabzeichen, sind mit dem 31. Mai 1924 eingestellt worden. Eine Wiederausnahme solcher Verleihungen ist nicht möglich.
AS.-Reichssymphonieorchester in Mainz.
Das Gaupresseamt teilt mit: Am kommenden Samstag, 22. Juli, wird das RS.-Reichsfym- phonieorchester unter Kapellmeisters Fran; Adam hcrborragender Leitung in der Stadthalle der rhein- mainischen Musikstadt Main; wirken. Das glän;ende Presseecho, welches dem Auftreten der nalionalfo;ia- ttftischen Künstlerschaft in diesen Tagen überall folgt, enthebt uns hier der Notwendigkeit einer besonderen Betonung des wertes und des hohen Genusses eine» solchen Abends, wir halten es für unsere Pflicht, jeden deutschen Volksgenossen in Stadt und Land darauf aufmerksam ;u machen, daß er die für wahrscheinlich längere Zeil letzte Möglichkeit, das Reichssymphonieorchester ;u hören, in Main; haben wird. Bekanntlich geht das Orchester demnächst ins Ausland, so daß allen deney, die mittelbar viel, aber unmittelbar noch nichts von diesem Orchester hörten, dringend ;u raten ist, die Gelegenheit, am kommenden Samstag ein deutsches und erhebendes Wochenende in Main; ;u erleben, nicht vorübcr- gehen ;u lassen. Die Unkosten einer hin- und Rückfahrt werden auf jeden Fall durch die künstlerifchen Leistungen voll entschädigt. Ls sei daran erinnert, daß u. a. in Frankfurt a. M. der größte Raum gefüllt wurde, als das Orchester hier kür;lich spielte. Oie Ausführungsverordnung zur Verordnung über die Preisüberwachung.
Die Etaatsprefse stelle teilt folgende Bekanntmachung. die Ausführungsverordnung zur Preisüberwachung betreffend, vom 18.3uli 1933 mit:
2luf Grund des § 1 Absatz 1 der Verordnung des hessischen Ministerpräsidenten zur Preisüber* wachung vom 8. 3uli 1933 (Darmstädter Zeitung Olr. 158 vom 16. Juli 1933) wird bestimmt:
§ 1. Die Leitung der durch § 1 der Verordnung zur Preisüberwachung vom 8. 3uü errichteten Preisüberwachungsstelle obliegt dem Staatssekretär oder dem von ihm bestellten Devoll- mächt^tcn.
Zu seiner Deratung kann der Staatssekretär sachverständige Personen im Benehmen mit den bestehenden wirtschaftlichen Verbänden und Vereinigungen oder den berufsständischen Vertretungen von Händlern und Gewerbetreibenden sowie aus den Kreisen der Verbraucher heranziehen. Die Tätigkeit der Sachverständigen ist ehrenamtlich. Eine Vergütung von Auslagen aus der Staatskasse findet nicht statt.
§ 2. Der Antrag auf Erteilung von Genehmigungen nach § 2 oder 3 der Verordnung vom 8. 3uli 1933 soll durch Vermittlung der zur Wahrnehmung der besonderen 3nteressen der beteiligten Wirtschaftskreise gebildeten Verbände und Vereinigungen gestellt werden und ist an das zuständige Kreisamt zu richten.
Liegt ein solcher Antrag vor, so ist der einzelne Händler 'und Gewerbetreibende von der Pflicht zur Stellung eines Antrags befreit; dies gilt auch bann, wenn der Händler oder Gewerbepceibende dem Verbände nicht selbst angehört. Dem Antrag ist eine ausführliche Begründung, gegebenenfalls unter Hinzufügung von Unterlagen, beizuschliehen.
§ 3. Die Anwendungsvorschrift im § 2 Abs. 1 der Verordnung vom 8. 3uli 1933 über die Genehmigung von Preiserhöhungen. Erhöhung von Preiszuschlägen und Preisspannen wird vorerst ausgesetzt.
Die in § 2 Absatz 2 vorgesehene Einholung der Genehmigung von Preiserhöhungen, Erhöhung von Preiszuschlägen und Preisspannen, die seit dem 1. Mai 1933 bis zum Erlaß dieser Verord- nung erfolgt sind, wird vorerst beschränkt auf Roggenbrot, gemischtes Brot und Backlöhne.
§ 4. Das Antrags- und Genehmigungsverfahren vor der Preisüberwachungsstelle 'erfolgt gebührenfrei.
Der Staatssekretär: 3 u n g.
Milchbezug nur noch von den Milch- absatzgenoffenschasten.
Eine Bekanntmachung des Milchversorgungsoerbands Hessen.
Nachdem bis zum 15. Juli 1933 laut meiner Bekanntmachung betreffend die Bildung des Rhein- Mainischen Milcherzeugungsverbandes und die Errichtung der Milchabsatzgenossenschaften vom 26. Juni 1933 (Darmstädter Zeitung Nr. 151 vom 1. Juli 1933) die Bildung der Milchabsatzgenossen- schosten im wesentlichen durchgeführt ist, verlieren alle einer Milchabsatz- bzw. Molkerei-Genossenschaft nicht angeschlossenen Milcherzeuger das Recht auf Milchlieferung. Die Milchabsatzgenossenschaften sind verpflichtet, vom 1. August d. I. ab den Verkauf der Milch für ihre Mitglieder an die Milchabnehmer (Milchhändler, Molkereien, Verbraucher) durchzuführen.
Milchhändler, die Milch bisher von einzelnen Landwirten bezogen haben, dürfen von dem gleichen Zeitpunkt ab diese nur noch von den Milch- absatzgenossenschaften ihres bisherigen Lieferkreises beziehen, lieber die spätere Absatzgestaltung erfolgt besondere Anordnung des Milchoersorgungsverban- des Hessen. Die Auszahlung und 23erred)nung des Milchgeldes hat nur noch über d i e Milch- absatzgenossenschaften zu erfolgen. Milchhändler, die unter Umgehung dieser Bekanntmachung und derjenigen vom 26. Juni 1933 weiterhin Don einzelnen Landwirten Milch beziehen, setzen sich der Gefahr des Entzuges ihrer Konzession aus. Der Verkehr mit Markenmilch wird Lurch die.se Bekanntmachung nicht berührt.
Frankfurt a. M. 14. Juli.
Milchversorgungsverband Hessen. Der Beauftragte: Birkenholz.
Daten für Mittwoch, 19. Juli.
1810: Königin Luise von Preußen in Hohen- zieritz qeft. (geb. 1776). — 1839: Der Dichter Gott-" fried Keller in Zürich geb. (Qeft. 1890). — 1859: Der Mediziner und Schriftsteller Karl Ludwig Schleich in Stettin geb. (gest. 1922). — 1863; Der Schriftsteller Hermann Bahr in Linz an der Donau geb. — 1870: Kriegserklärung Frankreichs an Preußen. — 1917: Friedensresolution des Deutschen Reichstages.
Dornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch. Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die Nacht im Forst- haus". .
— Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: „Die Vier Rachrichter" aus München mit ihrem Ensemble geben am Samstag, 22. 3uli, im Stadttheater Gießen ein einmaliges Gastspiel. Don ihrem ersten Besuch im Vorjahre her mit der ausgelassenen Zeitsatire „Hier irrt Goethe" dürften die Gäste noch in bester Erinnerung sein. Trotz aller Anstrengungen einer täglich besetzten Gastspielreise dauerte es nicht lange, bis die Schöpferwut dieser jungen Theaterbesessenen wieder durchbrach. Es gibt ja tausenderlei Dinge, die zu Spott und satirischer Darstellung geradezu zwingen. Kein Wunder, daß bei der Lieberfülle dieser Art Geschehnisse dies sofort bei diesen lustigen Geistern lebhaften Widerhall findet. 3n diesem 3ahre bringen die „Vier Rachrich* ter" ein Stück mit Musik in neun Bildern, betitelt Der Esel ist los" nach dem Altgriechischen des Dichters Plagiates zur Aufführung. Anfang 20.15 Llhr; Ende 22 Llhr. Vorverkauf ab Donnerstag täglich von 10 bis 13 Llhr; Samstag außerdem rroch von 16 bis 17 Llhr.
** V on der L ande suniversi tä t. Auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des De- rufsbeamtentums wurde der ordentliche Professor für Philosophie und Pädagogik an der hiesigen Landesuniversität, Dr. Ernst von Aster, mit Wirkung vom 11. 3uli aus dem hessischen Staatsdienst entlassen.
Oie Autobahn
Sronffurf - Mannheim - Heidelberg näher an der Bergstraße.
WSN. Von der Bergstraße, 17.Juli. Ursprünglich war geplant, die Autobahn Frankfurt—M a n n'h e i m—H e i d e l b e r g, die als erste der deutschen Reichsautobahnen ausgefuhrt werden soll, auf ihrer Strecke durch das Ried mitten durch den Wald laufen zu lassen, so daß die Aussicht auf die Bergstraße für die Durchreisenden durch den Wald versperrt gewesen wäre. Den Bemühungen der Verkehrsoereine und Städte an der Bergstraße soll es jetzt gelungen fein,
zu erfahren. Der Schaden dürfte sich auf etwa 50 000 bis 60 000 Mark belaufen.
durchzusetzen, daß die Bahn am Ostrande des Waldes entlang mit guter Sicht a u f die Bergstraße gezogen wird. Eine Zubringerstraße von der Bergstraße soll zwischen 'Bensheim und Heppenheim nach Lorsch abzweigen.
Oer Kreis B.edenkopf in neuer Gestalt
WSR. Dillenburg. 18.3uli. Wie wir in Ergänzung der gestrigen Meldung noch erfahren, umfaßt der neue Kreis Biedenkopf lediglich den Kreiskem, der durch die Landkreisreform vom 1. August 1932 mit dem Dillkreis vereinigt wurde. Der Rodheimer Bezirk wird beim Kreise Wetzlar verbleiben und auch das ehemalige Amt Battenberg wird nicht wieder in den Verband des Kreises Biedenkopf zurückkehren. Der neue Kreis zählt neben der Stadt Biedenkopf 64 Landgemeinden mit einer Gesamteinwohnerzahl von rund 38 000.
Großfeuer im Frankfurter Osthafen.
WSR. Frankfurt a. M., 18.3uli. Diens- tagnachmittag kurz nach 16 Llhr entstand im Frankfurter Osthafen ein Grohfeuer. Es brannten vier Lagerhallen nieder, in denen Teer,' Dachpappe, Schindeln, Zeitungspapier usw. gelagert waren. Die Feuerwehr rückte mit insgesamt fünf Löschzügen aus und es gelang hr nach schwerer einstündiger Arbeit, bei der ie von SA.-Leuten und Bahnbeamten unter- tüht wurde, des Feuers Herr zu werden. Lieber die Entstehungsursache war bisher nichts Räheres
Kunst und Wiffenschast.
Für das „Haus der deutschen Kunst" in München.
Eine große Reihe bekannter Persönlichkeiten der Politik, der Wirtschaft, der Kunst und des sonstigen öffentlichen Lebens in ganz Deutschland erläßt einen Aufruf, zum großen Werk der Schaffung des Hauses der deutschen K u n st in München beizutragen. Es wird in dem Ausruf daraus hingewiesen, daß München mit der Brandkatastrophe des Glaspalastes sein Heim der lebendigen Kunst verloren habe. Es sei der Wunsch und Wille des Führers, München als wichtigste Stätte deutscher Kunst dem deutschen Volke zu er
halten. Für die Errichtung eines neuen HauseS der deutschen Kunst habe der bayerische Staat und die Stadt München einen Teil der erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt. Zum Zwecke der Durchführung des Baues habe die Regierung eine Anstalt des öffentlichen Rechtes, das ..Haus der deutschen Kunst" ins Leben gerufen. Die Schirmherrschaft über diese Anstalt habe der Reichskanzler persönlich übernommen, DaS ganze deutsche Volk wird aufgerufen, dem Führer die Erfüllung dieses neuen Lieblingswunsches als Geschenk darzubieten.
Vitamin oder Hormon? —
(Eine Entdeckung zweier Göttinger Chemiker.
Wie Berliner Blätter aus Göttingen berichten, soll dem Chemiker Dr. B u t e n a n d t, der als Privatdozent an der Göttinger Llniversitüt lehrt, zusammen mit Dr. 3ac obh eine Entdeckung von größter Bedeutung gelungen sein. Beide Gelehrten konnten, wie verlautet, durch Experimente mit Palmkernen den Rachweis erbringen, daß in Pflanzen dieselben Sexualhormone wirksam sind wie in tierischen Körpern. An diese Entdeckung schließen sich biologische Fragen von größerer Tragweite. Die Entdeckung ist zwar schon vor längerer Zeit gemacht und auch vor einem Jahr auf dem Raturforscherkongreß in Wiesbaden kurz bekanntgegeben worden. Dr. B u t e - nandt ist es inzwischen gelungen, die Sexualhormone in der Pflanzenwelt rein oarzustellen und mit den bekannten Sexualhormonen chemisch zu vergleichen. Darüber hat er jetzt eine ausführliche Arbeit veröffentlicht.
Uraufführung des Oberammergauer Gelübdefpicles.
3m Passionstheater von Oberammergau sand die Llraufführung des „Gelübdespieles" von Leo Weismantel statt, das an die Pestzeit von 1634 und an das Gelöbnis, Passionsspiele aufzuführen, erinnert. Dor dem ausverkauften Haus hielt Spielleiter Georg Lang eine Ansprache, in der er cs als Symbol deutete, daß das 3ubiläum der Passionsspiele mit dem Erwachen Deutschlands zusammenfällt, das den Bolschewismus, diesen Zerstörer von Religion, Kultur und Christentum abgewehrt hat, und nun wie die durch schweres Leid geläuterten Dorfahren den Weg finden wird zur Weltanschauung des Rationalsozialismus, zum Glauben an Dolk und Gott.
„In Halle lebt ein alt Geschlecht..."
Oie Geschichte der Halloren, ein Hort deutschen Brauchtums.
In diesen Tagen stiftete die NSDAP, den Halloren in Halle a. d. S. eine Hakenkreuzfahne, deren Weihe in einem aroßen Festakt feierlichen Ausdruck fand. Zahlreiche Bilder gingen durch die Presse und zeigten wieder die schönen, alte:* Trachten dieser Urbewohner Halles. Im Folgenden geben wir einen Einblick in die seltsame Entwicklung der „Salzwirkerbrüderschaft im Tal zu Halle".
Einmal im Jahr erscheinen die Halloren in der großen Öffentlichkeit. Wenn in der Wilhelrn- straße in Berlin die große Ausfahrt der Minister und Diplomaten vor dem Reichspräsidentenpalais zu sehen ist, kommen auch sie. In schmucker, alter Tracht, gekleidet wie die wohlhabenden Büraer der friderizianischen Zeit, besuchen sie das Reichsoberhaupt, bringen Salz, Soleier und geräucherte Wurst. Dieser alte Brauch reicht weit zurück. In der Nachkriegszeit wurde er für einige Jahre unterbrochen, aber als Generalfeldmarschall vonHindenburg an die Spitze des Deutschen Reiches trat, kamen auch die Halloren wieder zur Glückwunschcour. Ihre Huldigung in den Vorkriegsjahren galt immer nur dem preußischen König — nicht dem deutschen Kaiser — in seiner Eigenschaft als Herzog von Magdeburg.
Ueber die Herkunft dieser bis auf den heutigen Tag mit allem Brauchtum übernommenen „B r ü - derschaft" ist man sich nicht ganz im klaren. Man wird aber nicht fehlgehen, wenn man dem höllischen Geographen Professor Kirchhof folgt, der die verschiedenen Lesarten wie folgt zusamrnen- saßt:
„Der alte Streit, ob die Halloren keltischer, slawischer oder deutscher Herkunst seien, möchte sich dahin schlichten lassen, daß sie ein jedes waren zu seiner Zeit. Fast kastenartig geschlossen, war diese Hallorenzunft wie keine andere Gewerkschaft in Halle; der Sohn verrichtete die Arbeit an der Salzpfanne, wie er es vom Vater gesehen und erlernt hatte, ohne daß er gerade gehalten war, dies und kein anderes Handwerk zu üben. Das Handwerk und die streng nach ehrwürdigem Herkommen geregelt Lebensweise der „Brüderschaft im Tale" bildete gleichsam die Hohlform, in die verschiedenartiges Erz im Lauf? der Zeit eingegossen wurde. Wohl plötzlich und unter wilden Kriegsstürmen, von denen uns jedoch nur der letzte, der von 806, etwas genauer bekannt ist, wechselte die Stadtbevölkerung von Halle mindestens dreimal. Vorsorglich wird man bei jeder dieser Umwälzungen die kunstfertigen Wirker im Tale sich erhalten haben; doch allmählich traten unausbleiblich Genossen der neuen Wirkergilde ein, eheliche Blutmischung tilgte mehr und mehr die anfangs vielleicht aufrechterhaltene Stam- messchranke zwischen Neusassen auf der Stadthöhe und Altsassen am Fluß."
Demnach scheint die Salzwirkerbrüderschaft im Tal immer ein wirtschaftlicher Zusammenschluß gewesen zu sein. Die Talordnung stammte vom Erzbischof Ernst aus dem Jahre 1482, die Betriebsordnung von Christian Wilhelm von 1615 und die Talordnung aus dem Jahre 1655. Hierin war das Verhalten im Dienst festgelegt, während die Verfassung und der außerdienstliche Betrieb durch die Brüderordnungen bestimmt wurden. Die älteste Brüderordnung aus dem Jahre 1699, von Kurfürst Friedrich HI. von Brandenburg unterzeichnet, wurde 1843 durch König Friedrich Wilhelm IV. erneuert und vor einiger Zeit durch die zuständige Bergbehörde modern gefaßt und neu bestätigt.
Niemals Besitzer der Saline, stets streng abgegrenzter Arbeiterstamm, sahen die Halloren ihre vornehmsten Aufgaben in der Unterstützung ihrer betagten Kollegen und der Frauen und Kinder verstorbener Mitglieder. Ihr Tagewerk beschäftigte sie mit der Soleförderung, dem Soletransport, dem Salzsieden, der Salzverladung und der Salzverpackung. Außerdem stellten sie stets, wenn der Feind nahte, ihren Mann im Heeresdienst. Bekannt ist ihre Tapferkeit während des Dreißigjährigen Krieges. Damals gehörten die Talleute zu den Elitetruppen des Dänenfönigs Christian. In der Schlacht an der Dessauer Elbbrücke (1626) zeichneten sie sich hervorragend aus, erlitten aber schwere Verluste. Für Hilfe in Feuersnot waren sie, die ihrem Landesherrn „zu Feuer und Wasser schworen" mußten, die tüchtigsten Leute. Brachte die Saale Hochwasser, sorgten die Bornknechte für Hilf» und
Schutz. So wurden die Halloren unentbehrliche Volkskräfte, auf die in jeder Not und Gefahr Verlaß war.
Einig wie ein Mann, verbunden durch Ordnung und Strenge eigener Gesetze, schufen sie sich eine starke Stellung, die ihnen auch manche Vorrechte zugestand. Da ist zunächst ihr Recht auf Vogel- und Fischfang in den Grenzen des Psännergeheges. Bereits im Jahre 1470 waren sie mit diesen Rechten ausgeftottet, und die preußischen Könige bestätigten den Halloren wiederholt das Privilegium des Lerchenstreichens. Dafür mußte die Brüderschaft all- jährlicy elf Schock dieser Vögel an den Hof nach Berlin senden. Iedjährlich wurden dreihundert bis vierhundert Schock gefangen. Noch im Jahre 1883 konnte man vor dem Paagegebäude in Leipzig die Hallorenfrauen auf dem Lerchenmarkt sehen. Nachdem aber nun längst bas Bogelschutzgefetz den Vogelfang verboten hat, bleibt das Recht des Fischfanges weiterhin in der Ausdehnung des Pfännergeheges bestehen. Mit dem Wasser innig vertraut, sind die Halloren auch feit jeher als hervorragende Schwimmer bekannt. Und heute noch kann man überall „B a d e h a l l o r e n" als Schwimmlehrer und Bademeister treffen.
Die damalige Technik der Salzgewinnung brachte weitere Vorrechte. So erhielten sie die Fleisch- und Wursträucherei zuerkannt und konnten auf diese Weise den lästigen Rauch- und Wasserdampf aus der Solepfanne nutzbringend verwenden. Auch die Soleier verdanken wir ihnen. In der brodelnden Solepfanne liehen sich die Eier herrlich sieden und gut aufbewahren.
Man sieht, diese Halloren sind ein rühriges Geschlecht, ein fleißiges Volk mit klugen Einfällen und treuer Pflichterfüllung. Kein Wunder, wenn man in ihrem Museum kostbarste Geschenke von Königen und Bischöfen findet. Da sieht man Fahnen von König Wilhelm I. und Wilhelm II., weiter zurück König Friedrich Wilhelm IV., König Hieronymus von Westfalen, Administrator Augustus von Sachsen, Silberbecher, die König AugustderStarke stiftete Fahnen mit dem Namenszug Friedrichs des Großen und vielen anderen mehr. Der Silberschatz der Halloren, der nur einmal im Jahr ans Tageslicht kommt, ist ein blinkendes Zeugnis für die Tüchtigkeit der Salzwirker von Halle.
Nach alledem versteht man die Beliebtheit der Halloren in ihrer engeren Heimat. Studenten z. B. stehen mit ihnen auf Du und Du. Man nennt sich gegenseitig Schwager, ein Brauch, der dprch die neue Brüderordnung vom 15. November 1P9 wieder ausdrücklich festgelegt und sanktioniert wurde.
Ueber den Zeitpunkt, da der Brauch aufkam, den Herrscher in Berlin aufzusuchen und ihm die Neujahrswünsche der Brüderschaft zu übermitteln, ist nichts Genaues bekannt. Sicher weiß man, das Friedrich der Große bereits zu Neujahr die Glückwunschabordnung empfing. Freie Post wurde den Gratulanten zugesichert, außerdem erhielten sic von Friedrich dem Großen zehn Friedrichsdors. Der Brauch hat sich erhalten und lebte nach dem Krieg wieder neu auf. Schlackwürste, höllisches Salz, das in Pyramidenform aufgeschüttet ist und obenauf Soleier trägt, sowie ein Neujahrsgedicht, der Carmen genannt, sind die Geschenke der Gäste vom Saalestrand.
Ein eigenartiges Volk, aber zutiefst treu dem alten Brauche, eigenwillig in seiner Sonderstellung, die es sich über die Jahrhunderte erhalten konnte, weiß es stets seine ganze Kraft in den Dienst des Volkes zu stellen. Und wenn ihnen soeben von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei die Hakenkreuzfahne zu ihren übrigen Vermächtnissen deutscher Geschichte geschenkt wurde, spricht aus dieser Tatsache die dankbare Erkenntnis, daß die Hal- loren-Arbeiter stets mit Herz und Hand das deutsche Volksgut „Treue um Treue" gewahrt und weitergetragen haben.
Das alte Hallorenlied hat recht, wenn es singt: t „In Halle lebt ein alt Geschlecht von großen, starken Leuten.
Für Ehre, Vaterland und Recht wir alle mutig streiten ...
Und sind wir auch nach heut'gern Stand zur Arbeit nur geboren, so heißt es doch im Vaterland: die ehrlichen Halloren!"


