Ausgabe 
19.7.1933 Frühausgabe
 
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Scharführer

Oberschar- \ f (ihrer

Oberführer Brigadeführer

Obergruppen führet

Chef d. Siebes

Gruppenführer

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Verbände, die außer religiösen, kulturellen oder charitativen Zwecken auch a n d e t e n dar­unter auch sozialen und b e r u s s st a n ° dischen Aufgaben dienen, können t n |t aa t» liche Verbände eingeordnet werden. Sie müssen Gewähr dafür bieten, daß ihre Tätigkeit keinerlei parteipolitischen «der gewerkschaftlichen Charakter annimmt. Sie genießen ebenfalls für ihr Eigentum und ihr Eigenleben den wchuh des Reiches. Sie dürfen ihre bisherigen Satzungen beibehalten, es sei denn, daß m diesen Satzungen Zwecke vorgesehen wären, die dem neuen Staat an sich zuwiderlaufen. Soweit nicht die etwarge Eingliederung in staatliche Verbände, die Be­folgung von Vorschriften notwendig macht, die sich aus der Einordnung an sich ergeben, sock v o n E i n g r i f f e n i n d a s V e r e i n s l e b e n abgesehen werden. Die Mitglieder der katho­lischen Organisationen sollen irgendeinen rechtlichen Nachteil in Schule und Staat aus ihrer Zugehörigkeit nicht erfahren. Damit ist der Friede auch im katholischen Vereinsleben wiederhergestellt und gesichert.

Llnorganisierte werden nicht geduldet.

Berlin, 18. Iuli. (VDZ. Funkspruch.) Von der Deutschen Arbeitsfront wird an die verschie­denen Ausführungen leckender PersönUcykeien der Deutschen Arbeitsfront erinnert, wonach im neuen nationalsozialistischen Staat das Dürger- rechtverknüpft sein werde mit der B ekun- dung Lier Mitarbeit am Wiederauf- bau des Vaterlandes. Diese Mitarbeit könne der einzelne Volksgenosse vor allem da­durch zum Ausdruck bringen, daß er sich einer der großen anerkannten Organisa-f tionen als Mitglied an schließe. Ber diesen Organisationen handelt es sich, vor allem, abgesehen von der NSDAP., um die NSBO., SA SS. oder Stahlhelm, sowie um die m der Deutschen Arbeitsfront jetzt zusammen- aefaßten neuen Derufsverbände. Da der Eintritt in die NSDAP., NSBO., SS., SA. und Stahlhelm gegenwärtig gesperrt ist, käme letzt nur der Anschluß an die Deutsche Ar­tz e i t s f r o n t in Frage, deren Führer nun einen großzügigen Werbefeldzug angeordnet hat, um den ^Unorganisierten Gelegenheit zu geben, durch Anschluß an die Arbeitsfront am Wiederaufbau mitzuarbeiten. Es wird darauf hingewiesen, daß es durchaus möglich ist, dah auch wie bisher das Tor zur Mitarbeit am Aufbau verschlossen werde. Andererseits wolle der Werbefeldzug zum Ausdruck bringen, daß die Mitglieder der Be­rufsverbände nicht länger gewillt waren, nebensichindenDetriebenTausende von Llnorganisierten zu dulden, die sich der Einordnung aus durchsichtigen Gründen zu entziehen versuchten. Die Llnorganisierten müs­sen sich nunmehr entscheiden, ob sie sich ein« gliedern, oder die Folgen ihres Außen stehens auf sich nehmen wollen. Dabei werde jedoch eine Doppelmitgliedschaft zu mehreren anerkannten Verbänden nicht zur Pflicht gemacht werden.

Oie Neuregelung des Aufbaues des Standes der deutschen Landwirtschaft Berlin, 18.Iuli. (WTB.) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft R. Walther Darre hat auf Grund des Reichsgesetzes vom 14. Juli 1933 den Reichsobmann der bäuerlichen Selbstverwaltung Wilhelm M e i n b e r g , derzeiti­gen Reichslandbundpräsidenten, mit der Einleitung und Durchführung aller Arbeiten und Maßnahmen beauftragt, die im Sinne obigen Gesetzes notwendig sind. Das gegebene Arbeitsgebiet wird in vier Referate aufgeteilt. Es sind dies: Referat Nr. 1: Fragen der freien landwirtschaftlichen und bäuerlichen Organisationen, Refe­rent Hellmuth Reinke, M. d. L.; Referat Nr. 2:

Oie Insel im Meer.

Don Will Vesper.

Ich werde den Namen der Insel lieber nicht nen­nen. Es ist mir heute, als schwebe sie irgendwo in einem Traumland über blauen Wassern eines mär­chenhaften Meeres. Dor dem Kriege lag sie im Mittelmeer, nicht weit von der italienischen Küste. Es könnte aber sein, daß sie sich inzwischen nach anderen besseren Gestirnen erhoben hat, von denen sie schon damals zu stammen schien. Sie schwebte auf silbernen Fittichen, den Flügelschlägen der Brandung.

Wir waren in iraendeinem einsamen Hafen auf einen kleinen Dampfer gestiegen. Eine Stunde spä­ter war von der Erde nichts mehr zu sehen. Sie war versunken. Ein glühender Sirocco wehte. Zwi­schen dem flammenden Himmel und der leuchtenden blauen Tiefe schwebten wir taumelnd irgendwo in einer anderen Welt. Ein kristallenes kochendes Blau unter uns, um und über uns. Wogen wie Berge, durch deren Gipfel golden und grün die Sonne sah, stürzten über uns und drohten uns in den Abgrund, in den wir hinabsausten, zu begraben. Aber sie scherzten nur auf eine göttliche Art', schoben ihre mächtigen Rücken unter unsere schwankende Schale und hielten sie mit tausend gischtsprühenden Hän­den der Sonne entgegen. Ein Meeresriese warf sie dem anderen zu, höher und höher hinauf.

Wer weiß, wohin die Erde geraten war. Jeden­falls mußte sie irgendwo weit unten hinter uns ge­blieben sein. Wir aber wurden von mächtigen Ar­men himmelan getragen, stundenlang, tagelang. Jede Stunde war vielleicht eine Ewigkeit. Was weiß ich. Aber immer war Tag in dieser Welt, und eine glühende Sonne kreiste über uns. Plötzlich aber blieb sie oben wie an einer dunklen Hand hängen. Verschwand in ihr. Nein, hinter gewaltigem Berg­haupt schoß sie ihre Strahlen um den Gipfel.

Dort also war unser Ziel, lieber allen Wogen die Insel, so hoch, daß sie die Sonne am Himmel zudeckte. Wie mit dunklen Armen griff sie über das Meer, um unser Schiff, und zog uns, nun auf nur leise noch schaukelnden, beruhigten Wellen, in den Hafen der Nacht. Freundliche Lichtlein am Ufer und Wände mächtiger Häuser, Dächer und Türme. Mir landen, schreiten über den schmalen, schwanken­den Steg in eine andere Welt. Fremde Laute, wohl­klingender Art, und irgendwo Gesang. Ein Markt­platz jetzt, unter dem Mond, der plötzlich irgendwie, zart und silbern, mitten im Himmel steht, noch höher als wir, silbernes Horn am Dache der Welt, fanfttönenb wie ferner Schrei vieler Vögel. In der Herberge noch, vom Bett im fremdartigen Gemach,

I deutsche Landwirt für ein weiteres Arbeitsgebiet | sicher AussichtoufeinengerechtenLohn.

Das

un»

Llraufführung in Kassel.

von

Goldene Schnur

boten, kutsk

Er ist um 15.45 ^Uhr Ortszeit in 2r- gelandet.

Drei Todesurteile bestätigt.

Reichsgericht in Leipzig verwarf die von

Sturmhaupt- Sturmbann­führer führet

Aus aller Welt

Der Rückflug des Valbo-Gcfchwaders.

Der Rückflug des Balbo-Geschwa- d e r s über den Atlantischen Ozean wird in folgenden Etappen vor sich gehen: 1. Chicago Neuhork, 2. NeuhorkShediac, 3. Shediac Shoal Harbor, 4. Shoal HarborValencia (Ir­land), 5. gegebenenfalls kann bei ungünstigen Wetterverhältnissen der Rückweg auch über die Azoren genommen werden. Vermutlich wird das Balbo-Geschwader von Irland aus mehrere euro­päische Hauptstädte besuchen. Wie wir dazu er­fahren. kommt vielleicht auch ein Besuch von Ber­lin in Frage. In diesem Fall würde das Balbo- Geschwader auf dem Müggel-See wassern. Die Möglichkeiten dazu sind bereits vor einigen Wochen erprobt worden.

ID eiff lieget Post in Irkutsk gelandet.

Der Weltflieger Willy Post, der am Dienstag um 6.27 Tlhr örtlicher Zeit in Nowosibirsk gelandet war. ist nach zweistündigem Aufenthalt um 8.55 Uhr örtlickfer Zeit zum Weiterflug in Richtung Irkutsk gestartet. Post benutzte die Zeit zwischen Landung und Start zur Einnahme einer Mahl­zeit. zum Lieberprüfen des Motors und zum Aus­ruhen. Post hat bisher seinen letzten Rekord unter«

O Gott!" Immer nur diese zwei Silben voll sagbarer Verzweifelung.

freien Deutschland vergeblich erhofft zu haben fürchtete und sich mit der Bluttat eines Einzel­gängers der Ermordung Kotzebues durch Karl Sand dem Gegner, nämlich dem System Metternich, ans Messer lieferte, ist von dem hessischen Dichter Karl Neurath, dessen Bundschuh" unlängst iri Gießen aufgeführt wurde, in seinem Burschenschaftsdrama Frei­he i t s st u r m" vor mehreren Iahren schon geschrieben worden. Erst jetzt hat sie das Verständnis der Zeit gefunden und ist von der Kasseler Freilichtbühne, die in der Karls- Aue wirkt und schon im Vorjahr Rühmliches ge­leistet hat, mit einem Erfolg aufgeführt worden, der die von Neurath auch in anderen Bühnenwer­ken betätigte Gestaltung geistigen Schicksals in der bildhaften Bewegtheit eines menschlich betonten Lebensraumes nachdrücklich bestätigt hat. Es war ein feierlich schöner Abend, der an historischer Stätte vorüberzog und einen starken Nachhall hin­terließ. ,W. S.

Berlin, 17. Juli. (EAD.) Di- erheblich- Vermehrung der SA. nach dem 30. Iänuar 1933 machte schon seit einiger Zeit eine Neuorgani­sation der SA. notwendig. Es sind nunmehr Gruppen zur Obergruppe zusammengeschlossen worden. Im ganzen gibt es ach t O be r g ru p - pen, davon sieben in Deutschland, wahrend die achte das Gebiet Oesterreich umfaßt.

Die Obergruppe 1 steht in Königsberg und umfaßt Ostpreußen. Führer ist Obergruppenfüh­rer L i tz m a n n. ,r

Die Obergruppe II umfaßt Pommern, Mecklen­burg und Schleswig-Holstein, das sind die Grup­pen Pommern, Hansa und Nordmark; Führer ist Obergruppenführer L u y k e n in S t e t t i n.

Die Obergruppe III umfaßt Brandenburg mit Ausnahme der nördlichen Kreise, die zu Ober­gruppe II gehören, den mittleren Teil der Grenz­mark Posen/Westpreußen. deren nördlicher eben­falls zur Obergruppe II gehört, und beide Pro­vinzen Schlesien. Führer ist Obergruppenführer Polizeipräsident Heines in Breslau.

Die Obergruppe IV umfaßt die Gruppen Sachsen und Mitte, also den Freistaat Sach- fen und die Provinz Sachsen; Führer ist der sächsische Ministerpräsident Obergruppenführer Manfred v. Killinger.

Die neuen

bann neu der Oberscharführer, nach dem Truppführer neu der Obertruppführer und nach dem Sturmführer neu der Ober- sturmführer und Sturmhauptführer, nach dem Sturmbannführer neu der O b e r- sturmbannführer, nach dem Standar­tenführer und Oberführer neu der Bri» gade führe r. Ferner erhalten die Fahnen­träger der Stürme und die Standarten- träger die Bezeichnung Kornett neben ihrem sonstigen Dienstgrad.

Kunst und Wissenschaft.

4. Reichsfagung des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen.

Dom 6. bis 8. Oktober findet in Leipzig der Deutsche Iuristentag 1 9 3 3, 4.Deichs­tagung des Bundes Nationalsozialistischer Deut­scher Iuristen als Bekenntnis des deutschen Iu- ristentums zum Nationalsozialismus und zur deutschen Volksgemeinschaft statt. Die Reichsregie­rung, sämtliche Landesregierungen und führende Iuristenpersönlichkeiten des germanischen Aus­landes werden teilnehmen. Sinter dem Geleit­wort:Nationalsozialistische Revo­lution und Neugestaltung des deut­schen Rechts" sind folgende Referate vor­gesehen: 1.Nationalsozialismus und Recht". 2.Rasse und Recht". 3.Zum System des deutschen Rechts", 4.Nutzen oder Nutzung", eine Studie zum Eigentumsbegriff, 5.Dauern- siedlung und Erbhofrecht", 6.Die Reform des Steuerrechts", 7.Die Iustizreform und der deutsche Richter", 8.Die Reform des Zivil­prozesses", 9.Die Reform des Strafrechts und des Strafprozesses", 10.Die Stellung des An­walts und Notars, sowie der freien Berufe im Staat", 11/Neubau des Staats- und Verwal­tungsrechtes", 12.Die Reform des rechts- und staatswissenschaftlichen Studiums".

Die Tragödie einer deutschen Jugend, die dem Ausgang der Freiheitskriege das Erstehen eines innerlich und äußerlich neuen, wahrhaft

Neuorganisation der SA.

Schaffung von Obergruppen.

Ergänzung der Rangordnung und der Rangabzeichen.

Obersturm- Standarten- bann führet führet

Fragen der L ° n d w irt! ch ° st-k ° mm er als halbamtlicher Selbstoerwallung-tarp-r. SteferentBt. Karl Kräull-i Referat Dir. Fragen des s . nos senschaftswesens, Referent Arnold Trumpf; Referat Nr. 4: Fragen des Land- hanbels, Referent Reichskommissar Herbert Daßler, M. b. R.

Um mit den Bauern in den Säubern und Landes- teilen, sowie mit den Regierungen eine enge Ver- binbung aufrechtzuerhalten, hat der Reichserncch- rungsminifter innerhalb bes Zuständigkeitsbereichs eines Lanbesbauernsuhrers biefen für bie Arbeiten im Sinne dieses Gesetzes zu feinem Son­derbeauftragten ernannt.

Mindestpreise

für Raps und Leinsaat.

Berlin, 18. Juli. (TU.) Amtlich wirb mH- geteilt: Das Jettprogramm der nationalen Regie­rung macht eine Förderung des deutschen Oelsaalanbaues neben der bereits in Angriff genommenen Förderung der Erzeugung einheimischer tierischer Fette erforüer- lich, um den deutschen Bedarf an Fettstoffen in zu­

nehmendem Maße aus eigener Erzeugung zu sichern. Die Reichsregiernng wird deshalb Vorkehrungen treffen die die Oehlmühlen in die Lage versehen, den Anbauern künftig einen Preis von mm- dcftens 30 Mark je Doppelzentner Raps und Rübsen und mindestens 22 Mark £ Doppelzentner Leinsaat in diesem Jahre und von mindestens 24 Mark je Doppelzentner Cem- saal iw nächsten Iah r zu zahlen Die genann- ten vreise werden gelten für gute gesunde trockene More hur Herstellung von Speiseöl geeignet) ab -ollstation des Landwirtes bei Lieferung von vollen waggonladungen, desgleichen für jedes Quantum bei Anlieferung frei Mühle.

Landwirten, die Raps und Lein im Lohn bei Oehlmühlen schlagen lassen, wird empfohlen, be­sondere Nachrichten darüber von feiten der R e i ch s- stelle für (Betreibe, Futtermittel und onftige landwirtschaftliche Erzeug- Nisse zu beachten, damit auch ihnen die entfpre- chcnden Vorteile zugute kommen können.

Auf Grund der getroffenen Regelung hat der

Sturmführer Obersturm­führer

immer zu vernehmen und bas Glück innen zu füh­len in den Herzen, bie leise unter unseren Händen schlugen.

Auf dem Gipfel bes Berges aber, hoch über allem Leden, in dem grauen Geröll ber Steine, burch bas wir nie ganz hinaufgekommen find, hauste, wie man uns sagte, ein Einsiedler, ein Greis, uralt, einsam und menschenscheu. Nur in ber Nacht kam er zu­weilen zu ben nächsten Hütten herab und nahm eine Frucht ober von bekannter Stelle ein Brot, dos man ihm hingelegt. Wenn er einen Menschen sah, blieb er hinter einem Baum oder einem Stein ober floh auf bie andere Seite des Berges. Er war einst ein Fürst, sagte man, in einem nördlichen Lande, ein mächtiger Herr. Aber er hatte alles ver­lassen, Krone und Reichtum, Wohlleben und Hei­mat. Und zwischen den Steinen über ber Insel ber Liebenden schrie er einsam zu Gott in ben Himmel hinauf.

Einmal, mitten in ber schönen Nacht, hörten wir feinen Schrei, laut und schrill vom Berge herab, daß wir in unseren Betten auffuhren und ängstlich horchten. Und da vernahmen wir mit Entsetzen über der fremden Erde einen Ruf in der Sprache unserer Heimat. Wie Eulenschrei klang es und war doch die Stimme eines Menschen, der da schrie:O Gott!

SA -Mann « Rottenführer Sturmmann

Die Obergruppe V steht in Frankfurt a. M. und umfaßt die Gruppen Thüringen, Westmark mit Koblenz-Trier und Pfalz-Saar, Hessen und Südwest, also die Provinz Hessen-Nassau, den Freistaat Hessen sowie Baden und Württemberg; Führer ist Obergruppenführer von Iagow in Frankfurt a.M.

Die Obergruppe VI steht in Hannover; sie besteht aus den Gruppen Nordsee, von der bie Untergruppe Hamburg abgetrennt und zur Ober­gruppe II gekommen ist, Niedersachsen, Westfalen und Niederrhein; Führer ist der Obergruppenführer Dberpräfibent Lutze in Hannover.

Die Obergruppe VII steht in M ü n ch e n und um­faßt das Gebiet des Freistaates Bayern; Führer ist Obergruppenführer Major a. D. August Schneibhuber in München.

Die Obergruppe VIII in Linz umfaßt ben Frei­staat Oesterreich.

Das Anwachsen der SA. hat auch die Ein­fügung von neuen Dienstgraden in dem bisherigen Aufbau notwendig gemacht. Der Aufbau ist jetzt folgendermaßen: SA.-Anwärter (Re­krut), der nach sechs Monaten SA.-Mann wird. Nach dem SA.-Mann kommt der Sturmmann, dann der Rottenführer und bann der S ch a r= führer, bisher ber unterste Dienstgrab. Es kommt <9er SA.

burch das offene Fenster, hörten wir das leise Zwitschern von oben, vermischt mit dem Rauschen der Brandung in der Tiefe.

Am anderen Tage sahen mir, daß bie Luft über ber Insel dunkel war von schwärmenden Schwal­ben, die hier auf einer Wanderschaft durch bas Weltall, ehe sie ganz in die himmlische Höhe ent­flogen, noch einmal um die Dächer der Menschen, um Bäume und Felsen, um den Gipfel der Welt, ihre sausenden Fittiche schlugen. Denn Menschen wohnten hier doch, ein dunkles Geschlecht, mit bron­zener Haut, schwarzem Haar, schwarzen, funkeln­den Augen, freundlich und zutunlich wie Kinder, immer den Mund voll Gesang ... wenn sie Boote hinaus- ober heimführten ober, irgenbein rotes, krabbelndes Meeresungeheuer in erhobenen Hän­ben vor sich haltend, über die Straße liefen, Netze mit silbernen Fischen ausschütteten ober, schöner noch, vor bem Städtchen hinter dem Stier und dem heiligen Pflug wandelten und das Erdreich wen­deten, soweit es den Berg hinanstieg.

Wie eine kostbare Schleppe lag unten rings um ben ganzen Berg das bebaute, fruchtbare Land, Delgärten und künftige Kornfelder, Wein überall und Rosen wild in ben Hecken. Bäche, zu sanfterem Lauf gezähmt, riefelten allenthalben. Aber höher hinan hatten sie tiefere Schluchten gefressen, breit unten, mit mächtigen Kastanienkuppeln gefüllt, aber schmaler immer und schroffer, und dann verschwin­dend im Gürtel ber blühenden Eriken, der goldenen Ginfterbüsche und der weißen, schaumigen Cistus. Ein Feld roten Mohns noch hier und dort. Und wie wir hinaufftiegen, schwebte das alles wie in der Luft über bem Meer. Und oben ragte der Gipfel, grau, steinern, und unfruchtbar, drohend in den Himmel hinein. Das Herz voll Rausch und voll süßer Vergessenheit.

In einer Hütte unten am Meer haben wir lange gewohnt, eine Ewigkeit lang. Keine Zeit mehr, keine Vergangenheit, keine Zukunft, nur bie Gegenwart unserer Liebe im Lande bes Traumes.. Und allent­halben um uns wohnten Liebende in den Wein­bergen und den Hütten in den Gärten. Manche ver­eint und andere getrennt. Und wenn es Abend wurde, traten sie alle vor bie Türe, auf bie kleine Terrasse am Haus und riefen vom Berg herab und über das Meer sinnlose kleine Schreie, laut und hell wie Rufe von Vögeln, Schreie, bie nichts bebeuteten als vollkommene Seligkeit. Ein Herz antwortete bem anberen, unb eine Weilte schallte bie Insel von diesen Rufen, baß bie Brandung schwieg und ver­wundert sogar die Schwalben. Dann war eine Stille. Und bann seufzte bas Meer wie aus tiefer, glücfbelabener Brust. Die aanze Nacht schliefen wir Hand in Hand, nie zu tief, um doch das Rauschen

Jedermann.

Von Hans jfiiefcau.

Der Stammhalter.

Febermann ist Vater geworden. Febermann strahlt.

Na?" fragt Mücke,alles in Drbnung? Unb seid ihr euch schon über den Namen einig?"

Gott sei Dank, endlich!" nickt Federmann.Seit drei Monaten haben wir uns fortgesetzt um den Namen gezankt. Ich war für Maximilian, meine Frau für Joachim-Diethelm."

Ja, und?" lächelt Mücke.Wie heißt nun bas Kind?"

,Helene", sagt Jedermann.

April.

Jedermann geht mitten in ber Nacht über bie Straße. Ein Auto kommt. Febermann hebt bie Hand. Das Auto hält.

Was ist denn los?" ruft der Chauffeur.

Ihre Laternen brennen nicht", sagt Federmann.

Der Chauffeur steigt aus.Sind Sie verrückt?" flüstert er,die Laternen brennen doch ausge­zeichnet."

April, April!" lacht Jedermann.

Der Chauffeur bekommt einen roten Kopf.Das soll doch wohl nicht etwa ein Witz fein?!" droht er.

Aber natürlich", lacht Jedermann weiter,wir haben ja gar nicht April."

Ordnung.

Es klingelt. Jedermann öffnet. Ein Herr steht da. Verzeihung", lächelt der Herr,dürfte ich Ihnen einmal ganx unverbindlich ben Apollo-Staubsauger vorführen?

Können Sie nicht lesen?" fragt Jedermann und Zeigt auf ein weißes Schild: Eingang für Lieferan­ten durch die Hintertür.

Der Herr verbeugt sich, geht um bas Haus herum und klingelt an der Hintertür.

Jedermann öffnet.

Darf ich Ihnen hier ben Staubsauger ,Apollo< vorführen?" lächelt ber Herr.

«Tut mir leib", sagt Febermann,ich habe schon seit brei Wochen einen Apollo-Staubsauger."

Liebe.

Febermann kommt nach Hause, spät abenbs, unb wenn er ausatmet, riecht es vier Meter weit nach Genever.

Frau Jedermann ist entsetzt.Du hast doch am Sonntag versprochen", sagt sie,mir zuliebe keinen Tropfen Genever mehr zu trinken."

Habe ich auch", murmelt Jedermann,wenn ich jetzt noch mal einen Tropfen Genever trinke, dann Ehrenwort! nur mir zuliebe."

drei Angeklagten gegen das Urteil des Magdeburger Schwurgerichtes vom 28. Januar d. I. eingelegten Revisionen als unbegründet. Durch dieses Urteil waren ber Malergeselle Träger und die Arbeiter Meißner unb Bartels wegen gemeinschaft­lichen Mordes zum Tobe verurteilt worden. Die Burschen hatten im vergangenen Jahre in Genthien und Umgebung eine große Anzahl von Raubüberfällen ausgeführt, deren Opfer in der Hauptsache alte, alleinstehende Frauen waren. Die jugendlichen Räuber drangen nachts in die abseits liegenden Wohnungen ein, knebelten die Frauen, durchwühlten alle Behälter und stahlen das Gelb und die Wertsachen. Bei einem dieser Beutezüge wurde die 71jährige Witwe M ä s e r ermordet.

I ® / /MW J

Truppführer Obertrupp

führet