Ausgabe 
19.5.1933 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

Aus der Provinzialhauptstadt

eine

Dr. G.

Haden?

statt.

Staatsrat Block

Ein sehr

wesentliches Moment bei der 'Bear-

Buntes Allerlei

arbeit vor

im

dieser Arbeit für . _ , . .

die draußen stehen im Schützengraben des Kampfes

Die (Erörterung einer Reibe von Einzelpunkten aus der Arbeit bildete den Abschluß der Vcrliand- lungen; vor allem wurde noch gesprochen über die Ausgestaltung des 24. Juni alsjeft der deutschen Schule".

Das Schlußwort sprach der Landessührer Staats­rat B l o ck ; er endete mit dem Gelöbnis- Wir wollen dem VDA. dienen an irgendeiner Stelle, ob amtlich oder nicht amtlich, weil wir deutsche Menichen sind, die an dieser ©teile ihre deutsche Pflicht zu tun

sind. Die Feinsten dieser Gefäße sind von der Dünne einer Eierschale und mit der Hand voll­endet geformt. Eins der interessantesten Motive ist dos des Ochsenkopfes, dos immer wiederkehrt und auch in Terrakotta geformt wurde. Ein schö­ner marmorner Anhänger in Gestalt eines Ochsen­kopfes zeigt die hohe Handwerksiunst dieser Epoche in kleinen Steinarbeiten. Verschiedene kleine Kult­figuren zeigen weibliche Gottheiten, die mit dem Typ der anotolischen Mutter-Gottheit zusammen- hängen. Sie sind in Terrakotta gearbeitet: Einzel­heiten der Kleidung in Schwarz und "Rot ausge­malt und mit den Armen vorn oder auf dem Rücken gekreuzt dargestellt. Die Köpfe sind pflock- artig und weisen aus die Abneigung der frühe­sten vorgeschichtlichen Bewohner Mesopotamiens hin, ihren Gottheiten Menschenkövfe zu geben. Unter dem Schmuck finden sich Knöpfe und Per­len aus verschiedenen Steinen, zahlreiche Amu­lette und Anhänger, in der Mehrzahl in Tropfen­form mit Stern- und Kreuz-Zeichen. Eine andere wichtige Entdeckung ist die eines Lagerraums für Weizen, in dem sich wohl die ältesten bisher in Mesopotamien gefundenen Weizenproben fanden. OieMederherstellungderpeierskuppel

Aach fünfjähriger Arbeit sind die 16 Pfeiler, die die Kuppel von 6t Peter in Aom tragen, wieder hergestellt worden. Wie erklärt wird, ist die Sta­bilität der gewaltigen Anlage seht größer als je zu- tor. Kad) den Schätzungen, die in römischen Blät­tern mitgeteilt werden, belief sich das Gewicht der neuen Steinblöcke, die an Stelle der schad­haften alten gesetzt tourten, auf mehr als 500 Tonnen. Ucter 100 Tonnen Zement wurden zur Verstärkung der Mauern verwendet, und ebenso sind dafür große Mengen von Bronze und Eisen benutzt worden. Die Gesamtkoften der Wieder­herstellung belaufen sich auf 1,5 Millionen Lire.

Staatsrat Block Landesführer von Hessen.

Sta-tsrat Block teilte sodann mit, daß er sich

über die innere Arbeit des Landesverbandes Wei­terhin wurde Bericht erstattet über die Vortrags tätigfeit, die Zeitschrift des LandesverbandesVolk und Heimat", die Gründung neuer Ortsgruppen und anderes mehr.

Schatzmeister Philipps erstattete den K a s s ede r i dj t Er schließt mit rund 65 600 Mark in Ein­nahmen und Ausgaben ab bei einem Vortrag von rund 15 300 Mark. Der Rechnungsprüfer Rau bc> anlragte Entlastung und Dank für den Schatzmeister. Leides wurde erteilt. Einen weiteren Punkt der Er­örterungen bildete

die Klagenfurter Pfingsttagong, die zu einer ge­waltigen Kundgebung der Verbundenheit oller

Deutschen ausgestaltcl wird.

Die diesjährige Hauptversammlung Landesverbandes des Vereins Deutschtum im Ausland fand

Zu Pfingsten findet in Elbing die große diesjährige Tagung desReichsbun- des der Kinderreichen" statt, dessen Vertreter erst kürzlich vom Reichskanzler Adolf Hitler und vom Reichssinanzmini- ster Schwerin - Krosigk empfangen tourten. Was will diese Bewegung?

Ein achtzackiger Stern als Abzeichen am Rock- ausschlag. Schaut man genau hin, dann liest man: RdK. Aus unfern Kinder Heil".

Was ist das für ein Zeichen?" fragt man sei­nen Träger.

Das heißt: Aeichsbund der Kinder­reiche n.

Man lächelt. Sicher ein geplagter Familien­vater, der acht, neun Knirpse zuhause hat und sich mit seinesgleichen zu einem Verein zusarnrnensand, wo man sich gegenseitig die Freuden und vor allem Sorgen des überreich mit Kindern gesegneten Mitbürgers berichtet...

Der Mann mit dem Abzeichen schüttelt den Kops. »Sie sind auf ter falschen Fährte, ünfer Bund ist kein Kuriositätenverein. Er ist eine kämpfe­rische Bewegung nicht so sehr für den Einzelnen als vielmehr für das Ganze. And der Begriff Kinderreichtum ist nicht die Kennzeichnung eines Ausnahmefalles: sondern eine notwendige Forderung für die Mehrzahl aller deutschen Fami­lien, wenn die Erhaltung unseresVol- kes gesichert sein soll."

Kinderreich ist, wer mindestens vier Aachkommen hat. Das ist keine willlürlich fest­gesetzte Zahl: denn die Destandsechaltung eines Volkes erfordert es nach genauen statistischen Be­rechnungen, daß eine Familie durchschnittlich mehr als drei Kinder zählt um die kinderlosen Volks­genossen aufzuwiegen. Hält ein Volk ammo­dernen" Zweikindersystem fest, so ist es nach 300 Jahren ausgestocben. Die Riesenstadt Berlin wäre, wenn hier die Eheleute durchschnittlich nur zwei Kinder aufwcisen und kein Zuzug vom Lande stattfinden würde, schon in 150 Jahren wieder das, was sie einst war: ein kleines Fischerdorf mit 2000 Einwohnern ...

DerAeichsbund der Kinderreichen", ter feit 14 Jahren besteht, stützt sich auf die Artikel 119 und 155 der Reichsverfassung oder vielmehr auf Versprechungen, die diesen Ar­tikeln innetoohnen und bisher nicht eingelöst wur­den.Die Reinerhaltung, Gesundung und soziale Förderung ter Familie ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden Kinderreiche Familien haben Anspruch auf ausgleichende Fürsorge ... Die Ver­teilung und Rützung des Bodens wird von Staats- Wegen in einer Weise überwacht, die Mißbrauch verhütet und dem Ziele zustrebt, jedem Deutschen eine gesunde Wohnung und allen deutschen Fa­milien, besonders den kinderreichen, eine ihren Bedürfnissen entsprechende Wohn- und Wirt­schaftsheimstätte zu sichern."

Roch immer warten wir auf die Verwirklichung dieser schönen Worte. Die Kinderreichen sind es, die in vorderster Front darum kämpfen: um den sittlichen und wirtschaftlichen Schutz der Fa­milie überhaupt, soweit er auf gesetzlicher Grundlage gewährt werden kann.

Hauptversammlung des Landesverbandes Hessen des BOA

teilung des Kinderreichtums für das gesamte so­ziale Leben ist die Tatsache, daß der Kinterman- gcl die Arbeitslosigkeit fördert. Das mag absurd erscheinen ater eine kleine Aeberlegung be­weist diese Behauptung. Kinder sind bis zu ihrem 15. oder 16. Jahr reine Verbraucher! Sie schaf­fen Arbeit, ohne das Heer ter Arbeitslosen zu er­höhen. Die Geschichte zeigt, daß ein wachsendes Volk selbst in Krisenzeiten weit weniger unter Arbeitsmangel zu leiten hat als ein überalterte^ Volk.

Dienst an der Familie ist also im wahrsten und besten Sinne Dienst am Volk. Hindenburg selbst hat diese Erkenntnis in die Worte gc-

sahtWer ter Familie lebt, der lebt dem Va- I tcrlante!"

des hessischen f ü r das in Frankfurt

zelnen Familie außerordentlich beengt Daneben aber ist eine egoistische Lebensaufsassung. beson­ders in der Nachkriegszeit, die Hauptschuldige. Die Ansprüche des einzelnen haben sich von der Familie ab- und dem bloßen felbstischcn Vergnü gen zr^ewendet. Man beanspruchte mehr per- sönlich^Unterhaltung, man strebte nach Luxus und Amüsement. Das heißt: der Rückgang dec Geburten in Deutschland ist hauptsächlich eine seelische Angelegenheit. Wären ausschließlich ma­terielle Motive maßgebend, so hätten die reichen Leute immer die meisten Kinder gehabt: in Wirk­lichkeit haben sie die wenigsten!

Was ein 7000jähngeS Dorf erzählt.

Ein Dorf, das bis in die Zeit um etwa 5000 vor Christi zurückgeht und zu den ältesten bisher in Mesopotamien gefundenen Siedlungen gehört, ist von ter englischen Expedition ausgegrabcn wor­den, die augenblicklich zu Tal Arpachiyah, einer vorgeschichtlichen Fundstätte im nördlichen Irak, etwa sechs Kilometer östlich von Ainive, arbeitet. Wie einer ter Leiter ter Grabungen in ter Times" berichtet, fand man hier die Heberrefte bescheidener Wohnungen aus Schlammziegeln mit kleinen Räumen, die eng um einen Mittelhof zu- fammenlagcn, ganz ähnlich wie noch heute die Dörfer in der Nachbarschaft. Die Datierung ins fünfte vorchristliche Jahrtausend erfolgte durch die zahlreich gefundenen Tongefäße, die in ihrer Art von Ar Al ilbaib in Süd-Mesopotamien ?leichen. Die Siedler gehörten zu einem jener rühen Völker, die etwa ans Ente der jüngeren Steinzeit zu setzen sind, und Beziehungen beste­hen mit Syrien im Westen, mit Anatolien und dem Horben, mit Süd-Mesopotamien und dem Osten durch Persien mit Belutschistan. Zwei Hauptperioden ter Besiedlung wurden festgestellt. Die älteste zeigt eine Deisetzungssorm, die mit der in Süd-Mesopotamien gefundenen üterein- ftimmt. Die Knochen wurden gesammelt und sorg­fältig zusammengesetzt, aber die kleineren Kno­chen, wie Rippen und Wirbel, fehlen oft Man vermutet, daß die Leichen vor der Bestattung wilden Tieren als Deute hingeworfen wurden. In der späteren Periode tritt eine bemalte Keramik ton großer Vollendung und Schönheit auf. die den Vergleich mit den besten Stücken des klassischen Griechenlands aushält. Die Tongefähe sind mit leuchtend roter und schwarzer Malerei geschmückt, zeigen verschiedene geometrische Ornamente, die zum großen Teil auf dem Flechtmotio aufgebaut

um das Volkstum.

wir sind verpflichtet, den VDA. zur Zentrale des Kampfes für das befehdete Deutschtum in aller Welt zu machen.

In diesem Sinne ist, um ein Wort Adolf Hit­lers zu gebrauchen, die Arbeit des VDA. eine ewige" Arbeit. Zn diesem Sinne beginnen wir ein­mütig und entschlossen mit dem Rufe: Unser greiser Reichspräsident vonHindenburg, unser großer Dolkskanzler Adolf Hitler, das deutsche Vater­land, Volk-Heil!"

Oie Neuordnung im BOA

Danach berichtete Staatsrat Block über die Sitzung des Gesamtvorstandes in Berlin. Unter ein­stimmiger Zustimmung des Hauptoorstandes wurde Reichsminister a. D. lr)r. Geßler gebeten, die Lei­tung des VDA. bis nach der Äuffteiner Tagung zu behalten; gleichzeitig wurde Dr. Hans Stei­nacher zum Reichsführer erannt, der bis Ende dieses Jahres die Neuorganisation des VDA. vornehmen wird. Der neue Reichsführer steht feit Jahren im Kampfe für das Deutschtum. Er war der Organisator des Freiheitskampfes der Kärtner, der Abstimmung und des Kampfes in Oberschlesien: er war Vertrauensmann und Führer im Rhein- und Ruhrkampf und bei den Separatistenkämpfen. Dr.

Aus unseren Kindern Heil!"

Oas kommende Gesetz zum Schutz der Familie.

Don Michael Bauer.

Anschluß an diese Sosvrtanordnungen des Reichsfüh­rers als Landesführer von Hessen be­trachte. Er bestätigte auf Grund dieser Bestimmung die Gruppenführer aller Art und die den weiteren Vorstand bildenden Mitglieder unter dem Vorbehalt der Nachprüfung. Der seitherige geschäftsführende Vorstand des Landesverbandes wurde, soweit seine Mitglieder nicht zurückgetreten sind, ebenfalls be­stätigt und durch folgende Neuberufungen ergänzt: Frau Oberstudiendirektor Dr. Maser, Studien- assessor Dr. Erckmann, Studienrat Dr. Heidt, Dr. Neumann und Studienreferendar I rie­be r t, dazu ein noch zu bestimmender Vertreter der Jungarbeiter. Die endgültige Berufung wird erst nach der Klagenfurter Tagung, wenn der Landes­führer endgültig ernannt fein wird, erfolgen.

Im zweiten Teil der Sitzung erstattete der seit­herige geschäftsführende Vorsitzende Dr. Dieme» zunächst den Jahresbericht:

Der Landesverband Hessen umfaßt in 40 Orts-, 8 Jugend- und 12 Schulgruppen 5000 Er­wachsene, 250 Ingendgruppen- und 7000 Schul- gruppenmitglieder.

Der Redner berichtete dann über die Lage in den Betreuungsgebieten des Landesverbandes, ferner

Unsere Großeltern hätten gelacht, wenn sie ge­hört hätten, daß ihre Enkel eine Familie mit vier Kindern schon als kinderreich bezeichnen. Wir sind heute bescheiden geworden. Wir mußten es werten, tenn die Zeitverhältnisse haben die wirtschaftliche Spannweite der ein»

Muttertag-Feier der Haus- srauen-Beratung. Man berichtet uns: Am Sonntag hatte die Hausfrauen-Beratung Gießen zu einer Feier des Muttertags in den Saal ter Liebigshöhe cingelaten. In ihrer Begrüßungs­ansprache gedachte Frau Kalbfleisch beson­ders ter Mütter des Weltkriegs und hob hervor, daß wir auch der Frauen gedenken wollen, die ihre Mütterlichkeit im Berus, Volk und Staat zur Verfügung stellen. Dann brachten die Kinder ihre Gate den Müttern in Gestalt von Ausführungen dar. Ganz besonderen Beifall sand der .Hühner­reigen": es war eine Lust, zu sehen, mit welcher Freute die Kleinen sich ihrer Ausgabe entledig­ten. Arn Zustandekommen ter gelungenen Aus­führungen hatten sich nifle Mitglieder beteiligt, und sie legten dadurch Zeugnis ab von der freu­digen Arbeitsgemeinschaft der Hausfrauen-Bera­tung. Sämtliche Kostüme waren selbst genäht. Zum größten Teil waren dazu alte Wäschestücke verwandt worden, die unter der künstlerischen Hand von Frau Weidenbach teils durch Ein- färben, teils durch Bemalen zu den reizendsten Sternenkleitern und Tierkostümen wurden. Das Einüben sämtlicher Stücke hatte Frau Kinkel übernommen. Am Klavier waltete unermüdlich Frau A p i tz ihres Amtes. Frau L u h und Frau Borne standen Frau Kinkel treu zur Seite. Eingerahmt waren die Aufführungen durch vor­treffliche Darbietungen des Schüler-Orchesters ter Studienanstalt unter Leitung des Herrn Musik­lehrers Olcbcli ng. Alle Mühe tourte reichlich belohnt durch den stürmischen Beifall der Besucher.

kleine Unstimmigkeiten zu begraben. Wir wollen uns stark machen für die Ausgabe, die in erhöhtem Maße uns in Zukunft zufällt: Es ist die Ausgabe, jedem Deutschen die Arbeit des VDA. und der Volkstums- Augen zu stellen. Niemand darf sich t für die Besten unseres Volkes entziehen.

Die .Kinderreichen" haben ein sehr konkre­tes und praktisches Programm ausge­stellt. Sie haben es dem Reichskanzler und dein Reichsfinanzminister vorgetragen und werten es auf ihrer großen Pfingsttagung vor aller Ocffent- lichleit verkünden.

Was sie fordern, ist vor allem einGesek zum Schutz der Familie". Es soll zunächst den rein sittlichen Schutz der Familie bringen. Der Beruf ter Hausfrau und Mutter soll wieder zu Ehren kommen. Alles, was die Familienbande lockern könnte, muß vermieten werden.

Das wichtigste aber sind wirtschaftliche, gesetz­liche Maßnahmen, die dringend erforderlich ge­worden sind. Die bisherige Legislatur ist eine Errungenschaft ter durch die französische Revo­lution eingeleiteten literalistischen Zeit auf das Individuum abgestellt. Auf allen Gebieten zeigte sich der Staat ausgesprochen familienfeindlich: bei ter Berechnung der Steuerfreiheit, der Renten, Krankenzuschüsse, Sozialunterstützungen, Schul- f;elter, bei der Siedlung und Wohnungstefchaf- ung überall findet die Familie nicht die nö­tige Förderung und Berücksichtigung. Die Ge­setzgebung muß von der individuellen Grundlage losgelöst und auf die familiäre Basis gestellt werden. Kintererziehung ist eine ft a a t d bür­ge r U cb e Mehrleistung, die ausgeglichen werden muß: Familienväter sollen im Wirt schaftskamps nicht behindert, sondern bevorzugt werden. Richt nur der Beamte, auch der Arbei­ter, der Gewerbetreibende, der Bauer, der An­gehörige freier Berufe, muß in irgendeiner Form Kinderzulage" erhalten. EineEltern- schaftsverficherung", die alle Bevölkerungskreise umfaßt, muß eingerichtet werten: die Mittel da­für müssen von den Ledigen und Kinderlosen auf­gebracht werten und zwar auf dem Wege des Ausbaus der bisherigen Sozialversicherung. Schul- geldermäßigungen, Fahrtvergünstigungen, Woh­nungszuschüsse würden wesentlich tutKin­derfreudigkeit" des ganzen Volkes bei­tragen.

sott; Frau Auguste Prasch-Drevenberg. Ehrenmitglied deS Meininger Lantestheaters, als Gast. 31. Vorstellung im Freitag-Abonnement. Ge­wöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bis 22 ilbr. Die letzte Vorstellung im DienStag-Abonnement bringt am Dienstag. 23. Mai, d.e Erstaufführung des SchauspielsSchwlageter ", von HannS Johst unter ter Spielleitung von Intendant Dr. Rolf P rasch.

Taten für greitag, 19 Mai.

1607: Gründung ter Universität Gießen. 1732: der preußische Staatsmann Johann Lhri- stoph v. Wöllner in Döberitz bei Spandau ge­boren. 1762: der Philosoph Johann Gottlieb Fichte in Rammenau geboren.

Steinacher hat folgende Anordnungen ge­troffen:

1. Die alleinige Anordnungsgewalt im VDA. geht hiermit auf mich über.

2. Ich werde die entsprechenden Maßnahmen der Neuordnuna in persönlicher und sachlicher Be­ziehung treffen. _

3. Alle bestehenden VDA.-Stellen und VDA.-Or­gane bedürfen meiner Bestätigung.

4. Ich werde eine neue Sotzungssorm des Ver­bandes anordnen, die den Zeitnotwendigkciten und einer neuen, vertieften Zielsetzung unseres Verbandes entspricht.

Für die z u k ü n s t i g e S a tz u n g hat der Reichs­führer folgende, dem Führergedanken des neuen Staates entsprechende Grundlinien festgelegt:

1. Der Reichsführer als Träger der Bundesgewalt beruft einen großen und kleinen Reichsführerrat.

2. Die Landesfuhrcr werden in Fühlung mit den Landesverbänden vom Reichsführer berufen. Sie sind Mitglieder des großen Führerrates.

3. Der Landessührer macht Vorschläge für die Zu­sammensetzung eines Landessührerrates, beruft die Gruppenführer und erteilt die für seinen Be­reich geltenden Anordnungen.

4. Die Lanüesoerbandsgeschäftsführer werden vom Reichsführer in Fühlung mit dem Landesführer ernannt und sind dem Reichsführer verantwort­lich.

Ferner wurden folgende Sofort-Anord- n u n g e n vom Reichsfuhrer getroffen:

1. Die derzeitigen Vorsitzenden der Landesverbände und der selbständigen Gruppen werden hiermit unbeschadet der sormalrechllichen Lage in ihren Stellungen als Landesführer des VDA. bezw. als Führer (Führerinnen) selbständiger Grup­pen bestätigt. Entsprechende gleiche Maßnahmen treffen die Landesführer innerhalb der Landes­verbände gegenüber den Gauen und Gruppen.

2. Der Reichsfuhrer wird im allgemeinen erst nach der Klagenfurter Pfingsttagung die endgüllige Berufung vornehmen. Die Landessührer sind berechtigt, in dringenden Fällen sofort Neube­rufungen vorzunehmen.

3. Der § 4 der bisherigen Satzungen betreffend die Mitgliedschaft ist so auszulegen, daß nur deutsch st ämmige und nationaPge- sinnte Personen Mitglieder des VDA. sein können.

4. Jede Gruppe hat mit größter Beschleunigung eine Werbeoeranstaltung für den Besuch der Klagenfurter Pfingsttagung zu veranlassen.

als Landesführer begrüßte die Erschienenen und führte etwa folgendes aus:Wir treten zusammen in einer Zeitwende. Eine gewaltige Umschichtung, die der Welt ein anderes Gesicht geben wird, ist in sichtbare Erscheinung getreten. Der 30. Januar, der Tag von Potsdam, Der Maientag des deutschen Vol­kes haben diesen Ausbruch auch äußerlich sinnsällig gemacht. Ein neues Deutsches Reich ist erstanden.

wir sind eingetreten in das Dritte Reich, in das Reich der Volksgemeinschaft, das wir aus- gestalten wollen zum Reich des geistigen Groh- deutschland, das alle Deutschen umfassen soll, wo immer in der weit sie stehen und die deutsche

Art, Sprache und Sitte bewahren.

Wir verdanken cs dem großen Dolkskanzler, daß es sich in so gewaltigem Ausmaße durchsetzen konnte, unter rascher Ausmerzung des Giftes, das sich ge- sammelt hatte. Das ganze Volk steht hinter dem Fuh- rer, auch die noch Zweifelnden reihen sich in die nationale Front. Mit Begeisterung begrüßt der VDA. diese Einigung des deutschen Volkes. Was sich jetzt formt und Wirklichkeit wird, war Sehnsucht und tragende Idee aller derer, die mit Herz und Hand in der DDA.-Arbeit gestanden haben. Der VDA. war immer Träger Der Volksidee. Einer Gleichschaltuna unseres Gedankengutes bedarf es nicht. Der VDA. bringt als Mitgift in das Dritte Reich feine Gesinnung, Erfahrung, Kenntnis und Erkenntnis in der Volkstumsarbeit. Das ist offenes Bekenntnis aller, die sich schon seither zu uns bekannt haben.

Ls ist ter unverrückbare Wille des Kanzlers: Der VDA. soll, wie seither, Volkstumspolitik, nicht Staatspolitik treiben. Lr soll unpolitifch und überparteiisch, unabhängig von Regierung und Partei bleiben.

Adolf H i t l c r hat allen in der DDA.-Arbeit Tätigen als seitheriger Mitstreiter seinen Gruß und Dank ausgesprochen. Lassen Sie uns eintreten in die Ar­beit mit dem feften Entschluß, persönliche Dinge,

Dr Simon berichtete über die Einzelheiten bef Fahrt, cs ist mit etwa 200 Teilnehmern aus Hessen zu rechnen. Dr Klcnk, Mainz, lud für 1934 zur Pfingsttagung nach Mainz ein, Diefc Tagung soll Kundgebung fürdiedcutscheSaor werden.

Mütierdienstwerl der Evangelischen Kirche.

EPH. Der evangelische Mütterdienst hat bereits vor Jahren aus dem Müttertag einen Opfertag gemacht. Auch in diesem Jahre ist dem Mütter- dienstwert Die Sammlung-erlaubnis erteilt. Dem­zufolge führt die Reichssrauenhilse (in Hessen Ver­band Lvang -Kirchl. Frauenvereine) am 2 0. und 2 1. Mai eine Strahensammlungfürdie Zwecke der Müttererholungsfürsorge durch Mit der Reichsführung ter RS.-Frauenschaften und dem Bund Deutscher Mädchen (Fräulein Lydia G o t s ch e w s k i, München) ist vereinbart wor­den, daß das von der RS.-Frauenschaft in diesem Jahre zum erstenmal am Müttertag gesammejte Geld in erster Linie mit für die Verschickung natio­nalsozialistischer Mütter in Heime des Evange­lischen MütterdienstwerkeS Verwendung finden folL Für Hessen ist dieS daS Heim des Verbandes Evang.-Kirchl. Frauenvereine in Rieder-Ramstadt bei Darmstadt.

In Gießen werden die Sammlungen am Samstag und Sonntag von den evangelisch-kirch­lichen Frauenvereinen durchgeführt. Die Samm­lerinnen sind mit einem polizeilichen Ausweis ver­sehen.

Flaggenehrung für Schlageter.

WTB. Zur Ehrung von Leo Schlageter setzen am Freitag, 2 6. Mai, aus Anlaß der zehnjährigen Wiederkehr des Tages, an dem dieser deutsche Held sein Leben für die Befreiung der Rheinlande geopfert hat, die Behörden des Reichs, der Länder und Gemeinden die Flaggen auf V o l l m a ft.

Die Reichsregierung ruft das deutsche Volk aus, sich Dem Borgehen der Behörden anju- schließen.

Bornotizen.

Tageskalender für Freitag. Oberhessischer Kunstverein: Turmhaus am Drand- ptatz, 15 biß 17 Uhr, Ausstellung. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Die Tochter des Regiments". Astoria-Lichtspiele:Ich geh' aus und du bleibst da" undSirenen um Mitternacht".

Aus dem S t a d 11 h e a t e r b u r e a u wird uns geschrieben: Heute, 20 llljr, zum letztenmal das LustspielDie deutschen Kleinstädter" von Kotzebue. Spielleitung Oberspielleiter Peler Fas-