Ausgabe 
19.5.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

S.Jj.-'fport

Ber-

Deutschlands Hoffnungen auf einen Tennissieg

im

Wirtschaft

Deoifenmartl Berlin Frankfurt a. M.

69,4

69,25

0

0

15

15,1

1,15

0

6,45

6,4

' ci 10

82

85

69

82,75

82,75

84,25

86

83,5

84

82

85

90,1

83

76,75

12,8

79

83,5

84,5

81,25

85

90,5

84

76,4

12,7

78,75

85

91

83

75,5

11,8

78,75

7 (i

6,296 45,55

12,71

3,053 169,57

72,37 63,51

73,17 14,265

0,857 3,674

58,66 21,94

16,59 81,43

36,04 82,43 0,871 0,241

5,205 12,98

3lfe Bergbau Genüsse

filörfneriorrfe .......

ManneSvimin-Röhren

sondere Fachgruppen für Gelände-, Wehrsport und Segelfliegen eingerichtet worden. Ende Mai tritt Mitgliedersperre ein, bis dahin sind Auf­nahmegesuche zu richten an den Reichsverband Deutscher Turn-, Sport- und Gymnastiklehrer GB., in der Rcichsfachschaft für körperliche Erziehung

Für die Deutschen Einzel-Meister- schäften im Fechten, die am Monatsende in Elberfeld durchgeführt werden, wurden 157 Mel­dungen abgegeben. Sie verteilen sich gleichmäßig auf den Deutschen Fechter-Bund und auf die Deutsche-- Turnerschaft.

Hoesch ElsenKöln-Neuessen.. 0

Ilse Bergbau ............... 7

4% Oeslerreichische Soldrente...

4,z0% Oeslerreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrentc v. 1910 4¥i% deSgl. von 1913 6% abgeü. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleche von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 1....................

A.G. sür Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft.... Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Diseonto-

Gesellschaft

Dresdner Bank Reichsbank .................

8

6,45 1

6,35 '

Buderus

Deutsche Erdöl

Gelsenkirchener

Harpcner

Am Kälbermarkt machte sich nach den lehtwöchigen Abschwächungen wieder eine Er­holung geltend, das Geschäft blieb allerdings klein. Der Markt wurde bei um etwa 2 bis 3 Mk. anziehenden Preisen ausverkauft. Nord- deutsche Mastkälber, die nur wenig vorhanden waren, erzielten Preise über Notiz. Kälber b) 40 bis 43, c) 35 bis 39, d) 27 bis 34. Der Auftrieb stellte sich aufltO3 gegen 1785 Stück.

Das Geschäft am S ch a f m a r k t hat nach wie vor kaum Bedeutung. Selbst für die zur Zeit nur geringen Auftriebe (in dieser Woche betrug er 90 g»gen 74 Stück) macht sich am Frankfurter Platz nur wenig Nachfrage bemerkbar. Die Preise blieben gegen die Borwoche unverändert. Scha e al) 25 bis 28, b) 20 bis 24.

Die Verringerung der Beschickung kam be­sonders dem Schweinemarkt zugute, an dem durchweg Preiscrholungcn um 5 Mk. eintraten. Der Handel war mittelmäßig bis lebhaft, so daß der Zutrieb von 4359 (gegen 5032) Stück geräumt werden konnte. Die Nachfrage erstreckte sich hauptsächlich auf vollfleischige Schweine von 20) bis 240 Pfund Lebendgewicht, während fette Ware nach wie vor vernachlässigt ist. Schweine b) 38 bis 40, c) 38 bis 41, d) 37 bis 40.

83,5

14,5

8,1

6,45

6,4

des Nationasozialistischen Lehrerbundes, lin W 9, Schellingstraße 6.

Deutschland 2:0 in Führung

im Davispokalkampf gegen Holland.

85 90,65 82,5

75,4 11,65

78,75

68,5

82

85,5

69,65

83,5

83,5

84,75

85,5

83,5

84

85,3

Heising sors.

Wien......

Prag

Budapest ...

Sofia ....

Holland ....

Oslo Kopenhagen. Stockholm..

London .....

Buenos Aires Neuyork.... Brüssel-----

Italien

Paris Schweiz ... Spanien.... Danzig .... Japan......

Rio de Jan. Jugoslawien

Lissabon....

4,65

6,45

6,4

Sl.E.G.....................

E'ektr. Licserungsgesellschaft"!

Licht und Kraft .............

Jetten & Guilleaume

Gesellschaft für Elektrische Unter­nehmungen ...............

Rheinische Elektrizität ....... ^

Schultert L Co..............

Siemens & Halüke ........'

Lahmeyer L Co

Berliner Davispokalkampf gegen Holland sind am Freitag nach Beendigung der beiden ersten Einzel­spiele gewaltig im Siurs gestiegen. Der Rheinländer Kuhlmann fertigte zunächst seinen Gegner Leembruggen überraschend leicht 6:3, 6:3, 6:1 ab, und der Berliner Spitzenspieler Gottfried von Eramm bezwang wenn auch nach hartem Kampf HollandsCrack" Timmer nach einer Schwächeperiode im dritten Satz 6:2, 6:2, 1:6, 6:4.

VfB. Gießen.

Aufstieg-Rückspiel VfB. I Germania Fulda I

Auf dem Waldsportplatz treten die Grünwe.ßen zum Aufstieg-Rückspiel gegen die bekannte Liga­mannschaft von Germania Fulda an. Das Vorspiel in Fulda verlor der VfB. mit 0:4 Toren, ein Re­sultat, das in anbetracht der durch Ersatz beträchtlich geschwächten Kampfkraft immer noch ehrenvoll war. Die Fuldaer Germanen sind als Kampfmannschift bekannt. Auch auf eigenem Platz wird der VfB. sich sehr anstrengen müssen, um bestehen zu können. Die Stärke der sonntäglichen Gäste ist der Sturm, dessen treibende Kräfte die Flügel sind. Germania konnte am vergangenen Sonntag in Fulda im Aufstiegspiel gegen Sport Kassel 1:1 spielen. Die VfBer werden das Spiel in stärkster Aufstellung bestreiten. In ihren Reihen wirken einige neue Kräfte mit, die bereits in unteren Mannschaften ausprobiert wur­den und sich bewährten. Es dürfte jedenfalls zu einem spannenden und technisch hervorragenden Kampf kommen.

Die 2. Mannschaft tritt in Wieseck gegen die dortige 1 Mannschaft an. Auch hier dürfte sich ein inter­essanter Kampf entwickeln, denn beide Mannschaften verfügen über gute Kräfte. Dem Gastgeber wird u. a. der Vorteil des eigenen Platzes zugute kommen.

Die 3. Mannschaft weilt in Leihgestern, um gegen

Konsum aber von Neuabschlüssen etwas zurück­gehalten. Cs notierten in Mark je 100 Kilogramm: Weizenmehl, südd.» Spez. 0 mit Austauschweizen 30,90 bis 32, dito niederrhein., Spez. 0 mit Aus­tauschweizen 30,90 bis 32; Noggenmchl, 60prozen- tige Ausmahlung 23,75 bis 25,25.

Der Futtermittelmarkt verkehrte für Kleie infolge des geringen Anfalls in befestigter Tendenz, dagegen blieben schwere ölhaltige Ar­tikel vernachlässigt und gaben z. T. im Preise um 0,25 Mark nach. Man verwies dabei auf die Grün­futterernte, die sich in Süddeutschland gut ent­wickelt haben soll. Weizen- und Noggenkleie zogen um je 0,25 Mark auf 7,75 bis 7,80 bzw. 8,70 bis 8,75 Mark per 100 Kilo an, wogegen Sojaschrot mit 10 bis 10,50 und Treber mit 11,50 bis 11,75 um je 0,25 Mark nachließen. Palmkuchen und Erd­nußkuchen blieben zu 9,50 bis 9,75 bzw. 11,55 bis 11,85 Mark per 100 Kilo behauptet.

Das Kartoffelgeschäft gestaltete sich wei­terhin ruhig. Industriekartoffeln hiesiger Gegend für Speisezwecke notierten mit 1,45 bis 1,50 Mk. per 50 Kilo bei Waggonbezug unverändert.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebmarkt. Die verringerte Beschickung des Frankfurter Schlachtviehmarktes bewirkte in der abgelaufenen Woche allgemein ein leichtes Anziehen der Preise, das Geschäft erfuhr aber keine Belebung.

Am Rindermarkt standen 1338 (gegen 1558) Tiere zum Berkaus. Nach ruhigem Handel wurde der Markt ausverkauft. Größeres In­teresse zeigte sich für vollfleischige, ausgemästete Ochsen und Färsen, jedoch fanden auch magere Tiere ganz guten Absatz. Die Preise für Ochsen und Färsen erhöhten sich um 1 bis 2 Mk. für Bullen und Kühe um je 1 Mk. und notierten wie folgt: Ochsen al) 29 bis 32, a2) 25 bis 28 bl) 20 bis 24; Bullen a) 27 bis 30, b) 22 bis 26' Kühe a) 25 bis 27, b) 21 bis 24, c) 17 bis 20 d) 12 bis 16; Färsen a) 30 bis 33, b) 27 bis 29* c) 22 bis 26.

6% Deutsche iKeidjc-anieihe o. 1921 6% efjem.7% Dt. ReichSani. v. 1929 6Vi% Doung-Anleilse von 1930 .

Deutsche Ant.-Ablos.-Schuld mii AuSIos.-Rechten ............

Dergi. ohne AuSlos.-Rcchte 6% ehern. 8% Hess. Volksstaat 1929 lrückzahlb. 102%)...........

vberhessen Provinz-Anleihe ml AuSloj.-Rechten ............

6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12

6y*% Hess. Landes Hypotheken­bank Darmstadt Liqui

Deutsche Komm. Eammelab l.An leihe Scriel mit Auslos.-Rechten

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Ban!

Goldvse. 16 unkündbar bis 1936 6%% ehem. 4/% Franks. Hyp.

Bank-Llqu.-Pfandbriefe .....

5%% ehem. .p/z% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-GoldPse. ...

6% ehem. 8% Pr. Landerpfand

brtefanslalt, Pfandbriefe R. 19

6% ehem. 7% Pr. LmidcSpfand briesanstalt. Pfandbriefe R. 1<

Verrechnungskurs ...

Hamburg-Anierika-Pakei <

Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Hansa Dampfschiff........... o

Norddeutscher Lloyd o 0

Keine Deutsche Handballmeistepfchast 1933!

Die Deutsche Turnerschaft teilt mit: r "?/ Plüsche Sportbehörde für Leichtathletik spricht wiederholt in Schriftsätzen zu ihren Hand­ballspielen davon, daß sie 1933 innerhalb ihres Ver- bandes dieDeutsche Handballmeisterschaft" aus­tragt. Das ist eine Irreführung, denn zu der Be- zcichnungDeutsche Händballmeisterschaft" ist die t berechtigt und zwar auf Grund der Arbeitsgemeinschaft DT., DSB., DFB., wonach die »Deutsche Meisterschaft" nur gemeinsam BSB. und der DT. ausgetragen wird. Da 1933 die DT. wegen ihrer Spielreihen zum Deut­schen Turnfest keine Endmannschasten ihres Ver- bandes im Juni zur Deutschen Meisterschaft bereit; fteUen kann und ein Spieltag nach dem Deutschen Turnfest, im August etwa, der DSB. nicht genehm war so beschloß der Verwaltungsausschuß der AG. am 9.10.1932, im Jahre 1933 feine Deutsche Mei­sterschaft im Handball zum Austrag zu bringen. Trotzdem wendet die DSB. die irreführende Be­zeichnungDeutsche Meisterschaft" an, die sie mit wenigen Spitzenmannschaften bestreitet, wobei sie weiß, daß 15 600 DT.-Mannschaften an den Spiel- reifyen der DT. beteiligt sind, deren Krönung als Turnfest spiele in Stuttgart weit eher die BezeichnungDeutsche Meisterschaft" verdienten, die sich die DT. aber aus Vertragsgründen nicht an­maßt."

Handball-Vorschlußrunde der DGB.

Endspiel der Frauen.

Die Handballmeisterschaft der Deut- schen Sportbehörde für Leichtathle­tik bringt am Sonntag bereits die Vorent­scheidung bei den Männern und das Endspiel bei den Frauen. In den beiden Männerspielen sind Altmeister Polizei-SV. Berlin und Polizei Burg hohe Favoriten. In Mannheim steht der letzte Zivilist", der SV. W a l d h o f vor eine nur schwer 3u lösende Aufgabe. Die Berliner Polizisten sollten auch in diesem Jahi» in Süddeutschland wie­der erfolgreich sein und sich für das Endspiel quali­fizieren. Ihre größere Spielerfahrung und kampf­erprobte Mannschaft sollten den Ausschlag geben. Das zweite Spiel bringt in Magdeburg die Poli - 3e i Burg und den zweiten Berliner Vertreter, 1. Span dauer PHC., zusammen. Rach den großen Erfolgen in der Vor- und Zwischenrunde rnuß man den Burgern auch in diesem Treffen die größeren Chancen einräumen.

Im Endspiel am 11. Juni sind also mit größter Wahrscheinlichkeit zwei Polizeimannschaften zu er­warten und von diesen sollte es bem Polizei-SV. Berlin gelingen, nach kurzer Unterbrechung wieder DSB.-Meister zu werden.

Im Frauenspiel treffen in Magdeburg wieder die beiden Gegner des Vorjahres, SC. Charlot­te n b u r g und Eintracht Frankfurt zu­sammen. Die Berliner Meisterelf gewann das letzte Entscheidungsspiel gegen Frankfurt mit 4:1, und auch in diesem Jahre haben die SCCerinnen die größeren Aussichten.

Gleichschaltung

der Turn- und Sportlehrer.

Sämtliche im freien Beruf tätigen Turn-, Sport- und Gyrnnastiklehrer sind nunmehr imReich s- verband Deutscher Turn-, Sport- und Gyrnnastiklehrer EB." in der Reichsfachschaft für körperliche Erziehung des Na­tionalsozialistischen Lehrerbundes zusammenge­schlossen. Hierzu gehören neben den Vereins- und Verbandssportlehrern die Inhaber von Sport- und Gymnastikschulen, auch die Sportlehrer auf öffentlichen Anlagen und die Studenten der Deut­schen Hochschule für Leibesübungen.

Der seit vielen Iahren gehegte Wunsch, die vie­len kleinen Fachverbände und Berufsvertretun­gen verschwinden zu lassen, ist damit endlich ver­wirklicht worden. Entweder haben sich die Ver­eine und Verbände bereits aufgelöst, oder befin­den sich in der Auflösung. Bisher muhte jeder Sportlehrer mehrfach organisiert sein, um seine Interessen allseitig vertreten zu sehen. Behör­den und Groh-Verbände brauchen in Zukunft nur noch mit einer Organisation zu verhandeln, die auch dem Publikum die Gewähr dafür gibt, dah nur geprüfte und anerkannte Lehrkräfte vermit­telt werden. Mit den Staatsbehörden werden Verhandlungen eingeleitet mit dem Ziele, dah in kürzester Zeit die unkontrqllierbare Lehrerschaft verschwunden ist.

Neben den Sportarten Leichtathletik, Fuhball, Hockey, Tennis, Golf, Fechten, Schwimmen, Hand­ball, Turnen, Ringen, Eislauf, Skilauf, Iiu-Iitsu, Boxen, Rudern, Gymnastik aller Schulen sind be­

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Die Grundtendenz der Frankfurter Getreide­börse blieb während der ganzen Woche gut stetig und zeigte verschiedentlich Ansätze zu einer leich­ten Befestigung; insbesondere trifft dies für den Futtergetreidemarkt zu.

Der Weizen markt blieb ziemlich vernachläs­sigt, zumal die Mühlen noch einige Vorräte haben sollen. Von der wesentlich stiller gewordenen Hüh- nerweizen-Nachfrage konnte der Markt ebenfalls keine Anregung empfangen. Dennoch blieb die Notierung sür Weizen mit 215 Mark per Tonne unverändert.

Auch das Roggengeschäft zeigte keine nennenswerte Belebung, wobei ebenfalls die noch merklichen Vorräte von Einfluh waren. Bei klei­nen Umsätzen, die nur zur Deckung des laufenden Bedarfs getätigt wurden, blieb der Preis mit 172,50 bis 174 Mark per Tonne jedoch behauptet

Das Braugerstegeschäft ist erledigt, denn zum Mälzen ist die Witterung bereits wenig geeignet und die Brauereien zeigen auch nur noch entsprechend geringes Interesse. Sie verlangen zwar Spitzenqualitäten, die aber nicht mehr vor­handen sind.

Nach längerer Stagnation ist das Interesse für F u t t e r g e r st e erstarkt, die nur noch in Rest­beständen zum Verkauf verfügbar ist.

Durch feste Haltung fiel in dieser Woche wieder­um der H a f e r m a r k t auf, an dem die fast völ­lige Sperre der Getreideeinfuhr in Verbindung mit der besseren Nachfrage eine Preissteigerung um 2,50 Mark hervorrief, so dah sich der Preis auf 148.50 bis 152,50 Mark per Tonne stellt. ,.. A e ö l m a r k t wurden die Forderungen sur Weizenmehl seitens der süddeutschen Mühlen in dieser Woche zweimal um je 25 Pfennig für Öen Doppelzentner erhöht, auch Noggenmchl stellte sich um eine halbe Mark höher. Das Geschäft war m den letzten Tagen der Vorwoche, sowie in den ergen Tagen des laufenden Berichtsabschnitts recht gut, nach der Erhöhung der Preise wurde der

Stahlhelm-Gründung in Lich.

= Lich, 18. Mai. Dieser Tage wurde in Steins Saalbau die Gründungsfeier der hiefi- gen Ortsgruppe des Stahlhelm festlich begangen. Vorher fand ein Aufmarsch von Teilen der benachbarten Ortsgruppen statt. Unter Vorantritt öer Stahlhelmkapelle und des Spielmannszuges der Ortsgruppe Gießen marschierte der Zug von der Turnhalle durch die Straßen der Stadt nach dem im reichen Fahnenschmuck prangenden Festsaal. Nach Eröffnung der Feier durch den Kreisführer Dr. Schneider- Lich und dem Einmarsch der Fahnen, nahm Gauführer Dr. Dehner- Gießen die feier« ljche Verpflichtung der neu eingetretenen Mitglieder Der Ortsgruppe Lich vor. Im Verlaufe des Abends hielt Kreisleiter Dr. Schneider eine mit großem Beifall aufgenommene Ansprache und brachte ein dreifaches Front-Heil auf Reichspräsident, Reichs- kanzler, Volk und Vaterland aus, das begeisterten Widerhall im vollbesetzten Saal fand. Dazwischen wartete die Kapelle mit ihren schneidigen Märschen, Vaterlands- und Volksliedern auf, erntete brausen- den Beifall und mußte sich zu mehreren Zugaben ent- schließen. Der Geist der Kameradschaft und des Frontsoldatentums hielt die Teilnehmer bis nach Mitternacht zusammen. Die Leitung der Ortsgruppe wurde dem Kreisführer Kamerad G i e s e l e r über­tragen. Die Ortsgruppe umfaßt bereits 20 Mit­glieder.

* Ford-Motor-Companh, Köln. Auf der GD. machte die Verwaltung nähere Aus­führungen über den Derlustabschluß von 6 Mill. Mark. Aus dem reinen Derkaufsgeschäft sei ein Verlust von 3 Mill. Mark entstanden. Rund 1 Mill. Maik Verlust erkläre sich daraus, daß seitens der Zollbehörden eine nachträgliche For­derung gestellt wurde, die der Sicherheit halber in die Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen wurde. Es bestehe Aussicht, daß ein erheblicher Teil dieser Summe zurückbezahlt werde. Ab­schreibungen auf Anlagen wurden schließlich in Höhe von 2 Mill. Mark vorgenommen, so daß die Gesamtziffer von 6 Mill. Mark Verlust zu­stande komme. Das Geschäft, das im Ianuar und Februar 1933 gegenüber Ende 1932 stark abflaute, habe sich im März wieder wesentlich gebessert, so.daß man jetzt mit einer besseren Beschäftigung rechnen könne als früher, zumal die Maßnahmen der Reichsregierung zu besten Hoffnungen berechtigten. Der Abschluß wurde genehmigt.

Frankfurter Abendbörse still.

Frankfurt a. M., 19. Mai. Mangels Anre­gungen und bei fehlenden Orders außenstehender Kreise verlief das Geschäft an der Abendbörse, auf den Aktienmärkten sehr still. Die Stimmung war jedoch nicht unfreundlich. Die Kurse zeigten gegenüber dem Berliner Schluß meist gut behauptete, z. T. etwas festere Tendenz. Am Rentenmarkt erhielt sich erhöhtes Interesse für die Neubesihanleihe. Obwohl das Geschäft in ihr ziemlich lebhaft war, es sollen etwa eine halbe Million umgegangen sein, war der Kurs mit 12,90 Prozent nicht wesentlich verändert. Die Altbcsih- anleihe war dagegen mit plus 0,5 Proz. etwas stärker gebessert, während späte Reichsschuldbuch- forderungen bei 79,75 Proz. vernachlässigt lagen. Neubesih 12,90 bis 12,75 bis 12,80, Altbesih 76,88 bis 76,75, Schutzgebiete 7,70, Reichsbank 128,75, Buderus 77,75, Harpener 96, Klöckner 62,50, Phö­nix 44, Akkumulatoren 184,75, AEG. 26,25, Bekula 109, Cement Heidelberg 82, Daimler 30,50, Licht und Kraft 114,50, Elektr. Lieferungen 97,25, IG.- Farben 129,75, Lahmeyer 124, Siemens 156, Reichsbahn-VA. 97,50, Nordd. Lloyd 18,75.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

hl» » den » ftobe öer pieot besoffenen Siniöenöe an. - Refch-bankdi-k°n. 4 ° ft, Lomdardzin-fuß 5.

die 2. Mannschaft des dortigen Sportvereins zu spielen. Wenn auch hier in den Reihen der VfBer neue Kräfte wirken, dürfte doch gegen den spiel­starken Gegner nicht viel herauszuholen sein.

Sportabteilung des Tv. Wieseck.

Steinbach I Wieseck I 1:5 (0:3).

Die erste Mannschaft weilte am letzten Sonntag in Steinbach, um dort gegen die erste Mannschaft das letzte Verbandsfpiel auszutragen. Die Wie- secker Elf erzielte nach Abschluß von 20 schweren Verbandsspiclen einen schönen Erfolg. Beide Mannschaften lieferten sich einen schnellen und har­ten Kampf, dessen Ausgang in dieser Höhe ver­dient ist. In der ersten Halbzeit legt der Rechts­außen sämtliche drei Tore vor, die für den Stein­bacher Tormann unhaltbar waren. Nach dem Wechsel erzielte der Gastgeber ein einziges Tor, während Wieseck noch zwei Tore erzielte.

Am Sonntag empfängt die 1. Mannschaft des Turnvereins Wieseck die Liga-Reserve-Mann­schaft des VfB. Gießen zu einem Freundschafts­spiel. Die Wiesecker Mannschaft, die in letzter Zeit schöne Erfolge erzielt hat, wird in diesem Spiel in ganz neuer Ausstellung antreten. Auch die Gäste werden durch einige neue Spieler in bester Aufstellung antreten. Man darf ein spannendes Spiel erwarten, dessen Ausgang nicht vorher ge­sagt werden kann.

Sportverein 1920 Heuchelheim.

Die 1. Mannschaft vom Sportverein 1920 erwartet am Sonntag die 1. Mannschaft vom Fußballklub Großen-Buseck zum Gesellschaftsspiel. Die Gäste, die in Heuchelheim nicht unbekannt sind, stellen eine spielstarke Elf. Die Einheimischen haben in ihren Reihen einige neue Spieler; man hofft, daß sich die Zusammenstellung bewährt. Auf jeden Fall dürfte mit einem spannenden Spiel zu rechnen sein.

Vorher spielen die Schüser gegen Großen-Busecks Schüler.

Kurze Sportnotizen.

Die Schweiz hat dem deutschen Organisations­komitee mitgeteilt, daß nun endgültig die Teilnahme der Schweiz an den Olympischen Spielen 1936 in Berlin beschlossen worden sei.

Datum

4% öe«fll. Lene tt ...........

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

4'/2%Rumän.vereinl).Rcntev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .

8%% Anatolier ..............

;vranf|ur, a. j)i.

Berlin

Schluß« furd

Schluß!. Abend« bdrft

Schluß« für»

Schloßt. Mittag, börse

Datum

18.5.

19.5.

18-5.

19-5.

:?ranffurt a.HL

,ur8 | bör.> 18-9. 1 19.5.

Schluß- fur»

18.5.

rlln

Schloßt. JJIlllag- börle

19-5.

Z)atum

Sranttu

Gchluß- tur«

18.5.

n a. JJi.

Schluß!. Abend­börse

19.5.

»t

Schluß« lurä

18.5.

rltn

Schluß!. Miiiag- 'rse

19.5.

b,d2t>

6 10,75 4,9 31,65

18,5

19,5 53.75

51

58 57,5 129,5

26,5 99,25

115

67

90,5

112

155

125

77,5

64 16,75

-

H6,5| 62 75!

6,35 5,9

10,9

4,85

31,65

17,65

18,75

53

50,75

56

56,5

128,75

26,25

97,25 114,5

66,75

156

124

77,75

64,5

96

116,5

62,5

75,5

6,45

4,85

31,9

18,5

33

28

19,9

53,4

95

51

57, i

57,5

130

26,65

100,25

115,5

66,5

90,65

98

110,25

155

126

77,5

116,75

65,25

98,25

76,9

117,5

62,13

75,25 .

6,45

10,6

4,8

31

17,65

27

18,75

53,13

94

50,75

56

56,5

129

26,13

96

115

66,5

91

97

110

156

123

77

112,5

64,25

95

76

154 '

116 \ 61,65 75,13

Manstetver Bergbau....... o

Kokswerke ..................o

Phonir Bergbau.............o

Rheinische Braunkohlen ......io

Rbeinstabl ...............o

Bereinigte Stahlwerke........o

Ctaui Minen ...............o

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Wesiecegcin........6

Kaliwerke Salzdetfurth.......f>

I ®. Farben.Jnbustrte....... 7

-cheideanstalt.................

Goldschmidt .................

Rütgerswcrke ............... g

Melallgesellschaft............. ,

PHUivv Hol,mann...........0

Zementwerk Heidelberg ......4

Cementwerk Karlstadt.........0

Schultheis Patzenhoser........0

Slfu «Allgemeine Kunstseide) ... 0

Bemberg.................. 0

Zellstoli Waldhos .......... q

Aelliiosf Aschaffenburg .......0

Dessauer GaS............ 7

Daimler Motoren............ 0

Deutsche Linoleum ........ 0

£ renslein & Koppel ..... 0

Leonhard Tietz...........

Chade......................12

Nrltzner .... ,

Mm.tkrastwerke Höchst a.M. ..' s ^Süddeutscher Zucker .........' 8|

29

44

191

42,25

18,4

131,9

131,5

179

129

172

53,25

57

36,75

60,5 83,25

36,5

47,5

4.75

27

31

51

23

170

29

70,65

166 I

28

44

190,5

91

42,5

18,5

125

125,5

175

129,75

170

51,25 56,25

58,5

8_2

36,75

46,5

54,5

25,5

30,5

49,5

23,25

170

291 69

1601

29

87

43,5 193,5

91.5

42,65 18,5

130,5

130

179

129,75

53,25 56,75

36,75

?

122,5

36,9 46,75 54,75 25,75

110,5

30,25

49,75

51

23,25 170,5

29,4

167 |

27,4 85,65 43,75

192 91,25 42,65 17,65

126

125,5

177

129,5

51 55,75 36,75

=

123 37,5 46,4

53

25,5 109,5

30,5

49,5

49

22,5

170

28

160

18.Mai

19.Mai

Amtliche Reiterung

Seid | Srie

Amtliche Notierung

Geld 1 Lrie>

6,284

45.45

12,69

6,296

45,55

12,71

6,284

45,45

12,69

3,047

3,053

3,047

169,23

169,57

169,23

72,18

72,32

72,23

63,39

63.51

63,39

73,03

73,17

73,03

14,215

0,853

14,255

14,225

0,857

0,853

3,626

3,634

3,666

58,54

58,66

58,54

21,86

21,90

21,90

16,53

16,57

16,55

81,07

81,23

81,27

35,86

35,94

35,96

82,27

82,43

82,27

0,869

0,871

0,869

0,239

0,241

0,239

5,195

5,905

5,195

12,94

12.96

12,96

Banknoten.

_________Berlin, 19.Mai

Geld

Bries

Amcrtlaniiche Noten..............

Belgische Noten.................

Dänische Noten ... ..........

3,63 58,38 63,02

14,185 16,51

168,86 21,78 72,06

2,46 72,85 81,09 35,83

3,65 58,62 63,28

14,245 16,57

169,54 21,86 72,34

2,48 73,15 81,4, 35,97

Englische Noten ............. »

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, 1 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Noten................