Ausgabe 
19.5.1933 Erstes Blatt
 
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Aus der provinzialhaupistadl

D. Red.

lichung zu.

Die Ausfchüffe des Gießener SiadlratS

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Stadtfchulaml:

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Rundfunkprogramm

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Su dHeimer, Pape, Lol-

Dr. Pauly, Schneider.

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schäft Bernhard Edler v. G r a e f e die Gedenk­rede hält. Gewöhnliche Preise. Ansang 20 Albt, Ende 23 Alhr Samstag, 27. Mai, letzte Opc- rettcn-Borslcllung der Spielzeit 32 33 mit der Ausführung der OperetteLiselott" von Äün» necke als 3l. Darstellung (vorletzte) im Mittwoch- Abonnement. Spielleitung Paul Wrede; musi­kalische Leitung, Kapellmeister Fritz 6 u j 6; cho­reographische Leitung. Ballettmeister Gwald D ä u l k e. Ermäßigte Opcrettenpreise. Ansang 19 30 Uhr, Ende 22 30 Uhr.

sransoir.

Seiten sand rsdorf die 3nf. a. D. e saH man Jammer' inb seiner der alten inb ftöbti* 11. hatte istleutnant irbt. Als irsüeutnant L W« §inbcn< ohncs ein. r-Rcich- das Iibel« gekämpst"

Sprechstunden der Redaktion.

1130 bis 1230 Uhr. 16 bls 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.

Nationalsozialisten der Universität Gießen!

Unter dieser Ueberschrift geht uns der nach­stehende Aufruf mit der Bitte um Deröffenl-

mg für bit befindliche 'be in Ser- ifl geladen, kanzler und lgften kreis re stunden lblieb. Ter imtner fein trug ihnen

Bönsel, Metzgermeister Rau.

Finanz-Ausschuß.

Rats-Ausschuß.

Pape, Sudheimer, Kurz, Bartholomäus, laus.

Verwaltungs-Ausschuß.

Dieselben und Geh. Rat Fromme, Professor Rudolf Herzog, Hellmuth Mueller-Leutert.

Kuratorium der Studienanstalt:

Wolkewitz, Wenderoth, Blum; als Vertreter Eltern: Facharzt Dr. Weyl.

Schul-Ausschuß:

Rats-Ausschuß.

Wolkewitz, Sudheimer, Lotz.

Theater-Ausschuß:

Rats-Ausschuß.

Bartholomäus, Wolkewitz, Hahn, Nicolaus, Lembke.

Verwaltungs -Ausschuß.

Dieselben und Schulrat Dr. Hcnß, ein noch zu benennender Direktor der höheren Schulen, Pro­fessor Dr. Kuhn.

Schulvorstand:

Blum, Wolkewitz, Lembke, Walter, Friedrich, Grahlmann, Bartholomäus, dan.

Schulvorstand für die kaufmännische der Fortbildungsschule:

Sudheimer, Lembke, Pape; ferner: Prokurist Haas, Berufsschullehrer Otto

Schulvorstand für die gewerbliche Abteilung der Fortbildungsschule:

Bartholomäus, Walter, Grahlmann; ferner Auto­schlosser Heinrich Appel, Schreinermeister Martin

Von dem Pressereferenten der Gießener Stadt- Verwaltung wird uns mitgeteilt:

Der S t a d t r a t hat in der nichtöffentlichen

Sitzung am 11. Mai seine Ausschüsse gebildet und nachstehende Mitglieder in die Ausschüsse **

Lotz, Sudheimer, Wolkewitz; ferner: Frau El­friede Fischer.

Kuratorium der Gewerbe- und Maschinenbauschule:

Blum, Kurz, Bartholomäus, Pape, Nicolaus, Lotz, Walter.

Wohlfahrts-Ausschuß:

Rats-Ausschuß.

Walter, Lembke, Nicolaus, Friedrich, Blum.

Verwaltungs-Ausschuß.

Dieselben.

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Sonntag, 21. Mai.

6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.25: Choralblafen. 8.35: Evangelische Morgenfeier. 9.30: Stunde des Chor- gesangs. 10.35: Hölderlin sieht das deutsche Schicksal. 11: Hörbericht vom Automobil-, Flug- und Motor­rad-Turnier. 11.30: Reichssendung: KantateWas willst du dich betrüben?" von Ioh. Seb. Bach. 12: Millagskonzert I. 13: Mittagskonzert II. 14: Zehn­minutendienst der Landwirdschastskammer Wies­baden. 14.10: Stunde des Landes. 15: Stunde der Jugend. 15.45: Staffelhörbericht vom internationalen Aulomobilrennen des ADAC; als Einlage: Schall­plattenkonzert. 17.15: Nachmittagskonzert. 18:Ein Lump und fein Handwerk: Der Wilddieb". 18.25: Kaczmarek Zwo. Lustiges vom Kommiß in Lied und Wort. 18.50: Sportnachrichten. 19: Reichssendung: Annaberg", Hörspiel von Kurt Eggers. 19.30:Das Liebesoerbot", große Oper in 2 Akten von Richard Wagner. 22: Lustige Einlage. 22.45 bis 24: Nacht­musik.

Verwaltungs-Ausschuß. Dieselben.

Land- und forstw. Ausschuß:

Rats-Ausschuß.

Nicolaus, Noll, Lembke, Soldan.

Verwaltungs-Ausschuß.

Dieselben und Oberforstmeister Lipp, Professor Dr. Funk (für Land- und Forstwirtschaft). Wein­händler August Schwan, Weinhändler Ernst Nie- mann, Dr. med. vet. Karl Schleimer. Schneider­meister Ernst Hartmann (für den Pferdemarkt).

Rechts-Ausschuß:

Rats-Ausschuß.

Hahn, Pape, Soldan.

Sozialpolitischer Verwaltungs-Ausschuß.

Dieselben.

Rechts-Verwaltungs-Ausschuß.

Dieselben und Rechtsanwalt Krüger, Rechtsan­walt Rohn, Landgerichtsrat Knauß, Landgerichtsrat Leun.

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Spruchstellen:

Spruch st elle 1. Instanz.

Walter, Nicolaus.

S p r u ch st e l l e 2. I n st a n z.

Grahlmann, Wenderoth, Soldan, Wolkewitz (All gemeine Fürsorge). Grahlmann, Wenderoth (Geh. Fürsorge).

Jugendfürsorge-Ausschuß:

Lotz, Pape, Blum, Pfarrer Lenz, Frau Rechts­anwalt Peters.

Turn- und Sport-Ausschuß:

R a t s - A u s s ch u ß.

Sudheimer, Pape, Wenderoth, Wolkewitz.

Verwaltungs-Ausschuß.

Dieselben und Adolf Münker.

Verwaltungs-Ausschuß.

Dieselben. Ferner in Schlachthosangelegenh Oberoeterinärrat Dr. Monnard, Metzgermeister

1933.

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öffnen. Große Erweiterungsbauten, teilweise nm jrn« scitigen Ufer der Lahn, geben der Badeanstalt ein vorteilhaftes Aussehen. Ein neuer zweistöckiger Aus- kleidezellenbau begrenzt das Bad nach Süden. Durch Verlegung des Damenbades auf das gegenüber« liegende Ufer wurde das Familienbad um ein be­trächtliches Stück erweitert Insgesamt stehen den Besuchern nunmehr 400 Einzelauskleidekabinen und 15 Hallen zur Verfügung. Es ist ein freundlicher Bade platz geschaffen worden, der allen Badegästen viele Annehmlichkeiten bieten wird. Damil tragt die Müllersche Badeanstalt ihren Teil zur Verkehrswer­bung für einen Sommerausenthalt in unserer Stadt bei. Aus der besonders für sportliche Wettkämpfe hergerichleten 50-Meter-Bahn wird am 2. Juli ein Schwimm-Slädtekamps aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens des Gießener Schwimmvereins ausge­tragen werden. Daran beteiligen sich hervorragende Schwimmer aus 'Bonn, Wiesbaden und Kassel. Außerdem wird der bekannte Kunstspringer und Deutsche Meister Heinz Plumanns (Köln) an diesem Tage sein Können unter Beweis stellen.

Ehrenvolle Ernennung eines Gir- ß e n e r s. Man teilt uns mit: Dr. Otto Henning, der 1. Vorsitzende des Goethe-Bundes, Gießen, der als Leiter der Abteilung für Lortragswesen in der Gesellschaft für Volksbildung Berlin tätig ist, wurde zum Hauptgeschäftsführer dieser Gesellschaft ernannt

* Besuchszeiten der Museen. Die Mu­seen und Sammlungen im Alten und Neuen Schloß sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

Die Müllersche Badeanstalt wird heute ihre Pforten für den allgemeinen Badeoerkehr

Bau-Ausschuß:

Rats -Ausschuß.

Blum, Soldan, Grahlmann, Lotz, Noll.

Verwaltungs -Ausschuß.

Dieselben und Reg.-Baurat Kuhlmann.

Betriebs-Ausschuß:

Rats-Ausschuß.

Kurz, Nicolaus, Bartholomäus, Grahlmann, Soldan.

Stunde der Nation: Konzert des Nationalsozialisti­schen Reichs-Symphonie-Orchesters. Werke von Max Reger. 20: Unterhaltungskonzert. 21.10:Der ge: ftirnte Himmel über dir". 22: Deutscher Almanach. 22.45 bis 24: Nachtmusik.

Donnerstag, 25.2Hai.

6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.30: Katholische Morgen­feier. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 11.30: Reichs­sendung. KantateAus Christi Himmelfahrt allein" von Ioh. Seb. Bach. 12: Mittagskonzert I. 13 20: Mittagskonzert II. 14.30: Kasperlstunde. 15.20; Stunde des Landes. 16: Nachmittagskonzert. Als Einlage Hörbericht vomGroßen Preis von Ham­burg". 18:Hermann Lietz, der Vorkämpfer für völ­kische Erziehung der deutschen Jugend". 18.25:Der Kampf im Baltikum". 19: Buntes Brettl. 20: Wien bleibt Wien. 21: Ali Pascha, Oper von Alb. Lortzing. 22.45 bis 24: Nachtmusik.

Freitag, 26. Mai.

7.15 Uhr: Frühkonzert. 10.10 bis 11: Auslagesen, düng: Schlageter Feierstunde in allen Schulen. 12 10: Mittagskonzert I 13.30: Mittagskonzert II. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Aerzleoortrag: Dcuijche Rassenpflege. 18.25:Die Bienen, der Bien", Blau- derei eines alten Imkers. 19: Reichssendung: Stunde der Nation. 20: AuflagesendungSchlageter", Drama von Hanns Iohst. 22: Deutscher Almanach. 22.45 bis 24: Nachtmusik.

Samstag. 27. Mai.

7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert I. 13.30 bis 14.30: Mittagskonzert II. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert. 18:Die evan­gelische Kirche und der neue Staat". 18.30 Wochen­schau. 19: Reichssendung: Stunde der Nation:Der Schwarzwald ein deutsches Grenzland". 20: 9on« zert der Militärkapellen der Garnison Wien. 21.45: Buntes Brettl. 2? 45 bis 24: Nachtmusik. 24 bis 0.30: Auslagesendung: Gedenkfeier am Grabe Schlagcters in Schönau mit Ansprache.

Fürsorgebeirat:

Sudheimer, Blum, Noll, Bartholomäus, Wende roth, Lotz, Friedrich, Lembke, Kurz.

verwaltungsausschuß für Jugendwohlsahrt:

Sudheimer, Blum, Noll, Bartholomäus, Wende­roth, Lotz, Friedrich, Lembke, Kurz; ferner: 3 Bor treter der freien Bereinigung der Jugendwohlfahrt und der Jugendbewegung: 1. Frau Dr. Elfriede Fischer, 2. August Wolf, Gießen, 3. Professor Dr. Hummel.

Kriegerfürsorgebeirat:

Karl Bücher, Lina Schwöbei Wwe., Josef Simon, Frau Rechtsanwalt Schäfer, Frl. Hochstätter, Dr. Pauly.

niederliegenden Obst- und Weinbau den so drin­gend notwendigen Absatz verschafft, als auch gleichzeitig die Einfuhr von Auslandsobst wirksam einzudammcn in der Lage ist. Zudem ist die Süßmostbereitung mit keinerlei besonderen Schwie­rigkeiten oder Kosten verbunden. Jede Hausfrau, jeder Kleingärtner kann selbst Süßmost Herstellen. In gemeinnütziger Weise stellt die Lehr- und Der- suchsanstalt für gärungslose Früchteverwertung in Ober-Erlenbach bei Frankfurt a. 1 ihre Kennt­nisse und Erfahrungen der Allgemeinheit

Gleichschaltung der Hochschulen bedeutet, ihre gei­stige Durchdringung mit nationalsozialistischem Ge- danken- und Anschauungsgut im passiven und posi­tive Gemeinschaftsarbeit am Ausbau des neuen Reiches im aktiven Teil ihres Vollzuges. Eines ist so notwendig wie das andere, und eines ist nur denk­bar in engster Verbindung mit dem anderen.

In dieser Erkenntnis ruft der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund an der Universität Gießen alle nationalen und sozialistischen Mitglieder der Alma mater Ludoviciana, Professoren, Dozenten, Assistenten, Beamten und Angestellten, sowie alle Kommilitonen zum Zusammenschluß in einer Na­tionalsozialistischen Arbeitsgemeinschaft der Unioer- sität Gießen auf.

Als Keimzelle neuer deutscher Lebensgestaltung soll eine ideale Werkgemeinschaft über alle bestehen­den Unterschiede und Hemmungen hinweg ihre Auf­gaben an Volk und Staat erfüllen.

Dient diesem Ziel! Schafft mit an diesem Werk!

Werdet ein Glied der Nationalsozialistischen Ar­beitsgemeinschaft.

Teilnahme an dieser Arbeitsgemeinschaft setzt nicht Parteizugehörigkeit zur NSDAP, voraus.

Anmeldungen werden im Zimmer der Studenten- schäft, Universitätszimmer 6, im Hauptamt für poli­tische Erziehung, Bismarckstraße 24, und bei allen Fachschaftsleitern entgegengenommen.

Der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund hocyschulgruppe Gießen.

gez. Bernhard Edler o. Graeve.

Zur Abwicklung von Zugabegeschästen.

Die Staatspressestelle teilt mit: Aach der Der» vrdnung des Herrn Reichspräsidenten zum Schutze der Wirtschaft vom 9. März 1932 bestand kein Zugabcverbot, wenn der die Zugabe Gewäh­rende sich bereit erklärte, an Stelle der Zugabe einen festen, von ihm ziffernmäßig zu bezeichnen­den Geldbetrag bar auszuzahlen, der nicht ge­ringer als der Einstandspreis der Zugabe sein durfte. Bei dem Angebot oder der Ankündigung einer solchen Zugabe war auf das Recht, an Stelle der Zugabe den Darbetrag zu verlangen, hinzuweisen, sowie hinsichtlich jeder Zugabe der für sie zu zahlende Barbetrag anzugeben. Diese Ausnahme vom Zugabeverbot ist durch das Ge­setz über das Zugabewesen vom 12. Mai d. 3. mit Wirkung vom 1. September d. 3. beseitigt worden. Ansprüche aus vorher eingeleiteten Zu­gabegeschästen bleiben unberührt. 3edoch dürfen die auf Grund der ausgehobenen Vorschrift aus- gegebenen Gutscheine nach dem 31. Dezember 1933 nur noch durch Zahlung des an Stelle der Zu­gabe angebotenen Barbetrags eingelöst werden. Reicht die Zahl der im Einzclfall zur Verfügung stehenden Gutscheine zum Bezug des ganzen Dar­betrags nicht aus, so kann nach dem 31. Dezem­ber 1933 ihre Einlösung durch einen verhältnis­mäßig geminderten Betrag verlangt werden.

deutsche trinkt Süßmost!

3edes 3ahr gehen Millionen Mark ins Ausland zum Ankauf von Obst, Südfrüchten und Süß­weinen. Auf der anderen Seite haben deutsche Obst- und Weinbauern schwer um ihre Existenz xu kämpfen. Trotz reichen Ernteertrags kommen sie ost nicht einmal auf ihre Gestehungskosten. Um aus diesem Mißverhältnis einen Ausweg zu fin­den, genügt vielleicht ein kleinerer Anreiz, zum stärkeren Genuß des Süßmostes, jenes köst­lichen Getränkes, das für die Gesundheit so för­derlich ist und nicht die üblen Folgen übermäßi­gen Alkoholgenusses nach sich zieht. So sehr man den Süßmost vom volksgesundheitlichen Stand­punkt aus nur empfehlen kann, so wichtig ist auch seine Bedeutung in volkswirtschaftlicher Hinsicht, da die Sühmostbereitung sowohl dem schwer dar­

zahlreichen Besuchern in denDeutschen Spielen deutscher 3ungcn Geist und Einstellung einer neuen Front klar werden soll. 3n bunter Folge wechseln Darbietungen aller Art, Dolksspie^, Lieder, Eprechchöre.

Der hessische Ministerpräsident wird sehr wahr­scheinlich an diesem Tage auch einmal der Münzenburg einen Besuch abstatten. Don Mün­chen wird der Dundesführer des Jungvolks von Deutschland und Oesterreich zu unseren 3ungen kommen Deide werden sprechen und allein hier­durch diesen Tag zu besonderer Dedeutung kom­men lassen. Abends flammt dann aus dem Burg- Hof das Pfingstseuer, weithin von neuer deutscher Jugend kündend, begleitet von den Zeuersprüchen der 3ungcn, umhallt von brausenden Kamps- liedern, während der Bundesführer die Feuerrede hält.

Der Montag bietet allen Freunden und Be­suchern noch einen Einblick in das Leben und Treiben der 3ungvolkgruppen, wenn auf der Festwiese in der Burg und in dem frisch-fröh­lichen Lagerleben Ernst und vor allem Scherz zu ihrem Rechte kommen.

Am Samstagabend tritt der große Kreis dieser 3ungen zu einer schlichten Gefallenengedenk­stunde zusammen- 3m Geiste der Toten, deren in dieser ersten Abendstunde gedacht werden soll, wird überhaupt das Treffen stehen.

Eine neue 3ugend. ünb doch, wie ihre Ka­meraden vom großen Kriege, lebend und glau-1 bend für und an das ewige Deutschland!

Hessischer Zagdklub in Gießen.

Die Ortsgruppe Gießen des Hessischen Jagdklubs feierte wie man uns berichtet vom 12. bis 14. Mai ihr erstes Stiftungsfest. Die Feier wurde eröff­net durch die übliche Monatsversammlung, bei der der 1. Vorsitzende einen Rückblick über den glänzen­den Verlauf des ersten Vereinsjahres gab und dabei besonders wieder auf die Bedeutung und die günsti­gen Auswirkungen des erst vor kurzem erfolgten An- chluffes an den Hessischen Jagdklub hinwies. An- chließend folgte die Bekanntgabe einer größeren Zahl Neumeldungen und Neuaufnahmen, die wieder­um beweisen, wie berechtigt die Neugründung des Jagdklubs Gießen war. Jeder Weidmann müsse sich heute klar darüber sein, daß die Vereinsarbeit gerade auf weidmännischem Gebiet Großes für Volk und Vaterland leisten kann. Kein Jäger dürfe deshalb beiseite stehen.

Im Anschluß an die geschäftlichen Verhandlungen sprach Weidgenosse Dentist Fritz Friedrich über die Deutsche Jagdausstellung in Köln, die für ihn als Kenner der Gehörnbildung und Fachmann für Al­tersbestimmungen der Gehörne, wie für jeden Be­sucher der Ausstellung ein Erlebnis war. 11. a. be­richtete er insbesondere über Reviersammlungen, die eine deutliche Sprache über weidmännische Jagen und Hegen sprächen. Jeder Forstmann und Jagdbe- ftänber, der auch einem anderen Weidgenossen den Abschuß eines Bottes in seinem Revier gönne, müsse zunächst darauf sehen, daß in erster Linie das Grob­zeug, der kranke Bock, der keinerlei Zuchtwert habe, zur Strecke gebracht werde. Erft nach dem Abschuß eines Schädlings könne als Belohnung ein weiterer guter Bock in der Blattzeit freigegeben werden.

Den zweiten Teil der Feier bildete das Preis- schießen zu dem die Schützengesellschaft 1926 in lie­benswürdiger Weise ihre Schießstände zur Berfü- gung gestellt hatte. Geschossen wurde auf 100 Meter, Bockscheibe. Die beste Schußleistung und den 1. Preis errang Weidgenosse Unteroffizier 21 cf d a, der mit drei Schuß auf 20er Scheibe 59 Ringe erzielte. Von den weiteren Preisträgern, die die 15, zum größten Teil gestifteten, Ehrenpreise erwarben, seien nur die ersten sechs noch genannt: Die Weidgenossen 6 t r e i f f, Forster Walter, Schneider, Keißner, Röhrig und Dr. Bamberg. Die fünf gestifteten Ehrenscheiben wurden von den Weid­genossen Faber, Streiff, Lanz, Friedrich und Jäger herausgeschossen.

Mit einer gemütlichen Familienfeier mit Preisver­teilung im VereinslokalDeutscher Hof", wurde das erste Stiftungsfest würdig beschlossen.

Daten für Samstag, 20. Mai.

325: Konzil zu Wicäa; 1664: der Architekt Andreas Schlüter in Hamburg geboren; 1764: der Bildhauer Gottfried Schadow in Berlin ge­boren; 1798: der Stenograph Wilhelm Stolze in Berlin geboren; 1846: der Heerführer Ge­neraloberst Alexander von Gluck in Münster ge­boren; 1917: Ende der Frühjahrsschlacht bei Arras.

Talen für Sonntag, 21 Mai

1471: Albrecht Dürer in Nürnberg geboren; 1506: Christoph Kolumbus in Valladolid gestor­ben; 1527: König Philipp II. von Spanien in Valladolid geboren; 1809: Sieg der Oester- reicher über Aapoleon bei Aspern und Eßling; 1849: llnabhängigkeitskampf der Ungarn: (9ör- gei erstürmt Ofen, Einzug desGouverneurs" Kossuth und Eröffnung des Reichstags in Pest; 1925: Einweihung des Hauses des Deutsch­tums in Stuttgart.

VornoNzcn.

lagestalenöerfürSamstag: Gesell­schaft von Freunden und Förderern der Universität Gießen, 17,15 Uhr, Großer Hörsaal der Universität, Festsitzung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die Tochter des Regiments". Astoria-Lichtspiele, Sei- tersmeg:Ich geh' aus und du bleibst da" undSi­renen um Mitternacht".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Sonntag. 21. Mai, bleibt das Theater geschlossen- Dienstag, 23. Mai, 32. und letzte Abonnements-Vorstellung im Diens­tag-Abonnement; unter der Spielleitung von 3n- tendant Dr- Rolf Prasch Erstaufführung des Schauspiels:Schlageter" von Hanns 3ohst, mit Frau Auguste Prasch-Grevenberg, Ehren­mitglied des Meininger Landcslheatcrs. und Lud­wig L i n k m a n n vom Rcußischen Theater Gera als Gästen. Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 20 biS gegen 23 Uhr. Mittwoch, 24. Mai, bleibt das Theater wegen der Bespiclung des Kurthcaters Bad-Rauheim durch das Ensemble des Gießener Stadttheaters geschlossen; die Mitt­woch-Abonnements-Vorstellung wird daher auf Samstag, 27. Mai, verschoben. Freitag, 26. Mai, sinket als 32. und letzte Vorstellung im Freitag-Abonnement anläßlich der Wiederkehr des 10. Todestages Albert Leo Schlageters die Gedächtnisfeier mit einer Wiederholung des Schauspiels:Schlageter" von Hanns 3ohst statt; Spielleitung und Besetzung wie die der Erst­aufführung- Der Ausführung am Freitag geht ein Vorspruch, gesprochen von Paul R i e r e n. voraus, während der Sprecher der Studenten^

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WTD. Beim Reichsarbeitsministerium laufen in letzter Zeit überaus zahlreiche Gesuche um Rentenerhöhung und um die Gewährung von Unterstützungen ein. Selbstverständlich beabsich­tigt die Regierung der nationalen Erhebung, die b^onders für die Kriegsopfer und die Eozial- versicherten entstandenen Härten möglichst bald zu beseitigen. 3edvch bedarf dies, insbesondere im Hinblick auf die finanzielle Lage des Reiches und der Berficherungsträger, einer gründlichen Prüfung, die durch allzu häufige Gesuche gestört und gehemmt wird. Lleberdies sind die Der- ficherungsträger gar nicht befugt, Unterstützungen zu gewähren. Gesuche um Unterftü^ungen sind vielmehr an die Wohlfahrtsämter zu richten.

Das Jungvolk auf der Münzenburg!

Vom Deutschen Jungvolk. Stamm Ehatten. in Gießen wird uns geschrieben:

3n den Pfingstferien wird wieder das 3ung- volt des Stammes Chatten marschieren. Wie es zuletzt in den größten Städten Oberhessens von neuem Wollen kündete, so werden sich diesmal auf der alten wunderbaren Münzenburg 2030 Jungen zu Bekenntnis und Lager vereinigen. Am 2.3uni, also am Freitag vor Pfingsten, rücken die Gruppen aus der ganzen näheren Heimat, aus Gießen, Grünberg. Lollar. Butzbach. Dad-Rauheim, Friedberg, Ridda, Büdingen, kurz aus allen Windrichtungen her, an. Ein selten großes Lager wird schon vorher errichtet. Zahl­reiche Gruppen werden auch in Räumen unter­gebracht. Ganz Münzenberg und ilmgegenb ste­hen in diesen Tagen im Zeichen des 3ungvolkes. Der Samstag gilt der Vorbereitung großer kom­mender Dinge.

Der erste Pfingsttag wird nach altem 3ung» Volkbrauch mit einem Feldgottesdienst eröffnet. Rach dem besonders guten Feiertagefsen sam­meln sich die Scharen zum Einmarsch in die alten Mauern der berühmten Burg, wo den»

Montag, 22. Mai.

7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 15.20:Zweck und Ziel der Nationalsozialiftifchen Frauenschaft". 16.30: Nachmit- tagskonzerl. 18:Der Südwesten im neuen Staat". 18.25: Englischer Sprachunterricht. 19: Reichsscn- dung: Stunde der Nation: Richard-Wagner-Konzert. 20: Richard Wagner als junger Deutscher 20.30: Unterhaltungskonzert. 22.45 bis 24: Nachtmusik.

Dienstag, 23. Mai.

7.15 Uhr: Frühkonzert. 10.10 bis 10.40: Schulfunk. 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 15.20: Der Hausfrau zur Erholung. 16.30: Nachmil- tagskonzert. 18:Garderobenfieber". 18.25:Die Neugestaltung des deutschen Theaters". 19: Reichs fenbung: Stunde der Nation.Der deutsche Bauer". 20. Unterhaltungskonzert. 21: Verlorene Heimat. Lothringen. 21.20: Konzert. 22.45 bis 23.15: Dunkel ist das Leben und der Tod, Vorlesung aus Gedichten des Li-Tai-Pe.

Mittwoch, 24. Mai.

7.15 Uhr: Frühkonzert 12: Mittagskonzert I. 13.30: Mittagskonzert II. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert. 18:Don der Volkswer- dung der Deutschen", Vortrag von Dr. Friedrich König, Gießen. 18.25: Zeitfunk. 19: Reichssendung: