Ausgabe 
19.4.1933 Frühausgabe
 
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S.jl.-tfport

VfB. Gießen.

DfB. I Spv. Geisweid-Klaseld I 2:0 (0:0).

Die VfBer hatten am 1. Feiertag eine Mannschaft aus dem Siegerland zu Gast. Sie reichte mit ihrem Kannen zwar nicht an Lie Leistungen und Spiel- kultur der süddeutschen Oderligamannschaften heran, immerhin zeigten die Gäste ein frisches, ungekünstel­tes Spiel. Insbesondere brachten sie durch ihre Schnelligkeit die Grünweißcn oft aus dem Konzept. Diese traten zu diesem Spiel mit viel Ersatz an, es reichte aber doch noch zu einem 2:0-Sieg über die Gäste. Beim VfB. fehlten Haupt, Knaus, Wilhelm und Ritter.

Das Spiel begann mit frischen Angriffen der Gäste. Ihr Sturm, der zwar sehr schnell abspielte, konnte sich jedoch der grünweißen Verteidigung gegenüber nicht durchsetzen. Anderseits spielte der VfB.-Sturm ganz zusammenhanglos, so daß beide Mannschaften in der ersten Spielhälfte nicht zu Tor­erfolgen kommen konnten. Die Grünweißen verschos­sen zu allem Ueberfluß auch noch einen wegen Foul­spiels gegebenen Elfmeter.

In der zweiten Halbzeit sah man bessere Leistun­gen, das Spiel wurde lebhafter und Torschüsse zahl­reicher. Die Gäste machten Balser viel zu schaffen. Aber schließlich setzte sich die bessere Technik der Grünweißen mehr und mehr durch und aus einem Gedränge vor dem Güstetor fiel gegen Mitte der zweiten Halbzeit durch Erwin Heß der erste Treffer für VfB. Gegen Schluß des Spiels ging Lehrmund

in den Sturm, und durch ihn fiel kurz vor Ende bas zweite Tor für die Grünweißen.

Jahreshauptversammlung des VfB.

Der Verein für Bewegungsspiele 1 908 hielt dieser Tage in seinem Vereinsheim auf dem Waldsportplatz seine Jahreshauptversammlung ab. Die Versammlung nahm die Jahresberichte des 1. Vorsitzenden, des Kassierers und des Spielaus­schusses entgegen. Trotz der ernsten wirtschaftlichen Lage und des dadurch bedingten Beitragsrückganges konnte im abgelaufenen Vereinsjahr eine fühlbare Entlastung in finanzieller Hinsicht erreicht werden. Die Mitgliederzahl erhöhte sich um 60. Die sport­lichen Erfolge sind recht erfreulich. Die 1. Fußball­mannschaft konnte die Meisterschaft der 1. Bezirks­klasse erringen. Dem Vorstand uud den Ausschüssen wurde einstimmig Entlastung erteilt. Ebenso ein­stimmig erfolgte die Wiederwahl der bisherigen Vorstands- und Ausschußmitglieder. Es wurden einige wichtige Beschlüsse gefaßt. Das 25. Stiftungs­fest des Vereins wird am 12. und 13. August in einfachem aber würdigem Rahmen begangen. Die Umzäunung des Waldsportplatzes Ostseite soll Zug um Zug auf einer Länge von etwa 200 Meter erneuert werden. Eine Spieler-Unfallversicherung soll abgeschlossen werden. Mit einem dreifachen Hipp-Hipp-Hurra beendete der Vorsitzende, Herr Overbeck, bie harmonisch und einmütig ver­laufene Versammlung.

Verbandstag-er-enWenSchwimmelinVreslau

Als am Samstag die Jugend des den 37. Ver­bandstag ausrichtenden Alten Schwimmvereins Breslau in dem großen geschmückten Saal des Landhauses zu Breslau einmarschierte, wurde spon­tan von der Versammlung das Horst-Wessel- und das Schlesierlisd gesungen. Der erste Vorsitzende Georg H a x, Berlin, eröffnete den Verbandstag und betonte, daß bie Forderung des Tages die Ein­führung des pflichtmäßigen Schwimmunterrichts an allen Schulen und Hochschulen sei. Hax betonte, daß der DSV. im Rahmen der von der Reichsregierung geplanten Maßnahmen im Turnen und Sport sei­nen ganzen Verbandsapparat gern zur Verfügung stelle. Anschließend wurden Telegramme an den Reichspräsidenten und den Reichskanzler abgesandt, in denen Grüße und die Versicherung der treuen Mitarbeit des Vorstandes am Neuaufbau des Rei­ches übermittelt wurden.

Nach Erledigung des Geschäftsberichtes brachte der Führer des Kxeises I (Berlin-Brandenburg), Erich Trepte - Berlin (NSDAP.) einen Gene- ralbeschluß zur Verlesung, der einstimmig an­genommen und sofort an Reichsminister Dr. Frick übermittelt wurde: Die

Entschließung

kautet:Das neue Deutschland erfordert durch die nationalsozialistische Erhebung eine grundlegende Zusammenfassung des gesamten Turn- und Sport­wesens. Die Zersplitterung in den einzelnen Gat­tungen der Leibesübungen muß aufhören. Der Deutsche Schwimm-Verband erwartet von der na­tionalen Regierung die hierfür notwendigen Maß- uahrnen. Der nationale Staatsgedanke soll den Kernpunkt in der Arbeit aller Leibesübungen trei­benden Verbände fein. Wehr und Sport müssen untrennbare Begriffe sein. Für den Neuaufbau stellt sich der Deutsche Schwimm-Verband der Reichs­regierung rückhaltlos zur Verfügung. Er spricht dabei gleichzeitig die Bitte aus, als schwimmsport­liche Fachsäule innerhalb der erhofften, neuen ein­heitlichen deutschen Turn- und Sportbewegung auf Grund seiner langjährigen Erfahrungen anerkannt und zur organisatorischen Mitarbeit herangezogen zu werden. Alles für Deutschland, unser Vaterland!"

Den Kassenbericht gab der Verbandskämmerer W. H e b e k e r l - Berlin, der erfreulicherweise be­richten konnte, daß der DSV. über ein Vermögen von 100 000 Mark bei Abschluß der Jahresrechnung für 1932 verfügt und finanziell in jeder Hinsicht ge­sichert ist. Verbandsschwimmwart Oberstudiendirek­tor Walther B i n n e r - Breslau erstattete dann den sportlichen Tätigkeitsbericht.

Insgesamt erzielten 22 Schwimmer und

24 Schwimmerinnen deutsche Bestzeiten.

In der W e l t r e k o r d l i st e ist Deutschland aller­dings nur noch durch Erich Rademacher im 400 - Meter - Brustschwimmen und durch Paul Schwarz-Göppingen im 300-MeterBrustschwinf- men vertreten. Mit der Zeit haben Deutschlands Schwimmer in ihrem Können nachgelassen. In Paris mußten wir unsere Führung in Europa an die Ungarn abgeben und in Los Angeles wurde uns kein Sieg zuteil.

Damit wurde die Sitzung am Samstag geschlos­sen. Der Vorstand trat sofort zu einer neuen Be­ratung zusammen, um über die Fortsetzung des Verbandstages zu beraten. Der Jugendleiter Rie­mann- Magdeburg erklärte seinen Rücktritt. Nach der Eröffnung durch Georg Hax sprach der natio­nalsozialistische Vertreter Sanitätsrat Dr. Höfel- m a u r - München und schlug vor, den bisherigen Vorsitzenden Hax mit der kommissarischen Führung des DSB. zu beauftragen. Hagen- Jena schlug er zum Leiter für Jugendertüchtigung und Wehrsport vor. Diese Regelung solle solange Geltung haben, bis die Reichsregierung die Ent­scheidung über den zu bildenden großen Einheits- verband im Sport getroffen habe. Die Versamm­lung erklärte sich mit diesen Vorschlägen einver­standen und Hax übernahm das Amt. Weitere Be­schlußanträge wurden zurückgestellt.

Wirtschaft.

* 50jähriges Bestehen der AEG. Die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft. Berlin, kann am heutigen Mittwoch auf ein 50jähriges Be­stehen '" blicken. Die Gesellschaft wurde am 19. April 1883 alsDeutsche Edison-Gesellschaft für angeu)anute Elektrizität" gegründet und nahm 1887 nach Lösung ihrer Berbindung mit der Companie Continentale Edison in Paris die jetzige Firmenbezeichnung an und erwarb das Miteigentum an den Edisonpatenten zu gleichen Rechten und Anteilen mit Siemens und Halske. Zunächst nur auf rein elektrotechnischem Gebiete tätig, hat sie sich maßgebend an der Montan­industrie und Feinmechanik beteiligt und im Bau von Bahnen und Elektrizitätswerken eine füh­rende Stellung gewonnen.

*

Frankfurter Abendbörse geschästslos.

Frankfurt a. M., 18. April. Auch an der Abendbörse hielt die Zurückhaltung der Kulisse und der Kundschaft an, so daß nur sehr kleine Um» sahtätigkeit zu verzeichnen war, zumal Anregun­gen fehlten. Gegenüber den Berliner Schlußkursen traten aber kaum Veränderungen ein. Einiges Geschäft hatten lediglich J.-G.-Farben, die mit 136,25 Prozent unverändert eröffneten, infolge der herrschenden Geschäftsstille im Verlaufe aber et­was nachgaben. Von Montanwerten lagen Bu­derus Eisen etwas höher. Am Einheitsmarkt konn­ten sich JG.-Chemie-Dasel um volle 1,50 Prozent auf 161,50 Prozent erhöhen.

Olutf) der Rentenmarkt wies nur sehr klei­nes Geschäft auf. Deutsche Anleihen lagen um Bruchteile eines Prozentes höher, obwohl von den Auslandsbörsen schwache Meldungen für deutsche Werte Vorlagen. Ferner zogen einige Goldpsand- briefe um etwa 0,25 Prozent an. Mehr Interesse Zeigte sich für die Schutzgebietsanleihe, die um 20 Pf- auf 8,50 Prozent anstieg. Reubesitzanleihe 14, Altbesitzanleihe 76,13, Reichsbahn-VA. 99,75. Reichsbank 137,89, Buderus 64,50, Gelsenkirchen

65,75, Mannesmann 72,25. Phönix 46, AGG. 31,25, Bekula 106, Chade 130, Deutsche Erdöl 107, Scheideanstalt 169, J.-G.-Farben 136,25 bis 136,13 (Rachbörse 135,75 bis 136), Oeffürel 92, Lah- meyer 129, Hapag 21.

Schwcincmarkt in Lich.

D Lich, 18. April. Heute fand hier der altbe­kannte Ostermarkt (Schweine- und Krämermarkt) statt, der unserer Stadt einen überaus regen Ver­kehr brachte. Zum Schweinemarkt waren 672 Fer­kel aufgetrieben, die in wenigen Stunden bei leb­haftem Handel umgesetzt werden konnten. Bezahlt wurden für Ferkel bis zu sechs Wochen alt 17 Mark, von sechs bis acht Wochen 18 bis 22 Mk., acht bis 10 Wochen 25 Mark und für über zehn Wochen alte 27 Mark. Auch der Krämermartt war gut beschickt. Rennenswerte Amsätze ließen sich jedoch nicht erzielen.

5-MlwlM-Defizit in Darmstadt

Einschneidende Lparniatznahmen.

WSR. D a r m st a d t, 16. April. Wie der neue kommissarische Oberbürgermeister von Darmstadt Dr. Barth am Samstag in einer Besprechung mit der Presse mitteilte, wird der neue Darm- städter Etat mit einem Desizitvonrund 5 Millionen Mark abschließen. Mit ein­mütiger Zustimmung des Beamten- und An­gestelltenbeirates hat Oberbürgermeister Dr. Barth nunmehr folgende Anordnung erlassen:

Die angespannte Finanzlage der Stadt Darm­stadt zwingt mich zu einschneidenden Sparmaßnahmen. Dies muh auch für den Personaletat gelten. Die Anordnung der Hes­sischen Minister, daß au sie hinfort nicht mehr als 12 000 Mark an Gehalt zur Auszahlung zu gelangen habe, weist den einzuschlagenden Weg. Es ist m. C. mit einer Anpassung der Spihengehälter der Staats- und Gemeinde­beamten an diese verminderten Sähe durch eine neue Gehaltsordnung in Bälde zu rech­nen. Da der Etat der Stadt jedoch unverzüglich der Entlastung bedarf, treffe ich in Erwartung dieser Reuregelung folgende Vorkehrungen:

1. Mit Wirkung vom 1. April 1933 an werden bis auf weiteres an die bisherigen Bürgermeister und Beigeordneten der Stadt, sowie deren Hinter­bliebene nur Gehälter, Pensionen und Hinterblie­benenbezüge ausgezahlt, die aus einem Grund­gehalt einschließlich Wohnungsgeld von 11 000 Mk. für den Oberbürgermeister und von 9000 Mk. für den Bürgermeister oder Beigeordneten nach den bisher gültigen Grundsätzen errechnet sind. Die rund 22prozentigen Kürzungen auf Grund bisher ergangener Rotverordnungen treten hier nicht ein.

2. Mit Wirkung vom 1. April 1933 erleidet bis auf weiteres die Auszahlung von Gehältern, Pen­

sionen, S)inter5Iiebenenbe$ügc der derzeitigen unb ehemaligen Beamten, sowie ihrer Hinterbliebenen, die sich auf mehr als 5000 Mk. einschließlich Woh­nungsgeld jährlich belaufen, folgende Kürzungen: al bei Bezügen über 5003 Mark bis einschließlich 6000 Mark 6 v. H., b) bei Bezügen über 6000 Mk. bis einschließlich 7000 Mk. 8 v. H., c) bei Bezügen über 7000 Mk. 10 v. H.

Der Kürzung verfallen die derzeitigen Brutto­bezüge (Gehalt und Wohnungsgelo), die den Be­amten usw. nach Berücksichtigung der bisherigen rund 22prozentigen Abzüge auf Grund der Rot­verordnungen verbleiben. Kinderzulagen kommen ungekürzt zur Auszahlung.

3. Die Angestelltenbezüge werden im Rahmen und nach Maßgabe der unter 2 für die Beamten angegebenen Grundsätze geiürzt.

Die Maßnahmen unter 1 bis 3 tragen vorläufi­gen Charakter. Sie bedeuten lediglich eine A,u s - zahlungsfperre und berühren den Rechtsan­spruch der davon Betroffenen vorbehaltlich künfti­ger gesetzlicher Regelung nicht. Die nicht ausgezahl­ten Beträge werden vorerst nicht anderweit ver­wandt. In besonders gelagerten Fällen sachliche und zeitliche Uebergangsmaßnahmen zur Vermei­dung besonderer Härten zu treffen, behalte ich mir vor.

Ich erwarte von allen Betroffenen, daß sie sich in Erkenntnis der Notwendigkeit der Maßnahmen mit ihnen einverstanden erklären.

II. Ich behalte mir weiter wor, nach Rücksprache mit der Aufsichtsbehörde, die in der Besoldungs­ordnung und dem Stellenplan des Kreisamts Darm­stadt vom 30. 6. 1932 vorgesehenen Jnhaberstellen, pensionsfähigen Zulagen und sonstigen Härteklau­seln zu streichen, auch weitere sachlich gerechtfertigte Rückstufungen vorzunehmen und zwar vorerst be­schränkt auf die Stellen A 2 a 4 b der Besol­dungsordnung einschließlich. Hierbei wird den be­reits unter I 2 angeordneten Eingriffen Rechnung getragen.

III. Zur Verminderung des Personalbestandes werde ich außerdem auf Grund der §§ 4, 5 der Drit­ten Hessischen Durchführungsverordnung zur Siche­rung der Haushalte von Ländern und Gemeinden vom 3. 11. 1931 und des § 6 des Reichsgesetzes vom 7. 4. 1933 die Pensionierung von solchen Beamten in die Wege leiten, deren Stellen be­reits heute, oder doch nach einer in Aussicht genom­menen Vereinfachung des Aufbaues der Stadtver­waltung endgültig in Wegfall kommen können. Nach Möglichkeit sollen hiervon nur Beamte be­troffen werden, die das 60. Lebensjahr vollendet haben." (Hiervon werden etwa 60 Herren unter 420 Köpfen betroffen.)

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen.

Buntes Allerlei.

Oie Entwicklung der Opel-Werke 1862-1933.

Im Jahre 1862 gründete Adam Opel eine kleine Werkstatt für Nähmaschinenfabrikation. 1886 wurde der Fahrradbau und 1896 der Automobilbau aus­genommen. Bald erwarb sich die Firma durch Ex­port Weltruf. Schon im Jahre 1902 war die Pro­duktion auf 31535 Nähmaschinen und ca. 30 000 Fahrräder angewachsen, Auch der Automobilbau machte schnell große Fortschritte. Der Opel-Patent- Motor-Wagen des Jahres 1898, eine Kutsche mit hintenliegendem Einzylinder-4-?8-Motor und Rie­menantrieb lief bereits ca. 40 Kilometer pro Stunde. Einer dieser ältesten Wagen ist -sogar heute noch voll betriebsfähig. Noch war das Automobil ein seltenes Luxus-Sportgerät. Bereits damals, in fei­nen ersten Anfängen, Haden die Gebrüder Opel sich tatkräftig für die Popularisierung des Automobils eingesetzt. Dutzende von Rennsiegen, besonders die siegreich beendete 2200 Kilometer lange Fernfahrt Monte CarloParis 1906 erregten ungeheures Aufsehen. 1911 vernichtete ein Riesenbrand fast die ganze Fabrik. Das Werk wurde neu errichtet, die Nähmaschinenfabrikation aufgegeben, dafür jedoch der Fahrrad- und Automobilbau bedeutend erwei­tert. Nach dem Kriege entwickelte sich das Werk, unterstützt durch die aufblühende Konjunktur der Jahre 1926 bis 1929 mit Riesenschritten. Die Fa­brik wurde abermals erweitert, die Tageskapizität bis auf 600 Automobile und 6000 Fahrräder er- böht. Die nach dem Kriege so gut wie verlorenen Auslandsmärkte wiederzugewinnen und dem deut­schen Kraftwagen wieder Ansehen in der Welt zu versckaffen, war einer der Hauptgründe für den Anschluß der Opelwerke an die General Motors Corporation. Durch diesen Anschluß wurde eine weltumspannende Absatz- und Kundendienst-Orga­nisation von 4000 Händlern in 106 Ländern der

Erde dem Unternehmen zur Verfügung gestellt. Der Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkt hat sich seit dem Kriege bedeutend verschärft und für Deutsch­land besonders dadurch erschwert, daß der deutscye Wagen im Auslande überall gegen die überragende Finanzkraft der internationalen Automobilindustrie anzukämpfen hat. Die starke Zunahme des deutschen Automobilexports seit dem Jahre 1929 beweist, wie sehr die Verbindung Opel-General-Motors im Interesse der deutschen Wirtschaft zu begrüßen ist. 1932 exportierte Opel mit 7092 Wagen zweimal so viel Automobile wie die übrige deutsche Automobil­industrie zusammen. Der verstärkte Opel-Export hat die deutsche Automobil-Handelsbilanz wieder aktiv gemacht. Auch hat der Export die Produk­tionsausnutzung der Opelwerke so verbessert, daß die Preise immer weiter gesenkt werden konnten.

Ein Sanpieirino abaestürzi.

Dieser Tage mußfen Besucher der Peterskirche in Rom mit ansehen, wie von der Peterskuppel ein Arbeiter abglitt, sich im Sturze an einem Gerüst festhielt und nach markerschütternden Hilferufen noch einmal fünfzig Meter tief ins Leere stürzte, bis er als Leiche vor dem Glockenbogen am Ein-- gang zur Vatikanstadt liegenblieb. Der Fall lenkte die Aufmerksamkeit wieder einmal auf die altehr­würdige Gilde derSanpietrini", der todesmü- tigen Kuppelwächter. Diese Männer haben stän­dig ihr Augenmerk auf die von Zeit zu Zeit ja immer ausbesserungsbedüstige Rie'enkuppel Mi­chelangelos zu richten, vor allem aber liegt ihnen die Beleuchtung mit Fackeln ob, wie sie anläßlich des heiligen Jahres mehrere Male den Pilgern geboten wird. 3m Ru lodert das Feuer über die ganze, der Stadt zugekehrten Seite der Wöl­bung hinweg, ein phantastischer Anblick. Der be­rühmte Druck auf den Knopf könnte nie etwas Der­artiges zuwege bringen.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zuletzl beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskonl 4 o H. Lombardzinsfuß 5 o. H.

Datum

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1921 6% ehe m.7% Dl.Reichsanl, v. 1929 5%% Doung^AnIeihe von 1930 .. Deutsche Ani.-Ablös.-Schuld mii

Lluslos.-Rechten . .

Desgi. ohne Ausios.-Rechte......

6% ehern. 8% Hess. Volksstaat 1929

lrückzahib 102%)

Lbcrhessen Provinz-Anleihe mit Ausios.-Reckten ......

Deutsche Komm. Gammelab l.An leihe Seriel mii Auvlos.-Rechten

6% ehern. 8% Franks. Hnp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

6% ehern. 7% Franks. Ht>V.-Ban!

Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 5/?% ehern. 4'4% Franks. Hhp.

Bank-Liau-'Psandbriese .....

64% ehern. 4'4% Rheinische Hyp.-Bank-Lign.-Goldpse,

6% ehern. 8% Pr. Landespfand briefanNall, Pfandbriefe R. 19

6% ehern. 7% Pr. Landespsand briefanstalt. Pfandbriefe R. 10

4% Oefterrelchische fflolDrente... 4,B0% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente ... <% Ungarische (Staatsrente v. 1910 4'4% desgi von 1913 ..

5% abgest. Goldmexikaner von 90 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagvadbahn-Anleihe

Serie l .

d% desgl. Serie II 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 64%Rum an.vereint).Ren tev. 1913 4% Rumänische vereinh. Rente ..

3%% Anatolier ...............

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Berlin

Schluß­kurs

Schlußt. Abend­börse

Schluß« turs

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Datum

13-4.

18-4.

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18-4

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Hamburg-Sübam. Dampfschiss.

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Hansa Tampsjchiss..........

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Norddeutscher Lloyd .........

0

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52,5

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96

Berliner Handelsgesellschaft....

4

95

96

96

Commerz, und Privat°Bank... Deutsche Bank und Discont»

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Gelcllschast................

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70

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Dresdner Bank..............

Reichsbank .................

0 1

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137,9

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61,5

137,9

A.E.G...................... o

Elektr. LieserungSgesellschaft... 5 Licht und Kraft g Felten & Guilleaume o

Gesellichaft für Elektrische Unter» nehmungen ............ 4

Rheinische Elektrizität 5

Schurken & Go. ............0

Siemens & Halske 9 ßahmeoer&Go 10

31,5

31,25

31,5

31,13

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92

92

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109

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109

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103,5

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168

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13,75 203.5

3«.? ! 86.75

Manner mann-RöhreUi Mansfelder Bergba«^«/,jZ Lberschles. Mofrrocrf*' Phönix Bergbau.

Rheinische Bramckötz

Nheinstabl

Buderus

Deutsche Erdöl

Gelsenkirchener .............0

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Hoesch EilenKöln-Neuesten.. 0 Ilse Bergbau alle Bergbau Genüsse ..wX,.

Klöcknerwerke .... xiaS®

Frankturi a.M.

Berlin

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13.4.

18.4

13.4.

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18

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Kaliwerke Aschersleben.....

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139

138,5

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Kaliwerke Westeregeln.....

... 6

140,5

139,5

140,5

140.5

Kaliwerke Salzdetsurl) ...

... 9

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200

200

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3 G. Farben.Industrte ....

... 7

135

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Scheideanstall............

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168

169

Goldschmidt .............

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59,65

60,25

60,25

Rülgerswerke............

... 0

52,75

52,25

53

52

Metällgelelllchaft..........

... 0

35

35,5

34,75

34,5

Phllwv Holzmann........

... 0

59

59

60

58,25

Zementwerk Heidelberg ...

Lementwerk Karlstadt......

... 4 ... 0

69,75

65

69,75

65

Wahß & Freutag ........

... 0

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Schultheis Payenhoser.....

... 0

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36,75

Aku lAUgemeine Kunstseide)

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38,5

37,75

Bemberg ...........

ZellNosl Waldhos .........

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49,25

49,25

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53

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26,9

Zellstoff Aschaffenburg ....

... 0

27

27,25

27,4

Dessauer GaS ...........

Daimler Motoren.........

Deutsche Linoleum .......

Vrenllein & Koppel .......

... 7 . - 0

0 ... 0

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30

30,5

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130

Griyner...............

36

Mawkraftwerke Höchst a.«.

Süddeutscher Zucker ......

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165 1

164

164

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

13. April

18. Ap.il

Amtlilvc Notierung

Amllick-e Notierung

(S'elP

Brie

Geld

Brie

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6,334

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Wien .....

45,45

45,55

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45,55

Prag......

Budapest ...

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

170,29

170,62

170,08

170,42

Ctflo ......

73,38

73,52

73,68

73,82

Kopenhagen.

63,99

64,11

64,24

64,36

Stockholm..

75,87

76,03

76,17

76,33

London .....

14,33

14,37

14,41

14,45

Buenos Aires

0,838

0,842

0,838

0,842

Neun ort ....

1,206

4,216

4,196

4,204

Brüssel ....

">8,74

58,86

58,59

58,71

Italien.....

Paris.....

21,56

21,60

21,58

21,62

16,59

16,63

16,57

16 61

Schweiz ...

1,37

81,53

81,37

81,53

Spanien....

35,66

35,74

35,76

35,84

Danzig ...

2,22

82,38

82,17

82,33

Japan......

1.894

0,896

0,889

0,891

Rio oc Jan.

9,239

0,241

0,239

0,241

Jugoslawien Xtthabon ...

5,135

5,145

5,135

5,145

13,06

13,08

. 13,11

13,13

Banknoten.

____________Berlin, 18. 2fr 11

Amerikanische Noten. .

Geld

4,18

Bries

4,20

Belgische Noten ......

. ......

51,43

58,67

Dänische Noten ..

63,87

64,13

Englische Noten ..........

14,37

14,43

Französische Noten........

16,53

16.59

Holländische Noten........

.......

>69,71

170.39

Italienische Noten.........

Norwegische Noten .......

.......

21,56

21,64

73,50

73,80

Deutsch Oesterreich, ä 100 Schwing

Rumänische Noten .......

2,46

2,48

Schwedische Noten........

76,00

76,30

Schweizer Noten... ......

81,19

81,51

Spanische Roten..........

.......

35,63

35,77

Ungarische Roten.........

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Der Heij MMM Berlin.19'*1 prM°l vov h n (ander Adolf 9lfle Kd.°sUb-r° häadigem h" schreiben durch - Mein lassen. £ fahren, if die k jj nis'erbesprechu abgesagt wordea-l gen werden ttstomS der Verschiebung M hliier, Vizekanzler tiiinW Söriug no getroffen (. * München Ist verschoben offenbar zunächst die Göring in München i römischen Besuch au kauzler zu seinem n nicht in Berlin persönliche Gl mm. Am Gratulan! ein Buch zur Ei

Donnerstag um 8 hifchen Minisle den Linden eine J l o gung einer Kapelle jchast der polizeiobl 55^ eines Sturme Stahlhelm statt.

Weck Seanilengch

Berlin, 19. 2 Minister Dr. Frick und die Onnenminifi April zu einer Konfe 68 Miautet, daß mi fammenfaHung, Reichsgebiet zu r ster dürsten zugleich n dem neuen 'Beamte in der praktischen Au deren Klärung nota dis zum 30. Sebteml Eine klare Definitiv Uschen Betätig Frontkämpsere ten ebenso scheint n streben, die auch diej Kreis der Maßnahm bezieht, die insc Betätigung ui '°rdert worden ff AaMchziai Sckng aus i Weimar, 17 nationalsozialistische ' aus dem ü Grenzgebieten trat ii

armahnte Aukuben an die

Gnch wUt?, U°lgung i{t S? die S verbände in mit diesen M elenden PSU ta jg^tion. Die P

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