Aus der Provinzialhauptstadt
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wisse Kunstgriffe im Bau
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Oie Wahlvorschläge derTlGDAP.
zum Gießener Gtadtrat, Kreistag und Kreisausschuß Gießen
21m 18. April in den frühen Morgenstunden wurde die Landeskriminalpolizeistelle ließen von Wolfersheim aus benachrichtigt, daß dort m der Nacht em Hilfspolizist erstochen worden sei. Oberstaatsanwalt Dr. Brill und Beamte der Landeskrimimilpolizci- stelle Gießen bcgabön sich im Kraftwagen nach Wolfersheim. Dort waren bereits ein Beamter der Kri-
Durch die Rekonstruierung des Vorgangs erschien der 17 Jahre alte Schlosserlehrling Willi R i e ß aus Wölfersheim der Tat dringend verdächtig. Trotz Bestreitens am Tatort legte er bei der nachfolgenden Vernehmung unter Vorhalt der erdrückenden Beweise ein G e st ä n d n i s ab. Er war auch derjenige, der von dem Hilfspolizisten Hofmann besonders zur Ruhe ermahnt worden war. Rieß führte den Stich mit einem größeren Taschenmesser nach dem linken Oberschenkel des Verstorbenen. Durch den Stich wurde die Schlagader getroffen. Das zur Tat benutzte Messer war in dem Bette des Täters versteckt. Rieß hielt sein Geständnis vor dem Richter in Friedberg aufrecht, in dessen Beisein er an die Leiche geführt wurde. Er wurde unter Haftbefehl gestellt und in das Landgerichtsgefängms
Dk. James Jrand. bhMsqen Uniti» n '^roieitor James um g^Deien, iyn ti äcam, oer ju» :t in einem Hrie,c I. dast er von öer lonltampser leinen ‘scana gatte ltiz5 • ege uorr oen gu» n mit einem Vhom ö ijettj den Ao-
Frau Wrede, Rordanlcg: 11 I, Frau Schäfer. Großer Sternweg 9, sowie im Parteilokal Sol - dan. Selterswcg.
Flaggenhiffung am 20. Apnl in Hoffen
Amtlich wird mitgeteilt: Das hessische Ge- famhniniUerium hat angeordnet, daß am 20. April, dem Geburtstag des Re chskanzlers Adolf Hitler, sämtliche staatlichen und gemeindlichen Be- s,öroen mit der Hakenkreuzflagge und. soweit die Möglichkeit dazu besteht, auch mit der schwarzweihroten Fahne zu flaggen haben.
Oie Reichswehr speist Notleidende.
Auf Grund einer Abmachung zwischen der Kreisleitung der NSDAP, und der Führung unseres Gießener Bataillons wird unsere Garnison am morgigen Donnerstag, 20. April, am Geburtstage des Reichskanzlers Adolf Hitler, in der Zeit von 17 bis 19 Uhr notleidende Bürger unserer Stadt ohne Rücksicht auf ihre polityche Einstellung speisen. Die Verpflegung findet ms zwei Feldküchen im Saale des Cafä Leib statt. Das menschenfreundliche Werk wird gewiß in allen Kreisen der Bürgerschaft mit aufrichtiger Anerkennung, die sich sowohl auf die Anreger wie auch auf die Träger erstreckt, vermerkt werden.
Körperverletzung mit tödlichem Erfolg
Don der Landesk.iminalpolizeistelle Gießen wird mitgeteilt:
10. Schmidt. Robert. Landwirt, Steinheim.
ll. 'Will, Hans. Betriebsleiter, Leihgestern.
12. Hoffmann IV., Jakob. Schuhmacher. BerS« rod.
13. Rchfeld. Arthur. Schmied. Langsdorf.
14. Sudhcimer. Adolf. Kaufmann. Diehen.
15. Schroth. Erich, Oberingenieur, Mainzlar.
16. Kahl. Wilhelm. Landwirt. Altcn-Buscck.
17. Balser. Heinrich, Architekt, Grünberg.
n Gesellschaft Jin.
i. Kongreß der für innere We = : e n 1) e I m • Stiel cr- JO Äerzle anwesend. L-chittenyeim wurde ! unb ju einem me- nm. Die Deutle Aich der deuWn großen Fragen um c Anerkennung öer immiger Mitglieder Afeltichasl die tiöu= h vom eugenelifchen ms. Meiler begrüße kenkafsenwefens und sozialen Einstellung, ellle der Borsihende iniß im Programm rzlevereinigung die ausarzles gefordert ichen Ausführungen zieh in die wiffen-
Knorpel mit «einer Fel zität^ dessen anspruchslos AdeHr bedarf. Derrn 5 cnqdeeii oimte. die
Für den Kreis ag Gießen:
K i r ch h ö f e r, Heinrich, Dergverwalter, Hungen.
Luley, Wilhelm, Rechtsanwalt. Gießen.
Metz. Karl, Steueroberinspektor, Gießen. Forchheim, Theodor, Arbeiter, Allendorf a. d. Lda.
eine gefährliche Verlängerung der „Verspannung".
Eine wahre Fundgrube ist ferner unser Körper für Materialtundige. Allein schon hinsichtlich mechanischer Eigenschaften. llnö man bedenke, daß abgesehen von den Kaltkristallen, mit denen sich das Knochengcwebe zur Erlangung seiner Härte imprägniert. der Körper seine Materialien nur aus eiwcihartigen ötotfen aufbaut. Ge- — und
zum provinzialtag und zum Gießener Kreistag.
Zur Rcubildung des Provinzialtags und Provinzialausschusses Oberhessen. sowie des G i e - tzenerKreistages und Kreisausschusses sind von der RSDAP., von der SPD. und von der Bereinigten nationalen Rechten (umfassend Kampffront Schwarzweißrot. Deutsche Dolkspar- tei. Christlich-sozialer Bolksdienst und Zentrums Wahlvorschläge eingereicht worden.
Jockel, Heinrich, Kulturinspekkor, Gießen.
Staubt, Hermann, Psarrcr. Lich.
u. Metz, Karl, Steucrobcrinspeltor, Gießen.
4. W r e d e , Karl, Direktor, Gießen.
Fung, Otto, Ingenieur, Waycnborn-Stein. berg.
Eudheimer. Adolf, Kaufmann, Gießen.
Wahlvorschläge
Wunderwerk der Natur
Technische Kunstgriffe im menschlichen Körper.
Don Or. med. K. Woltershausen.
gibt es den hohen Elastikeiner eigenen
Bon der RSDAP. in Gießen wurden die nachstehenden Wahlvorschläge eingereicht:
Für den Gießener Stadtrat:
l.L o h, Adam. Postassistent. Gießen.
2. Luley, Wilhelm, Rechtsanwalt. Gießen.
3- B a r t h o l o m ä u s, Heinrich, Werkmeister. Gießen.
4. W a 11 e r. Friedrich, Former. Gießen-
5- Sold an, Franz. Gastwirt, Dießen.
6. K u r z, Adolf, Oberingenieur. Gießen.
7. Eudheimer, Adolf, Kaufmann, Gießen.
8. P a p e, Karl Otto, Bankbeamter, Gießen.
9 Wenderoth, Wilhelm. Arbeiter. Gießen.
0 Dr. W o 1 k e w i h, Paul. Studicnrat. Gießen.
ll.Roll, Wilhelm. Landwirt. Gießen.
12. Lembke, Ludwig, Kaufmann, Gießen.
13-Friedrich. Otto, Lagerarbeiter. Gießen.
14. H a h n, Wllhelrn, Gerichtsreferendar. Gießen.
15- B l u m. Rudolf, Schreinermeister. Gießen.
16. G r a h l mann,Bruno,Obcringenieur, Gießen.
17-Ricolaus. Karl, Oberforstmeistcr, Gießen.
18. W a g n e r, Hermann, Dersorgungsanwärter, Gießen.
19- S ch e 11 c r, Joseph, Dentist, Gießen.
20. Wilke, With Im. Kausmann, Gießen.
21 .03raun, Karl, Schlossermeistdr. Gießen.
22. Prof. Dr. Herzog, Rudolf, Universitäts- Professor, Gießen.
23. Jockel, Heinrich. Kulturinspektor, Gießen.
24- H o r st, Karl. Kaufmann, Gießen.
25- Kempff, Otto. Major a. D.. Gießen.
26. S ch w a r z, Otto, Kaufmannsgchilfe, Gießen.
27. Moos. Karl, Buchhalter. Gießen.
23. G ö b e I, Adolf. Schuhmachermeister, Gießen.
29. L a u e r, Otto, Angestellter, Gießen.
30. H e y d, Friedrich Jakob, Kausmann, Gießen.
Wenzel. Karl, Landwirt, Lang-GönS.
Kuhn, Karl, Buchhalter, Lich.
Kauß, Willi, Landwirt, Lumda.
D r a u d t. Hermann, Pfarrer, Lich.
Hahn. Friedrich, Zimmermann, Beuern.
Metzger, Wilhelm, Bürgermeister, Röthges.
Weber, Karl. Landwirt, Bellersheim. Sch epp III., Wilhelm. Landwirt, Saasen. Jockel, Heinrich, Kulturinspektor, Gießen.
Für den Kreisausschuß Gießen:
Brückel, Wilhelm, AmtSgerichtsrat, Gießen.
Wcnderoth Wilhelm. Arbeiter, Gießen.
Wieder st ein, Wilhelm, Kaufmann.
Hungen.
Derghöfer, Heinrich, Landwirt, Treis an der Lumda.
Will. Hans, Betriebsleiter, Leihgestern.
Jockel, Heinrich, Kulturinspektor, Gießen.
Stellvertreter:
5. Sattler, Karl, Pfarrer, Wiescck.
6. W r e d e , Karl, Direktor, Gießen.
7. Drücket, Wilhelm, Amtsgerichtsrat, Gießen.
8. Jung, Otto, Ingenieur, Wahenborn-Stein- berg.
9. Balser, Johann, Maurermeister, Dettenhausen.
Polizeihauptwachtmeister Haubner.
(fcin Mitkämpfer des Reichskanzlers Adolf Hitler.
Vom Polizetamt Gießen wird uns mit» geteilt:
21 m 21- April verläßt ein Polizeibeamter umere Stadt, der es verdient, daß einiges über ihn berichtet' wird. Es ist Polizeiwachtmeister H a u b n e r.
Polizeihauptwachtmeister Haubner wurde am 16. Juli 1929 zum Polizeiamt Gießen versetzt. Wahrend seiner hiesigen Tätigkeit hat er sich die Wert chatzung und Hochachtung sowohl aller seiner Vorgesetzten als auch seiner Kollegen in vollstem Maße erworben. Sein strammes, aber jederzeit zuvorkommendes Wesen, gepaart mit unbedingtem Pflichtgefühl, das ihn auch veranlaßte, sich in dem ihm liebgewordenen Polizeiberuf weiter fortzubilden, haben ihn an jeder Stelle, an die er von seinen Vorgesetzten gestellt wurde, zu einem gewissenhaften, tüchtigen und strebsamen Beamten werden lassen.
Auf Grund dieser Tatsachen und in Anbetracht dessen, daß Haubner im Weltkrieg, wie nachstehend kurz angegeben, geradezu Hervorragendes geleistet hat, wird er, der seit 7. März b- 3. ßeiter der Hilfspolizei für die Stadt und den Kreis Gießen ist, ab 21. April vorübergehend zur Bereitjchasts- polizei in Mainz kommandiert, um alsdann an dem am 1. Mai 1933 beginnenden Offizierkürs in Darm-
OieBeranstaitungen derNSOAP. zum Geburtstag des Führers Adolf Hitler. |
Die Kreisleitung Gießen der RSDAP. teilt uns mit: ___ , „ , .
Dem Wunsche unseres Führers enttprechend. wird sein Geburtstag in schlichter Weise begangen. Am Dorabend, 1 9. A P r l l, 20 Uhr, findet im G ießener vtadtt Heater eine Sonderausführung des Schauspiels -Der 18. Oktober" statt, das Einblick gibt in den <jrei- heitskampf des deutschen Dolles gegen die Ra- polconische Herrschaft, der seine Krönung fand in der Bölkerschlacht bei Leipzig. Damals, wie heute, wurde der Grundstein gelegt für die Wie- dcrgeburt der deutschen Ration aus einer Zeit der Erniedrigung und der Wehrlosigkeit durch die Erkenntnis des deutschen Menschen, daß er untrennbar mit den Geschicken des ganzen Bolles verbunden ist. Die Ausführung wird eingclcitct durch eine Ansprache des Pg. Heinrich B ar t ho- komäus und Musikvorträge der SA.-Kapelle^ Die Eintrittspreise sind so niedrig wie möglich angesetzt, damit jeder Bolksgenosse zmn Besuch in der Lage ist. ,
Am Donnerstag, um 21 Uhr, findet un Cafe Leib die Feier der sämtlichen Parteiorganisationen ftatt. Zutritt Baten attc Mitglieder SA.- u>g> Sv^Leute Hitlerjugend. ALDO.. Frauen,chaften ujw. Der Eintritt ist frei. Die 6a-Äa»etIe bnngt muh- kcllische Darbietungen. Die Feier wird ebenfalls in einfachster Form durchgcführt.
Sammlung von Lebensmitteln für notleidende Volksgenossen durch die
NSDAP.
Don der Kreisleitung Gießen der RSDAP. wird uns mitgeteilt: .
Aus Anlaß des Geburtstags des Führers der nationalsozialistischen Bewegung und I^ichs- kanzlers Adolf Hitler findet emo durch die Dienststellen der RSDAP. veranstaltete o a m m- lung von Lebensmitteln I eder Art statt, die notleidenden Bolksgenossen ohne Rucklicht auf ihre politische Einstellung zugeführt werden sollen. Es wird die Bitte ausgesprochen, zu helfen, soweit es in öen Kräften des einzelnen steht. Die Lebensrnittel werden entgegengenommen bei den Ortsgruppenleitern Dr Heuser. Stephanstr. 44 111, Otto Lauer, Kirchenplatz 9 11, Otto Schwarz, Frankfurter Straße 431, Otto Pape, Friedensstr. 18. den Leiterinnen der grauenhaften Frau s ranz, Gvethestr. 30 111, Frau Kurz. Lieblgstr. 35,
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enschaft.
Wir leben in einem technischen Zeitalter. Maschinen umgeben uns. Maschinen verschaffen uns die tausenderlei Bedürfnisse des Alltags. Aber auch die Ratur selbst arbeitet mit „technischen" Kunstmitteln, wenn es gilt, unter den schwierigsten Bedingungen selbst auferlegtcr Gesetze einen Tier- oder Pflanzenkörper zu gestalten. Sind wir nicht selbst, unser Körper, solche Kunstwerke? — Geistvolle Menschen aller Zellen haben sich für dieses Thema interessiert. Waren sie Künstler, so bewunderten sie die Harmonie und Logik aller Teile — durchaus nicht untechnische 'Begriffe —, waren sie Forscher, so stieg ihre Bewunderung mit ihrem Wissen. Indessen hat erst die Borurteilslosigkeit unserer Zeit ein ungestörtes Studium auch des menschlichen Körpers ermöglicht. Ist er dabei auch nur eine der unzähligen natürlichen Konstruktionen, so ist in ihm allein doch eine unerschöpfliche Anzahl von Ideen verwirklicht — von den schwierigsten Borgängen im Körper, die mit Hilse noch immer unerforschten Materials mit unfaßbaren Qualitäten und Fähigkeiten durchgeführt werden, bis herab zu den einfachsten mechanischen Kunstgriffen. Aber gerade die letzteren sind um so interessanter, als sie unserem Berständnis rollständig zugänglich sind, und durch ihre Einfachheit immer von neuem verblüffen.
Da ist z. D. das H e r z , der Motor für den Umlauf des lebenswichtigen Ernährungssaftes, .des Blutes. Unaufhörlich, automatenhaft folgt Schlag auf Schlag. Und doch: ein Gedanke — und der „Automat" bekommt ein rasendes Tempo, ein Schreck — und er seht sekundenlang aus... eine scheinbare Ewigkeit für den Betroffenen. Wie kommt es aber, daß das mit der Pulswelle ausge» worfcne Blut nicht zurückströmt, wenn sich das Herz aufs neue öffnet, um sich mit Blut aus der entgegengesetzten Richtung zu füllen? Ganz einfach: es hat Bentile. Teilweise genau solche, wie unsere Pumpen sind haben: das gilt z. B. für das Bentil in der Ausflußbahn der Aorta, der Hauptschlagader des Körpers. Aber das Herz zeigt noch eine zweite Art von Dentilen. Sie liegen zwischen den Dorhöfen, „den Sammelbecken für die nächste Dlutwelle und den Kammern, den „Hubräumen" des Herz-Motors. Sie sind wieder anders, weil sie schwierigeren Bedingungen gerecht werden, d. h. erhöhtem Druck bei größerem Denttt- umfang standhalten müssen. Dabei bestünde an sich — besonders bei abnormer Beanspruchung — die Gefahr des Abreißens oder Hochgeschlagenwerdens der Klappenränder. Und das-Mittel dagegen ist uns auch nichts Reues: es heißt Ber- s p a n n u n g. Großartig ist dabei die Schwierigkeit umgangen, eine allzu starke Verlängerung der Spannsäden im Augenblick der Kammerzu- fainmenziehung. des Herzschlages, zu vermeiden. Der Ausweg ist ebenlo genial wie einfach, ein Teil der „Verspannung" ist als gleichsinnig arbeitender Muskel ausgebildet, und verhindert so
Gießen übergeführt.
Der Täter Willi R i e ß war im Besitze eines vorläufigen Ausweises als SA.-Anwärter beim Sturm 6/222, ausgestellt am 10. April 1933.
Bornotizen.
— Tageskalender f ü r Mittwoch : Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Drand- platz, 15 bis 17 Uhr, große Frühjahrs-Ausstel- hing.
— Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, aus Anlaß des Geburtstages des Führers Adolf Hitler, Sonder- oeranftaltung der NSDAP. (Kreis Gießen) mit einer Aufführung des Schauspiels „Der 18. Oktober" von Walter-Erich todjäfer; Spielleitung Peter F a s- {ott. Ende 2230 Uhr. Für die Mittwoch- Abonnenten fällt die Abonnements-Vorstellung heute aus und wird auf einen anderen Zeitpunkt verschoben. — Freitag, 21. April, 20 Uhr, als 27. Vorstellung im Freitag-Abonnemen^ zu gewöhnlichen Preisen Wiederholung der Spielplan-Neu- heit: .Hasenklein kann nichts dafür!" Schwank von Mahner-Mons in der Besetzung der Erstaufführung mit Ludwig L i n k m a n n als Gast in der Titelrolle. Ende 22.15 Uhr. — Voranzeige des Spielplans für Mittwoch, 26. April, als 27. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement Opern-Gastspiel des Hessischen Landestheaters, Darmstadt, mit der einmaligen Aufführung der Oper: „Fidelio" von Beethoven. Dpcrnpreil'e; Vorzugs- und Rundfunkgutscheine haben Gültigkeit. Vorverkauf hat begonnen.
** RachträglicheEinlösung DonCe» bensmittel-Derbilligungsscheinen. Zur Dermeidung von Härten hat sich der Reichsarbeitsminister damit einverstanden erklärt, daß ; die Abschnitte der für die Monate Januar, Februar und März 1933 ausgegebenen Reichsverbilligungsscheine für Frischfleisch und andere Lebensrnittel auf Antrag nachträglich eingelöst werden. Der Antrag muh jedoch bis zum 30. April gestellt sein. _ t
•• Bereinigung der 105. Inf. - Div. v. Mackensen. Im Anschluß an eine Tagung der 105. Jnf.-Div. (v. Mackensen) wurde eine 'Besprechung abgehalten, in der der Wunsch geäußert wurde, eine Bereinigung der 105. Infanterie-Division zu gründen bzw. auszubauen. Am 2. Juli soll deshalb eine weitere Zusammenkunft stattfinden, die alle ehemaligen Kameraden. die sich anzuschliehen bereit sind, im Hotel Kobel vereinigen soll. Anfragen und Auskünfte werden durch Wilhelm Wagner (im 1 Hotel Kobel) erteilt
bet. die Haut und die Adern in'Spannung erhält, immer bereit, eingetretene Deformierungen mit großer Kraft wieder auszugleichen. ohne dabei Kalorien zu verbrauchen. Denn auch hier fin- den sich kaum Qlbern — höchste Oefonomic! Und endlich sehen wir, wie im Lauf des ersten Werdens sich die Gewebe des Auges im unerklärlichen Gntwicllungsfpiel aus ganz gleich aussehendem Rachbargewebc zu durchsichtigen Substanzen entwickeln, um schon bei der Geburt ihren strahlenden Glanz, Ihre glashelle Klarheit zu bc- sitzen. Unö das alles aus Eiweiß!
Der Güte des Materials entspricht seine Ber- wendungsart. Kein Zuviel, und doch h ö ch st e r mechanischer Effekt. Wie jung ist erst die Entdeckung, daß. gleiche Materialmengc vorausgesetzt, keineswegs massive Eisenstäbe die festesten sind. Und wie alt ist die Tatsache, daß die menschlichen Glieder hohle Röhrenknochen haben! Ein besonders feines Balkenwerk zeigen die Gelenkenden. Bei starker Vergrößerung sieht das genau so aus. wie eine moderne Brückenkonstruktion: dieselben Kurven, dieselben Berstrebungen. — Wie beweglich sind ferner unsere Finger! Und doch können wir nicht einmal jeden Finger einzeln strecken und biegen, ja nicht einmal die beiden Endgliederreihen isoliert bewegen. Denn nur auf der Beugeseite ist «für jedes Gelenk eine Sehne vorgesehen. Auch dabei ist ein Kunstgriff. Die Endgelenksehne liegt nämlich unter der für die Mittelglieder. Wie soll sie ans Ziel gelangen, wo kein Ausweichen möglich ist? Ganz einfach: die obere bildet eine Gabel, und die tiefere schlüpft hindurch. Das ist nichts Besonderes, zugegeben. Und doch mochr man immer wieder die Beobachtung, daß die jungen Aerzte, denen man diese Dinge zeigt, darüber erstaunt sind. Dunkel fühlt wohl jeder einen verwandten Geist am Werk, einen Hauch von Sympathie, etwas Menschliches, auch wir würden wohl die gleiche Lösung bei gleicher Aufgabe gefunden haben.
Roch ein letztes Wort über das Organ, das an tausend Fäden, den Rerven. unsere „Maschine" Htet. Ist in d"v Tat das Gehirn der innerste Wesenskern des Körpers, so mußte es auch entsprechend geschützt werden. Wie ist die Lagerung, die Federung? Man vergegenwärtige sich die ganze Größe der Aufgabe: in einem Körper, der durch Eigenbewegung auf unebenen Flächen, durch Stürze und dergleichen, dauernden, zum Teil sehr beträchtlichen Erschütterungen ausgesetzt wird, ist erschütterungsfrei ein Organ einzubauen, das aus mechanische Reize, empfindlich fast wie ein Seismograph, ganz unberechenbar reagieren würde. Run, die Ratur bedient sich hier eines hydraulichen Systems innerhalb einer festen Kapsel, des Schädels. Darin ist das Gehirn aufgehängt. an tausend und abertausend loderen Fäden, Spinnwebenhaut genannt. zwischen deren Massen eine dünne Eiweiß- lösung strömt. Und im Innern des Hirns findet sich ebenso ein Hohlraumsystem. das mit dem äußeren in Berbindung steht. Man begreift, welch weiche Federung ein Körper durch Schwimmen in einer annähernd gleich schweren Flüssigkeit erfahren muß. — Zweifellos ist das nicht das Wunderbarste an diesem Organ. Das größte Wunder bleibt die Art seiner Funktion, angefangen von der einfachsten Rerventätigkeit dis zu den Problemen seiner geistigen und seelischen Leistungen. Aber warum ins Komplizierte gehen? I -253er Augen hat, zu sehen, wird schon im Einfachen das Große ahnen: das Wunderwerk des menschlichen Körpers — und seiner Seele.
Ibft. Die llhc zeigt wird auf der über hn so schnell zurück- 14 bis 15 & den chenntinisterlum em- Uhr erscheint der er Mslol'M tm -ohcn IcrsammlE
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Heber seine Äriegsdienstzeit ist kurz folgendes zu lagen: Der jetzt 38jährige Polizeihauptwachtmeister Haubner meldete sich als Neunzehnjähriger im Marz 1914 beim 2. Bayerischen Ulanenregiment in Ansbach und trat am 16. August 1914 zusammen mit dem jetzigen Reichskanzler Hitler als Kriegsfreiwilliger beim 2. Bayerischen Znfanterie-Regiment, 6. Rekrutendepot (Elisabethenschule) ein. Beide verlebten zusammen die Rekrutenausbildung und marschierten Anfangs Oktober 1914 mit der 1- Kom-
Schlacht am 29. Oktober 1914 allein 800 Tote und Wolfersheim.
1500 Verwundete hatte, überhaupt von fämllichen Nach der Tatortbesichtigung wurde mit den Ver- banerifdicn Regimentern dasjenige ist, welches mit nehmungen der Festgenommenen und Zeugen begon- 3742 loten während des Krieges die meisten Ver- nen. Die Festgenommenen waren bis zur Feier- lufte aufzuweisen hat abendstunde in der Wirtschaft von Theodor Muller
Bereits am 31. Oktober 1914 wurde Haubner auf in Wolfersheim. Nach dem Verlassen der Wirtschaft Patrouille durch einen Hals-, zwei Schullerschüsfe waren die jungen Leute auf der «traße noch Wut, und einen Bajonettstich in die rechte Hand verwun- was die Hilfspolizeistrelfe, bestehend aus dem «4t.- det Nach seiner Wiederherstellung kam er zum Bay- Mann Wilhelm Hofmann aus Wolfersheim und rücken Nef -Fnf. Regt. Nr. 18, 3. Kompanie, in die Max Bleeßer aus Dorheim, veranlaßte, emzu-
Hockvogefen um daselbst am Reichsackerkopf und schreiten. Hierbei kam es zwischen der Histspolizei
Höbe 830 im Münstertal zu kämpfen. Haubners Re- und den jungen Leuten zu einem kurzen Wort-
qiment tarn alsdann nach Galizien, um an der wechsel, in dessen Verlauf Hofmann von feinem
oroßen Offensive teilzunehmen. Bei einem Bajonett- Gummiknüppel Gebrauch machte Gleich darauf rief Angriff auf Oleszicze wurde er am Ringfinger der aber auch Hofmann: ,^ch bin gestochen! Er wurde linken Hand verwundet. Im Oktober 1915 kam Haub- sofort von seinem Begleiter zu dem in nächster Rahe ner zum 1 Bayerischen Ersatz-Inf.-Regt., 2. Komp., wohnenden Arzt gebracht und von diesem nach Anin die Vogesen und im Juni 1916 zum Sturmtrupp legen eines Notverbandes mit semem Kraftwagen m der 39 Bayerischen Referve-Dioision als Flammen- das Krankenhaus Friedbera emgebefert mo er als- Iräger Im Dezember 1916 geriet Haubner in der bald verstarb. Inx, Lause der Ermittlungen ver- crößten aller Schlachten, vor Verdun, in französische dichtete sich der Verdacht auf fünf der festgenomme- ©efangenfdjaft. Die Tapferkeit und Furchtlosigkeit nen Personen. Da iedoch eine Klärung ohne weiteres Haubners sind auch dadurch bewiesen, daß er, von nicht herbeigefuhrt werden konnte, wurden sämtliche einem französischen Offizier zu einer einen Soldaten Festgenommenen an den Tatort verbracht und die erniedrigenden Arbeit herangezogen, diesem den Ge- Zeugen zugezogen, horjam verweigerte und tätlich angriff, weshalb er nom Kriegsgericht der 8. Region zu Burges zu fünf Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde. Nach einem -ritten, von großen Strapazen und allen möglichen Äc ahren begleiteten Fluchtversuch erreichte Haud - nerim März 1920 die deutsche Grenze. Das Eiserne Kreuz 1. Klasse und andere hohe Orden wurden Haubner wegen feiner hervorragenden Tapferkeit vor dem Feinde verliehen. , .
Dem durchaus strebsamen, jederzeit auf Weiterbildung bedachten Polizeihauptwachtmeister Haubner wird es bei seinem bekannten Fleiß, der mit zäher Energie gepaart ist, nicht schwer fallen, den Anforderungen, die seiner während des Offizierkursus harren, gerecht zu werden.


