Ausgabe 
19.4.1933 Frühausgabe
 
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Mittwoch, 19. April (955

185. Jahrgang

Nr.9( KrüvauSgabe

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Ministerpräsident Göring:

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das am Boden lag. wieder emporgerissen.

wir haben in unserem Kampf in den letzten 14 Jahren manche Niederlage erlitten und viele stolze Siege errungen. Aber so wie wir nach den Niederlagen nicht verzagten, so wollen wir nach dem Siege nicht übermütig werden. Rein äußerlich haben wir die wacht, rein äußer­lich besitzt heule unser Führer das Ruder des Staates. Und doch weih er, wie kein anderer, daß es gilt, jetzt wahr zu machen, was wir die ganze Zeit gepredigt haben: Die Geschlossen­heit des deutschen Volks. 3m Kampf.

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Wir sind zusammengekommen, um des Mannes zu gedenken, der heute das Schicksal unserer Hei­mat lenkt, dieses Mannes, der uns überhaupt erst 'eimatneugeschaffen hat, die

der Kraft seiner Persönlichkeit, hingeriii^n von der Größe seines Geistes, Hunderttausende.

Wir sind oft in diesen Llahren verlacht worden. Als einen Wahnsinnigen hat man unseren Führer hingestcllt, einen Fanatiker, sagten sie, die noch einigermaßen wohlwollend über ihn sprachen, und doch, meine lieben Landsleute, wo wäre heute dieses Deutschland, wenn er und seine Mannen nicht Fanatiker gewesen wären, denn nur mit diesem Fanatismus haben wir ein Bolk,

liegt, immer den Weg des geringsten Wider­standes- Nachdem Groencr und Brüning nieder- gerungen waren, sieht ihn die Aera Papen- Schleicher in elastischem Angriff. Reichstags- neuwahlen in ungehinderter Propaganda und Aushebung des SA -Verbotes waren ihmeine Messe wert". Manche haben den Führer, der weiter sah, damals nicht verstanden. Heute be­greifen sie, wofür die Neuorganisation und Aus­gestaltung der SA- und SS. machtpolitisch un­bedingt notwendig war. Daß das Bürgertum den sofort nach dem Sieg des 31. 3uli erhobenen Züh.uncs n p uch ter NSDAP nicht an rkani te, wurde nicht der NSDAP-, sondern dem Bürger­tum zum Verhängnis. Adolf Hitler selbst hat während des ganzen vorigen Jahres trotz oller Unkenrufe der Kampfesmüden und Vernunft- Patrioten stets die Lleberzeugung gehabt, daß die Zeit sür die NSDAP, noch nicht reif und ihre Stunde noch nicht gekommen sei.

Der 13. August, von vielen alsschwarzer Tag" für die NSDAP, angesehen, war in Wirk­lichkeit nicht nur ein triumphaler Sieg des Eha- ratters und der Persönlichkeit Adolf Hitlers, sondern wurde auch von ihm selbst instinktiv als einer der glücklichsten Tage für die Bewegung empfunden. Wie zuversichtlich er diesem Empfinden Ausdruck gab, während die Derzwe fler im Lande alles für verloren hielten, wissen die, die in diesen Tagen an seiner Seite waren. Durch Kampf war die NSDAP, grob geworden, und nur durch Kampf, durch völlige Zermürbung ihrer Gegner konnte sie siegen das war und blieb die Losung des Führers.

da gilt nur der hieb, gilt nur der Angriff. Da muß man dem Gegner wehe tun, da muß man ihn schlagen, vernichlen, wenn es sein muß. wenn aber der Kamps vorbei ist, wenn der Sieg das Werk krönt, dann mph man versöhnen können, Versöhnung sinden für die, die auch nur verführt waren, wie viele von uns, die heute treue Kämpfer sind. Man muß sich klar darüber sein, daß man alles tun muß, um eine neue Verhetzung, neue Verführung zu ver­hindern.

Nur dann kann diese Nevolution als geglückt, als beendigt angesehen werden, wenn alle Men­schen. die heute noch abseits und draußen stehen, wiedergewonnen werden für ihr Volk und Vaterland. Das wird die Aufgabe der Revolu­tion fein. Die deutsche Geschichte der letzten 14 Jahre ist vorbei. Zerrissen sind die Blätter der Schande und Schmach und ein neues Ka­pitel deutscher Geschichte ist begonnen. Dieses Kapitel heißt: Die Ehre und die Frei­heit sind die Fundamente des neuen Deutsch­lands.

Die Rede Görings wurde vielfach von brau­sendem Beifall unterbrochen. 3m Anschluß an die Festrede sangen die Teilnehmer das Horst-Wesscl» Lied. Sodann ergriff Vizekanzler v. Po­pen das Wort zu einer kurzen Ansprache, in

_________Zähren verloren ging. 3ch kann mir besonders vorstellcn, wie schmerzlich es für euch

fichilichmit der Ernennung des gegen­wärtigen Staatspräsidenten Dr. Wer-

nossa", sondern er kämpfte in Lippe in der letzten entscheidenden Ausgangsstellung für den Durch­bruch zum Staat, der am 23. 3anuar beim Rück­tritt Schleichers gesichert war und am 30. 3anuac unter dem 3ubel des Volkes seine Bestätigung fand. 3n Aodlf Hitler ist Deutschland aufge- ftanden.

Seitdem hat Adolf Hitler als Kanzler zahl­reiche Beweise seines überragenden staatsmän­nischen Könnens geliefert. Seine Führerper'öu- lich.eit setzte sich im Kabinett vom ersten Tage an durch und fand restlose, überzeugte Anerien- nung, für viele, die ihn nicht kannten, über­raschend, für die, die mit ihm kämpften, nur eine Bestätigung. Der Stellung des deutschen Rc chskanzlers hat Adolf Hitler innerhalb we­niger Wochen wieder 3nhalt und neuen Glanz, dem deutschen Volke wieder Glauben an die Persönlichkeit gegeben.

Aber wir können diese kurze Würdigung Adolf Hitlers als Kämpfer und Staatsmann nicht schlie­ßen, ohne der inneren Größe, die ihn als Men­schen auszeichnet und adelt, den Ehrenplatz zu geben, der ihr im Gesamtbild seiner Persönlichkeit zukommt. Die Schlichtheit, Bescheidenheit und Einfachheit seines Wesens, die jeder wirklich gro­ßen Persönlichkeit erst ihren wahren Charakter- wert verleiht, hat sich Adolf Hitler auch als Kanzler bewahrt. Adolf Hitler ist geblieben, was er immer war. Unt> es ist vielleicht mehr diese tief innere menschliche Größe, um derentwillen ihn dos Volk liebt, als die Macht, die er heute zum Segen der Nation in seiner Hand vereinigt, und der Ruhm, der ihm als Retter der Nation gebührt.

ne r jum Reichs st atlhaller in Hessen zu rechnen ist. Es wird darauf hingewiefen, daß Dr. Werner der einzige Staatspräsident eines deutschen Landes ist, der nach dem 5.März ver­fassungsmäßig vom Landtag gewählt worden ist, und daß keinerlei Anlaß besteht, ihn dieser Richte, die nunmehr auf den Reichsstatt­halter übergehen, zu entkleiden. Dr. Werner erfüllt zudem die Voraussetzungen des Staatholter- gesehes, indem er nicht nur geborener Hesse ist und in Hessen wohnt, sondern auch seit Jahrzehnten seine Lebenskraft nichts anderem gewidmet Hot, als der völkischen Erneuerung des Hessenlandes. Die Er­nennung des Staatspräsidenten Dr. Verner zum Reichsstattholler würde auch die Verwirklichung der allen nalionalsozialistischen Forderung nach dem Lin-Mini st er-Sy st em in Hessen ermöglichen, denn nach dem Ausscheiden des Statthalters aus dem hessischen Gesamtminislerium würden, wie wir erfahren, alle Mini st erien in der Hand des Slaatsministers Dr. Müller ver­einigt werden. Das Land Hessen hätte bann wirk­lich wie ihm versprochen nur e i n Minister­gehalt aufzubringen und dürfte das vertrauen hoben, daß die große Machlfülle des Reichsftalthal- ters in der Hand eines Mannes läge, der d i e wünsche und Nöte des Hessenvolkes

l aus jahrzehntelanger politischer Arbeit genau kennt und sie auch bei der Reichsregie-

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bürgte.

So hat Adolf Hitler in diesem entscheidenden Jahre in zwölf Wahlkämpfen, in denen er der Bewegung die Gegner vor die Klinge brachte, die gegnerische Front planmäßig zermürbt und 3er- rieben. Aber immer und überall stand er auch selbst an der Spitze und trug persönlich die Hauptlast des Kampfes. 3n der Benutzung des Flugzeuges hatte er das technische Hilfsmittel erkannt, das feiner rastlosen Energie entsprach und die Möglichkeit bot, die ^leberlegenhett ferner Persönlichkeit in bisher unerhörter Welle zum Einsatz und zur Auswirkung zu bringen. Wahrend er im ersten Reichspräsidentenwahlkampf inner­halb 14 Tagen ohne Flugzeug als Höchstleistung vor nur 500 C00 Menschen sprechen konnte, gelang es später durch ein mörderisches Tempo, per Flugzeug in dem gleichen Zeitraum rund drei Millionen Menschen zu erfassen. Eine gigantische Leistung zähen und eisernen Willens, die uner­reicht dasieht in der Welt.

Aber neben feiner mitreißenden Willenskraft ist die abwägende, eiskalte ileberlegung, die staatsmännische Klugheit und politische Elastizi­tät einer der hervorragendsten Züge seiner Per­sönlichkeit. Trotz seiner eisernen Kampfnatur geht Adolf Hitler, wenn das grundsätzliche Ziel fest-

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Chefredakteur

Dr. Friedr. Wich. Lange. Derantwortlich sür Politik Dr. Fr. Will). Lange: für Feuilleton Dr H.THyr ot; für den übrigen Teil Ernst Dlurnschein und ür ^>en An­zeigenteil i.D.Th.Kümmel lämtlich in Gie -,e i

(Sine E.tlärung des Lande:wa!,Heiters.

Darmstadt, 18. April. (WSN.) Wie der Lon- deswahllciter mitlcilt, hat die Deutsche Volkspartei dem Landeswahlleiter em Exemplar der V e rbin- dungserklärung überreicht, die für die Reichstagswahl vom 5. Mär; eingeretcht worden war. Rach Auffassung der DBB. liefere die Derbindungserklorung eindeutig den Beweis, datz die Listenverbindung zwilchen der DVP. und dem Christitch-Sozialen Bolksdienst nicht nur im Wahl­kreisverband, sondern auch im Wahlkreis Hessen-Darm st adt selb st bestanden habe.

Der Landeswahlleiter erklärt dazu, daß diese Auf­fassung irrig ist. Lei der Reichstagwnhl sind Ver­bindungen der gleichen Parteien zulässig ent­weder im Wahlkreis ober im Wahl­kreisverband. Unzulässig sind gleiche Ver­bindungen im Wahlkreis u n b im Wahlkreisverband. Die Berbindtingsertlärung, die die DVP. und der Christlich Soziale Volksdienst der Reichstagswahl vorn 5. März abgegeben haben, bezwecken unzweifel­haft Verbands Verbindung. Dies ist in der Erklärung ausdrücklich ausgesprochen, auch sind die Erklärungen an den Wahlleiter des Wahl­kreisoerbandesgerichte t. Die Erklärungen sind auch allein als Verbandsverbin­dung zugelasfen worden. Wenn in den Schriftstücken die Derbandsverbindung auch inner­halb des Wahlkreises Hessen Darmstadt erklärt wor­den ist, so war diese Erklärung 0 h ne Bedeu­tung, weil es eine Derbandsverbindung innerhalb des Wahlkreises nicht gibt, und weil, wie oben ge­sagt, eine Verbindung der gleichen Parteien inner- 1 halb des Wahlkreises und des Wahlkreisverbandes

der er besonders auf die Auferstehung des be­dankens des heiligen Deutschen Reichs hinwies. Dieser Gedanke umfasse uns alle, umsalle alle Deutschen, wo sie auch im Weltkreis wohnten. Vizelanzler v. Papen schloß mit dem Wunsch, daß die Liebe zu dem neuen Deutschland fcbhcti- lid) alle Deutsche gewinnen möchte.Deshalb verlasse ich Sie heute mit dem heißen Wunsche, den Geburtstag unseres Führers zu begehen mit dem Gelöbnis: Alles für dieses Deutschland, das wir so mit heißem Herzen lieben." _ ,, ..... .

Der deutsche Botschafter v. H a s s e l l sch.ldert^ seine erste Bekanntschaft mit Adolf Hitler vor zehn 3al)ren. Damals habe ihm H.tler gesagt, es sei seine Sendung, den zersetzenden Marxis­mus zu vernichten. Diesem zersetzenden un> na iona.en Marx.smus habe Adolf Hitler einen Schlag versetzt, von dem er sich hoffentlich nie wieder erholen werde. Heute, so fuhr 6er joot- schafler fort, möchte ich nur wünschen, daß Adolf Hitler nech zwei andere Dinge vern.chten würve: Rach innen d ie deutsche Zwietr ach t und nach außen die deutsche Knecht-

Rach einem Hoch auf den Reichskanzler Adolf Hitler, das deutsche Vaterland und fein grelles Oberhaupt fang die Versammlung das Deutsch­landlied. Die Feier klang in dem gemeinsamen Gesang deutscher Lieder aus.

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Wird Staatspräsident Dr. Werner Reichsstatthatter in Hessen?

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Sie entsprang der klaren, zwingenden, unbarm­herzigen Logik seines Denkens, die ich neben seiner charakterlichen Größe und dem Feuer seines Willens immer als Adolf Hitlers stärkste Seite gesehen habe.

Bei diesen Eigenschaften der Führung war d e r Endsieg mit mathematischer Sicherheit voraus- zusehen wenn die Bewegung durchhielt. Die Treue, die sie trotz aller Versuchungen dem Füh­rer hielt, ist über jedes Lob erhaben. An dieser Nibelungentreue brachen am 6. November die Wahlkampfhosfnungen der Gegner zusammen, und was abermals vielen als Niederlage erschien, wurde in Wahrheit zum innerlich größten Sieg: Unter den denkbar schwierigsten Verhältnissen, unter einem Druck, den keine politische Organi­sation der Welt ertragen hätte, hielt die Bewe­gung stand. Für den Führer war das der un­trügliche Beweis, die sichere Gewähr, mit ihr als politischem Machtinstrument operieren zu können, was auch immer kommen mochte. Was folgte, war nur noch zwangsläufig, war unter Adolf Hit­lers politischer und taktischer Meisterhand ge­sichert.

Das taktische 3ntermezzo vom 19. bis 23. No- vember beim Rücktritt Popens, den letzten Ver­such, die Bewegung für den alten Staat einzu­fangen, fertigte Adolf Hitler ganz überlegen ab. Cs gelang ihm dabei, seine Haltung vor der ganzen Nation glänzend zu rechtfertigen. Den Sturz Schleichers, den er als entschlußlosen Zau­derer erkannt hatte, konnte er jetzt mit kühler Reserve abwarten. 3n Köln, zur Unterredung mit Popen, ging Adolf Hitler nicht »nach 6 a-

Franksurka. IN, 18. April, sw SN.) Aus gut , tzjp ZvllSNÜltei ltM

unterrichiclen Kreisen verlautet, daß voraus- WH Ul h

sichtlich mit der Ernennung des gegen- kll lOl

(Er|d)tini tägltd). außei Sonntags und Feiertags

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daß schon lange vor Beging der Feier der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Der Vorsitzende der deutschen Vereinigung Scheffer entbot den deut­schen Landsleuten den Willkommensgruß. Er wies auf den Sinn und die Bedeutung der Feier der deut- schon Kolonie hin als einem Fest der Zusammenge­hörigkeit aller Romdeutschen und darüber hinaus aller Ausländsdeutschen. Nach dem Vortrag des

I. OttvMo M,, SOttDC qjS'i'V

Wenn heute zum ersten Male nach dem Siege Berlin, 18. April. Die deutsche Kolonie in Rom der nationalen Revolution das janje Deutschland veranstaltete heute abend zu Ehren des Vizekanzlers den Geburtstag Adolf Hitlers, uc8 Kanzlers und D. Papen und des Ministerpräsidenten Goring Führers der nationalsozialistischen Bewegung sei- anläßlich des 4 4. Geburtstags des Reichs- ert, dann wird mir die Erinnerung lebendig an kanzlers einen vaterländischen Abend. Die Ver- j e ne n 2 0. April des Vorjahres, an anftaltung fand das lebhafte ft e Zntercsse dem Adolf Hitler seinen Geburtstag in einem an- nicht nur aller in Rom lebenden Deutschen, sondern deren Deutschland und unter so ganz anderen Ver- wurde auch von vielen sich auf der Durchreise in hältnissen beging wie heute. Mitten im härtesten Rom befindenden Gästen aus dem Reich besucht, so Kamps, im Flugzeug hoch über Deutschland, zwi-..... ni * v " a-':

schen Königsberg und Deutschland, dursten wir dem Führer gratulieren, der auch an diesem fei­nem Ehrentag nicht einen Augenblick daran dachte, zu feiern, sondern ihn wie jeden anderen Tag seinem Werte, seiner rastlosen Arbeit und sei­nem faustischen Dingen um die Erhebung der Nation opferte. Heute ist uns aus Adolf Hitler, ---- ------------------

dem Kämpfer, der Staatsmann gewachsen, Präludiums und Fuge in L Moll von Johann Se- gcliebt und bewundert vom ganzen Volke, geachtet baftian Bach sprach bann, von stürmischen Heilrufen und anerkannt von der ganzen Welt. lebhaft begrüßt.

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen

Drink vnd Verlag: vrühl'fche Umvetfttals-Vuch- und öleindruckerei R. Lanze in Gießen. Sdfriftleitung und Geschäftsstelle: 5chn"traße 7.

Was zwischen diesen beiden Geburtstagen liegt, was sich in diesem entscheidenden letzten in Deutschland abspielte, ist ein Stück deutscher Geschichte. Aber was ihr Ge- Adolf Hitler in diesem kurzen, noch so Abschnitt seines Lebens vollbrachte und _____ die ihm vom Schicksal gestellte gewaltige Ausgabe meisterte, das ergibt ein Bild seiner,-------,-------, . . , , .

Persönlichkeit, das sich in seiner charakterlichen Romdeutsche gewesen sein mag in all diesen ver- Größe nur denen ganz erschließt, die die ent- gangenen 3ahrcn. 3hr wäret mitten in e'.ner Stadt, scheidenden Stunden und großen Augenblicke die- in einem Volke, das stolz erhobenen Hauptes seine ses Kampfes an der Seite ihres Führers un- Nation wieder zum Aufblühen brachte, ihn so mittelbar miterleben durften. Man müßte das stärker mußtet ihr die Demütigungen fühlen, die Erleben dieses schicksalentscheidenden 3ahres der allen Deutschen auferlegt waren. Der Auslands- deutschen Erhebung niederschreiben, um der Per- deutsche schämte sich vielfach seines Deutschtums, sönltchleit Adols Hitlers gerecht zu werden. Hier weil in der Heimat sein Deutschtum vergesscn war. können wir nur mit wenigen Strichen den inne- Nacht lag um uns und schwer lag das Gewölk ten Zusammenhang der Ereignisse andeuten. aut Deutschland. Mitten in dieser Verzweiflung, 3m vollen Bewußtsein der schweren und ent- mitten in dieser Lethargie tarn plötzlich ein scheidenden Bedeutung des bevorstehenden Kamps- Mann, unbekannt wie der Soldat des Welt- ab.chnittes ging Adolf Hitler in das 3ahr 1932 knegs, und brachte dem deutschen Vol wre- hinein.Die Welt geht einer Entscheidung ent- der eine nung an die Wie der gegen, die sich in 3ahrtausenden oft nur einmal au f e r ft e u n g Deutschla n d s And dieser 5o lzieht", schrieb er mit instinktsicherer Voraus- Mann ist heute unser Vollskanzler Rdoli Hit- sicht in seiner Neujahrsbotschaft, mit der er das le r. Weil er Glauben tnsich lrug. konnte er große Kampfjahr einleitete. Nach zwölf 3ahren Menschen glauben lassen, well er Liebe in sich unermeßlich mühsamer Aufbauarbeit sah er end- trug, konnte er Menschen wieder lieber1 lasten, sich die Zeit gekommen, dem Gegner das Gesetz und weil er seinem Gott und se nem Volk des Handelns' vorzuschreiben. Wit Genugtuung vertraute konnte er das Vertrauen auch im Volk emvsonden wir alle die erste machtpoli-I wieder schassen. Weil er sich selb st t r c i fi fchö Ki-tiftwirkuna der Bewegung war, konnte er Treue auch von seinen Mannen als ^ho/wenige Tage spä?er, am 5. 3anua? 1932' »erlangen und wird die immer haben. Er lehrte Adolf Hitler von der Reichsregierung nach Berlin uns, wie ein deutscher Mann glauben unö ar- berufen wurde, um ihn für die Verlängerung beiten mußte.. vo folgten ihm, hingerissen von der Reichspräsidentschaft Hindenburgs zu ge­winnen. Man brauchte und rief den Mann, den man bisher als den ärgsten Feind des Staates verfemt hatte! Zum erstenmal fa^ er, der Führer und Kämpfer aus tausend Schlachten, Gelegenheit, seine staatsmännische Begabung zu erproben. Er meisterte die Lage in erstaunlicher Weise und versetzte der Regierung durch den erzwungenen Rückzug Brünings gegenüber dem Reichspräsidenten einen schweren Stoß, dessen entscheidende Auswirkung sich später zeigen sollte.

Wenn man die erste Reichspräsidentenwahl dasKunersdorf der nationalsozialistischen Be­wegung" genannt hat. dann sicherlich mit Recht insofern, als die Haltung Adolf Hitlers nach dieser verlorenen Schlacht allein entscheidend ge­wesen ist für den Ausgang des ganzen Feld­zuges und damit den Sieg der Bewegung. Nie­mals sah ich Adolf Hitler größer als in dieser Mitternachtsstunde des 13. März im Braunen Haus in München, als er angesichts der Nieder­lage und des Defaitismus den wahrhaft heroi­schen Kampfbefehl diktierte, unverzüglich und mit zusammengerissener Kraft aufs neue a um­greifen. Wer diese Stunde im Zeichen eines schlechthin unbedingten vulkanischen Wittens und die emporreißende Wucht des anschließenden ersten Deutschlandsluges miterlebte, der spürte älrsache und Wirkung nur in einem: 3n der Kraft der Persönlichkeit, die das Gesetz ihres Wittens der Bewegung aufzwang und damit den für die weitere Entwicklung so bedeutsamen Ersolg der zweiten Reichspräsidentenwahl ver-

I Sie deutsche Kolonie in Rom feiert Wers KevmlSW.

Don Or. Otto Dietrich, ^eichspressechef Ministerpräsident Görinq hält die Festrede: ^Revolution der Herzen.-Wen der Versöhnnnq der NSDAP