Oie Carl-Benz-Feier in Mannheim
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Bilder von dem historischen Auto-Korso am Tage der Enthüllung des Benz-Denkmals in Mannheim — Links oben: Einige der ältesten Benzwagen. — Links unten: Der Rennfahrer Manfred von Brauchitsch am Steuer eines Rekord-Veyikels von 1900. — Rechts: Eine junge Dame im Kostüm von 1885 auf dem ersten Motorrad der Welt, das von Gottlieb Daimler geschaffen wurde.
Wirtschaft.
Abschluß der Buderusfchen Eisenwerke, Wetzlar.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr verzeichnet die Gesellschaft den Ueberschuß der Betriebe mit (alles in Mill RM.) 7,02, Zinsen und sonstige Kapitalerträge mit 0,28, außerordentliche Erträge mit 0,18 und außerordentliche Zuwendungen mit 0,02 (i. B. Betriebsüberschuß 2,98) Andrerseits beanspruchten Löhne und Gehälter 4,33, soziale Abgaben 0,42, Steuern 0,88 und sonstige Aufwendungen 0,35 (L V. Handlungsunkosten 1,72). Rach Abschreibungen von 1,50 (1,05) Mill. RM. verbleibt einschließlich 194 412 (190 727) RM Gewinnvortrag aus 1931 ein Reingewinn von 212 201 (209 412) RM. Hieraus werden satzungsgemäß, wir berichteten bereits kurz darüber, auf die Vorzugsaktien 5 o. H. Dividende ausgeschüttet und 197 201 RM. voraetragen.
Der gesamte Umsatz des Unternehmens mit Fremden hat sich auf 14,84 (23,75) Mill. RM., also um 37,52 v. H. verringert. Demgegenüber beläuft sich der mengenmäßige Absatzrückgang in den ausschlaggebenden Gießerei-Erzeugnissen auf nur 31 o. H. Die Handlungsunkosten verringerten sich gegenüber dem Vorjahre um 40,8 v. H. Im Gegensatz hierzu nahm der Druck durch Steuern und Abgaben weiter zu. Die Interessengemeinschaft mit dem Hessen- Nassauischen Hüttenverein GmbH., Biedenkopf-Lud- w.gshütte ist mit dem 1 Januar 1933 ins Leben getreten. Für die Gesellschift werde im laufenden Geschäftsjahr alles davon abhängen, daß neben der Belebung der Bautätigkeit ein wirksames Arbeitsbeschaffungsprogramm der Regierung erscheint. Die Gesellschaft pflegt z. Z. mit der Reichsbahngesellschaft Verhandlungen wegen einer Frachtermäßigung um 5 0 v. H. Der bisherige Verlauf der Verhandlungen berechtigt zu der Annahme, daß eine Frachtermätzigung von beträchtlichem Ausmaß z u g e st a n d e n wird. Um die Vorräte zu senken, förderten die Gruben der Gesellschaft nur 29 000 (72 000) Tonnen Eisenstein, die Kalksteingewinnung belief sich auf 42 250 (49 000) Tonnen. Die Roheisen-Erzeugung sank auf 20 v. H.
des Jahres 1929, die Gesamtgewinnung an Gießerei- Erzeugnissen stellt rd. 25 v. H. der auf das Jahr 1929 entfallenden Erzeugung dar
Sronffurf still.
Frankfurt a. 1, 19. April. lWTD. Drahtmeldung.) Die heutige Börse eröffnete zwar in freundlicher GRindstimmung, doch war die Um* sahtätigkeit wiederum sehr gering, zumal nennenswerte Anregungen nicht vorhanden waren und die Spekulation sowie die Kundschaft auf Grund der bevorstehenden innen- und außenpolitischen Besprechungen weitgehendste Zurückhal- tung an den Tag legten. Zu den ersten Kursen lagen kleine Käufe in einigen Spezialwerten vor. Die erhöhten Borbörsenkurse wurden aber meist nicht mehr erreicht. Hur JG.-Farben konnten ihren Stand von 137,50 Prozent (plus 1,39 Prozent) ziemlich behaupten, während auf den übrigen Marktgebieten die Kursentwicklung uneinheitlich war, ohne daß allerdings zunächst größere Beränderungen eingetreten wären. Bon gewisser Widerstandskraft dürften hierbei die erhöhten Außenhandelsziffern für den Monat März gewesen sein, die einen aktiven Saldo von 38 Mill. AM. gegenüber dem Bormonat aufwiesen. Während Schiffahrts- und Verkehrs- aktien, Deutsche Erdöl, AEG., Licht & Kraft, Siemens und Contigummi von 0,25 bis 0,75 Prozent höher einsehten, lagen Montanaktien auf der ganzen Linie im gleichen Ausmaß schwächer. Relativ matt lagen Reichsbankanteile mit minus 1,13 Prozent, Daimler lagen behauptet. Rach den ersten Rotierungen wurde die Haltung überwiegend schwächer. Die schwache Haltung von Tarifwerten wie Bekula (zirka minus 3 Prozent), Lahmeyer (zirka minus 2 Prozent), Lech- werke-Augsburg (minus 1 Prozent) lösten Abgaben bei der Spekulation aus, denen infolge der Geschäftsstille kaum Aufnahmeneigung gegen» überstanden. IG. gingen um 1,50 Prozent auf 136 Prozent, AEG. um 1,25 Prozent auf 30,25 Prozent, Reichsbank um weitere 0,75 Prozent auf
136 Prozent zurück. Ferner tarnen Mannesmann 2 Prozent und Scheideanstalt 1 Prozent schwächer zur Rotiz.
Am Anleihemarkt verloren Altbesih 0,25 Prozent, während Reubesih und Schutzgebiete sowie späte Reichsschuldbuchforderungen ziemlich bchauptet waren. Bon fremden Werten waren Dagdadbchn Seriell 0 1 Prozent schwächer, dagegen blieben einheitliche Rumänen und Zolltürken behauptet. Goldpfandbriefe lagen bei kleinem Geschäft uneinheitlich, es überwogen aber meist kleine Rückgänge von 0 25 bis 0,5 Prozent. Staats- und Stadtanleihen waren kaum verändert, Jndustrieobiigationen verzeichneten uneinheitliche Kursbildung. Tagesgeld war zu 3 Prozent unv.ränd rt.
Berlin uneinheuiich, nachgebend.
Berlin, 19. April. (WTB. Funkspruch.) Rein kursmäßig eröffnete die heutige Börseüberraschend uneinheitlich, nachdem man vormittags noch mit einem festeren Verlauf gerechnet hc^te. Dies lag daran, daß zu Beginn des Berkehrs immer noch Verkaufsorders Vorlagen, denen auf der anderen Seite zwar Käufe der Kundschaft und des Publikums gegenüberstanden, die sich jedoch nur auf Speziattoerte erstreckten. Während die Außenhandelsziffern per März günstig kommentiert wurden und im allgemeinen auch keine störenden Rachrichten aus der Wirtschaft Vorlagen, war die Entwicklung am Markte der Tarifwerte schon anfangs ein störender Faktor, der im Verlaufe dann sogar die Gesamtbörsentendenz stärker beeinflußte. Aus den schon gestern erwähnten Gründen erschienen Charlottenburger Wasser mit Minus-Minus-Zeichen und
notierten später 3,50 Prozent niedriger, während die meisten übrigen Tarifwerte wie Dessauer Gas, Schlesische Gas und die Elektrizitätsliefe- rungsgesellschasten bis zt? 2,50 Prozent einbüßten. Die anfangs besser gehaltenen Bekula büßten im Verlaufe 3 Prozent ein. Ebenso gingen Charlottenburger Wasser, RWE. und Dessauer Gas im Verlaufe noch bis zu 3 Prozent zurück. Die Hauptwerte gaben daraufhin ebenfalls ziemlich einheitlich um 1 bis 2 Prozent nach. Mit festen Anfangskursen sind dagegen Deutsche Atlanten, Süddeutsche Zucker, Akkumulatoren, Rheag und BEW. zu nennen, doch gehen die Gewinne bei diesen Papieren im Höchstfälle bis zu 2,50 Prozent. Von unnotierten Werten fielen Wintershall mit einer Steigerung um 2 Prozent auf.
Während das Geschäft an den Aktienmärkten aber allgemein relativ lebhaft war, blieb der Aentenmarkt ziemlich vernachlässigt. Deutsche Anleihen neigten besonders im Verlaufe zur Schwäch , RlichZ chucdbuchiord tun e t und Reichs- bcchnvorzugsak.ien waren relativ gut gehalten, die Jndustrieobligationcn büßten dagegen bis zu 1 Prozent ein. Ausländer lagen vernachlässigt. Auch später war eine schwächere Stirn- . mung vorherrschend, da sich bei dem Angebot in Tarifwerten nichts änderte. Die Altbesitzanleihe ging um 1,25 Prozent zurück, während die Reubesitzanleihe 0,5 Prozent einbüßte. Auch die anfangs ziemlich widerstandsfähigen Montanwerte litten unter Angebot. Infolge des morgigen Rheinischen Zahltages war der Geldmarkt in sich eher etwas versteift. Tagesgeld war unter 4,4 Prozent in der unteren Grenze nicht mehr erhältlich. Sonst änderte sich an den Taxen und Terminen des Wechselmarktes nichts.
64 Mionen Mark Ausfuhrüberschuß.
Oer deutsche Außenhandel im März.
Berlin, 19. April. (MTV. Funkspruch.) Die Handelsbilanz schließt im Mär; mit einem Ausfuhrüberschuß von 64 Millionen Reichsmark, gegen 26 Millionen Reichsmark im Vormonat, ab. Dabei sind Lin -und Ausfuhr im März gestiegen. Die Einfuhr hat von 347 Millionen Reichsmark im Februar auf 362 Millionen Reichsmark, d. h. um rund 4 v. h. zugenommen. Da der Durchschnittswert der Einfuhr sich kaum verändert hat, entspricht dieser Steigerung des Einfuhrwertes auch eine gleich starke Zunahme der Einfuhrmengen. Die Erhöhung der Einfuhr ist geringer, als man auf Grund der Saifonberoegung erwarten konnte. Dies ist im wesentlichen der Tatsache zuzuschreiben, daß die Einfuhr einiger wichtiger Lebensrnittel, insbesondere von Schmalz und Fett, ferner aber auch von Holz nach den im Februar durchgesührken Zollerhöhungen stark gesunken ist. wenn die Einfuhr im ganzen trotzdem noch steigen konnte, so beruht dies darauf, daß bei einer Reihe anderer Waren, insbesondere Eiern,
Voreindeckung en im Hinblick auf bereits em- getretene oder noch zu erwartende Einfuhrhemmungen stattgefunden haben. Die Steigerung der Lebensrnittel einfuhr gegenüber dem Februar hat demzufolge im ganzen noch rund 10 o. h. betragen, während sie im Durchschnitt früherer Jahre den d o p p e 11 e n Prozentsatz ausmachte. DieAus - fuhr ist von 374 Millionen RM. im Februar auf 426 Millionen Reichsmark, d. h. n m r u n d 1 4 v. h. gestiegen. Die Zunahme, die hier ebenfalls ausschließlich auf einer Ert; öhung der Ausfuhrmengen beruht, geht über den saisonüblichen Umfang hinaus. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, daß die Ausfuhr, wie in den beiden Vormonaten, auf verhältnismäßig niedrigem Stande sich bewegte. Ausschlaggebend für die Entwicklung der Gesamt- ousfnhr war der Export von Fertigwaren, der um fast ein Fünftel höher liegt als im Februar. Die Ausfuhr von Rohstoffen ist nur um etwa 3 o. h. gestiegen.
Aus dem Staatsdienst entlasten.
Darmstadt, 17. April. (WER.) Auf Grund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufs- bcamtentnrns wurden der seitherige hessische Gesandte bei ter Reichsregierung Dr- Ruß, Berlin, der seither! 4e Ministerialrat Bornemann, Darmstadt, Staatsrat Karcher, Darmstadt. Re- gi r ngsrat Zinnkann, Drmstadt, und Krcis- dircklor R e ch t h i e n, Friedberg, aus dem Staatsdienst entlassen.
Hessische Zürstenbilder wieder aufgestellt.
WSR. Darmstadt, 17. April. Die vor Jahren von der früheren Regierung von ihren Postamenten am Hessischen Landestheater entfernten Standbilder des Landgrafen Philipps des Großmütigen und Georgs I. wurden an der südlichen Eingangshalle des Desidenzschlosses am Marktplatz wieder aufgestellt. Aus diesem Anlaß spielte das Glockenspiel des Hessischen Landestheaters verschiedene Choräle.
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