Ausgabe 
19.4.1933 Erstes Blatt
 
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Mittwoch, st). April (933

185. Jahrgang

Nr. 91 Erstes Blatt

Die Entscheidung zwischen Krieg uni) Frieden

(Rachdruck, auch

Wie sehr die

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Redaktion.

17 Hfjt Somslag

Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

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Ehefredakteur

Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Tdgriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undsür denAn» geigcnteil t D. TH.Kümmel sämtlich in (Siegen.

mit Quellenangabe, verboten!) Tokio, im 2lpril 1933.

ganze Vorstellung von einer Welt" auf angelsächsische, um

Flottenquote wie England und die Vereinigten Staaten beantragen werde! Mit einer nennenswerten Abrüstung sicht es also wenigstens im Stillen Ozean recht trübe aus.

Die Amerikaner betrachten auch die Abrüstung praktisch nur vom wirtschaftlichen Standpunkt, ob­wohl die American Peace Society, die amerikani­schen Frauenorganisationcn, das Carnegie Institut und andere einflußreiche Organisationen den Boden einer weltweiten Pazifizierung durch eine wahre Flut geschickter Propaganda vorzubereiten suchen. Der größte Teil der amerikanischen Presse steht dem Flottenausbau bis zu der erlaubten Vertragshöhe ziemlich teilnahmslos gegenüber, wenngleich es auch an demagogischen Stimmen in der Hearstpresse und gewisse Sensations-Organen nicht fehlt. Man kann wohl sagen, daß die amerikanische Drohung des Flottenausbaucs mehr eine Geste ist, von der die Regierung selber hofft, sie nicht unter dem Druck äußerer Verhältnisse in die Tat umsetzen zu müßen.

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Gelöbnis ab, daß die Niederlande sich auch zukünftig des Andenkens an denVater des Vaterlandes^ würdig erweisen wollen. Sodann wurde die feier­liche Einweihung eines Gedenksteins vorgenommen, worauf ein Vorbeimarsch der natio­nalen Verbände die Kundgebung abschloß.

gung für nationale Politik stets vertretenen An- schauung die NSDAP, als kirchlich er­laubt bezeichnet haben, werden diejenigen Katholi­ken, die noch nicht im Lager des Nationalsozialismus stehen, gebeten, durch Anschluß an die NSDAP, d i e Volkswerdung aller Deutschen auf na. tionalsozialistischer Grundlage zu beschleu­nigen.

Des Reichspräsidenten G'üüwunsch für den Reichskanzler

Berlin, 19. April. (DIB. Funkspruch.) Reidjs- präsident von Hindenburg Hai dem Reichs­kanzler Adolf Hiller zu seinem Geburtslage sein Bild in silbernem Rahmen mit eigen­händigem herzlichen Glückwunsch­schreiben durch Slaalssekrelär Meißner über­mitteln lassen, wie wir von unterrichteter Seile er­fahren. ist die für heute vormittag angesehle 2R i- niflerbesprechung und Kabine 11 ssihung abgesagt worden. Die nächsten Sabinettsberatun- geu werden erst am Samstag stallfinden. Der Grund der verschicbung liegt darin, daß Reichskanzler h i.t l e r , Vizekanzler voi Papen und Reichs­minister Göring noch nicht in Berlin ein­gelt o f f e n sind. Der Abflug des Kanzler» von München ist verschoben wordcn. Der Kanzler wartet offenbar zunächst die Ankunft des Reichsministers Göring in München ab, um sich mit ihm über den römischen Besuch auszusprechen. Da der Reichs­kanzler zu seinem morgigen Geburtstag ebenfalls nicht in Berlin weilt, ist er nicht in der Lage, persönliche Glückwünsche entgegenzuneh- mcn. Für Gratulanten liegt in der Reichskanzlei ein Buch jur Eintragung aus.

Donnerstag um 8 Uhr findet vor dem preu- hischen Ministerium de» Innern Unter den Linden eine Flaggenparade unter Beteili­gung einer Kapelle der Schutzpolizei, einer Bereit­schaft der Polizeiabteilung wecke, eine» Sturme» SS., eines Sturmes SA. und einer Kompanie Stahlhelm statt.

XänDettonferenj über Veamtengesetz und Polizeisragen.

Berlin, 19. April. (DDZ.) Reichsinnen. Minister Dr. Frick hat die Ministerpräsidenten und die Innenminister der Länder für den 25. April zu einer Konferenz' nach Berlin einberufen. ES verlautet, daß mit einer flrafferen Zu­sammenfassung der Polizei ge walt im Reichsgebiet zu rechnen fei. Die Lände rmini- st er dürsten zugleich noch gewisse Streitpunkte aus dem neuen Beamtengesetz klarstellen, die sich in der praktischen Ausführung ergeben haben und deren Klärung notwendig ist, wenn das Gesetz bis zum 30. September durchgeführt werden soll. Eine klare 'Definition des Begriffes der poli­tischen Betätigung und des Begriffes des Frontkämpfers wird für notwendig gehal­ten. ebenso scheint man eine Bestimmung zu er­streben, die auch diejenigen Beamtenkräfte in den Kreis der Maßnahmen des Deamtengesetzes ein- bezieht, die infolge parteipolitischer Betätigung ungewöhnlich stark ge­fördert worden sind.

Ra jonalsozialiflischeZugendkund- gebung aus der Leuchtenburg.

Weimar, 17. April. (Sil.) Die _ gesamte nationalsozialistische Iungvolkführer- schäft aus dem Reich. Oesterreich und den Grenzgebieten trat im Hof der Leuchtenburg zu | einer Kundgebung zusammen. Staatsmmister Gaudet ermahnte die Jugend, fest und treu int Glauben an die höchsten und herrlichsten Führer des Volkes zu bleiben.Dor allem etns. meine Fungen, seid treu und wahr, laßt nie die Lüge euren Mund entweihen. Von altersher im deutschen Volke war der höchste Ruhm, ge­treu und wahr zu fein. Der Reichsjugend, sichrer Baldur von Schirach überbrachte den Gruß des Führers.Sie Kampfzeit der Verfolgung ist hinter uns. und auch äußerlich | haben wir die Führung der deutschen Jugend- 1 verbände in unsere Hände genommen und da­mit diesen elenden Zustand überwunden. Die Zeit ist vorüber, da Juden und Marxisten die Handlungen bestimmten. Wir schließen keine Kompromisse mit der Reaktion und demWarrismus. Galt für uns die Parole: Schlagt den Marxismus. so heißt es letzt: ^hlagt die Reaktion. Die Parole des kommenden Kamp­fes ist für uns: Durch Sozialismus zur

Am "zweiten Ofterfeiertag gab der Bundes- sichrer das Manifest der Jungvolkfuhrerschaft Oesterreichs und Deutschlands bekannt. Darin be-ßt es- ..Wir künden unseren unerbitt­lichen Kampf der bündischen Jugend an. die nichts als ichbezogen ist und vom ersten bis zum letzten Wann einer reaktionären Weltanschauung lebt. Werdet Niemals weich, werdet niemals lau, tragt diesen Geist, der uns hier alle verbindet, zu euren Zungen. Wir schauen gläubig und fanatisch treu ju un­serem Führer auf. Wir glauben an die Ewigkeit unseres Volkes und leben für die sozia­listische Revolution.

Die katholische Kirche und

-er Nationalsozialismus.

Essen. 17. April. (ERB.) Die Essener ,Ra- sionalzeitung veröffentlicht den Wortlaut eines Anschreibens des erzbischöflichen Generalvikartats und eine Instruktion für die Geistlichkeit über seelsorgliches Verhalten zu Anhängern des Ra- ttonalsozialismus. .

Punkt 1 bestimmt, daß Angehörige der natio­nalsozialistischen Bewegung und Partei wegen dieser Zugehörigkeit hinflchtltch des va-

kramentempfanges nicht zu beunru­hig e n seien. Auch biete die Zugehörigkeit zur Partei keinen Grund zur Verweige­rung des kirchlichen Begräbnisses.

2. wird angeordnet, daß auch den in größerer Anzahl in Uniform erscheinenden Witglie- bern das Sakrament nicht zu verwei­gern sei. , _ .

3n Punkt 3 wird bestimmt, daß das Ein­bringen von Fahnen politischer Partei- Organisationen in die Kirche nach Tunlich­keit durch freundliche vorherige Verständigung zu verhindern sei.

4. wird die Unterlassung von Fest- gottesdiensten für politische Parteiorgans, fationen angeordnet, vaterländische "Bera_nHal­tungen werden von dem Verbot ausdrücklich ausgenommen.

Punkt 5 behandelt dieOrdnungbelktrch- lichen Begräbnissen, gestattet die Md­führung von Fahnen außerhalb des Gotteshauses und verlangt, daß auf Unterlassung von Partei- politischen Kundgebungen am Grabe wenigstens in Gegenwart des Priesters hingewirkt werde. Bei der Fronleichnarnprozession sei das Mitführen von Fahnen politischer Vereine nicht üblich. ....

Punkt 6 weist auf die Notwendigkeit innerer religiöser und sittlicher Bildung und damit zugleich auf die hohen Aufgaben der katholischen, kirchlich approbierten Vereine für das religiöse Leben für Volk und Vaterland hm. EmAufmf derKatholischen Bereinigung

für nationale Politik.

Berlin, 18. April. (TU.) Die Führerschaft der Katholischen Vereinigung für nationale Politik hat an die deutschen Katholiken einen Aufruf erlaffen, tn bem es u. a. heißt:Nac^em die deutschen Bi­schöfe im Sinne der von der Katholischen Lereini-

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hier.

So ist es kein Geheimnis, daß China dabei ist, sich eine Armee zu schaffen, und sie s o modern wie möglich auszurüsten. Das chinesische Heer ist ja überhaupt erst in der Ent­stehung begriffen. Auf dem Papier hat China zwar eine Armee von vielen hunderttausend Wann, tatsächlich sind aber nur ganz kleine Truppenmengen militärisch brauchbar. Rur die dem Oberbefehlshaber Tschiankaischek persönlich unterstellten, zum Teil von Deutschen ausgebil­deten Divisionen sind tatsächlich kriegsverwen­dungsfähig. Die große Masse der Provinz­armeen ist das aber nicht. Das was man von der Truppe hier feststellt, gilt natürlich erst recht von der Bewaffnung. Denn hier fehlt eS fast an allem, an Artillerie. Maschinengewehren. Flugzeugen, Tanks, technischer Ausrüstung. Train­material und was man sonst nennen mag, auf keinem Gebiet ist China ausreichend versorgt.

Roosevelts Zlottenpläne.

Amerikanische Sorgen im Pazifik.

Don unserem Äerichterstatter H. W. von Ooemming.

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

N e u y o r k, im April 1933.

Sobald die Erschütterungen der amerikanischen Bankenkrise abgeebbt sein werden, ist anzunehmen, daß Präsident Roosevett eine ernstere For­derung nach substanzieller Abrüstung an die Großmächte richten wird, als es von ameri- konischer Seite seit Wilsons Seiten, und hoffentlich mit mehr Erfolg, geschehen ist. Schon heute ver­lautet, daß der amerikanische Delegationsführer auf der Abrüstungskonferenz, Norman 5). Davis, von Washington Instruktionen mit auf den Weg erhält, die die Großniächte in recht unverblümter Weise vor die Alternative stellt: Entweder einigt ihr euch umgehend auf ein positives Abrü st ungs-Programm, oder ihr könnt eure Kriegsschulden bezahlen. Außer­dem liegt dem Marine-Komitee des Repräsentanten­hauses bereits ein Flotten-Programm vor, das den Ausbau der amerikanischen Kriegs­flotte bis zu der im Londoner Flottenpakt er­laubten Höchstgrenze, und über einen Zeitraum von acht Jahren Ersatz- und Neubauten im Betrage von jährlich 60 Millionen Dollars vorsieht. Dieses Pro­gramm ist lediglich ein Zusatz zum jährlichen Ma­rine-Etat, der für das Finanzjahr 1933/34 ungefähr 315 Millionen Dollars beträgt.

Die Frage der Abrüstung betrifft die USA. in­folge ihrer geographischen Lage fast ausschließlich in bezug aus tue Seestreitkräfte, die unter der Hoover-Negierung weniger der Zahl, als dem AUerswert nach bedeutend unter die Grenze des

Washingtoner und Londoner Flottenvertrages g e sanken sind, und deren tatsächlichen Kampfwert man heute auf etwa 75 Prozent der an sich schon geringeren japanischen Streitkräfte an- setzen kann. Durch die Zuspitzuna der politischen und militärischen Lage im Fernen Osten einerseits, und ine unumgängliche Forderung nach drastischen Sparmaßnahmen im Interesse des Staatshaushalts anderseits, ist Roosevelt in die Zwangslage ver­setzt, entweder einem weiteren Erstarken des japa- nischen Einflusses im Stillen Ozean tatenlos zuzu- | sehen, oder aber seinem Schatzamt neue schwere Finanzbürden aufzuerlegen.

Wenn die an sich schon ungeheure öffentliche Schuldenlast der Bereinigten Staaten auch nur schwer eine weitere Belastung aushält, und wenn auch die öffentliche Meinung gegenwärtig jeder kriegerischen Verwicklung ablehnender gegenüber- steht als je, so wird sich Amerika infolge seiner auswärtigen Politik, die bereits feit Jahren den Schwerpunkt vom Atlantik in den Pazifik verlegt hat, wahrscheinlich zu dem erwähnten Ausbau- Programm verpflichtet fühlen, falls die Abrüstungs- Konferenz nicht inzwischen greifbare Ergebnisse erzielt.

Diese Tendenz wird sich um so stärker bemerkbar machen, als die amerikanische Kriegsmarine, die unter der Präsidentschaft Hoovers sehr stiefmütter­lich behandelt wurde, in dem jetzigen Prä identen, dem früheren Marineunterstaatssekretär Roose­velt, dem flottenfreundlichen Marinemini ter Se­nator S w a n f o n von Virginia und dem Vor­sitzenden des Kongreb-Flottenkomitees E. V i n f o n von Georgia geneigte Förderer ihrer Bestrebungen besitzt. Qualitativ erstreckt sich das Flottenprogramm

Roosevelts plane zur Reform der amerikanischen W.rtschast.

Washington, 18. April. lWTB.) Roose­velt beabsichtigt, nach der kurzen Osterpause seine Reformpläne zur Heilung der amerikanischen Wirtschaft mit erneuter Energie zu betreiben. Bisher sind fast nur dringende Notstandsgesetze vom Kongreß verabschiedet worden. Roch nicht verabschiedet sind Roosevelts Gesetzentwürfe über Arbeitslosenunterstützung, die He­bung der Farmpreise durch Einschränkung der Produktion, die Ausnutzung der Ten- nessee-Wasierkräsie zu staatlichen Siedlungen, die Bankenreform, die Einführung der Kurzwoche u. a. Weitere von Roosevelt geplante Gesetz­entwürfe betreffen ein großzügiges Arbeits- beschaffungsprogramm.

Sowohl im Kongreß, wie in vielen Industrie- kreisen besteht angesichts dieser Fülle neuer Maß­nahmen starke Nervosität. Man behauptet, das er­strebte Ziel ließe sich leichter und schneller durch Abwertung des Dollars erreichen. Roose­vett ist nach wie vor fest entschlossen, diesen angeb­lichenAusweg" nicht 3u beschreiten: er durste vielmehr demnächst drastische Maßnahmen zur E i n - fübrung einer rigorosen Planwirt­schaft verlangen, verbunden mit einer Steige­rung d e r Kreditmöglichkeiten.

Es wird die Möglichkeit erörtert, daß Roosevelt mit England, Frankreich, Deutschland, Italien und

Daß die Chinesen mit Empörung die Zumutung abweisen, sie sositen abrüsten, wird daher jeder verstehen, dec sich in ihre Lage zu versetzen ver­mag. Eine Abrüstung von Leuten, die nicht nur nicht bewaffnet sind, sondern auch noch von außen bedroht werden, daS gibt es eben einfach nicht.

Aber auch in Japan liegen die Dinge nicht viel anders. Die japanische Armee mag vorzüglich fein und steht zweifellos nicht nur in der Truppe, sondern auch was die Ausrüstung anbelangt, quali­tativ ungewöhnlich hoch, aber auch den Japanern genügt ihre gegenwärtige Stärke nicht. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt denn auch, daß die japanische Ansicht, die Arnu?e sei nicht genügend ausgerüstet, keineswegs so von der Hand zu weisen ist, wie man das vielfach in amerikanischen Zeitungen lesen kann. Die technische Bewaffnung der Armee beginnt er ft modernen Ansprüchen angepaßt zu werden, und die vorhandenen Aus- rüftungsmengen sind zweifellos für den Ernst­fall eines pazifischen Krieges alles andere als ausreichend. Die offene Erklärung des japanischen Kriegsministers, der große Kredite für die Ausrüstung der Armee forderte, ist also sachlich zweifellos begründet. Die militärische Ueberlegenheit über die so gut wie unbewaffneten Chinesen besagt eben nichts für den Fall, daß die Japaner es etwa mit den Amerikanern zu tun bekämen. Das gleiche gilt auch für b i e Flotte. Nach dem Wa­shingtoner Abkommen ist die japanische Flotte ja nur drei Fünftel so stark wie die amerikanische. Und da es Geheimrüstungen zur See nicht gibt, ist es kein Zweifel, daß Japan den Amerikanern unterlegen ist. Nun wird zwar Japan, durch seine Jnsellage und den Pazifischen Ozean weit­gehend geschützt aber das Gefühl der Unsicherheit ist doch da, und man versteht es wieder, warum auch der japanische Marineminister eine Verstärkung der japanischen Flotte wünscht. Schließlich geht es für Japan ja auch um die .Lebenslinie", die Erhal­tung der Mandschurei und die Gewinnung von Po­sitionen für noch größere kriegerische Ereignisie, al» es die der letzten Jahre waren. Der große pazifisch« Krieg wirst seine Schatten voraus ...

hauptsächlich auf den Bau von Schlachtkreu­zern und Zerstörern, sowie den Ausbau der Flugwafse zur erstklassigsten der Welt. Regierungs- kreise glauben, daß die mit dem Flottenprogramm verbundenen Mehrausgaben großenteils durch eine entsprechende Verminderung der Erwerbslosigkeit ausgewogen werden.

Da die amerikanische Landmacht bei den Abrüstungsverhandlungen keine Rolle spielen wird, und der Kampf um die Herrschaft der Meere, der auf der nächsten Flottenkonferenz 1936 zwischen den fünf beteiligten Großmächten entbrennen wird, sich unter den gegenwärtigen Verhältnissen auf Amerika und Japan konzentriert, so ist zu_beachten, daß die Entscheidung über die Frage der Seeabrüstung nicht in Europa, sondern bei Japan liegt, und Japan hat innerhalb 24 Stunden, nachdem die Roosevett- Regierung chre Absicht des Flottenabkommens be­kannt gab, diese Erklärung durch seine Marine- Minister dahingehend beantworten lassen, daß Ja­pan auf der Flottenkonferenz 1936 b i c gleiche

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

vrmk und Verlag: vrLhl'sche UniverfitStr-vuch- und Sleindruckerei H. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schul'traße 7.

Abrüstung der . .

nicht zu sagen europäische Vorstellungen zu­rückgeht, wird nirgends so klar wie inOst- a s i e n. Hier, wo man sich mitten i n einem Kriege befindet, hat man schon seit langem über diese rein europäische Angelegenheit ge­lächelt, da ja die ganze Vorstellung, man könne mitten in kriegerischen Aktionen eine Verminde­rung seiner eigenen Bewaftnung vornehmen, so grotesk ist, daß man darüber kein Wort zu ver­lieren vermag. Wenn daher die japanische Presse es auch mit einer geradezu bewunderungswürdi- gen Disziplin vermeidet, das Wort Krieg auch nur zu erwähnen, so hindert das eben nicht, daß sich alle Welt darüber klar ist, was vor sich geht. Von China ganz zu schweigen, wo man sich auch nicht scheut, die Dinge beim rechten Rainen zu nennen... Wenn daher die Frage gestellt wird, wie man sich in Oftafien zur Frage der Abrüstung stellt, so ist diese sehr einfach zu beantworten: Hier denkt niemand daran. 3m Gegen­teil, die Ausrüstung und die Kriegsvorbereitung wird nirgends so offen betrieben, wie gerade

rfügung gestellt. Der llmartl hat sich leit st uni für Deutsch' rl, daß der deutsche gen die überragende i Automobilindustrie nähme des deutschen e 1929 beweist, wie eneral-Wotors in st ju be-rützen is 'Sagen zweimal |» deutsche Automobil- slärtle Speichert nidelsbilaitz wieder Expott die Piodul- e so verbessert, datz t werden konnten.

absestmzt.

;er der Peterskirche )cr Peterstuppel em an einem Serust ttemden Hilserusen f ins Leere stürzte, ickenbogen am Em- ieb. Der Fall lenkte mal auf die altehr- ni der todesmu« Sännet haben stau- du Z-'t SU Zeit Die'enluppel Ad em aber liegt g b, wie sie anlaM QHak den rt das Feuer ten Seite der W her Anblick- Derbe- ^nnte nie etwas r-er

Japan denkt nicht an Abrüstung

Von unserem Berichterstatter Or. Friedrich Ratte.

Holland feiert

Wilhelm von Oranien.

Große nationale Aundgevu, g in Telft.

Amsterdam, 17. April. (WTB.) Anläßlich des 400. Geburtstages des Prinzen Wilhelm von Ora- nien-Nassau, des ersten Statthalters der Niederlande und Begründers der hol­ländischen Dynastie, fand in Delft, in der Prinz Wilhelm feine Residenz hatte, eine von nationalen Verbänden veranstaltete große Kund­gebung statt, zu der sich etwa 30 000 Personen aus allen Teilen der Niederlande eingefunden hatten. Eine größere Anzahl von Teilnehmern war auch aus den flämischen Provinzen Bel­giens erschienen. Der Mittelpunkt der Kundgebung war der historische Marktplatz vor der neuen Kirche, in deren MausoleumWilhelm der Schweiger seine letzte Ruhestätte gesunden hat. Mehrere Redner wür­digten die große geschichtllche Bedeutung des Prinzen für die Niederlande, für deren selbständige Staats­bildung er im erfolgreichen Befteiungskampf gegen die spanische Oberherrschaft die Grundlage schuf. Die Hauotansprache wurde von General Snyders, dem Oberbefehlshaber der holländischen Wehrmacht zur Zett des Weltkrieges, über das ThemaWilhelm von Oranien als Mensch, Kriegsoberst und Staats­mann" gehatten. Ein protestanttscher Geistlicher legte für ine in Delft zusammengeströmten Massen das