Ausgabe 
18.7.1933 Erstes Blatt
 
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Kleine politische Nachrichten.

Der Herr Reichspräsident hat, nachdem ihm der Reichsaußenminjster über die Unter» Zeichnung des Viermächtepaktes Vor» trog gehalten hatte, folgendes Telegramm a n d e n Reichskanzler geschickt: Für die mir durch den Reichsaußenminister übermittelte Nachricht von der heute erfolgten Unterzeichnung des Viermächtepaktes sage ich Ihnen meinen besten Dank. Gleichzeitig spreche ich Ihnen zur Vollendung dieses wichtigen Vcrtragswerkes meine herzlichsten Glück­wünsche aus. gez. Hindenburg.

Bei einem Besuch des Reichskanzlers Adolf Hit­ler in Nürnberg erklärte der Reichskanzler dem Frankenführer Julius Streicher, daß von nun ab die alljährlichen Parteitage der NSDAP, nur in Nürnberg stattfinden sollen.

Der preußische Ministerpräsident hat dem Ober­präsidenten von Brandenburg Kube die kommis­sarische Wahrnehmung der Geschäfte des Ober­präsidenten der Provinz Posen - Westpreu- ß e n neben seinen sonstigen Dienstgeschäften über­tragen. Die ständige Vertretung in den Geschäf­ten als kommissarischer Oberpräsident der Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen führt der Regie­rungspräsident in Schneidemühl bzw. der Regie-

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Aus der Provinzialhaupistadl

Die feierliche Einholung des Bundesbanners.

Gießen (Hc

Die Beerdi tale des ls

Auf Grund des Reichsgesetzes über die Neubil­dung deutschen Bauerntums vom 14. Juli 1933 hat der Reichsminister für Ernährung und Landwirt­schaft R. Walter Darrs Walter G r a n z o w-Schwe- rin mit der Einleitung aller derjenigen Arbeiten und Maßnahmen beauftragt, die notwendig sind, um die Durchführung des Gesetzes vorzubereiten. Zu seiner Unterstützung ist ihm der Sonderbeauftragte des Reichsernährungsministers für das Siedlungs­wesen, Dr. Kurt Kummer, als Gehilfe beigegeben worden.

riet. Dem Vorstand -Echwalm, stellv Heuser, Rechner

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Heute morgen Großmutter, St Fraufi

Oie schwerste Pyrenäen-Etappe.

Guerra gewinnt die 18. Etappe derTour-.

Heute ents« Leiden me. Schwägerin Frau 8 ün 72. Leben:

rungsvizepräsident in Schneidemuhl. Damit ist die Personalunion der Provinzen Brandenburg und Grenzmark Posen-Westpreußen Tatsache gewor­den.

Heud>elhelm, ß ^^rdiguvg

Das 48. Deutsche Bundeskegeln Leipzig gewinnt den Gchmeling-pokal.

Die 18. Etappe der Tour de France am Diens­tag von Tarbes nach Pau über 185 Kilometer führte die Fahrer über die höchsten Berge der Pyrenäen. Der Col du Tourmalet und i>cr §ol d'Aubisque machten den Fahrern schwer zu schas­sen und zum ersten Male wurde das Feld richtig auseinandergerissen. Der Spanier Trneba war natürlich hier in seinem Clement und passierte die Höhen jeweils als Erster. Der Deutsche Stöpel kam acht Minuten nach dem Sieger Guerra (7 00,23) am Ziel ein und fiel im Gesamtergebnis aus den achten Plag zurück. Die sleben zum Schlug noch allein dem Ziel zustrebenden Fahrer pla­zierten sich in folgender Reihenfolge: Guerra, Speicher, Martano, Level, Fayolle, Magne und Trueba. 3n der Länderwertung ist keine Aende» rung eingetreten, Frankreich führt weiter vor Bel­gien, Deutschland, der Schweiz und Italien.

Kurze Sportnotizen.

100 deutschamerikanische Turner des American Turnerbund trafen mit dem Dampfer General von Steuben" in Bremerhaven ein uni werden am Deutschen Turnfest in Stuttgart vorn 23. bis 31. Juli teilnehmen.

OieKirchengemeinöevertretungS-Wahl in Gießen.

Am kommenden Sonntag gelangen, wie über­all, auch in Gießen die Neuwahlen zur Kirchenge­meindevertretung zur Durchführung. Die Wah­len werden in der Zeit von 11 bis 13 Uhr durch­geführt. Gewählt wird in den Gemeindesälen der einzelnen Gemeinden. Wahlberechtigt und wahl­fähig ist jedes konfirmierte Mitglied der evan­gelischen Kirche im Alter von 25 Jahren ab. Die Wählerlisten liegen in der Zeit vom 19. bis 21. 3uli jeweils von 15 bis 19 Uhr im Markussaal, Kirchstraße 9, zur Einsicht auf. Für die Mat­thäus-Gemeinde sind 70 (18), für die Markus- gemeinde 60 (17), für die Lukasgemeinde 70 (25), für die Iohannesgemeinde 60 (17), für die Luther- Gemeinde 50 (13) und für die Petrusgemeinde 50 (10) Kirchengemeindevertreter zu wählen. Die Zahl in Klammern bedeutet die Anzahl der in die Ge­samtkirchengemeindevertretung zu entsendenden Kirchengemeinderatsmitglieder. Auf die heutige Bekanntmachung fei besonders aufmerksam ge­macht.

Oer industrielle Lustschuh.

Von der Industrie - und Handelskam­mer wird uns geschrieben:

Auf Anordnung des Reichsministers der Luftfahrt müssen die vom Reichsstand der Deutschen Industrie, Wirtschaftspolitische Abteilung, herausgegebenen Luftschutzmerkblätter, bzw. die Sondermerkblätter für Spezialindustrien, im Besitze sämtlicher Jndu- ftriewerke sein, also auch im Besitze der Firmen, welche dem industriellen Luftschutz, der für den Be­zirk Hessen und Hessen-Nassau von dem Verband Mitteldeutscher Industrieller in Frankfurt a. M. organisiert wird, nicht unterliegen und im Besitze der zur Zeit stillgelegten Werke, welche unter Um­ständen in späterer Zeit wieder in Betrieb genom­men werden. Die bisher erschienenen Merkblätter sind zum Preise von insgesamt 1,50 Mk. inkl. Porto bei dem Verband Mitteldeutscher Industrieller Frank­furt a. M., Börsenplatz, Börse, zu bestellen. Der Betrag ist in Briefmarken beizufügen oder auf das Postscheckkonto 43802 Frankfurt a. M. zu überweisen.

Polizeibericht.

Am Dienstag, 29. Juni 1933, gegen 20 Llhr, ober um diese Zeit, sollen 2 Männer mit einem 2luto in recht verdächtiger Art und Weise auf die Lahnbrücke an der Straße WißmarGießen (Ge­markung Wißmar) gefahren, 3 schwere Kisten oder Kartons in die Lahn geworfen haben, dann schnell wieder abgefahren sein.

Ein Zeuge aus Gießen sott den Vorfall beobach­tet und diesen dann einem Arbeiter aus Wiß­mar erzählt haben. Der Zeuge habe auch ange­geben, er melde den Vorfall der Polizei in Gie­ßen, was aber bis heute nicht geschehen ist. Wir ersuchen deshalb den Zeugen, seine Wahrneb" mungen unverzüglich der Polizeidirektion Staatspolizeistelle Gießen, Zimmer 42, mitzu­teilen. Der Zeuge hat angeblich sogar das Kenn­zeichen des Autos erkannt. Es soll sich bei dem Zeugen um einen älteren Herrn im Alter von etwa 60 Jahre handeln, 1,60 Meter groß, ge­bückte Haltung, graues Haar und Schnurrbart.

Am 11. Juli wurden ein Mann aus der Stadt, vier aus dem Kreise Gießen und drei aus dem Kreise Schotten in das Konzentrationslager Ost­hofen verbracht. Es handelte sich um Personen, oic sich antinational verhielten und auch um solche, pi sich den behördlichen Anordnungen nicht >ugen wollten. 28 Schutzhäftlinge aus der Stadt und dem Kreis Gießen kamen nach Verbüßung der Schutzhaft bzw. auf Antrag der Polizeidirek- tion und des Kreisamts Gießen aus dem Konzen- trottwnslager zur Entlassung.

Die politische Polizei nahm am Samstag vier Bewohner eines Hauses in der Wetzsteingasse fest, weil sie im Verdacht standen, eine Wand im Hause in unflätiger Art und Weise beschrieben uno bemalt zu haben. Sie mußten die Schrift usw. entfernen. Es wurde ihnen eröffnet, daß sie bei erneuten Vorfällen dieser Art sofort in Schutzhaft genommen würden. Bei den Genannten befand sich auch ein früherer Funktionär der KPD

Bei einem Musiker wurde ein Walzenrevolver mit Munition vorgefunden. Gegen den Detres- S?«1 clP Verfahren wegen unbefugten Waffenbesitzes eingeleitet. Wegen Verächtlich, machimg des Hitler-Grußes wurde ein Invalide aus Gießen in Polizeihaft genommen.

Gleichschaltung im Kriegerverein Gießen.

Der Kriegerverein Gießen hielt dieser Tage im Derelnslokal Cafä Ebel eine außerordentliche Haupt­versammlung mit der Tagesordnung: Gleichschal­tung des Vorstandes ab. Der Saal war bis /um letzten Platz gefüllt, als der erste Vorsitzende die Versammlung durch-eine Ansprache eröffnete Der erste Vorsitzende, Landgerichtsrat Stümpert gab die von dem ersten Führer der Kriegerkamerad­schaft Hassia herausgegebenen Richtlinien für die Gleichschaltung bekannt, nach der der engere Vor­stand, bestehend aus vier Kameraden, gleichzuschal­ten fei. Der Führerschaft könnten nur Kameraden,

!D?r Äreisleiter für DörrfchuckWch der Genossenschaft i rungen, daß nur du der genosfenschaW Volksgenossen sich ai die Gründung der. der sich alle anwese Es wurden der Dor

einer Gruppe junger Theaterstubenten:Die Vier Nachrichter" zur Aufführung. Die Künstler, bie mit ihrem Ensemble im Vorjahre mit ber Zeit­satireHier irrt Goethe" ben einmütigen unb herzlichen Beifall eines ausverkauften Hauses ent­gegennehmen konnten, erwarten auch zu ihrem jetzigen Gastspiel wieder einen großen Kreis ihrer Freunde des Vorjahres. Um allen Theaterfreun­den den Besuch dieses Gastspiels zu ermöglichen, hat die Intendanz die Eintrittspreise von 0,50 lus 2,50 Mark angesetzt. Der Vorverkauf beginnt am Donnerstag an der Theater-Tageskasse täglich von 10 bis 13 Uhr: Samstag außerdem von 16 bis 17 Uhr.

** Fe st genommen. Wegen Einbruchsdieb­stahls wurde, wie die Hessische Polizeidirektion Gie­ßen meldet, der ledige Schlosser Hermann G r a f von hier feftgenommen. Graf hat die verschiedenen Ein- brüefie mit dem seit einiger Zeit festgenommenen Einbrecher Heil ausgeführt. Er wurde heute dem Amtsgericht zum Zweck der Ausstellung eines Haft­befehls zugeführt.

** Schaukasteneinbrüche. In der vergan­genen Nacht wurden zwei Schaukasten an hiesigen Kaufhäusern eingeschlagen und zum Teil ihres In­halts beraubt.'Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange.

** Der Bebauungsplan über das Gebiet zwischen FrankfurterStraße, Friedrichstraße, Uhland- straße, Freiligrathstraße, Aulweg, Schubertstraße und Wartweg, sowie die dazugehörige Ortsbau­satzung liegen zur Einsichtnahme beim Städtischen Hochbauamt, Ästerweg 9, auf. Interessenten seien besonders auf die heute Bekanntmachung aufmerk­sam gemacht

** OefangoereinHeiterkeit" Gie­ßen in Beuern. Am vergangenen Sonntag un­ternahmen Mitglieder des GesangvereinsHeiter­keit" Gießen eine Wanderung nach dem Dorfe Beuern. Nachmittags besuchten sie die Ehrenstätte für die im Weltkriege gefallenen Söhne des Dorfes. Dieser Besuch wurde zu einer Weihestunde. Nach dem LiedeIm Feld des Morgens früh" hielt Herr Ernst Hörr (Gießen) eine Ansprache. Diese Kämp­fer seien, so führte er u. a. aus, doch nicht ver­gebens gefallen, ihr Blut sei nicht vergebens ge­flossen, denn ein einiges Deutschland Adolf Hit­lers sei neu erstanden. Das Ehrenmal sei für alle (Erinnerung und Mahnung zugleich. Als eine Fü­gung empfanden es die Teilnehmer der Kund­gebung, daß in diesem Augenblick der Marschtritt eines Sturmes der Gießener SA. mit den Worten des Redners zufammenklang. Auch die SA. nahm Aufstellung auf dem Ehrenfriedhofe. Gemeinsam mit den Sangern gedachten die SA.-Leute ihrer im Kriege gefallenen Kameraden. Leise erklang der ^ste Vers des Liedes vom guten Kameraden. Das Gelöbnis zu freudiger Mitarbeit am Winderaufbau unseres Vaterlandes klang aus in einSieg Heil!"

die Kriegsteilnehmer sind, angehören, außerdem müßten in der Führerschaft 50 o.H. Nationalsozia­listen sein. Der Führerschaft werde ein aus fünfzehn Kameraden bestimmter Beirat zur Unterstützung zu- geteilt.

Der erste Vorsitzende stellte die Aemter des seit­herigen Gesamtvorstandes zur Verfügung und bat den seitherigen zweiten Vorsitzenden, Kameraden Rechnungsrat S ch i f f n i e, die Versammlung zu leiten. Der seitherige erste Vorsitzende, Kamerad Trümpert, wurde einstimmig als erster Führer des Kriegervereins Gießen gewählt. Das Ergebnis wurde mit großer Begeisterung ausgenommen. Der erste Führer übernahm sodann wieder die Leitung und ermahnte alle Kameraden und Kameradinnen am Wiederaufbau unseres geliebten Vaterlandes mitzuarbeiten und dem Reichskanzler Adylf Hit­ler treue Gefolgschaft zu leisten. Der Führer be­stimmte die Kameraden Bon Hard als zweiten Führer, Hartmann als Kassenwart, Wagner am Schriftführer. Kamerad Schiff nie, der in vorbildlicher Weise jahrzehntelang zweiter Vorsitzen­der war und dem Verein außerordentliche Dienste geleistet hat, wurde vom Führer in den Beirat be­stimmt. Auch Kamerad Stroh, seitheriger Schrift­führer, gehört weiter dem gleichzeitig vom Führer bestimmten Beirat an. Den beiden aus dem enge­ren Vorstand ausgeschiedenen Kameraden Schiff- me und Stroh wurde für die seitherige Arbeit herzlicher Dank gesagt. Anschließend ehrte Kamerad W a a n e r, der Führer der Kleinkaliber-Abteilung des Kriegervereins, die siegreiche Schützenmann­schaft Hainbach, Schilling, Georg, Ap­pel und Schönau, die in Berlin-Wannsee den 1. Preis im Wehrmannschießen und den 6. Preis im Kleinkaliberschießen für den Kriegerverein und Knegerkameradschaft Hassia errungen haben. Den Schutzen wurden Ehrendiplome überreicht. Weiter gab er bekannt, daß fast alle Iungschützen zur SA. oder zur Hitlerjugend übergeführt seien, um im großen nationalsozialistischen Verbände zur Kame­radschaft und zur Vaterlandsliebe erzogen werden zu können. Kamerad Trümpert sprach den sieg­reichen Schützen die besten Glückwünsche und Dank für ihre Leistungen aus. Kamerad Bezirksschießleiter Albin Klein überreichte den Schützen ein Hand­schreiben des ersten Führers der Hassia, General­leutnant v. Oidtmann, worin ebenfalls Glück­wünsche und der Dank zum Ausdruck gebracht wurde.

Nachdem noch einige geschäftliche Angelegenheiten zur Erledigung gebracht wurden, brachte der erste Führer auf den Herrn Reichspräsidenten v. Hin­denburg und unseren Reichskanzler Adolf Hit­ler ein dreifachesSieg Heil!" aus, das mit gro­ßer Begeisterung ausgenommen wurde. Mit dem Deutschlandlied fand die Versammlung ihr Ende.

Unterstützt den Nachrichten- und pioniersturm!

Von der Standarte 116 werden wir um die Ausnahme folgenden Aufrufs gebeten:

Deutsche Volksgenossen in Stadt und Landl Helft den Nachrichten- und Pionierstürmen! Sie arbeiten für Euch! Wir benötigen dringend Pionier­geräte, alte Telephonapparate und Blinklampen. Die Standarte 116 (Kreisamt Gießen) nimmt Spen­den aller Art entgegen. Nachrichtengeräte können bei Sturmfuhrer Bender (Führer des Nachrichten- sturmes 17/116), Gießen, Stephanstraße 14, abge­geben werden. Truppführer Plitt (Führer des Piomersturmes 14/116), Gießen, Seltersweg 9 nimmt Pioniergeräte aller Art entgegen.

Der Referent für die Nachrichten- u. Pionierstürme, Standarte 116 Reuschling, Truppführer, Stab 116.

Gießener Wochenmarktpreise.

* Dießen, 18. Juli. Es kosteten auf dem heu­tigen Wochenmarkt: Landbutter 1,10 bis 1 25 Mk. das Pfund, Kochbutter 1 Mk., Matte 25 Pfennig, xäfe (Stück) 4 bis 10, Wirsing, grün 10 bis 12 Weißkraut 10, Rotkraut 25, Gelbe Rüben (Cßün- del) 8 bis 10, Rote Rüben (Bündel) 10, Spinat 15 bis 20 Ps. das Pfund, Römischkohl 10, Bohnen, grün 20 bis 25, gelb 30, Erbsen 15, Mischgemüse 10 Tomaten 25, Zwiebeln 12, Pilze 30, Kartof­feln alte 3, neue 3 bis 4, Pfirsiche 40, Himbeeren 25 bis 40, Birnen 25 bis 30, Kirschen 25 bis 35 Heidelbeeren 28 bis 30, Stachelbeeren 15 bis 20' Johannisbeeren 12 bis 20, Erdbeeren 30 bis 40' Pflaumen 40, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mk Suppenhühner 70 bis 80; Tauben 50 bis 60 Pf' das Stück, Eier, inländische 8V2, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 3 bis 5, Salatgurken 10 bis 40 Einmachgurken 5 bis 6, Endivien 10, Ober-Kohl­rabi 4 bis 8, Rettich 5 bis 10, Radieschen (Bündel) 5 bis 10, Kartoffeln, neue (Zentner) 3 Mark bis 3,50 Mark.

Bornotrzen.

.77 $ a 9 6 s f a I e n b e r für Dienstag. Tech- l ntfeber Verein: Monatsoersammlung imAugusti- . PJ;r "7 L'ckstspielhaus (Bahnhofstraße):Die Nacht i im Forsthaus . ,

1 Aus dem Stadttheaterbu^eau wird i Äk.sK^r-eben: Der Eset ist los", ein Stück mit !

'n. neun Bridern nach dem Altgriechischen < am Samstag, 22. Juli, 20.15 < Upr im Stadttheater als einmaliges Gastspiel i

(Einen Frauen-Weltrekord stellte die bekannte polnische Leichtathletin Frl. Weiß int Diskuswerfen auf. Bei den Ausscheidungen zu den polnischen Meisterschaften erreichte sie eine Weite von 43,08 Meter unter offizieller Kontrolle.

abzeicken-Kegeln sehr viele Ausfälle. Beim Spott, abzeichen sind die Bedingungen so schwierig, daß nut wenige Prozent der Bewerber zum Erfolg tarnen.

Auf dem übrigen Festgelände entwickelte sich in den Nachmittagsstunden wieder ein außerordeiü. kicher Massenbetrieb. Der finanzielle Erfolg des 18 Deutschen Bundeskegelns dürfte kaum noch frag, lich sein, haben doch am Samstag 40 000 und am Sonntag 75 000 Menschen das Festgelände besucht.

Der 14. Reichsfrontsoldatentag des Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten fällt auf Befehl des Bundesführers, Reichsmini st er Seldte, aus. Da infolge der Vereinbarung mit der obersten SA.-Führung umfm.greiche Organisationsarbeiten in Fluß gekommen sind, die durch eine so große Ver­anstaltung, wie es traditionsgemäß der Reichsfront­soldatentag des Stahlhelm ist, nicht gestört werden sollen. An Stelle des Reichsfrontsoldatentages findet am 2. und 3. September in Hannover eine große Reichsführertagung statt.

Am Montag, bereits uni 8 Llhr früh, wurde in der Sporthalle auf den 46 Dahnen der Sport­betrieb eröffnet.

3m Vordergrund des Interesses standen die Kämpfe um den Max-Schmeling-Pokal", der von Dresden verteidigt wurde. Der von dem ehe­maligen Weltmeister gestiftete wertvolle Pokal ist vordem noch im Besitz von Schweden und USA. gewesen. Die Konkurrenz wurde pon 3er- Mannschaften auf der Internationalen Bahn ausgekämpft. Diesmal fiel der Sieg an Leipzig, dessen Mannschaft nach hartem Kampf die zweite USA.--Mannschaft, sowie München und Frank­furt auf die Plätze verweisen konnte. Insge­samt starteten 24 Mannschaften. Die Leistungen waren durchweg sehr gut. Bester Einzelkegler war Wiese,Berlin, mit 771 Punkten vor Hart­mann, Frankfurt (734).

In den späten Nachmittagsstunden begann bann ber

Cänbertampf Deutschland Amerika Schweden auf der internationalen Bahn. Der Kampf gab ein anschauliches Bild vom neuzeitlichen Kampf- und Sportkegeln. Der Verlauf war sehr, spannend. In den Abendstunden lag Schweden knapp vor Deutsch­land und USA in Führung, nachdem anfänglich die deutsche Mannschaft dank schöner Leistungen des Stuttgarter Verbandsmeisters Max Brenner in Front gelegen hatte.

Fn Angriff genommen wurden am Montag auch noch die Klub- und Einzelmeisterfchaf- l e n auf den verschiedenen Bahnarten, ferner war die Beteiligung am Kegeln um das Sportabzeichen und auf den Ehrenbahnen sehr stark.

Auf den Ehrenbahnen darf jeder Bundeskegler in einer nach Belieben zu wählenden Bahnart 10 Kugeln werfen. Die Besten jeder Bahnart werden mit wertvollen Ehrenpreisen ausgezeichnet. Mancher Kegelbruder, der sonst nur an Vereinsbahnen ge­wöhnt ist, muß hier die Feststellung machen, daß das sportgerechte Kegeln auf den vorschriftsmäßigen Kampfbahnen doch eine andere Sache ist Es gab denn auch hier sowohl, wie noch mehr beim Sport-

auf den großen Volkskanzler Adolf Hitler. (Ein Lied beschloß die Kundgebung.

Oberbeffen.

OerOeutscheZmkertag inBadAauheim

WSN. Bad-Nauheim, 17. Juli. Der Deutsche Imkerbund hält, wie schon kurz mitgeteilt, in den Tagen vom 28. bis 31. Juli in Bad-Nauheim seine diesjährige Vertreterve» fammlung ab. Am Sonntag, 30. Juli, werden CH« rengäste und Behörden zu einem Rundgang durch die mit der Tagung verbundene Bienenwirt­schaftliche Ausstellung der hessischen Imkerver- bände und zu den Fachvorträgen des eigentlichen Imkertages erwartet. Ferner wird der Wet­terauer Bienenzüchterverein sein 50. Iahresfeft feiern. Für die Ausstellung sind erstmalig Ab­teilungen für Siedlungs-, Gesundheits- und Gar­tenbauwesen eingerichtet; die Industrie wir> reichlich ausstellen. Sehr beachtlich ist, daß der Vorsteher der physiologischen Abteilung im Kercl- Hoss-Institut, Professor Dr. Koch, am Freitag­abend (28. 3itfi) einen Vortrag überHo nix als Kraftquelle für das Herz" Halter wird. Aus den wissenschaftlichen Instituten bei Reiches wird der neueste Forschungsstand gezeigt werden. Am Samstag wird den Imkern ein Fe st- und Heimatabend, am Montag eine Fahrt durch heimatliches Land mit Wein-, proben in Geisenheim geboten werden. Dienstag geht es nach Marburg zur Besichtigung des Bie nenzucht-Instituts der Universität. Die Reichs bahn hat in einem Umkreis von 50 Kilometer di Ausgabe von Sonntagskarten für den ganze Samstag bis zum Montag 24 Uhr beschlossen. D die 71. Wanderversammlung der Bienenwirt Kutscher Zunge, die für Anfang August ii Innsbruck angesetzt war, den augenblicklichen Dev Haltnissen in Oesterreich zum Opfer fällt, wird mi einem besonderrs starken Besuch der Bad-Nau Heimer Tagung gerechnet.

Amerikanischer Besuch in Bad Nauheini

Bad-Nauheim, 17. Juli. (WSN.) Etwa A Bürgermeister, Stadtbeamte und Stadtärzte aus Amerika, die zur Zett als Stipendiaten der Ober lander-Stiftung eine Studienreise durch Deutschlan! unternehmen, statteten am gestrigen oonntag den wie alljährlich zur Kur in Bad-Nauheim weilender Stifter des Oberländer-Trusts, Gustav O b e r l ä n ber, einen Besuch ab. Die Teilnehmer wurden in großen Hörsaal des Kerckhosf-Jnjtituts durch Gene raldirektor Meier vom Hessischen Staatsbad be grüßt. Hierauf hielt Professor Dr. Grödel eine, Vortrag überDie Entwicklung Bad-Nauheims uni dessen Bedeutung für die Behandlung der Herzkrank hciten" sowie überZiele und Aufgaben der Kerck Hoff-Stiftung". Nach einem Rundgang durch hi ?

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