Ausgabe 
18.7.1933 Erstes Blatt
 
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lir. 165 Erstes Blatt

Dienstag, 18.3uli 1955

185. Jahrgang

wgefanSt.

im Süboitrfet

les Pauluswortes Epheser 4, 3:Seid fleißig, zu

n Iten die Einigkeit im Geist durch das Band des

r-iedens."

Persönlich»

Aus aller Welt

AnwohnerfürBiele!

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dort bezeichneten scheu Bewegung, auf Lebenszeit.

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Im wrünrn Verlauf trab intzm em. 11. a. notierten: ÜUbe^anleit)e 75,65, 4 Tchuz- 1913-1914 7,20, Gprojentigi Ootb R. 8-10 82, Neichsbon!

Darum muß gefordert werden, daß alle kirchen- .....en Gruppen und Bewegungen alter und

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Oaö Verbot derDeutschen Zeitung^

Berlin, 17. Iuli. (6/2103. Funkspruch.) Zum Verbot der ^Deutschen Zeitung" wird von unter- nHteter Seite mitgctcilt: Das Verbot der .D-eutschen Zeitung' auf drei Monate ist auf rersönliche Anordnung von OK i n i» herpräsident Göring erfolgt. Gleichzeitig hat der Ministerpräsident angeordnet, daß der

tnisterpräsident werde, so wird erklärt, auch in Zukunft unnachsichtig gegen jedeZei- |u n g vorgehen, deren Inhalt geeignet sei, die außenpolitischen Beziehungen S«utschlands zu stören.

Ablegung des Polizeiknüppels.

Berlin, 17. Juli. (CAD.) (Amtlich.) Der preußische Minister des Innern hat verfügt, daß mit sofortiger Wirkung der Polizei- Inüppel im Straßendienst von den Po- h^cibeamten nicht mehr zu tragen ist. Die - ?,»!izeiknüppel sind bei den Polizeirevieren und .be-reitschaften, bei der Landjägerei, bei den Ab­leitungsleitern unter Verschluß zu Hal- |cx Ihre ausnahmsweise Ausgabe bei außer- §wöhnlichem Anlaß wird der Entscheidung der .Io nmandeure oder Landjägerabteilungsmeister üblassen. Die Ueberfallkommandos können zu­meist in der bisherigen Weise mit dem Polizei- düwpel ausgerüstet bleiben.

une Gedenktafel für Kern und bischer auf Burg Gaaleck.

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für I mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspsennig,- für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Neichspfennig, Platzvorschrift 20 u mehr.

Chefredakteur:

Dr. Friede. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein undfür denAn- zeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in Gießen.

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Bcrlin, 18. Juli. (CNB. Funkspruch.) Italien und Rumänien haben ihren Freundschaftsoer- trag um ein halbes Iah verlängert. Die Verlänge­rung fällt in eine Zeit der politischen Umschich­tung auf dem Balkan und in Osteuropa, die die volle Aufmerksamkeit der italienischen Diplomatie in Anspruch nimmt. Sie beweist, daß auch heute die Interessen der in ber Kleinen Entente zusam­mengeschlossenen drei Länder nicht ganz pa­rallel laufen. Rumänien ist zwar ebenso wie S ü d s l a w i e n und die Tschechoslowakei auf Kosten Ungarns durch die Friedensverträge stark ver­größert worden und hat deshalb mit diesen Ländern eine gemeinsame Grund st ellung gegen den ungarischen Revisionismus. Es hat aber andererseits besondere politische, wirtschaftliche und militärische Interessen, die sich aus seiner Nach­barschaft'zu Rußland ergeben und ihm in der gesamteuropäischen Politik eine besondere Bedeu­tung sichern.

So gehört Bukarest nicht nur zur französi­schen Interessensphäre, sondern spielt auch eine Rolle innerhalb des italienischen Sy­stems, das dem französischen Einfluß an der Donau und auf dem Balkan entgegenarbeitet. Wäh­rend die italienischen Verträge mit der Tschechoslo­wakei und Jugoslawien seit Jahren verfallen

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Erschein» täglich, auhe» Sonntags unb Feiertags

IBeilagen: D,e Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle

Monats Bezugspreis: 9JIN 4 (lagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 , Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt.

$ernfpred)an|d)lüfle anter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger Gießen.

Postscheckkonto:

Frankfurt am Main 11686.

Dor einer Vereinigung beider Mecklenburg.

Dibnitt, 17. Iuli. (TU.) Die 700jährige Stadt Ribnih begeht ein großes Heimatfest. In seinem Rahmen wurde in einer Festsitzung der Stadtverordneten dem Reichsstatthalter von Mecklenburg-Lübeck, Friedrich Hilde­brandt. der Ehrenbürgerbrief der Stadt über­reicht. In einer Ansprache erklärte der Reichs­statthalter, daß dieLänderMecklenburg- Schwerin und Strelitz vereinigt wer­den sollen und noch im Herbst dieses Iahres die ersten Maßnahmen getroffen werden würden.

Italiens Balkaniniereffen

Oer Zreundschastsvertrag mit Rumänien.

Weltflieger Post in Novosibirfk gelandet.

Am Montag um 14.28 Uhr osteuropäischer Zeit ist der Weltflieger P o st auf dem Moskauer Hauptflug- platz gelandet. Zur Begrüßung des Amerikaners waren Vertreter der sowjetrussischen Regierung unter Führung von Baranow sowie Vertreter der Ge­sellschaft Ossoawiachim unter Führung Mali­nowskis erschienen. Auch die englische, amerika­nische und russische Presse war zahlreich vertreten. Post erklärte den russischen Militärflugsachverständi- gen, daß er auf dem Fluge nach Rußland mit atmo­sphärischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Trotz allem fühle er sich wohlauf. Rach ganz kurzem Auf­enthalt will Post weiterfliegen, doch muß er die Zu­stellung der neuesten Wetterberichte abwarten. P o st ist heute (Dienstag) früh, von Moskau kommend, um 6.27 Uhr in Novofibirsk gelandet.

Bundestagung dec Friseure in Dresden.

In Dresden begannen die Verhandlungen der Tagung des Bundes Deutscher Fri­seure. Der Vundespräsident Statu Renz, Berlin, eröffnete die Sitzung und hieß die aus allen Gauen Deutschlands erschienenen Vertreter sowie eine große Anzahl von Ehrengästen will­kommen. Er hielt hierauf im Auftrag der Reichs­leitung wie auch des Präsidiums des Reichsstan­des des Deutschen Handwerks eine programma­tische Rede, in der er grundsätzlich auf den stän­dischen Aufbau einging. Er machte ferner Mit­teilungen über die Bekämpfung der Schwarz­arbeit und der Schmutzkonkurrenz, über die Lehr­lingshaltung, das Prüsungswesen und über die Stellung des Gewerbes zu den heute noch notwen­digen Einkaufsgenossenschaften. Seine weiteren Ausführungen betrafen die Tarifregelung, die Trinkgeldablösung, die Kurzarbeit, den Laden­schluß, die Stellungnahme zu den Regiebetrieben und das Problem der Sonntagsruhe im Friseur­gewerbe. Der 2. Bundesvorsihende, P l a h, Ber­lin, sprach über die Notwendigkeit des Beitritts zur Haftpflichtversicherung. Als nächster Ta­gungsort wurde München bestimmt. Bundespräsi­dent Renz und der zweite Bundesvorsihende Platz wurden mit großer Mehrheit in ihren Aemtern bestätigt.

Fünf Personen ertrunken.

Auf dem Varesa-See, nördlich von Mailand, ereignete sich ein schweres Unglück. Sechs jungen Arbeiter im Alter von 25 Iahren aus der Umgebung von Varesa, die des Schwimmens und Ru^ms unkundig waren, hatten auf dem See eine Bootspartie unternommen, als plötzlich ein heftiger Wind aufkam. Die emsigen Bewegungen der mit den Elementen nicht vertrauten Books- insassen brachten das Doot, als es noch 200 Meter vom Ufer entfernt war, zum Kentern. Wäh­rend einer von den Insassen sich an dem Kiel des Bootes festklammem konnte, bis Hilfe herbei- eilte, ertranken die fünf anderen. Die Leichen konnten trotz sofort aufgenommener Nachforschun­gen bisher nicht geborgen werden.

17 Jungkommunisten wegen Ermordung von zwei SA.-Wönnern vor Gericht.

Vor dem Kölner Schwurgericht begann ein Pro­zeß gegen 17 Personen, die des Mordes an zwei SA.-Leuten angeklagt sind. Von den Haupttätern soll der 22 Jahre alte Arbeiter S) a - macher den SA.-Mann Spangenberg und der 25 Jahre alte Arbeiter Willms den SA.- Mann Winterberg erschossen und den SA.- Mann K e s s i n g schwer verwundet haben. Ferner sind die Täter des Mordversuchs an dem Polizei­beamten Eggert angeklagt. Die Taten wurden am 25. Februar d. I. verübt. Bei der Vernehmung gab Harscher zu, Mitglied des Roten Jungsturms ge­wesen zu fein und die Rolle eines Zugführers inne- aehabt zu haben. Auch die Bewaffnung dieser Gruppe mit Armeepistolen 08 gibt der Angeklagte zu. Zur Tat erklärt er, er sei abends zu einer kom­munistischen Versammlung gegangen, wo die poli-

BflöfnoJi

B Aufruf des Evangelischen Bundes zur Kirchenwahl.

Berlin, 15.Juli. (TU.) Der Evangelische Bund ' iciöffentlidjt zur bevorstehenden Kirchenwahl am

Juli einen Aufruf, in dem es u. a. heißt:

Der Evangelische Bund sieht in der neuen Kirchen­terfassung die Erfüllung langgehegter Wünsche. Der tag der Wahl, der den Kirchengemeinden ihr relbstbestimmungsrecht wieder verleiht und ver- rgt, darf nicht ein Wahltag im alten Sinne fein, äs alte kirchliche Parteiwesen, das unter völlig t/Ueren Gesichtspunkten entstanden ist, hat sich über- *bt. Die endlich mühsam bereinigte Atmosphäre des ü schlichen Lebens darf nicht durch erbitterte Wahl- inmpfe erneut vergiftet werden. Die Wahl muß

n... .n; - um utn meinfdjaft bei dieser Wahl sich einglieucm muD. h-Atni n' mp|li,e "och lange dis des geeinten deutschen Protestantismus, der ge- nm. ...x x...x . f eirj(en evangelischen Gemeinden, der geeinten deut-

........... islmehr ein Akt ernster Besinnung werden, einer Verantwortung >" Beiinnung, die trotz allem, was nun hinter uns

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Bildung von Provinzialräten in Preußen.

Beratende Körperschaften der Provinzial- Verwaltung.

Berlin, 17. Juli. (ERB.) Das preußische Staatsministerium hat ein Gesetz über den Pro - oinzialrat beschlossen, das auch für die staat­liche Prooinzialverwaltung den Führergedan- k e n verwirklicht und für den künftigen weiteren Aufbau der preußischen Verwaltung richtunggebend ist. Ebenso wie der nach dem Staatsgesetz neugebil­dete Staatsrat berufen ist, das Staatsministerium bei der Führung der Staatsgeschäfte zu beraten, soll künftig in jeder Provinz ein Prooin- xialrat gebildet werden, der den Dberpräfi» oenten und die Regierungspräsidenten bei der Füh­rung ihrer Geschäfte berät. Seine Mitglieder führen die Amtsbezeichnung Preußischer Provin­zial r a t. Der Oberpräsident beruft und leitet den Provinzialrat. Der Prooinzialrat stimmt nicht ab. Die einzelnen Provinzialräte äußern sich in den Vorlagen, die der Oberpräsident dem Prooinzialrat macht. Der Oberpräsident ist Präsident des Prooin- zialrats. Den Prooinzialrat bilden neben dem Ober­präsidenten die in der Provinz wohnhaften Staats­räte der zweiten und dritten Gruppe des Staats- ratsgesetzes, die Regierungspräsidenten und der Lan­deshauptmann. Auch kann der Ministerpräsident Personen noch beliebiger Auswahl für die einzelnen Prooinzialräte ernennen.

Zum Provinzialrat kann nur ernannt werden, wer mindestens 25 Jahre alt ist und die Rechte eines deutschen Staatsbürgers besitzt. Er muß in der Pro- vinz seinen Wohnsitz haben. Nicht zum Provinzial- rat können ernannt werden Reichsminister, Reichs­statthalter, Mitglieder einer außerpreußischen Lan­desregierung sowie Beamte des Reiches oder eines außerpreußischen Landes. Der Ministerpräsident er­nennt die Provinzialräte aus folgenden Gruppen:

1. Gruppe: Kreisleiter der NSDAP, so­wie höhere Führer der SA. und der SS. (in Hessen-Nassau 10; Rheinprovinz 16).

2.Gruppe: Um Staat und Volk verdiente Männer der Provinz (in Hessen-Nassau 5, Rheinprovinz 9).

Der Oberpräsident, die Regierungspräsidenten, die Staatsräte und der Landeshauptmann gehören dem

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sind, ist der Vertrag mit Rumänien bisher stets erneuert worden, obwohl die Beziehungen zwi­schen Italien und Rumänien starken Belastungs­proben ausgesetzt waren. Der Mussolinipakt wurde in Rumänien als ausgesprochene Unfreund­lichkeit betrachtet und umgekehrt richtete die italie­nische Presse heftige Angriffe gegen den rumänischen Außenminister, als er in London und Paris gegen diesen Pakt arbeitete. Die kurzsristige Ver­längerung des Freundschaftsvertrages zeigt, daß man im Augenblick auf beiden Seiten keinen vertrogslosen Zu st and will, den Inhalt aber f ü r abänderungsbedürftig hält. Auch in der englischen Presse wird darauf hinge­wiesen, daß gewisse Bestimmungen dieses Vertrages kaum mit der Revisionstendenz des Diermächtepak- tes in Einklang zu bringen seien. Gleichzeitig wer- den Vermutungen darüber angestellt, ob erfolgreiche Verhandlungen über einen neuen italienisch-rumä­nischen Vertrag d i e Grundlage zu einer Annäherung zwischen Italien und der Kleinen Entente überhaupt bilden würden. Auf alle Fälle ist es verständlich, daß Italien seine Position in diesem Teile Europas zu verstärken sucht, um bei der Auseinandersetzung über die Donaufrage seinen Einfluß wirksam geltend machen zu können.

Moskau kämpft mit der Hungersnot. Moskau, 14. Juli. (TU.) Die Regierung der Sowjetunion und das Zentralkomitee der Kommuni­stischen Partei hat folgende Kundgebung er­lassen:Angesichts der großen Not haben die Regie­rung und die Partei beschlossen, daß die a b z u - liefernden Getreidemengen fetzt ver­größert werden, und zwar werden alle staatlichen Getreidekollektio-Bauernwirtschaften gezwungen, die abzuliefernde Getreidemenge durchschnittlich v o n 1 6 auf 22 v. H. z u erhöhen. Außerdem werden die Kollektiven verpflichtet, die vom Staat gegebenen Samenanleihen zurückzugeben. Die Re­gierung erklärt dazu, diese Verpflichtungen müßten eingehalten werden. Die Verordnung ist von Molotow und Stalin unterzeichnet.

Em plan

zur Besiedelung Aordaustraliens.

London, 15. Iuli. (TU.) Ein großzügiger Plan für die Entwicklung und Besiedelung der weiten bisher unbewohnten Teile Nordaustraliens durch 2 Charter-Gesellschaften wurde vom australischen Mi- nifterpräfibenten Lyon angekündigt. Englische und australische Finanzgruppen haben bereits die Bil­dung von Gesellschaften zugesagt. Die australische Regierung hofft, durch diese weittragende Maß- nähme endlich eine Lösung für das größte Problem Australiens, denleeren Norde n", zu finden, dessen 500 000 Ouadratmeilen tropischen Gebiets zehnmal die Größe von England und Wales umfassen. Zur Zeit leben in dem Gebiet nur 4000 Weiße und 20000 Eingebo­rene. Die Kapitalausgabe für den Plan wird vor­läufig auf eine Sume von 4 Milliarden Pfund ver­anschlagt. Eine Bedingung des Entwicklungsplans ist, daß nur Angehörige ber weißen Rasse angesiebelt werben bürfen. Es ist vor­gesehen, baß bie erste Gesellschaft bas Gebiet süblich des Earpentaria-Golfes einschließlich bes Barkly- Tafellonbes mit einem Hafen an ber Mündung bes McArthur-Fluffes ausbeutet. Die zweite Gesellschaft soll in bem Gebiet bes Victoria-Flusses arbeiten. Möglicherweise würbe biesern Gebiet ein Teil West- auftraliens mit Wynbharn als Hafen angeschlossen werben.

tische Lage besprochen und ein schriftlicher Befehl herausgegeben wurde, wonach olle Nationalsozia­listen auf Waffen durchsucht und im Falle des Widerstandes gänzlichumgelegt" werden sollten. Der Angeklagte gibt weiter zu, daß er am gleichen Abend ohne weiteres auf den SA.-Mann Spangen­berg schoß, als er diesem am Hansaplatz begegnete. Aehnlich äußerte sich der Angeklagte W a e s e r. Während diese beiden Angeklagten die Tat einge­stehen, bestreitet der Führer der zweiten Gruppe, Willms, den Feuerüberfall auf die SA.-Leute Winterberg und Kessing verübt zu haben. Ein wei­terer Angeklagter sagt aber aus, daß Willms zwei­mal gefeuert und auch zwei weitere Angeklagte auf Winterberg und Kessing Schüsse abgegeben haben. Flugstützpunkt DampferWestfalen" hat sich bewährt.

Wie die Deutsche Lufthansa AG. mitteilt, ist der DampferW e st f a l e n", nachdem er im Verlauf von 2% Monaten die Vorverfuche als Flugstütz­punkt für Die beabsichtigte Luftpo stv erbin- dun g von Deutschland nach Südame- r i k a durchgeführt hat, jetzt in seinem Heimathafen Bremerhaven eingetroffen. Die Versuche wurden von den beiden Dornier-Wal-FlugbootenPassat" undMonsun" ausgeführt. Sie umfaßten eine Reihe von Abflügen und Landungen mit anschließen­der Uebernahme der Flugboote an Bord des Damp­fers auf hoher See. Nachdem diese Manöver er­wiesen hatten, daß die gesamten technischen Einrich­tungen, insbesondere die Heinkel-Großschleuderan- lage, das Heinsche Schleppsegel und der von der Firma G. Becker gelieferte Kran den Zwecken ent­sprachen, wurden zwischen der afrikanischen West­küste und Südamerika mehrere Flüge in beiden Richtungen mit Zwischenlandungen bei derWest­falen" ausgeführt. Die ausgedehnte Versuchsreihe, die ohne Rücksicht auf die Witterung durchgeführt wurde, entsprach den Bedingungen, die im regel­mäßigen Luftpostdienst über den Südatlantik auf­treten. Die vorliegenden Ergebnisse liefern den Be­weis der Eignung aller verwendeten Geräte und Einrichtungen sowohl des DampfersWestfalen" als auch der Dornier-Wal-Flugboote. Mit dem Ein­treffen in der Heimat geht der DampferWestfalen" endgültig in den Besitz Der Deutschen Lufthansa über. Man Darf erwarten, Daß im Herbst Dieses Jahres Die ersten Postflüge Durchgeführt werden.

kommunistische BranDffifler in Finnland.

Die Riesenwaldbrände in Kurajervi und Rantatyösi (Finnland) sind angelegt worden. Die Urheber, meist Kommunisten, sind verhaftet. Auch in Kihnio wurde ein 17jähriger Bursche als Brand st ifter angehalten. In diesem Ort brann­ten mehrere Häuser ab unb über 100 Menschen wur­den obdachlos. Die Erregung des Volkes ist so groß, daß es in allen Drei Orten versuchte. Die Uebeltäter zu lynchen. Dor Den Wahlen haben von Rußland unterstützte Kommunisten starke PropaganDa ge­trieben. 22 von Diesen finD in Den letzten Tagen in Das Gefängnis Uleaborg eingeliefert worDen.

Der Kaiserpauker Sambo f.

Der letzte Paukenschläger des ehemaligen Leib- garde-Husaren-Regiments in Potsdam, Wilhelm Sambo, ist im Älter von 48 Jahren vor einigen Tagen in Köln gestorben. An seinem Grabe sprach Superintendent Klingenberg, der er­greifende Worte für den treuen Neger Sambo aus Kamerun fand. Im Auftrage des,ehemaligen Kai­sers legte Ingenieur Dahlgrün einen Kranz am Grabe Sambos nieder. Der aufgeweckte Ka­meruner hatte feiner Militärdienstpflicht beim Eisenbahn-Regt. Nr. 1 genügt. Er wurde dann für würdig befunden, nach gründlicher Unterrich­tung in der Militärmusik im Schmuck der roten Attila und der Silberschnüre auf einem Schimmel bei großen Paraden an der Spitze der Leibgarde- Husaren zu reiten. Im Kriege wurde er mehr­mals verwundet. Er war Inhaber mehrerer Ehrenzeichen und wurde zum Dizewachtmeister be­fördert.

fja 11 e a. D. Saale, 17. Juli. (TUI Auf ber Burg 6a cletf mürbe in bem Turm eine (seDenttafel ent- jjuLlt, in bem vor elf Jahren Fischer unb Kern, die die Schüsse auf ben bamaligen Reichsaußenrnini- fec Dr. Walther Rathenau abgaben, ihrem Ce­tera ein Ziel setzten, um nicht in bie Hände Der Jja|cf)er zu fallen. Der Burgherr Dr. Stein er- Halte, cs bereite ihm eine befonDere FreuDe, Daß D:e)er KameraDschaft unD Treue zu Ehren getom- Ien seien unD Daß es nur noch Volksgenossen unb jmeraben unb keine Parteigenossen mehr gebe, jqjitän Ehrharbt begrüßte auf bieser stillen Oclentfeier auch bie Angehörigen ber beiben Kame- ijtim unb ihre Mitkämpfer, bie Gebrüber Techow. j e Gedenktafel, bie Ehrharbt bann enthüllte, trägt fle Inschrift:Hier starben am 17. Juli 1922 im ftmpfe um Deutschland unsere Kameraben Ober­leutnant z. S. a. D. K e r n unb Leutnant a. D. Her- nun Fischer, Brigabe Ehrharbt."

21tn Nachmittag fanb auf bem kleinen Saalecker friebbof am Doppelgrabe von Kern unb Fischer {n< Gedenkfeier statt. Gegen 18 Uhr schritten ix Reichsführer ber SS. Himmler unb Stabs- M Röhm, Die von Dem Leipziger SA.-Treffen iainsn, Die Front Der auf Den Saalewiesen gegen- iße: Der Burg aufmarschierten SS.-StonDarte 26 d) Reichsführer Himmler hob hervor. Daß ohne ix £at Der beiDen DeutschlanD heute im Bolschewis- .sslis leben müßte. Man solle erkennen. Daß über Fmzergesetze hinweg eigenes uni^fremDes Blut nicht <ji(f)ont roerDen Dürfe, wenn es um Das VaterlanD Albe Stabschef Röhm erklärte, bie beiben Toten je.cn Vorkämpfer der <5 21. und S S. ge»

verantwortliche Redakteur in ein Konten- - . Llcationslager gebracht wird. Zu diesen

5, Gelsenkirchen kl,50, ijarpener :Maßnahmen hat sich der Ministerpräsident we- ke 59, Mannesmann 65, Phöni; flcn des Artikels veranlaßt gesehen, in dem 6c- )2, Ztohloerein 37,50. Stfumuk- huptet wird, der italienische Luftfahrtminister J). 23, Bekula 106,75, Zement Jflibo solle ein getaufter Jude fein. W.-Cheinie-Basel volle 155, bo. Verleumdung stammt von der Wiener 30 deutsche Linoleum 44,50, Presse unb verfolgt den Zweck, die freundschaft-

4 65 IG-Farben M,-50 bis IN, liHen Veziehungen zwischen dem deutschen und a'hmeyer 123, Schuckert 108, Sie- km italienischen Volk zu untergraben. Der Mr- ig 16,25, Lloyd 17,2-5.

urtcr Eicmatkt.

L-X, 15. Juli. Das GeM m ^hhandel hat in der Most : Dclserung erfahren, der Ab ? schlecht. Die Zufuhren m deut heiter im Abnehmen beg* iTfür den momentan besonders vollkommen aus von ^u n Holländer ebenfalls knM keile erfuhren kaum cine ^e . r* für deutsche und hol«

75 und 9 Pfenn'S aas zwischen 7,3 unv yi Frankfurt a. M._______

Neuner.

Prooinzialrat für Die Dauer ihres Amtes an, Die Prooinzialräte Der 1. Gruppe für bie Dauer ber Aemter in ber nationalsozialisti- Die Prooinzialräte Der 2. Gruppe

le iten! Worauf es allen Wählern gleichmäßig an- lornmen muß, ist Dies: Daß überall Den bewährtesten lir chlichen Persönlichkeiten aus allen Lagern er- ^inaalicht roirD, in Die kirchliche Arbeit einzutreten; wl»her sie kommen, muß eine Frage zweiten ober dt fahren die Autos auch dH" ^driften Ranges sein. Würbe Der Wahlverlauf ein cuiierer roerDen, so wären seine verhängnisvollen »Böigen gar nicht abzusehen.

GietzenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Zteindruckerei K Lange in Gießen. Lchriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7.

n oie Wohnungen eindringen. Ilchen evangelischen Kirche. Die Wahl muß unter .Vahren wird auch nur wenig bem alleinigen Gesichtspunkt getätigt roerDen: Nicht W gebracht. Wir waren der i$crteimänner, {onDern w» - »»am «#,« " ............

cht geübt würde, denn wie es a wir mehr Nachteil als Vorteil, Malier in ganz kurzer Zeit auf und der Luft wieder ousgezehrt

liegt, in Dem festen Willen zur (Einigung unD zum varmeren/ 1 Zusammenschluß ihren AusDruck finDet im Geiste

d) wieder hi» c?611 ...................

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iEr (flpirh'minv .n-?Ie*e Nasser- Nlonopolansprüchen, sonDern volles VerstänDnis zei-

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' 'M l'uchtet, um den msinschaft bei Dieser Wahl sich eingüeoern muß: