Ausgabe 
18.2.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Aus der Provinzialhauplstadl

dienen" verspricht sie. um der aufregenden Szene Wohl deines Kaisers'

Er reicht ihm den

Pokal.

Endlich laßt Peter sich vernehmen. Noch dampft aus geblähten Nüstern der Atem, noch knirschen die Kiefer unheildrohend, aber aus dem Grollen wetterleuchtet der harte Humor des Giganten als er hervorstöht:Wenn dir mein Stock dies^ mal allzu übel mitgespielt hat, Artemis Petro­witsch, kannst du die erhaltenen Schläge von unserer nächsten Rechnung abziehen."

Volynskij gab dem Kaiser bald Gelegenheit sich an dieses Versprechen zu erinnern.

ein Ende zu machen.

Kaum noch auf den Deinen hält sich der blutig geschundene Volynfkij.

Die neue sozialpolitische Notverordnung unterzeichnet Etwa 29 Millionen für Härtcmilde unqen.

Berlin, 18. Jebr. (LNB. Blinkspruch.) Die Notverordnung zur Milderung von Härten in der Sozialversicherung und in der Reichsversorgung ist heute mittag vom Reichspräsidenten un­terzeichnet worden. 3m wesentlichen enthält die Verordnung die in den kehlen Tagen schon verschie­dentlich in der Presse genannten Bestimmungen und vor allem Vorschriften, die Erleichterungen für die Kriegsopfer darstellen. Die in der Notverordnung im einzelnen vorgesehenen Rlah-

Was mich gut macht!

V?n Reinhold Braun.

Deutschland ist das, was mich gut macht!

Königin Luise.

Aufbruch der Ration!" Das ist das große Wort der Stunde. Und es löst in vielen Mil­lionen die Bewegung beglückenoec Hoffnung aus.

Aufbruch der Ration!" Daß wir doch das Wort ganz aus der Tiefe erfaßten, ganz von heiligem Ernste erfüllt, fern allem Ueberschwang! Daß wir es anblickten mit dem Auge des alten Frontsoldaten und Schühengrabenmenschen!

Rur jene Zähigkeit, die über ein gut Quäntlein Rüchternheit verfügt, die es schwer nimmt mit dem Kampfe um das wahrhafte Wesen, wird dazu helfen, daß das Wort nicht Wort bleibt, sondern zur lebendigen, erlösungsvollen T a t wird! Das Wort verlangt Einsatz des ganzen Menschen, und zwar von innen her!

Aufbruch der Ration!" Das darf kein Ab- werfen von alten Häuten sein, keine Veränderung nur in der Schale, keine nur auf das Aeuhere zielende Sichtbarmachung vaterländischer Denk­weise! Es bedeutet vielmehr im Sinne des alten Mystikers den gänzlichen Eis-Aufbruch, von dem auch das innerste unseres Kernes erfaßt wird. Es muh wie ein neuer Frühling die volle Wesenheit durchdringen. Ein Heimfinden muß es sein zu den lebendigen Wassern, zu jenen Quellen, die das Heilige, Große spenden, die Kraft, die göttlichem Grunde entspringt!

Ein neues Ringen aller, die guten Willens smd. muh anheben um das EthosDeutsch- l a n d", ein Brennen der Herzen um die Makel­losigkeit und Hoheit, die Tlnverwelklichkeit dieses innerweltlichen Zieles! Rur wenn uns Deutsch­land zur durchläuternden Geist-Macht, nur wenn es uns zu dem wird, das die Königin Luise mit den Worten ausdrückte:Deutschland ist mir das Heiligste, das ich kenne! Deutschland ist meine Seele! Mein Halt, mein Alles ist Deutschland!", wenn es uns zu einem Stück unserer inneren Wirklichkeit, zu einem organischen Teile unserer Wesenheit wird, nur dann wird das Reue wer­den. und es wird auf sicheren Füßen stehen. Es wird nur besser durch die Guten!" Wie singt doch der alte Gleim:

Gut sein und weiter nichts, bei Gott, das ist nicht viel. Man muh auch tapfer sein, dem Bösen Trotz zu bieten: und ist des Dösen nächstes Ziel, zu herrschen zu verhüten, daß es herrsche!"

Gietzener Wochenmarktpreife.

* G i e h e n , 18. Febr. Es kosteten auf dem heut:gen Wochenmarkt: Sührahmbutter Pfund 1.10; Landbutter 1,00 bis 1,10; Kochbutter 80; Matte 20 bis 25; Wirsing (gelb) 10; Wirsing (grün) 15 bis 18; Weißkraut 8 bis 10; Rotkraut 10; gelbe Rüben 10 bis 12; Rote Rüben 10; Spinat 25 bis 30; Anter-Kohlrabi 6 bis 8; Grün­kohl 15; Rosenkohl 25 bis 30; Feldsalat 1,20 bis 1,50; Zwiebeln 10; Meerrettich 30 bis 50; Schwarz­wurzeln 25 bis 30; Kartoffeln 3; Aepsel 18 bis 30: Dörrobst 35 bis 40; Honig 40 bis 45; junge Höhne 70 bis 90; Suppenhühner 70 bis 80; Düsse 40; Käse Stück 5 bis 10; Tauben 40 bis 60; Eier (ml.) 10; Blumenkohl 30 bis 60, Salat 25 bis 30; Endivien 15 bis 30; Lauch 5 bis 10: Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 30; Kartoffeln Zentner 2,50 Mk.

x*or notigen.

Tageskalender für Samstag; Stadttheater. 15.45 bis 19 Ahr,Hamlet". Christ!. Pfadfinderschaft. 20.15 Ahr. Reues S!u- dentenheim, Bündischer Abend. 50er Ber­einigung 18831933, 20.15 Ahr,Aquarium", Monatsversammlung. Turnverein von 1846, Turnhalle am Oswaldsgarten, Maskenball. Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft, 16 Ahr, ..Liebigshöhe", Lobeland-Gymnastik der Schule Elsbeth Braun (Marburg). Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Ein Mann mit Herz". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Sein kleiner Kamerad" undZ 1044 letzte Fahrt".

Tageskalender f ü r Sonntag: Stadttheater, 18.30 bis 21.30 Ahr,Das Drei- mäderlhaus". Oberhess. Kunstverein. Turm­haus am Brandplatz, 11 bis 13 Ahr, Gedächtnis- Ausstellung Walter Gramatte. NSDAP.. 20 Ahr, Wahlkundgebunq in der Volkshalle. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße. 11.15 Ahr.3Ta* ab 15 AhrEin Mann mit Herz". Astoria-Lichtspiele. Seltersweg:Sein kleiner Ka­merad' undZ 1044 letzte Fahrt".

- Die Oberhessische Gesellschaft tu,x , und Heilkunde (Raturwis-

senschaftliche Abteilung) veranstaltet am Montag, 20. Februar. 20.15 Ahr, im Zoologischen Institut eine Sitzung. Geheimrat F. Rinne (Freiburg k^-'rJ?irLü5ci: bas Thema:Das physikalisch- chemische Wesen der flüssigen Kristalle und ihre m c am -$au ber Organismen" sprecken.

Merker wird kurz überSchnaken, die als Larven überwintern" referieren. Beide Vor­trage bringen auch Lichtbilder. Auf die heutige Anzeige sei hingewiesen.

~Der Kurhaus-Maskenball in 3 0 0 - R auheim findet auch in diesem Jahre statt. Die Kurverwaltung hat sich, wie uns mit­geteilt wird, trotz aller- Rote der Gegenwart entschlossen, den Ball abzuhalten, einerseits um öen Gästen einige frohe Stunden zu bereiten, anderseits aber auch, um vielen Menschen, für die karnevalistische Veranstaltungen ci/.e Erwerbs­quelle bedeuten, eine Verdienstmöglichkeit zu ver­schaffen. Der Kurhaus-Maskenball findet am Samstag, 25. Februar, 20.11 Ahr statt. Um- fangreiche Vorbereitungen sind bereits getroffen worden, so daß den Besuchern ein fröhlicher Abend beschieden sein wird. Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

nahmen stellen einen Mehraufwand von etwa 27 bis 29 Millionen Reichsmark dar.

Der deutschnationale Fraktions- sührer spricht in Köln.

Köln, 17. Febr. (ERB.) In einer Wahl­kundgebung der Kampffront Schwarz-Wcih-Rot sprach der Führer der deutschnationalen Reichs­tagsfraktion, Dr. Oberfohren. Die Deutsch­nationalen seien dem Rationalsozialismus dank­bar, daß er den Gedanken der einsei­tigen Parteidiktatur aufgegeben habe. Vor allem müsse ein Zurücksinken Zeiten erforderten besondere Maßnahmen, und diese werde er in kurzem treffen.

in den Parlamentarismus verhin­dert werden. Man habe allerdings von der neuen Regierung zunächst Handlung und Leistung erwartet statt der Ausschreibung der Wahlen. Mit der Säuberung derpreu- ßischen Verwaltung sei noch nicht alles getan. Darüber herrsche kein Zweifel: Wie die Wahl auch ausfalle, diese Regie­rung bleib e oben. Rach der Wahl werde nicht mehr Parlament gespielt, sondern die Re-

Wien will keine Role erhalten haben.

7®!5' 1?; Hebr. (ERB.) Zu der vomGior- nale d Italia veröffentlichten angeblichen Rote Frankreichs an Oe st erreich in der Hir- tenberger Waffenangelegenheit berichtet die ^Äeue Freie Presse", sie erfahre von zuständiger Stelle, daß im Bundeskanzleramt keine Rote o £ a n f r eich s Überreicht worden sei. Es habe lediglich, und zwar bereits am vergangenen Samstag, ein Besuch der Vertreter F r an kreichs und Englands im Bun - pc 6 fan3leramt stattgefunden. Der franzö- Nsche Gesandte, dessen Besuch am Vormittag statt- fand, habe bei dieser Gelegenheit ein Aide- memoire überreicht. Eine weitere Vor­sprache habe in der Zwischenzeit nicht stattqe- funden.

Londoner Echo des Valkanpaltes

London, 16. Febr. (ERD.)Evening Stan­dard" schreibt: Die Verwandlung der Kleinen Entente in eine D r e i m ä ch t e - A l l i a n z mit einem ständigen Rat und mit einer gemeinsamen Außenpolitik sei der schlimmste Schlag, der je der Abrüstungskonferenz zu - gesugt worden sei. Der Schritt enthülle, daß selbst ein so eifriger Pazifist und eine Säule des Völkerbundes wie Dr. Benesch, die geheime Aeberzeugung habe, daß die bestehenden Bedro­hungen der Sicherheit Zentral- und Südosteuro- Pas nicht durch das Ergebnis der Abrüstungs­konferenz verschwinden würden. Ferner enthülle der Schritt die Enttäuschung der Mitglieder der Kleinen Entente über den schwindenden Schutz, den ihnen das Bündnis mit Frankreich gewähre. Das Ereignis, daß die gegenseitig mißtrauischen Partner der neuen Al­lianz endlich bewogen habe, ihre Rivalitäten zu begraben, sei die gegenwärtige politische Kon­stellation in Deutschland.

In den vergangenen elf Iahren seien die Mächte der Kleinen Entente nur in ihrer Furcht vor Ungarn einig gewesen. Ietzt aber habe jebc von ihnen mit einem anderen mächtigen Nachbarn zu rechnen. Die Tschechoslowakei sürchle Deutschland, Rumänien fürchte Ruß­land und Iugoslawien fürchte Italien. Das Ergebnis des neuen Allianzvertrages bestehe barin, daß Rumänien als Preis für die ver­sprochene Ant^rstühung im Falle eines Angriffes du ch eine v erte Macht dazu gebracht worden sei, sein Liebäugeln mit Italien aufzu- geben, das kürzlich ernste Befürchtungen in Belgrad und Paris hervorgerufen habe. «Daily Telegraph" vertritt die Ansicht, daß diese Bildung einesorganischen und stabilen politischen Gebildes von ganz neuer Art" in c jter L.nie eine Befestigung der gegen­wärtigen Grenzziehung in Zentral­en r o p a und in zweiter Linie eine Abwehr italienischer Einmischungsversuche m zentraleuropäische Angelegenheiten darstelle. Es sei auch anzunehmen, daß die Skoda- Werke in der Tschechoslowakei zu einem gro­ßen Waffenarsenal für die drei Staaten umgewandelt würden. Bei der Klausel über den Beitritt weiterer Staaten zu der neuen Ver­einbarung sei vor allem an Polen gedacht.

^euen Universität in Heidelberg, erhielt einen Auf uufeinen Lehrstuhl für Architektur an der Hochschule in Darmstadt. Gruber

ÖQt ben Ruf angenommen und wird sein Amt zu Beginn des Sommersemesters 1933 antreten. '

Hinunter stürzt der General das starke Getränk.

-Atzt, mein Lieber, trink auf deine eigene Ge­sundheit und die aller verdienten Generäle" Peter schenkt ein und präsentiert ihm den zweiten Pokal.

als der General schon sehr mühsam diese zweite Llbatwn bezwungen hatte, kredenzt ihm der Kaiser ein drittes Glas:Run trinke auf die Armee!"

Der General hat nicht mehr gelärmt, überhaupt nicht mehr geredet, weil er unter den Tisch Ge­fallen ist.

Kinder, wir können ungestört lustig fein", sagt Peter und läßt sich einschenken.

, .Gunter bewies Peter eine diplomatische ®e- öie Ulan hinter diesem Gewalt­menschen nicht gesucht hätte. Sogar bei seinen JBac$anaIien, an denen eswüst und unordent- "ch zuging, bet denen Peter selbst oft am meiften expedierte And doch konnte dieser wilde ^!pot .ich auch beherrschen, und er verstand es, Peinlichkeiten die Spitze zu nehmen.

. Ein sehr verdienter General betrank sich an einem dieser Herrenabende so, daß er nicht mehr wußte, wo er sich befand und mit wem er es zu tun hatte. °

. -So viel Städte habe ich dir erobert, Zar" ^reU ber betrunkene General Peter an soviel habe ich für dich geleistet - und du? Wie hast du mich dafür gelohnt? Ein Dreck find deine Auszeichnungen gegen meine Verdienste... Einen tür getan." - Da fällt in T°ben eisiges Entsetzen über die be- Sechte Tafelrunde. In tödliches Schweigen gellt das letzte trunkene Wort des Generals. Aus her- dem^Zaren"^ ßiZ>rn toicIen Augen nach

®er hat sich im Sessel aufgerichtet, die rechte fumUl9Inn?iHDbC? n"0 ben Kopf wie ein Bulle öum Angriff gesenkt.

~ toirö8 einschlagen! Angstvolle Zehnen sich zu Ewigkeiten. Wenn es anginge, damit es vorüber wäre! Auch der General wird in der unheimlichen Stille benähe nüchtern, stiert ausdruckslos auf den to®ffM^U9brQUen öucken. Er wirft den ih^Wodka!" befiehlt er. Der Diener steht neben Eigenhändig füllt gJeter einen Pokal, reicht ihn dem General.Tnnk, verdienter General, auf das

~ Der neue Kreisarzt in Gießen. Der Medizinalrat Dr. Robert E n g a n in Gin­gen wurde mit der AmtsbezeichnungObermedi- ztnalrat zum Kreisarzt des Kreisgesundheits­amtes Gießen mit Wirkung vom 1. April 1933 an ernannt.

* Rückgang der Grippe in denSchu- Während zu Beginn dieser Woche noch in 16 Schulen des Kreises Gießen der Anterricht we­gen Grippeerkrankungen ausfallen mußte, ist nach dem Stand von heute vormittag nur noch in acht Schulen der Anterricht geschlossen. Es kann aber bamit gerechnet werden, daß auch diese Zahl bis Anfang nächster Woche sich erheblich verringern wird, so daß voraussichtlich im Laufe der kom­menden Woche in allen Schulen der Anterricht wieder im Gange ist.

"Mitnahme von Hunden in Fel- der und Wälder. In einer Bekanntmachung

Fürwahr, das Wortgut" muß endgültig aus der Sphäre der Lammfrommheit erlöst toeroen! Es muß für den deutschen Menschen und in der Verbindung mit dem ErlebnisDeutschland" einen neuen Klang bekommen. Ein Stück Stäh- lernheit soll ihm innewohnen I Das Element des Schöpferischen, des tapfer Aktiven muh wie Licht aus ihm fluten. Wir müssen aus dem Worte den Impuls beseelter Lebendigkeit und willensmäch­tiger Wachheit spüren. Die Zähigkeit der Men­schennatur. die "icht der gläubigen Seele muh aus ihm sich offenb ren! Es muh dahin kom­men, daß wir mit vtm -Portegut" ohne weiteres die höhere Ebene des kämpferischen Menschen be­treten, der um Würde und Wert des Opfers weiß.

Aufbruch der Ration! So und nicht anders! Aus jedem Kampfplatz, jedem Berufsfelde, in jedem Lebenswinkel muh derart dem Aufbruche gelebt werden.

Wenn aber Gott und das Ewige mit uns in un- ferm Aufbruche find, so m u ß der Tag der Deut­schen kommen. Richt im Gedröhne der Waffen! Sondern er wird, vielleicht erst nach Iahren. ein Sieg-Tag der deutschen Seele, des deutschen Gei- stcs sein! And die Dornenkrone des deutschen Menschen wird sich wandeln in die Krone seines Lebens, in den schlichten Chrenreif für feine Mutter Deutschland!

Ehrungen für Gießener Gelehrte.

Don der Pressestelle der Landesuniversität wird uns mitgeteilt:' r?umTritie(rte ord. Professor der Landwirt­schaft Geh. Hofrat Dr. G i s e v i u s . begeht heute sein goldenes Doktorjubiläum. Aus diesem Anlaß wurde ihm von Herrn Geh. Bergrat Professor Dr. Brauns in Bonn (früher in Gießen) fein von der Amversität Bonn erneuertes Diplom überbracht. Se. Magnifizenz der Rektor Prof. Dr. I e ß beglückwünschte den Iubilar im Rainen der Landesuniversität.

Der ord. Professor für Beterinärhygiene, Bak­teriologie, Veterinärpolizei und Seuchenlehre, Dr. Dr. med. vet. h. c. et sc. nat. Wilhelm Zwick an unserer Landesuniversität wurde vom Ver­ein finnischer Tierärzte zum Ehrenmitglied er­nannt.

Marschänderung beim SA.-Aufmarsch

Wie uns vom Polizeiamt heute mittag mitge- teilt wird, bewegt sich der S A. - A u f rn a r s ch am morgigen Sonntag beim Durchzug durch Wieseckin folgenden Ströhen: Gießener Straße Turnstraße. Alicenstraße, Echulstraße, Rabenauer Straße, Torbogen, Gießener Strohe, Philosophen- strahe zum Trieb.

Professor Dr. Otto Gruber an der Techni- swen Hochschule Danzig, der Erbauer der Reuen Amversität in Heidelber.

Auf auf einen Lehrstuhl für An

ber Kaiser ins Wort.Mach noch mal beit Mund auf. Peter beaugenscheinigt genau die Wunde.

"Aun geh' und bessere dich", sagt er befriedigt. Xlnö morgen kommst du wieder her, damit ich sehe, ob alles gut geheilt ist."

Klingendes Porzellan.

Die besonderen hygienischen Vorzüge des Por- zellans haben seine vielfache Verwendung in der Küche und auf der Tasel begünstigt; a-ßer- dem hat es als Stoff der Kleinvlastik sich in eine sulle von Kunstwerken bewährt. Ab^ ein Dorzug des Porzellan ist bisher im Abendland faft ganz vernachlässigt worden, obwohl er von den ersten Erfindern des Porzellans, den Chi- ne.en, stets hoch gehalten wurde. Das ist sein schöner Klang. In China verleihen die Por- ze.lan-Glockcn, die an den Dächern und Tempeln den Gottern zu Ehren aufgehängt sind, durch ihren heilen und zarten Ton dem ganzen Bereich der Gotteshäuser eine märchenhafte Stimmung, unö auch sonst hat man den Wohllaut des Por­zellans für Gongs und Läutewerke ausgenuht. In Europa war bisher diese Eigenschaft nur von der Meißener Manufaktur in ihrem be­rühmten Glockenspiel verwertet worden. Run aber hat man> wie in der Bruckmannschen Zeit­schriftDie Kunst" ausgeführt wird, ein Klang- Porzellan in den Handel gebracht, bei dem eine ganz besonders wohlklingende Masse nicht nur das Auge, sondern auch das Ohr erfreut. Der bekannte Keramiker von Stockmayer hat für diese Masse künstlerische Formen geschaffen, die zum erstenmal auf der nächsten Leipziger Messe ge­zeigt werden sollen. Cs sind hauptsächlich Schalen für den Schreibtisch und für den Teetisch die neben ihrer praktischen Verwendung auch ' noch musikalische Reize vermitteln sollen: jeder Schale ist em Holzhammerchen beigefügt, das zum An­schlägen dient, und so kann man sich beim Ar- bci e,n oder am Eßtisch auch ein wenig Musik verschaffen. Zugleich können diese Schalen als Gong und Glockenersatz dienen.

Oochschulnachrichten.

jierung bekomme ein Ermächtigungsge- e h, und der Reichstag werde nach Hause ge­durft. Besondere Ausgabe der Wirtschaftspoli­tik sei die endgültige Niederwerfung des So­zialismus. Wichtige Aufgaben der Regierung seien die Klärung der Schuldenfrage, die nochmalige endgültige Aufwerfung des Kre­ditproblems. die Erstrebung der G I e i ch - berechtigung Deutschlands, und nicht zuletzt die energische Inangriffnahme der Be­seitigung der Kriegsschuldlüge. Die nationale Front müsse sich klar fein, daß die Einigkeit ihr letzter und höchster Trumpf sei und das Volk, das den Aufbruch des 30. Ianuar jubelnd be­grüßte, verlange, daß diese organisch gewachsene Einigkeit von Dauer sei.

OieGermania^ verboten.

Berlin, 18. Febr. (WTB. Funkspruch.) Der Polizeipräsident hat von morgen ab das Berliner Blatt der Zentrumspartei, dieG e r m a n i a" für drei Nummern verboten. Die nähere Begrün­dung des Verbotes steht noch aus. Auch dieMär­kische Volkszeitung", ein Kopfblatt des Verlages für die Provinz Brandenburg, ist für denselben Zeit- raum verboten worden.

Geschichten um Peter den Großen

Äon Emil ceijfe.

Von Formenzwang und höfischer (Stilette war laum ein Herrscher so weit entfernt wie Peter de^r Große (lc82 bis 1725).

In einem sehr großen Saal des Senats- gebaudes erwartete Peter den polnischen Oe- sandten zum Vortrag. Im Saal ist's kalt. Die ständig sich öffnenden Türen bringen scharfe Abluft herein. Anmutig fährt sich Peter einige Male über den Kopf, den der kalte Luftstrom belästigt, Sieht sich um. Erblickt den Vize­kanzler Golovin, der geschniegelt, geputzt, mit einer ungeheuer großen Perücke in der Nähe steht, geht auf ihn zu. Wortlos nimmt er ihm Den wärmenden Kopfschmuck ab und stülpt ihn über fein dunkles Haar.

Anbeweglich steht der Stab der Hofbeamten. Der eintretende polnische Gesandte stutzt einen -Lugendlick, beginnt dann nach den üblichen Zere» monien seinen Vortrag.

In seiner wunderl chrn Tracht hört ihn Peter ernst an. Em paar Schritte davon streicht der Kanzler Golovin ab und zu verstohlen über seine kahle Platte.

Web«, wenn den gewaltigen Peter der Zom ansiel. Dann wurde niemand geschont.

Artemis Petrovitsch Volynskij, der sich einer toenn auch nur sehr entfernten Verwandtschaft mit Den Romanows rühmen konnte, gehörte zu den oevorzugten Günstlingen des Zaren. So wenig er bte Gunst verdiente. Ein geldgieriger diebischer, gro.u amer Mensch und Beamter. Peter ließ aber alle Klagen gegen Volynskij unberück- fiqKigt. Bis er sich selber auf einer unvermutet unternommenen Inlveltionsreise nach Astrachan von dem trostlosen Zustande der Provinzen über­zeugen mußte, deren Gouverneur Volynskij war Peter gerat ins Aasen.

3n Gegenwart der Koijerin fällt er mit seinem eisenbeschraaenen Stock über den betrügerischen Dolynskij her. Heber den Kopf donnern die Schläge, ins Gesicht fährt das Eisen, das Blut strömt, er hätte ihm alle Knochen zerschlagen wenn nicht die entsetzte Kaiserin sich flehend ins Mittel gelegt hätte. Die Kaiserin war der einzige Mensch, der den Riesen besänftigen konnte. Selbst während seiner schweren Nervenanfälle wirkte sie beruhigend auf ihn ein.

Die Kaiserin hält und streichelt ihm den Arm: er wird sich bessern, wird dir von jetzt ab treu

Wütend sitzt Peter in feinem Arbeitszimmer. Dres verfluchte russische Erdübel - die Bestech­lichkeit! Wieder einmal ist er darauf gekommen, daß ein Edelmann aus altbekannter Familie seine Stellung mißbraucht, - Geld genommen hat.

Der kann was erleben, wenn er jetzt heckommt. Wird nichts zu lachen haben, der Gauner. Peter faßt seinen Stock.

Aber^ der Edelmann kannte seines Zaren Menschlichkeiten, wußte wie brennend gern der Diese zum Beispiel sich als Arzt betätigte.

Er erschien mit einem schmerzverzerrten Gesicht und preßte das Tuch an die Wange.

Mit erhobenem Stock läuft Peter ihm entgegen. Sieht das Tuch.

Was hast du?" fragt er sofort.

3abnf(bmeraen, Majestät, schreckliche Zahn­schmerzen." '

»Ist der Zahn hohl?"

Sehr angefressen, Majestät"

Der Stock fliegt auf den Tisch.Mach den Mund auf .befiehlt Peter.Welcher Zahn? - Dieser? Gleich, mein Lieber, wirst du die Schmerzen los fein. Meine Instrumente!"

Tlicbt sehr geschickt und gar nicht sanft reißt Sidsf $a$n-. Draußen ist er! Peter

reicht dem Edelmann em Glas Wasser:Spül' QU t GUß.

3c&t glaubt der Schuldige den günstigen Mo­ment gekommen. Er wirft sich dem Zaren zu Fußen^ und bittet um Gnade.

brummt der abgelenkte Peter,schämst Ms* ein Edelmann und nimmst Geld an.

»Die wieder, Majestät", schwört der Schuldige nie wieder..."

-Das möchte ich mir auch ausbitten", fällt ihm

blat mb w #

Mit ßatt. «nJ

hi# 3 jepeli

«n2 MN Feier Ltdeu jscheil bru<f, noch e russwi lauf d' tor hei Wellkö

2ni her grul famtl: jamm' der S Dr. h Aussp beitsbi größer nähme

Die trag b Negier legung langiri troffen er die beitsb' ligen des 8 ©etrfej bienf 524 N ningät Honen geM

8a k weich Arbe erfrn Ende dar fi mal t

Waide Nr alle für IW Form i mehr a Darchfü werden. Lderheff Im weje eingerict berufen, nerhalb hie auch >m Fall, beim fn Nach be werden ' Ürbeitsb an Een gegeben, kn, die Färberin hienen fi 1935 an tilgen. I befchaffu her Arb

Bdg

Ei

ÜMl

0c

Söioroi

U8 DU an Re set em At