Nachdruck verboten.
5 Fortsetzung
sehr
(Fortsetzung folgt.)
Pfd.40<-
400 n
0372
Wieso für die Hälfte?
Kein Laden!
0387
390 A
War eine
denn andernfalls ist den Achern nichts."
Die Hunde jagten mochte die Tiere so
unten über den Platz. Pia gern, und er hatte zu den
Anzüge Mäntel Hosen Sport- und Berufs- Kleidung Knaben- Kleidung
einmal für Gdelgarde interessiert, doch dann das verflogen, als er wußte, daß sie nur schöne, kühle Modepuppe war.
4. Vers
Zwei Damen, beide jun#? und schön, Die sah man nach dem Walltor geh’n. Dort kauften sie Herde u. hatten viel Spaß Die eine Elektrisch, die andre wählt Gas! Bei Rudolf Rödlger, Walltor 35. 394A
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Für die wohltuenden Beweise liebevoller Teilnahm e, die uns beim Heimgange unserer lieben, unvergeßlichen Entschlafenen zuteil wurden, sprechen wir hiermit unseren herzlichsten Dank aus.
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Die Beerdigung findet Donnerstag, den 19. Januar, nachmittags V-3 Uhr statt ___________________________________0-81
Watzenborn, Aliendorf .Leihgestern, Stumpertenrod, den 18. Januar 1933.
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In tiefer Trauer: Familie Georg Jakob Weiß Familie Karl Weiß 111 Familie Ludwig Weiß Familie Otto Weiß Christine Weiß Familie Karl Jung I Familie Pfarrer Geißler
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im Alter von 47 Jahren zu sich zu rufen,nachdem wir am Sonntag unsren lieben Vater bestattet haben.
alten Jagdhunden einige Windspiele und einen großen schönen Schäferhund gekauft. Den mochte Pia am liebsten. Der war ihr Freund. Er wich nicht von ihrer Seite. Auch jetzt faß er dicht
Wo hätte ein reel es Geschäft sonst noch so gute Gelegenheit, neue Käufer ins Geschäft zu ziehen und den bisherigen Kunden durch Preisnachlässe zu er freuen, als im Inventur-Verkauf, der nur einmal im Jahre siattlindet? Der Inventur- Ve-kauf entschuldigt jede auffällige Herabsetzung des Preises.
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339 V
plötzlich: „Wenn doch Pia nichts erben würde, "" " sie reich und braucht von
deren Schwestern. Sie war froh, als das F:st seinem Ende zuging. Ter herbe Schmerz, der in ihr war, so oft sie Edelgarde beim Lanz in Harrys Armen erblickte, wurde schärfer, einschneidender.
Edelgard« aber schmiegte sich in Acherns Arme.
„3d) es endlich der Richtige?" fragte sie sich selbst, und ihr Herz jauchzte: „3a!"
Pia faß auf der Heimfahrt schweigsam in ihre Ecke gelehnt da. Reben sich fühlte sie den Mann, der ihr nicht mehr bloß ein Pflegrbruder war. Hein, mehr, viel mehr war er ihr. Doch niemand durfte es wissen, am wenigsten er selbst. Seine Atemzüge so dicht neben sich, sann Pia über die Grausamkeit des Leberts nach. Wie lange noch, und sie würde Schloß Achern verlassen müssen. Verlassen in dem Augenblick, wo Harrys junge Frau als Herrin über die Schwelle schritt.
„Lu bist so schweigsam, Pia. 3ch hoffe, daß du dich nicht zu sehr gelangweilt hast."
Seine Stimme klang warm und herzlich. Frau Horlingrr war eingenickt, Pia sah es im Schein der kleinen elektrischen Wagenlampe. 3n ihrem Ohr klang noch immer die warme, herzliche Stimme. Sie raffte sich auf.
„Vein, gewiß nicht, Harry, es gab allerlei zu sehen." _ / . . ..
<GOIETIHIE*1BIU’ND
Sonntag, 22. Jannar 1933,20 Uhr, in der Neuen Aula d. Universität
Eichendorff-Gedenkfeier
Ein deutscher Abend aus Anlaß des 75.Todestages von Joseph von Eichendorff (t 26.11.1857) Mitwlr" ende: Sprecher Dr. Friedrich Castelle, Haus Welbergen.
Chöre: Gesangverein „Helterke t" Gießen unter Leitung seines i irigenten. Mnsiklebrer Wilhelm Schä.t er 391 d Eintrittskarten (num.) für Bundesmitglieder bis zu 2 Plätzen frei, für Verbandsmitglieder zu 70 Pf. geg. Einlösung des Gutscheins Nr. 6 aus dem gelben bzw. grauen Gutscheinheft, für Mitglieder des Kaulm. Vereins und des Gewerbevereins gegen Einlösung des Gutscheins Nr. 13 zu 70 Pf. bei Emst Challier, für Nichtmitglieder zu RM.2.00 und RM.1.50 bei Ernst Challier und an d. Abendkasse.Studentenkarten geg Ausweis zu 40 Pf. auf dem Büro das Allg. Stud.-Ausschusses im Univ.-Gebäude
Donnerstag. 26. Jan. 1533,20 Uhr, in der Neuen Aula d. Universität 3.(eingeschobener) Dichterabend: Vortrag des Dichters Erwin Guido Kolbenheyer Lobenswert n. Leb nswlrknng d. Dichtkunst la einem Volke I
Eintritt für Bundesmitglieder bis zu 3 Plätzen (num. Plätze) Karten zu 50 Pf. geg. Einlösung des Gutscheins Nr. 7 aus dem gelben Ausweis- und Gutscheinheft, für Verbandsmitglieder zu 90 Pf. geg. Einlösung des Gutscheins Nr. 7 aus dem grauen Gutscheinheft .für Mitglieder des Kaufm Vereins und Gewerbevereins geg. Einlösung d. Gutscheins Nr. 14 zu 90 Pf., für Nichtmitglieder Karten zu KM.200u.RM.1.50bei ErnstChallier. sowie soweit noch Platz vorhanden, an der Abendkasse. Studentenkarten gegen Ausweis zu 50 Pf. auf dem Büro des Allg. Stud.- Ausschusses im Univ.-Gebäude.— Ein Teil des Reine) trags des Kolbenheyer-Abends fließt einem stud.Unterstützungsfond zu
Dabei ging ihr Blick scheu über Acherns Gesicht. Der lachte gerade und warf den Kopf zurück. Augenscheinlich schien er sich sehr gut zu unterhalten. Pia zwang ihre Augen gewaltsam fort von ihm und ihrem Aachbar wieder zu. Der hatte sie schweigend beobachteL Als sie sich ihm wieder zuwandte, fragte er sie, ob noch nie versucht worden sei, mit heutigen modernen Mitteln das Knie zu heilen.
Pia lächelte ihn an, und diesem gütigen, fraulichen und doch so kindhaft reinen Lächeln verfiel der ernste Mann, den einmal eine Dame ärgerlich einen Eisberg genannt hatte. Der Wunsch stieg mächtig in ihm auf, ihr zu helfen, sich ihren Dank zu verdienen. Doch er sprach seine Gedanken nicht aus. Er mußte ein wenig näher sondieren: sie waren sich ja twch ganz fremd, und er wollte erst einmal klar sehen, was für ein Verhältnis zwischen ihr und dem großen, schlanken Mann bestand — er hatte es vorhin bei der Vorstellung überhört.
Edelgarde schien sich sehr für ihren Tischnachbarn zu interessieren. Run, vielleicht kam endlich bald der Rechte, lange genug hatte sie sich ia Zeit gelassen. Lansing hatte sich früher selbst
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Einladung
zu dem Donnerstag, dem 19. Januar, abends 8 Uhr. im großen Saale des CaföLeib stattfindenden Filmvorträg. — Gezeigt wird der Kultur- und Lehrfilm fömMinnerBtisznrTantolle
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Roman von Gert Gothberg.
(Llrheberschutz durch E. Ackermann, Romanzentrale Stuttgart)
Auf Dollwern, dem Rachbargut von Achern, war der Besitzer mit dem Pferd so unglücklich gestürzt, daß er wenige Tage danach starb. 62ine Witwe wollte den großen Vesih nicht behalten und verkaufte ihn. Das war so vor einem Jahre gewesen. Jetzt auf einmal aber hieß es, nachdem das Schloß lange leergestanden, der alte Vau würde vollständig reiroviert und ein Herr Augsten, ein schwerreicher Mann, käme mit seinen drei Töchtern her. Run hatte man wenigstens wieder einmal ein ausgiebiges Gesprächsthema. 3n der letzten Seit war gar nichts los gewesen, und die Susammenlür.fie der verschiedenen befreundeten Familien waren ziemlich ode verlaufen. Run aber wurde dieses Thema von allen Seiten beleuchtet Die Damen rümpften die Rase. Ratürlich, wann würde sich denn auch in dieser Ecke des großen deutschen Vaterlandes endlich einmal etwas Gutes ereignen! Statt daß dieser Herr Augsten drei Söhne hatte, brachte er Töchter ang:schleppt, die nun noch dazu eine große Mitgift zu erwarten hatten. Wo sollten denn da um des Himmels willen noch Partien für die anderen weiblichen heiratsfähigen Wesen dieser Gegend Herkommen?
Aach Feststellung dieser interessanten Reuigkeit brachte man also den neuen Bewohnern von Gollwern nicht viel warme Gefühle entgegen. Man war aber doch neugierig auf das Drum und Dran, das sich nun entwickeln würde. Man hatte nicht zu schwarz g:feh«n: drei bildhübsche Mädel zogen in dem alten Gollwern ein. Der gutmütig lächelnde Papa erfüllte ihnen jeden Wunsch. Eine Mama war nicht da. Die Ehe sollte vor Jahren geschieden worden sein, weil die Frau mit einem anderen auf und davon war.. Das war neuer Gesprächsstoff: er mußte aber" bald einem wichtigeren weichen: Man hatte nämlich auf allen Gütern ringsum die Einladung zu einem Sommernachtsball erhalten. Das war Tusch! Es gab kein anderes Gespräch mehr. Run würde man ja sehen.
Am bestimmten Tage fluteten die Gäste in die große Halle, wo Herr Augsten sie empfing. Seine Töchter standen neben ih n und machten den Eindruck junger Weltdamen. Dor allem die große Dunkle überstrahlte alles. Sie mochte vielleicht zweiundzwanzig Saßre alt sein. Ähre dunklen Augen waren mit leichtem Spott auf die Gäste gerichtet. Ilm den Mund lag ein gelangweiltes Lächeln, während sie dennoch liebenswürdig die Gäste willkommen hieß. Auf einmal aber war dieses Lächeln wie fortgewischL Aufleuchtend hing
ihr Vlick an dem großen, schlanken Mann, der sich tief vor ihr verbeugte und bann gleichfalls interessiert auf die junge Dame blickte. Die zwei anderen Töchter Herrn Augstens waren blond, flachsblond. Sie waren reizend, doch fehlte ihnen das Sprühende, Sieggewohnte der älteren. Es ergab sich wie von selbst, daß Edelgarde Augsten und Harry von Achern in ein längeres Gespräch tarnen. Achern verhehlte es sich keineswegs, daß ihm die junge Dame sehr gut gefiel. Sie verstand reizend zu plaudern, und ihre dunklen Augen blitzten temperamentvoll in dem bräunlichen Gesicht. Cdclgarde aber dachte: also doch nicht so langweilig, wie ich dachte. Es sind sehr nette Herren hier. Vielleicht wird es sich angenehmer leben lassen, als ich erst dachte.
Harry Ad-ern aber erwog bereits in dieser ersten Stunde, daß diese junge Dame eine ausgezeichnete Schloßsrau vo r A.hern abg.ben müßte. Unb da er doch nun einmal heiraten mußte, so war es vielleicht am besten, s i e wurde diese Frau — Liebe auf den ersten Vlick!
Achern lächelte. Rein, Liebe war e3 Wohl nicht, vielmehr ein kühles Erwägen, well sie ihm gefiel. Er war nicht kalt, bei Gott nicht, aber es waren bis jetzt eben doch nur Strohseuer gewesen, die auf feinen Liebeswegen gebrannt hatten. Die wahre Liebe hatte er bisher nicht kennengelernt, aber es war sehr naheliegend, daß er sich für das reizende, dunkelhaarige Mädel an seiner Seite recht bald erwärmen würde.
An der Tafel faß er neben ihr. Edelgarde hatte das noch schnell bei ihrer Tante erreicht. Sie erreichte überhaupt stets alles, was sie wollte. So faß sie jetzt unbekümmert neben ihn und plauderte. Sie bemerkte die vielsagenden Blicke der Damen. Cs kümmerte sie aber nicht. Sie wußte ganz gut, daß sie den Damen nicht angenehm war: gleich in der ersten halben Stunde hatte sie das gefühlt. Doch das machte ihr Vergnügen. Sie konnte es ihnen ja, auch nachfühlen, daß sie sich gifteten, wenn ihnen gerade der schneidigste Kavalier weggeschnappt wurde. An Heiraten dachte die schöne Edelgarde Augsten nun wahrhaftig nicht, es freute sie nur, daß sie ab und zu einen ausgezeichneten Gesellschafter und Partner haben konnte, der dem Vergleich mit den Herren in Berlin durchaus standhielt. Pia aber sah auf die braune Männerhand, die neben der weißen Hand Edelgardes lag, und sie hatte ein eigentümlich Wehes Gefühl im Herzen. Ein Verwandter des Hauses, ein bekannter Chirurg, bemühte sich, sie zu unterhalten, und Pia gab sich auch Mühe, ihm sreundlich zuzuhören.
Doktor Lansing interessierte sich viel mehr für Pia, als diese hätte ahnen können. Der ernste, gereifte Mann, Menschen- und Seelenkenner, studierte dieses junge Menschenkind. Er fragte sie schonend, so selbstverständlich, ob die Beschädigung ihres Knies von einem llnglücksfall herrühre.
Unb Pia sagte ihm, daß das der Fall sei.
Die Ahr tickte, durch das Fenster schien die Märzsonne freundlich und warm Roch immer blickte der junge Schloßherr von Achern mit starren Augen auf das Schreiben. 3m tiefsten Herzen bat er den toten Vater noch um Verzeihung für damals.
Unten im Garten ertönte Pias helle Stimme. Achern sprang auf, trat ans Fenster. Das junge Mädchen faß im Schaukelstuhl unter den tief her- abßängenben Zweigen der alten Blutbuche. Die Knospen schwellten, und ein blauer Teppich von Veilchen hatte sich ausgebreitet. Sinnend sah Achern auf die schlanke Mädchengestalt. Er dachte an di« Worte des Vaters. 3a! Das wäre wohl die einzige richtige Genugtuung, die er ihr hätte geben können. Und doch! Es ging nicht! Das Glück eines Menschen war mit einer solchen Genugtuung nicht gerantiert. Roch lange nicht! Don sich wollte er nicht sprechen bei dieser Sache. Er hätte schließlich das Opfer bringen können, an eine ungeliebte Frau gekettet zu sein. Aber um Pias willen durfte es nicht fein. Riemals! Er konnte ihr nichts geben, keine Liebe. War ihr da geholfen? «Ächerlich nicht! Eine Seele wie die ihre brauchte warme Liebe, nicht ein Geben, worin nur das Wort Pflicht hervorragte. Harry von Achern dachte: „Lieber Dater, nein, so geht es meßt Das nicht! Doch ein Schuh werde ich Pia immer sein."
Erst jetzt dachte er daran, daß Pia die Enkelin des alten Mannes war, der auf dem alten Hohen- brück faß, und dessen Dasein man in der gesamten Rachbarschaft beinahe vergessen hatte. Und wenn dieser alte Mann starb, dann war Pia eine reiche Erbin. Dann mußte er sie schützen vor allem, was sich dann unter der Maske der Liebe an sie heranschleichen würde. Denn dann brauchte sie einen Schuh. Und wenn sie nichts bekam, dann würde er ihr das Geld ausbezahlen. Gewiß, das war nur recht so, wie der Dater es bestimmt hatte. Es sollte alles geschehen — nur das eine nicht Und Harry von Achern dachte
zimmer
Eiche mit Nußb. mit schwer gerundeten Ecken
RM. *ma
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Lieferung frei Haus
ERNST
RAU
GIESSEN
Walltorstr. 37
Fernruf 2208
neben dem Jungen Mädchen und schaute mit Soßen, klugen Augen dem Getobe der anderen xnbe zu. Der Schloßherr trat zurück, denn eben richtete Pia sich auf und sah zu seinen Fenstern herauf.
„Was für wundervolle Augen sie hat", dachte Achem wie schon so oft
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Donnerstag, den 19. Januar 1933, 20 Uhr, im Stadttheater: ZWEITES
Symphonie-Konzert
Leitung: Prof. Dr. Stefan Temesvary
Der Gießener Drehest erverein
Solistin: Andrea Wendling aus Stuttgart (Violine) Beethoven: Fi lelio - Ouvertüre — Mozart: Violinkonzert in A-Dur — Schubert: C-Dur-Symphonie.
Eintr ttskarten: 2, 3 u. 4 Mk. bei Emst Challier und abends an der Kasse. Studentenkarten 1 Mark bei Herrn Sekretär Ritter und im neuen Studentenhaus gegen Ausweis.
3ngcborg und Franziska Augsten waren liebenswürdig zu Pia. Sie blieb aber kühl und zurückhaltend. Eine scharfe Abwehr war in ihr gegen Edelgard«, und ohne daß sie das wollte und wußte, erstreckte diese Abwehr sich auch auf


