Sie AeichSgrimdllllgSseier der llniveWt
Arbeiter-Turn- und (Svortbunö.
Raunheim I - Bornfjeim 1 7:2.
3m zweiten Spiel um die Kreisrneiste^chaft war Frankfurt-Dornheim am vergangenen Sonntag in Naunheim zu Gast. Die Gaste enttäuschten sehr. Die Mannschaft läßt bei aller ^echnik den Drang zum Lore vermissen, wozu auch noch eine gewisse Hilflos gleit im Torschuß kam. Schon mit Spielbeginn sah man em arrtofcä Sprel. bls Naunheim durch Handelfmeter dre gu^rung übernahm. Dann wurde das Spiel wohl besser aber nur die Plahbesiher konnten bis Halbiert zwel weitere Lore erzielen. Halbzeit 3:0. llat) wechsel lag der Plahbesiher wieder stark un An- griff und schon nach kurzer Zeit freien das vierte und fünfte Lor für Naunheim. Jetzt erft Jam Dorn heim zum ersten Tor. 3m weiteren Verlaus erhöhten die Plahbesiher um zwei weitere Lore denen Dornheim nur noch em Tor entgegensetzen konnte.
wieseck 1 — Marburg I 4:0.
Nach dem Zugendspiel standen sich Wiesecksl. und Marburgs 1. im Freundschaftsspiel gegenüber. Wieseck zeigte ein mäßiges Spiel. Marburg verstärkt, griff mit Spielbeginn mächtig an und gab dem Schlußtrio der Plahbesiher reichlich Nr- beit. Erst allmählich wurde Wiefeck besser und legte bis Halbzeit zwei Tore vor. Nach ^Seiten- wechsel wurde von den Gastgebern das Lor Der Gäste stark bedrängt, der Hüter wehrte aber mit Glück ab. Auf der Gegenseite wurden Die sich bietenden Gelegenheiten hoch verschossen. Dis zum Schluß erzielte W'efeck zwei weitere Tore.
wiefeck III — Fronhausen I 2:1.
Entscheidungsspiel um den Aufstieg zur 1. De- zirksklasse! Wieseck war zunächst leicht überlegen. Erfolge blieben vorerst versagt. Die wenigen Angriffe von Fronhausen wurden abgewehrt. Ein Strafstoß brachte Wieseck die Führung. Halbzeit 1:0. Luch nach dem Seitenwechsel war Wie-
Forstrecht, das nicht nur eine Heraushebung aus der allgemeinen Nutzung, sondern auch aus der allgemeinen Staatsverwaltung bedeutete. Die Geschichte mehrerer Territorien, besonders aber der hessischen Gebiete, liefert Dafür die trefflichsten Beispiele. Der hessische Hochadel sah am Ranbe des altbesiedelten Landes, seine Herrschaften lagen im Ausbauland.
Die mächtigen deutschen Könige wollten diese oon= derbezirke dem Reich richtig eingliedern, dageaen hat es viele Widerstände gegeben. Heinrich IV. ist darüber gestürzt, Friedrich 1. hat den Versuch wieder ausgenommen und wollte auch auf dem Wege des Lehenswesens die Einheitlichkeit de» Staates erreichen. Der Tod Heinrichs VI. und die folgenden Ereignisse haben den Versuch zunichte gemacht. Der Dualismus in Deutschland Ht geblieben und hat in den Territorien bizarre Formen angenommen.
Wenn aber die großen Staatsmänner, wie der Freiherr vom Stein und Bismarck den Dualismus ausrechterhalten haben, so wollten sie damit nicht nur den tatsächlichen Zuständen entyegenkom- men sondern sie faxten den Dualismus im Sinne einer Teilung der Rechte einerseits, der Pflichten anderseits auf. Absolutismus ist für kulturell hochstehende Völker auf die Dauer unmöglich, der Dualismus gibt die Möglichkeit, die schöpferische Initiative des Einzelnen und der kleinen Kreise für das Ganze dienstbar zu machen. Wohl sind solche Staaten schwerer zu regieren, aber diese Staatsform ertötet nicht die eigenen Triebe Des Wies. Allerdings verlangt diese Verfassung von der Bevölkerung tiefes Derantwortun g s g e suhl, besonders von jenen Schichten, die erhöhte Rechte haben. Dessen möge jeder Akademiker eingedenk [ein, wenn er ins Leben hinaustritt, daß das Erbe, das B i s m a r ck den kommenden Geschlechtern hinterlassen hat, die verantwortungsvolle Pflicht für jeden Einzelnen in sich schließt, alles für die Erhaltung des Reiches zu tun.
Der Festakt wurde mit einem weiteren Chor- I gelang („Das Wort sie sollen lassen stahn ) und einem Orgelnachspiel würdig beschlossen.
nicht aus einer Quelle herstammen. An dieser Grundtatsache hat auch die Dersassung von 1919 nichts geändert. In dieser dualistischen Grundlage sieht man eine Eigentümlichkeit der Deut» scheu Staatsoerfassung gegenüber ber monistischen ber romanischen Volker.
Ein Vergleich ber beutschen Derfassungsentwick- lung mit ber sranzosischen zeigt, baß Die Grunb- lagen, von benen beibe ausgingen, bie gleichen waren, römische Irabition, Christentum und Germanentum, gleichwohl waren bie tatsächlichen Zu- ftänbe nicht bie gleichen. In Frankreich würbe von ben römischen Staatseinrichtungen sehr viel übernommen, in Deutschlanb hat sich nur wenig erhalten. Die Grunblage ber Staatsoersassung ist in Frankreich Deshalb bie zentralistische unb monistische bes römischen Reiches geblieben. Das Lehenswesen, bas bann bie Struktur bes Staates bestimmt hat. hat baran nichts geänbert. Man bars bas Lehenswesen schlechthin nicht als ein zersetzenbes Element ansehen, im Gegenteil, es ist zentralistisch unb monistisch, unb bie Staaten, in benen im Mittelalter bas Lehenswesen am stärksten ausgebilbet war, bie ber Normannen, sinb bie am straffsten organisierten Staaten überhaupt gewesen, in denen alle öffentlichen Rechte von der Zentralgewalt abgeleitet wur-
Im Gegensatz dazu wurden in Deutschland sehr wichtige össentliche Rechte nicht vom Staat abgeleitet, sie waren eigenwurzelig. Das zeigt ein Hin- weis auf die Autonomie ber ©emeinben unb auf bie Stellung bes hohen Abels, ber Hoheitsrechte besaß, bie nicht auf staatlicher Verleihung beruhten. Woher biefe Rechte stammen, konnte auf ©runb ber Quellen nie festgestellt werben. Stellt man aber byi hochabeligen Besitz fest, so ergibt sich, baß er burch- wegs im Ausbaulanb liegt unb baß im altestbesie- belten Teil Deutschland keine hochabeligen Familien । angesessen waren. Nicht selten haben solche Fami- lien sogar bie Lanbeshoheit erreicht. Die Grunblage für biefe desonberen Rechte bilbete die forestis, das
3n feierlicher Weise beging heute mittag die Hessische L a n d e s u n i v e r f ität die Neichsgründungsfeier in der mit Grün geschmückten und durch Die Fahnen der Korporationen wirkungsvoll belebten Aula.
Nach einem Orgelvorspiel und einem vom Akademischen Ehor unter der Leitung von UniDer- fitäts-Wusikdirektor Professor vr. Temesvary klangvoll zum Dortcag gebrachten Ehorgesang ergriff
Seine Magnifizenz der Rektor Professor Dr. Zeß
das Wort zu einer Ansprache, in der er ausführte:
Nur mit schmerzlichen Gefühlen entschließt sich heute in Der Zeit höchster Not unseres Bo kes jeher Deutsche, ein Fest zu feiern. Zu schwer lastet Der Druck unserer Gegner von außen, ^u schwer Der Druck nicht enden wollender innerer Schwierigkeiten auf unserem deutschen Vaterland. Ader der lag, zu dessen feierlichem Begehen wir uns heute hier zu- fammengefunöen haben, soll für uns eine ernste Würdigung D e s Gutes bedeuten, das uns zum Gluck aus Dem namenlosen Zusammenbruch unseres Voltes noch gerettet worden ist. Die 6 *n l) e 11 c 5 Reiches, von unseren Vätern durch viele Meiv schenalter hindurch ersehnt, durch Bismarck endlich geschaffen, hat unser Unglück überdauert, und es ist sicher, daß der gesunde Sinn aller Stamme un- seres Volkes auch in Zukunst sich energisch gegen Bestrebungen zur Wehr setzen wird die etwa in einem Rückfall in alte partikulanstische Jbeenaange bie Einheit bes Deutschen Reiches roieber gesahrben | sollten. . .. , ~
Mit tiefem Schmerz benken wir an biesem läge vieler Millionen beutscher Drüber, bie burch bas uns ausgezwungene Diktat von Versailles von un- [crem Volk getrennt würben, bie unerhörten Bedrückungen um ihres Deutschtums willen ausgesetzt sinb, bie, von Haus unb Hof vertrieben, ver- geblich ihre Augen aus bas Tlutterlanb zurückwen- ben, bas noch nicht im Stanbe ist, ihnen zu helfen. Mit tiefem Ingrimm sehen wir, wie an unserer Ostgrenze ein kulturell niebriger stehenbes Volk auf geraubtem beutschen »oben sich ausbreitet, einen Keil in unser Lanb treibt unb eine uralte beutsche Stabt burch wirtschaftlichen Druck zu vernichten sich seit Jahren bemüht. Nicht vergessen Haden mir ben Raub bes Memellanbes, von Ober(d)le» sien unb bie vielfachen Vergewaltigungen, bie sich das Deutsche Reich in seiner völligen Machtlosigkeit auch nach dem Diktat von Versailles immer wieder gefallen lassen muhte. Niemals vergessen mir tue Schmach, die uns Frankreich angetan hat in der Zeit bes Ruhrkampfes unb in ben langen Jahren der Gewaltherrschaft am Rhein. Wahrlich jeder, der offenen Auges die Politik der Völker m ben letzten zehn Jahren verfolgt hat, muh jetzt einsehen baß ein Volk verloren ist, bas sich allein bem ®eban- ken einer ftänbigen Dölkerversöhnung hmgibt inmitten einer Welt, bie gar nicht daran denkt, unsere Gleichberechtigung unb unsere Sicherheit zu ge-
Wirtschaft.
Berlin lustlos und unregelmäßig.
Berlin, 18.Ian. (WTB.-Funkspruch.) Obwohl bie Notierungen heute vielsach etwas schwächer waren, muh boch festgestellt werben, bah bie A b - märtsberoegung ber letzten beiben läge so ziemlich zum S t i 11 ft a n b gekommen 'st- Viele Werte konnten sich behaupten, verschiebentlich tra ten sogar Besserungen ein. Dies war um so beachtlicher, als sich in der politischen Lage kaum etwas geändert hat und die deutschen Papiere im Auslande, insbesondere in Neuyork, weiter schwach tendierten. Demgegenüber regten die Ausführungen des Geheimrats Duisberg und die Außenhandelsbilanz für Dezember etwas an. Die Verringerung des Exportüberschusses um 14 Mill RM. wurde als verhältnismäßig gering bezeichnet. Das Anziehen der Schrottpreise sand gleichfalls Beachtung. Das Geschäft war allerdings heute denkbargering.
Am Mvntanmarkt fielen Gelsenkirchen durch einen Gewinn von 3,25 v. H auf, obgleich die = Farben-Industrie erklärt hat, daß sie kein Angebot aus das im Reichsbesitz befindliche Gelsenkirchen- paket gemacht habe. Das Interesse für bie Möglich feiten unb Aussichten einer Unterbringung Dieses Aktienpaketes hielt aber an unb gab ber Börse zu Erörterungen Anlaß. Die übrigen Montane, Chemiewerke, Autoaktien, Metallpapiere, Verkehrswerte unb bie Anteile von Wasserwerken hatten bei Ber» änberungen bis zu 1 v. H. uneinheitliche lenbenj. Braunkoblenwerte waren bei Veränderungen bi? zu 2 v. H. nach oben ober unten ruhig veranlagt. Kaliwerke büßten bis zu 2 v. H. ein. Gummi- unb Linvleumwerte, Kabel- unb Drahtwerte, lertil» papiere unb Schissahrtsaktien lagen vernachlässigt unb nahezu unoeränDert. Don Elektropapieren sielen Elektrische Licht unb Kraft, RWE. unb Lah» meyer burch Verluste bis zu 1,50 oJj. au,: von Gasaktien waren Thüringer Gas 2,40 v.H. hoher, von Maschinenfabriken lagen Berlin-Karlsruher- Inbustrie unb Schubert & Salzer bis zu 2,75 v. H. gebrückt, währenb Berliner Maschinen 1 v.H. gewannen. Unter Bauwerten fielen Holzmann Durch einen fast 2prozentiaen Verlust auf. Von Kunst- [eibeattien waren Aku schwacher. Papier- und Zellstoffwerte bröckelten bis zu 1,25 v. H. ab. Don Brauereien gewannen Engelharbt 1,50 v H Reichs- banfanteile fielen burch einen kleinen Verlust auf.
Deut che Anleihen tenblerten uneinheitlich. Altbesitz waren etwa 0,50 v. H. gebrückt, Neubesitz unb Schutzgebiete gewannen je etwa 20 Pfennig. Reichsschulbbuchsorberungen konnten sich im Verlause leicht bessern, variable 3nbuftrieobhgationen bröckelten etwas ab. Die übrigen Rentenmarkte tenbierten gleichfalls schwächer. Von Ausl°nbern waren Anatolier 0,75 v. H. fester, sonst ergaben sich
seck im Vorteil und erhöhte auf 2:0. Dünn gestaltete sich das Spiel ausgeglichener und Fron- hausen kam etwas auf. Ein Fehler der Verteidigung Wiefecks brachte den Gästen den ersten Erfolg. Nun gingen sie mächtig aus blieben aber erfolglos. Wieseck blieb glücklicher Sieger.
wieseck Jgd. — Naunheim 3gD. 2:1.
3m Vorspiel um die Vezirksjugendmeisterschaft konnte Wieseck durch sein technisch besseres Spiel mit knappem Ergebnis verdienter Sieger werden.
wehlar I — Gießen I 3:3.
Gießen war zum Freundfchaftsspiel in Wetzlar zu Gast. Tie Plahbesiher lagen vorerst un Angriff und gingen in Führung. Nun erst rafften sich die Gießener auf und bis Halbzeit gelang auch der Ausgleich. Nach Seitenwechsel war Gießen merklich überlegen und riß die Führung an sich- Nun stellte Wehlar um, wurde schlagkräftiger, schuf den Ausgleich und übernahm seinerseits die Führung. Lrst kurz vor Schluß gelang es den Gästen, das Unentschieden h^rzustellen. Vor diesem Spiel standen sich Wetzlar II und Gießen 11 gegenüber. Hier konnte Gießen mit 1:0 Toren Sieger werden.
GroßenBufeck I — Heuchelheim I 4:2.
Vei dem ausgetretenen, hartgefrorenen Boden bekam man nur ein mäßiges Spiel zu sehen Heuchelheim war vorerst merklich überlegen und führte bei Halbzeit mit 1:2 Toren. Nach oeiteiv wechsel gingen die Platzbesitzer mächtig aus sich heraus und konnten bald den Ausgleich und bis Schluß obiges Resultat erzielen.
Vorher Großen-Vuseck II gegen Heuchelheim II 0:3.
Gleiberg I — hausen I 5:0.
Tie Plahbefitzer waren stets im 'Borteil und siegten verdient mit 5:0 Toren. Vorher: Gleiberg Jugend gegen Watzenborn 3ugend 3;0.
nur kleine Veränderungen.
Jronffurf still.
Frankfurt a. M., 18. Jan. (WTB. Drahtmel- düng.) Nachbein an ber gestrigen Börse infolge ber innerpolitischen Unsicherheit weitere Abschwächungen eingetreten waren, rechnete man auch im hemmen Dormittagsverkehr mit erneut nachgebenDen Kursen um so mehr, als in ber innerpolitifd)en Situation noch keine Veränderung zu verzeichnen ist und die deutschen Werte an ben Auslanbborsen weiter schwach tenbierten.
Die amtliche Börse eröffnete bann bei kleinem ® ef Cb ä ft. Das Publikum fehlte fast vollkommen, und auch bie Kulisse übte weiterhin Zuruckha 1 - tung. Die Orunbftimmung war etwas beruhigter, wobei bie Sonberberoegung bei Gelsenkirchen-Aktien, bie auf Gerüchte von einer Abstoßung bes Gelsenkirchen-Paktes bes Reiches an die IG.-Farbeninbustrie 3% Prozent gewannen und trotz eines Dementis der IG.-Farbenverwal- hing weiter fest blieben, der Gesamtbörse eine ge- wisse Anregung bot. Die übrigen Berawerksaktien waren von X bis % Prozent erholt. Am Chemie- markt erreichten IG.-Farben mit plus X fjPr0,£c^ wieder den Paristand, ferner lagen Deutsche Erdöl Scheibeanstalt unb Metallgesellschaft bis zu em Prozent freunblicher, während Rütgerswerke unb Golbschmibt behauptet waren. Die Elektrowerte lagen uneinheitlich, währenb bie Abweichungen nach beiben Seiten X bis X Prozent ausmachten, nur Siemens lagen mit plus IX Prozent fester Etwas erhöht waren noch Schisfahrtswerte, Reichsbankanteile unb Aku bei Besserungen bis zu % Prozent, sowie Deutsche Atlanten Telegraph, bie nach iljein gestrigen Kurseinbruch von 7 Prozent heute 2 >ro- zent zurückgewannen. Bauunternehmungswerte lagen schwächer, unb zwar Holzmann um IX Prozent unb Zement Heibelberg um X Prozent. Von Zellstoffwerten blieben Aschaffenburger mit 28 Pro- zent behauptet.
Am Anleihemarkt bröckelten Altbesitz erneut um X Prozent ab auf 65X Prozent, wogegen Neubesitz mit 8,20 Prozent um X Prozent freunb- sicher eröffneten. Späte Reichsschulbbuchsorberungen waren mit 76X Prozent unoeränDert, ebenso sechs- prozentige Stahloerein mit 69 v. H. Golb- und Li» quibationspfanbbriefe lagen vereinzelt noch recht abgeschwächt bei säst vollkommener Geschäftsstille. Von Stabtanleihen erschienen 6prozentige Stabt Mainz mit Minus-Minus-Zeichen. Sechsprozentige Hessen-Volksstaat waren nach ber gestrigen Ab- schwächung etwas befestigt.
Landwirte»Tagung in Alsfeld.
V* Alsfeld, 17. Ian. Der Landwirtschaftliche Bezirksverein Alsfeld hielt unter ber Leitung bes 2. Vorsitzenben, Oberamtmann Hesse-Otterbach, eine Mitglieberoersammlung ab. Abteilungsvorstanb Dr. Finger- Darmftabt hielt einen interessanten Lichtbilberoortrag über bas Thema „Die für bie hiesigen Verhältnisse geeignet- [ten (Betreibe- unb Kartoffelsorten". Der wichtigste Punkt ber Tagesorbnung war „Die Versorgung ber stäbtischen Bevölkerung mit Fleisch eigner Haus- schlachtungen" In lebhafter Aussprache würbe bie burch bie resultatlosen VerhanDlungen mit ben Metz- gern gegebene Lage behanbelt. Eine Kommission soll nochmals mit ber Metzgerinnung verhanbeln, schla- gen biefe Verhanblungen fehl, so soll ber Grunbung einer G e n o s s e n s ch a f t s s ch l ä ch t e r e i naher- getreten werben. Die Auseinanbersetzuna grunbet sich auf bie Meinung ber Lanbwirte, baß bie Preisspanne zwischen bem Viehankausspreis unb bem Labenverkaufspreis ber Fleisch- unb Wurstwaren zu hoch sei. Die Lanbwirte wünschen in Anbetracht ber hohen Labenverkaufspreise bessere Bezahlung für bas Vieh (bas bie Metzger zu einem großen Teil direkt von ben ßanbroirten kaufen), anbernfalls sie zu ber vorerwähnten Art der S e l d st h i l f e schreiten wollen. ____________
Verantwortlich für Politik: I.B.. Ernst Blumschein.
liebes hiell
Professor Dr. Th. Mayer
die F e st r p b e über bas Thema „D i e g e sch icht- lichen Grunblagen ber deutschen Staatsverfassung . Er führte u. a. folgen- ^D^Verfassung bes Deutschen Reiches von 1871 ifitenlrd) einen weitgehenben Dualismus ge- tuXichnet, d. h. bie Rechte im -taate werben nunefaus einer Wurzel abgeleitet; d.e versch.ebenen «n, uren besitzen vielmehr ursprünglich Rechte, die
Nachdem wir lange genug diesem Phantom einer allgemeinen Dölkerversöhnung nachirrten und er- fannt haben, daß uns nur ein Wieberer starken der sittlichen, geistigen und körperlichen Kräfte unseres ganzen Volkes freimachen kann, ist es höchste Zeit, daß wir uns besinnen auf bie Pflichten, bie mir ber Vergangenheit unb ber Zukunft unseres Volkes fdiulbig sinb. Derzweiselt ähnlich »st unsere Lage derjenigen om Anfang des vorigen Jahrhunderts. Auch damals nach bem Zusammenbruch Preußens lag ganz Deutschlanb am Boben. Jeboch mit ungeahnter Schnelligkeit hat es sich wieber erhoben Männern wie Stein, Scharnhorst und dem Philosophen Fichte hatten wir die äußere und innere Erneuerung des deutschen Volkes zu verdanken, die seinen Wiederaufstieg vorbereiteten. Aber wie war es jetzt in ben 14 Jahren, bie seit dem Kriegsende vergangen sind? Parteigeist und Parteizwist haben unsere Straft zermürbt, unb mit Erbitterung mußten wir es sogar erleben bah in unseren eigenen Reihen Manner sich fanben, die bem Feinbe, der uns barnieberhalt, mit Wort unb Tat zum Schaden bes eigenen Laubes Vorschub leisteten. Daß alle Deutschen, zu welcher Parte, sie sich auch zählen, sich enblich geschlossen hinter eine Oben: Die Berliner Hempel- starke Regierung stellen, wirb bie ^orbebingung oerteibigen überlegen
ein für b?e große Auseinanbersetzung, bie uns be» | e i B Dertc,u « «
vorsteht und die uns unsere Gleichberechtigung, un- i ihren Titel im Paarlauf, sere Sicherheit und diejenige Stellung im Kreise der
Völker gewähren muß, auf die wir nach unseren Unlen: Die 13jährige Münchnerin
I ö e r Erran9 ,T’"'
Fichte hat gesagt: „Die Deutschen sind ehr löschend bie Damenmeisterschaft, oft um gerecht zu fein gegen das gleichzeitige Aus- lanb, ungerecht gewesen gegen sich selbst. Dieser Ausspruch giü noch heute. Möge in unserer Notlage iebem Deutschen ber Wahlspruch eingefjammert werben: „Gut ober (d)led)t, mein 2anö.
Nicht immer kann bie weltpolitische Konstellation bie gleiche bleiben, zu groß sinb bie Konfliktsstofse unb Gegensätze, bie sich immer beutlicher bei, unteren Gegnern zeigen. Eines Tages wirb sich der i eiferne Ring um uns lockern, möge bas beutsche Volk an biesem Tage bereit sein, bie auf ihm lasten- den Fesseln zu sprengen.
Wir älteren, bie wir alle Schrecken bes Krieges aus nächster Nähe miterlebt haben, sinb gewiß bie lebten Die jemals eine WieDerholung Dieser furcht- baren'iraqöDie wünschen könnten, aber immer noch gilt Das Wort: Gerecht ist ein Krieg, wenn er zur Selbstbehauptung notmenbig: unb Heisig fmb bie Was en, wenn sonst keine H°stnung übrig geblieben. Möge unsere Iugenb sich ihrer Wutten bewußt werben. Als leuchtenbes Beispiel steht vor ihr ber Opfertob unserer bei Langemark gefallenen Kommilitonen, bie bahinsanken im Glauben an Deutsch- lanbs Recht in feinem Derteibigungskamps unb an Deutschlanbs Zukunft, bie bahinsanken Mit dem Deutschlanblieb auf ben Lippen, ^ 'hr Leben gaben, auf baß wir leben können. Möge 'dr Geist bei uns lebenbig bleiben, unb ^°^e der Gedanke ber unlöslichen Schickfalsverbunbenheit aller Deut fchen über Parteien unb Klaffen hinweg uns enblich zu einem einigen Volk von Brubern machen
Nach bem gemeinsamen Gesang bes Deutschlanb-
SJ.«lporI
Die Sieger der deutschen
EiSkunstlausmeisterschasten


