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17.8.1933 Erstes Blatt
 
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Nr. 191 Zweiteg Blatt

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)

Donnerstag, 17. August 1955

Oer Kampf um den fünften Weltteil.

23on G. von Llngern-Siernberg.

Es gibt auf der östlichen Halbkugel ein Volk ohne Raum und einen Raum ohne Q3 o IL 3m mittleren (Ja pan leben auf einen Quadratmeter durchschnittlich 750 Menschen, bei- nahe fünfmal so viel als in Deutschland oder Frankreich, die sich auf dem eigenen Boden nicht ernähren können. Weiter südlich liegt der Weltteil A u st r a l i e n mit nur 6,5 Mil­lionen Einwohnern, mit immensen Landflächcn, die auf den Ansiedler harren, auf denen Mil­lionen und Abcrmillionen einen auskömmlichen Lebensunterhalt finden würden. «Leit sich Japan als moderner Staat in die Völkergemeinschaft eingereiht hat, hat es Australien als Siedelungsraum begehrt. Als am An­fang un,eres Jahrhunderts das politisch so be­deutungsvolle japaniich-englischeBünd» n i s abgeschlossen wurde und Japan als Groß­macht nach dem Frieden von Eimonoseki seinen Eroberungszug aus dem asiatischen Kontinent begann, forderte es von England als Preis für die Freundschaft eine Politik der offenen Tür für die japanische Auswanderung nach A u st r a l i e n. Kaum aber, daß in der Presse das Ansinnen Tokios bekannt gegeben wurde, erhob sich in Australien ein Sturm der Ent­rüstung. Australien wolle ein weißer Erd­teil bleiben, nie würde eine farbige Cin- wanderuna geduldet werden. Mehr als dreißig Jahre sind seitdem verflossen, Japan als Welt­macht des Ostens hat eine Position nach der anderen gewonnen, auf seinem siegreichen Vor­dringen in der Mandschurei und in China haben weder Europa, noch Amerika Japan, trotz Völ­kerbund und Dölkerbundkowmission, Einhalt ge­bieten können, aber die Frage nach einem Raum für den Lieberschuh seiner Bevölkerung ist ebenso ungelöst geblieben, wie sie es srüher war.

Die Mandschurei liefert Japan alle Roh­stoffe, deren es für seine Industrie bedarf, aber als Eiedlungsland kommt es nur in geringem Ausmaße in Betracht. Das Klima ist im Winter zu rauh, der japanische Bauer verträgt es nicht, und so geschieht es denn, daß in der Mandschurei neben etwa 30 Millionen Chinesen nur eine halbe Million Japaner ansässig gewor­den sind. Der dicht bevölkerte Rorden Chinas ist ebensowenig geeignet den japanischen Bevöl- kerungsüberschuß aufzunehmen, so bleibt denn das Problem,wohin mit dem Volk ohne Raum?" in erster Linie für Japan selbst, aber dann auch für die gesamte Welt eine offene, dro­hende Frage, auf die eine Antwort das Schwert erzwingen kann. Sie gibt dem schwelenden Kon­flikt im Fernen Osten, den Kriegshandlungen in der Mandschurei und in China, durch die Japan seine Macht festigt und ausbreitet, eine schicksalhafte Bedeutung.

Die Vereinigten Staaten verstärken ihre Kriegsmarine um viele Einheiten und ver­legen den Schwerpunkt ihrer Flottenbasis aus dem Atlantischen in den Stillen Ozean. Auch Japan vermehrt die Zahl seiner Kriegsschiffe und Tokio gibt es unverhüllt zu, daß in dem dem Deutschen Reiche geraubten Inselarchipel der Mariannen und Karolinen Flottenstütz­punkte angelegt worden sind und noch weiter ausgebaut werden. England wendet Singapore und Hongkong eine besondere Aufmerksamkeit zu, es baut diese beiden Stützpunkte feiner fernöstlichen Machtstellung zu formidablen Seefestungen aus. Alles das geschieht im Hinblick drohender Ereig­nisse im Pazifik, die früher ober später bereinigt werden müssen, es handelt sich dabei nicht um den machtpolitischen Hunger gewisser Großmächte, son­dern Existenzfragen von Völkern und Rassen stehen auf dem Spiel. Auch wirtschaftliche Probleme und Gegensätze müssen geklärt werden, und es erscheint zweifelhaft, ob es auf friedlichem Wege geschehen kann. Billige japanische Industrie- waren überschwemmen den indischen Markt und dringen weit in das Innere von Indochina vor, der europäische Handel leidet unter der Konkurrenz, und wenn nun auch der Boykott japanischer Waren in China aufhört und die beiden gelben Reiche mit zusammen fast 500 Millionen Einwohnern einen Freundschaftsdund schließen, so hat, nicht nur bild- lich gesprochen, der Untergang des Abendlandes auf der Osthälfte der Erde begonnen.

In dieser kritischen Stunde hat der Dekan oon Canterbury auf der Missionsfeier in Guildford der Welt einen Vorschlag zu machen gewagt, der sicherlich im voraus die Billigung einflußreicher britischer Kreise gefunden hat. Der hohe Geistliche meinte, England solle bie weiten Territorien Rorbaustraliens, bie ihres Klimas wegen nicht für bi' weiße Befiebelung taugten an Japan a b t r e t e n. Dadurch würde der Konfliktsstoff im Fernen Osten vermindert werden, und England würde für alle Zeiten einen ehrlichen Freund m Dftafien besitzen. Der Dekan fügte seinem Vorschlag hinzu, daß er sehr wohl wisse, daß er nach den oe- stehenden Begriffen durch seine Anregung eine Ketzerei begangen habe, bie sich aber angesichts des Gesamtwohles ber Menschheit verantworten ließe. Das Echo aus Australien ließ benn auch nicht auf sich warten. Der Minister von Queensland bezeich nete den Dekan als einen Phantasten, ber durch feine Rede ein Verbrechen begangen habe, und ber in australischen Angelegenheiten nichts ver- ftänbe. Aehnlich äußerten sich anbere australische Politiker Der Bischof von Brisbane machte sogar den Vorschlag, NeuGuinea, bas unter austra­lischem Manbat steht, unter der Bedingung Deutschland zurückzugeben, daß deut- sche Kriegsschiffe die Verpflichtung überneh­men, die Ufer Australiens im Falle kriegerischer Verwicklungen mit Japan zu schützen.

Anregend hat die Rede des Dekans oon Canter­bury im besonderen auch auf die australische Bun­desregierung gewirkt. Sie hat umgehend zwei großen SiedlungsgefeUschasten aus­

gedehnte Landkonzeslionen inJlorb- a u ft r a l i e n erteilt, englische und australische Finanzgruppen haben bereits den Gesellschaften de- deutende Summen zur Verfügung gestellt Es Han- beit sich babei um Gebiete am Golf von Carpen- taria unb am Rorbwestsluß, bie insgesamt eine Fläche von einer halben Millionen Quabratmeilen tropischen Gebietes umfassen, unb nach Angaben bes Daily Expreß zehn Millionen Ansiedlern eine ausreichende Existenzmöglichkeit bieten sollen. Die Ansiedler aber müssen ausnahmslos der weißen Raffe angehören, keinem Gelben soll der Zutritt nach Australien gewährt werden. Das ganze ungeheure Gebiet wird sc^itzungsweise nur von 4000 Weißen und oon einigen Tausend halb­wilden Eingeborenen bewohnt, es kann also füg­lich als g a n z u n b e s i e d e 11 bezeichnet werden. Wenn die australische Regierung in der Tat, wie vorgesehen, sofort 60 Milliarden Mark in die Er- schließung Nordaustraliens für Kononialzwecke in- oeftiert unb 10 Millionen Auswanderern der nor-

blichen Nassen eine Existenzmöglichkeit bietet, so verdient der Plan bie allergrößte Beachtung. Er beweist aber auch, w i e e r n fl bie Gefahr einer japanischen Invasion in Austrdlien bewertet wird-

Massenansieblungen oon Norblänbern in den Tropen haben bisher immer einen Fehlschlag zur Folge gehabt. Eine Kolonisation in so großem Ausmaße, wie sie jetzt in Nordaustralien geplant ist, hat bisher niemals ftattaefunben, ber Gedanke mutet beshalb als phantastisch an, auch dürfte es nicht leicht fein, bie Milliarden zu mobilisieren, die zur Erschließung bes Gebietes, zur Anlage oon Verkehrswegen und oon Häsen, zur Pflege von paffenben Kulturen, für Wohnungsbauten usw. notwendig sind, aber ganz davon abgesehen, wird Japan kaum als uninteressierter Zuschauer bei­seite stehen, wenn ihm der Zugang in dasgelobte Land" der Zukunft immer fester verstopft wird. Der Kampf um den fünften Erdteil zwischen der gelben und der weißen Rasse bildet eine Schicksals­frage der nahen Zukunft.

ßporffameraben von Heffen-NasiauunbOberheffen!

Jluf Vorschlag ber Führer des DFB unb ber DSB würbe ich mit Zustimmung des Reichssport­führers oon I j ch a rn m e r - 0 ft e n mit der Füh­rung der Fachfäulen I! unb III bes Gaues XII beauftragt

Den durch die Neugliederung zu uns gekommenen Vereinen und Kameraden aus dem Hanauer, Fried­berger, Limburger und Rheingaugebiet rufe ich ein herzliches Willkommen zu, den ausscheidenden Ver­einen und Kameraden aus dem Göttinger Gebiet einen ebenso herzlich gemeinten Abschiedsgruß.

Manchem alten Pionier des Fußballspiels in Kassel, Marburg, Gießen und Fulda bin ich aus meiner aktiven Spielzeit vor dem Kriege kein Un­bekannter mehr

Jetzt gilt es, im Zurückgehen auf diese idealistische Jugendzeit bes Sportes die großen erzieherischen Werte, die in unserem schönen Kampfspiel liegen und die von dem materialistischen Geist der Nach­kriegszeit teilweise verschüttet wurden, wieder für unseren neuen Volksstaat lebendig werden zu lassen. Einsatzbereitschaft und Opferbereitschaft, sozialen Ka­

meradschaftsgeist unb lauterste Uneigennützigkeit wollen wir durch unseren Sport wieder bewußter üben und pflegen unb schon in ber uns anoertrau- ten Iugenb heimisch werben lassen.

So werben auch wir Solbaten ber Nation unter der Führung unseres großen Dolkskanzlers Adolf Hitler. Die Aufgabe ist gestellt' Jetzt alle Mann ans Werk: bie vielen bewährten Alten unb bie burch ben Kampf für bas neue Deutschland schon geflöß­ten Jungen! An sie alle ergeht mein Ruf zur Mit­arbeit Nichts für uns, alles für Deutschlanb'

Heil Hitler!

Oberftubienrat Dr Riemann, Führer bes Gaues XII.

Die Einteilung bes Gaues XII in Kreise wirb in Kürze bekanntgegeben. Der Gau XII umfaßt bie Provinz Hessen-Nassau aus­schließlich bes Stabt- unb Lanbkreises Wiesbaden, bes Stadtkreises Frankfurt unb bes Main-Taunus- freifes, einschließlich Dberheflen unb ber rhei­nischen Enklave Wetzlar. Alle Vereine biefes Ge­bietes werben aufgeforbert, bie Anschriften bes Vereinsführers unb bes Schriftwartes (evtl. Ruf­nummer) an bie Gaugeschäftsstelle Kassel, Weißen- burgerstraße 1, zu fenben. Dr. Riemann.

Deutschland schlägt Ungarn im Schwimmer - Landerkampf.

Bei bem Schwimm-Länberkampf zwischen Deutschlanb unb Ungarn, ber in Bubapest ausgetragen würbe, vermochten unsere Schwimmer mit 27:17 Punkten eine, überlegenen Sieg zu erkämpfen. Unser Bilb Zeigt bie Begrüßung vor bem Kampf. Links bie beutschen, im Hintergrund» bie ungarischen Teilnehmer.

25 Jahre Turnverein Holzheim.

Spielfeft des 5. Kreises im Bezirk Hessen (OT )

Der T o. Holzheim, ber in biesem Jahre auf sein 25jähriges Bestehen zurückblicken kann, beging bas Gebenken an bie Grünbung burch eine würdige Jubiläumsfeier.

Diue wurde am Samstagabend durch eine G e - bädnnisftunbe am Gefallenen-Denk- m a l eingeleitet. Dazu hatten sich mit dem Iubel- verein die SA.-Formationen und sämtliche Vereine des Ortes eingefunden Georg Sarnes jr. fand in längerer Ansprache tiefempfundene Worte des Ge­denkens für den Opfertod der auf dem Felde der Ehre gebliebenen Kameraden unb legte einen Kranz am Ehremaie nieber Der Gesangverein, un­ter Leitung von Georg Sarnes sen., gab der er­hebenden Feierstunde einen würdigen musikalischen Rahmen.

Abends galt ein schlichter Festkommers im Samesschen Saale der Erinnerung an die Grün­dung des Vereins. Der Vereinsführer, H. Grieb, gab in feiner Festansprache ein anschauliches Bild oon der Geschichte des Vereins, ber sich im Laufe ber Jahre burch seine rührige Tätigkeit einen ge­achteten Namen unter ben Landvereinen bes Be­zirks Hessen (DI.) erworben hat. Die bem Verein noch angehörenben Grünber (Georg Sarnes sen..

Karl Reitz, Hrch. Jung IX., Ernst Engel, Hrch Wetz III.) würben für ihre Verbienste um ben Verein in feierlicher Weise geehrt. Die Glück­wünsche bes Bezirks Hessen überbrachte ber stell- oertretenbe Bezirksführer K. Schneiber (Butz­bach), währenb für bie Gemeinde Bürgermeister Buß unter Ueberreichung eines Fahnennagels bem Iubeloerein Dank unb Gruß übermittelte. Die Kreis» riege erfreute mit ausgezeichneten turnerischen Dar­bietungen am Reck, Barren unb Pferb. Die Feier klang aus in bem Gesang bes Deutfdjlanbliebes unb bes Horst-Wessel-Liedes.

2lus Aillah ber Jubiläumsfeier war dem Tv Holzheim die Durchführung des diesjährigen

Spielfestes des 5. fireifes im Bezirk Hessen (DT.) übertragen worden. Von herrlichem Wetter be­günstigt, nahmen die Spiele, von Kreisspielwart L. W e i ck h a r d t, Butzbach, mit Umsicht ge­leitet, am Sonntag einen schönen und harmoni­schen Verlaus.

Zu den Faustball-Spielen waren neun Mannschaften angetreten. Der seit Jahren im Faustball sehr rührige Landverein Holzheim konnte in sämtlichen Klassen den Sieg an sich

bringen. Er hat sich durch den Sieg in der A-Älaffe die Berechtigung erworben, an den Ausstiegspielen zur Bezirksklasse teilzunebmen.

Ein Handball-Blitzturnier hatte in zwei Klassen eine Beteiligung von je sechs Mann­schaften aufzuweisen. In der A-Klasse setzte sich Tv. Lang-Göns als beste Mannschast durch und gewann das Endspiel gegen Tv. Hörnsheim sicher 3: 1. In der 6. Kl ässe wurde der Turn­verein Hochelheim durch den Sieg über den Tv. Albach Erster. Ein Handball-Auswahlspicl Stadt gegen Land" wurde von bei Stadtmann- schäft 9: 5 gewonnen.

Eine gute Beteiligung wiesen auch die V o 1 k s - sportkämpfe auf, die unter Leitung von KreiSturnwart W- Lang. Lang-Göns. zum Aus­trag kamen: 25 Mannschaften von je 5 Mann rangen um die Siegespalme und warteten zum Teil mit recht beachtlichen Leistungen aus.

Die Siegerverkündigung nahm am Abend Be- ürkssührer Dr- Rau, Butzbach, vor. mit herz­lichem Dank an den Tv Holzheim für die treff­liche Vorbereitung, die es ermöglichte, daß das große Programm des Tages flott zur Abwick­lung kommen konnte.

Die Ergebnisse ber Spiele.

5 a u ft b a 11.

A-Klasse: Tv Holzheim I Tv. Rieder- Mörlen I 51:38; T u Spv. Butzbach II Tv. Holzheim I 29: 64; T- u. Spv. Butzbach II gegen Tv Rieder-Mörlen I 34: 40

1. Tv. Holzheim I, 4 Punkte; 2. Tv. Rieder- Mörlen I, 2 Punkte; 3. T-u. Spv. Butzbach II, 0 Punkte

B-ÄIaffe: Tv. Holzheim II Tv. Stein­furth I 59:44; Tv. Holzheim II Tv. Stein­furth II 66:18; Tv. Steinfurth I Tv. Stein­furth II 42:21.

1. T v. Holzheim 11 (4 P ); 2. T v. Stein­furth I (2 P.); 3. Tv. Steinfurth II (0 P.).

Alters-Klaffe: Tv. Holzheim Tv. Rie­der-Mörlen 54:44.

1. T v. Holzheim; 2. Tv. Rieder- Mörlen.

Jugend: Tv. Rieder-Mörlen (kampflos Meister).

Freundschaftsspiel: Tv. Ried<n:-Mör-. len 2gd. Tv. Holzheim 11 44:57.

Handball-Dl'ihturnier:

A-Klasse:

Vorrunde: Tv. Gambach t Tv. Pohl- göns II 2:0; Tv. Lang-Göns 1 Tv. Wohn­bach i 5:1; Tv. Hörnsheim I Tv. Lich i 2:1.

Zwischenrunde: Tv. Hörnsheim Tv. Gambach 1 3:2 (nach Verlängerung).

Endrunde. Tv. Lang-Göns i Tv. Hörns­heim I 3:1.

1. Tv. Lang-Gons I; 2. Tv. Hörns­heim i ; 3. Tv. Gambach I.

6-Klas se :

Vorrunde: To. Albach 1 Tv. Grünin- gen I 3:0; Tv. Hochelheim i Tv. Riederkleen l 6:1; Tv. Kirch-Göns 11 Tv. Grüningen II 2:0.

Zwis chenrunde :,Lv. Hochelheim I Tv. Kirch-Göns 11 4:0.

Endrunde: Tv. Hochelheim l Tv. Al­bach 1 5:1.

1. Tv. Hochelheim I; 2. Tv. Albachl; 3. Tv. Kirch-Göns II

Reger Slugbetrieb auf ber Rhön.

Fliegerlager Wasser kuppe, 16. Aug. Nachdem am gestrigen Tage infolge ber ungünstigen Witterung Flüge von großer Dauer unb Strecke nicht verzeichnet werden konnten, setzte heute mor­gen bei frischen südwestlichen Winden ein reger Flugbetrieb am Pelznerhang ein. Da die Sportleitung am Hang nur sechs Maschinen zugleich zum Fluge zuließ, suchten sich einige Unentwegte ein neues Gelände und stießen an die Eube vor. Nach einigen vergeblichen Versuchen, glückte P e r n t h a - l e r aufAskania" zum ersten Male dieser Vor- stoß. Nun setzte ein großes Rennen nach diesem Hang ein, unb nacheinanber starteten bort 12 Ma­schinen. Aber bei einer gegen Mittag einsetzenben Winbflaute wurden dann alle diese Maschinen zur Landung gezwungen, außer Hemmer auf©for­ma rn", der vorübergehend Wolkenanschluß fand.

Nach zwei glimpflich verlaufenen Zusammen­stößen in der Luft entschloß sich die Sportleitung wegen der beständig wechselnden Windstärke nur noch 4 Maschinen zum Flug über der Südostecke der Kuppe zuzulassen. Gegen 16 Uhr setzte lebhaftes Treiben auf bem Westhang ein, um beim (Eintref­fen einer aus Westen kommenben Front sofort star­ten zu können. Zur allgemeinen Enttäuschung zog jeboch biese Front vorbei, der Wind drehte, so daß auch bie am Sübhang noch freifenben 4 Maschinen landen mußten.

Insgesamt würben heute über 60 Starts ausgeführt, von benen besonbers erwähnens- wert sind der Stettiner Richter aufPommern- land" mit einer Flugdauer von üder6Stunben und der Frankfurter Hofmann aufWolken- bummler" mit über 5 Stunden.

Heute nachmittag traf Ministerialrat Christen- fen in Begleitung feines Referenten von Dün­gern vom Reichsministerium für Luftfahrt in einem Klemmsportflugzeug auf der Wasserkuppe ein.

Die Gesamtzahl aller Wettbewerbsflüge erreichte jetzt bie Zahl 334.

Kurze Sportnotizen.

Bayerns Gauliga fetzt sich aus folgenben Zehn Vereinen zusammen: FC. Bayern München, SV. 1860 München, britter Münchener Verein wirb noch bestimmt, Schwaben Augsburg, Jahn Regens­burg, 1. FC. Nürnberg, Spog. Fürth, FC. Schwein­furt 05, FC. Bayreuth, FV. Würzburg 04.

21 n dritter Stelle steht Deutschland im Klassement ber Nationen bei den Radweltmeifter- schaffen. Frankreich und Schweiz bilden mit 24 bzw. 17 Punkten bie Spitze, Deutschland besitzt 11 Punkte, während Belgien mit 10 Punkten den vierten Platz vor Holland unb Italien einnimmt

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