Ausgabe 
17.7.1933 Erstes Blatt
 
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«roollugunilerHirettio, MMm. dos Sultusmini. hQB die üriebberger Ausbau. In9 mit her Bensheimer Aus. mrt. 3n Verbindung mit ber mirö em pädagogisches &, W ließen angegliebert ist, errichtet. Ebenso wirb wieder rs Leben gerufen. Leiter der ierige Leiter der Tfusbauschule lr- Faber. Mhrend bisher muschuten waren, Friedberg, die beiden letztgenannten i 1933 aufgehoben -, sowie Sarmftabt, beherbergt Fried- fufbauftule Hessens. Fn Ler- iederung eines pädagogischen 5cminai\(f)uk ist Friedberg tt ber hrssijch,» Feh­geworden. Mer wirb rrv- bstumnienanstalt in Denshri» friedberg vereinigt wird.

reis Gietzen.

seä. 15- Juli. 5er Fuh- > Grohen-Buselk nahm rsaminlung seine Gleich- reinslokal vor. Als QJertre- hen Epielverbandes waren el, Iugendfachwart Don- igenbgruppenleiter W. Ph>' men. Zunächst wurde die vom e Satzungsänderung einmutig -m dann der bisherige Vor- lieberlegte, wurde zum W- [lieb W. Philipp »E ies Bereinssuhrers geschritten sührer Henkel einige mi inommene Worte über 6 Haltung an die anwesenden irauföin wurde der seitherige

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Buntes Allerlei

Die offizielle Festbluse für die Turnerinnen, die an dem Deutschen Turnfest in Stuttgart teilnehmen.

Sprechstunden der Redaktion.

11-30 bis 1230 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

Anzeigenaufträge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.

lenen Tieren. Auch das Auftreten der Erdmaus, über das man nur wenig wußte, konnte des näheren gezeigt werden. Don der Kurzohrigen Wühlmaus heißt es in Brehms Tierleben: .Sie liefert den i Beweis, daß auch bei uns noch manches Tier so gut wie unbekannt lebt." Ihr Dorkommen wurde aus Sulengewöllen für eine ganze Reihe von Orten n Schlesien und in der Lausitz festgestellt. Die größte Bereicherung gewährten aber die Untersuchungen für die Derbreitung der Aordischen Wühlratle, eines Ragers, der erst seit 1840 bekannt ist, als ein Exem­plar aus Rußland auftauchte. Bei uns galt das Tier bisher als Seltenheit allerersten Ranges, aber Uttendörfer konnte es in Gewöllen mehrfach nach­weisen, so in der Reumark und bei Stettin und in der Umgegend von Berlin sogar verhältnismäßig häusig. Aus diesen Funden zeigt sich, .daß es manch­mal bequemer ist, die Eulen für sich kleine Säuge­tiere jagen zu lasten, als sich selbst der Mühe des Follenstellens zu unterziehen."

* Bettenhausen, 17. Juli Ler 24,ahrige Ar­beiter Wilhelm (Behringer von Bettenhausen er­litt bei der Arbeit an der Kreissäge einen s ch w e r en Unfall. Ein großes Holzstück, das wahrend des Sägens absplitterte, traf ihn mit großer Wucht am Kopf, so daß er mit einer schweren Kopfver­letzung in die Gießener Chirurgische Klinik einge- liefert werden mußte. Das Befinden des Verun­glückten ist den Umständen entsprechend gut

s. S t e i n h e i m, ~

Verantwortlich für Lokales, Provinz, Wirtschaft und Sport: I. V.: H. L. N e u n e r.

Rahrungsrückstände, wie Haare, Federn, Knochen, Fischgräten, Insettenbeine usw., die von den meisten insektenfrestenden und vielen sifchfrestenden Dögeln durch den Schnabel ausgeschieden werden. Solche Klumpen finden sich überall, am häufigsten in der Rähe der Raubvogel- und Gulenhorste sowie unter den iog^.Gewöll-Bäumen", die von einzelnen Dögeln regelmäßig ausgesucht werden, wenn sie sich ihres Gewölles entledigen wollen. Diese Ausscheidungen haben seit langem die Aufmerksamkeit der Dogel- forscher erregt, da sie die beste Möglichkeit gewähren, sich über Art und Menge der Rahrung zu unter­richten. So hat der bekannte Ornithologe Gehr v Schwcppenburg mehr als 21000 Gewölle deut- scher Eulen untersucht und darin die Reste von mehr als 55000 Wirbeltieren gefunden, über 73% tarnen dabei auf Mäuse, über 23% auf Spitzmäuse, wäh- rend nur 1,68% auf kleine Vögel, 0,45% auf Frö­sche, 0,35" g auf Maulwürfe und 0,12% auf Fle­dermäuse entfielen. Richts beweist bester die Rütz- lichkeit der Eulen als diese Zahlen. Aber nicht nur für das Studium der Dögel und ihres Ruhens oder Schadens ist das Gewölle von großem Wert, sondern auch für den Säugetier-Forscher. Gr kann auf diese Weise die Wohngebiete von Tieren entdecken, die sich sonst noch immer der näheren Erforschung entzo­gen haben. Derartige Untersuchungen hatO. litten- dörfer angestellt und berichtet darüber in den Mit­teilungen des Deceins sächsischer Ornithologen. Er Hal sich systematisch mit den Gewöllen des Wald­kauzes und der Schleiereule beschäftigt und dabei das Dorkommen von Kleinsäugetieren festgestellt, die sich durch ihr nächtliches Leben der sonstigen Beobachtung entziehen So herrschte bisher über die Wohngebiete der Haus-Spitzmaus und der Feld- Spitzmaus große Unklarheit. Run haben Gewöll- funöe aus Luxemburg, dem Rheinland, der Provinz Sachsen, Thüringen und dem Westen des Freistaates Sachsen gezeigt, daß beide Tiere in diesen Gegen­den häufig sind, während siL z- B. in der Um­gegend von Berlin ganz zuHehlen scheinen. Die Kleine Haselmaus, die nach den bisherigen Angaben in Deutschland nirgends häufig sein soll, wurde in den Gewöllen des Waldkauzes in Der Kreishaupt- Mannschaft Bautzen verhältnismäßig häufig ange- troffen, sie gehört also dort keineswegs zu den sel-

preußeu.

Wiederaufbau des Limburger Schlosses in Etappen.

WSN. Limburg, 16. Juli. Vor einigen Tagen weilte eine Regierungskommission in Limburg, um die Ruinen des vor vier Jahren abgebrannten Lim­burger Schlosses zu besichtigen und sich gleichzeitig über die einzuleitenden Maßnahmen hinsichtlich des

wen entsprechend gut

. . 16. Juli. Lehrer Helm, der

die Unterklasse in unserer Schule führte wurde eine Schulstelle in Groß-Gerau übertragen Sein Nach­folger ist Lehrer R a i ß.

- 9r 3 n i) e i b e n, 15. Juli. Dieser Tage feierte der älteste Einwohner unseres Dorfes, der Straßen- warter i. R. Heinrich Frank, feinen 8 9. Ge­burtstag Mit Stolz berichtete er immer wieder gern von feinen Erlebnissen in den Kriegen 1866 und 1870/71, die er beide mitmachte Er. der heute hier noch alleiniger Veteran dieser Kriege ist, war Mitbegründer und lange Jahre Vorstandsmitglied

50iahrigen Bestehen des Turnvereins am 10. No­vember d. I. die feierliche Einweihung begehen zu können.

s. Trais-Horloff, 15. Juli. In unserem Dorfe haben die Masern derart um sich gegriffen, daß in den unteren Jahrgängen nahezu 40 Prozent der Schüler dem Unterricht fernbleiben Aus Anord­nung des Kreisgejundheitsamtes wurde deshalb die Unterklasse auf einige Zeit geschloffen.

o. Brauch11sch siegte in seiner Klasse in 9:24,1 (76,595 Stbkm). Der absolut schnellste Fahrer war der Schweizer Stuber, der die Strecke als Ka- tegorienfieger in 9:12,9 (78,147 Stdkm.) durchfuhr.

Tilden kommt nach Bad Ems.

Am 29. und 30. Juli wird in Bad Ems ein len« nis-Länderwettkampf Deutschland Amerika aus­getragen. Einer der hervorragendsten Tennisspieler der Welt, W. Tilden, wird mit seinem Lands­mann Barnes das Sternenbanner vertreten: für die deutschen Farben werden Roman Najuch und H. Messerschmidt kämpfen. Die gesamte Ten- niswelt wird diesem Ereignis sicher das größte In­teresse entgegenbringen und es nicht versäumen, den Weltmeister im Kampf mit Deutschlands stärksten Spielern zu bewundern, lieber die vorzügliche Emser Platzanlage äußerte sich Tilden, daß sie ihmals eine der schönsten Anlagen der ganzen Welf ge­schildert worden fei.

Hexenglauben bei -en Papuas.

Wie stark Zauberei und Hexerei unter den Papuas noch im Schwange sind, zeigt der Jahresbericht des Gouverneurs des Papua-Gebietes aus Reu-Guinea, Sir Hubert Murray.Der Glaube an Geister," heißt es hier, .findet fich noch überall, auch wo man ihn nicht erwarten sollte. Selbst die eingeborene Schuh- mann-Truppe erhält regelmäßige Besuche von Gei­stern und empfängt von ihnen Befehle, die auch gehorsam ausgeführt werden. Hexen gibt es auf allen diesen Inseln, die nach dem allgemeinen Glau­ben 500 km weit bis Port Moresby liegen, wobei sie als Flugzeug statt der sonst üblichen Besenstiele halbe Kokosnuhschalen benutzen. Sie üben einen verhängnisvollen Einfiuh auf diejenigen aus, die sich ihr Mißfallen zugezogen haben. Wir haben dies auf die glaubwürdigste Weise erfahren, nämlich von den Hexen selbst. Infolgedessen sind die .Hexenflüge" streng verboten worden, aber es ist zu befürchten, daß diese Befehle nicht beachtet werden. Ich kann nicht hoffen, daß die Hexerei in absehbarer Zeit aussterben wird, dazu wurzelt sie viel zu tief in den Dorstellungen des Volkes, aber ich denke, daß sich dieser Aberglaube allmählich abschwächen wird. Die Zauberer werden für alles Unglück verantwort­lich gemacht, so auch für die Grippe, die hier herrschte ebenso für die Wirtschaftskrise. Als die Mitglieder des Bergstammes derSara im Kikori-Bezirk von dieser ihnen unverständlichen Erscheinung hörten, drohten sie, die Krise auf eine neuartige Weise zu lösen. Als sie nämlich fanden, daß die Eingeborenen an der Küste zu arm waren, um ihnen für ihre von den Bergen gebrachten Waren etwas zu bezahlen, iahten sie das als persönliche Beleidigung auf und drohten, sie würden den Gegenwert für ihre Waren in Menschen mit sich nehmen, die sie zu ihren Skla­ven machen wollten. Glücklicherweise gelang es dem englischen Residenten, ihnen die wirtschaftlichen Dor- gänge so klar zu machen, daß sie von ihrer Absicht abhanden und versöhnt abzogen.

Wie man ausGewöllen"

Tiere entdeckt.

Unter einemGewölle" verstehen Jäger und Do- gelforscher die verfilzten Klumpen unverdaulicher

Perfonalveränderung bei der Dresdner Dank. Durch Beschluß des AR. der Dresdner Bank ist Direktor Erich Rie­mann, bisher Direktor der Zentralverwaltung der Firmen Brüder Mannsmann, als Direktor in die Leitung der Zentrale des Instituts be­rufen worden.

* Gebr. Stollwerck AG., Köln. Die Gesellfchaft hat, wie die Verwaltung mitteilt, in dem am 30. Juni abgelaufenen Geschäftsjahr der wirtschaftlichen Lage entsprechend mit relativ be­friedigendem Erfolg gearbeitet. Dor allem konnte die Liquidität des Unternehmens erheblich ver­bessert werden. Obwohl der Abschluß noch nicht vorliegt und demgemäß im AR. noch nicht be­raten werden konnte, ist die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung zu erwarten.

Frankfurt freundlich.

Frankfurt a. M., 17. Juli. (WTD. Draht­meldung. ) Obzwar die erste Börse zu Beginn der neuen Woche die Kurssteigerungen fortsehte und die Tendenz als weiter befestigt zu bezeichnen ist, brachte sie in gewisser Hinsicht doch eine gelinde Enttäuschung deshalb, weil von der Kundschaft nicht die Aufträge Vorlagen, die man nach dem Börsen verlauf vom Samstag erwartet hatte und darüber hinaus am Rentenmarkt sogar Abgaben erfolgten. Die Kulisse übte daher einige Zurück- Haltung, zumal die Außenhandelszisfern für den Monat Juni, die einer Einfuhrüberschuß brachten, verstimmten. So kam es nur zu kleinen Umsätzen und nach den ersten Kursen waren fast allgemein kleine Kursrückgänge zu beobachten. Die ersten Rotierungen brachten jedoch gegenüber der Schluh-

kurse vom Samstag beahtliche Steigerungen. Er­höhtes Interesse wendete sich wieder den Mon- tantoerten zu, wobei Klöckner-Werke plus 2 Proz. und Phönix mit plus 1,5 Proz. am stärksten be­tätigt waren. Im übrigen betrugen die Erhöhun­gen. bis 1 Prozent. Rur Ilse-Bergbau Genuß­scheine ließen etwas nach. Sehr feste Kurse hatte der Elektromarkt aufzuweifen, vornehmlich Schuckert und Siemens mit plus 3 Proz., wobei besonders bei Letzteren Stillhaltekäufe getätigt worden fein sollen. Dekula gewannen 1,75 Proz. Lahmayer 1,5 Prozent. Start erhöht lagen Eonti- Gummi mit plus 2 Proz., Dt. Linoleum mit etwa 1,13 Proz. und Scheideanstalt mit plus 1,5 Proz Auf den Rebenmärkten ergaben sich Besserungen von 0,5 bis 1 Prozent. Schwächer setzten IG. mit minus 0,25 Proz., Dt. Erdöl mit minus 1,63 und Zellstofs-Waldhof minus 0.5 Proz. ein. Nachdem nach den ersten Kursen wieder leichte Erholungen eingetreten waren, unterlagen die Kurse später verschiedenen Schwankungen. Weiter befeft'gt wa­ren Montanwerke, während IG. sehr uneinheit­lich genannt wurden. Das Geschäft zeigte infolge­dessen keine Belebung, abgesehen von den grö­ßeren Umsätzen am Montanmarkt.

Am Rentenmarkt gaben Altbesih 0,75 Prozent nach, Reubefitz und späte Reichsschuld­buchforderungen waren jedoch behauptet. Don Industrieobligationen lagen Stahlvereinbonds bemerkenswert fest (plus 1 Prozent,. Goldpfand­briefe tendierten nicht ganz einheitlich, jedoch meist 0,25 Prozent höher. Liquidationspfand­briefe und Kommunalobligationen waren gut gehalten. Staats- und Stadtanleihen lagen ruhig. Auch der Auslandsrentenmarkt verkehrte in stil­ler Haltung: Schweizer Werte zogen jedoch auf festere Züricher Kurse an. Tagesgeld war zu 3 Prozent leicht.

frankfurter Schlachtvichmarkt.

Frankfurt a. M., 17. Juli. Auftrieb: 1441 Stuck Rinder: 438 Ochsen, 94 Bullen, 502 Kühe, 380 Färsen, 479 Kälber, 40 Schafe, 4270 Schweine Es wurden bezahlt: Ochsen: vollfleischige, jüngere, 29 bis 32; ältere 25 bis 28: sonstige oollfleischige 22 bis 24. Bullen: jüngere, oollfleischige 26 bis 29; son tige oollfleischige 22 bis 25. Kühe: jüngere, voll- fiel chige 25 bis 28. sonstige oollfleischige 21 bis 24; fiel chige 17 bis 20; gering genährte 12 bis 16. Fär­sen (Kalbinnen, Iungrinder): oollfleischige, ausge- mästete 29 bis 33; oollfleischige 26 bis 28; fleischige 22 bis 25. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 37 bis 40; mittlere Mast- und Saugkälber 33 bis 36; geringe Kälber 24 bis 32. Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 34 bis 37; voll- fleischige von zirka 240 bis 300 Pfund 35 bis 38; oollfleischige von zirka 200 bis 240 Pfund 35 bis 38; oollfleischige von zirka 160 bis 200 Pfund 34 bis 37; fleifdjige von zirka 120 bis 160 Pfund 32 bis 36. Marktverkauf: Rinder ruhig, ausoerkauft. Kälber und Schafe ruhig, geräumt, Schweine schleppend, geringer Ueberftanb.

beitragen. Der Markt wird hierdurch seine natür­liche Funktion wieder erhalten. Die im Getreide­markt tätigen Wirtschaftsgruppen werden daher zum erstenmal seit langer Zeit wiedek ungestört und ohne Sorge vor unberechenbaren Eingriffen der öffentlichen Hand ihre Aufgaben erfüllen können.

Es muß nunmehr aber auch mit aller Lnk- schiedenheit gefordert werden, daß eine spe­kulative Gefchäftsmethode bei der Erntebewegung, die doch letzten Endes der Brofoerforgung der Bevölkerung dient, end­gültig verschwindet.

Eine weitere und zwar besonders erfreuliche Stütze wird der Getreidemarkt von der Konsumseite her erfahren. Im Zuge der nationalen Wirtschafts­politik und der Arbeitsbeschaffung hat eine Kauf- traft Steigerung begonnen, die einen ständig wachsenden Verbrauch an Lebensmitteln und beson­ders auch an Brot erwarten läßt. Unter diesen Um­ständen bedarf es lediglich einer Vorsorge gegen den Verkaufsdruck in der ersten Hälfte des neuen Ge- treidewirtschaftsjahres. Hierbei kann auf einige ne­bensächliche Mittel verzichtet werden, die im ver- gangenen Jahr den erstrebten Erfolg nicht erzielt, den beteiligten Wirtschaftsgruppen aber da und dort Schwierigkeiten bereitet haben.

Dohl aber ist es notwendig, die Bergung und Bewegung der Ernte ausrei­chend und billig 3 u finanzieren.

Hier hat die Reichsreaierung die geeigneten Dor- kehrungen getroffen. Ferner aber und vor allem wird die Ausfuhr von Getreide ermöglicht mit dem Ziel, die gleiche Menge (Betreibe zu einem späteren Zeitpunkt, wenn ber deutsche Markt einen entspre­chenden Bedarf aufzeigt, wieder einzuführen. Der Gesamtplan sichert nach menschlichem Ermessen einen gesunden Ablauf des Getreidejahres.

Die Getreideernte 1933 wirb, wie von amllicher Seite mitgeteilt wirb, nach bem Stand ber Felber zu Anfang Juli 1933 voraussichtlich nicht ben gleich hohen Ertrag bes Vorjahres bringen, bei normaler Weiterentwicklung bes Felbbestanbes aber auch nicht stark hinter ber Ernte 1932 Zurückbleiben. Da zu ben neuen Getreidevorräten notfalls die in den zu­rückliegenden Monaten geschaffene nationale Ge- treibereferoe bes Reiches treten könnte, ist bie Be- barfsbeckung im Wirtschaftsjahr 1933/34

allein auf nakionalwirlfchaftlicher Grundlage, also ohne zusätzliche Getreideeinfuhr, gesichert.

Um dem Markt Raum zu geben für eine Preis­entwicklung, die bem Bauern ben gerechten Lohn ür Arbeit unb Aufwenbung sichert, wird daher im Gegensatz zu ben vergangenen Jahren eine zusätz­liche Einfuhr von auslänbischem Ge- treibe von vornherein nicht zugelassen werben.

Die Gesundung bes inneren Marktes wird ferner durch ben Preisausgleich zwischen inländischem (Be­treibe unb ausländischen Kraftfuttermitteln erstrebt werben. In ber letzten Zeit sinb in (Betreibe bauen­den Betrieben in stänbig fteigenbem Umfange entgegen früherer Gewohnheit an Stelle von selbst erzeugten Futtergetreibe auslänbische, besonbers billige Kraft futtermittel verfüttert worden mit der Folge, daß der Ge- treibemarft durch die so frei werdenden (Betreibe» mengen übermäßig belastet würbe.

Das wirb künftig oermieben werben burch eine Preisbilbung für bie monopolmäßig bewirtschafte­ten, eiweißhaltigen Futtermittel, bie ben Ersatz von (Betreibe burch bieses Futtermittel unwirtschaftlich macht.

Zur Festigung des Marktes wird ferner der , i? 0 r t f a l ( jeder künstlichen, bisher auf Kosten der Gesamtheit durchgeführ­ten Verbilligung von Futtermitteln >

unseres Kriegeroereins, dem er heute noch als Ehrenmitglied angehört Er ist geistig und körper­lich noch recht rüstig und nimmt mit Interesse An- teil an den Geschehnissen des öffentlichen Lebens.

s. Utphe, 15. Juli. Da vor eimgcr Zeit alle offenen Maßnahmen des freiwilligen Arbeits­dienstes eingestellt wurden, mußten auch die Ar­beiten an der Ausfüllung eines Teiches abgebrochen werden, der seinerzeit durch die Braunkohlenförderung der Grube .Friedrich" entstanden war. Seit Beginn der Woche ist die Arbeit als Rotstandsarbeit wieder ausge­nommen worden. Es werden durch den Unter­nehmer Heinrich Dietz etwa 20 Mann von hier und Umgegend 40 Stunden die Woche beschäftigt. Der Stundenlohn beträgt 48 Pfennig. Rach 5er- tigstellung des Projektes werden etwa 7 bis 8 Morgen Ackerland gewonnen, die Eigentum der Gemeinde sind

Mreiö Büdingen

* Nidba , 17. Juli. Heute morgen wurde ber Ar- DeitsbienftroiQige Paul Stober aus bem Arbeits- bienftlager Nibba mit einer schweren K o p f v e r- i etzu n g besinnungslos in bie Gießener Chirurgische Klinik einge.liefert. Der bebauernsroerte Mann war mit bem Motorrad gestürzt unb hatte eine schwere Kopfverletzung, anfdjeinenb einen Schädelbruch er­litten Sein Befinben ist ernst

Wieberaufbaues zu beschäftigen. Es wirb bei ber finanziellen Notlage bes Staates nicht möglich sein, bas Schloß in einem Zuge roieber aufzubauen. Man ro*r^?a5 Limburger Schloß je nach Vorhanbenjein ber Mittel in Etappen aufbauen.

Kreis Wetzlar.

0 Groß-Rechtenbach, 13.Juli. Zum kom- missarischen Seigeorbneten bes Amtes Rechtenbach ist Bürgermeister Lanbwirt Wilhelm Langsborf aus Groß-Rechtenbach von bem Vorsitzenden bes Kreisausschusses ernannt worben.

" Königsberg, 15. Juli. Nachdem für Sonntag, 23. Juli, für alle Gemeinden unseres Bezirkes kirchliche Urwahlen festgesetzt worden sind, muß die für Sonntag, 23. Juli in Hohen­solms geplante Kundgebung der Glau­bensbewegung .Deutsche Christen" bis auf weiteres verschoben werden. Der Termin für die Kundgebung in Hohensolms wird noch bekanntgegeben werden.

Max Schüler bei den süddeutschen Schwimm-Meisterschaften

Dritter im Springen.

Der Gießener Schwimmverein hatte seinen Springer, Max Schüler, zu den am ge­strigen Sonntag in Darmstadt im Auftrag des Kreises V im Deutschen Schwimmverband vom Darmstädter Schwimmklub .Jung-Deutschland" durchgasührten süddeutschen Schwimm-Meister­schaften zur Teilnahme an den Springwett- bewerben gemeldet. Aus verschiedenen Städ­ten Süddeutschlands hatten sich in Darmstadt sie­be n Bewerber um die Springmeisterschaft eingefunden. Die Leistungen der einzelnen Kämp­fer waren sehr gut; alle Teilnehmer zeigten ein ziemlich ausgeglichenes Können. Die größere Wettkampferfahrung brachte dem Mannheimer Vertreter den 1., und dem.Münchener Dertreter den zweiten Sieg.

Der Gießener Max Schüler mußte sich mit dem dritten Platz zufrieden geben. Bei weiterem eifrigen Training dürste auch ihm eines Tages ein erster Sieg ^schieden sein. Dazu ist es aber notwendig, daß von ihm späterhin erstklassige Veranstaltungen besucht werden, damit er sich die nötige Wetlkamps-Ersahrung aneignet.

ADA (5- Bergrekord - kennen.

Das neunte Rennen um ben ADAC.-Bergrekord auf bem Schauinslanb, bas am Sonntag burchge- führt würbe, hatte sehr unter ber Ungunst ber Wit­terung zu leiben. Infolge bes ständigen Regens hatten sich natürlich viele, bie sonst als Zuschauer gekommen wären, baoon abhalten lassen. Daher gab es biesmal nicht ben üblichen Massenbesuch.

Die Rennen ber einzelnen Klassen selbst verliefen sehr fpannenb, ba sich bie Konkurrenten ziemlich gleichwertig waren. 128 Wagen- unb Motorrab- fahrer stellten sich bem Starter zurRekorb"-Fahrt über bie 12 Kilometer lange mit 178 Kurven ver­sehene Strecke. Da bie Straße burch ben Regen sehr schlüosrig geworben war, mußte mit aller Vorsicht gefahren werben. Darin liegt auch bie Erklärung, warum bei ben Motorräbern keine neue Bestleistun- gen erzielt würben. Schnellster ber Motorräber war ber Schweizer Hünni, ber 9:38,3 Minuten (74,714 Stbkm.) brauchte. Bei ben Settenwagen- Maschinen zeigte sich Möritz-München als ber Beste. Bei ben Sportwagen gab es zwei neue Klas- senrekorbe. (3 r i e m Ludwigsburg fuhr auf Amil- car für bie Klasse bis 1100 ccm in 10:42,0 (67,288 Stbkm.) einen neuen Rekorb heraus, unb Jellen- Graz (Alfa Romeo) drückte bie Bestzeit ber Klasse bis 3000 ccm auf 9:24,1 Min. (75,949 Stbkm.).

Weitere Erhöhung des Schmalzzolles

Im Rahmen des großen Fcttprogcamms der Reichsreaierung ist tm Mai 1933 auch der Sch malzzoll aus 75 Reichsmark er­höht worden, um die Schmalzpreise in ein an­gemessenes Verhältnis zu den Preisen für die übrigen inländischen Fette zu bringen. Dieses Ziel ist nicht erreicht worden, da seitdem in den wich­tigen Ausfuhrgcbieten die Währung sich entwer­tet hat und ausländisches Schmalz in Deutschland daher zu ständig gleitenden Preisen angeboten werden konnte. Um das mit dem Fettprogramm verfolgte Ziel zu erreichen und das wachsende Mißverhältnis zwischen den Gestehungspreifen und Verkaufspreisen zu beseitigen, muh daher der Schmalzzoll von neuem erhöht werden. In einer Verordnung vom 14. Juli 1933 wird daher der Schmalzzoll von 75 Reichsmark auf 100 A e i ch s m a r k erhöht. Die Verordnung tritt am_ 19. Juli 1933 in Kraft. Aus den glei­chen Gründen sind auch die Zölle für Speck (von 36 Reichsmark auf 60 Reichsmark) und für Pre­mier jus, Rinder» und Schaftalg und Schweine- und Gänsefett erhöht worden.