Ausgabe 
17.6.1933 Frühausgabe
 
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aussichtsreichen Positionen wurde verschossen. So schoß Fehling frei vor dem Tor hoch darüber. Bei einem wuchtigen Blauweihen-Angriff köpfte Leut- Heuser in der Bedrängnis den Ball an die Tor­latte, den abspringenden Ball schoß Grünewald geistesgegenwärtig ein. 1:0 für 1900! Die Grün­weißen nahmen, um aufzuholen, Umstellungen vor. Das Spiel wurde härter BfB. drückte, aber die bestgemeintesten Schüsse fanden das Tor nicht Eine Viertelstunde vor Schluß kam es zu unliebsamen Zwischenfällen, die den Gauobmann zum Abbruch des Spieles veranlaßten. Bei 1900 war Lippert sehr gut, auch die Läuferreihe leistete Beachtliches. Die VfB -Mannschaft war geschickt ausgestellt, die fjintermannfdjaft war ihr bester Teil.

Vereinskampf ASC. Marburg gegen Tv. 1846 Gießen in Nodheim.

Der morgige Sonntag sieht Rodheim im Zei­chen eines Vereinskampfes, in dem sich die Mar­burger Studenten und die Spielabteilung des Tv. 1846 Gießen im Handball- und Faustballspiel ge­genüberstehen. Don jeder Seite werden eine Hand- bAll- und zwei Faustballmannschaften ins Tref­fen geschickt. Die Handballmannschaft der Studen­ten, die sich aus Spielern der verschiedensten Ver­eine zusammensetzt, gilt als recht spielstark, wäh­rend die 46er einige Zeit pausiert haben, und ein Sieg ihnen daher sicher nicht leicht fallen wird.

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Da ein Vergleich beider Mannschaften hinsichtlich ihrer Spielstarke nicht möglich ist, ist der AuS- gang dieser Begegnung nicht vorauSzusagen. Doch sollte man auf beiden Seiten bemüht sein, sich einen fairen und fpannenden Kampf zu liefern, zumal diefc Veranstaltung auch dazu dienen soll, dem Handballfpicl neue Freunde zu werben.

Diel klarer liegen die Verhältnisse bei den Faustballspielen. Hier ist mit einem eindeutigen Sieg der 1. Mannschaft von Gießen zu rechnen, für die diese Spiele ein Probegalopp zu den am übernächsten Sonntag in Kreuznach stattfindenden KreiSmcisterfchaften sein sollen. Wie sich die Stu­denten halten werden, ist ungewiß, obwohl sie alS beste Mannschaft der Llniverfilät Marburg übev ein solides Können verfügen sollten. 3cbcnfall8 bürgen die Erfolge der Gießener in der diesjäh­rigen Spielzeit dafür, daß auch hier guter Sport geboten wird.

OSC. in Friedberg.

Der OSC nimmt am Sonntag an den leichtath­letischen Wettkämpfen der Turnaemeinde Friedberg teil. Gemeldet sind für Kugelstoßen und Schleuder­bai Mohl und Luh, für Weitspruna Luh und Jakob, für Speerwerfen Jakob, Mohl und außerdem eine Mannschaft für die olympische und eine für die Schwedenstaffel. Man hofft, die ein­zelnen Teilnehmer jeweils unter den Besten zu sehen.

Kircblicbe JlatbriAfen.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 18. Juni. 1. Sonntag nach Trinitatis.

Stadtkirche. 8 Uhr: Pfarrassistent Dörfern, Ordina­tion durch Dekan Gußmann; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Matthäusgemeinde; 9.30: Pfr. Becker: 11: Kindcrkirche für die Markus- gemeinde; Pfr. Becker. Zohannevkirche. 8: Pfr. Bechtolsheimer: zugleich Christenlehre für die Neu­konfirmierten der Lukasgemcinde: 9.30: Pfr. Aus­feld: zugleich Militärgottesdienst: 11. Kindcrkirche für die Fahannesgemeinde: Pfr. Ausfeld: 20: Bibel­besprechung im Iahannessoal, Pfr. Müller. Ka­pelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfr. Lenz: zugleich Christenlehre für die Luthergemeinde: 11: Kinder­kirche für die Luthergemeinde: Pfr. Lenz. Pe- truskapelle. 9.45: Pfarrassistent Surfer; 11: Kinder­kirche für bie Petrusgemeinde: Kandidat Heinemann. Neue Aula der llnioerfität. 11.15: Universitäts- Gottesdienst; Predigt Professor D. Haenchen Diefeck. 9.30: Hauptgottesdienst; 10.45: Christen­lehre. Alten-Bufeck. 10: Gottesdienst; 13: Chri- stenlehre. Albacy. 8.30. Steinbach. 10: Ein­führung von Pfr. Döll durch Dekan Gußmann; Kol­lekte. Klein-Linden. 9: Gottesdienst und Chri­stenlehre für die männliche Jugend; 1015: Kinder­gottesdienst. Heuchelheim. 10: Festgottesdienst aus Anlaß des Besuches rheinhessischer Gäste und Wimpelweihe des Evangelischen Iungmädchenoer- eins; 21: Gemeindeabend unter Mitwirkung der drei Gesangvereine, des Kirchenchors und des Evan- gelifchen Posaunenchors Wallertheim (Rheinhessen) in der Turnhalle.

katholische Gemeinden.

Samstag, den 17.3uni.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte

Sonntag, 18. Juni. 2. Sonntag nach Pfingsten.

Gießen. 6.15 Uhr: Messe, 6.30: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Kinder; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt: 11: Messe mit Predigt: 14: Andacht.

Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag Gießen. 20 Uhr: Sakramentalische Andacht.

«den 23. Juni, egen samt.

Oeffenllicher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tele­fon 02.

Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr.

Sanitätskolonne: Telefon 2500.

Aerzte : Sanitätsrat Dr. Schliephake, Dr. Mehl. Zahnarzt: Dr. Hinrichs.

Apotheke: Pelikanapotheke.

verdienten Mitgliedern eine würdige Ehrung zuteil werden lassen Die Mitglieder Otto Göbel I und Karl DorfeId ' wurden aus Anlaß ihrer 50jähri» gen ununtcrbrogji ien Zugehörigkeit zum Verein zu Ehrenmitgliedern ernannt und ihnen gleichzeitig eine ichane Urkunde überreicht Die seltene Ehrung wurde auf speziellen Wunsch der Fubilare durch eine Abordnung des Vorstandes oorgenommen. Am ver­gangenen Mittwoch benutzte nun der Verein die Gelegenheit, den Turner Aug. Lotz, am gleichen Tage seines 25jährigen Geschäftsjubiläums, eben­falls zum Ehrenmitglied zu ernennen. Lotz hat sich besonders um die Turnsache in- und außerhalb des Vereins sehr verdient gemacht und dadurch bei allen lurjifreunben des Bezirks einen großen Na­men gemacht Die Gesangsabteilung des Turnver­eins brachte Turner Lotz anläßlich seines Jubi­läums ein Ständchen, wobei der Vorsitzende Dau- pert im Auftrag des 7. Bezirks der DI. (früher Lahn-Dünsberg-Gau) ein Geschenk unb seitens des Turnvereins eine Ehrenurkunde überreichte. Den Abschluß bildete ein gemütliches Beisammensein im Dcreinslokal, wo in Gegenwart des Gefeierten noch einige schöne deutsche Lieder zu Gehör gebracht wurden.

00 Klein-Linden, 16. Juni. Nach der Neu- wähl der Schulvorstandsmitglieder durch den Ge- meinberat, setzt sich der S ch u l o o r st a n d jetzt wie folgt zusammen: Vorsitzender der Schulleiter, Bei- sitzer der jeweilige Bürgermeister, der jeweiliae Orts- geistliche, die beiden bienftälteften Lehrer, Die Ge- memberatsmitglieber Mechanikermeister Wilhelm Jung XI unb Elektromeister Heinrich Bechtolb, als Stellvertreter ber Eltern Bahnarbeiter Wilhelm Schmidt II unb Mechanikermeister Wilh. Ruhl.

Q Göbelnrod, 16. 3unL Dieser Tage ver­ließ uns Pfarrer Döll, der zwölf Jahre lang die besonder« schwierige PfarrsteUe auf dem Wir- berg versehen hatte, um nach seinem neuen Wir­kungsort Stein b a ch überzusiedeln. Die Ge­meinde ließ es sich nicht nehmen, sich von ihrem Seelsorger zu verabschieden. Am Dienstagabend bewegte sich ein langer Zug nach dem Wirberg hinaus. Voran schritt die ©2L, dann ber Kirchen­dorstand, der Gesangverein, der Frauenverein und sonstige Gemeinoeglieder. Auf dem Berge angekommen, trug der Gesangverein zwei Chöre vor. Dann sprachen Bürgermeister Weber für die Gemeinde und Kirchenvertretung, Poli-uridie- ner K e r n für den Gesangverein und Frau Lehrer Allendörser für den Frauenverein. Pfarrer Döll dankte bewegt für die Worte des Abschieds. Mit einem gemeinsamen Lied fand die Feier ihren Abschluß.

o Göbelnrod, 16. 3unt Um die Gleich­schaltung im Sinne des Führerprinzips vorzuneh­men, veranstaltete der Gesangverein ,E i n - t r acht" bei Gastwirt Becker eine außerordent­liche Generalversammlung. Nachdem der 1. Vor­sitzende, Polizeidiener Kern, die entsprechenden Bestimmungen bekanntgegeben hatte, legte der Ge­samtvorstand seine Aemter nieder. Daraufhin nahm der Wahlleiter, Otto Wilhelm, die Wahl des 1. Vorsitzenden vor, die wiederum den seitherigen 1. Vorsitzenden zum Führer des Ver­eins bestimmte. Dieser ernannte nun die übrigen Mitglieder des Vorstandes: Ludw. Berges, 2. Vorsitzender; Karl Schulz, Rechner: Heinrich Schmidt, Schriftführer, Wilh. Scharmann und Alb. M e b u s, Beisitzer. Fast sämtliche Vor­standsmitglieder gehören der RSDAP. oder ASBO. an Der I. Vorsitzende forderte die Sän­ger auf, sich einmütig hinter den Führer zu stellen und daS deutsche Lied in Einigkeit zu pflegen.

# ß i d), 16. Juni. Nachdem in einer außerordent­lichen Generalversammlung der Turnverein 18 60 Cid) feinen Führer Karl Volz bestimmte, bat dieser letzt folgende Personen in den Turnrat berufen: Richard Zimmer als 2. Vorsitzenden, Christian Volz als Schatzmeister, Heinrich Vater als ersten Schriftwart, Karl Heller als zweiten Schriftwart, August Hisgen als Zeugwart und Heinrich Volz als ersten Turnwart. Letzterer hat zu seinen Mitarbeitern ernannt: Christian Zim­mer als zweiten Turnwart und Schwimmwort, Georg Schön als Dietwart und Schülerturnwart, Wilhelm Menges als Spielwart, Otto D i e r u f f als Wehrfportwart und Frl Hilde Pappe als Turnwartin. Die Verpflichtung der neuen Vorstands- Mitglieder wurde durch den Vereinsführer vollzogen.

1900 I. - 3f3.1.1:u

VfB. trat in der angekündigten Aufstellung an, die 1900er hatten für Brambach Schlarb und für Hofmann Grünewald eingestellt. Vom Anpfiff ab entwickelte sich ein rasches Spiel, das verhältnis­mäßig schnelles Tempo hatte. Die Grünweißen, die gegen die Sonne spielten, erzwangen eine Ecke, die schön getreten wurde, aber nichts einbrachte. Beide Tore kamen oft in Gefahr, aber beide Hintermann­schaften waren sehr auf ber Hut Das Spiel brachte im Mittelfest) interessante Momente. Der VfB- Sturm ließ sich ju sehr abbeden. Als er einmal in Tornähe kam, köpfte Schlarb Lehrmund den Ball vom Kopf Die Blauweißen waren in der Folge schneller am Ball und auch schneller im Abspiel bei gleichmäßigem Auf und Ab kam VfB. gegen Ende der Halbzeit zu einem Tor, bas aber nicht Geltung hatte, ba vorher wegen Hanbspiel abgepfiffen war. Ein (Elfmeterball wurde gegen 1900 verhängt Die Torchance wurde von Knaus vergeben Das Spiel blieb weiter verteilt. Die Angriffe der Grünweißen waren dabei zwar etwas wuchtiger als die des ©egners, sie fielen aber oft dem Abseits zum Opfer. Gegen Ende der Halbzeit kam 1900 mehr auf. Zählbares wurde aber nicht erreicht

Mit unverminderter Kraft ging es in die zweite Spielhälfte. Für Lippert, der bei einem Sturz ver­letzt wurde, war Luft eingetreten. Die Grünweihen arbeiteten eine Anzahl Torchancen heraus, aber aus

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