Ausgabe 
17.5.1933 Frühausgabe
 
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Zusammenschluß von Turnvereinen.

Dr. Edm. Reuendorff, der Führer der Deutschen Turnerschaft, erläßt folgende amtliche Mitteilungen:

Es ist erfreulich und geschieht zu Recht, daß man heute auf allen Gebieten daran geht, gleich­artige Verbände zusammenzuschließen. Es wird von selbst dazu führen, daß man auch gleichartige Vereine zusammenschließt. Es sollte uns veran­lassen, zu prüfen, ob wir nicht in vielen Fällen gut daran tun, da, wo in einem Ort mehrere Vereine bestehen, die der Deutschen Turner­schaft angehören, diese zu einem Verein- Werden zu lassen. Daß es in den Groß­städten oder in Städten, die durch Eingemein­dungen zu einer politischen Einheit geworden sind, verschiedene Vereine gibt, ist natürlich, und man soll sie in ihrer Selbständigkeit bestehen lassen, sofern sie eigenes Leben haben und boden­ständig sind. Wo cs aber in kleineren Mittel­städten oder gar Kleinstädten mehrere Turn­vereine gibt, da sollen sie zu einem Großverein zusammengcschlosscn werden. Das gilt besonders da, wo die Vereine sich nur dadurch unterscheiden, daß die Masse ihrer Mitglieder verschiedenen gesellschaftlichen Schichten angehört. Solche Unterschiede im Aufbau der Turnvereine darf cs künftig nicht mehr geben. Wir sind alle Turn­brüder und Turnschwcstcrn und sind alle Bürger desselben Dolksstaates. 2 ch ordne an, daß in allen Orten, wo es mehrere Turnvereine gibt, die Führer der Vereine baldigst zusammentreten, um darüber zu beraten, wie in Großstädten und weit ausgedehnten Mittelstädten die Arbeits­gemeinschaften unter den Vereinen enger und reicher gestaltet, wie in den kleineren Mittel­und Kleinstädten die verschiedenen Turnvereine zu einem verschmolzen werden können. Ich mache die Gauvertretcr für die Durchführung dieser An­ordnung verantwortlich."

Zu seiner zweiten Verordnung macht Dr. Reuendorff folgende Ausführungen: 3n einer ganzen Reihe kleiner Orte ist es zu Ar­beitsgemeinschaften zwischen SA. und Turnvereinen gekommen, und zwar der Art, daß sich unsere Turner zur Teilnahme am Wehrturnen in die SA. unter Leitung der SA.-Führcr einordncn, und daß anderseits die SA. am Turnen des Turnvereins unter Leitung unserer Turnwarte und Vorturner teilnchmen. Ich begrüße solche Arbeitsgemeinschaften aufs freudigste und empfehle, sie überall, wo es mög­lich ist und nützlich erscheint, herzustellen. Turner- schast und SA. sind aus demselben deutschen Geiste geboren. Sie streben demselben Ziele zu. So kann man sich nur freuen, wenn sie ihm Schulter an Schulter in guter Kameradschaft ent- gcgenstreben.

Erste Gelände- und Wehrsporiübung im Gau Gießen Wehlar.

Der Reichs-Sportkommissar legt größtes Gewicht auf den bisher in den Sportvereinen fast unbekann­ten Gelände- und Wehrsport, und stellt den Vereinen und Verbänden anheim, solange dieser Sport nicht allgemein obligatorisch eingeführt ist, ihn freiwillig nach bestimmten Richtlinien durchzuführen.

Der Jugendobmann des Gaues Gießen-Wetzlar hatte aus diesem Grunde für alle Jugendlichen und Senioren bis zum vollendeten 25. Lebensjahre, so­weit sie nicht durch Teilnahme an Wettspielen be­hindert waren, am vorigen Sonntag eine Gelände- fportübung nach den Richtlinien des Westdeutschen Spielverbandes angesetzt. Das Gebiet des Gaues wurde von ihm in 6 Äruppen Grünberg, Butz­bach, Gießen, Wetzlar, Burgsolms und Weilburg eingeteilt. Mit der Durchführung in der Gruppe Gießen wurde die Spielvereinigung 1900 beauftragt.

Die der Gruppe Gießen zugeteilten 10 Ver­eine mußten einen für jeden besonders bestimmten Weg von 10 Km. in der Zeit von zwei Stunden zurücklegen. Alle Marschrouten hatten ein gemein­sames Ziel, die Wellersburg, wo unter fachmänni­scher Leitung theoretischer und praktischer Unterricht erteilt werden sollte. Leider tat der anhaltende Regen der Veranstaltung großen Abbruch. Einzelne Vereine führten dagegen den vorgeschriebenen Marsch aus, bcsorders hervorgehoben seien der SV. Lollar, der mit gut 40 Mann vertreten war, und die Spielver­einigung 1900.

Die Teilnehmer wurden dann in der Wel­lersburg von dem Gaujugendobmann ausführ­lich über Sinn und Zweck des Gelände- und Wehrsportes unterrichtet. Anschließend erläuterte Obergefreiter Kuhnert die Grundbegriffe der Rkarschordnung und Disziplin, sowie der Ge­ländeübungen. Dann sprach der Gauathletik- sachbearbeiter Lipp über leichtathletisches Trai­

ning in Verbindung mit dem Geländesport. Nachdem der Obmann gerade die Jugendlichen des Fußballsportcs aus ihre sportlichen Pflichten und Ziele verwiesen und alle aufgefordert hatte, sich nicht von dem Wehrsport auszuschließen, sprach Herr K. Müller von der Spielvereinigung 1900 die mit großem Beifall aufgenommenen Schlußworte. Als Vertreter der älteren Sportanhänger erklärte er, daß für ihn und seinesgleichen jetzt kein Zweifel mehr bestehe, daß jetzt die Alten, die eigentlichen Pioniere des Sportes, insbesondere des Fußballsportes, sich dem Sport wieder zur Verfügung stellen könnten und würden, weil durch die grundlegende Neuorien­tierung dem Sport seine ursprünglichen Ziele wieder zurückgegeben seien, nämlich die Ertüchtigung und Wehrhaftmachung unserer Jugend.

Mit dem Deutschland- und Horst-Wessel-Lied wurde die erste Geländesportübung beschlossen, die trotz des schlechten Wetters einen befriedigenden Verlauf nahm.

VfB. Gießen.

VfL. I Spo. Dillenburg 1 6:0 (4:0).

Die Griinweißen hatten am vergangenen Sams­tag einen Gegner aus dem Dillkreis zu Gast. Man bekam einen recht interessanten Kampf zu sehen: der Gegner setzte sich gegen die Vfber energisch zur Wehr. VfB. trat in veränderter Aufstellung, jedoch ohne Leutheuser und Wilhelm an. Der Sieg der Grünweißen war in dieser Höhe durchaus ver­dient.

VfB. trat wie folgt an: Haas: Bingel, Fehling: Haupt, Knaus, Hintze: Ranft, Heller, Winter, Roth, Lehrmund.

Vom Spielbeginn ab zeigte sich VfB. überlegen: trotz der Neueinstellungen zeigten die Grünweißen ein flottes, erfolgbringendes Zusammenspiel. Die Gäste waren während der ganzen ersten Spielhälfte gezwungen, sich auf Abwehr zu beschränken, was nur zum Teil gelang. Aus sinnvoll vorgetragenen Angriffen kamen die VfBer durch Winter, Ranft, Heller und Roth zu vier Toren Vor­sprung. In der zweiten Halbzeit konnte der Gast­geber noch zwei Tore durch Heller und Knaus erzielen. Als Roth auf den Mittelläuferposten ging, kam VfB. gegen Ende des Spiels nochmals in Schwung, aber es wurde nichts mehr erreicht. Die Gäste, deren bester Mann der Mittelläufer war, kamen nicht zum Ehrentreffer.

Bei den VfBern waren Roth, Haupt und Haas im Tor sehr gut, wie überhaupt die neuen Kräfte sich ausgezeichnet in die Mannschaft ein­fügten.

vfv.IV Grünberg I 2:5 (2:2).

Die neu aufgestellte vierte Mannschaft stand im ersten Spiel einem sehr spielstarken Gegner gegen­über. Die Grünweißen konnten jedoch das Spiel vollkommen offen halten: bei Halbzeit stand die Partie noch unentschieden. Der Gegner war tech­nisch sehr gut, der Sturm sehr schußsicher. Der Torwart der Grünweißen zeigte sich von der besten Seite.

Die Jugend war spielfrei. Gegen Heuchelheims Schüler gewannen die Schüler des VfB. auf dem Waldsportplah glatt mit 5:0.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

1900 II VfB. Detter 1 3:1 (1:1).

Ein spannendes und interessantes Spiel lie­ferten sich diese Mannschaften auf dem 1900- Sportplah. Die Gäste zeigten ein sehr gutes Können, und die Hiesigen blieben eigentlich zu Anrecht Sieger. Die Gäste waren in der ge­samten Spielanlage den Blauweißen überlegen. Hervorragend Torwart und Verteidiger. Alle Handlungen wurden eingeleitet von dem äußerst tüchtigen Mittelläufer, der für seine Ballabgaben bei den Reben- und Borderleuten bestes Der- ständnis fand. Fast alle Spieler zeigten sehr gute Ballbehandlung. Diese Vorzüge konnte 1900 nur durch größeren Eifer und größere Schuß­kraft der Stürmerreihe ausgleichen, sowie durch das glänzende Spiel von Torwart Fischer. Bis zur Pause war das Spiel verteilt: dement­sprechend auch das Ergebnis (1:1). Klingel- Höfer (1900) verwandelte einen Eckball direkt, der Halbrechte der Gäste glich auf Flanke von links aus. Rach dem Seitenwechsel hotte Wetter etwas mehr vom Spiel. Die unermüdlichen Läu­fer und Verteidiger des Plahvereins ließen aber keinen weiteren Erfolg zu. Einen weiteren Eck­ball von Klingelhöfcr verwandelte Günther (1900) durch Kopfball zum 2:1, dem Mittelstürmer Jäckel bald durch schönen Schuß den 3. Treffer folgen ließ.

Das Spiel wurde größtenteils im Regen, je­doch bei guten Bodenverhältnissen, ausgetragen.

Schiedsrichter Schnauth (Lollar) leitete den fairen Kampf jederzeit einwandfrei. Ein Ain» entschieden wäre den ansprechenden Leistungen der sympathischen Gäste eher gerecht geworden.

1900 III VfB. Detter II 3:0 (1:0).

Dieser Sieg wurde von den Hiesigen leichter errungen, obwohl 1900 zahlreichen Ersah einge­stellt hatte. Reben besserem spielerischen Können hatte der Gastgeber auch körperlich das Aeber- gcwicht. Bei Wetter überragte der Mittelläufer seine Mannschaftskollegen. Die Blauweißen waren ständig groß überlegen, und der Sieg hätte dementsprechend ein weit höherer sein müssen. Nachdem Kraft (1900) vor der Pause seinen Verein in Führung gebracht hatte, erhöhten nach dem Wechsel die beiden Arnold apf 3:0. Auch dieses Spiel war fair und wurde von Schieds­richter Kreiling (VfB. Gießen) zufriedenstel­lend geleitet, obwohl auch hier der heftige Regen große Anforderungen stellte.

Handball der Sp.-Dg. 1900.

1900 komb. Tv. Steinbach 19:4.

Eine etwas ungleiche Paarung. Die kombinierte Mannschaft der Spielvereinigung zeigte sich sehr gut aufgelegt, insbesondere legte der Sturm eine selten gesehene Schußfreudigkeit an den Tag. Bei Halbzeit lagen die Gäste mit 10:1 im Hintertreffen.

To. wieseck I 1900 II 4:7.

Die zweite Mannschaft weilte in Wieseck und zog sich recht gut aus der Affäre. Die Wieseckcr Elf war ebenfalls in guter Form und gab einen ebenbürtigen Gegner ab. Bei Seitenwechsel lagen die 1900er mit 4:2 Toren in Front, sie erhöhten bis zum Schluß auf 7:4.

Straßenrennen des Gaues Lahn im BOR.

Am vergangenen Sonntag lief mit Start und Ziel Gießen (Karlsruhe) das 100 - Kilome -

* Arbeitsbeschaffung durch d i e Fried­rich Krupp AG. Die Friedrich Krupp AG. hat sich zur Vergebung größerer Aufträge entschlossen. Nach den Ende Dezember vergebenen Aufträgen von etwa 2,5 Millionen Reichsmark für betriebliche Ver­besserungen usw. sind nunmehr weitere Bestellungen in Höhe von insgesamt 3,1 Millionen Reichsmark genehmigt und zum Teil herausgegeben worden. Der Einkauf der Firma bei Fremden ist gegenüber dem Stande vom Oktober 1932 auf mehr als das Zwei­fache gestiegen.

* Mainkraftwerke A G^, Frankfurt (M a i n) - H ö ch st. In der Aufsichtsratssitzung der zum Lahmeyer-Konzern gehörenden Mainkraftwerke AG., Frankfurt (Main)-Höchst, wurden Bilanz und Erfolgsrechnung vorgelegt. Der Reingewinn ein­schließlich Vortrag beträgt 908 438 (908 321) RM., woraus wieder 4 v. H. Dividende auf 22,4 Millionen Reichsmark Aktienkapital in Vorschlag gebracht werden.

Frankfurter Abendbörse.

Frankfurt a. M., 16. Mai. Die Abend­börse hatte ein weiter befestigtes Aussehen, wobei die Erklärung Roosevelts von starkem Einfluß war, weil man von ihr erwartet, daß sie zur außenpolitischen Entspannung wesentlich beitragen dürfte. Das Geschäft nahm indessen keinen größeren Umfang an, zumal von der Kundschaft nur wenig Orders' Vorlagen, und auch die Kulisse immer noch gewisse Zurückhaltung an den Tag legte. Gegenüber den Berliner Schlußkurscn ergaben sich jedoch meist Besserun­gen von 0,5 bis 1 Prozent. IG.-Farben ge­wannen zunächst 1,1 Prozent und später weitere 0.6 Prozent. Im Verlaufe stellten sich weitere Besserungen um durchschnittlich 0,5 Prozent ein, und die ^lmsahtätigkeit war zuweilen etwas be­lebter. Bon Kaliaktien zogen Aschersleben um 4,25 Prozent an, ferner lagen Scheideanstalt 2,5 Prozent fester, wobei wiederum nur be­schränkte Zuteilung erfolgte. Am Renten­markt bestand verstärktes Interesse für Alt- und Reubesih, die um 0.6 bzw. 0,45 Prozent anzogen. Auch späte Reichsschuldbuchforderungen und Stahlverein-Bonds sowie einzelne Goldpfand­briese waren etwas befestigt. Reubesih 12,10 bis 12,20, Altbesih 75,90, Schuhgebietsanleihe 7,90, 6prozentige Stahlvercin 64, 6prozentige Frank­furter Hypotheken-Bank Gold R. 1 bis 4 81,75, Reichsbank 128, Gelsenkirchen 66 bis 66,50, Kali Aschersleben 131,75 bis 131/0. Westeregeln 133 bis 134, Mannesmann 76/0. Phönix 43,50 bis 44, Bekula 103,50, Zement Heidelberg 84, Scheide­anstalt 170, Licht und Kraft 112, 2G -Farben 129,90 bis 130,50, Siemens 157, Reichsbahn-

ter - Straßenrennen des Gaues Lahn im Bund Deutscher Radfahrer auf der Strecke Gie­ßenMarburgKirchhain und zurück. Das Ren­nen kam im Einzelstart zum Austrag. Der Wetter­gott hatte es diesmal nicht gut gemeint, denn es regnete durchweg sehr stark, und die Straßen waren infolgedessen zum Teil sehr aufgewcicht. So wurden große Anforderungen an die Fahrer ge­stellt: die Zeit, die für dieses Rennen benötigt würde, kann man als sehr gut bezeichnen.

Sieger des Rennens wurde Karl Muhl vom RV. v. 1885 Gießen in der Zeit von 3:8,10 Stun­den: 2. Mebus, RV. v. 1885 Gießen, (zweimal Reifenschaden) 3:8,59; 3. Spatz, RV. v. 1885 Gießen, 3:15,17; 4. C. MuhI, RV. v. 1885 Gie­ßen, 3:25,25; 5. Faust, RV. Germania Gießen, 3:29,05 Stunden. Gauklasse: Weber, DB. von 1885 Gießen, 3:55,58 Stunden.

Tisch-Tennis -er Sp.-Vg. 1900.

Wetzlarer Sportverein I 1900 II 3:6.

Wider alles Erwarten vermochte 19038 zweite Garnitur die erste Mannschaft des Wetzlarer Sportvereins in Wetzlar niederzuringen. Der bessere Durchschnitt der Spielvcreinigungsleute war ausschlaggebend. Das Ergebnis stellt einen der schönsten Erfolge dar, den die zweite Mann­schaft bislang erringen konnte. Rachstehend die Ergebnisse (Wetzlar jeweils zuerst genannt).

Einzel: Zampetri Reichel 21:19, 21:16, 21:6; Broomen Gros 18:21, 21:18, 21:8, 15:21, 18:21; H e r t st e i n Oelemann 15:21, 21:23, 17:21; Sukalski Gros 14:21, 19:21, 23:25; Zemdt Götz 18:21, 21:10, 22:20, 21:13; Fischer Meyer- Hoff 21: 19, 14:21, 16:21, 19:21.

Doppel: Zampetri-Broomen Rei­chel-Oelemann 21:18, 19:21, 20:20, 21:9, 21:14; Denner-Hertstein Gros- Oelemann 19:21, 14:21, 13:21; Zerndt- Sukalski Götz-Meyerhofs 24:26, 21:6, 21:7, 19:21, 17: 21.

Vorzugsaktien 96,90 bis 97, Hapag 18,75, Rord- deutscher Lloyd 19,75.

Kreisfeuerwehriag in Krofdorf.

ch Krofdorf, 15. Mai. Am Sonntag fand in Krofdorf der Berbandstag der Feuer­wehren des Kreises Wetzlar, verbun­den mit dem 20. Stiftungsfest der hiesigen Wehr, statt, lieber 700 Feuerwehrleute aus allen Teilen des Kreises fanden sich auf dem Sportplatz am Bürgermcistereigebäude ein, um den tadellos vorgeführten Schulübungen mit und ohne Geräte der Krofdorfer Wehr beizuwohnen. Ebenso großes Interesse, auch unter den vielen Zuschauern, fand der Brandangriff auf die Schule an der Gleibergcr Straße, wobei die Vielseitigkeit einer guten Wehr ins rechte Licht gerückt wurde. Der anschließende Festzug durch den Ort bot ein imposantes Bild.

In der Gastwirtschaft Moos tagten dann die Delegierten unter Leitung des Kreis- brandmeisters Vogels, Wetzlar. Der stellver­tretende Amtsbürgermeister Haus, Bieber, und Bürgermeister Will richteten ebenso wie der Vorsitzende herzliche Degrühungsworte an die Versammlung. Aus dem Jahresbericht ging her­vor, daß es infolge der Zuteilung des Kreises an Hessen-Rassau, insonderheit durch die groß­zügige Unterstützung der Rassauischen Brandver- sicherung, gelungen iftK den Krcisverband von 15 Wehren auf einen Stand von 69 Wehren mit 2248 Mitgliedern zu bringen. Die Wehren lei­steten im vergangenen Jahre bei 5 Grohfeuern, 3 Mittelfeuern, 16 Kleinfeuern und 4 Wald­bränden Hilfe. Der Kassenbericht wies günstige Zahlen auf. Eine große Anzahl von Mitgliedern wurde ausgezeichnet, darunter von Krofdorf für 20jährige Zugehörigkeit: K. Bender, I. H. Dender, K. Schubecker, K. Bender II., H. Schleenbecker, H. Schmidt, W. Reeh, F. Jochem, F. Rolshausen und W. P l a ß. Der 1. Vorsitzende und der Kassierer wurden einstimmig wiedergewählt. Ein Vortrag von Brandmeister Riegel von der Werkswehr Buderus über Gasschutz mit vielen praktischen Vorführungen fand starke Beachtung.

In der Turnhalle, wo die gesellige Feier statt­fand, gab der Ehrenkommandant der Krofdorfer Wehr einen Rückblick über die Entwicklung in den 20 Jahren des Bestehens der Ortswehr. Kreis­leiter Haus begeisterte die Anwesenden mit einer Ansprache, der das Horst-Wessel-Lied folgte.

Wirtschaft.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankzuri a. IM.

Berlin

Schluß« hird

Schlußk. Abend« bürfc

Schluß« kurS

Schlußk. Miitag« bürfc

Saturn

15.5. |

16.5.

15.5-

16.5.

6% Deupche Reichsanioche v. iü2i

6% cie m.7% Di. ReichSanl. v. 1929

84,75

85

84,75

84,75

92,25

91,5

92,5

91,5

5%% youiifl-ÖInlellM von 1930 . Deutsche Aill.-Ablös.«Schuld ml

80

81,5

80

Auslos.-Rechton ............

73,5

75,9

72,75

75,25

De Sgl. ohne AuSIoj.-Rechte......

6% ebcm.8% Hess, «oloflaat 1929

11

12,2

10,5

11,75

(rnckzahib. 102%)-............

Cbcrbefien Provinz-Anleihe mi

-

68

Auslos.-Rechton ............

a% Hess. Landesbank Darmstadt

67

67,5

-

Gold R. 12.........

6X1% Hess. Landes Hnvotheken-

84

83,5

dank Darmstadt Liqui......

Deutsche Komm. Eammelab l.An

85,5

85,75

leihe Serie! mit Auslos.-Rechton 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bam

67,75

69

66,75

68

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ebem. 7% Franks. Hhp.-Ban

82

81,25

Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6^% ebem.!>/.% Franks. Hhp.

81,75

81

Bank-Ligu.-Psandbriefe .....

5%% ebem. 4'/t% Rheinische

82,5

83,25

Hllv.-Banl-Lian.-Goldpsc. ... 6% ehern. 8% Pr. Landespsand

83,75

83,25

briesanslalt, Psandbriese R. 19 6% ehern. 7% Pr. LandeSvsand

83

83

briefanftQll. Psandbriese R. U

84

84

84,5

84,5

Verrechnungskurs

85,13

85,3

-

85,3

4% O österreichische öolörente...

14,5

14,75

14,65

14,75

4,20% Lestorreichifche Cllberrente

1,2

1,25

4% Üngarildic Goidrente.......

-

4% Ungarische staatsrrnte v. 1910

41-2% dosgl. von 1913.........

6% abgest. Goldmexikaner von 99

7,75

7.75

8

8

4% Türkische Zollanleihe von 1911

4% Türkische Bogdodbahn-Anleihe

6,4

6,475

6,45

6,45

Serie 1....................

6,25

6,475

6,4

6,45

Frankfurt a.JJL

Norlin

Schluß« hird

Schluß!. Abend« b6ri>

Schluß« furd

Schlußk. Mtllag« börfe

Latum

15.5.

16.5.

15.5.

16.5.

4% desgl. Serie II ...........

6,3

6,475

6,45

6.4

6% Ruman. vereinh. Rente v. 1903

5,65

5,65

5,95

5,9

4%%Rumän.vereinh.Rentev.l9iz

11

io;75

12,2

11

4% Rumänische vereinh. Rente

8%% Anatolier.............

4,85

4.9

4,85

4,9

30,75

30,75

30.7

31

Homburg-Amerika-Paket .....

Hamburg-Südam. Dampfschiff.

i

17,75

18,75

17,5

18,25

0

-

33

33

Hansa Dampfschiss...........

0

27

29

Norddeutscher Llohd .........

0

19

19,75

18,5

19,25

W.W. für Verkehrswesen Akt. ..

0

51

54,5

51

54

Berliner Handelsgesellschaft....

i

98,25

97,5

97,75

97

Commerz- und Privat-Bank ...

0

51,5

52

51,5

52

Tonische Bank und Diüconto«

Gesellschaft................

c

60

60

60

60

Dresdner Bank..............

0

59,5

59

59,5

59

Reichsbank .................

1

127

128

127.75

127,9

A.E.G.............

1

26,25

26,5

26,13

26,5

Elektr. LieferungSgefellfchaf« . ..

b

96,5

100,5

96,5

99.75

Licht und Kraft .........

k

108

112

108

110,75

Felten & Guilleaume ........

Gesellschaft für Elektrische Unter-

0

61

68

65,5

67,25

nehmungen.........

1

94,5

97

93,5

96,25

Rheinische Elektrizität ........

5

86

99

96

97,75

Schurken L Co.........

0

108,25

111

108

109,75

Siemens & vaiSke...........

«

152,25

157

150,75

155

Lahme her L Co..............

10

125.5

127

126

126

Buderus . ................

74,25

76

73

76

Deutsche Erdöl ....... .....

4

113

117,5

112,5

116,5

Gelsenkirchener..............

0

61

66,5

60,5

64,75

Harpener...................

0

94,5

100

93,5

98,5

Harsch EisenKöln-Neuessen..

0

72,5

77.13

Ilse Bergbau ...............

alle Bergbau Genüsse........

Klöcknerwrrke ...............

7

7

117,5

115

114.5

0

63.5

64.5

61,75

63.4

ManneSmann-Röhren........

0

73

76,5

71.9

75,4

Frommri a. 2)1.

Ncrlm

Schluß« hird

Schluß!. Abend« börfe

Schluß« hird

Schlußk. Millag« börfc

Datum

15.5.

16.5.

15.5.

16.5.

Mo neun der Bergbau......

... 0

27

28

26,25

29.25

Kokswerke . .............

... c

84,75

87,4

Phönix Bergbau.........

... c

40,25

43,5

39

42,4

Rheinische Braunkohlen ..

...10

193

188

189

185

»liheinkiabi ........

... 0

80

92

85,13

91,4

Bereinigte Stahlwerke.....

... 0

39

41,9

38

41,4

Otavi Minen ............

... 0

18,5

18,75

17.5

18.75

Kaliwerke Aschersleben.....

... 6

124

131,5

124

127,5

Kaliwerke Westeregeln.....

... 6

125,75

134

125

131,5

Kaliwerke Salzdetfurth ....

... P

176

181

177,5

179

3 G. Farbon-Industrte ....

... 7

125,75

130.5

124,5

128,75

Schoideanstalt............

...10

163

170

Goldschmidt .............

... O

51

53

51

53,25

Rütgerswerke ............

... 0

56

56.75

55

56,5

MetaUgeseilfchast..........

36,75

37,4

37

37

Philivv Holz mann........

... 0

58,5

58,751

59

59

Zementwerk Heidelberg ..

... 4

78

84

Ccmentwerk Karlstadt......

... 0

Schultheis Patzenhofer.....

... 0

_

120,13

125

Akn <AUge meine Kunstseide)

... 0

35,75

37,5

36

36,75

Bemberg................

... 0

46

46

46

Zollstosi Waldhof.........

... 0

50,5

50.5

50.75

51,5

Zellstoff Aschaffenburg ....

... 0

26

25,25

26

Dessauer GaS ............

... 7

107,5

109,5

Daimler Motoren........

... O

29,25

31.75

28.13

31,4

Deutsche Linoleum .......

.. 0

47,25

51,5

15.5

50

Lrenstein & Koppel .......

... 0

47

49,75

Leonhard Tietz...........

... 6

22,25

18

21,75

Cho de...................

...19

174,25

172

Gritzner................

25,4

25,25

25,25

25,75

Mainkraftwerke Höchst a.M.

69.75

70

Süddeutscher Zucker ......

... 8

164

164

164

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

15.Mat

16.Mat

Amlliche Notierung

Amtliche Notierung

Seid

Nriel

Geld

Nrte'

Helfingsors.

6,274

6,286

6,284

6,296

Wien......

45,45

45.55

45,45

45,55

Prag......

12,64

12,66

12,69

12,71

Budapest ...

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ...

109,08

169,42

169,58

169,92

Lelo......

72,18

72,32

72,23

72,37

Kopenhagen

63,34

63,46

63,44

63,56

Stockholm..

72,98

73,12

73,18

73,32

London .....

14,205

14,245

14,235

14,275

Buonos Airet

0,853

0.857

0,853

0,857

Nongork ...

3.606

3,614

3.616

3.624

Brüssel ....

58,45

58,57

58,74

58,86

Italien.....

21,86

21,90

21.86

21,90

Paris.....

16,53

16,57

16,59

16,63

Schwel, ...

81,02

81,18

81,32

81,48

Spanien....

35,91

35,99

36,06

36,14

Danzig....

82,22

82,38

82,32

82,48

Japan.....

0,869

0,871

0,869

0,871

Rio de Ian.

0,239

0,241

0,239

0,241

Iugoflaivton

5,195

5,205

5,195

5.205

Lissabon...

12,94

12,96

12,97

12,99

Banknoten.

Berlin, 16.Mat

Seid

Nrlej '

Amerttanitche Noten..............

3,57

3,59

Belgische Noten..................

58.58

58,82

Dänische Noten ............... .

63,07

63.33

Englische Noten .................

14,195

14,255

Französische Noten...............

16,55

16,61

Holländische Noten...............

169,21

169,89

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

21,74

72,06

21,82

72,y

Deutsch Ceflcrreirf), 1 100 Schilling

Rumänische Noten...............

2,46

2,48

Schwedische Noten...............

73,00

73,30

Schweizer Noten.................

Spanische Noten.................

Ungarische Noten ................

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