Ausgabe 
17.3.1933 Frühausgabe
 
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zweitklassig betrachtet wird. Diesen schlechten Ruf, den der deutsche Fußballsport augenblicklich genießt, wieder zu verbessern und ein neues^Vertrauen im eigenen Lande zu schaffen, das soll der Hauptzweck dieses zweiten Länderkampfes gegen Frankreich sein. In zweiter Linie erst erwartet man eine erfolgreiche Revanche. Die Aufstellungen der beiden Mannschaf­ten für den Länderkampf des Sonntags brachten wir gestern.

Line Mannschaft des vertrauens

kann man wohl die deutsche Mannschaft nennen. Auf den ersten Blick könnte man sich wohl daran stoßen, daß die elf Spieler aus zehn Vereinen stam­men. Man muß aber bedenken, daß trotz der zehn Vereine die Mannschaft eine Homogenität der Spiel­weise aufweist, wie selten eine deutsche National­mannschaft zuvor. Bis auf den westdeutschen Links- auhen Kobierski spielen alle Leute das süddeutsche System, also die Verbindung des schottischen mit dem Wiener Stil. Das Zusammenfinden der Leute unter­einander sollte also ziemlich leicht sein.

Die Mannschaft hätte das Zeug in sich, einen klaren Sieg zu erringen. Eines darf allerdings nicht einreißen: Interesse- und Mutlosigkeit. Nur wenn jeder Spieler den gleichen Elan mitbringt und sich in der gleichen Weise einsetzen wird, wie es sicher die Franzosen machen werden, kann ein deutscher Sieg Tatsache werden.

Frankreichs Elf

darf nicht unterschätzt werden. Gewiß, die Franzosen werden uns keinen Wiener oder englischen Fußball vorführen, haben aber erst letzthin im Länderkampf gegen Oesterreich bewiesen, daß auch sie gute Fuß­baller sind, lieber eine Stunde ließen sie das Wiener Wunderteam" zu keinem Tore kommen und sie hätten noch weiter standgehalten, wenn sie nicht völlig ausgepumpt gewesen wären. Das Hauptaktivum der französischen Mannschaft ist der Elan und die Be­geisterung. Diese beiden Eigenschaften können aber gebrochen werden, wenn Deutschland nicht nur das gleiche Maß in dieser Beziehung aufbringen kann, sondern darüber hinaus beweist, daß der bessere Fußball doch noch auf der rechten Seite des Rheins gespielt wird.

Reichsregierung und Olympische Spiele.

Dr. Lewald und Oberbürgermeister Dr. Lahm beim Reichskanzler.

Der Reichskanzler empfing am Donnerstag im Beisein des Staatssekretärs in der Reichskanzlei, Dr. Lammers, den Vorsitzenden des Organi­sationskomitees für die 11. Olympischen Spiele 1936 in Berlin, Staatssekretär a. D. Exzellenz Dr. Lewald, und den Oberbürgermeister von Berlin, Dr. S a h m. Dr. Sahm gab eine kurze Darlegung über das Wesen und die Bedeutung der Olympischen Spiele 1936. Der Reichskanzler bezeichnete den Sport als ein unent­behrliches Mittel für die Ertüchti­gung der deutschen Zugend und bekun­dete lebhaftes Interesse für die Olympischen Spiele. Er versprach, sie und die sportlichen In­teressen Deutschlands in jeder Weise zu fördern.

Eugen Elhracherin Gießen.

Der bekannte Sprinter der FrankfurterEin­tracht" Eugen E l d r a ch e r ist nach Gießen zurückgekehrt.und wird hier seine Studien fort­sehen. Eldracher startet in Zunkunft für die Spvgg. 1 900 Gießen, die in dem bekann­ten Diskuswerfer Kilo weiteren wertvollen Zu­wachs erhalten hat.

Tischtennis auf dem Lande.

TL. Lich TL. Grünberg 10:1.

Am Samstag hatte der Tischtennisklub Lich den Tischtennisklub Grünberg zu Gast. Auf Grund der besseren Technik konnte Lich einen hohen Sieg buchen. Nachstehend die Ergebnisse (Grünberg je­weils zuerst genannt).

Die Ergebnisse:

Einzelspiele. Leinweber Erb: 10:21, 10:21, 9:21; Rösch Weigel W.: 9:21, 21:23, 21:17, 10:21; Feldmann Insel: 12:21, 10:21, 14:21; Eisendraudt Menges: 21:15, 14:21, 17:21, 26:28; Hellwig Weppler 17:21, 10:21, 14:21; Seng Weigel H.: 15:21, 18:21, 21:15, 19:21; Leidol'f Pamler: 11:21, 21:19, 21:13, 21:10, Kappes Steuernagel: 20:22, 13:21, 21:17, 21:15, 19:21.

Doppelspiele. Hellwig-Feldmann Weigel W.-Menges: 11:21, 15:21, 14:21; Seng-Eisendraudt gegen Erb-Weppler: 4:21, 7:21, 9:21; Rösch-Leidolf gegen Insel-Steuernagel: 21:17, 21:14, 10:21, 22:24, 10:21.

Aeue deutsche Schwimmrekorde.

Das Düsseldorfer Stadtbad scheint zum Rekord­bad zu werden. Am Mittwochabend begann der in zwei Teilen durchgeführte Schwimmklubkampf zwischen dem Düsseldorfer SC. 09 und Poseidon

Köln. Gleich in der ersten Konkurrenz konnte die Mannschaft des veranstaltenden Vereins in der 10 X 200-Meter-Kraulstaffel mit 25:51,1 Minuten eine neue deutsche Höchstleistung erzielen und den bisher von Poseidon Leipzig mit 25:52,8 Min. gehaltenen Rekord um ein Geringes verbessern. Poseidon Köln brauchte 26:06.

Die neue deutsche Rekordhalterin Claire Dreyer, Düsseldorf 98, unternahm dann einen Angriff auf den bisher von der Leipzigerin Hertha Wunder gehaltenen Rekord im 400-Meter- Brustschwimmen. Claire Dreyer verbesserte die Bestleistung der Leipzigerin beträchtlich um 6,9 Sekunden von 6:42,4 auf 6:35,5 Minuten.

Kurze Sportnotizen.

Der Zusammenschluß im deutschen L u f t s p o r t soll nunmehr in nächster Zeit zur Tatsache werden. Dem neuen Einheitsverband wer­den die Verbände Aero-Club von Deutschland, Rhön- Rositten-Gesellschaft, Ring Deutscher Flieger, Deut­scher Luftfahrtoerband, Nationalsozialistisches Flie­gerkorps, Fliegergruppen des Stahlhelms und SA.- Flugabteilungen angehören.

*

Noch nicht gesichert ist die Durchführung der 3. Deutschland-Rundfahrt, da der Programm­verkauf die geforderte Garantiesumme von 60 000 Mark nicht erbrachte.

*

Einen neuen Weltrekord im Ski­springen stellte der Kanadier Robert Lym- bourne in Revel Stofe iftit einer gestandenen Weite von 87,50 Meter auf.

Wirtschaft.

Oie Produktion in Deutschland.

Rach den Feststellungen des neuesten Wochen­berichts des Instituts für Konjunkturforschung hält sich die gewerbliche Gütererzeu­gung etwas über dem Sief ft a n ö vom August vorigen Jahres. Man kann sa­gen, daß die gewerbliche Gütererzeugung seit An­fang 1932 etwa in horizontaler Richtung ver­läuft, wenn man von dem vorübergehenden Ein­bruch im Juni, Juli und August 1932 absieht. In der Bewegung der gewerblichen Gütererzeu­gung in den letzten Monaten läßt sich zusam­menfassend folgende Tendenz erkennen: 1. überall, wo die Produktion im Herbst 1932 besonders nach­haltig zugenommen hatte (Papier, Metalle, Tex­tilien, Schuhe, sonstige Verbrauchsgüter), war der konjunkturelle Rückschlag im Winter relativ stark. 2. Auf den übrigen Gebieten der Industrie sind konjunkturelle" Rückschläge, d. h. Rückschläge, die über die übliche Saisonbewegung hinausgehen, nicht eingetreten. Teilweise ist die Produktion über die Saisonbetvegung hinaus gestiegen, a» dort, wo die Saisontendenz vom Dezember auf Januar ohnehin abwärts gerichtet ist (Kohle, Strom, Bau), war der Rückgang schwächer, als im Du^fchnitt der Vorjahre; b) Industrien mit um diese Zeit ansteigender Saisontendenz (Kali. Kraftfahrzeuge) haben die Erzeugung verhältnis­mäßig stark ausgedehnt; c) von den übrigen aus­gesprochenenKonjunkturindustrien" hat die Großeiseninduftrie ihre Erzeugung leicht erhöht.

* Belebung in der Kalkindustrie an der mi 111 er en Lahn. In der Kalkindustrie des mittleren Lahngebiets ist in den letzten Tagen eine erfreuliche Belebung des Absatzes eingetreten. Mehrere große Oesen sind wieder angeftedt und die Belegschaft der Werke zum Teil erheblich vergrößert worden. Die Gemeinde Steeden (Oberlahnkreis) z. B. ist dadurch auf einen Schlag sämtliche Arbeitslose losgeworden.

Die öffentlichen L e b e n s v e r f i ch e - rungsan st alten in Deutschland. Im Februar wurden bei den im Verbände öffent­licher Lebensversicherungsanftalten in Deutschland zusammengeschlossenen öffentlichen Lebensversiche­rungsanstalten 11 040 neue Versicherungen mit 15,2 Millionen Mark Versicherungssumme bean­tragt. Die durchschnittliche Versicherungssumme betrug in der Großlebensversicherung^3629 Mk. gegenüber 3681 Mk. im Februar, in d?r Sterbe­geldversicherung 427 Mk. gegenüber'424 Mk. im gleichen Monat des Vorjahres.

Sranffurfer Abendbörse.

Fr ankf urt a. M., 16. März. (WTB. Draht­bericht.) An der Abendbörse war das Geschäft namentlich in Renten sehr lebhaft, wäh­rend Aktien bedeutend ruhiger um­gingen. Ramentlich Schuldbuchforderungen, Kom­munalobligationen und Pfandbriefe hatten Stei­gerungen bis zu 1 Prozent aufzuweisen. Auch Städteanleihen, besonder Mainzer und Darm­städter, waren etwas fester. Im Verlaufe war die Haltung am Aktienmarkt uneinheitlich. Far­

benindustrie blieb 1 Prozent über Berliner Schluß. Dagegen waren Gelsenkirchen leicht abbröckelnd. Richt gut behauptet waren Elektrizitätswerte.

Waren-Hauffe in her USA.

Berlin, 16. März. (ERB.) Ebenso wie die Effektenbörsen in den USA. den Geschäfts­verkehr mit einer kräftigen Haussebewe­gung wieder ausgenommen haben, die sich heute fortsehte, verzeichneten auch die Waren-Ter- m i n b ö r s e n eine ft arte Aufwärtsbewe­gung der Preise. Sowohl bei Weizen, als auch bei Baumwolle beträgt die Preiserhöhung gegen­über den letzten offiziellen Schlußnotierungen vor Erklärung des Bankenmoratoriums rund 10 Prozent des Wertes.

^Billigere Straßenbahnfahrien in Frankfurt.

Aber nur für den, der häufig fährt.

WSN. Frankfurt a. M., 16. März. Um den Verkehr auf der Frankfurter Straßen­bahn zu beleben, hatte die Straßenbahnverwal­tung bekanntlich vor einigen Monaten eine Art Lot­terie eingeführt, wonach jeder millionste Fahrgast eine Prämie von 10 Mark ausgezahlt bekommt. Diese Einrichtung hatte in den ersten Wochen zur Folge, daß die Straßenbahn häufiger als seither benutzt wurde. Wie alle Neuerungen, so hat sich auch diese inzwischen wieder überlebt, und die Zug­kraft der Prämie hat nachgelassen. Die Straßen­bahnverwaltung hat nun nach neuen Mitteln ge­sucht, um dem Verkehrsschwund Einhalt zu tun. Eine allgemeine Tarifsenkung kann aus zwingen­den finanziellen Gründen nicht in Frage kommen.

Man will jetzt aber versuchsweise ab kommenden Sonntag eine Wochennetzkarte einführen, die etwas vollkommen Neuartiges im bisherigen Tarif­wesen großstädtischer Verkehrsunternehmungen dar- stellt. Die Wochennetzkarte, die von jedermann ge» löst werden kann, gewährt eine Verbilligung auf sämtlichen Straßenbahn st recken, aber nur für den, der die Straßenbahn häufig be­nutzt. Die Wochennetzkarte enthält eine Wochen­marke, die bei jedem Schaffner zum Preise von 50 Pf. erhältlich ist. Wer eine gültige Wochennetz­karte oorzeigt, kann jede Kurzfahrt für 10 Pf. und jede Weitfahrt für 20 Pf. zurückleaen. Er erhält vom Schaffneu bei Vorzeigung der Wochennetzkarte entweder einen 10-Pf.-Fahrschein oder einen 20-Pf.- Fahrschein ausgehändigt. Ein großer Vorteil der Karte ist die absolute Freizügigkeit auf dem ganzen Straßenbahnnetz. Die Karte kann also nicht nur benutzt werden für die Fahrten von der Wohnung zur Dienststelle, sondern auch für alle sonstigen Fahrten im Stadtgebiet aus dem Straßenbahnnetz zu allen Tageszeiten, soweit der allgemeine Tarif Anwendung findet.

Bau her Marburger Auio-Llmgehungsstraße.

WSR. Marburg, 16. März. Rach dem Ein­tritt wärmerer Witterung kann in den nächsten Tagen mit dem Ausbau des ersten Teiles der Marburger Auto-Tlmgehungsstraße begonnen werden. Es handelt sich um die Strecke vom Hauptbahnhof bis zur Bürgerwiese. Für die restliche Strecke bis zum Südbahnhof sind aus Mitteln des Gerecke-Planes 220 000 Mark be­willigt worden. Da diese Summe zum Bau nicht ausreicht, sind Verhandlungen der Stadtverwal­tung zur Beschaffung weiterer Mittel im Gange.

Buntes

Das Geschlecht her Schiffe.

Die französische Marine-Akademie hat sich kürz­lich mit grammatischen Fragen beschäftigt. Sie hat nämlich dasGeschlecht der Schiffe" untersucht. Bei uns besitzt das Schiff, obgleich es sächlich ist, weib­lichen Charakter, und dem Ramen des einzelnen Fahrzeugs wird daher der weibliche Artikel vor­gesetzt. Bei den Franzosen aber ist nicht nur die Bezeichnung für Schiff männlich, sondern man hat auch dem Schiff männliche Eigenschaften beigelegt. Run wirkt es aber recht sonderbar, wenn ein Schiff z. B.der Rormandie" oderder Republik" ge­nannt wird. Die Marine-Akademie hat daher eine Anordnung erlassen, daß bei solchen Schiffen, deren Ramen im allgemeinen Sprachgebrauch weiblich sind, auch der weibliche Artikel vorgesetzt wird, damit künftighinVerstöße gegen die Gram­matik, den gesunden Menschenverstand und den Wohlklang" vermieden werden.

Vom Sumpf-Biber.

Unter den Pelztieren, die in letzter Zeit als eine Art Haustier gezüchtet werden, bietet kein anderes außer dem Silberfuchs so günstige Aussichten wie der Sumpfbiber. Dieses eigenartige Tier, das trotz des Ramens mit dem Biber nicht verwandt ist, sondern zu den in Afrika und Südamerika zahlreichen Arten der Trugratten gehört, wird heute schon in vielen deutschen Kleinbetrieben ge­züchtet. Sein Pelzwerk ist unter dem RamenRu- tria" sehr geschätzt und wird besonders hoch be­zahlt, wenn die Unterwolle dicht und seidig und von möglichst dunkler,blauer" Farbe ist. Ueber dieses Wildtier, das zum Haustier geworden ist, berichtet Dr. Otto Maser in der Frankfurter Wo­chenschrittDie Umschau". Der Sumpfbiber be­darf zu seinem Leben unbedingt des Wassers, an das er mit seinen Schwimmhäuten an den Hinter­füßen vortrefflich ausgebildet ist. Als Dämme­rungstier wird er auch in den Farmen erst richtig munter, wenn es auf den Abend zugeht und er­götzt dann die Zuschauer durch sein luftiges Spiel im Wasser. Da der Sumpfbiber nur Pflanzen frißt, mit Gras und anderem Grünfutter, haupt­sächlich mit Runkelrüben und einer kleinen Beigabe von Getreide ernährt werden kann, ist seine Auf­zucht verhältnismäßig einfach, und daraus erklärt sich die besondere Vorliebe der deutschen Pelzzüch­ter für dieses Tier. Als Sprößling warmer Ge­biete hat er sich in unserem Klima erstaunlich gut eingelebt, und man muß sich wundem, daß solch ein Sumpfbiber selbst bei Kältegraden von 20 Grad an den offenen Wasserstellen taucht und schwimmt. Die Tragzeit des Weibchens ist außer- ordentlich lang, beträgt etwa 135 Tage, aber da­für sind die Iungen dann sofort völlig entwickelt gehen ins Wasser und fressen sehr bald mit den Alten. Rachteilig für die Zucht war es, daß der Sumpfbiber nicht wie der richtige Biber sich in Kolonien ansiedelt, sondern nur paarweise auf­tritt. Die Böcke bekämpfen sich leidenschaftlich und

Allerlei.

töten einander nicht selten. Es war daher not­wendig, die Tiere aufsoziales Verhalten zu züchten", was auch gut gelang, so daß man jetzt eine größere Anzahl von Sumpfbibern zusammen», halten kann; sie sind sehr zahm und gebrauchen dann ihre gefährlichen Ragezähne nicht, wozu fit sonst sehr bereit sind. Aus der zum großen Teil wertlosen Einfuhr von Tieren wurden solche Erd stämme ausgelesen, die ein gutes Fell aufwiesen und so hat man auch den Wert des Pelzes öurcf Züchtung erhöht. Da es zweifellos gelingen toicbj, große Mengen von Sumpfbibern zu züchten, so wird damit ein guter Teil des Bedarfs ar. pelzen im Inland gedeckt werden können.

OerDrachenflieger" 60 Jahre alt!

Im Iahre 1896 trat ein Pionier der deutschen Luftfahrt, Karl I a t h o , mit der Konstruktion eines Drachens an die Öffentlichkeit, mit dem er ' dem Ikarus nacheifern wollte. Man lachte über denVerrückten", wie man ja auch über die Pläne des Grafen Zeppelin gelacht hat! Aber Iatho ließ sich von feiner Idee nicht abbringen, und im 3aljre 1897 war fein Doppeldecker, den er in rich­tiger Erkenntnis bereits mit einem Benzinmotor ausgestattet hatte, fertig. Im Herbst desselben Iahres kam die Maschine auf den Startplatz, und Iatho gelangen einige Flüge. Aber dennoch er»., hielten die Arbeiten dieses Pioniers keineswegs? die gerechte Anerkennung. Man betrachtete ihrß als einen hoffnungslosenLufHopser", dessen Ar-», beiten keiner ernsthaften Beachtung wert feieni 2lber Iatho ließ sich nicht beirren, und im Jahre 1911 brachte er seinen berühmten Stahleindecker heraus, der viele Preise gewann. Heute ist dieser große Pionier der deutschen Luftfahrt eine Folge der vielen Stürze völlig gelähmt und bezieht eine bescheidene Pension, die ihm als ehe­maligem städtischen Beamten zukommt. An sei­nem kürzlich begangenen 60. Geburtstag erreichten ihn Ehrungen aus aller Welt.

Kunst und Wissenschaft.

45. Tagung

der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin.

Die Deutsche Gesellschaft für In­nere Medizin hält ihre 45. Tagung vom 18. bis 21. April d. I. unter dein Vorsitz von Prof. Dr. L i ch t w i tz (Berlin) in Wiesbaden ab. Das wissenschaftliche Programm des Kongresses sieht folgende Referate vor: Pathologie der Erythro- cyten und des Hämoglobins. Berichterstatter: H. Fischer (München), Kämmerer (München). Seyderhelm (Frankfurt a. M.). Zusammen- faffenöer Vortrag über das Rebennierenproblem: L a q e u r (Amsterdam). Die Bedeutung der Schwermetalle für physiologische und patholo­gische Vorgänge. Berichterstatter: Heubner (Berlin), H. Zangger (Zürich), Martini (Bonn), E m b d e n (Hamburg).

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

»24,9

123

52

54,75

3.75

3,8

Banknoten.

35

Kritzner....................o|

iRainkrasiwerkeHöchsta.«. ... 4

Süddeutscher Zucker .........e|

5 o. H.

34

130

0

4

0

0

124

172,5

43,9

53,5

39

30

6,25

37,5 44,25 53,65 24,25

27,65

36,75

72,75

160

54,5

62

42,75

54,65

40 5

7

10 0 o u

32

72,75

163

>2,5

23

124 171,75 43,13 54 40,5

112,75

37

44,75

52,5 26

114,25 28,13 <6.75 52,25

33,5

130

-I

159,5 I

33,5

129

113,5 34,5 41,5 >2,65

25 112,75 30,75

35,5 52,9

33 129,13

43,25

54,25

38,5

Philipp Hohmann .... Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt.. Waytz & Frehtag.....

I ®. Farben-Jnvustrie Scheideanstait........

Goldschmidt .........

Rütgerswerke........

MetaUgeiellschakt......

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zulegt befchlofjenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H

Schultheis Patzenhoser........o

Mu (Allgemeine Kunstseide) ... o Bcmberg...................g

Zellstoff Waldhof............o

Zellstoff Aschaffenburg .......o

Dessauer Gas............... 7

Daimler Motoren............ 0

Deutsche Linoleum ..........0

Oren stein & Koppel.......... 0

Leonhard Tietz.............. 6

Thade......................12

Frank,un a. 2)1.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß,. Abend» börse

Schluß­es

Schluß,. Mittog» börse

Datum

15.3.

16.3. |

15.3.

16-3.

6% Deutsche RelchSanleihe v. 1921

78.75

79,5

78

79,75

6% etjem.7% Dl. RetchSaiU. 0.192!)

97,5

96,65

97

96

6¥i% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mii

81,25

82,5

81

83

Auslos.-Rechten ..........

69,5

71,75

;g,5

71,4

Tesgl. ohne Auslos.-Rechte......

6% ehern. 8% Hess. Volksstaat 1929

10,15

10,6

10

1(h5

trückzahlb. 102%) .....

Oberhessen Provinz. Anleihe mb

77.75

78

77,75

78

Auslos.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sommelab l.Än

68

-

-

leihe Seriei mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

65,25

67,5

65

66,9

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Htsp.-Banl

87,75

88,75

-

Goldpse. 16 unkündbar bis 1936

87,25

_

5/2% ehern. <>/.% Franks. Hyp.

Vank-Ltgu.-Psandb riese .....

6Vi% ehem. 4'/r% Rheinische

87 4

87,75

-

-

Hyp.-Bank-Ltau.^Soldpfs.....

6% ehem. 8% Pr. Landespsand

87,4

88,5

-

-

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespsand

85,75

86

85,25

85

briefanttalt, Psandbriefe R. 10

85,25

86

-

-

*% Oösterreichische Koldrente....

13

13

13.25

4,20% Oesterretchische Silberrente

1,25

_

_

1.25

4% Ungarische Goldrenle......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

**/*% deSgl. von 1913.........

_

6% abgest. Goldmexikaner von 99

6,4

6,25

-

6,25

4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

5,1

5,1

5.2

5,2

Serie I.....................

3,5 5.4

% desgl. Serie 11 .............

o,45

5,55

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

6,8

6,8

6,7

4!4%Rumän.oereinh.Rentev.l913

10,25

10,25

10,13

4% Rumänische vereinh. Rente ..

5,5

6,5

j ,45

3%% «natolter...............

-

24,25

Arant,uri a. jji.

ÄerllN

Schluß» kurs

Schluß,. Abend­börse

Schluß» lurs

Schluß!. Mittag, börse

Datum

15.3.

16-3.

15.3.

16-3.

Hamburg-Amerika-Pakei .....c

18

17,65

17,65

17.4

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

35

35,65

Hansa Dampfschiff........... 0

Norddeutscher Lloyd ......... 0

18,25

18,13

29,75

18 25

29

17,9

A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0

45,5

45,5

45,75

45,9

Berliner Handelsgesellschaft.... 4

92

92,5

92,5

92,5

Commerz- und Privat°Bank... 0

53,5

53

53,5

53,5

Deutsche Bank und Diskonto-

Gesellschaft................0

70,25

70,25

70,25

70,25

Dresdner Bank..............0

61,5

61,5

61,5

61,5

Reichsbank..................i

138 5

138

139

138

A.E.G......................o

32

32,65

32

32,25

Elektr. Lieserungsgesellschaft ... 6

91

92

91

90,9

Licht und Kraft ............. 6

9,5

101

100

101,25

Felten & Guilleaume ........0

62

63

62,75

63,25

Gesellschaft für Elektrische Unter-

nehmungen............... 4

89 25

88,65

' 89

88,65

Rheinische Elektrizität ........5

103

Schlickert« Co..............o

96

94,5

96,5

152,5

<64,5

Siemens & Halske........... 9

152

151,75

152

Lahme her&6o..............io

133,5

133

133,75

133,75

Buderus ...................o

59,6

59,5

59,5

59,25

Deutsche Erdöl ............. 4

104,65

104

105

103,75

Gelsenkirchener..............o

67,5

66,5

67,75

67

Harpener...................o

14,5

93,5

94,25

92,5

Hoesch EisenKöln-Neuesten., o

70,5

71,13

Alse Bergbau .............?

156

153

Ilse Bergbau Genüsse ........7

115

117

115,9

117

Klöcknerwerte ...............o

62,5

73,5

63,5

62,4

63,5

Mannesmann-Röhren........o

74,25

74

74,4

Mansselder Bergbau.........o

Oberschles. Kokswerke.........o

27,5

78,25

27,5

81,75

81,75

Phönix Bergbau.............o

40.75

41.5

41,13

41,9

Rheinische Braunkohlen ......10

< 206

X13

209

208,5

209,5

Rheinstahl...... o

86,25

85.9

86

Frankfurt a.M.

Aerlin

Schluß« kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß» kurs

Schluß! Mittag- bör e

Datum

15-3.

16.3.

15.3.

16.3.

Bereinigte Stahlwerke.

.......0

40,75

41,25

40,9

41,25

Otavi Minen ........

......0

18,75

18,9

18,9

18,13

Kaliwerke Aschersleben.

......6

136,5

136

137

135

Kaliwerke Westeregeln .

......6

139

139

138,5

136.5

Kaliwerke Salzdetfurth

.......9

204,25

203

203 >

203,5

15. Mörz

16.Mürz

Amtliche Notierung

Amtliche Jioiterunn

Geld

I Brie

Geld

Arie

Helstngfors.

6,404

6,416

6,399

6,411

Wien.......

48,45

48,55

18.45

48,55

Prag.......

Budapest ...

Sofia ______

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

169,58

169,92

169,58

169,92

Oslo.......

73,98

74.12

73,98

74 12

Kopenhagen.

64,49

64,61

64,44

64,56

Stockholm...

76.42

76,58

76,42

76 58

London .....

14,46

14-50

14,46

14,50

Buenos Aires

9,823

0,827

0,823

0,827

Neuyork.....

4,186

4,194

58,86

4,181

4,189

Brüssel.....

58,74

58,74

58.86

Italien.....

21,45

21,49

21.48

21.52

Paris.....

16,54

16,58

16,535

16,575

Schweiz ...

81,37

8) ,53

81,37

81.53

Spanien....

35,11

36,19

35,16

35,24

Danzig....

82,32

82.48

82,27

82,43

Japan .....

0.899

0,901

0,899

0,901

Rio de Jan. .

0.239

0,241

0,239

0,241

Jugoslawien Lissabon...

5-554

5,566

5,554

5.566

13,16

13,18

13,16

13,18

gcrlln, 16. März

Geld

Brie)

Amerikanische Noten..............

4,165

4,185

Belgische Noten..................

58,58

58,82

Dänische Noten .................

64,07

64,33

Englische Noten .................

14.42

14,48

Französische Noten...............

16,495

16,555

Holländische Noten...............

169.21

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

21,41

73,80

21,49

74,10

Deutsch Oesterreich, A 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

2,46

2,48

Lchwedische Noten............ ..

7fi 96

Schweizer Noten.............. ..

Spanische Noten..............

35 03

35,17

Ungarische Roten ................