zweitklassig betrachtet wird. Diesen schlechten Ruf, den der deutsche Fußballsport augenblicklich genießt, wieder zu verbessern und ein neues^Vertrauen im eigenen Lande zu schaffen, das soll der Hauptzweck dieses zweiten Länderkampfes gegen Frankreich sein. In zweiter Linie erst erwartet man eine erfolgreiche Revanche. Die Aufstellungen der beiden Mannschaften für den Länderkampf des Sonntags brachten wir gestern.
Line Mannschaft des vertrauens
kann man wohl die deutsche Mannschaft nennen. Auf den ersten Blick könnte man sich wohl daran stoßen, daß die elf Spieler aus zehn Vereinen stammen. Man muß aber bedenken, daß trotz der zehn Vereine die Mannschaft eine Homogenität der Spielweise aufweist, wie selten eine deutsche Nationalmannschaft zuvor. Bis auf den westdeutschen Links- auhen Kobierski spielen alle Leute das süddeutsche System, also die Verbindung des schottischen mit dem Wiener Stil. Das Zusammenfinden der Leute untereinander sollte also ziemlich leicht sein.
Die Mannschaft hätte das Zeug in sich, einen klaren Sieg zu erringen. Eines darf allerdings nicht einreißen: Interesse- und Mutlosigkeit. Nur wenn jeder Spieler den gleichen Elan mitbringt und sich in der gleichen Weise einsetzen wird, wie es sicher die Franzosen machen werden, kann ein deutscher Sieg Tatsache werden.
Frankreichs Elf
darf nicht unterschätzt werden. Gewiß, die Franzosen werden uns keinen Wiener oder englischen Fußball vorführen, haben aber erst letzthin im Länderkampf gegen Oesterreich bewiesen, daß auch sie gute Fußballer sind, lieber eine Stunde ließen sie das Wiener „Wunderteam" zu keinem Tore kommen und sie hätten noch weiter standgehalten, wenn sie nicht völlig ausgepumpt gewesen wären. Das Hauptaktivum der französischen Mannschaft ist der Elan und die Begeisterung. Diese beiden Eigenschaften können aber gebrochen werden, wenn Deutschland nicht nur das gleiche Maß in dieser Beziehung aufbringen kann, sondern darüber hinaus beweist, daß der bessere Fußball doch noch auf der rechten Seite des Rheins gespielt wird.
Reichsregierung und Olympische Spiele.
Dr. Lewald und Oberbürgermeister Dr. Lahm beim Reichskanzler.
Der Reichskanzler empfing am Donnerstag im Beisein des Staatssekretärs in der Reichskanzlei, Dr. Lammers, den Vorsitzenden des Organisationskomitees für die 11. Olympischen Spiele 1936 in Berlin, Staatssekretär a. D. Exzellenz Dr. Lewald, und den Oberbürgermeister von Berlin, Dr. S a h m. Dr. Sahm gab eine kurze Darlegung über das Wesen und die Bedeutung der Olympischen Spiele 1936. Der Reichskanzler bezeichnete den Sport als ein unentbehrliches Mittel für die Ertüchtigung der deutschen Zugend und bekundete lebhaftes Interesse für die Olympischen Spiele. Er versprach, sie und die sportlichen Interessen Deutschlands in jeder Weise zu fördern.
Eugen Elhracherin Gießen.
Der bekannte Sprinter der Frankfurter „Eintracht" Eugen E l d r a ch e r ist nach Gießen zurückgekehrt.und wird hier seine Studien fortsehen. Eldracher startet in Zunkunft für die Spvgg. 1 900 Gießen, die in dem bekannten Diskuswerfer Kilo weiteren wertvollen Zuwachs erhalten hat.
Tischtennis auf dem Lande.
TL. Lich — TL. Grünberg 10:1.
Am Samstag hatte der Tischtennisklub Lich den Tischtennisklub Grünberg zu Gast. Auf Grund der besseren Technik konnte Lich einen hohen Sieg buchen. Nachstehend die Ergebnisse (Grünberg jeweils zuerst genannt).
Die Ergebnisse:
Einzelspiele. Leinweber — Erb: 10:21, 10:21, 9:21; Rösch — Weigel W.: 9:21, 21:23, 21:17, 10:21; Feldmann — Insel: 12:21, 10:21, 14:21; Eisendraudt — Menges: 21:15, 14:21, 17:21, 26:28; Hellwig — Weppler 17:21, 10:21, 14:21; Seng — Weigel H.: 15:21, 18:21, 21:15, 19:21; Leidol'f — Pamler: 11:21, 21:19, 21:13, 21:10, Kappes — Steuernagel: 20:22, 13:21, 21:17, 21:15, 19:21.
Doppelspiele. Hellwig-Feldmann — Weigel W.-Menges: 11:21, 15:21, 14:21; Seng-Eisendraudt gegen Erb-Weppler: 4:21, 7:21, 9:21; Rösch-Leidolf gegen Insel-Steuernagel: 21:17, 21:14, 10:21, 22:24, 10:21.
Aeue deutsche Schwimmrekorde.
Das Düsseldorfer Stadtbad scheint zum Rekordbad zu werden. Am Mittwochabend begann der in zwei Teilen durchgeführte Schwimmklubkampf zwischen dem Düsseldorfer SC. 09 und Poseidon
Köln. Gleich in der ersten Konkurrenz konnte die Mannschaft des veranstaltenden Vereins in der 10 X 200-Meter-Kraulstaffel mit 25:51,1 Minuten eine neue deutsche Höchstleistung erzielen und den bisher von Poseidon Leipzig mit 25:52,8 Min. gehaltenen Rekord um ein Geringes verbessern. Poseidon Köln brauchte 26:06.
Die neue deutsche Rekordhalterin Claire Dreyer, Düsseldorf 98, unternahm dann einen Angriff auf den bisher von der Leipzigerin Hertha Wunder gehaltenen Rekord im 400-Meter- Brustschwimmen. Claire Dreyer verbesserte die Bestleistung der Leipzigerin beträchtlich um 6,9 Sekunden von 6:42,4 auf 6:35,5 Minuten.
Kurze Sportnotizen.
Der Zusammenschluß im deutschen L u f t s p o r t soll nunmehr in nächster Zeit zur Tatsache werden. Dem neuen Einheitsverband werden die Verbände Aero-Club von Deutschland, Rhön- Rositten-Gesellschaft, Ring Deutscher Flieger, Deutscher Luftfahrtoerband, Nationalsozialistisches Fliegerkorps, Fliegergruppen des Stahlhelms und SA.- Flugabteilungen angehören.
*
Noch nicht gesichert ist die Durchführung der 3. Deutschland-Rundfahrt, da der Programmverkauf die geforderte Garantiesumme von 60 000 Mark nicht erbrachte.
*
Einen neuen Weltrekord im Skispringen stellte der Kanadier Robert Lym- bourne in Revel Stofe iftit einer gestandenen Weite von 87,50 Meter auf.
Wirtschaft.
Oie Produktion in Deutschland.
Rach den Feststellungen des neuesten Wochenberichts des Instituts für Konjunkturforschung hält sich die gewerbliche Gütererzeugung etwas über dem Sief ft a n ö vom August vorigen Jahres. Man kann sagen, daß die gewerbliche Gütererzeugung seit Anfang 1932 etwa in horizontaler Richtung verläuft, wenn man von dem vorübergehenden Einbruch im Juni, Juli und August 1932 absieht. In der Bewegung der gewerblichen Gütererzeugung in den letzten Monaten läßt sich zusammenfassend folgende Tendenz erkennen: 1. überall, wo die Produktion im Herbst 1932 besonders nachhaltig zugenommen hatte (Papier, Metalle, Textilien, Schuhe, sonstige Verbrauchsgüter), war der konjunkturelle Rückschlag im Winter relativ stark. 2. Auf den übrigen Gebieten der Industrie sind „konjunkturelle" Rückschläge, d. h. Rückschläge, die über die übliche Saisonbewegung hinausgehen, nicht eingetreten. Teilweise ist die Produktion über die Saisonbetvegung hinaus gestiegen, a» dort, wo die Saisontendenz vom Dezember auf Januar ohnehin abwärts gerichtet ist (Kohle, Strom, Bau), war der Rückgang schwächer, als im Du^fchnitt der Vorjahre; b) Industrien mit um diese Zeit ansteigender Saisontendenz (Kali. Kraftfahrzeuge) haben die Erzeugung verhältnismäßig stark ausgedehnt; c) von den übrigen ausgesprochenen „Konjunkturindustrien" hat die Großeiseninduftrie ihre Erzeugung leicht erhöht.
* Belebung in der Kalkindustrie an der mi 111 er en Lahn. In der Kalkindustrie des mittleren Lahngebiets ist in den letzten Tagen eine erfreuliche Belebung des Absatzes eingetreten. Mehrere große Oesen sind wieder angeftedt und die Belegschaft der Werke zum Teil erheblich vergrößert worden. Die Gemeinde Steeden (Oberlahnkreis) z. B. ist dadurch auf einen Schlag sämtliche Arbeitslose losgeworden.
Die öffentlichen L e b e n s v e r f i ch e - rungsan st alten in Deutschland. Im Februar wurden bei den im Verbände öffentlicher Lebensversicherungsanftalten in Deutschland zusammengeschlossenen öffentlichen Lebensversicherungsanstalten 11 040 neue Versicherungen mit 15,2 Millionen Mark Versicherungssumme beantragt. Die durchschnittliche Versicherungssumme betrug in der Großlebensversicherung^3629 Mk. gegenüber 3681 Mk. im Februar, in d?r Sterbegeldversicherung 427 Mk. gegenüber'424 Mk. im gleichen Monat des Vorjahres.
Sranffurfer Abendbörse.
Fr ankf urt a. M., 16. März. (WTB. Drahtbericht.) An der Abendbörse war das Geschäft namentlich in Renten sehr lebhaft, während Aktien bedeutend ruhiger umgingen. Ramentlich Schuldbuchforderungen, Kommunalobligationen und Pfandbriefe hatten Steigerungen bis zu 1 Prozent aufzuweisen. Auch Städteanleihen, besonder Mainzer und Darmstädter, waren etwas fester. Im Verlaufe war die Haltung am Aktienmarkt uneinheitlich. Far
benindustrie blieb 1 Prozent über Berliner Schluß. Dagegen waren Gelsenkirchen leicht abbröckelnd. Richt gut behauptet waren Elektrizitätswerte.
Waren-Hauffe in her USA.
Berlin, 16. März. (ERB.) Ebenso wie die Effektenbörsen in den USA. den Geschäftsverkehr mit einer kräftigen Haussebewegung wieder ausgenommen haben, die sich heute fortsehte, verzeichneten auch die Waren-Ter- m i n b ö r s e n eine ft arte Aufwärtsbewegung der Preise. Sowohl bei Weizen, als auch bei Baumwolle beträgt die Preiserhöhung gegenüber den letzten offiziellen Schlußnotierungen vor Erklärung des Bankenmoratoriums rund 10 Prozent des Wertes.
^Billigere Straßenbahnfahrien in Frankfurt.
Aber nur für den, der häufig fährt.
WSN. Frankfurt a. M., 16. März. Um den Verkehr auf der Frankfurter Straßenbahn zu beleben, hatte die Straßenbahnverwaltung bekanntlich vor einigen Monaten eine Art Lotterie eingeführt, wonach jeder millionste Fahrgast eine Prämie von 10 Mark ausgezahlt bekommt. Diese Einrichtung hatte in den ersten Wochen zur Folge, daß die Straßenbahn häufiger als seither benutzt wurde. Wie alle Neuerungen, so hat sich auch diese inzwischen wieder überlebt, und die Zugkraft der Prämie hat nachgelassen. Die Straßenbahnverwaltung hat nun nach neuen Mitteln gesucht, um dem Verkehrsschwund Einhalt zu tun. Eine allgemeine Tarifsenkung kann aus zwingenden finanziellen Gründen nicht in Frage kommen.
Man will jetzt aber versuchsweise ab kommenden Sonntag eine Wochennetzkarte einführen, die etwas vollkommen Neuartiges im bisherigen Tarifwesen großstädtischer Verkehrsunternehmungen dar- stellt. Die Wochennetzkarte, die von jedermann ge» löst werden kann, gewährt eine Verbilligung auf sämtlichen Straßenbahn st recken, aber nur für den, der die Straßenbahn häufig benutzt. Die Wochennetzkarte enthält eine Wochenmarke, die bei jedem Schaffner zum Preise von 50 Pf. erhältlich ist. Wer eine gültige Wochennetzkarte oorzeigt, kann jede Kurzfahrt für 10 Pf. und jede Weitfahrt für 20 Pf. zurückleaen. Er erhält vom Schaffneu bei Vorzeigung der Wochennetzkarte entweder einen 10-Pf.-Fahrschein oder einen 20-Pf.- Fahrschein ausgehändigt. Ein großer Vorteil der Karte ist die absolute Freizügigkeit auf dem ganzen Straßenbahnnetz. Die Karte kann also nicht nur benutzt werden für die Fahrten von der Wohnung zur Dienststelle, sondern auch für alle sonstigen Fahrten im Stadtgebiet aus dem Straßenbahnnetz zu allen Tageszeiten, soweit der allgemeine Tarif Anwendung findet.
Bau her Marburger Auio-Llmgehungsstraße.
WSR. Marburg, 16. März. Rach dem Eintritt wärmerer Witterung kann in den nächsten Tagen mit dem Ausbau des ersten Teiles der Marburger Auto-Tlmgehungsstraße begonnen werden. Es handelt sich um die Strecke vom Hauptbahnhof bis zur Bürgerwiese. Für die restliche Strecke bis zum Südbahnhof sind aus Mitteln des Gerecke-Planes 220 000 Mark bewilligt worden. Da diese Summe zum Bau nicht ausreicht, sind Verhandlungen der Stadtverwaltung zur Beschaffung weiterer Mittel im Gange.
Buntes
Das Geschlecht her Schiffe.
Die französische Marine-Akademie hat sich kürzlich mit grammatischen Fragen beschäftigt. Sie hat nämlich das „Geschlecht der Schiffe" untersucht. Bei uns besitzt das Schiff, obgleich es sächlich ist, weiblichen Charakter, und dem Ramen des einzelnen Fahrzeugs wird daher der weibliche Artikel vorgesetzt. Bei den Franzosen aber ist nicht nur die Bezeichnung für Schiff männlich, sondern man hat auch dem Schiff männliche Eigenschaften beigelegt. Run wirkt es aber recht sonderbar, wenn ein Schiff z. B. „der Rormandie" oder „der Republik" genannt wird. Die Marine-Akademie hat daher eine Anordnung erlassen, daß bei solchen Schiffen, deren Ramen im allgemeinen Sprachgebrauch weiblich sind, auch der weibliche Artikel vorgesetzt wird, damit künftighin „Verstöße gegen die Grammatik, den gesunden Menschenverstand und den Wohlklang" vermieden werden.
Vom Sumpf-Biber.
Unter den Pelztieren, die in letzter Zeit als eine Art Haustier gezüchtet werden, bietet kein anderes außer dem Silberfuchs so günstige Aussichten wie der Sumpfbiber. Dieses eigenartige Tier, das trotz des Ramens mit dem Biber nicht verwandt ist, sondern zu den in Afrika und Südamerika zahlreichen Arten der Trugratten gehört, wird heute schon in vielen deutschen Kleinbetrieben gezüchtet. Sein Pelzwerk ist unter dem Ramen „Ru- tria" sehr geschätzt und wird besonders hoch bezahlt, wenn die Unterwolle dicht und seidig und von möglichst dunkler, „blauer" Farbe ist. Ueber dieses Wildtier, das zum Haustier geworden ist, berichtet Dr. Otto Maser in der Frankfurter Wochenschritt „Die Umschau". Der Sumpfbiber bedarf zu seinem Leben unbedingt des Wassers, an das er mit seinen Schwimmhäuten an den Hinterfüßen vortrefflich ausgebildet ist. Als Dämmerungstier wird er auch in den Farmen erst richtig munter, wenn es auf den Abend zugeht und ergötzt dann die Zuschauer durch sein luftiges Spiel im Wasser. Da der Sumpfbiber nur Pflanzen frißt, mit Gras und anderem Grünfutter, hauptsächlich mit Runkelrüben und einer kleinen Beigabe von Getreide ernährt werden kann, ist seine Aufzucht verhältnismäßig einfach, und daraus erklärt sich die besondere Vorliebe der deutschen Pelzzüchter für dieses Tier. Als Sprößling warmer Gebiete hat er sich in unserem Klima erstaunlich gut eingelebt, und man muß sich wundem, daß solch ein Sumpfbiber selbst bei Kältegraden von 20 Grad an den offenen Wasserstellen taucht und schwimmt. Die Tragzeit des Weibchens ist außer- ordentlich lang, beträgt etwa 135 Tage, aber dafür sind die Iungen dann sofort völlig entwickelt gehen ins Wasser und fressen sehr bald mit den Alten. Rachteilig für die Zucht war es, daß der Sumpfbiber nicht wie der richtige Biber sich in Kolonien ansiedelt, sondern nur paarweise auftritt. Die Böcke bekämpfen sich leidenschaftlich und
Allerlei.
töten einander nicht selten. Es war daher notwendig, die Tiere auf „soziales Verhalten zu züchten", was auch gut gelang, so daß man jetzt eine größere Anzahl von Sumpfbibern zusammen», halten kann; sie sind sehr zahm und gebrauchen dann ihre gefährlichen Ragezähne nicht, wozu fit sonst sehr bereit sind. Aus der zum großen Teil wertlosen Einfuhr von Tieren wurden solche Erd stämme ausgelesen, die ein gutes Fell aufwiesen und so hat man auch den Wert des Pelzes öurcf Züchtung erhöht. Da es zweifellos gelingen toicbj, große Mengen von Sumpfbibern zu züchten, so wird damit ein guter Teil des Bedarfs ar. pelzen im Inland gedeckt werden können.
Oer „Drachenflieger" 60 Jahre alt!
Im Iahre 1896 trat ein Pionier der deutschen Luftfahrt, Karl I a t h o , mit der Konstruktion eines Drachens an die Öffentlichkeit, mit dem er ' dem Ikarus nacheifern wollte. Man lachte über den „Verrückten", wie man ja auch über die Pläne des Grafen Zeppelin gelacht hat! Aber Iatho ließ sich von feiner Idee nicht abbringen, und im 3aljre 1897 war fein Doppeldecker, den er in richtiger Erkenntnis bereits mit einem Benzinmotor ausgestattet hatte, fertig. Im Herbst desselben Iahres kam die Maschine auf den Startplatz, und Iatho gelangen einige Flüge. Aber dennoch er»., hielten die Arbeiten dieses Pioniers keineswegs? die gerechte Anerkennung. Man betrachtete ihrß als einen hoffnungslosen „LufHopser", dessen Ar-», beiten keiner ernsthaften Beachtung wert feieni’ 2lber Iatho ließ sich nicht beirren, und im Jahre 1911 brachte er seinen berühmten Stahleindecker heraus, der viele Preise gewann. Heute ist dieser große Pionier der deutschen Luftfahrt — eine Folge der vielen Stürze — völlig gelähmt und bezieht eine bescheidene Pension, die ihm als ehemaligem städtischen Beamten zukommt. An seinem kürzlich begangenen 60. Geburtstag erreichten ihn Ehrungen aus aller Welt.
Kunst und Wissenschaft.
45. Tagung
der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin.
Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin hält ihre 45. Tagung vom 18. bis 21. April d. I. unter dein Vorsitz von Prof. Dr. L i ch t w i tz (Berlin) in Wiesbaden ab. Das wissenschaftliche Programm des Kongresses sieht folgende Referate vor: Pathologie der Erythro- cyten und des Hämoglobins. Berichterstatter: H. Fischer (München), Kämmerer (München). Seyderhelm (Frankfurt a. M.). — Zusammen- faffenöer Vortrag über das Rebennierenproblem: L a q e u r (Amsterdam). — Die Bedeutung der Schwermetalle für physiologische und pathologische Vorgänge. Berichterstatter: Heubner (Berlin), H. Zangger (Zürich), Martini (Bonn), E m b d e n (Hamburg).
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
»24,9
123
52
54,75
3.75
3,8
Banknoten.
35
Kritzner....................o|
iRainkrasiwerkeHöchsta.«. ... 4
Süddeutscher Zucker .........e|
5 o. H.
34
130
0
4
0
0
124
172,5
43,9
53,5
39
30
6,25
37,5 44,25 53,65 24,25
27,65
36,75
72,75
160
54,5
62
42,75
54,65
40 5
7
10 0 o u
32
72,75
163
>2,5
23
124 171,75 43,13 54 40,5
112,75
37
44,75
52,5 26
114,25 28,13 <6.75 52,25
33,5
130
-I
159,5 I
33,5
129
113,5 34,5 41,5 >2,65
25 112,75 30,75
35,5 52,9
33 129,13
43,25
54,25
38,5
Philipp Hohmann .... Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt.. Waytz & Frehtag.....
I ®. Farben-Jnvustrie Scheideanstait........
Goldschmidt .........
Rütgerswerke........
MetaUgeiellschakt......
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zulegt befchlofjenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H
Schultheis Patzenhoser........o
Mu (Allgemeine Kunstseide) ... o Bcmberg...................g
Zellstoff Waldhof............o
Zellstoff Aschaffenburg .......o
Dessauer Gas............... 7
Daimler Motoren............ 0
Deutsche Linoleum ..........0
Oren stein & Koppel.......... 0
Leonhard Tietz.............. 6
Thade......................12
Frank,un a. 2)1.
Berlin
Schlußkurs
Schluß,. Abend» börse
Schlußes
Schluß,. Mittog» börse
Datum
15.3.
16.3. |
15.3.
16-3.
6% Deutsche RelchSanleihe v. 1921
78.75
79,5
78
79,75
6% etjem.7% Dl. RetchSaiU. 0.192!)
97,5
96,65
97
96
6¥i% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mii
81,25
82,5
81
83
Auslos.-Rechten ..........
69,5
71,75
;g,5
71,4
Tesgl. ohne Auslos.-Rechte......
6% ehern. 8% Hess. Volksstaat 1929
10,15
10,6
10
1(h5
trückzahlb. 102%) .....
Oberhessen Provinz. Anleihe mb
77.75
78
77,75
78
Auslos.-Rechten ............
Deutsche Komm. Sommelab l.Än
68
—
-
-
leihe Seriei mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank
65,25
67,5
65
66,9
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Htsp.-Banl
87,75
88,75
—
-
Goldpse. 16 unkündbar bis 1936
87,25
—
_
5’/2% ehern. <>/.% Franks. Hyp.
Vank-Ltgu.-Psandb riese .....
6Vi% ehem. 4'/r% Rheinische
87 4
87,75
-
-
Hyp.-Bank-Ltau.^Soldpfs.....
6% ehem. 8% Pr. Landespsand
87,4
88,5
-
-
briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespsand
85,75
86
85,25
85
briefanttalt, Psandbriefe R. 10
85,25
86
-
-
*% Oösterreichische Koldrente....
13
13
13.25
4,20% Oesterretchische Silberrente
1,25
_
_
1.25
4% Ungarische Goldrenle......
—
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
—
—
**/*% deSgl. von 1913.........
—
_
6% abgest. Goldmexikaner von 99
6,4
6,25
—-
6,25
4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
5,1
5,1
5.2
5,2
Serie I.....................
—
—
3,5 5.4
•% desgl. Serie 11 .............
—
o,45
5,55
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
6,8
6,8
6,7
4!4%Rumän.oereinh.Rentev.l913
10,25
10,25
10,13
4% Rumänische vereinh. Rente ..
5,5
6,5
j ,45
3%% «natolter...............
-
24,25
Arant,uri a. jji.
ÄerllN
Schluß» kurs
Schluß,. Abendbörse
Schluß» lurs
Schluß!. Mittag, börse
Datum
15.3.
16-3.
15.3.
16-3.
Hamburg-Amerika-Pakei .....c
18
17,65
17,65
17.4
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
—
—
35
35,65
Hansa Dampfschiff........... 0
Norddeutscher Lloyd ......... 0
18,25
18,13
29,75
18 25
29
17,9
A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
45,5
45,5
45,75
45,9
Berliner Handelsgesellschaft.... 4
92
92,5
92,5
92,5
Commerz- und Privat°Bank... 0
53,5
53
53,5
53,5
Deutsche Bank und Diskonto-
Gesellschaft................0
70,25
70,25
70,25
70,25
Dresdner Bank..............0
61,5
61,5
61,5
61,5
Reichsbank..................i
138 5
138
139
138
A.E.G......................o
32
32,65
32
32,25
Elektr. Lieserungsgesellschaft ... 6
91
92
91
90,9
Licht und Kraft ............. 6
9,5
101
100
101,25
Felten & Guilleaume ........0
62
63
62,75
63,25
Gesellschaft für Elektrische Unter-
nehmungen............... 4
89 25
88,65
' 89
88,65
Rheinische Elektrizität ........5
—
—
103
—
Schlickert« Co..............o
96
94,5
96,5
152,5
<64,5
Siemens & Halske........... 9
152
151,75
152
Lahme her&6o..............io
133,5
133
133,75
133,75
Buderus ...................o
59,6
59,5
59,5
59,25
Deutsche Erdöl ............. 4
104,65
104
105
103,75
Gelsenkirchener..............o
67,5
66,5
67,75
67
Harpener...................o
14,5
93,5
94,25
92,5
Hoesch Eisen—Köln-Neuesten., o
—
—
70,5
71,13
Alse Bergbau .............?
—
——
156
153
Ilse Bergbau Genüsse ........7
115
117
115,9
117
Klöcknerwerte ...............o
62,5
73,5
63,5
62,4
63,5
Mannesmann-Röhren........o
74,25
74
74,4
Mansselder Bergbau.........o
Oberschles. Kokswerke.........o
27,5
78,25
27,5
—
81,75
81,75
Phönix Bergbau.............o
40.75
41.5
41,13
41,9
Rheinische Braunkohlen ......10
< 206
X13
209
208,5
209,5
Rheinstahl...... o
86,25
85.9
86
Frankfurt a.M.
Aerlin
Schluß« kurs
Schluß!. Abendbörse
Schluß» kurs
Schluß! Mittag- bör e
Datum
15-3.
16.3.
15.3.
16.3.
Bereinigte Stahlwerke.
.......0
40,75
41,25
40,9
41,25
Otavi Minen ........
......0
18,75
18,9
18,9
18,13
Kaliwerke Aschersleben.
......6
136,5
136
137
135
Kaliwerke Westeregeln .
......6
139
139
138,5
136.5
Kaliwerke Salzdetfurth
.......9
204,25
203
203 >
203,5
15. Mörz
16.Mürz
Amtliche Notierung
Amtliche Jioiterunn
Geld
I Brie
Geld
Arie
Helstngfors.
6,404
6,416
6,399
6,411
Wien.......
48,45
48,55
18.45
48,55
Prag.......
—
—
—
Budapest ...
—
—
—
Sofia ______
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
169,58
169,92
169,58
169,92
Oslo.......
73,98
74.12
73,98
74 12
Kopenhagen.
64,49
64,61
64,44
64,56
Stockholm...
76.42
76,58
76,42
76 58
London .....
14,46
14-50
14,46
14,50
Buenos Aires
9,823
0,827
0,823
0,827
Neuyork.....
4,186
4,194
58,86
4,181
4,189
Brüssel.....
58,74
58,74
58.86
Italien.....
21,45
21,49
21.48
21.52
Paris.....
16,54
16,58
16,535
16,575
Schweiz ...
81,37
8) ,53
81,37
81.53
Spanien....
35,11
36,19
35,16
35,24
Danzig....
82,32
82.48
82,27
82,43
Japan .....
0.899
0,901
0,899
0,901
Rio de Jan. .
0.239
0,241
0,239
0,241
Jugoslawien Lissabon...
5-554
5,566
5,554
5.566
13,16
13,18
13,16
13,18
gcrlln, 16. März
Geld
Brie)
Amerikanische Noten..............
4,165
4,185
Belgische Noten..................
58,58
58,82
Dänische Noten .................
64,07
64,33
Englische Noten .................
14.42
14,48
Französische Noten...............
16,495
16,555
Holländische Noten...............
169.21
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
21,41
73,80
21,49
74,10
Deutsch Oesterreich, A 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
2,46
2,48
Lchwedische Noten............ ..
7fi 96
Schweizer Noten.............. ..
Spanische Noten..............
35 03
35,17
Ungarische Roten ................


