Ausgabe 
16.12.1933 Drittes Blatt
 
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Minute des Schweigens gedachte man nochmals der gefallenen Heiden und der verstorbenen Kame­raden.

Bezirksführer Prof. Stroemer sprach dann über fcer. Aufbau und den Sinn der Kameradschaft inner halb der Kriegeroereine Er überreichte dabei den Gründern und den Slameraben für 25jährige Mit­gliedschaft ein« Auszeichnung. Zum Schlüsse seiner Ausführungen gab er einen kurzen Ueberblitf über die politische Lage und schloß dann ipit einem drei- fachen Sieg-Heil!" auf unseren Reichspräsidenten von Hindenburg, sowie auf unseren großen Dolkskanzler Adolf Hitler. Anschließend wurden das Deut'chland- und das Horst-Wesfel-Lied gelungen.

Kamerad B a n h a r d schilderte im weiteren Ver­laufe der Feier seine Kriegserlebnisse in Mazedo­nien und zeigte eine Reihe eigener photographischer Aufnahmen.

Nachdem Lehrer Groh das Schlußwort gespro­chen hatte, blieb man noch geraume Zeit famerab- schastlich beisammen.

Kaninchen-Ausstellung in Aidda.

Nidda, 14. Dez. Die Kaninchenzucht- vereine des Kreisoerbandes Büdin­gen hielten eine Kreisgruppenschau in der hiesigen Turnhalle ab, die von hier und den Kanin- chen-Zuchtoereinen Altenstadt, Büdingen, Düdels­heim, Lißberg, Ober Widdersheim, Schotten und Stockheim mit 172 Nummern von Ausstcllungs- tieren in 19 Rassen beschickt war. Zur Eröffnung der Ausstellung hatten sich viele Borstandsmitglieder der genannten Vereine sowie zahlreiche Züchter und ge­ladene Ehrenausschußmitglieder eingefunden. Die Leitung lag in den Händen des Mitgliedes Karl Dölzing von hier. Der Besuch der Ausstellung war am Sonntag recht stark. Zeder Besucher, der die Eintrittskarte mit der Zahl eines vollen Hunderter (100, 200 usw.) erhielt, gewann ein von Ausstellern gestiftetes Kaninchen. Mancher gewann auch bei der Tombola ein reinrassiges, wertvolles Kaninchen. Der Zweck tiefer Veranstaltung war, das Interesse an der Kaninchenzucht zu fordern und über den Wert derselben zu belehren. In dieser Hinsicht waren be­sonders die ausgestellten prächtigen Fellarbeiten aus Kaninchenfellen von Frau Friß in Fulda für die Besucherinnen der Ausstellung von großem Inter­esse. Die schönsten ausgestellten Tiere wurden prä­

miiert. Als Preisrichter war D Tilemann aus Frankfurt a. M. gewonnen worden. Wir geben hier nur die Besitzer der mit Ehrenpreisen und 1. Preisen ausgezeichneten Kaninchen bekannt Im ganzen wurden etwa 80 Preise, darunter gestiftete wertvolle Ehrenpreise, den Züchtern ausgehändigt. U. a. er­hielten für:

Belg. Riesen: K. Zimmermann (Altenstadt), EP und I Preis. Weiße Riesen: W Gerlach (Du- delshcim), EP.: K Weber (Düdelsheim), 1. Preis. Deutsche Riesen-Schecken: ft Heil mann (Nrdda), ED. F. Günther (Büdingen), 1. Preis. Deutsche Widder: Karl Keller (Nidda), EP.: F. Barth (Büdingen), 1. Preis. Französische Riesen-Silber: A. «rost (Altenstadt), EP. Deutsche Groß Silber: W. M e u s e r (Büdingen), 1. Preis. Groh-Chinchilla: R. Müller (Nidda) und D. Müller (Selters), je ein EP. Klein-Chinchilla: R. S ch m ü ck (Büdingen), EP. Blaue Wiener: Hch. Sinnet (Dübelsheim), EP.: Kg Buxbaurn (Altenstadt), 1. Preis. Weiße Wiener: A. H o r m a n n (Lißberg) unb Kg. Paul (Altenstabt), je ein EP.: W. Stein (Nidda) und e ein 1. Preis Rheinische idda) und Hch. Stahl (AlVenstadt),' fe ein 1. Preis. Hasenkaninchen: K. Rentei (Nidda), EP: K. Erk (Nidda), EP. unb 1 Preis. Marburger Feh W. M ü l l e r (Altenstadt), EP. filein-Silber: Karl Rentei (Nidda), 2 EP.: Fritz Groh (Nidda), 1. Preis. Holländer: Heinrich Harter (Altenstadt), 1. Preis. Schwarzloh: Karl R e i ch h o l d (Altenstabt), EP.; ft. Z i n t e l (Unter* Schmitten), 1. Preis. Hermelin: L. üdjnorr (Bü­dingen) und I. Weiblinger (Büdingen), je einen 1. Preis. Chinex' L Becker (Schotten), 3. Preis. Havanna: 0. Peppler (Ober-Wiüders- heim), 3. Preis.

Landkreis (tiiefcen.

00 Klein-Linden, 15. Dez. Am Mittwoch­abend sprach Missionar B l u in e r (Marburg) in der Kirche über seine Wirksamkeit bei den Massai in Deutsch-Ostafrika. Er schilderte bas Leben der Eingeborenen unb ben Segen, den bie Mission ihnen gebracht hat. Gute Lichtbilber, von bem Reb- ner währenb seines 25jährigen Aufenthaltes in Afrika aufgenommen, ergänzten bas gesprochene Wort. Die Kollekte war für die Leipziger Missions- gefellfchaft bestimmt.

Fr. M ü l l e r (Altenstabt), j> ^ckiecken: f)d). Fuchs (R

Z Alten -Buse<k, 15. Dez. Dieser Tage wurde von Mitgliedern der Volksbühne im Saale von Wilh. Rühl bas BolksstückSchlage- ter" aufgeführt, bas bei ben zahlreich erschienenen Besuchern einen liefen Einbruck hinterließ. Den Darstellern würbe reicher Beifall gespenbet. Ein Te>> bes Ertrages würbe ber Winternothilfe zu­geführt.

D a u b r i n g e n, 15. Dez. Dieser Tage fand in der Wirtschaft von Willi Erb eine Generaloer- sammlung des Obst- und Gartenbauver- eins zum Zweck ber Gleichschaltung statt. Der seit­herige 1. Vorsitzende Wilh. Walter VII. teilte mit, daß der Vorstand seine Aemter zur Verfügung stelle. Der landwirtschaftliche Fachberater Karl Grälz II. ernannte sodann Wilh. Walter VII. nun Führer, Provinzialbaumwart Wilh. Erb zum Rechner unb Feldlchütz unb Daumwart Wilh. Braun III. zum Schriftführer des Vereins. Der Führer dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und brachte ein dreifachessieg-Heil!" auf unseren Dolkskanzler aus. Er ermahnte ferner alle Mitglieder zur besseren Pflege ihrer Obstbäume unb zum pünktlichen Besuch ber Versammlungen. Der landwirtschaftliche Fach­berater Karl Grölz II. gab ber Erwartung Aus­druck, daß der Verein in echt nationalsozialistischem Sinne geführt werde und brachte ebenfalls ein drei­fachesSieg-Heil!" auf ben Dolkskanzler Abolf Hitler aus.

Kreis Büdingen.

(D 9t ibb a, 15. Dez. Stubienrat dulmann würbe zum Direktor ber Realschule beru­fen. Die Stelle würbe seither von Stubienrat Braunewcll vertretungsweise versehen. Die Viehzählung am 5. d. M. hatte hier solgenbes Ergebnis: 94 Pferde, 21 Kälber, 96 Stück Jung­vieh, 127 Milchkühe, 277 Schafe, 320 Schweine, 98 Ziegen, 3041 Stück Febervieh (Gänse, Hühner) unb 101 Bienenstöcke.

SrrefToften der Redaktion.

(Nechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit ber Schriftleitung)

JJ. 3., Gießen. Die Geltungsdauer des § 397 des Angestelltcnversicherungsgesehes ist auf Grund des Gesetzes zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit ber Invaliben-, ber Angestellten- unb der knappschaft- lichen Versicherung vom 7. Dezember 1933, fünfter

Teil, Kapftcl IT, § 27 mit Ausnahme des Ab­satzes 3, bis jum Schlüsse des Jahres 1936 ver­längert worben Sofern Sie nicht in ber Zwischen­zeit eine invaliben- ober angestelltenoersicherung^ pflichtige Beschäftigung ausgenommen haben, wird Ihnen bas Ruhcgelb nicht entzogen.

3. Sch. in G. Der Stauf eines vor dem Krieg« erbauten Wohnhauses gibt bem Erwerber kein Recht, einem in biefem Haufe befinblichen Mieter zu kunbigen, falls nicht etwa einer ber gesetzlichen Mietaufhebungsgrünbe bes Mietcrichutzgesetzes vor­liegt. Eine Ausnahme gilt nur für einen solchen Hausbesitzer, ber minbestens brei Jahre Eigentümer ist unb nicht in einem anberen, ihm gleichfalls eigentümlich gehörigen Hause wohnt Aus Grund ber derzeitig gültigen gesetzlichen Bestimmungen sind Sie daher bei Weigerung des Mieters zur Zeit nicht in ber Lage, mit Aussicht auf Erfolg in eine Wohnung des zu erwerbenden Hauses ein- zuziehen.

ft. h. in 6. Ein eigentlicher gesetzlicher Zinsfuß für landwirtschaftliche Hypotheken besteht u. W. nicht. Durch § 1 ber Verordnung bes Reichspräsi­denten über bie Zinserleichterung für ben lanb- wirtschaftlichen Realkrebit vom 27. September 1932 sind bie Zinsen einer Forderung, welche durch eine Hypothek an einem landwirtschaftlichen oder gärt­nerischen Grundstück gesichert ist, soweit sie für bie Zeit vom 1. Oktober 1932 bis 30. September 1934 geschuldet wird, um 2 v. H. herabgesetzt worden. Diese Zinssenkung ist aber nach § 7 ber Berorb- nung nur eine Zinsstunbung und muß später wieder zurückgezahlt werden bzw. sie wird dem Kapital zugeschlagen. Am besten erkundigen Sie sich bei.ber öffentlichen Sparkasse Ihre» Bezirk».

Berliner Trühbörse.

Berlin, 16. Dez. (WTB. Funkspruch.) Im Ber­liner Frühoerkehr kam es kaum zu irgendwelchen Umsätzen. Die gegen Schluß der gestrigen Börse unb auch an ber Frankfurter Abendborse eingetre­tene G e f ch ä f t 5 ft i 11 e dürfte heute in Anbe­tracht bes Wochenendes eine Verstärkung erfahren, fo daß im Zusammenhang damit mit Kursabbröcke lungen gerechnet werden muß. Die neuen gesetz­geberischen Maßnahmen ber Reichsregierung wer­ben lebhaft besprochen, ohne baß jedoch von ihnen eine Beeinflussung ber fRnrfe ausqehen könnte

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