Ausgabe 
16.11.1933 Erstes Blatt
 
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11 TUMB r ........

Ben»

die Hauvt» Habt der Schweiz

lieber fern erst etwas verblüfftes Gesicht ging em

glückliches LächelnIch freuen! Es ist etwas so

Nachdruck verboten!

16. Fortsetzung.

Enttäuschung über seine

zerschlagen batte

er:

tun.

Handkuß.

mal ohne

wert", sagte er und sah sich in

Früher, da hab ich alleweil

um.

fuhr

nix. Hast du mich verstau-

Du und Du muß sich auch

!*

1.

2.

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guter Vage

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Breitborn 4171 ni Der Monte Rosa tiaitor 4230 m

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4638 m iib.d.M.,

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den ihn

ihn, war.

noch ihm

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Sie hatte erspäht und Treppe.

Montreys Sekunde in

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der Landwirt glaubhaft macht, daß er das zu schlachtende Tier nicht zu einem angemessenen Preis abzusetzen vermag.

die wirtschaftliche Lage des Landwirts eine derartige Notmaßnahme recht­fertigt,

Packen.

Ist auch was her kahlen Stube so viel Zeug mit Möbelwag'n voll

Landwirt sind und ihre Lebsucht vor- wiegend aus ihrer eigenen Erzeugung bestreiten,

es sich um nicht mehr als ein Tier, und zwar ein Stück (Kleinvieh) im Kalenderjahr handelt,

wenn ein Tier notgeschlachtet werden muß.

hetzt, vorn Morphium geschwächt. hatte er nur Lena, die ihn umsorgte Die Nächte brachten kaum ein paar Stunden Ruhe.

Madlen kannte keine Rücksicht und weckte kaum daß er etwas in Schlummer gefallen

ver­nicht

üb. b. M.

Weißdorn 4511 m üb. b. M.

vobbcrgbom Tüncnboni Nabelborn Nabelgrat Tom Zäidibom 'Jllububcl AUalmborn

Worte stand deutlich in feinem Gesicht geschrieben. ..Nun urteilst du wieder, weih Gott wie schrecklich über mich. Weil ich nicht vor lauter Glückseligkeit in Ohnmacht falle Ich habe mich nie für Kinder interessiert. Du wirst schon sehen, wie dich das Oe- schrei in deiner Praxis stört."

Es wird mich nid)t stören, Madlen. Schlaf jetzt noch ein bißchen", bat er und zog ihr die Decke «ei­ter gegen die Brust herauf. «Und suche dich soviel als möglich zu beherrschen dem Kinde zuliebe."

Sic würdigte ihn feiner Antwort mehr und drehte sich gegen die Wand

Es mar eine schreckliche Zeit, der Grude nun ent- gegenging.

Die Tage mit Arbeit ausgesüllt. todmüde, abqe-

Dis Lötachbergbshi

Sviet a.Tbun.See. K andersten. Blick in bao Rbonetal. Tab fi ien tat u.d.Reichen- badi-.vrille. Ter

Timvlvn. .'3ermatt

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Blick tauchte für den Bruchteil einer den ihren. Madlen kam aus einem und machte ein etwas saueres Gesicht.

aushör'n, solang ich vor dir am Steuerrad sitz. Das geht einmal nct anders. Aber wenn du mir bann am Abend so hin und wieder ein halbes Stünderl schenkst, bin ich dir schon recht dankbar. Und meine 8- beit, die tu ich. wie sich's gehört. 3d) wasch mein Wag'n und halt die Garage in Ordnung und was es sonst noch alles für einen Chauffeur zu tun gibt. Wann du mit dem allen einverstanden bist, dann fönmn wir gehn.--Sonst bleib ich."

Es soll sein, wie du gesagt hast. Dick."

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mir rumg'schleppt! Einen ganz'n Sach, die wo ich gar net braucht die G'schicht so einfach!" Er ließ

Der Herr Doktor selbst."

Zornig knüllte sie ihre Serviette zwischen den Händen. Man konnte überhaupt nicht zur Ruhe kommen. Erst hatte sie Lena glücklich abgewim­melt. Und nun kam Dick und setzte sich mit ihnen zu Tisch. Und er das wußte sie genau

Kie/t 's' untt oiele ü «rtiart, klltn nty, Joppdjf wimm i» idjufi

Ich lügen? Erlaub einmal, Felix?"

Jawohl! Einen Moment!" Er riß den Brief aus der Tasche und überreichte ihn Montrey, der seine Rolle wie ein Schauspieler von Beruf zu Ende führte.

«Nessas na! Jetzt sowas! Wann ich das gmeint hatt--" er lachte verlegen und mied es, dem

Freunde ins Gesicht zu blicken.Jetzt is schon g'schehn, Felitsche. Muht ihn halt net für Ernst nehmen, den Wisch." Gedankenlos zerknüllte er das Blatt zwischen den Fingern.

Und ob ich ihn ernst nehme", sagte Grude er­regt.Du kommst mit mir' Die Lena setzt bereits das Quartier für dich instand "

Um keinen Preis!"

Warum nicht?"

Schau, Felix, es töt kein Gut. Ich bitt* dich, ich möcht net wieder ein Gnadenbrot essen."

Gnadenbrot? Wer sagt was davon? Ich ent­lohne dich nach dem Taris! Du arbeitest für mich, hälft meinen Wagen in Ordnung."

Ja, wenn ich das alles machen darf?"

Natürlich darfst du! Und wann kannst du kom­men?"

Sobald du mich brauchst."

Dann gleich. Komm also."

Kannst noch zehn Minuten wori n, Felix?"

Grude nahm wieder Platz und mußte lochen, denn diese zehn Minuten benötigte Montrey zum

er würbe schwerer lvs zudem gen fein. Außerdem war er Mitwisser ihres Geheimnisses. Sie mußte Rücksicht auf ihn nehmen. Aber er sollte sich hüten! Einschüchtem ließ sie sich nicht!

Als er nach einer Viertelstunde an Grades Seite ins Zimmer trat, war er in einem tadellos sitzen­den dunklen Anzug und neigte sich ein zweites Mal über ihre Hand.Es ist bloß heut', Madlen", sagte er gleichmütig.Weils der Felix absolut so hab'n will. Sonst ich auswärts. Du mußt also keine Angst hab'n."

Ich wußte nicht!" Ihre Augen flammten auf, bann verdüsterten sie sich zusehends.

Grude wurde nicht klug aus dieser Rede. Trotz­dem verlief dos Abendessen ohne jede Störung. Als das Telephon fdjcllte, ging er nach dem Sprechzim- mer und kam gleich darauf wieder zurück.Ich muß noch noch dem Franz-Iosefskoi. Dürft ich bitten, den Wagen bereitzuhalten. Dick?"

Sofort! Aber sag net jedesmal .Bitt schön', Felix' Das vertrag ich net. Du weißt, wie wirs ausg'mocht hab'n. Im Dienst bin ich dein Chauffeur, sonst nix."

Grude nickte und sagte seiner FrauGute Nacht!" Ehe Montrey dos Zimmer verlieh, trat Madien rasch an seine Seite.Ich will Frieden haben, hörst du. Dick!"

Freilich!--Was denn sonst?"

Es ist nicht zu spaßen mit mir!"

Mit mir auch net!----" Es hotte scher­

zend geklungen, aber sie hörte die Drohung sehr wohl heraus.

Mit einer Verneigung empfahl er sich--dies-

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Rvvenzell Avvenzelle.in und Jodler Jin (♦mmcntnl Alvwinfchnft und Alvcmf trieb

eine junge Mutter."

Ach das hätte Zeit gehabt." Nun war es doch etwas wie Scham, daß sie ihm feine Freude

allein mit Dick.

Wenn sie doch sd)lofen möchte, wünschte Lena. Aber Madlen schlief nicht, sondern wartete eigen­sinnig, bis Grude wieder zurück war Unh di« Quälerei begann von neuem

Er war zum Erschrecken hager geworden und sein Haar begann sich zu lichten. Einmal, als er einen Gipsverband zu machen hatte, ftrciftejrr die Bermel weit zurück. Da sah Lena Stich an Stich, wie ein« Tätowierung eingeimpft. Es gab nichts mehr, das ihm Halt gewährte. Nicht einmal di« Hoffnung auf fein Kind.

Am Abend saß Lena, voll Verzweiflung gepackt, auf dem Ronde ihres Bettes und warf sich darüber hin. Wgs konnte man denn noch tun? Nur einen Fingerzeig vom Himmel, was sich tun ließ!

(Fortsetzung folgt.)

gtanki

btt N« eine v liche I nhdoft dennoch jche" ' fllaui das m an ein noch c

Bring mir Wolfer, bitte!--Host du kein Pul-

oer zur Hand! Mir ist so elend!--Mein Gott,

wie kannst du schlafen, wenn ich so krank bin! Für alle anderen Frauen host du ein Gefühl, nur für die deine nicht! Ich kann zugrunde gehen, um mich rührst du keinen Finger."

Lena konnte das nicht mehr mitanhören. Nacht

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für Nacht ging die Türe in dem Schlaf zimm r ein halbes Dutzend mal auf und zu und wieder auf und wieder zu. Und rornn er gerufen wurde, fiel Madien in einen Weinkrompf. ,Laß mich allein! Ich brauche dich selber! Ich nehme Gift ober springe aus dem Fenster, wenn du gehst'"

Dann blieb Lena bei ihr zu Hause und er

litsche! Wann ich jetzt

Chauffeur--sonst

den»" Ja, Dick!" Und das mit dem

der Zimmer

Es ist nett, daß du da bist. Dick!"

Ich dank dir schön für den Willkomm', Madien. Ich werd mich schon gut führ'n", sagte er und neigte sich mit einem Lächeln über ihre Finger.

Im Eßzimmer herrschte die junge Frau das Mäd­chen an:Für wen ist das dritte Gedeck?"

Für Herrn Hauptmann Montrey."

Wer hat dos angeordnet?"

Doktor Srudes Ehe

Driginalroman von 3- Ochneider-Zoerfil.

Wenn Dick wüßte, warum er einen Chauffeur brauchte! Aber die Lena war ja verschwiegen! Die verriet ihm nicht, daß er Morphinist war. Sie war ein solch gutes treues Menschenkind und würde ihn nie im Stiche lassen. Nie!

den Wagen schon vom Fenster aus empfing die beiden Herren an der

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hab. Und jetzt ist , .

die Schlösser seines Koffers herunterschnappen und streifte ine Tischdecke glatt.Ein Wort noch, Fe- zu dir komm, bin ich dein

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3d? habe noch am Schwarzenbergplatz zu Kreuzung Prinz-Eugen-Strahe 58."

Der Motor sprang an. Dor sich sah Grude gestrafften Rücken des Freundes. Er glaubte noch nie so geliebt zu haben. Armer Dick! War so ein flotter Offizier gewesen! Und solch ein glänzen­der Gesellschafter! Und hatte sich bis zum V gten Tage so tapfer mit den Welschen herumgeschlagen! Dann war über Nacht der Umschwung gekommen: Hauptmann a. D.--Zigarettenhändler--

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Madien fühlte sich seit Tagen nicht wohl, nörgelte an allem, empfand Ekel an ihrem Manne, an sich selbst, am Leben überhaupt und an dem ihren ganz besonders. Ihre Launen grenzten ans Teuflische.

Dick machte einen weiten Bogen um sie. Lena er­schrak, wenn sie nur Madlens Stimme hörte.

Nur Grude verlor feinen Gleichmut nicht.Du bist überreizt", tröstete er.Es ist sicher nur eine Magenverstimmung."

Sie lachte ihm verärgert ins Gesicht.Und du willst Arzt fein?"

Du bist nicht eben höflich, Madien. Du hättest eher Grund, dankbar zu fein."

Das auch noch." Ihr Gesicht rötete sich vor Zorn. Natürlich, ihr Männer habt ia weiter nichts zu tun dabei! Aber das sag ich dir! Mehr als ein Kind will ich nicht!--Und bei Nacht muß ich

meine Ruhe haben! Du kannst sorgen, daß wir eine größere Wohnung bekommen. Direkt blöd­sinnig ist bas!* weinte sie los.Nun bin ich knapp zwanzig Jahre und kann diesen Winter nicht ein­mal zum Tanzen gehen. Das hättest du mir er­sparen können! Voriges Jahr war die Trauer um Vater und das ewige Getue mit Christa. Und heuer das!"

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Dick!"

Montreys Gesicht wandte sich nach hinten.Soll ich rascher fahren?"

Nein, Alter!--Aber sei vorsichtig, ja!"

Bitt schon,--Du brauchst keine Angst hab'n."

Es ist nicht um mich. Dick!"

Das weiß ich eh! Aber so lang ich dich im Wag'n sitz'n hab, passiert mir nix. Den Hals brech ich mir erst, wann ich allein bin."

Grude lehnte den Kopf zurück und liebkoste Mon­treys schmales Profil, das er von feiner Ecke aus sehen konnte. Wie weich dieser sonst so herbe Mund jetzt war! Nur das Kinn war trotzig vorgeschoben und die Wangen tief eingebuchtet. Vielleicht hatte er in der letzten Zeit sehr oft gehungert.

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In letzter Zeit soll es wieder oft vor- gekommen fein, daß Erzeuger in der Hauptsache Landwirte selbstgezogenes Vieh in der Absicht schlachten, das anfal­lende Fleisch und aus ihm hergestellte Wurst selbst zu verkaufen. Diese Maß­nahme liegt jedoch nicht im Interesse eines berufsständigen Aufbaues der Wirsichaft. Eine Durchbrechung des seither geltenden Grundsatzes, daß eine derartige Schlach­tung nur bann als gewerbsmäßig anzu- fehen Ist, wenn diese zum Zwecke des Verkaufs von Fleisch und Wurst und be­sonders in der Absicht öfterer Wieder­holung erfolgt, ist zur klaren Scheidung der den einzelnen Berufsständen im neuen Staat obliegenden Aufgaben nur insoweit vertretbar, als es die zur Zeit der Land­wirtschaft aegenüber gebotene Rücksicht in einzelnen besonders gelagerten Fällen er­fordert. 7004C

Die Ministerialabteilung 111 (Arbeit und Wirtschaft) des Hesi. Staatsministtriums hat daher durch Verfügung vom 2. d. M. zu Nr. A. u. W. 45074 im Einvernehmen mit dem Landesbauernpräsidenten be­stimmt, daß eine Ausschlachtung durch Landwirte nur dann als nicht gewerbs­mäßig zu behandeln ist, wenn

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^ann also, m Gottesnamen! Probieren wir*« halt." An Grudes Seite schritt er die Treppe hinab

Der blaue Lack des Daimler spiegelte in der Sonne. Montrey öffnete den Schlag, wartete bis Grude eingestiegen war und schloß ihn wieder. Dann stellte er seinen Koffer neben den Führersitz, und während er am Steuer Platz nahm, fragte er: Mariahilferstraß'n?"

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