Ausgabe 
16.11.1933 Erstes Blatt
 
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Schweres Erdbeben

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auf', Thor m Sagner, ausgt- mit bm M- :gtr Tchiu»« 's als Stnlagt b Sirouf); -en banttt btt

mwdant von Pillau. 1923 wurde zum Fregatten- kcwritän, 1925 zum Kapitän zur See befördert. 1930 schied er als Konteradmiral aus der Reichsmartne

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Zehn Jahre Zuchthaus für den Mörder eines SS-Mannes.

Das Lübecker Schwurgericht verurteilte den ehe­maligen Reichsbannermann Ernst L u e h r, der am 9. November 1931 den SS.-Mann Radtke an­läßlich einer marxistischen Demonstration in Eutin erstochen hatte, zu zehn Jahren Zucht­haus. Der Staatsanwalt hatte die Todesstrafe be-

iihrers Kaufmann, daß Dr. Neubauer am spat Nachmittag des 23. oder 25. Februar 1933 un Fai Suhl zusammen mit dem Angeklagten Dimittoff ge­fahren sei, er könne sich nicht erinnern, ob er zu Riefern Zeitpunkt im Reichstag gewesen sei. Be° kslimmt wisse er aber, daß er nicht mit Dimitroff Msammen gefahren fei. Diesen habe er im Lause ibes Prozesses erstmals gesehen. Der Zeuge Kauf­mann bleibt bei seiner Aussage und halt eine Ver- noechselung für ausgeschlossen. Die russische Aerz- tin Frau Dr. Lissitschewa, bekundet, am 1 August 1932 sei Popoff mit seiner Frau m dem Sanatorium Suuk°Su auf der Halbinsel Krim ein- zetroffen, am 13. September seien sie nach Mos­kau zurückgekehrt. Die Verlobte Taneffs, die Bulga- tin Tfchikalikova, bekundet, daß Taneff vom November 1931 bis zum Januar 1932 bei ihr in vhilippopel und von diesem Zeitpunkt ab bis zum N. September 1932 mit ihr in Sofia zusammen­gelebt habe. Er habe während dieser Zeit keine Reisen unternommen und sei täglich mit ihr zu-

«Berlin, 15. Noo. (TU.) Auf einem vom Bund nationalsozialistischer deutscher Juristen in den Ten­nishallen veranstalteten Generalappell der Berliner Rechtsfront sprach Reichsjustizkommissar Staats­minister Dr. Frank über die deutsche Rechte­re orm. Er führte u. a. aus: Ich habe eben eine eingehende Aussprache mit b e m Führer gehabt über die Reform des deutschen Rechts. Der Führer hat dabei erneut betont, daß er in uns die Repräsentanten der Zukunft des deutschen Rechts sieht. Die Welt weiß nun Bescheid, daß das deutsche Volk von seiner Rechtsüberzeugung mit gar keinem Mittel der Welt abge- b r a ch t werden kann und daß diese Rechtsüber­zeugung nicht nur nach außen hin, sondern daß sie auch nach innen den deutschen Staat von Grund aus zu gestalten in der Lage sein wird.

Wir sind uns darüber klar, daß diese Rechts­reform auszugehen hat von der Vorstellung eines einheitlichen deutschen Staatsgebil­des. Wir denken nicht daran, diese Reform zu überstürzen und irgendwie nervös zu wer­den. Wir haben Zeit. Es ist auch nicht so, daß man eine 300jährige Entwicklung etwa in wenigen Tagen ober Wochen umgestalten könnte. Gerade jetzt da der Beweis erbracht worden ist, daß das deutsche Volk für alle Zeiten hinter dem Führer und seinen Mitarbeitern steht, können wir umso ruhiger und gelassener die Rechtsreform­arbeit durchsetzen. Die Grundsätze sind klar. Wir werden der Welt das Beispiel eines absolut ideal aufgebauten und bis in die kleinsten Verzweigun­gen gesicherten Rechtsstaates geben.

Die Abstimmung des lebten Sonntags ermög­licht es uns. auch gegenüber den frü- Heren politischen Gegnern eine durchaus großzügige Einstellung einzunehmen. Wir haben die lleberzeugung. daß das deutsche Volk endgültig sich auch in all den Teilen, die dereinst fanatische Bekämpfer Adolf Hitlers waren, abgekehrt hat von den Irrlehren des Marxismus, einer dekadenten Demokratie, einer faulen Reaktion und anderen Elementen. Wir wollen diese Volksgemeinschaft daher au f- bauen auf einer allgemeinen gro­ßen Gnadenaktion gegenüber den Gegnern von einst. Ich glaube, daß wir heute imstande sind, allen Volksgenos­sen die Hand zu reichen, abgesehen von dem kleinen Rest absolut Unbelehrbarer.

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Die Reform des deutschen Rechts.

Reichsjustizkomm ffar Or. Frank auf dem Generalappett der Berliner Rechtsfront

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Sem gesunden Nachwuchs das gesunde Hem.

Zieichsarbeitsminister Seldte tritt für durchgreifende Wohnungsreform als die wirkungsvollste Sozialpolitik ein.

Hrch-Berlin und ersuche, die Gaugeschäfte Partei- i-roHen Tausch zu übergeben, den ich mit der iiarung des Gaues Groß-Berlin der Glaubensbe- oezung deutsche Christen vorn heutigen Tage be- Iraut habe." _ .

Dazu bemerkt der Pressedienst der Deutschen Chn- lev. Der Reichsleiter hat dadurch urit aller Scharfe lezeiqt, daß die Glaubensbewegung Deutsche Chn- te a mit voller Klarheit für ein positi ves, int gemäßes deutschesCH r lft< n t um ein- ritt und ein Hinemtragen liberaliftücher Begriffe ne!) Anschauungen in die Kirche, auch wenn es in ^gemäßer Maske geschieht, a l s a r t fremd ab» ebn t. Es ist gewiß, daß diese kompromißlose und muschiebene Haltung des Rcichslerters wesentlich zur vaiteren inneren Festigung der Glauoensbewcgung 'ertragen wird. Bischoff H o f s e n f e l d er versam- -n eite heute abend die K r e i s l e. t e r des Gaues Ä'Berlin der Glaubensbewegung und gab ihnen Di; Ernennung des neuen Gauobmanns Pfarrer lausch bekannt. Sämtliche Kreisleiter gelobten ftwii Rcichsleitcr und dem Gauobmann Treue und Ils foigich.'ft.

Aömi al Meusels.

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Wier: }lund.

Volksliederwettbewerb in Berlin.

Die Deutsche Musik-Premieren-Bühne E. B. Dres­den veranstaltete in Berlin im Beisein des Vize­kanzlers v. Popen und des Reichsarbeitsministers Seldte einen Volkslieder-Wettbewerb um den Adolf-hitler-Ehrenpreis und weitere Preise. Der Ehrenpreis wurde noch zurückgestellt. Zu den mit den weiteren Preisen gekrönten Komponisten gehören Hermann Blume (Berlin), Wilhelm Rusch (Salzwedel), Fritz Well lisch (Luckau), Otto Meyer (Hameln) und Karl B a m b e r (Neheim).

Elf Kinder einer Ailmexplosion znm Opfer gefallen.

Bei einer Kindervorstellung in einem Privathaus in San Juan (Porto Rico) sind durch die Explo­sion eines Films, der von einer Kerze entzündet wurde, sieben Kinder ums Leben gekommen Vier weitere wurden so schwer verletzt, daß man an ihrem Aufkommen zweifelt.

William k. vanderbilt tödlich verunglückt.

Wie aus Ridaeland (Süd-Carolina) gemeldet wird, ist der 21jährige William K. Vanderbilt, der dritte Träger des berühmten Namens, bei einem Automobilausflug tödlich verunglückt. Lin Tobfüchtiger läuft Amok. 10 Schwerverletzte.

Berlin, 15. Nov. (TU.) Der Deutsche V e r - ein für Wohnungsreform e. V. und der Reichsbund der Kinderreichen Deutsch­lands zum Schutze der Familie e. V. ver­anstaltete im ehemaligen Herrenhaus eine Kund­gebung, auf der Reichsarbeitsminister Seldte u. a. ausführte:

Gesunder Nachwuchs, gesundes Heim", das ist das Motto, unter dem die heutige Kundgebung steht. Ich habe gern die Schirmherrschaft der Veranstal­tung übernommen und es ist mir eine besondere Genugtuung, Ihnen die Grüße und Wünsche der Reichsregierung überbringen zu können. Die Regie­rung kann wohl den Anspruch erheben, schon durch ihre Taten bewiesen zu haben, mit welchem Ernst sie das Nachwuchsproblem aufgreifen will. Wir müssen Wohnraum schaffen für die neuen Familien, die gegründet werden sollen, die Jugend, die Zukunft Deutschlands, soll nicht mehr in überfüllten Stuben und in dunklen Hinterhöfen heranwachsen, sondern durch eine vernünftige Woh­nungspolitik wieder in Verbindung mit Sonne, Luft und Licht, mit Gottes

reier Natur gebracht werden. Es muß ferner endlich an die Aufräumung d e r E l e n d s - viertel herangegangen werden. Vor allem müßen auch die Mieten der neuen Wohnungen den tatsächlichen Einkommensverhältnis-

3m kirchlichen Leden hat er sich als Vorsitzender bes Gesamtoerbandes der ostpreußischen evangeli- |chen Gemeinden große Verdienste um die Verwal- lu ngsoereinfachung der ostpreußischen Kirche erworben. 3n dieser Arbeit erwies er sich als ein treuer Helfer unb Bundesgenosse des jetzigen Reichsbischofs, der damals in Königsberg als Wehrkreispfarrer tätig mar und mit dem ihn eine jahrelange Freundschaft oerbanb. 1933, als der kirchenpolitische Kampf be- fl<nn, kam Admiral Meusel nach Berlin, als eng- ft tr Mitarbeiter des jetzigen Reichsbischofs.

Der Reichsiagsbrandstifier- mozeß.

f e n der breiten Schichten, für die diese Wohnungen bestimmt sind, a n g e p a ß t sein. Nicht mehr die Mietskasernen, sondern das kleine Eigen­heim, die Stadtrandsiedlung, die landwirtschaftliche Siedlung sollen im Mittelvunkt unserer Bautätigkeit stehen. Im übrigen wird im Wohnungsbau der freien Wirtschaft und der Privatini­tiative wieder mehr Spielraum zu ge­ben sein als bisher, wenn es auch mit der nationalsozialistischen Weltanschauung unvereinbar wäre, ein so wichtiges Gebiet wie den Wohnungs­bau völlig dem freien Spiel der Kräfte zu über« lassen.

Zusammenfassend möchte ich betonen, daß wir unentwegt das Ziel vor Augen behalten werden, den deutschen Arbeiter wieder hoben« ft ä n b i g zu machen, ihm sein Häuschen mit Garten zu verschaffen, in bem er seine Feierstunben verbringt unb sich zusätzliche Hilfe zu seinem Sebens« unterhalt erarbeitet. Das ist b i e b e st e Form der Entproletarisierung, um bieses wenig schöne Wort zu gebrauchen, es ist bie beste Form der Sozialpolitik überhaupt, ba sie bem Menschen mehr gibt, als Brot unb Rente allein. Je mehr wir uns nun aber bem wohnungsreformerischen Jbeal nähern, desto bessere Aussichten hat auch der Kampf gegen die Vergreisung unseres Volkes und gegen den Geburtenrückgang.

sammengewesen.

Avs aller Mel«

Schwerer Sturm über bet Nordsee und dem Kanal.

Ein schwerer S ü d o st st u r m wütete in der Nacht zum Mittwoch unb am Mittwochvormittag über ber Norbsee und dem Kanal Der von Neufunblanb zu- rückkehrenbe englische 3600-Tonnen-Frachtdampfer Sarilby" geriet in Seenot und muhte von der 28 Mann starken Besatzung verlassen werden. Auf die 808-Zeichen des Schiffes eilten mehrere ame­rikanische, holländische und englische Schiffe, dar­unter der PafsagierdampferBerengaria" zu Hilfe. Ein zweiter englischer 3500 - Tonnen - Dampfer St. Quentin" geriet ebenfalls in Seenot, nachdem das Steuergetriebe gebrochen war. Zwei englische Fiichdampfer (an te n i bem Sturm nach Zusam­menstößen mit anderen Schiffen, ber eine im Kanal, der andere an der englischen Ostküste. In beiden 7 llcn konnten die Besatzungen gerettet werden. IT .-im ostenglifchen Hafen Bridlington mußten fünf Fischerfahrzeuge mit Hilfe eines Rettungsbootes unb unter Verwendung von Del zur Glättung der Woaen in den Hafen gebracht werden.

Der Grohglockner-Iunuel Salzburg-Kärnlen.

Nunmehr ist an dem Bau der G r o fj g I o d n er- Hoch straße ein wichtiger Fortschritt zu oerzeich- ncn. Es wurde der Solenstollen des Tunnels, der die Verbindung zwischen d e n ß a n d e m Kärnten unb Salzburg Herstellen wird durchschlagen. Der Scheiteltunnel der Straße ist 302 Meter lang und befindet sich in einer Hohe v»n 2506 Meter über dem Meeresspiegel. Es ist nicht nur der höchste Straßentunnel Oesterreichs,

Leipzig, 15. Noo. Zu Beginn der heutigen IJe''Handlung wird eine Auslassung Torglers in einer Versammlung am 18. November 1929 ver- lefen, wonach dieser aus dem Wahlergebnis die Schlußfolgerung gezogen habe, daß die Kommu- iriften noch mehr die Parole beachten mußten: Schlagt die Faschisten, wo ihr sie t refft ! . Der Oberreichsanwalt folgert hieraus, bgß Torgler diese Parole tatsächlich pro­pagiert habe. Dem früheren kommunlstischen Sanbtagsabgeorbneten Kerff wird dann eine Llussagc des Zeugen Kunzak vorgehalten, daß itn Jahre 1925 in Düsseldorf eine geheime Sitzung kommunistischer Funktionäre flattgefunöen hat, an der neben holländischen Ab- qeorbneten auch ber Angeklagte oan ber Lübbe t älgenommen haben soll. Kerff erklärte dazu, er . habe an dieser Sitzung sicher n i a) t t e 11 g e n o m « nien. Des weiteren müsse er es für seine Person unb seine Partei entschieben ablehnen, mit einem berartigen Element wie van der Lubbe irgendeine Verbindung zu haben. Der Schriftsteller Rohner aus Prag, von dem die Verteidigung annimmt, daß er vielfach mit van ber Lubbe verwechselt worden ist, bekundet, b"«j er mehrfach mit Dimitroff i m B aper n- ho f war, aber van ber Lubbe unb Popvff erst- nr!5 in ber Gerichtsverhanblung sah.

Tier Kellner Helmer vorn Bayernhof erklärt, baß ene Verwechselung Rohners mit van ber Lubbe mm ausgeschlossen sei. Der Angeklagte Dimi» hr o f f betont, daß er von Mai bis Juni 1932 über- Biupt nicht in Deutschland gewesen sei. Ir. Neu- Hauer erklärt zu der Bekundung des ^achrstuhc- Sihrers Kaufmann, daß Dr. Neubauer am spaten

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bem Knüppel nleber. Nach längerer Verfolgung konnte er von ben Polizeibeamten überwältigt wer­den. Insgesamt wurden durch den Tobsüchtigen zehn Personen schwer verletzt.

10 Tage Deutsche Buchmesse" in Berlin.

lieber dieZehn Tage Deutsche Buch» messe", die vom 27. November bis 6. Dezember in Berlin veranstallet wird, sprachen im Deutschen Sender der Referent im Reichsministerium für Volksaufklärung unb Propaganda, Dr. Hein Wis- mann, und Der Geschäftsführer der Messe, Dr. Gunther Haupt. Das Zwiegespräch gab sehr inter­essante, aufschlußreiche Einblicke in die Vorarbeiten um) ben Aufbau dieser bisher größten in Deutschland veranstalteten Bücher- schau deutscher Verleger, die durch ihre Verbin­dung mit nach Sachgebieten geordneten Verkaufs- ständen einer Gemeinschaft der größten Berliner Buchhandlungen ihre besondere Note erhalt. Dr. Wismann betonte die hohe kulturpolitische Be- öeutunq der 10 Tage Deutsche Buchmesse innerhalb des Kampfes um die kulturelle Erneuerung des deutschen Volkes. Es müsse durch diese g e w a l - tige Kundgebung für das deutsche Buch die im ganzen Reich veranstaltet wird, Deutschland und ber Welt bewußt werben, welche künstlerische Höhe und geistige Wirksamkeit das Kulturleben im nationalsozialistischen Deutschland, wie es sich im Buche dartut, besitzt. Der Kampf für bas gute beutsche Buch sei der Kampf für Ehre und Ansehen Deutschlands in ber Welt. Das Reichs­ministerium für Volksausklärung und Propaganda werde daher die Veranstaltung10 Tage Deutsche Buchmesse" fördern und unterstützen.

Amerika baut eine schwimmende Insel.

Die Verwaltung für öffentliche Arbeiten in Wa­shington bewilligte 1,5 Millionen Dollar für ben Bau einer schwimmenben Flugp 1 a11- form zu Versuchszwecken. Diese schwimn^nbe Insel, die 500 Seemeilen von der atlantischen Küste entfernt verankert werden soll, wird zunächst nur ein Viertel der vorgeschlagenen Größe besitzen. Falls die Versuche erfolgreich ausfallen, wird der Bau einer Serie von derartigen Flugstützpunkten in ber Voll- gröhe von etwa 380 Meter Länge vorgenommen werden, die bann in Abständen oon 500 Seemeilen als Flugbrücke über den Atlantischen Ozean verteilt werden sollen. Die Kosten des ®e« famtprojeftes betragen 30 Millionen Dollar.

Des weiteren wird im Zusammenhang mit ber Rechtsreform immer wieder die Frage der allge­meinen Reichsrechtsreform in ben Vorder­grund gerückt. Auch hier soll keine U e b e r ft ü r - zungPlatzgreifen. Das organisch Gewachsene wird niemals irgendwelchen fremden Konstruktionen weichen wollen. Aber fest steht, daß auch hlersur die reine Vernunft allein maßgeblich sein wird, daß wir endlich einmal das Ziel erreichen wollen, daß wir in er st er und letzter Linie deutsch und nichts als Deutsche sind. Daher wird auch die Frage einer möglichen Vereinheit­lichung der Justiz allmählich in den Vorder­grund treten. Wir Haden es jetzt in der Hand, alle die Fehler, die Z u f a 11 s b i l d u n g e n , die das deutsche Volk staatsorganisch zerreißen, zu besei­tige n und einen vernünftigen Staat aufzubauen, ber allen Stürmen der Zukunst ge­wachsen sein wird. Ich habe im Einvernehmen mit den zuständigen Stellen für die Hauptgebiete des Rechtes, Ausschüsse der Akademie für das deutsche Recht eingesetzt, die schon in der nächsten Woche ihre Arbeiten beginnen werden. Alle Juristen find aufgerufen, an der Rechtsnorm mitzuarbeiten und Vorschläge zu machen.

Der Minister fuhr fort: Die lapidare Stärke des deutschen Rechtes werde sein, daß es frei fein werde von Eigennutz unb den GrundsatzGemein­nutz geht vor Eigennutz" zur Geltung bringe. Dem Begriff des Staatsangehörigen habe der des Volks- unb R a f s e n a n g e h ö r i g e n voranzugehen. Die deutschen Juristen feien Anti­semiten unb würden es bleiben, nicht aus Hatz gegen die Juden, sondern aus Liebe zum deutschen Volke. Mit dem, was man den Juden gegenüber erreicht habe, werde man übrigens sich zufrie­den geben unb darin bem Führer fol­gen, obgleich eigentlich in Zukunft ein Jude nicht mehr als deutscher Richter wirken solle. Mit der Trennung von Moral unb Recht, Sitte und Recht werde aufgeräumt werden. Starker Schutz des einzelnen vor dem Verbrecher fei notwendig. Der Minister schloß, die Volksverbunden­heit des Rechtes sei nicht nur eine Angelegenheit der Entscheidung und deren Auswirkung, sondern bestehe vor allem darin* es durch Erziehung b e s Volkes dahin zu bringen, daß der einzelne das Gefühl habe, dem Diener des Rechtes | gegenüberzustehen unb eine Entscheidung, wenn sie 1 ungünstig für ihn sei, ohne inneren Widerspruch hinzunehmen.

an der chilenisch-argentinischen Grenze.

Am Dienstagvormittag suchte ein schweres Erd­beben Mittelchile und bas angrenzende argenti­nische Gebiet heim. Am schwersten betroffen wurden die Provinzen Mendoza und San Juan. Die Tele- phonverbinbungen wurden unterbrochen, in den Städten brach große Panik aus.

Aus dem Zuge gerissen unb übersahreu.

Auf ber Bahnstrecke Rauxel-Herne ereignete sich ein entsetzliches Unglück. Aus einem Abteil eines Sonderzuges aus Ostpreußen, der Landhelfer unb -Helferinnen nach Duisburg zurückbrachte, würbe ein etwa 20jähriges Mädchen, das sich zu weit au« dem Fenster lehnte, von einem aus entgegengesetz­ter Richtung kommenden O-Zug herausgerissen^ überfahren unb sofort getötet.

Kunst unb Wissenschaft.

Deutsche Kunstausstellung in Florenz.

In Florenz wurde die deutsche Kunstaus- tellung feierlich eröffnet. Anwesend waren außer >em deutschen Botschafter in Rom, von H a s s e 11, und dem deutschen Konsul in Florenz, Stiller, der Präsident der Konföderation ber geistigen Ar­beiter, Exzellenz B obrere, ber Vertreter des ita­lienischen Unterrichtsministers, die städtischen Behör­den in Florenz mit bem Bürgermeister an ber Spitze, bie Ortsgruppenführer ber NSDAP, von Rom unb Florenz, Dr. Dreßler vom Reichspresse­amt der NSDAP., zahlreiche deutsche Künstler unb Aborbnungen der Hitlerjugend unb ber Ballila. Nach ber Einleitung des feierlichen Aktes durch die vom deutschen NS.-Reichssinfonieorchester unter Franz Adam aufaeführtenMeistersinger" - Ouvertüre sprachen der Kommissar des Künstlersyndikats M a - r ai na i, Botschafter von Hasse11 und Exzellenz B o b r e r o. Der deutsche Botschafter jagte u. a., daß, wenn wir Deutschen des Dritten Reiches ent­schlossen seien, unsere Kultur auf germanische Grund­lage zu stellen, wir doch keineswegs vergessen sollten, welch großen Einfluß auf unsere geistige Entwick­lung das klassische Rom und auch das Italien der Renissance ausgeübt hätten und noch ausübten. Es fei deshalb für uns nicht nur ein Ausdruck natio­nalen Stolzes, wenn wir ben Florentinern unb Ita­lienern unser künstlerisches Schaffen vorführten, son- bern auch eine Dankesschuld gegenüber einer Nation, die in Vergangenheit unb Gegenwart uns so frucht- bare Anregungen geschenkt habe. Nach bem Spiel ber beiden italienischen Nationalhymnen, des Deutsch­landliedes, und des Horst-Wessel-Liebes, die den be­geisterten Beifall der Anwesenden erweckten, be­gann ber Runbgang durch die Ausstellung, die etwa 300 Arbeiten umfaßt und erfreulich gegen bie vor vier Jahren auf der großen Ausstellung in Venedig gezeigten Werke absticht.

Wettervoraussage.

Die ozeanische Störung ist mehr südlich abgedrängt worden und kommt daher bei uns weniger zur Gel­tung. Obwohl durch ihre Vorderseite noch milde Luft vorgeschoben wird, die Anlaß zu nebliger Bewölkung gibt, dürfte das Wetter doch im wesentlichen trocken bleiben unb zeitweise auch Ausklaren ftattfinben. Die Temperaturen ändern sich wenig, gehen aber in klarer Nacht etwas unter den Gefrierpunkt zurück.

Aussichten für Freitag: Neblig-wolkig mit Aufklaren, Temperaturen nachts etwas unter bem Gefrierpunkt, meist trocken.

ßufttemperaturen am 15. November: mittags 3,4 Grab Celsius, abenbs 0 Grad: am 16. November: morgens 2,4 Grad. Maximum 3,5 Grad, Minimum minus 0,6 Grad. Erdtemperaturen in zehn Zenti­meter Tiefe am 15. November: abends 2,6 Grad, am 16. November: morgens 2,4 Grad Celsius. Rie­derschläge 0,1 Millimeter.

sondern der zweithöchste in Europa, denn nur in Frankreich auf dem Col du Galibier liegt ein Tunnel, der sich 2645 Meter über dem Meeres­spiegel befindet. Bei dem Bau stieß man auf Reste einer alten Römerstraße, auch wurde eine kleine Herkulesstatue aus Bronze gefunden, die aus der Keltenzeit stammen soll. Die Arbeiten an der Hoch- straße wurden wegen der ungünstigen Witterungs­verhältnisse abgebrochen und werden im Frühjahr wieder aufgenommen werden. Die gesamte Groß­glocknerstraße wird voraussichtlich 1935 vollendet fein.

Spenden für Arbeit und Brot

Der deutsche Viehhande 1 hat der Reichs­regierung ein Opfer für die nationale Arbeit und für die Winterhilfe überreicht. Er hat einen Appell an bie Opferwilligkeit aller Kollegen gerichtet und durch Sammlungen von seinen Mitgliedern 180 000 Mark erzielt. Von diesen sind 150 000 Mark als Spende zur Förderung der nationalen Arbeit und 30 000 Mark als Beitrag zur Winterhilfe überwie­sen worden.

Die öffentlichen Lebensversicherungsanstatten in Deutschland.

Jrn Oktober 1933 wurden bei den im Verbände öffentlicher Lebensoersicherungsanstalten m Deutsch-- land zusammengeschlossenen öffentlichen Lebensver­sicherungsanstalten 1 2 8 4 3 neue Versiehe- rungenmitl8,24 Millionen RM. V e r- sicherungs summe beantragt. Die durch­schnittliche Versicherungssumme betrug in ber Groß- lebensversicherung 3692 RM. gegen 3667 tm Okto­ber 1932 unb in ber Sterbegelboersicherung 39b RM. gegenüber 473 im gleichen Monat des Vor­jahres.

Der gestohlene Rembrandt wiedergefunden.

Die Vermutung, daß der bereits gemeldete Ein­bruch bei einem Stockholmer Kunstsammler, wobei den Dieben u. a. ein berühmtes Rembrandt- Gemälde im Werte oon 400 000 Kronen in die Hände fiel, von einer internationalen Diebesbande ausgeführt fei, hat sich bestätigt. Es handett sich um den deutschen Metallarbeiter Ludwig Wipp B 1 aich und den Polen W o i z i ck. Blaich, der 35 Jahre alt ist, und sich seit Juli in Schweden auft hält (wahrscheinlich ein geflüchteter deutscher Kom­munist) konnte jetzt in Stockholm fest genommen

werden, nachdem die Polizei mehrere Schüsse auf ihn abgegeben hatte. Auch dem Polen ist man auf der Spur. Das Gemälde ist in einem Walde außer­halb oon Stockholm an einer Stelle aufgefunden worden, die Blaich selbst angegeben hatte. Blaich hat übrigens eingestanden, auch ben Einbruch bei bem Universitätskanzler, Ministerpräsident a. Trygger begangen zu haben.

In Czelada bei Kattowitz (O.-S.) erlitt der 28 Jahre alte Arbeitslose Michael Mazur plötzlich einen Tobsuchtsanfall. Er ergriff einen schweren Knüppel unb schlug auf seine Frau, seine beiben Kinber und feine bei ihm wohnenden El­tern ein. Die Angehörigen, von denen einige schwere Verletzungen erlitten, konnten sich nur durch schleunige Flucht retten. Der Tobsüchtige zerschlug dann die ganze Wohnungseinrichtung. Als herbei- gerufene Polizeibeamte in die Wohnung eindrangen, prang Mazur aus dem Fenster der zu ebener Erde gelegenen Wohnung, raste durck die Straßen und chlug die ihm entgegenkommenden Bewohner mit

$ l i n, 15. Nov. (TU.) Im Alter von 52 Jah- t, ist Admirm Meusel, einer der engsten Mitar- l e r d e s R e i ch s b i s ch o f s, gestorben. Seine nuliiärische Laiubahu begann Admiral Meusel 1899. ®ar m Während des Krieges war er erster Artillerie-Ofsi- : ä?,Qnn" 31 aus d m LinienschiffKönig" und zweiter Ad- i* m3p?el'e* naralstah-Ossizier beim dritten Geschwader. Nach orX m ,fler iwn Kriege war er Chef i)cs Stabes beim Kom- ft ' jya,ir mundo der Marinestation der Ostsee und Kom-