Ausgabe 
16.11.1933 Drittes Blatt
 
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der Leistungsfähigkeit für Nachkommen, Volk und Vaterland betrieben werden.

Oer Amateurbegnff im Radsport.

Neue Bestimmungen des Deutschen Radfahrer. Verbandes.

Der Deutsche Radsahrer-Derband hat neue Richt­linien herausgegeben, die den Begriff des Ama- turfportlers im Radsoortlager eindeutig festlegen. Danach ist jeder Radfahrer ein Amateur, der den Kampfsport lediglich zur Ertüchtigung des Körpers und der Ehre halber betreibt. Er darf keinerlei Geld' oder Materiolpreise annehmen, lediglich Ehrenpreise sind gestattet. Auch darf der Fahrer seine Erfolge nicht den Jndustriefirmen zur reklametechnischen Auswertung überlassen. Die neuen Spesenbestim- mungen ordnen an: Bei Veranstaltungen am Hei- matsort gibt es keine Barvergütung, bei Entfernun­gen bis zu 100 Kilometer dürfen bis zu 8 Mark, bei Entfernungen über 100 Kilometer bis zu 12 Mark an den Fahrer gezahlt werden. Der Verein kann den Amateuren Reifen- und Maschinenmate­rial zur Verfügung stellen, auch kann der Veranstal­ter bei nachweisbarem Bruch Ersatz für das unter­gegangene Material schaffen. Verpflichtungen irgend­welcher Art dürfen jedoch an die Hergabe des Ma­terials nicht gebunden fein.

Der Deutsche R a d f a h r e r - V e r b a n d hat bereits feine Meifterschafts-Termine für 1934 bekanntgegebcn. Die Deutschen Meisterschaften wer- den im Rahmen der Deutschen Kampsspicle m Nürnberg entweder vom 21. bis 29 Juli oder vom 27. Juli bis 5. August durchgeführt.

SA-Aadfahrer dicht am Ziel.

Der Charlottenburger Radfahrsturm 10/1 hatte auf seinen letzten drei Etappen der großen Süd- deutschlandfahrt mit den Unbilden der Witterung zu kämpfen. Vereiste Straßen und zeitweise Schnee­gestöber erschwerten die Aufgabe ungemein. Trotz­dem erreichte der Sturm Hof und tags darauf Gera. Die vorletzte Etappe nach Leipzig bot keine allzu großen Schwierigkeiten. Die Schlußetappe ist mit 158 Kilometern die längste.

Aus dem ^e che des Wintersports.

In den bayerischen Bergen ist in den letzten Tagen wieder viel Schnee gefallen. Aus diesem Grunde wer­den die Arbeiten an der olympischen Bob­bahn und Sprungschanze am Gudiberg sehr beschleunigt, um mit den beiden Anlagen bis zur Saisonerössnung fertig zu sein. Die Bobbahn steht kurz vor ihrer Vollendung und auch die Schanze dürfte schon am 7. Januar sprungfertig sein.

Die norwegischen Ski - Trainer, die der Deutsche Skiverband für seine Olympia- Vorbe­reitungen verpflichtet hat, treffen am 1. Dezember in Berlin ein und werden dort dem Reichssportführcr von Tschammer und Osten vorgcstellt Karby wird sofort in das olympische Gebiet nach Garm.sch ab° reisen, Raabe übernimmt die Stelle eines Wan­dertrainers in Berchtesgaden und Lingsom wird dem mitteldeutschen Verbände zugeteilt

Rach Erteilung der Genehmigung durch den Reichssvortführer wird der DSD. Meldungen für folgende internationale Veranstaltungen ab­geben: l-18-Rennen in Schweden und St. Moritz, Holmenkollen-Rennen, Länderkämpfe in Finnland, Frankreich, Italien, Ungarn und Jugoslawien.

Wi iersort Termme in West- und M tteldeutsch!on>

Der Deutsche Wintersportverband hat dieser Taae eine genaue Torrninlisie herausgegeben. Von den Tcrmhrn in W"stdeutschland interessieren besonders folgende Veranstaltungen: Vom 19. bis 21. Januar werden die Westd"utsch-m M ifterfd)acten in Winterberg nusoetraoen. Am -1. Februar sind-t ein Abfahrt- unb Slalomlauf in N"uastenbera f*"1 Für den 21 Jvbruar ist ein 15-Kilom''t<"--7> lauf im Hoch-Sauerland oorgeseben. D"r Mitt I deutsche Verband tränt sein- Meisterschaft! am 19. und 21. Februar im Habichtswold aus. Am 8 Februar treffen Och die Sportler zu einem 30- Kilom"ter-Lauf im Taunus.

($a acc "iq am (5'arf?

Der deutsche Meisterfahrer Rud. C a r r a c c i o l a, der sich zur Zeit in Italien von seinem schweren Oberschenkelbnich erholt, äußerte Pressevertretern gegenüber, daß er im kommenden Jahre wieder kräftig in die motorsportlichen Ereignisse einzugreifen gedenke wenn das seine Gesundheit bis dahin erlaube.

(*)portnotnen

Europameister Hornf ischer-Nürnberg wird beim3. Fest der S'wrtpresse" nm 25. Novem­ber einen Ringkampf gegen den hoffnungsvollen Darmstädter Schwergewichtler Siebert austragen.

A l s Schiedsrichter für die Silberschild- Dorrundenspiele zwischen West- und Süddeutschland am SomOag in Köln wurden die beib-n Hannove­raner Schröber unb Hogrefe bestimmt.

Wirtschaft.

Oie (ZinlagerungSpflicht der Mühlen.

Auf Grund des § 18 der Verordnung über den Zusammenschluß der Roggen- und Weizenmuhlen vom 5. November 1933 ist jedes Mitglied der Wirt- schaftlichen Vereinigung der Roggen- und Weizen- muhlen, d. h. grundsätzlich jede Mühle, verpflichtet, solange die Kontingente noch nicht zugeteilt worden sind, mindestens 150 v. H. der Menge an Inland- und Auslandroggen bzw. -weizen, die sie in der Zeit vom 1. August 1932 bis 31. Juli 1933 im Mo­natsdurchschnitt verarbeitet hat, oder durch eine andere Mühle hat in Lohn verarbeiten lassen, für eigene Rechnung ständig auf Lager zu halten. Die einzulagernde Menge muß Jnlandroggen bzw. In- landweizen der Ernte 1933 sein. Von dieser Menge müssen gekauft, be.^hll unb eingelagert worden sein bis spätestens zehn Tage nach Inkrafttreten der Verordnung 35 o. H., nach weiteren zehn Tagen weitere 35 o. H., nach weiteren zehn Tagen weitere 30 v. H. Da offenbar in manchen Müllerkreisen Unklarheit darüber besteht, von welchem Zeitpunkt an diese Fristen laufen, wird amtlich darauf hinge­wiesen, daß eine Verordnung, falls in ihr nichts anderes bestimmt wird, an dem auf die Verkündung folgenden Tage in Kraft tritt. Da die Verordnung am 7. November im Reichsanzeiger erschien, ist sie also am 8. November 1933 in Kraft getreten. Die ersten 35 v. H. der Einlagerungspflicht müssen demnach spätestens bis zum Ablauf des 18. November er­füllt fein.

Oie Belebung der Wirtschaft.

In einer gestern in Berlin abgehaltenen Auf- sichtsratssitzung der Mannesmannröhren- Werke, Düsseldorf, erstattete der Vorstand den Bericht für das dritte Quartal d. I. Es wurde festgestellt, daß der Auftragseingang aus dem In- land sich seit dem Frühjahr in aufsteigender Rich- tung bewegt. Im dritten Quartal war der Auftrags­eingang gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vor­jahres erheblich höher, trotz des fast völligen Aus­falls von Auslandbeftellunaen. Auf Antrag des Vor­standes genehmigte der Aufsichtsrat zur Unterstützung der Arbeitsbeschaffung einen Betrag von etwa 4,5 Millionen Mark für Neuanlagen und Verbesse­rungen.

Wie die Thüringer Gasgesellschaft Leipzig, mitteilt, hat sich die erfreuliche Entwick­lung des Stromverkaufs im Vergleich zum Vorjahre auch im dritten Viertel des Geschäftsjahres fort- gesetzt. In den ersten neun Monaten ist im gesamten Geschäftsbereich eine Derkaufssteigerung von 8,7 v. H. zu verzeichnen. Der Gasverkauf ist in der glei- chen Zeit bei einem Rückgang um 2,9 v. H. nahezu nuf der Höhe des Vorjahres geblieben. Der Mehr- .vrtouf von Gas und Strom entfällt fast ausschließ­lich auf Abgabe für gewerbliche und industrielle Zwecke und läßt einen erfreulichen Rückschluß auf die Wiederbelebung der Wirtsck-aftslage zu.

*

* Hoesch-Köln-Neuessen A G. für Bergbau und Hüttenbetrieb, D o r J m u n b. Der in der AR.-Sitzung der Gesellschaft vorgelegte Jahresabschluß zum 30. Juni 1933 er­gibt einen Rohgewinn von 11415119 Mark. Hier­von sind vorgesehen für Abschreibungen auf Werks­anlagen 10 325 379 Mark und für sonstige Ab- schrcibungen 149 063 Mark, so daß ein Reingewinn von 940 676 Mark verbleibt. Aus dem Reingewinn soll ein Betrag von 99 000 Mark dazu benutzt werden, um eine sünfprozentige kumulative Vor­zugsdividende auf die 0,66 Mill. Mark Vorzugs­aktien für die Geschäftsjahre 1930/31 bis 1932/33 auszuschütten. Der Rest von 0,84 Mill. Mark soll vorgetragen werden. In den bisherigen Monats­ergebnissen des laufenden Geschäftsjahres spiegelt sich die allgemeine Belebung in der Eisen- und Stahlindustrie wieder.

$ronffurfer Börse.

TNitlagsbörse:

Renten weiter fest, Aktien uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 15. Noo. Zu Beginn der heutigen Mittagsbörse konzentrierte sich das Inter- esse wieder auf den Markt der S t a a t s a n - leihen, in denen sehr lebhafte Umsätze ftattfa.i- den. Neben Käufen des Publikums beobachtete man auch solche von süddeutschen Versicherungs­gesellschaften, fowie der Spekulation. Im Vorder- gründ standen erneut Altbesitz, die mit 84,90 v. H. 0,13 v. H. hoher einsetzten und rasch auf 85,50 v. H anzogen. Neubesitz lagen ruhiger und mit 13,70 nur behauptet, während für späte Schuldbücher wieder Nachfrage auftrat, Kurs 90.50 (plus 0,50 v. H). Reichsbahn-VA. gewannen um 0,25 o. H. auf 102 v. Sy, dagegen büßten Stahlverein-Bonds um 1,25 o. Sy 53,65 v. Sy ein.

Der Aktienmarkt lag ziemlich vernachlässigt und zunächst überwiegend etwas schwächer. Offen­bar erfolgten Tauschoperationen gegen Festverzins­

liche. JG-Farben eröffneten mit 112,50 bis 112,75 d. Sy nur wenig verändert, später ließen sie jedoch auf etwa 112,25 d. Sy nach. Montanwerte gingen meist um 0,25 bis 0,75 d. Sy zurück, nur Man"es- mann, Harpener und olfe Genuß lagen bis zu 0,75 d. Sy fester. Am Elektromarkt waren Tarifwerte beachtet und bis zu 0,75 v. H. höher, während Fel­ten 2,50 v. Sy und Siemens 1,50 v. H. einbüßten. Im übrigen eröffneten u. a. Bemberg (minus 1,25 d. Sy), Aku (plus 0,25 v. H ), Daimler (minus 0,25 v. Sy), Reichsbank (plus 0,25 o. Sy), Zellstoff Wald­hof (minus 0,13 o. Sy).

Im Verlaufe blieben Renten bevorzugt. Alt­besitz stiegen bis auf 86,25 o. H., Neubesitz auf 13,80 nach 13,65 v. Sy und späte Schuldbücher auf 90,65 v. Sy Stahlbonds waren ebenfalls auf 54,25 v. Sy erholt. Aktien lagen zunächst noch ruhig. Im weiteren Verlaufe war die Stimmung auch hier fest. Bevorzugt waren Montanaktien, besonders Harpener (plus 2 v. Sy), Mannesmann (plus 1 v. H)., Dt. Erdöl (plus 1,38 v. Sy), bei den übrigen betru­gen die Erhöhungen von 0,50 bis 1 d. Sy JG - Farben hatten bei lebhafterem Umsatz einen Oe- roinn von 2 d. Sy aus 114,25 d. Sy Aus den übri­gen Marktgebieten blieben die letzten Kurse ziem- lich unverändert, lediglich Licht und Kraft waren um 1,13 o. Sy erhöht. Fester waren u. a. noch Südd. Zucker (plus 2,50 v. Sy), Kali Salzdetfurth (plus 2 d. Sy).

Am Kasfamarkt lagen Schöfferhof mit plus 6 v. H. auf 151 d. Sy sehr fest, ferner erhöhte sich die Taxe für Bremen-Besigheim Oel auf 77 bis 78 (zuletzt 71 d. Sy) und eine Reche anderer Papiere gewannen von 1 bis 2 v. H. Gold- und ßiquiba« tionspfanbbriefe gewannen von 0,50 bis 1 v. H-, fiommunal-Dbligationen sogar bis zu 1,50 v. H. Stadtanlechen zogen von 0,50 bis 1 o. H. an. Don Reichsanleihen lagen 5,50 v. Sy Dounganleihe sehr fest, 88,25 (86,75), ferner von Auslosungsatzleihen Dekosama I 82,75 (plus 1,50 v. H.), do. Serie II 100 (plus 3 d. Sy), von Prooinzialanleihen Rhein- provinz 81 (plus 3,50 v. H-). Steuergutscheine

Das Schicksal der deutschen Fahrradindustrie illustriert recht anschaulich die praktischen Wirkun- gen einer Ueberfteiaerung der freien Konkurrenz. Vergeblich hat diese Industrie jahrelang verzweifelte Versuche gemacht, durch immer schärfere Rationali- fierung ihrer Massenfabrikation den Bedarf bis zu der vorhandenen übermäßigen Produktionskapazität heraufzusteigern. Obwohl die zunehmende Ver­armung der Bevölkerung, die der Motorisierung des Verkehrs die größten Hindernisse in den Weg legte, diesem Vorhaben günstig war, gelang es doch bet weitem nicht, Erzeugung und Absatz miteinan­der ins Gleichgewicht zu bringen. Trotz produktions- verbilligender Massenfabrikation arbeitete die deut­sche Fahrradindustrie größtenteils mit Verlust, zum mindesten unrentabel. Der Beweis wurde hier ganz unzweideutig erbracht, daß durch preissenkende Ra- tionalifierung und Bedarfssteigerung das Renta­bilitätsproblem nicht zu losen ist. Es blieb also schließlich nichts weiter übrig, als das wirtschaftliche Steuer herumzuwerfen und durch Einschränkung der Konkurrenz, Regelung der Preise, Kontingen- tierung der Produktion eine Gesundung dieses In- dustriezweigs in die Wege zu leiten.

Die Neuordnung des deutschen Fahrradmarktes steht offenbar unter einem günstigen Stern. Die Hoffnungslosigkeit der Produzenten hätte unter dem System der freien Konkurrenz einen so hohen Grad erreicht, daß sie sich jetzt alle bereitwillig in die neue Organisation einordneten. Die Mengenkonjunk- tur die durch die Belebung der deutschen Inland- Märkte gesichert ist, liefe den Augenblick für eine Sicherung eines angemessenen Preisniveaus als besonders geeignet erscheinen. Der Markt kann heute angemeffene Preise tragen, denn die Nachfrage nach Fahrrädern ist trotz der Besserung der Kraftfahr- zeugkonjunktur vielleicht sogar gerade wegen dieser außerordentlich lebhaft. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit veranlafet viele, die sich den Er­werb eines Automobils oder eines Motorrades nicht leisten können, zur Anschaffung eines Fahrrades. Diese Zunahme der Nachfrage wird weiter an« dauern, auch wenn die Preise nun endlich den Herstellungskosten angepafet werden.

Die Neuregelung der Preise wird durch den star- ken Rückgang der deutschen Fahrradausfuhr nur erleichtert. Bisher ließ die Rücksicht auf das Erport» geschäft, das früher den überwiegenden Teil des Absatzes der deutschen Fahrradindustrie umfaßte, eine Festsetzung der Preise vielfach unmöglich er­scheinen. Der Wert der deutschen Fahrradausfuhr ist aber schon im Jahre 1932 auf noch nicht einmal

waren um 0,13 o. Sy bis 0,25 v. Sy erhöht, außer für 1935er. Durchschnittskurs 87,90 nach 87,80.

Abendbörse: Aktien gebesiert, Renten behauptet.

Der Schwerpunkt des Publikums- und Spekula- tionsinteresies verlegte sich an der Abendbörse auf den Aktienmarkt, der im Anschluß an die Befestigungen des Mittagsfchlußverkehrs weitere fiursbefferungen um etwa 0,50 bis 0,75 v. H. auf- wies. Darüber hinaus gewannen Deutsche Erdöl 1,13 d. Sy, Schucken 1,25 o. Sy und Siemens 1,13 v. Sy Lebhafter gehandelt wurden IG. - Farben, einige Tlonmna'ticn (letztere au' den günstigen Quartalsbericht der Mannesmann AG.), auch Elek­trowerte, insbesondere Tarifpapiere. Im Verlaufe wurde das Geschäft kleiner, es ergaben sich ver­einzelt aber weitere Erhöhungen.

Der Rentenmarkt lag zwar wefenUich stil­ler, doch konnten sich die Mirtagsjchlufekurse be­haupten. AU- und Neubesitz bröckelten indesien etwas ab. 11. a. notierten: Neubesitz 13,75 bi» 13,70, Altbesitz 85,75 bis 0,65 bis 0,75, Schutzgebiete 8,13, Reichsbahn-DA. 102,25, Buderus 64,5<» bis 0,75, Klöckner 51,25, Mannesmann 51,50 bis O.9U, Rhein- stahl 75,75, Dt. Erdöl 90,75, Licht und Kraft 94.75, JG.-Farben 114,75 bis 0,90, Gessürel 73,50, La')- meger 104, Schuckert 84,50, Siemens 126,38.

Frankfurter Mvtrciltcb. vie.

Frankfurt a. M., 15. Nov. Bei stetiger Ten­denz lagen die Preise im Vergleich zum Montag unverändert, außer Futtermittel, die weiter anzogeu. Das Geschäft beschränkte sich allgemein nur auf dcn notwendigsten Bedarf. Weizen 193,50, Roggen 162 bis 163, Braugerste 181 bis 183,50, Hafer 140, Wei­zenmehl opey 0 mit Austauschweizen 28,75 bis 29,65, do. ohne 27,25 bis 28,15, Roggenmehl, 0- bis 60proz. Ausmahlung, 22,50 bis 23, do. südd. Spez. 0 23,50, Weizenkleie 10,25, Roggenkleic 9,50 Mark.

Frankfurter Lchlachtvteymarkt.

Frankfurt o. M , 16. Nov. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb 75 Rinder, 874 Kälber, 403 Schafe, 585 Schweine Es kosteten: Kälber 20 bis 38 Mark, Schafe 16 bis 27 Mark, Schweine 45 bis 52 Mark. Marktverlauf: Kälber ruhig, Schafe und Schweine mittelmäßig.

dreiviertel Millionen Mark zusammengeschrumpst und dürste auch im laufenden Jahre nicht nennens­wert höher sein. Die Dumpingkonkurrenz der Län- der mit abgewerteter Währung, besonders aber Japans, hat die deutsche Fahrradindustrie fast völlig vom Weltmarkt verdrängt. Wenn heute ein japa­nisches Fahrrad auf den internationalen Markten 3um Preise von 13 Mark angeboten wird, bleiben für die deutschen Qualitätsräder feine ausreichen den Absatzmöglichkeiten mehr. Zum mindesten ist es unter diesen Ümftänben sinnlos geworden, in bezug auf Preise der Fahrräder mit den Japanern kon furrieren zu wollen. Die Rücksicht auf den Export bildet ebenfalls kein Hindernis mehr für eine ver­nünftige, an den Gestehungskosten orientierte Preis­politik.

Die Lehren'diefer industriellen Entwicklung waren so einleuchtend, daß sich diesmal im Gegensatz zu früheren Preisregelungsoersuchen die gesamte deutsche Fahrradindustrie einschliefelich der Hersteller von Fahrradteilen einmütig der neuen Preiskon vention anschloß. Diese vom Verein Deutscher itahr- radindustrieller kontrollierte, seit dem 1. Oktober dieses Jahres in Kraft befindliche Fahrrad-Preis konvention schafft zunächst noch keine Preiser­höhungen. Es soll nur ein weiteres Absinken der Preise, eine Verschärfung der Unterbietungsfonhir renz mit wirksamen Mitteln verhindert werden. Zu diesem Zwecke werden vor allem Mindestpreise feit- gesetzt, die entsprechend der qualitativen Derschie denheit der Produkte elastisch sind. Auch das ein fachste deutsche Fahrrad darf nicht billiger als zum festgesetzten Mindestpreise von 40 Mark verkauft werden. Die Dreisregelung erstreckt sich auch auf die Groß- und Kleinhändler von Fahrrädern, sur die eine Händlerkarte eingeführt worden ist. Die Prci-o- konvention ist nach allen Seiten hin gut unter mauert, so daß eine Unterbietung der festgesetzten Preise kaum mehr möglich erscheint. Diese Preise sind anderseits so niedrig normiert, daß eine <stö rung der Mengenkonjunktur nicht zu befürchten ist.

Die Bemühungen der deutschen Fahrradindustne werden sich in Zukunft darauf zu richten haben. Qualitätserzeugnisse möglichst preiswert, aber nicht 3u Schleuderpreisen den Verbrauchern zuzufiihrcn Mit einer solchen Produktions- und Preispolitik wird nicht nur die vorhandene Verbrauchssteige- runastendenz auf dem Jnsandsmarkt voll abge schöpft werden, sondern es wird der deutschen itahr rabinbuftrie auch möglich sein, für ihre Qualität.' vrodukte auf den Auslandsmärkten ausreichende Absatzmöglichkeiten zu finden.

Die Einheitsfront der Zchrradindustrie.

Don unserem volkswirtschaftlichen Mitarbeiter.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsdankdtskont 4 o Sy. Lombardzinsfufe 5 v Sy

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0

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ScheideanstaU...............

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