Ausgabe 
16.10.1933 Zweites Blatt
 
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Bäcker-Zwangsinnung In der Woche des deutschen yandwerksoerbandes vor die Öffentlichkeit

Die Werbung des Gießener Bäckerhondwerks zielt dahin, unsere Mitbürger bei dieser Gelegenheit allgemein zu der Ueberzeugung zu bringen, daß man bas Brot und die übrigen Backwaren ge­treu dem schönen Grundsatz- Ehrt den brutschen Handwerksmeister! am besten beim Bäcker­meister kauft, und zwar in unserer Stabt. Er ist ber berufene Fachmann, ber mit Recht bie Forberuna erheben barf: Jebem bas Seine! Er ist ortsansässig unb Hasret auch badurch bern Kunden für die Qualität ber Backwaren. Das au ihm getragene Gelb beim Einkauf kommt wieder der heimischen Wirtschaft zu gute.

Vas Bäcker Handwerk stellt einen bedeutsamen Teil des Mittelstandes dar, dejsen Slartung und Diedererhebuug die nationalsozialistische Regierung wie auch die Woche des Hand­werks bezweckt wünscht unb fördert, um mit auf diesem Fundament das neue und bessere Deutschland aufzubauen.

Dieser Wille ber Regierung verpflichtet jebcn ein­zelnen Bürger bahin: beim Backwarenein­kauf in b e n Laben b e s Bäckermeisters, damit ber felbftänbige Meister bes Handwerks ge­stärkt wird. Das ist ber Sinn ber Hand- werkswerbung, ber sich für bie Derbrau­cherschaft ergibt

Sic öualitätearbeil des Schneiderhandwerks.

Don Innungsführer Ernst Hartmann.

In Zeiten großer wirtschaftlicher Not kommt es nicht feiten vor, baß Begriffe, von benen man glaubt, baß sie für alle Zeiten feftftünben, sich ver­wirren. Dies ist in ben letzten Jahren in Deutfch- lanb auch mit ben BegriffenBi Hi g" unb Preiswert" geschehen. Man hat sie einanber gleichgesetzt unb hat gesagt, billig ist gleich preis­wert. Tausende haben die Erfahrung gemacht, daß in dieser Gleichung ein verhängnisvoller Fehler steckt.Billig" ist das große Schlagwort unserer Zeit geworden.

Jetzt merken wir allmählich, daß wir das Prinzip der Billigkeit totgeritten und so in fein Gegenteil verkehrt haben, daß man viel eher sagen könnte: billig im heutigen Sinne ist gleich teuer.

3n ganz besonderem Maße trifft dies für bie Kleidung zu. Die Schneiderarbeit hat allerdings nie den Ehrgeiz gehabt, billig unb schlecht zu sein, sie hat nur ben Ehrgeiz, preiswert zu sein, denn das ist'im wahren Sinne bes Wortes auch billig. Wer Äleibung braucht, ber gehe darum

zum erfahrenen Schneidermeister, Aur geschickten Meisterin. Dort suche man sich feine Stoffe, feine gewünschte Form vorher aus. Es ist wirtschaftlich unklug, Stoffe von Hausierern au kaufen unb zum Schwarzarbeiter zu aehen. Das Ergebnis ist bann doch immer Enttäuschung und Geldverschwendung. Dor beiden bewahrt die sichere Kunst des erfahrenen Schneidermeisters.

Häufig muß man hören, die Preise im Maß­schneiderhandwerk seien zu hoch. Wer den Dingen näher nachgeht, wird feststellen, daß diese Behaup­tung keinesfalls zutrifft.

Handwerksarbeit ist Qualitätsarbeit, zur Quali­tätsarbeit gehört aber unbedingt auch quali­tativ hochwertiges Material.

In der Tragdauer des Kleidungsstückes werden diese Eigenschaften guter Maßkleidung sich bewähren. Auch hier zeigt sich immer wieder, daß das B e ft e auf bie Dauer auch das Billigste ist.

Wer Wert auf fein Äeußeres legt, geht deshalb nur zum guten Maßschneiderl

SJL-tfpoit

Fubball des Sonntags.

Hanau 93 und Friedberg in Führung.

Die Gauliga-Spiele des Gaues XII (Nordheffen) standen am Sonntag im Zeichen der klaren und eindeutigen Siege der beiden ehemals süddeutschen Vertreter Hanau 93 und VfB. Friedberg. Die Ha­nauer haben durch ihren 3:0 (l:0)»6ieg über die gefährlichen Fuldaer Borussen ihre Spitzenposition behauptet und gestärkt, während der VfB. Fried­berg durch den 3:0 (2:0)-Erfolg über den bisher an zweiter Stelle liegenden SC. 03 Kassel in der Tabelle einen gewaltigen Schritt vorwärts gekom­men ist und mit 8:4 Punkten hinter Hanau (10:2) ben zweiten Platz einnimmt. In den beiden übrigen Begegnungen gab es bie erwarteten Ergebnisse. Spielverein Kassel schlug bie Marburger Kurhessen 8:2 (1:2) und Kurhessen Kassel triumphierte über Sport Kassel 5:1 (2:1).

Die Meisterschaftsspiele in der Bezirksflaffe.

' Steinberg Nauheim 3:8 (2:4).

Marburg DfB. Gießen 5:2 (4:0).

Großkarben Ockershausen 4:0.

Lollar Butzbach ausgefallen wegen dem Hand- wcrkrtag.

GermaniaMarburgs (Liga) gegen DfB. Gießen (Lica) 5:2.

Die Grün Weißen mußten sich in Marburg eine hohe Niederlage gefallen lassen. Dieses Resultat ent­spricht jedoch nicht dem Spielverlauf. Die erste Iu- gendmannschaft verlor auf eigenem Platze mit 1:2 Toren gegen die gleiche Mannschaft ber Spieloer- cinigung 1900.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Fv. Allen-Vuseck AI 1900 All 1:4.

Leider waren die 1900er nicht vollzählig, da ein Teil der Spieler beim Festzug mitwirken mußte. Es waren nur neun Mann zur Stelle; sie muß­ten sich dem kräftigeren Gegner beugen

1900 CI (Schüler) Leihgestern CI (Schüler) 1:8.

Auch hier waren nur neun Spieler zur Stelle. Es war alle Mühe umsonst. Leihgestern war voll­zählig unb auch kräftiger. 8:1 lautete das Schluß- ergebnis für die Gäste.

3m Gau XIII...

3m Gau Südwest befestigte ber FC. Kaiserslau­tern seine Spitzenposition durch einen Sieg von 4:2 (0:0) über bie Frankfurter Eintracht. Die Frank­furter verloren bieses Spiel als technisch bessere Mannschaft, da sie nicht zu kämpfen verstanden. Hinter den Pfälzern steht jetzt der Fußballsport­verein Frankfurt, chr einen überraschend glatten Sieg mit 4:1 (1:1) üb-r ben FSB. Mainz 05 er- rang. Eine weitere Ueberraschung bereitste ber

SB. Wiesbaben seinen Anhängern, denn er ließ sich auf eigenem Platze von Phönix Ludwigshafen mit 5:0 (l:0> schlagen. Knapp mit 2:1 (1:1) gewan­nen die Saarbrücker Sportfreunde über die Neuen­kirchener Borussen und ebenfalls knapp, mit 3:2 (0:1), kam Alemannia-Olympia Worms über den FK. Pirmasens zu ihren ersten Punkten.

Fußball-Auswahlkamps im Gau XII.

Einen interessanten Fußball-Auswahlkampf gibt es am 19. November in unserem Gau XII (Nord- Hessen). An diesem Tage sollen nämlich die besten Spieler aus den Mannschaften Hanau 93 unb Friebberg auf ber einen, unb die elf Besten aus Kassel und Fulda auf ber anderen Seite gegen­einander antreten.

Süddeutscher Samstagsfußball..

Dier Fußballspiele wurden am Samstag in Süddeutschland ausgetragen. In der Gauliga Baden siegte der SB. Waldhof mit 4:0 (3:0) über den 1. FC. Pforzheim und in Württemberg gewann Union Bückingen über FC. Birkenfeld mit 4:1 (1:1). Ein sensationelles Privatspiel endete mit einem 3:l-(3:l-)<5iege des DfB. Stuttgart über ben SB. München 1860, währenb Worrnatia Worms im Ju­biläumsspiel ben DfL. Neckarau 4:1 (2:1) schlug.

Abturnen im Tv. Heuchelheim

Der Turnverein Heuchelheim hielt in schlichter Weise sein diesjähriges Ab turn en ab. In An­betracht, daß das ©aufrauenturnen in diesem Jahre hier stattfand, hatte man das Abturnen nur als reinen Wettkampf aufgezogen. Am Samstagabend fand ein Gepäckmarsch statt, der über Gleiberg, Krofdorf, Fellingshausen und Rodheim führte und recht gute Leistungen bei starker Beteiligung zeitigte. An dem Wettkampf am Sonntagmorgen, der trotz anfänglichem Regen bei günstigem Wetter in der Turnhalle und auf dem Sportplätze sich sehr flott abwickelte, beteiligten sich 48 Turnerinnen unb 47 Turner. Die gezeigten sehr guten Leistungen zeug­ten von einer mit Gewissenhaftigkeit unb Liebe ausgeführten Kleinarbeit innerhalb des Dereins- betriebes. Am Nachmittag fand in ber Turnhalle bie Siegerehrung statt.

Die Ergebnisse.

In der Jugend, Oberstufe (Zehnkampf), errang den 1 Sieg mit 166 Punkten Karl Rinn, den 2. mit 164 Punkten Albert Kreiling, den 3. mit 142 Artur Weber.

Jugend, Unter st u f e (Siebenkampf): 1. Sieg mit 101 Punkten Albert Gilbert, den 2. mit 1K) Punkten Ludwig Weber, den 3. mit 86 Punkten Erwin Neidcl. Schüler, Oberstufe (Fünfkampf): Den 1. Sieg mit 73 Punkten Erich Rinn, den 2. mit 70 Punkten Werner Keil, den 3. mit 69 Punkten Walter Rinn. Schüler, Mittelstufe (Bierkampf): den 1. Sieg mit 51 PunktenAdolf Rinn, ben 2 mit 50 Punkten Richard

Krieger, ben 3. mit 49 Punkten Walter Kreiling. Schüler, Unterstufe (Dreikampf): ben 1. Sieg mit 39 Punkten Otto Rinn, den 2. mit 34 Punkten Werner Schmidt, ben 3. mit 32 Punkten Gert Herzberger und Werner Krelling.

Turnerinnen - Jugend, Unterstufe (Achtkampf): den 1. Sieg mit 130 Punkten Anna Sack, den 2. mit 124 Punkten Gretel Krelling, den 3. mit 118 Punkten Marie Hofmann. Schule- rinnen, Oberstufe (Achtkampf): den 1. Sieg mit 140 Punkten Irmgard Neidet, den 2. mit 134 Punkten Erna Sack, den 3. mit 133 Punkten Emmie Reinstäbtler. Schülerinnen, Mittel- stufe (Dierkampf): den 1. Sieg mit 53 Punkten Erna Hahn, den 2. mit 51 Punkten Gerda Volk- mann, ben 3. mit 44 Punkten Erna Hofmann. Schülerinnen, Unterstufe (Dreikampf): den 1. Sieg mit 38 Punkten hübe Jung unb Martha Hofmann, ben 2. mit 37 Punkten Ella Römer und Hildegard Kröck, den 3. mit 36 Punk- ten Anni Rinn. Bei einem Dierkampf der akti­ven Turner errang Willi Miebach mit 62'/, Punkten ben ersten, Franz Müller mit 55'/, den zweiten unb Artur Krelling mit 47V* Punkten ben britten Sieg.

Riethdorf schlägt Mehner.

und wirb beulscher Banlamgewichls-Meister.

Irn Sorbergrunb ber Berufsborkämpfe im Ber­liner Spichernring ftanb am Freitagabend die Be­gegnung zwischen dem Berliner Werner Riethdorf und Willi Metzner (Köln) um die Deutsche Meister­schaft im Bantamgewichtsboxen. Dor einem gut be­fetten Haus gab es einen aufregenden Kampf, der nach acht Runden mit einem technischen ko.-Siege des Berliners endete. Schon von Beginn an machte Metzner einen ziemlich schwerfälligen Eindruck, wäh­rend sein Gegner genau das Gegenteil war unb durch stürmische Angriffe bauernb in Front lag. Als Metzner in ber britten Runde ein Auge ge- schlossen war, wurde der Kampf geradezu einseitig. Riethdorf trieb ben Kölner liteloerteibiger vor sich her unb zermürbte ihn so sehr, daß sich ber Ring­richter genötigt sah, das Treffen in der achten Runde zu Gunsten Riethborfs abzubrechen. Der neue Meister erntete zum Schluß den verdienten starken Beifall.

Oie Einigung im Krastfahrsport marschiert.

Der Zusammenschluß aller Kraftsahrerverbände Deutschlands in dem neuen EinheitsverbandDer Deutsche Automobil-Club" dürfte bald vollzogen sein. Um ihren Mitgliedern ben Uebertritt zu er- möglichen, beschloß bie ßanbesgruppe Ber- lin-Branbenburg im Deutschen Tou - ring-Club ihre Auflösung. Diesem Bei­spiel wird demnächst ber Mitteleuropäische Motor- waaen-Berein folgen unb seine Mitglieber zum DDÄC. unb NSKK. überleiten.

Rekordq rote 8129:10.

Die in Deutschland bisher noch nicht erreichte Rekordquote von 8129:10 ergab sich am Freitag bei den Trabrennen in Mariendorf durch ben Ueberraschungssieg bes Lehrlings Werner im Pia- tanen-Pr^is.

Kurze Sportnotizen.

40 000 Zuschauer wohnten am Samstag bem Fußball-Länderkampf zwischen England unb Irland bei, der zur internationalen Meisterschaft bes Insel- reiches zählt. Englanbs Elf war in großartiger Form unb gewann sicher mit 3:0 (1:0). Brook (Man­chester), Grosvenor (Birmingham) unb Bowers (Derby County) schossen bie drei Treffer. Nur Ir­lands ausgezeichnete Hintermannschaft verhinderte weitere Treffer.

Zehn Speerwerfer über 60 Meter be­sitzt die deutsche Leichtathletik in diesem Jahre. Es sind -dies neben bem Rekordmann ffleimann (Leipzig) und Stöck (Charlottenburg), Stein- groß (Oppeln), Großpitz (Emmerich), Sto - s ch e k (Ratibor), Kuhlmann (Karlsruhe), B ö - der (Berlin), Sievert (Hamburg), Gerdes (Hamburg) unb Keipke (Elbing).

Schiedsrichter des Fußballkampfes Deutsch- land Belgien am 22. Oktober in Duisburg wird der bekannte Schwede Otto Olsen fein.

Die Große Pardubitzer Steeple- chase wurde wie im Vorjahre von dem ostpreußi- schen Halbblüter Remus gewonnen. Der henast be­findet sich augenblicklich in österreichischem Besitz.

Erwartungsgemäß holte sich I. D. De­lius Wolkenflug den mit 7000 Mark ausqeftatte- ten Grunwalder Winterpreis vor Ausflucht und Tantris. W. Printen holte mit dem Sieger zwei Längen gegen die beiden anderen Pferde heraus.

Zur Eröffnung ber Kölner Winter­bahn hatten sich 2500 Zuschauer eingefunben. Im 6tunbenmannfd)aftsrennen der Amateure fieaten Merkens-Ungethüm mit 24 Punkten (44,830 Kilo­meter) vor Wenning-Tertilte unb Göttmann-Bär (Frankfurt).

Die italienischen Ringer von Spor- tiva Bologna mußten am Samstag in Lub- wigshafen eine weitere Nieberlage einfterfen. Dies­mal wurden sie von einer ausSiegfried" unb Eiche" Friesenheim kombinierten Mannschaft knapp mit 10 : 9 Punkten besiegt.

Oberheffen.

Gemeinderat in Grünberg.

'+ Grünberg, 14. Oft. In ber jüngsten G e meinberatssitzung wurde als Dollziehungs- beamtet für bie Stabt ©emeinberatsmitglieb Karl Thorn angenommen. Irn ganzen hatten neun Be- roerbunaen Vorgelegen. Die Stadt übernimmt bie Bürgschaft für ein S ch u l b s ch e i n S a r - leben bes Turnvereins in höhe von 7000 Mark, bas berfelbe für ben Umbau feiner Turn­halle aufnimmt. Zur Sicherung ber Stadt wirb eine ®runbfd)ulbforberung auf das Grundstück und die Halle des Vereins gerichtlich eingetragen. Eine Erhöhung ber ftäbtifchen Miete in höhe von 500 Mark für bas Turnen ber Schüler soll nicht er- folgcn,_ außerbem soll bie Halle jährlich einmal ber

für eine Veranstaltung unentgeltlich überlassen werden. Die Um Pflasterung ber Markt- 9 Q ' *e 3U der zwei Unternehmer ein Gesuch wegen Lieferung ber Pflastersteine eingereicht haben, soll erst im nächsten Jahre im Wege von Notstanbs- arbeiten vorgenommen werden. Weiter teilte ber e-UrgCrnu'Jter mit, daß biefer Tage eine neue Kinderschulschwester ihr Amt angetreten hat, nach- dem bie seitherige Schwester in ben Ruhestanb ge­treten i ft. Die Stabt tritt bem Umschuldungsver- banb bet: von Bedeutung ist hierbei, bah badurch eine Zinsherabsetzung für die Gemeindeschulben er- reicht wird. Die B ü r g e r st e u e r soll für 1934 in Hohe von 500 Prozent erhoben werden. Es ist dies der gleiche Satz, ber schon bieses Jahr zur Er- Hebung kam.

Landkreis (ließen.

Klein-Linben, 14.0h. Dieser Tage hielt Pg. Dr. Müller im Saale bes GasthausesZur beutschen Eiche" einen Vortrag über Luft- unb Gasschutz. Einleitenb Aeigte ber Rebner an Hank» von Lichtbilbern, wie außerordentlich stark bie Lust- waffen ber um Deutfchlanb liegenben Länder aus- gebaut unb wie groß bie Gefahren find, bie uns von allen Seiten bei Luftangriffen brohen. Zellen- wart Dr. Crößmann bankte bem Rebner für seine Ausführungen unb wies barauf hin, wie unendlich wichtig bie Aufklärung auf bem Gebiete bes Luft- unb Gasschutzes für unser Volk unb Baterlanb ist. Anschließend sprach Dr. Crößmann noch über bas Winterhilfswerk des deutschen Volkes, ferner über bie Bebeutung ber Erzie­hung in ben nationalen Juaenboerbänben, über die Stellung zur Warenhausfrage, bie Flaggen­frage unb bie Reichshandwerkswoche. MitSieg­heil!" auf unseren obersten Führer, Dolkskanzler Adolf Hitler, unb bem gemeinsam gelungenen Horst-Wessel-Lieb fanb bie Versammlung ihr Enbe.

Beginn der Arbeiten für die Autobahn bei Darmstadt.

D a r m ft a b t, 13. Oh. (WSN.) Mit Wochenbe­ginn wurden nördlich ber Straße Darmstadt-Gries­heim die Arbeiten zum Bau der Autobahn in Angriff genommen. Wo die Autobahn bie ßanbftrafje schneidet, fällen die Holzmacher die Bäume, unb bie ersten Erdarbeiten werden ausge­führt. Während ber Bau.;eit ber Unterführung wirb bie elektrische Straßenbahn unb bte Provinzialstraße von der Waldkolonie bis zur Wiesenschnetse durch ben Wald geführt unb ein befestigter Fahrweg für Fuhrwerke und Autos heraestellt. Sobald die Um- leitungsroege fertiggestellt sind, wird mit dem Bau der Unterführung begonnen. Die Provinzialstraße wird bis zu 2 Meter ansteigend an dieser Stelle höhergelegt.

Spielplan der frankfurter Theater.

Opernhaus. Montag, 16.Oktober, von 19.30 bis gegen 23 Uhr: Arabella. Dienstag, 17., von 19.30 bis nach 22.30: Der Bogelhändler. Mitt­woch, 18., von 20 bis gegen 23: Don Juan. Don­nerstag. 19., von 18.30 bis nach 23.30: Festvorstel- lung anläßlich ber Reichshandwerkerwoche: Die Mei- terfinger von Nürnberg. Freitag,. 20., von 20 bis fegen 22.30: Rigoletto. Samstag, 21., von 19.30 lis gegen 23: Arabella. Sonntag, 22., von 15 bis 18: Der Graf von Luxemburg; von 19.30 bis nach 22.30: Der Vogelhändler.

Sch auspielhaus. Montag, 16. Oktober, von 20 bis 22.15 Uhr: Krach um Jolanthe. Dienstag, 17., von 20 bis gegen 22: Konjunktur. Mittwoch, 18., von 20 bis nach 22.30: Die Räuber. Don­nerstag, 19., von 20 bis gegen 22: Konjunktur. Freitag, 20., von 20 bis 22.15: Krach um Jolanthe^ Samstag, 21., ooh 20 bis nach 22.30: Die Räuber. Sonntag, 22., von 20 bis gegen 23: Festaufführungr hundert läge. Von Benito Mussolini und ©io- oacchino. Forzano. Sp. Salzmann.

Berliner Frühbörse.

Berlin, 16. Oft. (WTB.-Funkspruch.) Der erst» Frühverkehr ber neuen Woche ftanb naturgemäß vollkommen im Zeichen ber jüngsten politischen Er­eignisse. Die Tenbenz war abroartenb, nach ber großen Rebe bes Kanzlers aber wieder b e r u h i g t e r. Die Schwäche ber deutschen Bonbs in Neuyork bürste sich kaum auswirken, boch waren zuverlässige Kurse vorläufig noch nicht zu hören.

Am Devisenmarkt errechnen sich über bie Schweiz Pftmbe Paris mit 81,25 unb Kabel mit 4,5625.

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Amtsverkündigungen aus den oberhesfischen Kreisen.

Kreis AlSseld.

Beobachtungen der letzten Zeit veran- lasten bas Urei samt Alsfeld, bie gesamte radfahrende Bevölkerung auf nachstehende Bestimmungen hinzuweisen und darauf

aufmerksam zu machen, baß bie Gendar- meriedeamten angewiesen sind, rücksichts­los gegen Übertretungen einzuschreuen. Die -Sicherheit auf den Straßen erfordert ftrenafte Einhaltung der Bestimmungen: 1. Während der Dunkelheit ober bei star­kem Nebel muß jebes Fahrrab mit einer hellbrennenben Laterne versehen sein. (§ 20, Ziffer 3, ber Straßenver­kehrsordnung vorn 15. Juni 1927.)

2. Bei Dunkelheit ober starkem Nebel muß jebes Fahrrab mit einem Hinteren Leuchtzeichen von gelb-roter Farbe ver­sehen fein. (§ 2 ber Verordnung über bie Hinteren Leuchtzeichen ber Fahr- räber vom 27. April 1929.)

Die Verkehrssicherheit auf ben Straßen erfordert gewistenhasteste Einhaltung der befi henben Vorschriften. Die Fuhrwerks- befHcr werden deshalb erneut auf die Ver- Pachtung hingewiesen, während der Dun- kelheit ober bei starkem Nebel ihre Fuhr­

werke mit einer hellbrennenben Laterne zu versehen. (§ 4 ber Straßenverkehrs- orbnung vom 15. Juni 1927.)

Die Beleuchtungspflicht trifft alle Fuhr- werke. Für Wirtfchaftsfuhren gibt es keine Ausnahmen.

Kreis Schotten.

Folgende Zwangsinnungen würben im Kreise Schotten errichtet.

Mit Wirkung vom 1. September 1933: Zwangsinnung für das: Schmiedehand- roerl; Metzgerhanbwerk; Zimmerhand» werk.

Mit Wirkung vom 1. Oktober 1933: Schneider- und Schneiberinnenhandwerk, Maler- unb Weißdinberdanbwerk: Fri­seurhandwerk, Schusterhandwerk, Wagner» Handwerk.

Der jeweilige Sitz ber Zwangsinnunge» befinbet sich in Schotten. Von bem ge­nannten Zeitpunkt ab gehören alle in ve» tracht fommenben Hanbwerker ber betr. obengenannten Zwangsinnung an. 6392C