Ausgabe 
16.10.1933 Zweites Blatt
 
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Ebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) ' Montag. 16. Moder 1935

Nr. 242 Dritter Blatt

DerVegiMderHandwerls-WerbeMchemGießen^

Ein Werbeabend in der Volkshalle, über dessen

Aus der Provinzialhauptstadt

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der Buchdrucker.

Der Festwagen

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Der Festwagen der Zimmerleuts.

mit einer Huldigung für die nationalen Führer und das deutsche Vaterland fand die Feierstunde ihren

Treue im kleinen.

Wer die Melodie vernimmt, die aus den Schwin­gungen des Lebens wie ewiger herrlicher Rhythmus klingt, der weiß, daß sie aus dem Werden und Wach­en der Natur ebenso kraftvoll quillt, wie aus den Lasten des Alltags. Das Gewimmel der Kaser und Ameisen, das Surren der Bienen um eine blühende Linde welche Geschäftigkeit! So auch in den Werk­stätten, Fabriken, Schulen und Universitäten, auf den Märkten und Eisenbahnen ein geschäftiges Trei­ben, wie unter dem Mikroskop, in einem Wasser­tropfen, oder im Humus der lebendigen Erde. Ueber- all Leben und Werden. Und in diesem kann sich nur würdig behaupten, wer von uns Menschen in seinen Formen und an seiner Stelle mit voller Entfaltung lebendig ist, und zwar nicht in besonderen Tagen und Ereignissen, wo die Spannkraft verstärkt ist, son­dern auch im Alltag. ,

Aus schöpferischen Augenblicken setzt sich das Schöpferwerk der Ewigkeit zusammen, aus Treue im kleinen das Gedeihen des Ganzen. Treue im kleinen ist eine schöne Form der Liebe. So sitzt der Schuh­macher vor seinem Schuh, so schnitzt und bemalt der Schreiner seine Truhe. So schrieb der Mönch Perga­mente ab und malte seine goldenen und karminroten Anfangsbuchstaben.' So trugen Maler des Mittel- alters mit äußerster Sorgfalt ihre Farben auf die Flügel eines ebenso kunstvoll geschnitzten Altars. Die Welt ist voll von Denkmalen künstlerischer Ge­duld.

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Gießen stellte dann in seiner Predigt das Schaffen und Streben des Handwerks in Beziehung zu Gott und würdigte dabei die Bedeutung des Tages für das Handwerk und darüber hinaus für das ganze deutsche Volk, wobei er eindringlich hervorhob, vag wir allen Grund haben, dem Allmächtigen von Herzen dankbar zu sein dafür, daß er uns in dem Führer und Volkskanzler Adolf Hitler den gott­begnadeten Retter aus der großen deutschen Rot geschickt habe. Mit einem weiteren Gesang des Frauenchors, Gebet und Fürbitte für den Reichs­präsidenten und den Führer sowie m.t dem Ge­meindegesang der ersten Strophe des Chorals Nun danket alle Gott" fand der eindrucksvolle Gottes­dienst feinen Abschluß.

Nie Weihe neuer Innungsfahnen.

Nach dem Gottesdienst überbrachte Handwerks­kammerpräsident Müller die Grüße der Hessi- schen Handwerkskammer, wobei er in kurzen Wor­ten auf den neuen Geist auch im Handwerkswesen hinwies. Im Zusammenhang damit weihte er meh­rere neue Hakenkreuz-Jnnimgsfahnen mit dem Wunsche, daß sie für ihre Innungen stets Die gleiche hohe Bedeutung haben möchten, wie die alten Zunftfahnen für die früheren Zünfte.

Ehrung von Handwerksmeistern.

Handwerkskammerpräsident Müller gab so­dann die Verleihung von Ehrenmeisterbrie­fen der Handwerkskammer an vier Alt­meister aus Oberhessen, die 50 Jahre Meister sind, bekannt. Einem der Jubilare konnte er den Ehren­meisterbrief überreichen; die drei anderen Vuvi- lare waren am Erscheinen verhindert.

Weiterhin überreichte er den A.un gm e ist e aus der Provinz Oberhessen die Meisterbriefe. In einer kurzen Ansprache betonte " dabei, ß die jungen Meister allezeit in der deutschen Volks gerneinschaft zum Dienst am Volks ganzen ber^tf müßten. Der Besitz des Meisterbriefes gewahre nicht nur Rechte, sondern schließe auch Pfluh^n des Meisters ein. Nach einem kurzen H'^'S auf das hohe Gedankengut des Nationalsoziallsmus f^^ berte er die Meister. Zur Erziehung $ unb lichen Nachwuchses im Geiste des ü *) tontc

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tten Ä?5tampf gefallenen Bruder, sowie

Einer Einladung der Industrie- und Handelskam­mer Gießen hatte die Basaltindustrie Oberhessens am Freitag in den Saal des Arbeitgeberverbandes zu Gießen vollzählig Folge geleistet.

Nach einleitenden Ausführungen des Pg. Dr. Pauly über die Notwendigkeit eines Zusaminen- gehens der oberhessischen Steinbruchfirmen hiell Pg. Bohne einen Vortrag über Arbeitsbeschaf­fung für die für Oberhessen lebenswichtige Stein­industrie, auch für den Winter und auf lange Sicht, sowie die Einschränkung der Maschinenarbeit zu­gunsten der Schotteranfertigung durch Handarbeit, wodurch zahlreiche weitere Erwerbslose Oberhessens in Arbeit und Brot gebracht werden können. Den von Pg. Bohne aufgestellten Richtlinien wurde zugestimmt und er einstimmig zum ehrenamtlichen Führer der Fachgruppe der oberhessischen Basalt­industrie gewählt. Pg. Bohne beruft seine Mit­arbeiter und hat die Aufgabe, unverzüglich mit den in Frage kommenden Behörden und anderen Ba­salt-Abnehmerkreisen die Auftragsbeschaf- funq für den Winter zu behandeln und durchzuführen, auf lange Sicht, mit Einschränkung der Maschinenarbeit zu Gunsten der Handarbeit. Gleichzeitig wurde gefordert, daß die meist unwirt­schaftlichen kommunalen Steinbruche, die in letzter Zeit auch in Oberhessen als unerhörte Preisschleu- derer zum Schaden des reellen Steinbruchgewerbes in Erscheinung traten, ihren Betrieb zu schließen

mit starker Sympathie den Festzug begrüßten. Zum ersten Male hatte eine Festzugleitung bei dieser Gelegenheit auch einen sehr guten Gedanken in die Tat umgesetzt, indem sie den Festzug in der Lud- wigstraße aneinander vorbeiführte, fo daß die Zug­teilnehmer wenigstens zum größten Teil auch etwas von den schönen Leistungen in dem tfeftjuge zu ehen bekamen. Diese Tat verdient Anerkennung und Nachahmung!

Hinter der an der Spitze marschierenden SA ° Reserve eröffnete das Maurerhandwerk die Reihe der Handwerksgruppen. Auf dem Festwagen sah man die Maurer in eifriger Arbeit. Ihnen folg­ten die Zimmerleute in ihrer typischen Kleidung, deren Wagen fröhlichen Richtschmaus versinnbild­lichte. Die Dachdeckerzunft zeigte auf ihrem Wagen in drastischen Beispielen dasGute undBose , und erinnerte dabei an ein bekanntes Bild von Spitzweg, und zwar an den Dichter unter dem Regenschirm in seiner nässetriefenden Dachkammer. Im bekannten schwarzen Zylinder mit ßeitern Putzer traten die Schornsteinfeger auf Die Speng ier unb Installateure zeigten auf 'hrem Wagen oiele ihrer Erzeugnisse unb botumenherten damit die Mannigfaltigkeit ihres Gewerbes. Sehr stark waren bie Maler unb Weißbinder vertreten, die un weißen Kittel auftraten und mit bunten Pappschei- ben auf langen Stielen das Bild ungemein beleb­ten. Die Schreiner zeigten den großen Hobel auf

das Kunstfchlofferhandwerk noch mehr Gelegenheit zur Entfaltung hatte, als in der J^egenroart. Das Glaserhandwerk zeigte die vielen Möglichkeiten der

gleHd)er'traten mit vielen Mannen ?uf und führten einen kleinen Wagen mit, in Aw em Ham­mel stand. Das Gaftstättengewerbe stellte eine statt­liche Anzahl Zugteilnehmer. Dem ^ostftatttngewerbe folgte eine Trachtengruppe aus der Kirchhainer Gegend, Mädchen mit buntbeftirften Rocken.m deren Glasperlen die Sonne blitzte. Das Backerhandwerk wußte sich mit seinem Wagen besondere Sympathien bei der Jugend zu erringen, denn es gelangten Tuten mit süßem Inhalt und Brezeln zur Verteilung, die sehr stark begehrt waren. Die Wagner führten aus ihrem Festwagen sauber gearbeitete Rader mit sich. . Das Schuhmacherwandwerk hatte eine ganze Werk- - ftätte aufgebracht. Die Kürschner und Mützenmacher

fehlten nicht. Die Schneider traten mit einem riesigen Bügeleisen, die Schneiderinnen mit einer großen Schere auf. Die Friseure hatten auf ihrem Festwagen viel Volk" und zeigten die Kunst des Perucken- machens in vielen historischen Stücken

Die Schlosser hatten eine Werkstatte aufgebaut und zeigten am rauchenden Feuer harte Arbeit. Die Schmiede bearbeiteten mit melodischem Rhyth­mus einen Amboß. Die Buchbinder demonstrierten auf einem Wagen die Herstellung eines Buches; viele Papierstreifen, die nach dem Festzug das Pflaster bedeckten, zeugten von ihrer eifrigen Ar­beit Die Buchdrucker erinnerten an Gutenberg und zeigten auf ihrem Festwagen den farbereibenden Greif. Uhrmacher und Optiker brachten sich auf originelle Weife in Empfehlung; die Sattler und Tapezierer stellten zwei luftige Wagen. Den Fuhr­unternehmern war es nicht schwer gefallen, sechs-

Wissens bisher nur einmal zu Sitzungen für eine Plastik zur Verfügung gestellt sondern ihm diente, abgesehen von feinen persönlichen Eindrücken in Ver­sammlungen, eine Serie von etwa 70 Photographien Hitlers als Vorlage. Da die Photographie im Allgemeinen und die Momentaufnahme im Beson­deren meist nur ein unzulängliches Bild des Füh­rers vermitteln kann, tauchte das für den Künstler naheliegende Problem der plastischen Formgebung auf. Nach sorgfältigem Studium und mehrfacher Umarbeitung des Tonmodells entstand die Büste in der hier abgebildeten Gestalt. Sie zeichnet sich, wie eine eingehende Betrachtung des Bronzegustes ergibt, und wie insbesondere von Männern bestätigt wurde, die den Kanzler näher kennen, vor allem durch eine bestechende Portrkltähnlichkeit aus. Herr Neichsstatthalter S p r e n g e r hat sich z. B. in diesem Sinne sehr lobend über die Büste ausgesprochen. Dem Künstler kam es bei dieser Arbeit nicht etwa auf eine billige Wirkung mit äußeren Mitteln, also etwa auf Ueberlebensgröfje des Kopses an, sondern auf die menschliche Haltung und auf die lebendige Ausstrahlung einer großen Persönlichkeit. Wer die aus einem gesunden Realismus heraus geschaffene Büste betrachtet, wird empfinden, daß die ursprüng­liche Absicht ausgezeichnet verwirklicht worden ist. Das Material ist mit technischer Reife und Sicher­heit behandelt. Das plastische Bildnis wahrt in einer strengen und klaren Linienführung den Ernst und die Würde nicht nur des Führers und Staatsman­nes, sondern auch des Menschen Adolf Hitler, wie eine Freunde ihn kennen und das deutsche Volk ihn liebt Es wäre zu wünschen, daß das hier wieder- gegebene Original die beiden ersten Güsse befin­den sich in Darmstadt und in Berlin in em?r Ausstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht würde. Eine große Photographie der Büste ist be­reits während der Braunen Messe in der Bolkshalle zu sehen gewesen.

Zusammengehen

der oberhessischen Basaltindustrie.

Eine Hitler-Büste von HellmuthMueller-Leutert

Der Gießener Maler und Bildhauer Hellmuth M u e l l e r - L e u t e r t hat eine Porträt-Buste des Volkskanzlers Adolf Hitler geschaffen, von der wir hier eine Profilansicht nach links abbilden. Die Pla­stik ist in ihrer endgültigen Form vor etwa zwei Monaten fertig geworden. Der Künstler hat sich lange mit dem Projekt beschäftigt; die Vorstudien begannen bereits im Frühling dieses Jahres. M u e l l e r - L e u t e r t hat nicht nach dem lebenden Modell gearbeitet der Kanzler hat sich unseres

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wölkmwg. gtrq früher genanten diesen Derfamm- iwteil zu schenk« . zu besuchen. »tzSdolfhitler unser deutsches Loli rsinlen in einen Sb« e JßerfannnlungsnHlle ege zu dem deutschen ammlungen besuchen,. Kanne die ihm ge- len. Siefen Serfamm« 1 gigantischen Wille" 11 aus seinem Elend jführen, teilnahmslos men sind die, bie den bis zum 31. tymuai Heilung feiner Segner xeriammlungen den nalsozioliftische" reut« ms zu nehmen.

ammlungen grohM' fltvbt und das vpiel r^Uen umrahmt. Si» T» 15. N-* nh bit SnfirengWti'

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zur Schau. Das Fohrrad- und Nähmaschinenge­werbe stellte eine interessante historische Gruppe und zeigte dabei das erste Fahrrad, ein Laufrad aus der Zeit des seligen Drais, ferner ein Fahrrad im vorgeschrittenen Stadium seiner Entwicklung, dann das Hochrad seligen Angedenkens und schließlich das moderne Rad mit den dicken Ballon­

reifen.

Der gesamte Festzug zeigte in überzeugender Weise, daß das Handwerk in unserer Stadt ein ganz bedeutender wirtschaftlicher Faktor ist. Gleich­zeitig bewies dieser Aufmarsch der Werktätigen, daß im Handwerk schöpferischer Geist lebendig ist. Man konnte auch den Eindruck gewinnen, daß es bas Handwerk ernst nimmt mit seinen fachmänni­schen Aufgaben und darum Anspruch auf ent­sprechende Beschäftigung und Bezahlung hat. Man- cher humorvolle Vers, auf weiße Leinwand gemalt,

Die Werbewoche des deutschen Handwerks fand gestern In Gießen einen würdigen Auftakt. Die Straßen der Stadt zeigten schon seit Samstag nachmittag reichen Schmuck mit den nationalen Flaggen und vielfach auch, besonders an den Hau­sern vor- Handwerksmeistern, Girlanden aus dem Grün des Waldes. Prächtiges Herbftwetter mit hel­lem Sonnenschein trug sehr wesentlich zu dem scho­nen Verlauf des Tages bei.

Der Festgottesdienst in der Volkshalle vereinigte am Vormittag von 9.30 Uhr ab eine roße Menschenmenge. Die Volkshalle war nahezu völlig besetzt. Die SA.-Kapelle eröffnete den Fest- aottesbienft mit dem schönen VorspielPreis und Anbetung fei unferm Gott". Anschließend fang der Frauenchor. Hierauf folgte der Gemeindegesang Ein feste Burg ist unser Gott". Pfarrer Müller-

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Schaut die Wunderwelt eines Domes an: ooreinft lagen die Steine als Felsen im Gebirge, dann wur­den sie herbeigehott, behauen, eingefugt, und die Steinmaffen verwandelten sich in ein vielbewunder- tes Münster. Treue im kleinen ist auch eine Form von Frömmigkeit: Sie hebt das Einzelne und Be­langlose empor in den Zusammenhang des Ganzen. Man kann ein Genie sein und dabei doch ober vielmehr erst recht treu im kleinen. Das beweist ein Blick auf Kant und Friedrich den Großen, Die Meister des Ordnungssinns im achtzehnten Jahr- hundert. Gott offenbart sich in mancherlei Formen; er offenbart sich auch in der Treue tm kleinen. Und wohl uns, wenn wir recht erfaßt haben, wie wert­voll für uns und unser Ergehen die Treue zu den Dingen und zu uns selbst ist. u-

Anträge an die Winterhilfe in Gießen

Anträge auf Unterstützung aus der Winterhilfe werden von morgen, Dienstag, 17. Oktober, ab in ber Alten Klinik, Liebigstraße, parterre rechts, ent- gegengenommen. Für die Annahme der Anträge ift folgende Einteilung vorgesehen:

Dienstag ab 8.30 Uhr die Buchstaben A bis D, ab 14.30 bis 17 Uhr die Buchstaben E bis H;

Mittwoch ab 8.30 Uhr die Buchstaben I bis P ab 14.30 bis 17 Uhr die Buchstaben R bis Z.

Den Antrag auf Unterstützung kann jeder Hilfs- bedürftige deutsche Volksgenosse stellen, insbesondere die Wohlfahrtserwerbslosen, Zusatzrentenempf<rnger, Kriegsopfer, Opfer der Arbeit und die Arbeitslosen. Ausweise sind vorzulegen.

Heil Hitler! Klöß, Kreiswalter der NS.-Volkswohlfahrt, Kr. Gießen.

NSDAP.

Heute, Montag, 20.15 Uhr, öffentliche Versamm­lung der Ortsgruppe Gießen-Sud tm Cafä Leib. Vortrag überHitlers Kampf um den Wie­deraufstieg Deutschlands" Für die Parte'genossen der Ortsgruppe ist der Besuch Pflicht. Auch die NS.-Frauenschaft Gießen-Sud nimmt an der Versammlung teil.

Die heutige Turnstunde der N S. - F r a u e n schäft Gießen-Mitte fällt aus.

Die NS. -Frauenschaft Gießen-.Nord veranstaltet einen Ortsgruppenabend morgen, Diens­tag, 20.15 Uhr, im Cafe Edel. Pfarrer Sattler (Wiefeck) spricht überFrau und Ncttionalsozialis- mlein gemeinsamer Zellenabend der Zellen 4, 6, 7 der Ortsgruppe Gießen-N0rd findet °m Mitt­woch, 20.30 Uhr, im Gewerkschastshaus statt. Pg. von Graeve spricht überDie nordische Rasse als Grundlage höherer Kultur".

NS-Volkswohlfahrt.

Die NS.-Volkswohlfahrt weist darauf hin, daß Unlerstühungsanträge zur Zeil noch niä)l entgegengenommen werden können. Die Organisa­tion befindet sich noch im Aufbau: die Prüfung die- fer Anträge kann noch nicht erfolgen. Die Bevölke­rung wird über den Beginn der Unterstützungen aus Mitteln der Organisation demnächst unterrichtet werden. Dann ist es Zeit, die Anträge, die schnell- stens erledigt werden, zu stellen. Die Fürs 0 r g e - beratung wird durch diese Mitteilung nicht be­rührt.

Die Beschlüsse der Bauernkammer für Hessen.

Der Hessische Staatsminister erläßt folgende Ver­ordnung: Da nach Einrichtung des Reichsnährstan­des die Hauptversammlung der Bauernkammer für den Volksstaat Hessen nicht mehr zusammentreten wird, ordne ich auf Grund des Artikels 41 des Bauernkammergesetzes vom 28. Juni1933 an, daß die nach Gesetz oder Satzung vorgeschobenerBe- ' schlüsse der Bauernkammer, sowie die Erklärung von Bevollmächtigten der Hauptversammlung nut rechtsverbindlicher Kraft durch die Erklärungen des Landesbauernführers für Hessen ersetzt werden.

Abschluß.

Oer Festzug.

Am Nachmittag bewegte sich unter Vorantritt der Standartenkapelle und der SA.-Reseroe 11/116 un­ter Führung von Sturmführer S 0 l d a n ein gro­ßer Festzug des Handwerks durch die Stadt. Der Marsch ging vom Wetzlarer Weg aus durch die Frankfurter Straße, Alicenstraße, Ludwigstraße, Lud- wigsplatz, Ludwigstraße zurück, Bleichstraße, Hm- denburgwall. Neuen Bäue, Kanzleiberg, Land- qraf-Philipp-Platz, Hitlerwall, Walltorstraße, Kir­chenplatz, Schulstraße, Sonnenstraße, Seltersweg, Horst-Wessel-Wall, Bahnhofstraße, Neustadt zum Os- roalbsgarten, wo sich der Zug auflöste. Ueberall standen in den Straßen große Menschenmassen, die