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16.10.1933 Erstes Blatt
 
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{enlos in Diererkolonnen marschieren und damit icr deutschen Volksgemeinschaft sichtbaren Ausdruck und wirksamen Schutz verleihen!

Denn aber weiter der französische Winisier- Präsident D a l a di e r die Frage erhebt, warum dann Deutschland Waffen fordere, die doch später beseitigt werden mühten, so liegt hier ein Irrtum vor: Das deutsche Volk und die deutsche Regierung haben überhaupt uicht Waffen, sondern Gleichberechti- g u n g gefordert, wenn die Welt beschließt, daß sämtliche Waffen bis zum letzten IRa- schinengewehr beseitigt werden: wir sind bereit, sofort einer solchen Konvention beizutreten, wenn die Welt beschließt, daß bestimmte TDaf­fen zu vernichten sind, wir sind bereit, auf fie , von vornherein zu verzichten, wenn aber die Welt bestimmte Waffen jedem Volke zubllligt, sind wir nicht bereit, uns grundsätzlich als min- derberechtigtes Volk davon ausschließen zu las­sen! wenn wir dies unserer Ueberzeugung ent­sprechend ehrenhaft vertreten, find wir für die anderen Völker anständigere Partner, als wenn wir gegen diese Ueberzeugung bereit wären, de­mütigende und entrehrende Bedingungen an­zunehmen. Denn wir sehen mit unserer Unter­schrift ein ganzes Volk als Pfand ein, während der ehr- und charakterlose Unterhändler vom eigenen Volk nur abgelehnt wird.

Wenn^ wir mit Engländern, Franzosen oder Polen Verträge tätigen sollen, wünschen wir von vorn­herein, sie nur mit Männern abzuschließen, die selbst hundertprozentig als Engländer, Franzosen oder Polen denken und für ihre Nation handeln; denn nicht mit Unterhändlern wollen wir Pakte schließen, sondern mit Völkern Verträge. Wenn wir uns heute gegen eine gewissenlose Hetze wenden, dann auch nur deshalb, weil nicht die Hetzer, sondern leider die Völker mit ihrem Blut für die Sünden dieser Weltoergiftung zu büßen haben.

Die früheren deutschen Regierungen sind einst vertrauensvoll in den Völkerbund einge­treten in der Hoffnung, in ihm ein Forum zu finden für einen gerechten Ausgleich der Dölkerinteressen, der aufrichtigen Versöhnung, vor allem aber der früheren Gegner. Dies fetzte aber voraus die Anerkennung der end­lichen Wiedergleichberechtigung des deutschen Volkes. Unter derselben Doraus- fetzung erfolgte auch ihre Teilnahme an der Abrüstungskonferenz. Die Deklassierung zu einem nicht gleichoerechtigten Mitglied einer sol­chen Institution oder Konferenz ist für eine ehr- liebende Nation von 65 Millionen Menschen und eine nicht minder ehrliebende Regierung eine unerträgliche Demütiaung. Das deutsche Volk hat seine Abrüstungsoerpflichtungen bis zum Uebermaß erfüllt. Die ausgerüsteten Staa­ten wären nunmehr an der Reihe, die analogen Verpflichtungen nicht weniger einzulösen. Die deut­sche Regierung nimmt an dieser Konferenz nicht teil, um für das deutsche Volk einzelne Kanonen oder Maschinengewehre herauszuhandeln, sondern um als gleichberechtigter Faktor an der allgemeinen Weltbefriedung mit- z u w i r k e n. Die Sicherheit Deutschlands ist kein geringeres Recht als die Sicherheit der anderen Nationen. Wenn der englische Minister Bald­win es als selbstverständlich hinstellt, daß Eng­land unter Abrüstung nur die Abrüstung der höher gerüsteten Staaten gleichlaufend mit der Aufrüstung Englands bis zu einem gemeinsamen Niveau verstehen kann, dann wäre es unfair, Deutschland mit Vorwürfen zu überhäufen, wenn es am Ende als gleichberechtigtes Mitglied in der Konferenz dieselbe Auffassung auch für sich vertritt. Es kann aber in dieser Forde­rung Deutschland überhauvt keine Bedrohung der übrigen Mächte liegen. Denn die Verteidigungs­anlagen der anderen Völker sind ja gegen schwer st e Angriffswaffen gesichert, wahrend Deutschland keine Angrisfswasfen, sondern nur jene Verteidigungswaffen fordert, die auch in Zukunft nicht verboten, sondern sämt­lichen Nationen gestattet sind. Und auch hier ist Deutschland von vornherein bereit, sich zahlenmäßig mit einem Minimum zu begnügen, das in keinem Verhältnis steht zur gigantischen Rüstung der Angriffs- und Verteidigungswaffen unserer früheren Gegner.

Die bewußte Deklassierung aber unseres Volkes, die darin liegt, daß man jedem Volke der Welt ein selbstverständliches Recht zubilligt, das n u r uns allein vorenthalten wird, empfin­den wir als die Verewigung einer Diskrimi­nierung, die für uns unerträglich ist. Ich habe schon in meiner Friedensrede im Wal erklärt, daß unter solchen Vorausset­zungen wir zu unserem Leidwesey auch nicht mehr in der Lage sein würden, dem Völkerbunde anzugehören oder an Internationalen Konferenzen teil­zunehmen.

Die Männer, die heute Deutschland fuhren, haben nichts gemein mit den besoldeten Landesverrätern des Novembers 1918. Wir alle haben einst genau so wie jeder anständige Engländer und jeder an­ständige Franzose unserem Vaterland gegenüber mit Einsatz unseres Lebens unsere Pflicht erfüllt. Wir sind nicht verantwortlich für den Krieg, sind nicht verantwortlich für das, was in ihm geschah, sondern fühlen uns nur verant­wortlich für das, was jeder Ehren­mann in diefer Not feines Volkes ma­chen mußte und was wir auch getan haben. Wir hängen in genau der grenzenlosen Liebe an unserem Volke, wie wir aus dieser Liebe heraus von ganzem Herzen eine Verständigung mit den anderen Völkern wünschen und, wo es uns ' ur überhaupt ermöglicht wird, auch zu erreichen versuchen. Es ist für uns damit aber als Vertreter eines ehrlichen Volkes und eines ehrlichen eigenen Jchs unmöglich, an Diskussionen teilzunehmen unter Voraussetzungen, die nur für einen Unehrlichen erträglich sind. Es konnte unsertwegen einst Männer geben, die auch unter einer solchen Belastung glauben an inter­nationalen Abmachungen teilnehmen zu können. Es ist belanglos, zu prüfen, ob sie selbst die Besten unseres Volkes waren, aber sicher ist, daß hinter ihnen nicht das Beste unseres Volkes stand. Die Welt kann aber nur ein Interesse daran besitzen, mit den Ehrenmännern und nicht mit den Frag­würdigen eines Volkes zu verhandeln, mit diesen und nicht mit anderen Verträge abzuschlleßen, sie muß dann aber auch ihrerseits dem Ehrgefühl und Ehrempfinden eines solchen Re­giments Rechnung tragen, so wie auch

wir dankbar sind, mit Ehrenmännern verkehren zu können.

Indem wir aus den Erklärungen der offiziellen Vertreter einer Reihe von Grohstaaten ent­nommen haben, daß von ihnen an e i n e ro i r t - liche Gleichberechtigung Deutsch­lands zur Zeit nicht gedacht wird, ist diesem Deutschland zur Zeit auch nicht möglich, sich weiterhin in einer so unwürdigen Stellung anderen Völkern aufzudrängen. Die Drohungen mit Gewalt können uns in ihrer Verwirklichung nut Rechtsbrüche seien. Die deutsche Regierung ist zutiesst erfüllt von der Ueberzeugung, daß ihr Appell an die ganze deutsche Ration der Welt beweisen wird, daß die Friedensliebe der Re­gierung genau so wie ihre Ehrausfassung Ehr­begriff des ganzen Volkes sind.

Ich habe mich entschlossen, zur Dokumentierung dieser Behauptung den Herrn Reichspräsidenten zu bitten, den Deutschen Reichstag aufzulösen und in einer Neuwahl, verbunden mit einer Volksabstim­mung, dem deutschen Volke die Möglichkeit zu bie­ten, ein geschichtliches Bekenntnis ab-

Ä nicht nur im Sinne oder Billigung der mgsgrundsätze, sondern auch in einer b e dingungslosen Verbindung mitihnen. Möge die Welt aus diesem Bekenntnis die Heber- zeugung entnehmen, daß das deutsche Volk sich in diesem Kampf um seine Gleichberechtigung und Ehre re st los identisch erklärt mit sei­ner Regierung, daß aber beide im tiefsten Grunde von keinem anderen Wunsche erfüllt sind als mitzuhelfen, eine menschliche Epoche ttagischer Verirrungen, bedauerlichen Ha­ders und Kampfes zwischen denen zu beenden, die als Bewohner des kulturell bedeutungsvollsten Kontinents der ganzen Menschheit gegenüber auch in Zukunft eine gemeinsame Mission zu erfüllen haben. Möge es dieser gewaltigen Frie­dens- und Ehrkundgebung unseres Volkes gelingen, dem inneren Verhältnis der europäischen Staaten untereinander je ne Voraussetzung zu geben, die zur Beendigung nicht nur eines jahchuiwerte- kmgen Haders und Streites, fonbern auch zum Neuaufbau einer besseren Gemein­schaft erforderlich sind: Die Erkenntnis einer höheren gemeinsamen Pflicht aus gemeinsamen gleichen Rechten!

Warum Deutschland sich von Gens zmiWeht.

Gin Ausruf der Aeichsregierung.

Berlin, 14.Oft (WTB.) Die deutsche Reichs­regierung und das deutsche Volk sind sich einig in dem willen, eine Politik des Frie­dens, der Versöhnung und der Ver- ftänbigung zu betreiben als Grundlage aller Entschlüsse und jedes handelns.

Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk lehnen daher die Gewalt als ein untaugliches Wittel zur Behebung be­stehender Differenzen innerhalb der euro­päischen Staatengemeinschaft ab.

Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk erneuern das Bekenntnis, jeder tatsächlichen Abrüstung der Welt freudig zuzustirn- men mit der Versicherung der Bereitwilligkeit, auch das letzte deutsche Maschinengewehr zu zerstören und den letzten Mann aus dem Heere zu entlassen, in­sofern sich die anderen Völker zu Gleichem entschlössen.

Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk verbinden sich in dem aufrichtigen Wunsch, m i t den anderen Rationen, einschließlich aller unseren früheren Gegner, im Sinne der Ueberroin- dung der Kriegspsychose und zur endlichen Wieder­herstellung eines aufrichtigen Verhältnisses unter­einander alle vorliegenden Fragen lei­denschaftslos auf dem Wege von Ver­handlungen prüfen und lösen zu wollen.

Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk erklären sich daher auch jederzeit bereit, durchdenAbschlußkontinentalerRicht- angr if f spatte auf längste Sicht den Frie­den Europas sicherzu st eilen, feiner wirt­schaftlichen Wohlfahrt zu dienen und am allgemeinen kulturellen Reuaufbau teilzunehmen.

Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk sind erfüllt von der gleichen Ehrauffassung, daß d 1 e Zubilligung der Gleichberechtigung

Deutschlands die unumgängliche moralische und sachliche Voraussetzung für jede Teilnahme unseres Volks und feiner Regierung an internatio­nalen Einrichtungen und Verträgen ift

Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk sind daher eins in dem Beschluß, die Abrüstungskonferenz zu oerlaffen und aus dem Völkerbund ausjufdjel- den, bis diese wirkliche Gleichberechti­gung unserem Volk uicht mehr vorenthal­ten wird.

Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk sind entschlossen, lieber jede Rot, jede Ver­zweiflung und jegliche Drangsal auf sich zu neh­men, als künftige Verträge zu unterzeichnen, die für jedem Ehrenmann und für jedes ehrliebende Volk uuanUehmbar fein müssen, in ihren Folgen aber nur zu einer Verewigung der Rot und des Elends des Versailler Vertragszustands und da­mit zum Zusammenbruch der zivilisier­ten Staatengemeinschaft führen würde. Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk haben nicht den 2Dllen, an irgendeinem Rüstungswettlauf anderer Rationen teilzunehmen: fie fordern nur jenes Maß an Sicherheit, das der Ration die Ruhe und Freiheit der friedlichen Arbeit garantiert Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk sind gewillt diese berechtigten Forde­rungen der deutschen Ration auf dem Wege von Verhandlungen und durch Ver­träge sicherzu ft eilen.

Die Reichsregierung richtet an das deutsche Volk die Frage: Billigt das deutsche Volk die ihm hier vorgeiegte Politik feiner Reichsregierung und ist es bereit, diese als den Ausdruck feiner eigenen Auffassung und seines eigenen Willens zu erklären und sich feierlich st zu ihr zu be­kennen?

Für einen Wen gleicherAechie und gleicherGhre

Dr. Goebbels spricht am Gedächtnismal für die rheinischen Geparatistenkämpfe.

Honnef am Rhein, 15. Oft (TH.) Auf dem Aegidienberg, einem schroffen zum Nheintal abfallenden Berg, wurde am Sonntag von Reichs­minister Dr. Goebbels der Grundstein zu einem Denkmal zum Gedächtnis an die Kämpfe g ege n die Separatisten gelegt. Auf der 80 Meter hohen Felswand war eine Kanzel errichtet. Ringsum hatten unzählige Tau­sende, die Fahnenabordnungen der Verbände und Vereine, die Teilnehmer an den Separatistenab­wehrkämpfen und Angehörige der Opfer aus diesen Kämpfen, große Abordnungen der SA., SS. und des Stahlhelms Platz genommen, zu denen Reichs­minister Dr. Goebbels u. a. folgendes sprach:

Die damals starben, starben für bie Einheit des Reiches und für die Geschlossen­heit der Nation. Sie können heute tn unserem Werk das verwirklicht sehen, wonach sie sich sehnten und wofür sie starben. Heute liegen wieder Tage schwerster Entscheidungen über dem ganzen Reich. Aber wir müssen uns den Trost und die Zuversicht zu eigen machen, daß die Zukunft des Reiches tn guten Händen ruht und daß die Männer, bie heute Deutschland regieren, sich nichts nehmen lassen von der Ehre der Nation und dem Recht auf das Le­ben des Volkes. Das soll nicht heißen, daß wir zu Gewalt entschlossen wären.

Ich rufe hinüber über den Rhein und jeder mag es vernehmen: wir wollen keinen Krieg, wir wollen den Frieden, wir wollen den Frieden der Ehre, der nur auf die Dauer von Bestand fein kann. (Beifall.) Wir wollen niemand demü­tigen, wünschen aber auch, daß wir nicht gebe- mütigt werden. (Beifall.) Wir sind bereit, unter die Vergangenheit einen Strich zu machen, wün­schen aber, daß die anderen auch dazu bereit sind.

Wenn man uns fragt, warum verlaßt ihr denn die internationalen Konferenzen, so geben wir zur Ant­wort: Wir gehen, weil wir nicht hingekommen sind, damit man uns als Nation zweiter Klasse behandelt. Selbst ein im Kriege unterlegenes Volk bart nicht vorn Sieger dazu gezwungen werden, auf seine Ehre Verzicht zu leisten. Darum lerntet unsere erste Forderung:Wenn man uns bie Ehre und die Gleichberechtigung verweigert, werden wir uns am Konferenztisch nicht wieder sehen laßen . (Beifall.) Das ist keine Demonstration gegen den Frieden, das ist eine Demonstration für den Frieden. Wenn man mir entgegenhalt, man wäre in der Welt gewillt gewesen, mit Dem alten Deutschland ein Hebereinkommen zu treffen, und daß das neue Deutschland Europa vor eme neue Lage gestellt habe, so antworte ich:

Die Forderung für unsere Ehre und Glelchbe- rechligung ist nicht eine Forderung dieser oder jener Regierung, sondern eine Forderung des ganzen deutschen Volkes. (Beifall.) Im übrigen find wir enlschlofien, die Verträge, die wir un-

lerschrieben, auch einzuhalten. Ls kann aber niemand von uns verlangen, bah wir Verträge unterschreiben, von denen wir wissen, daß wir sie nicht halten können.

Wenn wir sagen, wir wollen keinen Krieg, bann antwortet bie Welt mit ber Frage: Warum wollt Ihr benh Waff en? Wir wollen aber keine Waffen, wenn bie Welt ein Gleiches tut. Was wir verlangen, ist, baß bas ganz Wenige, was man uns im Versailler Vertrag zugestanben hat, auch gehalten wirb, bie Einlösung ber einzigen For- berung, bie uns aus bem Vertrag bleibt. Wir haben bie ehrliche Absicht, unser Volk nicht in einen neuen Krieg zu stürzen. Wir wollen auf bem Verhanb- lungswege eine Lösung suchen. Wenn man mir bie Frage entgegenhält: Ja, so rebet bas offizielle Deutschland bas Volk benft aber anbers!, so ant­worte ich:

Rein, dasvolk spricht unb benff ge­nau fo ro l e ro i r. Um bas $u beweisen, wer­den wir das Volk am 12. Rovernber befragen, und es wird feine Antwort geben. (Beifall.) Dir hatten weder verfassungsmäßig noch gesetz­lich irgendeine Veranlassung, an das Volk zu appellieren. Wenn wir es trotzdem tun, bann aus der stolzen und mutigen Gewißheit heraus, daß Volk und Regierung heute eins find.

(Beifall.) Wir werden die Abgeordneten des neuen Reichstags auf Herz unb Nieren prüfen unb sie vorher eiblich auf bie Politik ber Regierung ver° pflichten. Die, bie nach bem Kriege für bie Einheit Der beutschen Nation starben, gehören zu benen, bie währenb bes Weltkrieges gefallen sinb. Wir wünschen unb hoffen, baß aus ihrem tapferen Sterben ein Frieden gleicher Rechte und gleicher Ehre über ganz Europa her­niedersteigen möge.

AendemngdesAeichsstaithalieroeseheS

Berlin, 14. Oft. (WTB.) Die Reichsregierung hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit ver­kündet wird:

8 1.

Paragraph 3 Absatz 1 des Zweiten Gesetzes zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich vom 7.April 1933 erhält folgende Raffung:

Der Reichs st atthalter kann auf Vor- schlag des Reichskanzlers vom Reichspräsidenten jederzeit abberufen werden.

§ 2.

Dieses Gesetz tritt mit dem Tag seiner Verkün­dung in Kraft.

Berlin, ben 14. Oktober 1933.

Der Reichskanzler: Adolf Hitler.

Der Reichsminister des Innern: Dr. Frick.

Die Aenderung des Statthaltergesetzes war not« wendig geworden, weil nach dem Buchstaben des Gesetzes bie Amtszeit ber Statthalter an bie Wahlperiode bes ßanbtages gebun­den ist. Damit wäre jetzt, nachdem die Länder- Parlamente aufgelöst worden sind, auch die Amts- zett der Statthalter beendet. Durch die Aenderung des Stattbaltergefetzes erfolgt auch die Berufung ber Statthalter auf Vorschlag bes Reichskanzlers burch ben Reichspräsidenten. Eine Neuwahl ber ßänberparlamente bürste sich solange er­übrigen, als über ben Neubau bes Reichs nicht binbenbe Beschlüsse vorhanben sinb. Die vom Führer auf dem Reichsparteitag in Nürnberg angefünbigte Reichsreform läßt eine nochmalige Neuwahl ber ßänberparlamente im Augenblick nicht notroenbig erscheinen.

Der Aufruf des Reichskanzlers

Berlin, 14. Oft. (WTB.) Der Reichsfanzler wandte sich mit folgendem Aufruf an bas deutsche Volk:

Erfüllt von dem aufrichtigen Wunsch, das werk des friedlichen inneren Wiederaufbaues unseres volfs, seines politischen unb wirtschaftlichen Lebens durchzuführen, haben sich ehemals deutsche Regie­rungen im vertrauen auf die Zubilligung einer würdigen Gleichberechtigung bereiterklärt, in denvölferbundeinzulrelenundan der Abrüstungskonferenz teilzuneh® men.

Deutschland wurde dabei bitter enttäuscht.

Trotz unserer Bereitwilligkeit, die schon vollzogene deutsche Abrüstung, wenn nötig, jederzeit bis zur letzten Konsequenz fortzuführen, konn­ten sich andere Regierungen nicht zur Einlö­sung der von ihnen im Friedensvertrag unterschrie­benen Zusicherung entschließen.

Durch die bewußte Verweigernng einer wirklichen und moralischen Gleichberechti­gung Deutschlands wurden das deutsche Volk und seine Regierungen immer wieder auf das schwerste gebemüfigt

Rachdem sich die Reichsregierung nach der am 11. Dezember 1932 ausdrücklich festgelegten deutschen Gleichberechtigung neuerdings bereiterklärt hatte, an den Verhandlungen der Abrüstungskonferenz wieder teilzunehmen, wurde nunmehr durch die offiziellen Vertreter der anderen Staaten in öffentlichen Reden und direkten Erklärungen an den Reichsaußenmini­ster und unsere Delegierten mitgeteilt, daß dem derzeitigen Deutschland diese Gleichberech­tigung zur Zeit nicht mehr zugebilligt werden könnte.

Da die, deutsche Reichsregierung in diesem Vor­gehen eine ebenso ungerechte ro ie ent- würdigende Diskriminierung des deut­schen Volks erblickt, sieht sie sich außerstande, unter solchen Umständen als rechtlose und zweitklas­sige Ration noch weiterhin an den Verhandlungen teilzunehmen, die damit nur zu neuen Dik­taten führen könnten.

Indem die deutsche Reichsregierung daher erneut ihren unerschütterlichen Friedenswillen bekundet, er­klärte sie angesichts dieser demütigenden und ent­ehrenden Zumutungen zu ihrem tiefften Bedauern die Abrüstungskonferenz oerlaffen zu müssen. Sie wird deshalb auch den Austritt aus dem Völker­bund anmelden.

Sie legt diese ihre Entscheidung, verbunden mit einem neuen Bekenntnis für eine Politik aufrichtig­ster Friedensliebe und Verständigungsbereitschaft, dem deutschen Volk zur Stellung­nahme vor und erwartet von ihm eine vekun - dunggleicherFriedensliebe undFrie- densbereitschaft, aber auch gleicher Ehrauffassung und gleicher Entschlos­senheit.

Ich habe daher als Kanzler des Deutschen Reichs dem Herrn Reichspräsidenten vorgeschlagen, zum sichtbaren Ausdruck des einmütigen Willens von Regierung und Volk diese Politik der Reichsregie­rung der Ration zur Volksabstimmung vor­zulegen, den Deutschen Reichstag aufzuläsen, um dem deutschen Volk damit die Gelegenheit zu bieten, jene Abgeordneten zu wählen, die als geschworene Re­präsentanten dieser Politik des Friedens und der Ehrhaftigkeit dem Volk die Garantie einer unent­wegten Vertretung feiner Interessen in diesem Sinne zu geben vermögen.

Als Kanzler des deutschen Volks und Führer der nationalsozialistischen Bewegung bin ich überzeugt, daß die ganze Ration geschlossen wie ein Wann hinter ein Bekenntnis und einen Entschluß tritt, die ebensosehr der Liebe zu unserem Volk und der Achtung vor seiner Ehre entspringen, wie auch der Ueberzeugung, daß die für alle so notwendige endliche Selbstbefriedung nur erreicht werden kann, wenn die Begriffe Sie­ger uni) Besiegte abgelöst werden von der edleren Auffassung dergteichenLebensrechte aller.

gez.: Ado 1 fhi11er.

Wettervoraussage.

Mit dem Vordringen des Kerngebiets ber neuen Störung bis nach bem Norbmeer haben Staffeln feuchtmilder ßuft an ber Siibseite bereits bas Fest- land erreicht unb sind bis in unser Gebiet vorge- brungen. In ihrer Begleitung treten zettweise Nie- berschläge auf, außerbem verursacht bie Westströ- mung zunächst wechselhaftes Wetter. Der Wolten- schirm unterbinbet babei Ein- unb Aussttahlung, so baß bie Temperaturgegensätze zwischen Tag und Nacht schwinden unb im ganzen milbes Wetter vor­herrscht. Von bem bereits erkennbaren Kaltluftein- bruch über Jslanb bürsten jedoch auch bei uns spä­ter bie Temperaturen berührt werben.

Aussichten für Dienstag: Wechselnd wolkig, zeitweise Niederschläge, ausgeglichenere Temperaturen, mild, um West drehende Winde.

Aussichten für Mittwoch: Weiterhin noch wechselhaftes Wetter, dabei auch aufheiternd und etwas kühler, schauerartige Niederschläge, mehr nordwestliche Winde.

Lufttemperaturen am 15. Oktober, mittags: 12,7 Grad Celsius, abends 8 Grad; am 16. Oktober, mor­gens: 8,4 Grad. Maximum 14,9 Grad, Minimum 4,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 15. Oktober, abends: 9,4 Grad, am 16. Oktober, mor­gens: 9 Grad Celsius. Sonnenscheinbauer 7)6 Stunden. Niederschläge 0,2 Millimeter.