Ausgabe 
16.9.1933 Frühausgabe
 
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finden und mit denen man überhaupt keine ehr- 1 liche urL» reale Politik machen kann. Wenn man aber glaubt, mit solchen leeren Argumenten die Herrschaft der Sieger über den Besiegten ver­ewigen zu können, so muh ich dazu allerdings mlk aller Bestimmtheit erklären, daß Deutschland sich weigert, einen solchen Zustand weiter zu ertragen.

Es ist keine Politik, die zu dauernden Erfolgen führen kann, wenn fremde Länder, die stets auf ihre starken Armeen, Flotten und Luftgeschwader pochen, zu dem entwaffneten und der Verteidigungs­mittel beraubten Deutschland in lehrhaftem Tone sprechen. Dazu fehlt ihnen die Berechti­gung, und damit werden sie in Deutschland kein Gehör finden. Man lasse deshalb endlich die Vor­wände und Vorwürfe, mit denen man um das Abrüstungsproblem herumredet und gehe an das Problem selbst heran. Es gibt schließ­lich nur die eine Alternative: Verwirkli­chung der Gleichberechtigung oder aber Zu­sammenbruch der ganzen Abrüstungsidee, für dessen unabsehbare Folgen nicht Deutschland die Verantwortung tragen würde.

Ich könnte es nur bedauern, wenn man die un­mögliche politische Methode des Messens mit zweierlei Maß etwa auch in einer Frage anwenden wollte, die man hier und da anscheinend zu einer Frage der internationalen Politik hat machen wol­len, das ist die letzte Entwicklung der deutsch-österreichischen Beziehungen. Man gibt sich im Auslande vielfach den Anschein, darüber erstaunt, ja entrüstet zu sein, daß die innerpolitische Entwicklung in Oesterreich auf das Verhältnis des Reiches zu Oesterreich nicht ohne Auswirkungen geblieben ist. Man will in dieser Tatsache sogar eine unzulässige Einmi­schung des Reiches in die innerpolitischen Verhältnisse eines anderen Staates sehen. Die Vertreter dieser Auffassung können es mir nicht verübeln, wenn ich darauf Hinweise, daß von man­chen Stellen aus die wirtschaftlichen und finanziel­len Röte Oesterreichs doch 14 Jahre lang ge­radezu ausgenutzt worden sind, um ihm politische Fesseln anzulegen.

Man sollte begreifen, daß wir im deutschen Volke Oesterreichs einen Teil unseres eigenen Volkes sehen. Niemand kann des­halb von uns erwarten, daß wir der Entwick­lung der Dinge in Oesterreich gleichgültig zu- fchauen oder dah wir sympathisieren mit einem österreichilchen Regime, unter dem gerade das entrechtet wird, was das deutsche Volk heule mit neuem Mut und neuer Zuversicht erfüllt. Die Reichsregierung denkt nicht daran, sich in die lnnerpoli- tischen Verhältnisse Oesterreichs einzumischen. Wir müssen aber fordern, dah unberechtigte Einmischungen anderer Länder in die Ausein­andersetzungen zwischen Deutschland und Oester­reich unterbleiben. Je eher man im Auslande einsehen wird, daß Volksbewegungen nicht durch politische Grenzen einge­dämmt und nicht durch polizeiliche Maßnah­men unterdrückt werden können, desto eher wird die Bahn frei werden für eine den natür­lichen Gesehen entsprechende und ganz Europa zugute kommende Stabilisie­rung der inneren Lage Oesterreichs.

So wenig erfreulich und so wenig geklärt heute die Gesamtlage der europäischen Politik erscheinen mag, Deutschland sieht der kommenden Entwicklung mit fester und ruhiger Zuversicht ent­gegen. Gestützt auf die wiedererweckte innere Kraft und Geschlossenheit des Volkes werden wir unser Ziel verfolgen, diesem Volke inmitten der anderen Völker ein Leben im Frieden und Ehre zu sichern. Ruhe und Vertrauen, die Grund­lagen jeder politischen Befriedung und jedes wirt­schaftlichen Aufschwunges, werden erst wiederkehren, wenn die Diskriminierung Deutsch­lands und der anderen im Jahre 1919 entrechte­ten Staaten beseitigt i st. An dieser Wahrheit werden auch alle die Vorurteile gegen das neue Deutschland zunichte werden. So zweifle ich nicht, daß z. B. das unsinnige Gerede des Auslandes über rein innerdeutsche Dinge, wie die sogenannte Iudenfrage, schnell verstummen wird, wenn man erkennt, daß die unbedingt notwendige Säube­rung des öffentlichen Lebens wohl vorübergehend in Einzelfällen persönliche Härten mit sich bringen konnte, daß sie aber doch nur dazu diente, um in Deutschland d i e Herrschaft von Recht und Gesetz umso unerschütterlicher zu festigen.

Des Ausland wird auch aufhören, den Lügen- berichlen deutscher Emigranten das Ohr zu leihen, ihre Vrunnenvergiftung zu begünstigen, und der Meinung von Leuten Beachtung zu schenken, die einem Deutschland nachkrauern, in dem sie sich auf kosten des Volkswohles zu Ein­fluß bringen konnten, einem Deutschland, das niemals wieder auferstehen wird. Statt dessen wird man das Deutschland von heute kennen lernen, wie es wirklich ist, ein stolzes, unab­hängiges und friedliebendes Deutschland, ein Deutschland, das zwar die anderen Länder nicht nach leeren Sympathiekundgebungen, sondern nach ihren Handlungen beurteilen wird, das aber stets zu aufrichtiger Zusammenarbeit be­reit ist.

Eine solche Zusammenarbeit braucht durch eine durch noch so weitgehende Verschiedenheit des inne­ren Regierungssystems der einzelnen Länder nicht behindert zu werden. So bin ich überzeugt, daß sich die nun schon in einer Reihe von Jahren be­währten freundschaftlichen Beziehun­gen zwischen Deutsch! an d und der Sow­jetunion auch weiterhin fruchtbar gestalten wer­den. Das Gleiche gilt für das Verhältnis Deutsch­lands zu all' den anderen Ländern, die guten Willens sind. Die fremden Völker müssen und wer­den erkennen, welchen Gewinn es auch für sie be­deutet, in der vom Volkskanzler Adolf Hitler ge­führten Regierung einer Regierungsgewalt gegen­überzustehen, die nicht mehr ein Spielball zerrissener politischer Meinungen, widerstrebender wirtschaftlicher Kräfte und zufälli­ger Strömungen des politischen Lebens ist, sondern nach festen Grundsätzen und offen er­klärten A b s i ch t en die Geschicke ihres Landes leitet. So wird im Auslande schließlich allgemein die Auffassung Mussolinis Zustimmung finden, der er in seiner Rede über den Viermächtepakt mit den Worten Ausdruck gegeben hat:Deutschland ist da im Herzen Europas mit seiner gewaltigen Bevölke­rung von 65 Millionen Menschen, mit seiner Ge­schichte, seiner Kultur, seinen Notwendigkeiten. Eine

wahrhaft europäische Politik mit dem Ziel der Er­richtung des Friedens kann man Nicht ohne und noch weniger gegen Deutschland machen.

Das Echo im Ausland.

Paris, 16. Sept. (WTB.-Funkspruch.) Das außenpolitische Programm, das Reichsaußenmimster Freiherr von Neurath gestern vor den Vertretern der ausländischen Presse entwickelte, wird vom I o u r n a l als Auftakt zur außenpolitischen Herbst­kampagne des Dritten Reiches bezeichnet. Die Er­klärungen des Reichsaußenministers seien jedenfalls sensationell und würden nicht verfehlen, einen beträchtlichen Widerhall imAuslande zu finden, weil sie nicht nur die Frage der Ab- rüstung, sondern auch vor allem das öfter- reichische Problem in einem ganz neuen Lichte darstellten. Die royalistischeAction F r a n $ q i f ß" befürchtet, daß die geschickten Aus­führungen des Relchsaußenministers einen großen Einfluß auf die englischen, amerika­nischen und anderen Delegierten aus­üben werden, und daß Paul-Boncour in seiner eigenen Falle gefangen werden könnte.

In London wird die Ansprache des Reichs­außenministers in Berichten der Berliner Korre­spondenten inhaltlich zum Teil ziemlich ausführlich wiedergegeben, aber bisher, offenbar wegen des späten Eintreffens dieser Berichte, noch nickt be­sprochen.News Chronicle" weist in der lieber- schrift zu dem Berliner Bericht auf die Feststellung Freiherr von Neuraths hin, daß Deutschland keinen Krieg wolle. Der Korrespondent des

Blattes sagt, die mit tiefem Gefühl vorgetragene Rede sei die offenste, die seit vielen Jahren von einem deutschen Staats­mann gehalten worden sei.

Oie Fahne von Kehl.

Ein deplazierter Schritt des französischen Botschafters.

Berlin, 16. Sept. (TU.) Am Parteitag in Nürnberg hat der Sturm 169 aus Kehl eine Fahne mit der InschriftStraßburg" mitgeführt. Der französische Botschafter in Berlin, Francois Poncet, glaubte Anlaß zu haben, hier­über mit dem deutschen Außenminister Freiherrn von Neurath Rücksprache nehmen zu müssen.

Daß die französische Anfrage in feiner ®etfe berechtigt ist, geht aus einer Aeußerung des Kehler Bürgermeisters hervor, der darauf hinweist, daß Kehl früher ein Vorort von Straß- bürg gewesen sei. Es ist ferner zu bedenken, daß die Straßburg st atue in Paris m der Zeit vor dem Kriege dauernd umflort gewesen ist. Obwohl hierin ein Symbol der Jrredenta zu erblicken war, hat Deutschland damals niemals Schritte dagegen getan. Die Tatsache, daß der Name Straßburg auf der Fahne steht, bedeutet lediglich, daß die Grenzlande eine natürliche Tradition pflegen.Tradition" bedeutet aber weder Gegenwart noch Zukunft. Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens auch, daß früher die Hannoverschen Regimenter in Erinnerung an die Schlacht von Gibraltar das WortGibral­

tar" an ihren Uniformen trugen. Es ist nicht be- fannt, daß beispielsweise die Engländer jemals hieran Anstoß genommen hätten.

Vage Behauptungen.

Bernhard und Breitscheid vor der Londoner Untersuchungskommisson.

London, 15. Sept. (ERB.) In der heutigen Sitzung derinternationalen juristischen Untersu­chungskommission" verbreitete sich Georg Bern­hard, der ehemalige Chefredakteur derVossischen Zeitung", über die politische Lage zu Anfang des Jahres und stellte die Behauptung auf, daß alles, was über die kommunistische Gefahr gesagt werde, Märchen seien. Wenn die Kommunisten den Gedan­ken, den Reichstag in Brand zu stecken, gehabt hät­ten, so wäre die einzige Erklärung gewesen, daß all« Führer der Kommunistischen Partei wahn­sinnig geworden seien. Bernhard bemerkte weiter, er kenne den Kommunisten T o r g I e r sehr gut. Es würde seiner Ansicht nach für einen Mann dieser Art völlig unmöglich sein, eine derartige irr­sinnige Handlung wie 'den Reichstagsbrand zu be­gehen. Nach der Mittagspause wurde Rudolf B r e i t s ch e i d, der ehemalige Vorsitzende der so- -tialdemokratischen Reichstagsfraktion, vernommen. Auch dieser erklärte, er kenne Torgler seit vielen. Jahren und halte es für unmöglich, daß Torgler irgendetwas mit dem Reichstagsbrände zu tun hatte.

Die feierliche Eröffnung des preußischen Staatsrats Ern Wendepunkt deutschen Verfaffungslebens.-Der Staatsrat Mittler zwischen Volk und Aufgabe auf -em Wege zu einem neuen Deutschland.

Führung. Preußens

Berlin, 15. Sept. (WTB.-Funkspruch.) Schon am frühen Morgen hatten sich auf dem Platz vor dem Palais Kaiser Wilhelms I., in dem sich heute das Auditorium maximum der Berliner Universität befindet, riesige Menschenmassen eingefunden. Kurz nach 10 Uhr marschierte eine Ehrenabteilung mit sieben Fahnen vor dem Aulagebäude auf. Zwischen den Fahnenabteilungen nahm die Blutfahne vom 9. November 1923, getragen von SS.- Leuten der SS.-Standarte Adolf Hitler Aufstellung, mit deren Tuch die neuen Polizeisahnen geweiht werden sollen. Die neuen Fahnen sind in ganz lichtgrüner Farbe gehalten, ein großes weißes Hakenkreuz wird in der Mitte von einem Schild gedeckt, auf dem sich der preußische Adler befindet.

Schon vor 10 Uhr war der größte Teil der neuen Staatsräte vor dem Aulagebäude versammelt. Man sah den Führer der Deutschen Arbeitsfront und Stabsleiter der Politischen Or­ganisation der NSDAP. Dr. Ley, die preußischen Gauleiter, ferner den SA.-Obergruppenführer Prinz August Wilhelm, in der Uniform der Totenkops- Husaren Generalfeldmarschall van Mackensen, in Admiralsuniform Admiral von Trotha und im schwarzen Gehrock General Litzmann. Dun- k.'lrot leuchtete der Mantel des Bischofs Berning- Osnabrück, den man in angeregtem Gespräch mit anderen Staatsräten sah, darunter den evangeli­schen preußischen Landesbischvs Müller.

Oie Weihe -er Polizeifahnen.

Um 10,15 Uhr versammelten sich im Dienstgebäude des Ministerpräsidenten Unter den Linden die preußischen Staatsminister. Sie fuhren durch ein doppeltes SA.-Spalier. Der feierliche Zug wurde eröffnet durch den Wagen des Ministerräsidenten Hermann Göring, neben dem Stabschef R ö h m saß. Im zweiten Wagen saß Staatssekretär Kör­ner mit dem Reichsführer der SS., Staatsrat Himmler.

Ministerpräsident Göring

beginnt seine Ansprache an die Staatsräte:

Ich begrüße zunächst alle die, die der Einladung Preußens heute hier gefolgt sind. Heute herrscht Festesfreude überall. In ganz Preußen nimmt das Volk Anteil und feiert diesen Tag als einen Tag des Sieges der glorreichen national­sozialistischen Revolution, einen Tag des Sieges, der bekundet, daß auch äußerlich der Parla­mentarismus gestorben und vernich- t e t ist. lieber ein Jahrzehnt lang war Deutschland durch dieses System tiefer und tiefer gesunken, über ein Jahrzehnt waren Not und Schande, Schmach und Verbitterung im ganzen deutschen Volke. Und wer regierte Deutschland? Nicht Männer der Tat, sondern Parteien und Parlamente! Es herrschte und regierte d i e Feigheit der Zahl. Es war deshalb die erste Notwendigkeit der nationalsozia­listischen Revolution, gerade hier anzufassen, das System aus den Wurzeln zu heben dadurch, daß das System des Parlamentarismus, der Majorität vernichtet und zerstört wurde. Denn in der Welt­geschichte sind es immer nur Männer oder entscheidende Minoritäten gewesen, die die Geschicke eines Volkes bestimmt haben. Hätte es nur Parlamente in deutschen Landen gegeben, so wäre das deutsche Volk heute nicht mehr da!

Wir stehen heule an diesem Wendepunkt des Staatslebens. Die nationalsozialistische Staats- verfassung, die in diesem Staatsrat zum Aus­druck kommt, gilt heute nicht nut in Preußen, sie wird hinaus st rahlen in das ganze Reich. Sie ist der erste Versuch, zu beweisen und zu zeigen, daß dieses System der Arbeit das richtige ist. Deshalb dürfen wir vom Wendepunkt des Staatslebens sprechen, dürfen davon reden, daß hier ein Grund st ein national- sozialiftischer Staatsoerfaffung in Preußen und damit auchimReiche gelegt wird.

Gerade heute sind 71 Jahre verflossen, seitdem zum er st en Male im alten Preußen der Parlamentarismus in gefährlichster Weise sein Haupt erhob. Das Abgeordnetenhaus lehnte den Militäretat mit überwältigender Mehrheit ab. Durch die Berufung Bismarcks zur Staatsführung, ist die vom Parlament her drohende Gefahr für

Auf dem Platz vor der Aula nahm der Minister­präsident die feierliche Nagelung der Poli­zei f a h n e n vor. Dann schritt er die Front der Ehrenkompagnie ab und richtete eine kurze An­sprache an die stramm ausgerichteten Mannschaften der Polizei und der Wehrverbände. Gegen 11 Uhr betrat der Ministerpräsident mit seinem Gefolge den Festsaal.

Oie Eröffnungsfeier.

In der Neuen Aula hatte man im Mittelraum das Gestühl aufgeräumt uni) dafür nur für die Staatsräte in Halbkreisform rot gepolsterte Stühle aufgestellt. Hinter dem Rednerpult stand die Stan­darte der preußischen Schutzpolizei. Für den Mi­nisterpräsidenten war ein besonderer Sessel vor dem Podium aufgestellt. DasDiplomatischeKorps war schon gegen 10.30 Uhr größtenteils versammelt. Man sah den Doyen, den päpstlichen Monsignore O r s e n i g o und die Botschafter und Geschäftsträger aller in Berlin afrebitierten ausländischen Vertre­tungen. Auf der rechten Seite des Saales hatten die Reichs - und Ländermini st er Platz ge­nommen, dazu eine Reihe von höheren Reichswehr- offizieren und SA.-Führern. Man sah u. a. die Reichsminister von Blomberg, Gras von Schwerin- Krosigk, Dr. Gärtner, die Staatssekretäre Meißner und Feder. Um 11 Uhr geht ein Raunen durch den Saal: Ministerpräsident Göring erscheint in der Tür, in einfacher brauner Uniform, ohne Rangab­zeichen, geschmückt mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse und dem Pour le m^rite. Hinter ihm die Mitglieder des preußischen Staatsministeriums. Dann in der Tür, begleitet von einem SS.-Marm der greise Feldmarschall von Mackensen, hinter ihm Admiral von Trotha, dann General Litz­mann, die mit dem SS.-Führer Himmler und Stabschef Röhm in der ersten Reihe Platz nehmen. Die V-Dur-Suite von Dach ist verrauscht. Staatskapellmeister Prof. Heger, der das Staats­opernorchester dirigiert, hat den Stab niedergelegt.

einen machtvollen Aufstieg des Reiches zunächst zwar beschworen. Ader wir wissen, daß es auch einem Bismarck nicht gelang, das liebel parlamen­tarischer und demokratischer Geisteseinstellung von der Wurzel her zu beseitigen. Und als der Große vom Sachsenwald gegangen war, regten sich von neuem und mit wachsender Beharrlichkeit die Kräfte, die in der Demokratie westlicher Prägung ihr Vor­bild sanden, um jeden Aufstieg der Nation zu Macht und Größe zu erschweren ober gar zu verhindern. Der siegreiche Durchbruch der nationalsozialistischen Revolution hat das Chaos überwunden. Die Welt­geschichte wird einmal feststellen, daß von diesem Tage ab der Wiederauf st ieg Deutsch- lands beginnt. Sie wird aber auch feststellen müssen, daß es einzig und allein der Geist dieser Bewegung war, der Deutschland die Rettung brachte.

Wir Soldaten, die wir da draußen vier Jahre lang unser Volk und Vaterland verteidigt haben, wir mußten es draußen bitter spüren: Nickt wurde uns der Sieg entrissen durch die anderen, der Sieg wurde gestohlen durch das, was ein deutsches Parlament versäumt hatte, in wichtiaen Augenblicken zu tun. Dort draußen konnte der preußische Grenadier ermessen und fühlen, als ihm die Munition fehlte, als der Nachschub ausblteb, was einst ein feiges Parlament dem deutschen Volke angetan hatte. Wenn sich jemals erwiesen hatte, daß ein Parlament unfähia ist, ein Volk zur Größe zu führen und noch unfähiger, die Große zu behaupten, daß es schlechthin überhaupt nicht fähig ist, die Existenz eines Volkes zu sichern, bann hat bie Geschichte bes beutschen Parlaments vor bem Kriege diesen Beweis erbracht.

Darum sind wir so unendlich glücklich gewesen, als die siegreiche Revolution unserer Bewegung jener Zeil ein Ende bereitet, als wir endlich an jenem 30. Januar diese Seiten deutscher Schmach und Schande aus dem Geschichtsbuch heraus­reihen und ein neues Kapitel beginnen konnten. An die Spitze dieses Kapitels dürfen wir die Worte sehen: Die Ehre und die Jrei- tjeit sind das Fundament des kommenden

Reiches."

Eine unsagbar schwere Arbeit begann. Das Trüm­merfeld mußte gereinigt werden, um bem Neu­bau bes Reiches Platz unb Raum zu schaffen.

Eine schwere Verantwortung wurde damals auf uns Führer gelegt, gewaltige Ausgaben harrten ihrer Lösung. Im unentwegten Arbeiten unb fort­gesetzten Suchen nach Erfüllung unb Lösung dieser Probleme mußten wir halb eines erkennen, baß, so sehr bie Verantwortung bes einzelnen feststand, niemals ber einzelne glauben kann unb glauben bars, er könnte bie Mitarbeit bes Vol­kes beiseite schieben. Wenn man uns im Auslcmbe vorwirst, wir wollten bas Volk knechten, bas Volk sollte nichts mehr zu sagen haben, so beweist ber heutige Tag bas Gegenteil. Wir haben bas Volk zur Mitarbe it h e r a n g e z o g e n, wenn auch in anberer Form. Der Staatsrat, so wie er heute ist, darf ich sagen, ift mein eigenes Werk. Im Drange ber Arbeit erkannte ich, daß trotz eiserner Führung bie Gefahr bestaub, baß man allzuleicht ben Zusammenhang mit bem Volk ver­lieren könnte, baß man allzuleicht seine Entschlüsse, aufbaut auf Vorträge am grünen Tisch unb baß bann langsam wieder bie Bürokratie in schlechtem Sinne sich auswirken könne, daß wiederum dann volkssremde und vom Volke nicht verstandene Maßnahmen und Gesetze entstehen könnten. Darum wollte ich, so rasch es irgend ging, bie Verbunbenheit mit dem Volke wieder Herstellen.

Der neue Staatsrat, der hier geschaffen ist, ift ein Gremium von Männern, die f e l b ft mitten im Volk als Führer ft et) en, fei es auf politischem, fei es auf organi.a- torischem Gebiete, auf wissenschaftlichem ober kulturellem ober wirtschaftlichem Gebiete, über­all sind es Männer, die mitten im Volke stehen und mit ihm verbunden sind und die aus dem Volke heraus an uns herantragen sollen die Sorgen und Rote des Volkes und die Anre­gungen und Vorschläge, wie zu helfen sei. Män­ner, die die Staatsregierung unterstützen, und ihr helfen sollen bei Beratung der Gesetze, die immer wieder das Bindeglied darslellen sollen zwischen den Führern der Regierung und dem Volk. Aus dem Volke smd wir gekommen unb das Volk hat uns gerufen, deshalb werden wir nie und nimmer den Zusammenhang mit dem

Volk verlieren.

Meine Herren Staatsräte, Sie müssen Banner­träger unserer Bewegung sein unb zwar als Staatsorgane. Ihre Arbeit, die Sie hier tun, muß sich aus bas ganze Staatsleben auswirken, auf bie Provinzen unb Gemeinben. Ueberall müssen Sie Berstänbnis basür erwecken, baß nur bas Prinzip ber Auslese, daß nur ber Füh. rergebanke ein Volk retten kann. Der Staats­rat ist aufgebaut auf bem Prinzip bes Führers. Die Autorität geht von oben nach unten, bie Ver­antwortung aber immer von unten nach oben. Die letzte Verantwortung trägt ber Führer, unb er trägt sie vor seinem Gott unb seinem Volk. So ist ber Fährergrunbsatz auch bei ber Zusammensetzung dieses Staatsrates als Leitmotiv erachtet worben. Es ist kein Staatsrat, ber mit ben Mitteln unb ber Methobe ber Demokratie arbeitet, bie die Gleich­heit überall hinsetzt unb bann je nach Majorität abstimmt.

Der Staatsrat kann nicht ab ft Immen, well das das Sondermerkmal des Parlamentes ist. Der Staatsrat soll beraten, er soll hel­fen, der Staatsrat soll mitarbeiten, aber meine Herren, bie Verantwortung trage i ch allein und bin dazu berufen worden von meinem Führer. Die Verantwor­tung kann mir keiner abnehmen, und ich kann und darf sie mit niemand teilen. Deshalb bitte ich Sie inständig, in der furchtbar schweren Ar­beit mir zu helfen, damit ich diese Verantwor­tung vor meinem Führer und meinem Volk richtig tragen kann.

Der Wertmaßstab, nach bem ich bie Herren be­rufen habe, ist nicht Geburt, ist nicht Gelb, sinb keinerlei Vorrecht« eines' Standes, sondern einzig unb allein die Leistung, bie Treue unb die Hin­gabe an Führer unb an Volk. Es war baher selbst- verstänblich, daß sowohl der Stabschef ber SA., als auch der Reichsführerder SS. als Führer ber Ehrenbataillone ber Revolution in den Staats­rat berufen würben. Ebenso selbstverstänblich war es, daß alle die Führer, die an den politischen Kampfplätzen seit einem Jahrzehnt die Bewegung vorangetrieben hatten in unermüdlicher Arbeit be­rufen waren, in diesem Staatsrat zu sitzen. Selbst- verständlich waren dazu berufen die Männer, die am engsten mit dem deutschen Volke verbunden sinb; benn zum Gauleiter und SA.-Führer hat das Volk Vertrauen, zu ihnen kommt es und erzählt von seinen Sorgen imb Nöten. Es ist selbstver­ständlich, daß darüber hinaus Männer berufen wur-

Oie Eröffnungsrede des Ministerpräsidenten Göring.

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Der Ministerpräsident laut dieses Gelöbnisses ui Meine Herren, ich f Treuegelöbnis überreicht, austragt, dem Staa zu übermitteln. Sein F< nur seiner gewaltigen ! andern vor allem sagte t'ge Tag soll d danke dem Führer für di eines Vertrauens. Der st Uch sichtbares Zeichen di a r n e neue p r e u ft i1 Men. Wir danken dem heutigen Tage diesem ne, alten glorreichen Zeichen darüber hinaus dieses n !

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