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Glühwürmchen.
Don Sofie von Uhde
Copyright 1933 by I. L. A. Wien.
Jede Nacht sehe ich auf der kleinen Felsenmauer unter meinem Fenster, zwischen den spärlichen Far- renkräutern, die aus den Ritzen der Sieine wachsen, ein einsames Glühwürmchen sitzen. Es ist ein Weibchen und kann nicht fliegen; bescheiden und geduldig sitzt es in den Steinen und schickt sein grünliches Lichtlein in die Nacht.
Längst ist der Juni mit seinem Leuchtkäserreigen üTer den Wiesen und über den Rosen vorüber. Aus der hochzeitlichen Illumination der Frühsommernächte sind kleine, brave Haushalte geworden mit vielen, gefräßigen Larvenkindern und wachsendem Hang zur Beschaulichkeit; da ist kein Sinn und auch keine Zeit mehr für Wiesenfeuerwerk und Rosenbeleuchtungen. Zuweilen schwirrt wohl noch mit leichtfertigem Schein ein windiger Junggeselle durch die Nacht, aber diese unverbesserliche Gattung ist nun einmal nicht an Ordnung zu gewöhnen. Was ein rechter, sittsamer Glühwurm ist, der hat sein Lämpchen nun ausgelöscht und setzt bei der Erziehung der Kinder Kummerfalten und Sorgenspeck an.
Warum den-n nur leuchtet das kleine Weibchen in seiner Mauernische unter den Farrenkräutern noch immer so rufend durch die Dunkelheit? Ich betrachte es von Nacht zu Nacht mit wachsender Besorgnis: kein Zweifel, es ist sitzen geblieben. Ein kleiner Hungernder an der Tafel des Lebens. Aber mit dem dumpfen Glauben der Kreatur fitzt es und wartet und ruft.
Jeden Abend sehe ich ihm zu, wie es sein Lichtlein ansteckt. Ich besuche es zuweilen auch am Tage, aber da ist es ein höchst unscheinbares graues Würmchen mit verkümmerten Flugdecken und sagt mir nicht viel. Ich muß warten, bis es Nacht geworden ist und die kleine Lampe leuchtet, dieser stumme, zarte Ruf aus der Einsamkeit.
Nach und nach habe ich die Sache diefes geduldigen Geschöpfes zu der meinen gemacht. Stundenlang liege ich im Fenster und warte, ob nicht von den Wiesen oder vom Saum des Waldes her ein Lichtlein angeflogen kommt, vom Herzen des großen Vaters ausgesandt, um diesem rufenden, kleinen Wesen Erfüllung und Ergänzung zu sein. Denn jedes Geschöpf in der Welt hat irgendwo seinen Gefährten, und die ganze, große Frage ist nur die, ob es ihm begegnet.
Aber es kommt kein Lichtlein, von nirgendsher. Ich bin hinüber in das Wiesental gegangen und habe
dort eine halbe Nacht lang einen Hochzeiter für meine kleine Freundin gesucht, es war keiner da. Sie sind, wie gejagt, alle schon gesetzte Familienväter geworden.
Käme doch wenigstens einer von den windigen Junggesellen angeschwirrt. Ihr meint, da hätte sie auch nichts rechtes, die Kleine? Ach, sie hätte wenigstens ein Stückchen Leben gekostet, einen Trugtraum vom Glück oder vielleicht sogar das Glück selbst, wer will denn da richten? Auch noch das Leid, auch noch die Enttäuschung sind besser als das Nichts, dieser graue Vogel mit den leeren Augen. Hätte ich Macht zu handeln in der Welt, (o würde ich sorgen, daß das Leid der Tiere und Kinder aufhörte und das Am- Leben-Vorbeilaufen jo vieler Menschen; alles andere, auch die Not, auch die Prüfung, kommt von Gott und kann Segen bringen, aber dieses nicht.
Schon ist der Juli vorbei, schon ist der August gekommen. Kleines, geduldiges Lichtlein in der Mauerspalte, jetzt sieht's schlecht aus mit deinen Aussichten! Wenn das goldene Korn im Winde weht, ist kein Raum mehr für Verlangen und sehnenden Flug; bald klingt die Sichel. Ach, meine kleine Schwester unter den Farrenkräutern, wie du mich dauerst!
Käme doch der heilige Poverello von Assisi dahergewandert unter den Sternen, diese holdeste aller guten Gestalten, dieser Trost der Welt, die Sandalen noch staubig vom langen, heißen Wege, den Saum der Kutte feucht vom Nachttau, die Hände auf den Häuptern seiner Tiere und das Herz voll von Güte und Mitleid! Zu ihm, der die Sprache der Tiere versteht, würde das vergessene Lichtlein reden; in dies Ohr der Liebe würde es seine Rechtlosigkeit und seinen Kummer flüstern.
Und der Heilige in der armseligen Kutte würde ihm ohne Dünkel zuhören; und dann würde er das Licht seiner strahlenden Augen in die Nicht schicken.
Sieh, leuchtet es dort nicht über dem Wegrand? Schwebt es nicht blitzend heran, ein kleiner, grüner, fliegender Edelstein? Wiegt er sich nicht suchend über den Farren? Heller strahlt das Lichtlein in der Mauerritze, hellauf strahlt es.
Und über den Kies des Weges raschelt der Saum eines Gewandes zwischen dem leisen Tappen von Tierpfoten und verliert sich in den nächtlichen Wiesen.
Englands Skiaven-Besreier.
Sn London und besonders in seiner Heimatstadt Hüll finden große Feierlichkeiten statt, die das Andenken von William Wilberforce ehren. Er war der leidenschaftlichste Vorkämpfer für die Abschaffung des britischen Aegerhandels, und
als er 1833 starb, wurde wenige Tage nach seinem Tode die Beseitigung der Sklaverei in allen britischen Dominions und Kolonien zum Gesetz erhoben. Damit war die fast 50jährige Arbeit von Wilberforce mit dem endgültigen Erfolge gekrönt und eine Tat vollbracht, die der englische Historiker Lacky „unter die drei oder vier wirklich edlen Seiten in der Geschichte der Völker" einreiht. Um die Leistung dieses Menschenfreundes ganz zu begreifen, muh man sich vergegenwärtigen, wie der Sklavenhandel im achtzehnten Jahrhundert ausgefaht wurde. Er galt noch Ende des achtzehnten Jahrhunderts für eine der ältesten und gewinnbringendsten Industrien der Welt, war in England durch ein Gesetz Karls II. unter besonderen Schutz gestellt und brachte vor allem große Reichtümer. Roch um 1E0J betrug der englische Anteil an diesem Schacher mit Menschenfleisch jährlich 50 000 Sklaven, von denen jeder einen runden Profit von wenigstens 40 Mk. brachte. Die Sklaverei galt als etwas Selbstverständliches, und sogar in England selbst gab es noch 14 0 0 Sklaven, als 1772 der Regerhandel auf englischem Boden abgeschafft wurde. Man hielt damals in den besten britischen Kreisen den Sklavenhandel für unbedingt notwendig für das Blühen der westindischen Kolonien und wollte diese Industrie nicht allein in die Hände der Franzosen geraten lassen. Wilberforce hatte daher einen sehr schweren Stand, als er seit 1787 immer wieder im englischen Unterhaus gegen diese Kulturschande ankämpfte. Er war anfänglich ein reicher junger Lebemann gewesen, der besonders hoch Karten spielte, hatte dann aber nach einer plötzlichen Bekehrung beschlossen, sein Leben und seine ganze Kraft dem Wohle der Mitmenschen zu weihen. Er wurde beschimpft und auf jede Weise gehemmt. Reben den Handelsinteressen hinderten auch die französische Revolution und die napoleonischen Kriege den Sieg seiner Ideen. Aber es gelang ihm allmählich, das öffentliche Gewissen wachzurütteln. 1807 setzte er die Aufhebung des Regerhandels im britischen Machtbereich durch, und als er starb, hinterließ er die Anschauungen der britischen Welt so gründlich verändert, daß die Sklaverei noch im Jahre 1833 überhaupt in Großbritannien und den Kolonien ihr Ende fand. Freilich ganz unterdrückt ist der Menschenhandel auch heute noch nicht, und man hat ■ erst kürzlich berechnet, daß es noch mindestens 5 Millionen Sklaven auf unserem Erdball gibt.
Zeitschriften.
— „D e r Raturforscher" vereint mit „Ra- tur und Technik". Bebilderte Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Raturwissenschaften und ihre Anwendung in Raturschutz, Unterricht, Wirte schäft und Technik. Herausgeber: Dr. Oskar P r o ch n o w. Jahrgang X, Heft 5. 38 Seiten Text, 3 Tafeln und 32 Textabbildungen. Preis vierteljährlich 2,50 Mk., einzeln 1 Mk., Hugo Bermühler, Verlag, Berlin-Lichterfelde. — Ueber die große Bedeutung des gewaltigen Reichsbauplanes für Kraftwagenstraßen, der auf Anregung des Führers Adolf Hitler gegenwärtig durchgeführt wird, äußert Dr.-Ing. Schenck seine Auffassung und erläutert an Hand von wertvollem Zahlenmaterial die voraussichtlichen Ausmaße und Auswirkungen in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht. In einem besonders in Hinblick auf die Bedeutung der Landwirtschaft sehr beachtlichen Aufsatz über „Die deutsche Rinderzucht und ihre Leistungen" legt Geh. Reg.- Rat Prof. Dr. Hansen dar, wie es durch Einführung wissenschaftlicher Grundsätze in die Praxis der Tierzucht, durch Zuchtwahl, die Gründung von Herdbuchgesellschaften usw. gelungen ist, eine wesentliche Leistungssteigerung beim Milchvieh zu erzielen. Dr. O. v. Schubert schildert die wissenschaftlichen Grundlagen des Eissiche- rungsdienstes der Schiffahrt. Wie sich unsere Wälder in der nacheiszeitlichen Geschichte entwickelt haben, berichtet der Altmeister der pollen- analytischen Forschung, Prof. Rudolph in Prag, an Hand von Tabellen und schönen Bergleichsbildern gegenwärtiger Waldformen, die Dr. Hueck besteuerte. Die kleinen Aufsätze über zahlreiche Fragen aus Raturschuh, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik, über Beobachtungen und Betrachtungen aus allen Gebieten, über neueste Forschungsergebnisse usw. vervollständigen den wertvollen Inhalt diefes Heftes, das in seinem sauberen Druck und mit seinen vielen schönen Bildern außerordentlich ansprechend ausgestattet ist und jedem Raturfreunde viel Reues und Schönes bietet.
Dochschulnachrichten.
Die Honorarprofessoren an der Universität München Dr. Fritz van C a l k e r (Strafrecht), Dr. Karl Haushofer (Geographie), Dr. Ernst Rüdin (Psychiatrie) und Dr. Hermann Merkel (gerichtliche Medizin) wurden zu ordentlichen Professoren ernannt.
Aus aller Wett
faßt.
Lindbergh auf Island.
dem geeinten deutschen Volke auch auf dem Gebiete der Kurzschrift bringen werde.
Autounglück bei Düsseldorf. — Ein Toter, zwei Schwerverletzte.
Ein holländischer Personenwagen, der mit drei Personen beseht war, raste auf der Straße nach Willich bei Düsseldorf gegen einen Baum. Der Wagen wurde vollkommen zertrümmert. Ein junges Mädchen war auf der Stelle t o t, während die beiden anderen Insassen, von denen der eine ein Holländer ist, mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurden.
Falschmünzerwerkstatt ausgehoben.
Die Polizei in Rothenburg o. T. hat in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei Heilbronn in einem Rothenburger Anwesen eine Falsch- münzerwerk statt ausgehoben. Bei den Durchsuchungen wurden eine schwere Presse, zahlreiche Werkzeuge sowie eine große Menge von Halb- und Fertigfalsifikaten gefunden. Die Falschmünzer, von denen drei in Rothenburg und drei in Oehringen (Württemberg) festgenommen wurden, haben sich vornehmlich mit der Herstellung von falschen Zehn- und Fünfzigpfennigstücken be-
Gnadenerweise des preußischen Ministerpräsidenten.
Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat der preußische Ministerpräsident die durch das Sondergericht in Beuthen am 16. September 1932 gegen den früheren Oberlandjäger Hermann Springer verhängte Todesstrafe im Gnadenweg in eine 15jährige Zuchthaus st rase umgewandelt. In gleicher Weise hat er den von dem Schwurgericht in Koblenz am 20. Oktober 1932 zum Tode verurteilten Fleischer Viktor Krutzek zu einer Zuchthausstrafe von 15 Jahren begnadigt. Der Adjutant des Reichskanzlers schwer verunglückt.
Die Reichspressestelle der RSDAP. teilt mit: Auf der Fahrt nach Reit im Winkel (Oberbayern) erlitt Dienstagnachmittag einer der den Führer begleitenden Wagen einen Unfall. Hierbei wurde der Adjutant des Führers, Gruppenführer Brückner, schwer verletzt durch schweren Schädel- und Armbruch. Die weiter im Wagen befindliche Richte des Führers und eine weitere Dame erlitten leichtere Verletzungen, während die Schwester des Führers ohne Verletzung davonkam.
Rückkehr des „Gras Zeppelin" von seiner Südamerikafahrt.
„Graf Zeppelin" ist am Dienstagnachmittag von seiner vierten diesjährigen Südamerikafahrt wieder nach Friedrichshafen zurückgekehrt. An Bord befanden sich 16 Passagiere und 105 Kilogramm Post. Punkt 18 Uhr landete das Luftschiff auf dem Werftgelände.
Die Gleichschaltung der Stenographenverbände.
Nachdem vom Nationalsozialistischen Lehrerbund an alle stenographischen Systemoertretungen, die nicht die Reichskurzschrift lehren, die Aufforderung ergangen war, ihre Organisationen aufzulösen, um den Vereinen den Weg zur Eingliederung in eine zu gründende Deutsche Stenographenschaft freizumachen, hatte der D e u t s ch e S t e n o- graphenbund Gabelsberger von 1868 einen außerordentlichen Bundestag nach Halle ein- berufen. Nach mehrstündiger Aussprache wurde der Beschluß gefaßt, den Bund aufzu'lösen, da für die bestehenden Kurzschriftverbände in der neu zu gründenden Deutschen Stenographenschaft kein Raum sei. In der Entschließung wird nach einem Rückblick auf die 65jährige Tätigkeit des Bundes die Zuversicht ausgesprochen, daß die große nationale Erhebung die Wiederherstellung des Idealismus in
Die „Irish Gazette" veröffentlichte am Dienstagabend eine amtliche Mitteilung über die bevorstehende Inkraftsetzung zusätzlicher Bestimmungen zur Verfassung, die die Einsetzung emes S o n d er gerichlshofes ermöglichen. Dieser würde für eine große Reihe politischer Vergehen äußer st große Strafen, ja sogar die Todesstrafe verhängen dürfen. Ein Berufungsrecht gegen die Urteile dieses Gerichtshofes würde nicht bestehen.
General O'Ouffy verzichtet auf den Kirchgang.
Dublin, 16. Aug. (WTB. Funkspruch.) General O ' D u f f y hat sich auf Intervention der Kirche hin entschlossen den für den kommenden Sonntag anberaumiea Kirchgang derDlau- hemden abzusagen. Es sollen stacl dessen in jedem Distrikt Versammlungen der Rationalgardisten stattfinden, in denen nach einem Schweigen von zwei Minuten zu Ehren der verstorbenen Rationalhelden eine Botschaft des Führers der Rationalen Garde verlesen wird. O Duffy lehnt es ab, über den Inhalt dieser Botschaft bereits jetzt Angaben zu machen.
Tenor gegen dir irischen Zlanhemden
Einsetzung von Militärgerichten gegen die Opposition.
D u b l i n, 15. Aug. (WTB.) 2m ganzen Freistaat hat bereits eine allgemeine Razzia nach Waffen eingesetzt, die, wie man erwartet, zu zahlreichen Verhaftungen führen wird. Die Ereignisse entwickeln sich mit großer Geschwindigkeit. Man hält es nicht für ausgeschlossen, daß noch vor Ende der Woche ein Haftbefehl gegen General O'DuffY und die Führer seiner Gruppe' erlassen wird. Wie verlautet, hat das Kabinett heute noch keine Entscheidung über ein Verbot der demonstrativen Kirchgänge der Blauhemden am nächsten Sonntag gefaßt. Im Lager der Partei des früheren Präsidenten Cosgrave finden Beratungen über die Bildung einer Einheitsfront mit den Blauhemden im Hinblick auf die Möglichkeit von Reuwahlen statt. Von gewissen Teilen der Partei soll Cosgrave angeblich zum Rücktritt aufgefordert worden sein.
Mit großer Spannung sah man am Dienstag der Sondersitzung des irischen Kabinetts entgegen, die über drei Stunden dauerte. Am Dienstagabend wurde mitgeteilt, daß die Einsetzung eines Militärtribunals beschlossen worden ist, um gegen politische Ausschreitungen oorzugehen.
Der amerikanische Weltflieger Oberst Lindbergh traf am Dienstag um 7.22 Uhr in Reykjavik ein.
Englisches Schulmädchen versehentlich von einem Kampfflieger erschossen. Ein ungewöhnlicher Unglücks fall ereignete sich bei der Sheppey-Jnsel an der Themse-Münduna, wo ein 15jähriges englisches Schulmädchen durch das Maschinengewehrfeuer eines englischen Kampfflugzeuges getötet wurde. Das Opfer ist Ioan. Chesterton, die mit ihrer älteren Schwester auf die See hinausgerudert war, um den abgetriebenen Ball ihrer jüngsten Schwester aufzufischen. Als die beiden Mädchen etwa 500 Meter von der Küste entfernt waren, brauste ein Geschwader von fünf englischen Kampfflugzeugen heran und eröffnete M a - schinengewehrfeuer auf eine Reihe von Zielbojen. Einer der Flieger verwechselte anscheinend das Boot mit einer Zielboje und schoß darauf. Das fünfzehnjährige Mädchen wurde von mehreren Kugeln getroffen und sofort getötet, während ihre ältere Schwester mit dem Leben davonkam und den Leichnam ans Ufer zurückbrachte.
Verantwortlich für Politik: i. V.: Ernst Blumschein.
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Im weiterer anlassung der L Hessen stamme wohnhafter K, w Frankfurt c transportiert.
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Die Vegnißiuig deritalienischen Geschwaderflieger
Der Duce dankt den.versammelten Teilnehmern des großen Geschwaderfluges zwischen denRumen auf dem Palatin, die noch immer ein Wahrzeichen der Große des alten Roms und zugleich eine Mahnung an die jetzt lebenden Geschlechter darstellen.
Prag verbietet deutschen preffesunk.
Knebelung der deutschsprachigen Zeitungen.
Prag, 15. Aug. (TU.) Das Mittagsblatt der tschechischen Sozialdemokratie „Pra- v o L i b u " schreibt:
„Die TU. in Berlin ist seit dem Siege Hitlers das Zentrum der nationalistischen und revisionistischen Propaganda in ganz Europa. Von dieser Kanzlei bezieht auch der „ T a g e 5 b o t e ", das Blatt der Brünner deutschen Bourgeoisie, seine Nachrichten. Man warf dem Blatt vor, daß es das Hitlerregime verteidige. Die feindliche Propaganda, die die Berliner TU. betreibt, hat auch die Aufmerksamkeit der tschechoslowakischen Behörden hervorgerusen. Gestern wurde der Redaktion des „Tagesboten" ein Auftrag der Brünner Postdirektion zugestellt, mit dem auf Grund des Artikels 70 des internationalen Telegraphen- Abkommens (Brüsseler Revision 1928) die Bewilligung zum r a d i o t e 1 e f o n i s ch e n Empfang des von der Agentur Telegraphen-Union, Berlin, verbreiteten Rundfunks widerrufen wird. Deutschland hat durch seinen Rundfunk eine zersetzende Arbeit in Oesterreich aeleiftet, weshalb es gut ist, daß die tschechoslowakischen Behörden durch Präventivmaßnahmen darauf hinarbeiten, daß sich bei uns derlei Dinge nicht ereignen können."
Hierzu stellt die Telegraphen-Union fest, daß das Prager Postministerium außer bei dem „Brünner Tagesboten"
auch bei einer Reihe anderer deutschsprachiger Zeitungen in der Tschechoslowakei die ihnen seinerzeit erteilte Bewilligung zur Aufnahme des Tlll-Funks widerrufen hat.
Im übrigen zeigt die Tatsache, daß diese Nachricht zuerst in einem s ozialdemokratischen tschechischen Blatt veröffentlicht wird, wer allein in der Tschechoslowakei an dieser unverständlichen Maßnahme des tschechischen Postmini
steriums gegen bi e deutschsprachige Presse interessiert ist. Das sind niemand anders als die tschechischen Marxisten, die offenbar befürchten, daß die von der Telegraphen- Union verbreiteten einwandfreien Tatsachenberichte über das nationalsozialistische Deutschland der marxisti- Hetze Abbruch tun könnten. Daß die über Deutschland zu berichtenden Tatsachen für sich sprechen, steht außer Zweifel — so wenig die bloße Verbreitung von Tatsachen als „Propaganda" anzu- sprechen ist.
Die Frage ist, was die tschechische Regierung damit erreichen will, daß sie die Verbreitung der Wahrheit über Deutschland in der Tschechoslowakei unmöglich macht.
Glaubt die tschechische Regierung wirklich, daß sie durch eine derartige Maßnahme ihrer internationalen Stellung einen Dienst leistet? Die Begründung des Verbots ist dazu wohl doch zu wenig fundiert. Die tschechischen Behörden haben u. a. beanstandet, daß Revisionsreden und Artikel Mussolinis von der TU. wiedergegeben wurden, ebenso kritische italienische und französische Stimmen, die sich mit der Kleinen Entente und ihrer Politik befaßten! Darin sieht die tschechoslowakische Behörde einen Beweis für eine „revisionistische Propaganda".
Als ob es journalistisch angängig wäre, Reden
des italienischen Ministerpräsidenten mit Stillschweigen zu übergehen.
Oder glaubt man in Prag wirklich, solche wichtige internationale Tatsachen dadurch ungeschehen zu machen, daß man ihrer Verbreitung Schwierigkeiten in den Weg legt?
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