S.J.Jpori
Oufstbekämpfung beim Sport.
-6on £)r.X Zänecke.
Nichts ist quälender, nichts seht die körperliche Leistungsfähigkeit mehr herab als Durstgefühle, besonders dann, wenn beim Sport hohe Anforderungen an den Organismus gestellt werden. Durst entsteht dadurch, dah dem Gewebe Wasser entzogen wird, und die Salze und kristalloiden Stoffe im Blute vermehrt werden. Diese Anhäufung der Salze wirkt auf das Durstzentrum im Zwischenhirn, und von hier aus erfolgt die Regulierung durch Wasserausnahme.
Beim Sport tritt der Durst in den verschiedensten Stärtegraden auf. je nachdem, ob das Wetter besonders schwül und drückend ist, oder ob etwas Wind für Abkühlung sorgt. Die Stärke des Durstes richtet sich nach der Art des Sportes und kann endlich auch noch wesentlich herabgesetzt werden durch hygienische und zweckmäßige Kleidung. Die Menschen leiden nicht alle gleichmäßig unter Durst, vielmehr durstet der etwas zur Körperfülle neigende leichter, als der magere.
Durch eine systematische Gewöhnung und Erziehung kann man den Durst ziemlich weitgehend beherrschen lernen. Der Sportler muß ausprobieren, mit welcher Menge Flüssigkeit er auskommen kann; er muh stark gewürzte und allzu fette Speisen meiden und muh mit Energie gegen Durstgefühle angehen, denn allzu große Flüssig- kecksaufnahme seht die Leistungsfähigkeit der Körpermuskulatur herab und belastet den Kreislauf unnötig.
3n leichten Fällen von Durst kann man sich damit helfen, daß man den Mund spült und so die trocken gewordenen Schleimhäute des Mundes und Rachens erfrischt oder indem man Kaugummi, Pfefferminzplätzchen, Mentholbonbons oder dgl. zu sich nimmt. Saftiges Obst hat neben der Durststillung noch den Vorteil der Zuführung von Vitaminen und Rährstoffen und erfreut sich daher ebenso wie Tomaten großer Beliebtheit in allen Sportkreisen.
Ist der Durst allzu groß und kann der Sportler nicht ohne Flüssigkeitszufuhr auskommen, dann sind neben Milch und Kaffee vor allem Fruchtsäfte und alkoholfreie Obstgetränke sowie fruchthaltige Limonaden (Brauselimonaden) zu empfehlen, weil sie neben Fruchtsäuren und erfrischender Kohlensäure _auch leicht verdaulichen Zucker enthalten, der vom Körper ausgenommen und in Kraft umgcsetzt wird. Auf der Erfahrung, dah Zucker die Leistungsfähigkeit der erschöpften Körpermuskulatur zu steigern imstande ist, beruhen erfolgreiche Versuche, den Sporttreibenden Traubenzucker in leicht verdaulicher Form zuzuführen.
Wichtig ist auch die Temperatur der Getränke bei der Durstbekämpfung. Zu kalt genossene Flüssigkeiten köcknen zu Magen- und Darmkatarrhen, sowie Vieren- und Blasenschädigungen führen, dagegen wirken Getränke von normaler Temperatur
eher durststillend und sind nicht gesundheitsschädlich.
Die Frage der Durstbekämpfung sollte alle maßgeblich beim Sport interessierten Kreise mehr noch als bisher beschäftigen. Rur dann kann es gelingen, Schäden zu verhüten und Leistungen zu steigern.
Heinz Loh feiert 50. Steuermannssieg.
Line Ehrung bei der Gießener Rudergesellschaft.
Auf allen Regattaplätzen, die die Gießener Ruder- gesellschaft 1877 besucht hat, ist Heinz Loh eine bekannte Persönlichkeit. Er ist nahe dabei, in die Reihe „berühmter und bekannter Steuerleute" eingruppiert zu werden. Gefürchtet ist er heute schon dort, wo die Regattabahn nicht ganz gerade verläuft und an die Stunft des Steuermanns große Anforderungen gestellt werden. Er genießt deshalb, und wegen seiner Leistungen überhaupt, das größte Vertrauen der Mannschaft, die sich restlos auf ihn verläßt und während ihrer Rennen willig seinen taktisch richtigen Anweisungen folgt. Daß Loh seine oft schwierigen Aufgaben immer als echter Sportsmann gerecht geworden ist, geht aus der Tatsache hervor, daß er bei seinen fast 100 Starts noch kein einzige! Mal wegen Benachteiligung einer anderen Mannschaft ausgeschlossen worden ist.
Die Freude über seinen Jubiläumssieg war daher allgemein, als sich zur Feier dieses Anlasses am gestrigen Abend der Vorstand der Gießener Rudergesellschaft am Bootshaus einfand. Der Vorsitzer empfing die Achter-Mannschaft nach ihrer ersten Trainingsfahrt seit der Regatta in Mainz-Kastel an der Anlagepritsche, beglückwünschte sie nochmals zu ihren großen Erfolgen am vergangenen Samstag und Sonntag und sprach den besonderen Glückwunsch dem Steuermann Heinz Loh aus, der bei dieser Gelegenheit seinen 5 0. Steuermannssieg errungen hatte. Diese Zahl zu erreichen sei ihm als erstem Mitglied seit dem Bestehen der Gesellschaft gelungen. Da sei eine gewaltige Leistung, die aber noch überboten werden könne, nachdem sich auf den letzten Regatten gezeigt habe, daß die Mannschaften berechtigte Hoffnungen auf weitere Siege hegen können. Der Vorsitzer würdigte sodann die besonderen Verdienste des Steuermanns, lobte vor allem die enge kameradschaftliche Verbundenheit mit seiner Mannschaft und übermittelte die besten Wünsche und Hoffnungen auf die Zukunft. Nach seiner Ansprache verlieh er dem Steuermann auf Beschluß des Vorstandes die goldene Ehrennadel des Vereins. Heinz Loh dankte mit bewegten Worten.
3m Anschluß daran ehrten die Ruderer ihren lieben Kameraden und gemeinsamen Kämpen durch die Ueberreichung eines Lorbeerkranzes mit Widmung. Eine kurze Ehrenfahrt im Achter beschloß den feierlichen Akt. Bei dem folgenden gemeinsamen Abendessen tauschte man Erinnerungen aus. Eine größere Feier fand nicht statt, da das strenge Training und die großen Aufgaben, die sich die Mannschaften gestellt haben, Sonderoeranstaltungen nicht zulassen.
Wie Stuttgart rüstet...
Oer Gesundheitsdienst während des Turnfestes.
Wer die Zahlen von Stuttgart hört: 200 000 Turner und Turnerinnen, davon 120 000 Festzugsteilnehmer, 70 000 Freiübungsturner und Turnerinnen, über 400 000 Festbesucher insgesamt, wird dem Generalstabsarzt a. D. 2r. Reiste, dem Vorsitzenden des Sanitätsausschusses für das 15. Deutsche Turnfest in Stuttgart, Recht gegeben, wenn er sagt, daß die Vorbereitungen für dieses Fest nicht geringer sein dürften, als bei dem Aufmarsch einer großen Armee. Er muß es wissen, denn er hat die entsprechende Erfahrung. Es ist gewiß, daß ein friedliches Turnfest für die Besucher keine persönlichen Gefahren bringen kann, und daß deshalb ängstliche Gemüter keine Gefahren zu fürchten brauchen. Immerhin hat die Erfahrung gelehrt, daß die Ansammlung gewaltiger Menschenmassen den Arzt stets zu bestimmten Vorsichtsmaßnahmen zwingt. Davon ist kein Fest, auch nid): die Schützenfeste, Volksfeste usw., ausgenommen.
Die Maßnahmen, die der Arzt angesichts des 15. Deutschen Turnfestes zu ergreifen hat, zeugen davon, welche ungeheure organisatorische Arbeit der Hauptfestausschuß in Stuttgart zu leisten hat. Der Gesundheitsdienst hat schon seit Monaten fleißige Vorbereitungsarbeit geleistet, zusammen mit dem Wohnungsausschuß.
Die Unterbringung von 200 000 Festteilnehmern, soweit diese in Massenquartieren, wie Schulen
und Sälen, erfolgt, erfordert genaueste gesundheitliche Ueberwachung.
Diese erstreckt sich aus die Wasserversorgung, Entwässerung usw. und nicht zuletzt auf die Verpflegung. Eine Selbstverständlichkeit ist es, daß auch der Gesundheitszustand der in den Massenquartieren Untergebrachten einer sorgfältigen Ueberwachung bedarf, wobei nach dem Grundsätze verfahren wird: „Verhüten ist leichter als heilen."
Für die erste Hilfe bei plötzlichen Erkrankungen hat sich die gesamte Aerzteschast Stuttgarts zur Verfügung gestellt. Beratungsstellen sind vorgesehen. Die erstklassigen Stuttgarter Krankenhäuser werden in allen Einzelheiten Vorkehrungen treffen, um für jeden Fall gewappnet zu fein. Bei einem Arbeitsfeste, wie dem Deutschen Turnfest, muß auch an den Unfalldienst gedacht werden. Bekanntlich find die Unfälle beim 14. Deutschen Turnfest in Köln sehr gering gewesen.
Es wird ganz von den Wettkämpfern und Wettkämpferinnen abhängen, durch ihr verhallen zur Vermeidung irgendwelcher Unfälle beizutragen.
Die jeweilige Einstellung der einzelnen Pqrson spielt dabei eine große Rolle. Körperliche und geistige ^rische, Aufmerksamkeit, Nüd)temheit, Willenskraft, Ehrgeiz, Tollkühnheit usw. sind dabei ausschlaggebend.
Die Teilnehmer sollen indessen die Gewißheit haben, daß auf dem Festplatze und in der Stadt für alles gesorgt ist. So werden sich auf dem Festplatze zwei Hauptverbandsplätze für Turner und Turnerinnen befinden und zwei Hilfsplätze im Zeltlager und je ein Hilfsplatz in der Hauptkampfbahn, in der Tribüne der Festwiese, in der Post und bei den Spielplätzen. Eine Hilfsapotheke wird außerdem in der Nähe des Eingangs errichtet. Insgesamt werden zehn Sanitätskolonnen mit 600 Mitgliedern bereit stehen, die aufs beste ausgerüstet fein werden. Die sanitären Einrichtungen, soweit sie den Turnerinnen zur Verfügung stehen, unterstehen der Aufsicht einer erfahrenen Stuttgarter Aerztin
Eine große Aufgabe erwächst dem Sanitätsaus- fchuß durch den Feftzug am Sonntag. Namentlich wenn in der inneren Stadt bei großer Hitze sich die Menschen zu Hunderttausenden in den Straßen drängen, dann müssen am Wege des Festzuges Vorkehrungen durch Nettungsposten, Erfrischungsstellen und Verbandsplätze getroffen werden. Es ist dafür schon ein fest umriffener Plan ausgestellt, an dessen Durchführung der Landesverband vom Roten Kreuz und die Aerzteschast Groß-Stuttgart beteiligt fein wird.
*
Kleine Tnrnfestnachrichien.
Aufgehoben ist die Polizeistunde über die ganze Dauer des 15. Deutschen Turnfestes in Stuttgart.
150000 Turner und Turnerinnen haben den Festbeitrag für das 15. Deutsche Turnfest bereits bezahlt. Bestimmt wird sich diese Zahl der tätigen Turner auf 200 000 erhöhen. Dies ergibt bei einer Ausgabe von 50 Mark in fünf Tagen 10 000 000 Mark. Am letzten Samstag und Sonntag
wird über die doppelte Anzahl von Feftbefuchern in Stuttgart erwartet.
Zweieinhalbtausend Briefe gingen am 1. Juni bei der Geschäftsstelle für das 15. Deutsche Turnfest ein.
3000000 Fahrkarten müssen gedruckt werden für die verschiedenen Sonderzüge anläßlich des 15. Deutschen Turnfestes in Stuttgart.
Zu den besten Kunden der Reichspost zählt die Geschäftsstelle für das 15. Deutsche Turnfest in Stuttgart, lieber 50 000 Mark Porto sind bisher gebraucht worden. Der Portobedarf nimmt von Monat zu Monat zu. Im Mai waren es nahezu 12 000 Mark.
Von 229105 Turnerinnen in der Deutschen Turnerschaft werden an dem 15. Deutschen Turnfest in Stuttgart etwa 20 000 tätig teilnehmen.
lieber 1000 Schwimmer und Schwimmerinnen werden an den Wettkämpfen beim 15. Deutschen Turnfest in Stuttgart beteiligt sein.
Lokalkampf Sp.-Vg. 1900 gegen VfB. 1:0 (0:0) abgebrochen.
Das letzte Spiel vor der Sperre lockte noch einmal eine ansehnliche Zuschauermenge auf den Waldsport- platz. Zu Beginn entwickelte sich ein hochinteressanter Kampf, der jedoch — erstmals in der Geschichte der Lokalkämpfe zwischen 1900 und VfB. — ein vorzeitiges Ende nahm. Undiszipliniertes Verhalten eines Teiles der Zuschauer trug letzten Endes dazu bei, daß es zum Spielabbruch kam. Durch einen Zusammenprall zweier Spieler kam es zu heftigen Szenen. Bericht folgt.
Wirtschaft.
Einzelhandel und Würiiembergische Metallwarenfabrik.
Berlin, 15.Juni. (WTB.) Die vielfach in der letzten Zeit beobachtete Tendenz der Württembergi- schen Metallwarenfabrik, Geislingen, neue Ver - faufs ft eilen einzurichten, hat in dem beteiligten Facheinzelhandel große Beunruhigung hervorgerufen. Um die Gegensätze, die zwischen der Würt- tembergischen Metallwarenfabrik und dem Einzelhandel bestehen, auszugleichen, hat der Deutsche Industrie- und Handelstag beide Parteien am 14. Juni 1933 zu einer eingehenden Aussprache eingeladen. Man kam überein, dem Deutschen Industrie- und Handelstag von beiden Seiten formulierte Vw rschläge einzureichen, die eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Parteien ermöglichen soll. Der Deutsche Industrie- und Handelstag wird diese Vorschläge zur Prüfung enkgegennchmen und seinerseits einen Vermittlungsplan ausarbeiten. Die Verhandlungen sollen spätestens bis 30. Juni zu Ende geführt werden.
* Die LagederKvaftfahrzeugindu- st r i e. Mit der steuerlichen Entlastung ist auf dem Kraftfahrzeugmarkt ein grundsätzlicher Umschwung eingetreten. Mit arbeitstäglich 419 Einheiten lagen die Zulassungen fabrikneuer Personenkraftfahrzeuge um rd. 107 Prozent über den Zulassungen im Mai v. I. und um rd. 15 Prozent über denen im Mai 1931. Gegenüber den Zulassungen im Mai 1930 blieben die diesjährigen nur noch um zirka 9 Prozent zurück. Gegenüber dem Vorjahre hat sich auch der Markt für Vutzfahrzeuge weiter gebessert. Die Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffung dürste auf dem Automobilmarkt einen neuen Anreiz bieten, überalterte Fahrzeuge durch neue zu ersehen.
* Die Sage in der Schuhindustrie. Nach dem Tätigkeitsbericht des Reichsverbandes der Deutschen Schuhindustrie sank im abgelaufenen Geschäftsjahr die Ausnutzung der Produktionsfähigkeit dieses Industriezweiges auf einen Monatsdurchschnitt von 54,5 (57,4) Prozent. Bei der Zugrundelegung der Bevölkevungsziffer des Deutschen Reiches mit 64,9 Millionen Einwohnern würde auf den Kopf der Bevölkerung im Durchschnitt 0,91 Paar Lederschuhwerk i. I. 1932 entfallen fein. (1931: 0,96, 1930: 1,04). Die Preisentwicklung auf dem Schuhmarkt zeigt eine ständig fallende Tendenz. Von Mitte 1928 bis April 1933 ist ein Rückgang des amtlichen Großhandelsindex für Schuhzeug um 44,5 Prozent zu verzeichnen. Die Gesamtproduktion der deutschen Leder- sd)uhindustrie betrug 1932: 60,21 Mill. Paar gegen 65,61 Mill. 1931, was einen Rückgang um 8 Prozent bedeutet.
* Hapag-Lloyd-Union, Hamburg. Der Generalversammlung soll vorgeschlagen werden, den im Jahre 1932 eingetretenen Verlust, der sich nach Vornahme des vertraglichen Ausgleichs auf je 13 0''993 Mk. beläuft, aus den im Vorjahre zu diesem Zwecke gebildeten Sonder-
rücklagen von je 24 Millionen Mark zu decken. Abschreibungen auf die Flotten sind mit Rücksicht auf die außerordentlichen Abschreibungen im Jahre 1931 nicht für erforderlich erachtet worden. An Stelle von Dr. Philipp Heineken, der sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender vor kurzem niedergelegt hat, wurde Karl Lindemann zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates des Rorddeutschen Lloyd gewählt. Anton Bretje wurde zum ordentlichen Vorstandsmitglied ernannt. Die Generalversammlung der Hapag soll auf dcn 26. Juli in Hamburg, die des Rorddeutschen Lloyd auf den 27. Juki in Bremen einberufen werden.
* Abschlüsse b et bayerischen Großkraftwerke. Die Bayernwert AG., München, schließt das Geschäftsjahr 1931/32 (30.9.) nach insgesamt 2,0 Mill. Mark Abschreibungen und 0,16 Mill. Mark Rückstellungen unter Berücksichtigung einer Zuweisung aus dem Reservefonds von 0,95 Mill. Mark und nach Verrechnung des Gewinnvortrages aus dem Vorjahre ohne Gewinn und Verlust ab. (Der vorjährige Reingewinn von 35 574 Mark wurde vorgetragen.) — Die M i 111 e r e I s a r AG. München schließt nach Abschreibungen von 1,73 Millionen Mark unter Berücksichtigung einer Zuweisung aus dem Reservefonds von 0,64 Millionen Mark und nach Verrechnung des aus dem Vorjahr vorgetragenen Reingewinnes von 30 529 Mark gleichfalls ohne Saldo ab. — Auch die Walchenseewerk AG. München schließt nach 0,664 Mill. Mark Abschreibungen sowie 0,099 Mill. Mark Rückstellungen unter Berücksichtigung einer Zuweisung aus dem Reservefonds von 0,55 Mill. Mark und nach Verrechnung des Gewinnoor- trages von 23 577 Mark ohne Gewinn und Verlust ab.
Frankfurter Abendtörfe still.
Frankfurt a. M., 15. Juni. Die Frankfurter Börse war auch im Abendverkehr außerordentlich still. Die durch die Londoner Konferenz auferlegte Zurückhaltung machte sich weiter bemerkbar, und auch die schwächeren Auslandsbörsen hielten vom Geschäft ab. Indessen war die Stimmung nicht unfreundlich, AEG. notierten 0,25 Prozent höher, und JG.-Farben blieben behauptet. _
Auch der Rentenm arkt hatte gut gehaltene Verfassung, Alt- und Aeubesihanleihe waren um eine Kleinigkeit höher. Im Verlaufe blieb die freundliche Tendeirz bestehen, und es traten meist leichte Befestigungen bis zu 0,5 Proz. ein. Don Jndustrieobligationen zogen Stahlvereinbonds 0,5 Prozent an. Altbesih 76,88, Reubesitz 12,25, Stahlverein-Bonds 65,25, Schutzgebiete 8,05, Mexikaner Irrigation 5,75, Deutsche Bank und Diskonto 59, Reichsbank 137,50, Mannesmann 68,75, Rheinstahl 94,25, Phönix 40,88, Akkumulatoren Berlin 183,50, Aku 39,75, Chade 170,75. Scheideanstalt 171, Gesfürel 93, Holzmann 57,50, Rütgers 59,37, Siemens & Halske 164,50, Reichsbahn-VA. 99,38, Rodlloyd 18,38, Hapag 17,50.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Diebinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H Lombordzinsfuß 5 o. H.
;<ranHuii u. «Dt.
Berlin
Schluß« furd
Echlußk. Abend- börle
Schlußkurs
Gchlußk. Wittag» börse
Datum
14-6.
15.6.
14.6
15.6
6% Deui'che Retchsaniethe v. i9zi
84,25
84,5
84,5
84,4
6% ebem.7% Dl.ReichSanl. v. 1929
90,5
90,75
90,75
90,75
5'/z% ?)oiinn Anleihe von 1930 .
77.5
77,13
77,25
77,13
Deuklche Anl.°AblöI..Sckuld mf
AuSloj..Reckten ...........
76,5
76,9
76,4
76,8
Dekgl. ohne Auslos.-Rechte.....
12.4
12,25
12,4
12,2
6% ehern. 8% Hess. Voltes,a<N 1929
irückzahlb. 102%)...........
—
—
79,5
79,5
Oberhessen Provinz-Anleihe mi
Auslos.-Rechten ............
68
68
_
6% Heil. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12......
82,25
82.25
82
—
6’/,% Heil'. Lande? Hvpolhekcn-
banl Darmstadt Cfqul
86.25
85,5
__
_
Dentjche Komm. Sainmelab I.An
leihe Seriel mit Auslos.-Rechten
70,25
69,9
70
70,13
6% ehem. 8% Franks. Hnp.-Äam
Gvldvse. 15 unkündbar bis 193"
83,5
83,25
6% ehem. 7% Rrnuff. Hnp-Ban
Goldvse. 16 unkündbar bis 1936
83.5
83
—
6'/,% ehem. 4'/2% Franks. Hyp.
Bank-Ltqu.-Pfandbriefe .....
85
85
bVi% ehem. 4'/,% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpsc. ...
6% ehem. 8% Pr. Landespsand
86
85,75
——
briefanflall, Pfandbriefe R. 19
84
—
85
85
6% ehem. 7% Pr. Landespsand
briesanklall. Pfandbriefe R. 1>
84,5
84,5
—
84
Verrechnungskurs
85,7
85.75
85,7
85,75
4% Oesterreickiicke Goldrenie...
—-
_
17,75
4,20% Lesterreichische Eilberrenü
—
1,2
1,4
4% Ungarische Goldrente.......
——
4% Ungarische Staatsrente v. 191( 4V,% besgl. von 1913.........
6% obgeil. Goldmexikaner von 99
—
——
——
—
—
_
11,5
11,5
11,25
11,5
4% Türkische Zollanleihe von iSi ।
6.4
6,45
6,45
6,45
4% Türkische Bagbadbahn-Anleih'
"Serie I.....................
6,25
6,4
6,45
—
strankluri a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußl. Abend- btfri-
Schluß« kurs
Scklußk. Miliag- bflric
Datum
14.6.
15.6.
14.6.
15.6.
4% desgl. Serie II ............
6% Rnmän. Vereins,. Rente v. 1903 4'/r%Rumän.veretnh.Renlev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .
3%% Anatolier ..............
Hamburg-Amerika-Paket ..... ,
Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Hansa Dampfschiff...........o
Norddeutscher Lloyd .........o
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. o
Berliner Handelsgesellschaft.... 4
Commerz- und Privat-Bank... 0 Teutsche Bank und Disconto-
Gesellickast................c
Dresdner Bank..............<>
Reichsbank ................. ,
A.E.G..................... 1
Elektt. LiesemngSgesellschaft... ■ Licht und Kraft .............,
stellen & Guilleaume ........0
Gesellschaft für Elektrische Unter- nehmungen............... 4
Rheinische Elektrizität ........6
Cchuckert L Co..............0
Siemen« & Halske...........;
LahmeyerLEo..............10
Buderus ...................।
Deutsche ErdSl .............4
Geilenkirchener..............0
Harpener...................0
Hoeich Ellen—Köln-Neuelien.. 0 alle Bergbau ...............7
rilfe Bergbau Genüsse ........7
Klöcknerwerkc ...............0
Mannesmann-Rühren........0
6,25
6,1
5
28
17,75
18,65
51,5
51
59
48
138
25,25
92
111.5
56
93
97
113
165
125,25
75,25
118,5
63
104 75
160
122
-9,25
69,5
6,4 5,75
4,9
28
17,5
18,4 50
51
59 47,5
137,5
25,13
92
111
55,75
93 96,75 113,5 164.5
124
75,25 117,75
62,75 104,_l
156
121.5
59 68,75
6,5* 6
5
28
17,75
26 18,5 51,5
91
51,5
59,25
48
138
25,4
92,5 111,25
56
93,4
97
113 165,65 125,75
76 118,25 62,75 104,25
69,4
160 123,25 59,13
69
6,6
10,5 5 28,25
17,5
25
18,5 50,25
91
51,5
59 47,5 137,65
24,9
92
110,5
56
93,13
95.5 113,25 164,65 124,25
75,5
117 62,65 104,75 68,65 157,5
122
59
68,9
strantsuri a. Ml.
Berlin
Schluß« kurs
Schlußl. Abcnd- börle
Schluß« lurs
Schlußk. Mittag- börse
Datum
14.6-
15-6.
14.6-
15.6.
Mansfelber Bergbau.......
.. 0
25
25
25,5
25,75
Kokowerte ...............
.. 0
—
—
83,5
83
Phönix Bergbau...........
.. 0
41
40,9
40,9
40,75
Rheinische Braunkohlen ....
..1"
210,5
208
210
208
Rheinliabl ...........
.. 0
94,25
40,5
94,25
40,13
94,75
40,4
94,5
40,13
Bereinigte Stahlwerke......
.. 0
Ltavi Minen .............
.. 0
18,25
18
18,25
13.4
Kaliwerke Aschersleben......
.. 6
130,65
132
131
132
Kaliwerke Westeregeln......
Kaliwerke Salzdetfurth.....
.. 6
.. 9
131,5
176.5
132,5
176
132,5
176
175
.3 G. starben.Jndllstrte.....
erfielbeanftalt.............
.. 7
132,9
132,13
132,75
132,25
..10
170,75
171
Goldschmidt .............
51,5
39,5
51,5
59 4
51,13
59
Rütgerswerke .............
.. 0
59^4
Metallgesellschaft...........
39
39,13
39,25
38,5
Philipp Holzmann.........
Zementwerk Heidelberg ....
Cemenlwerk Karlstadt.......
. 0
58
57,5
58
58
:;
80
78
79,5 79
Schultheis Payenhoser......
. 0
124,5
40.25
48
50,5
21
116,13
30,25
48,5
125,75
40
49,5
50,5
115,75
Mu (Allgemeine Kunstseide) .
Bemberg.............
. 0
40
48
51
22
39,75
49,5
51
22
Zellstost Waldhos..........
ßellstoss AschassettLurg .....
Dessauer Gas ...........
. 0
. 0
. 7
Daimler Motoren..........
30,25
48,5
Deutsche Linoleum ........
48,25
30
Crenfteln & Koppel .......
. 0
48,13
Leonhard Tietz............
Chade....................
23,5
170,5
23 170.75
23,25
48,25
23,4
170
171,5
Gritzner.........
27,5
70
27,5
27,5
Mainkraftwerke Höchst a.M. .
: 4
70
Süddeutscher Zucker ........
154,5
155,5
155,25
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
14 Juni
15-3unl
Amtliche Notierung
Geld | Brie
Amtliche Notierung
Geld | 23ric"
Helsingior».
Wien......
Prag......
Budapest ...
Sofia .....
Holland ....
Oslo.......
6,339 46,95
12,64
3,047
170,08
72,38
63,89
73,78
14,34 0,903
3,506
59,09
22,07 16,61
81,62 36,06 82,52 0,894
0,229
5,195
13,05
6,351 47.05
12,66
3,053 170,42
72,52 64,01
73,92 14,38 0,907 3,514 59,21
22,11 16,65
81,78 36,14
82,68 0,896 0,231
5,205
13,07
6,339 46.95
12.64
3,047 170,08
72.48 63,84
73,68 14,33 0,908 3,506 59,04 22,07 16,62 81,67 36,06 82,52 0,894 0,229 5,195 13,05
6,351 47,05 12,66
3,053 170,42
72,62 63,96 73,82
14,37 0,912 ?,514 59.16 22,11
16,66 81,83 36,14 82.68 0,896 0,231
5,205 13,07
Kopenhagen. Stockholm... London .....
Buenos Airee Reuyork...
Brüssel-----
Italien.....
Paris .....
Schweiz... Spanien.... Danzig.... Japan.....
Rio de Jan.
Jugoslawien Lissabon....
Banknoten.
Berlin, 15.Jun:
Geld
Brief
Ameritanticke Roten..............
3,47
3,49
Belgische Roten..................
58,88
59,12
Dänische Noten ...............
63,47
63,73
Englische Noten .................
14,29
14,35
stranzöjische Nolen...............
16,58
16,64
Holländische Noten...............
169,71
170,39
Italienische Noten...............
Norwegische Noten ..............
21,95
72,31
22,03
72,59
Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling
Rumänische Noten...............
2,46
2,48
Schwedische Noten...............
73,50
73,80
Schweizer Noten.................
81,49
81,81
Spanische Nolen................
35,93
36,07
Ungarische Wetee................


