Ausgabe 
16.2.1933 Frühausgabe
 
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S.Ji.-'fport

Hindenburgpreis für den Segelflieger Wolf Hirth.

Der Hindenburgpreis zur Förderung des Segel­fluges 1932 ist einstimmig dem Diplomingenieur Wolf Hirth (Grunau) in Anerkennung seiner sportlichen und wissenschaftlichen gleich zu bewer­tenden Leistungen zugesprochen worden.

Westdeutsche

Hochschul-Hanvbal! Me sterschast.

Universität Köln wird Meister.

In Köln-Mühlheim wurde die westdeutsche Hand­ball-Meisterschaft der Hochschulen entschieden. Die beiden Universitäts-Mannschaften aus Köln und Münster lieferten sich eine ebenbürtige Partie, doch konnte die Universität Köln zum Schluß noch mit 5:4 (1:2) einen glücklichen Sieg herausholen.

Tischtennis auf dem Lande.

Grohen-Bufeck I Großen-Llnden I 6:5.

Das am vergangenen Sonntag in Grotzen- Linden ausgetragene Rückspiel endete mit einem knappen Sieg für Grohen-Buseck. Die einzelnen Ergebnisse:

Einzelspiele: RauBläh 21/16, 16 21, 22/20, 15 21, 21'18; Diertelhausen Seipp 21/12, 21/15, 21/17; Stcinmüller Volk 26/24, 11'21, 18/21, 16 21; PfeifferJunker 21/9, 22z20, 19 21, 21/17; W. Schwalb H. Luh 15 21, 13 21, 21 14, 11/21; Kümmel W. Luh 24/22, 15 21, 21/19, 21 18; A. Schwalb E. Schwarz 17 21, 21 17, 18/21, 15/21.

Doppelspiele: Rau-Pfeiffer Blah-Bolk 12/21, 21/17, 19/21, 22 20, 23/21; Stcinmüller- Diertelhausen Seipp-H. Schwarz 21/8, 21/14,

21 17; Schwalb W.-Schwalb A. Luh, Sy - SchwarzE. 21 23, 20/22, 14/21; Kümmel-Pfeiffer Luh W.-Junker 19/21, 12/21, 19/21.

Kurze Sportnotizen.

D i e Deutschen Ski-Meisterschaften sind wegen der ungünstigen Schneeoerhältnisse in Freudenstadt um eine Woche auf die Tage vom 24. bis 26. Februar verschoben worden.

Verlegt wurde auch der Abfahrtslauf auf dem Feldberg im Schwarzwald. Er wird am 29. Februar stattfinücn.

*

Di e Toronto Nationals, die kanadische Eishockeymannschaft, die an den Weltmeisterschaften in Prag teilnimmt, trug ihr erstes Spiel auf euro­päischem Boden in Liverpool aus, wo sie eine eng­lische Auswahlmannschaft mit 6:2 schlug. In ihrem zweiten Spiel konnten die Toronto-Kanadier gegen die Oxforder Studentenmannschaft nur 1:1 unent­schieden spielen.

A n den Eishockey-Weltmeisterschaf- t e n in Prag, die am kommenden Samstag begin­nen, nehmen nun endgültig die folgenden Länder teil: Kanada, USA., Deutschland, Oesterreich, Bel­gien, Schweiz Tschechoslowakei, Rumänien, Italien und Polen. Schweden, der Verteidiger der Europa­meisterschaft, hat endgültig verzichtet.

*

Schneefall melden die meisten deutschen Mit­telgebirge. Auch in der Rhön und in Teilen des Schwarzwaldes bestehen wieder Wintersport-Mög­lichkeiten.

Deutsches Turnfest - Fest einer Ration.

So gehet denn hin, ihr unsere lieben Gäste und verkündet daheim, was ihr geschaut. Der- kündet, wie ihr bewegten Austausch der Gedanken und Gefühle in der Hebung der gemeinsamen deutschen Turnkunst empfunden und im tiefsten Herzen erlebt habt, dah wir zueinander gehören, dah wir ein Fleisch und ein Blut!"

Kann man den Sinn der Deutschen Turnfeste reiner zeich-ea, als es Heinrich v. T r e i t s ch k e mit vorstehenden Worten in seiner Festrede zum 3. Deutschen Turnfest in Leipzig 1833 getan hat. Inzwi.chen sind viele Deutsche Turnfeste hin­gegangen, die Turnerschaft feiert in den Tagen vom Ä. bis 30. Juli 1933 das 15. in der Reihe. Immer sind sie eine Feier des Bekenntnisses, des Bekenntnisses zu Turnen und Daterland.

Der innerste Antrieb für den einzelnen Teil­nehmer ist der Wunsch, an diesen Festtagen als Mitglied der Turnerschaft für ihre Größe und Bedeutung einzustehen und mitzuhelfen, daß sich der Sinn des Turnens der großen Oeffentlichkeit darstellt. Wenn sie zu Dreihigtausenden ge­meinsame Freiübungen machen, so geschieht es in diesem Augenblick gewiß nicht zur körper­lichen Ausarbeitung, sondern eben als

Befennfnis gemeinsamen Strebens, wie ein gemeinsamer Schwur der Ergebenheit und

Pflichttreue.

Rakürlich hat dieses Fest einen gediegenen turne- mfq>en Inhalt, dazu gehört naturnotwendiger­weise auch die Krönung der Besten, also der Wettkampf der Meister.

Die Gestalt dieser Wettkämpfe wechselt, sie entspricht jedesmal dem, was zur Zeit an For» men des Betriebes fest gegründet ist. Insofern sind die Deutschen Turnfeste ein Spiegel der Geschichte der Turnkunst. So enthielt schon das 1. Deutsche Turnfest in Koburg 1830 Wettlauf Hoch'prung, Schwimmen, Riegenturnen an Reck, Darren und Pferd, Ringen, Turnspiele und Feuerwehrübungen.

Das Leipziger Turnfest 1833 enthielt u. a. den "Lauf über ein griechisches Stadion" und ein Steinstoßen mit Weitsprung" verbunden. Ge­meinsame Freiübungen und Musterriegenturnen waren schon in jener Zeit in Brauch. Die Turn- seftordnung von 1907 brachte einen volkstümlichen Fünfkampf, Wettschwimmen, Fechten und Schau­rudern.

Das letzte Turnfest vor dem Kriege. Leipzig 1913. vereinte schon 65 000 Teilnehmer, bei einem Stande der Mitgliedschaft von 1 100 000. Das miL.bl®t Vorfeiertagen und sechs Hauptfesttagen die heutige zeitliche Größe. Die erste Feier nach Friedensschlutz, München 1923

brachte den Ausdruck turnerischer Erneuerung. Auf der Theresienwiese war ein regelrechter Sportplatz entstanden und alle Formen der Leibesübungen kamen zur Geltung, so daß 1928 in Köln nicht viel hinzuzufügen war.

Das kommende Fest wird einen vollkommenen lieberblick über olle sommerlichen Zweige der Körperkultur gewähren.

In diesen großen Feiern spiegelt sich aber nicht weniger als die Turngeschichte auch die Geschichte Deutschlands. Entstanden sind sie aus der Sehnsucht tzach demeinigen, so schönen und herrlichen Daterland" wie es Theodor Ge- orgii in seiner Festrede vom Jahre 1860 aus­drückte. Diese Sehnsucht durchweht die Feiern Berlin 1861 und Leipzig 1863.Richt ob es geschehen wird, steht die Frage, nur wann es sich vollenden wird", undSo wahr ist es, daß ein Dolk unfehlbar erreicht, was es be­geistert und ernstlich will".Wo der Staat noch zaudert, ein notwendiges Gesetz zu geben, wo er die Ehre der allgemeinen Wehrpflicht dem Dolle vorenthält, da treten freiwillig die Männer zusammen, da scharen sich die Schützen und unsere fröhliche Turnerschaft und lehren der Jugend die ersten Tugenden des Kriegers. Manneszucht und die Herrschaft über den gestählten Arm und festen Mut. das Daterland zu schirmen mit dem eigenen Leibe." So hat Treitschke in seiner schon genannten wundervollen Rede die Zukunft vorweggenommen.

2Us sich dann durch Bismarck das erfüllte, was für JahnTraum seines erwachenden Lebens, Morgenrot seiner Jugend. Sonnenschein seiner Manneskraft und der Abendstern" war, der ihm zur ewigen Ruhe winkte, da gewannen die Feste in steigendem Maße Größe und Glanz aus Deutschlands glücklicher Zeit. Aber ihre ganze Kraft zogen sie doch deutschem Schicksal gemäß, aus der deutschen Rot. Das Turnfest 1923 zu München mit seinen 220 000 Teilnehmern war ein solches elementares Kundtun der Gefühle innerer Unbesiegbarkeit.

Die Turner des Rheinlandes liehen sich damals von der Besahungsarmee den weg zum Turnfest nicht sperren, sie schwammen, ihre Mahnen ge- schühk am Leibe, nächtlicherweile über den Rhein.

Die Seiet 1928 von Köln mit 250 000 Besuchern toar dann zugleich öie Befreiungsfeier dieses gleichen Rheins von fremder Herrschaft, Hnd wenn die Turner in diesem Jahre-trotz aller Rot nicht minder zahlreich als früher ins schöne Stuttgart einziehen werden, so wird dies, dürfen wir hoffen, zugleich die Feier der wiedergewonne­nen ganzen Freiheit fein.

^00 Jahre Laubacher Dezirlssparlaffe.

a Laubach, 15. gebt. Am 9. April d. I. kann die hiesige Bezirkssparkasse auf ihr lOOjähtiges Bestehen zurückblicken. Hebet die Entwicklung der Kasse wird der derzeitige Direktor, Oberamtsrichter i. R. Zimmermann, eine Denkschrift verfassen. Mit Rücksicht auf die gegenwärtigen Derhältnisse beschloß der Dor­stand, von einer größeren Jubiläumsfeier Ab­stand zu nehmen und in der am 1. Oktober statt­findenden Hauptversammlung der 100jährigen Gründung in einfacher, aber würdiger Weise zu gedenken. Der Aufstieg und das außerordentliche Dertrauen, deren sich die Laubacher Dezirksspar- kasse erfreut, sind beredte Zeichen für ihre gute Verwaltung.

40 Jahre Veteranen- und Mlitärverein Groß-Eichen.

n Groß.Eichen, 14. Febr. Am Sonntag feierte der hiesige Veteranen - und Mili- tat verein sein 40jähtiges Bestehen Dem Ernst der Zeit entsprechend wurde von einer größeren Feiet abgesehen. Am Vormittag be­suchte der Verein geschlossen mit Fahne den Gottesdienst. Abends fand dann im Rahnschen Saale die diesjährige Hauptversammlung statt Der 1. Vorsitzende, Gg. Zimmer, begrüßte die sehr zahlreich erschienenen Mitglieder und wid­mete dem im vergangenen Jahre Heimgegangenen Gründungsvorsitzenden Johann Philippi und den im Weltkrieg gefallenen Kameraden herzliche Worte des Gedenkens. Hierauf folgte die Rech­nungsablage durch den Rechnet O. I o st. Die Rechnung wurde gutgeheißen und dem Vorstand Entlastung erteilt. Aus Anlaß des Jubeltages konnte fünf Mitgliedern das Ehrenzeichen für 40- jährige Mitgliedschaft überreicht werden, und zwar den beiden noch lebenden Gründern K. Schmidt und Konrad Paul, sowie den Mitgliedern Aug. Hofmann, Wilh. I un g und Eduard Rahn, die gleich nach der Gründung dem Verein bei­getreten waten. In bewegten Worten dankten die Jubilate für die ehrenvolle Auszeichnung. Dann wurden die Wahlen vorgenommen. Der gesamte Vorstand, sowie der Rechner und Vereinsdiener wurden einstimmig wiedergewählt. Ehrenvor­sitzender K. Schmidt überreichte sodann einen von ihm dem Jubelverein gestifteten Ehrenfahnen-

nagel, den der 1. Vorsitzende mH Worten be8 Dankes in die Obhut des Vereins nahm. Weiter wurden noch verschiedene Vereinsangelegenheiten erledigt, u. a. wurde auch die Gründung einer Kleinkaliber-Schühenabteilung ins Auge gefaßt. Als Schießleiter wurde Heintch Becker II. gewonnen. Der 1. Vorsitzende gab so­dann einen Heberblick über den Verein feit seiner Gründung. Am 12. Februar 1893 wurde der Ver­ein zur Pflege der Kameradschaft und der Vater­landsliebe gegründet. Gründer waren: Johann Philippi (f), Karl Ellrich (f), Karl Schmidt, Kon­rad Paul, Konrad Rau (t), Heinrich Alt (f), Karl Stein (f) und Konrad Rühl. Dem jungen Verein traten alsbald einige Reservisten und die Veteranen von 1856 und 1870/71 bei. Stetig wuchs der Verein weiter. 1914 zogen viele Mit­glieder ins Feld; 5 liehen ihr Leben in Feindes­land (Ernst Schombcrt, Emst Hch. Faust, Emst Tröller, August Tröller und Emst Elbrich). Rach dem Kriege meldeten sehr viele Krieger ihre Mit­gliedschaft an, so daß dssr Verein zur Zeit etwa 70 Mitglieder zählt. Der Vorsitzende schloß mit einem Hoch auf den Verein, den H'.ssiaverband und das deutsche Vaterland. Stehenv wurde das Deutschlandlied gesungen. Zollsekretär i. R. H o f - mann forderte dann zu reger Werbearbeit auf, um auch die zu gewinnen, die leider noch abseits stehen. Die Glückwünsche der Gemeinde zum Jubi­läum sprach Bürgermeister F a u st in beredten Worten aus und schloß mit einem Hoch auf den Jubelverein. Es folgten sodann noch einige Stun­den gemütlichen Zusammenseins.

Büchertisch.

Die Einkorn men st euererklarung 1 9 3 3. Hnter dem TitelDie Einkommensteuer- erklämng und Körper, chaftssteuererklärung 1933" ist im Jndustrieverlag Spaeth & Linde, Verlin W 10, Genthiner Straße 42, eine Broschüre erschienen, in der die einschlägigen Fragen nach dem Einkommen- und Körperschaftssteuergeseh, den letzten Rotverordnungen und neuesten Er­lassen behandelt werden. Alle Fragen sind an Hand von Mustereintragungen so eingehend er­läutert, daß die Ausfüllung der Formulare für jedermann leicht fein wird. Das Heft, dessen Preis sich auf 1,45 Mk. beläuft, sei allen Inter­essenten zur Beachtung empfohlen. (45.)

Wirtschaft.

Der deutsche Außenhandel im Zanuar 1933.

Qan* und Ausfuhr sind im Januar der Erwar­tung entsprechend stärker gefallen. Im einzelnen betrug die Einfuhr 368 Millionen Mark und die Ausfuhr 391 Millionen Mark, so daß der Monat Januar mit einem Ausfuhrüberschuß von 23 Mil­lionen Mark gegenüber 68 Millionen Mark im Dezember abschließt. Gegenüber dem Dezember ist die Januareinfuhr um 55 Millionen Mark zurück- gegangen, davon entfallen auf Lebensmitteln 26 Millionen Mark, auf Rohstoffe 18 Millionen Mark und auf Fertigwaren 10 Millionen Mark. Der Rückgang der Januarausfuhr beträgt gegenüber dem Monat Dezember 100 Millionen Mark, wo­von 88 Millionen Mark auf die Fertigwaren und 10 Millionen auf Rohstoffe und halbfertige Waren entfallen. Der Rückgang der Ausfuhr hat mehr oder weniger den Warenumsatz auf fast allen Ge­bieten getroffen. Es ist aber nicht zu erwarten, daß der in früheren Jahren beobachtete stärkere Rück­gang der Ausfuhr im Februar sich im laufenden Jahre zeigen wird, da erst die nächsten Jahre,'wenn die eingeführten Verbesserungen der Handels­statistik sich voll ausgewirkt haben, zeigen werden, welches der wahre Saisonverlauf- in Ein- und Ausfuhr um die Jahreswende ist.

*

* Verlängerung des Westdeutschen Zementverbandes um zweiJahre. In der Gesellschafter- und WerkbesiHerversammlung des Westdeutschen Zementverbandes, die am 15. Februar in Bochum stattfand, wurde der Liefe­rungsvertrag auf zwei Jahre bis zum 31. Dezem­ber 1934 verlängert. Eine kurzfristige vorzeitige Kündigungsmöglichkeit ist für den Fall vorgesehen, daß ein Außenseiter auf dem Markt neu erscheint und den Versand von Zement aufnimmt.

Sranffurfer Abendbörse uneinheitlich.

Fr ankf urt a. M., 15. Febr. Auf die erneut schwachen Reuyorker Eröffnungskurse reagierte die Abendbörse mit stärkster Zurückhaltung. Die ame­rikanischen Dankschwierigleiten fanden wegen ihrer mehr lokalen Bedeutung nur noch wenig Beach­tung, dagegen zeigte man sich im Hinblick auf die weitere innen- und außenpolitische Entwick­lung besorgter. Infolge der Enge der Märkte er­

fuhren die Kurfe im vergleich zu dem Berliner Schluß nur unbedeutende Veränderungen. JG.- Farben blieben mit 107,25 Prozent knapp gehal­ten. Siemens waren dagegen leicht erhöht.

Am Rentenmarkte eröffnete die Reubesitz­anleihe mit 9,15 Proz. unverändert, während Reichsaltbesitz und späte Reichsschuldbuchforderun­gen die erholten Schlußkurse des Mittagsverkehrs nicht ganz hielten. Am festverzinslichen Marit zo­gen Deutsche Kommunal-Sammel-Ablösungsan- leihe l um 1,50 Prozent auf 61,5 Prozent an. Von fremden Werten blieben türkische Anleihen trotz niedrigerer Pariser Kurse fest. Reubesitzanleihe 945, Altbesitzanleihe 67,13, 6proz. Stahlverein- Vvnds 68,25, 4proz. Schuhgebietsanleihe 6,35, 4- Prozentige Türken Bagdad-Bahn Seriell 6, Reichsbank 147,75, Gelsenkirchen 58, Harpener 88 25, Kali Aschersleben 113, Mannesmann 60, Rheinstahl 74,25, Stahlverein 35 bis 34,75, Bekula 119,38, Gement Heidelberg 50, Ehern. Albert 58, Scheideanstalt 154,75, Licht & Kraft 91,50, IG - Farben 107,25, 2G.-Farben-Bonds 98,50, Siemens 135,25, Hapag 17,25.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 15. Febr. Die Veröffent­lichung der Vollstreckungsschutzverordnung für die Landwirtschaft löste an der heutigen Getreide­börse zwar einige Zurückhaltung aus, doch war die Grundstimmung in Erwartung weiterer Agrarmaßnahmen und auf Grund der höheren Preise in Berlin etwas fester. Das Angebot war gering, aber auch die Rachfrage hielt sich in sehr engen Grenzen. Die Hmsatztätigkeit be­schränkte sich nur auf die Deckung des notwen­digsten Bedarfs, zumal auch vom Mehlmarkte, an dem die Forderungen um 0,25 Mark per Doppelzentner erhöht waren, keine Anregung ausging. Das Futtermittelgeschäft war sehr ruhig bei knapp gehaltenen Preisen. Cs notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen 204, Roggen 163,50, Sommer­gerste für Brauzwecke 177,50 bis 180, Hafer (inl.) 130 bis 135, Weizenmehl (südd. Spez. 0 mit Aus­tauschweizen) 28,75 bis 29,75, do. Niederrhein. Spez. 0 mit Austauschweizen 28,75 bis 29,75 Roggenmehl, 60prozentige Ausmahlung 22,75 bis 23,75, Weizenkleie 7,40, Roggenkleie 7,85 bis 8 Tendenz: stettg. In Handelsklassenware fanden Abschlüsse nicht statt.

Sranffurt a.M.

Berlin

furd

fünf

b»rs-

bör e

14.2- I 15.2.

14.2-

15.2.

108,13

107,4

48,25

48,25

4,65

4,6

4,9

4,5

0

37

36,5

28,75

28

28

142 I 142,25

142.5

Die hinter den

194,5

74,65

0 6

6

48

50

35,9

15,75

115

117

171,5

5 0

v io

0

5

0

0

26,5

80

92,5

52

78.25

98,5

86.5

135,25

116,75

150

106

45

60

23,5

26,5

80,5

91,5

51,5

26,65

81,75

92,5

52,25

23

37

34,75

15,75

113

115

170

28,5 68

38,5

47

49,5

26

101,75

38,5

46,13

50,5

114

23

38

41,5

37

141

37,65

42,5

35,5

79

99

87,5 132 118

7

10

0

0

0

35,25

15,75

114,5

117,5

171

47,75

50

38

43,75

35,13

47,5

91,25

58.25

89

80

99

87.4

132,75

118

46,5

89,75

57,75

88,75

53

149,5

105,75

44,65

60,13

24 68,9

34,75

192 75

38,25

47

50,5

27

46,75

89

58

88,25

26,75

81

91,25

51,13

106,9

155

38

43,25

35,25

35 15,65 112,5 114,5

170

106,5 46,13 60,25

24

70 35,65

195 74.25

22

37,25

Buderus ....

Deutsche Erdöl

101,25

39

46,5

49,75

26

112,5

22,5

37,13

40,25

36,75

139,9

151,5

106,25

46

60.4

23,5

78,5

99

87

134,75

116,65

A.E.G (Helft. Lieserungsgesellschast"'.' Licht und Kraft ............

Reiten & (HuUleaume Gesellschaft für Elektrilche Unter­nehmungen ...............

Rheinische Elektrizität .

Schucken & Go..............

Siemens & Halske Labmeyer L Lo.......

48

91

59,13

88,5

53,9

107,25

154,75

37,5

42,5

35,13

34,5

191

74.25

3 G. Farben-Jndustrie

Scheideanstalt........

Goldschmidt Rüigerswerke Metallgesellschaft

Devisenmarkt Berlin - Frankfurt cl Ht

Datum

Kereintflte Stahlwerke........

Olavi Minen ...............

Kaliwerke Aschersleben

Kaliwerke Westeregeln

Kaliwerke Salzdetfurth

Philipp Holzmann o|

Zementwerk Heidelberg d

Lementwerk Karlstadt.........o

Maytz L Drehtag ............o|

Mannesmann-Röhren .. ManSselder Bergbau ... Oberschlei. KokSwerke... Tchönix Bergbau.......

Rheinische Braunkohle, Rheinstahl

Gelsenkirchener y

Harpener.............. o

H°e!ck> Lisen-Köln-Neuesken.. 0 Ilse Bergbau . ....

3lfe Bergbau Genüsse ..

Klötknerwerke .........

Gritzner....................oi

Mainkraftwerke Höchst a.«. ... 4

Süddeutscher Zucker e

Schultheis Patzen Hofer 0

Slku (Allgemeine Kunstseide) ... 0

Bemberg................. 0

Zellstoff Waldhof 0

Zellstoff Aschaffenburg 0

Dessauer GaS...............7

Daimler Motoren Deutsche Linoleum y Orenktein & Koppel 0 Leonhard Tietz g Thade........................

Schluß.

-openo»

. 7 . 0 . 0 . n . 0 . 0 .10 . 0

NU

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt deschlosfenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H.. Lombardzinsfuß 5 o. H.

Zramfun a. 2)1.

Berlin

Schluß- kurs

Schlußf. Abend- börs-

Schluß« lurs

Schluß!. Mittag« böi-se

Datum

14-2.

15.2.

14.2.

15-2

6% Dennche Retchsanleche v. 1921 ebem.7% Di. Reichöanl. v. 1929

79

94

79.5

94

79,25

79,75

Doung-Anleihe von 1930

Deutsche Anl.-Ablos.-Zchuld mii

80,5

30

81

79,5

Auelos.-Rechten

67

67,13 9,15

67,9

9,2

67,4

De Sgl. ohne Anslos.-Rechte.....

9,13

6% ebem.8% Hess. BolkSstaat 1929

9,15

(ruckzahlb 102%) ...

76,25

76,75

Oberhofen Provinz-Anleihe mit

77

77

Auslos.-Rechten ............

Deutsche Komm. Sammelab I.An

leihe Seriei mit Auslos.-Rechten S% fhem. 8% tzranks. Hyp.-Ban,

61,75

61,5

61,75

60

Golbpfe. 15 unkündbar bis 1935 8% ehern. 7% ftranis. Hyp.-Banl

84,25

83,65

Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6V:% eben,. 4Yt% Franks. Hyp.

Bank-Liqu.-Psandbriese

84

85,75

83,25

86

6%% etjem. 4yt% Rheinische

Hyp.-Bank-Liau.^oldpse.

6% ehern. 8% Pr. Landespiand

86

85,5

briefanfiall, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landeepsand

83,5

84,9

84,25

briefonflafl, Pfandbriefe Ä. 10

84

84

4% Oefterretchiscde (Solörenie...

17,75

12,25

4,20% O österreichische Silberrente

4% Ungarische Goldrente......

_

4% Ungarische SiaaiSrente v. 1910

_

44% desgl. von 1913

6% abgeli. Goldmexikaner von 99

*% Türkische Zollanleihe von I9n

6,4

5,45

5,35

6,5

5.4

6,65

5,35

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 1 . ....

4% desgl. Serie II ............

5,9

6

5,95

5 95

5,9

5,95

6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

6,9

6,3

414%Rumän.oereinh.Rentev.l913

10,9

10.9

10,9

5,75

25,6

4% Rumänische vereinh. Rente ..

%% Anatolier ...............

5,75

75,25

5,7

11 1

5,75

25.5 I

.vraniiUr. u. «w.

öeriui

Echluß- kurs

Echlußk. Abend- börfe

Schluß« kurs

Schlußk. Mittag« börse

Datum

14.2.

15.2.

14.2.

15.2.

Hamvurg-Amenla-Pakei .....

1

17,25

17,25

17.25

17,25

Hamburg-Cüdam. Dampfschiff.

0

37

40

Hansa Dampfschiff..........

0

_

32

32 25

Norddeutscher Lloyd .........

0

17,65

17,5

17,5

17.4

A.G. für Verkehrswesen Akt. ..

0

41

40

40,5-

41 95

Berliner Handelsgesellschaft....

4

97

97

97,75

97,75

Commerz- und Prioat-Bank... Deutsche Bant und DiSronto-

0

53

53

53,5

53,5

Gesellschaft................

Dresdner Bank..............

0

72,5

61,5

148

71,75

61,5

147,75

72,25

61,5

148,65

71,75

61,5

148,4

Reichsbank .................

1

14- Februar

15.Februar

Amtliche weid

Notierung 1 »rie

Amllichk Geld

Notierung

?ric

Helsingiors.

6,394

6,406

6,394

6,406

Wien......

48,45

12,465

48,55

48,45

48,55

Prag-.-..

12,485

12,465

12,485

Budapest ...

Sofia.....

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland ....

168,93

169,27

74,07

168.93

169,27

Oslo.......

73,93

73,93

74,07

Kopenhagen.

64.34

64,46

64,34

64,46

Stockholm..

76,87

77,03

76,52

76,68

London .....

14,46

14,50

14,46

14,50

Buenos Aires

0,833

0,837

0,833

0,837 4.217

Nenyork....

4,209

4,217

4,209

Brüssel....

58,56

58,68

58,57

58,69

Italien.....

21,505

21,545

21,505

21 545

Parts.....

16,43

16,47

16,445

16.485

Schweiz ...

81,14

81,30

81,12

81 .98

Spanien...

34,52

34,58

34,54

34,60 81,83

0,871

Danzig-----

81,67

81,83

81,67

Japan .....

0.879

0,881

0,869

Rio de Ian.

0,239

0,241

0,239

0,241

5,566

13,17

Jugoslawien Lissabon...

5,554

13,15

5,566

13,17

5,554

13,15

Banknoten.

Amerikanische Noten..............

Belgische Noten.................

4,20

58,41

63,97

4.22 58,65 64.23 14 48

Dänische Noten ...............

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten ...............

16,405

168,56

21.465

73,75

I69?24

21.545

74,05

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, h 100 Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

2,46

76,35

2,48 76,65 81,26

34,54

Schweizer Noten.................

Spanische Note«............. .

34,40

Ungarische Roten................