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Donnerstag, den 16. November 1933. lachmitlags 2 Ahr. versteigere Ich im Löwen". Neuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen Larzahlung.- 69850
1 Badeofen mit Wanne, 1 Wirtschaftsbüfett. 3 Spiegel, 1 Haarschneidemaschine, 1 Friseurloiletle, 1 Standuhr, 3 Chaiselongues, 1 Bitrinc, 2 Ladcnthcken, 1 Regulator, 4 Sofas, 6 Stühle, 5 Tische, £ Kommode, 3 Berfikos, 4 Büfetts, 7 Schränke, 3 Schreibmaschinen, 2 Bücherschränke, 1 Kollier, 1 goldene Armbanduhr, 1 Korbmabelgarnitur, 3 Gram- mophone, 1 Cautsch, 1 Flügel, 3 Klo- viere. 2 Registrierkassen.
Ferner an Ort und Stelle ^Bekanntgabe n Versteigerungelokal):
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1,50 m Sportflanell, 10 Stück Leib- und Seelhoscn, K Rornwlhemden, 15 Zephir- bcmden, 1 buntes Deckchen, 2,30 m Sa- lin, 1 Baumwolldecke, 1,45 m Kleider- stoss. l.lOjn Kleiderstoff, 3 m gezwirnter Stoff, 1 Stück schwarzer Stoff, 1,40 m oatin, 39 Paar Kinderstrümpfe, 3 wollene Unterröcke.
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6. Arbeiter-Radfahrerverein töt" Rieder-Mockstadt.
7. Arbeitersußballklub Glauberg.
Amtliche Bekanntmachung des Kreisamts Büdingen.
Auf Grund des Gesetzes über die Einziehung kommunistischen Vermögens vom 26. Mai 1933 in Verbindung mit dem Ge- setz über die Einziehung oolks- und staats- feindlichen Vermögens vom 14. Juli 1933 wird das Vermögen der nachgcnannten Vereine zugunsten des Dolksstaates Hessen beschlagnahmt und eingezogen:
1. Freier Turn- und Sportverein Alten- skadt.
2. Freie Spieloereinigung Düdelsheim.
10. Arbeiter-Turn« und Sportverein Merkenfritz.
SPD. (Ardeiterwohlfahrt) Ortsgruppe Büdingen.
SPD. Ortsgruppe Merkenfritz.
SPD. Ortsgruppe Hirzenhain.
SPD. Ortsgruppe Rieder-Mockstadt.
SPD. Ortsgruppe Stockheim.
Gesangverein „Liederblüte" Altenstadt.
Freie Sängervereinigung Hainchen. Arbeitergesangoerein „Vorwärts" Ech- zell.
Gesangverein „Eintracht" Nidda.
Arbeitergesangoerein Stockheim.
Arbeitergesangoerein „Bruderkette" Lindheim.
Arbeitergesangoerein „vorwärts" Gelnhaar.
Musikoerein Gelnhaar.
Arbeitergesangoerein „vorwärts" Dü- dclsheim.
Sportverein „Grün-Deitz" Merken- fritz.
Spiel- und Donderklub Gelnhaar.
Gesangverein „Gemischter Thor"
Gelnhaar. 6973C
2Uen Personen, die Bestandteile des ein- gezogenen Vermögens im Besitz haben oder zu dieser Vermögensmasse etwas schulden, wird verboten, an die bisherigen Rechtsträger etwa» zu verabfolgen oder zu leisten. Etwaige Rechte an beweglichen Sachen und Reck)ten sind mit der Einziehung erloschen. Gläubiger, die aus Grunds solcher Rechte eingezogene bewegliche Sachen oder Urkunden über eingezogene Rechte im Besitz hoben, sind verpflichtet, diese unverzüglich an das «reis- amt Büdingen abzuliefern: sie werden hiermit aufgefordert. ihrer Ablieferungspflicht atsbalü zu itujz-rechcU.
ir erfüUen hiermit die traurige Pflicht, die Mitglieder von dem Ableben unseres lieben Alterskameraden
Wilhelm Weppler in Kenntnis zu setzen. a*g6D Der Vorstand. Die Trauerfeier find. Donnerstag, den iti.Nov., nachm.3Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
„XHdI“ Grude hielt den Brief zusammengeknüklk zwischen den Fingern. „Dick!" (Er plattete ihn und lietz den Blick versonnen über die Zeilen hinglciten. „Wenn Sie eine Referenz wünschen, bitte ich bei Herrn Dr. Felix Grude Nachfrage zu halten — Der Aermste! Er hatte nicht geahnt, wer es war, der die Annonce ausgab." Mechanisch tasteten seine Finger nach der Klingel.
Lena kam und sah mit unslcheren Augen in die seinen. Er nickte ihr zu und reichte ihr das Schrei- den. „Zst das nicht zum Weinen? Und doch wieder eine wunderbare Fügung! Es fragt sich nur, wo wir ihn unterbringen. Die Wohnung ist nicht eben Krotz. Vielleicht schaffen Sie Rat, bis ich zurück- komme. 3d) fahre jetzt zu Montrey und bringe ihn gleich mit. — Und, Lena —", es war wieder der alte frische Ton, den sie von früher her gewohnt war. „Ich werde mir von jetzt ab auch das Morphium wieder abg^wahnen. Es wird schon gehen."
Mit raschen Schritten war er aus dem Zimmer.
Madien erschrak, als er ihr die Mitteilung machte, rr..I'irf ols Chauffeur in Stellung nehme. „Was Ist denn das wieder für ein Unsinn?" schalt sie. „Wie denkst du dir das überhauptv Do kannst du jo deinen Wagen gleich selber wieder steuern' Dick wird wenig Lust haben, des Nacht, zu jeder irbeliebigen Stunde aus den Federn zu kriech, a und gehorsam vor anderer Leute Türen zu warten, bis du von deinen Patientenbesuchen wieder zurückkommst."
„Er hat mich sehr lieb."
Sie hob kaum die rechte Schulter. Als er peoan- gen war, drückte sie die Finger gegen die Schlafen. „Das auch noch". Es mar schon gräßlich, dah er in Wien lebte. Und nun mutzte sie ihn noch obendrein in ihrer nächsten Nähe haben, (fr und Rolf roarm die einzigen, die um ihren Betrug wußten Aus keinen Fall durfte sie ihn reizen Vielleicht, wenn sie ihn ein bißchen umschmeichelte? Immerhin befand sie sich in einer gefährlichen Position
Montrey, der auf Grude» Kommen gewartet hatte, schlüpfte eben in seinen Rock, als der Freund bei ihm anklopste. „Es ist nett, daß dich wieder einmal anschau'n laßt, Felir Alles wohlauf, z'Hau»^ Ja? Hast ein paar Minuten Zeit zum Niedersetz'n? Das ist schön." *-
..Und wie Aehts dir?" sagte Grude, sich auf den angebotenen Stuhl niederlassend, während sein Blick rasch über do» Zimmer hinging. „Du bist zufrieden?"
„Ja! Alleweil' Momentan hab ich grod gar nix zum Klag'n. Zusammeng'slickt hast mich auch wieder ganz sauber, und die Stellung, in der ich setzt bin, tragt wirklich was Nächst ns fahr ich sogar wieder einmal auf den Semmering. So nobel geb ich ». --Was schaust mich denn so g'spassig an?"
„Ich hätte nicht geglaubt, daß du so unverschämt lügen könntest, Dick!" Grude war aufgestanden und sah ihm ärgerlich ins Gesicht.
(Fortsetzung folgt.)
WkMchiile
deute Mittwoch 20?« Ubr, beginnt: Die Weltaasabaarag des ■aUaaalseataUa- ■aa. (Nebeling.) Universität, Hör- laal 83, 1. Stock. Der Lehrgang über
„Deeteehe ■aalV* kann wegen Erkrank, des flurf leiteici noch nicht an sangen. Der Beginn wird durch Zettungh - Ämeige rechtzeitig bekannt- gegeben. huD ——■WM
hoben, Lena. Ich bin manchmal ganz am Ende. Da» ich sonst meinen Patienten gepnuigt haue, das sugge riere ich mir nun jelbfL Es geht oorüoer!--Alles
geht vorüber!"
Ihre Arme schoben sich hoch und schlugen wieder herab. Was sollte sie ihm denn zum Tröste sogen' Daß sie ihn liebte, |eit der ersten stunde ihres Hierseins^
Nie! Nie! Um keinen Preis der Welt durfte er darum wißen. Lieber zugrunde gehen daran. Wenn nur er den Frieden fand.
„Gehen Sie jetzt!" jagte er gütig. „Morgen ist alles wieder anders. Man muß nur Den Mut haben, jein Geschick bis zum Ende zu tragen."
Er fühlte, wie sie seine Finger an die Lippen hob und dann geaen ihre Stirn preßte. „Gute Rach.!"
„Gute Nacht, Lena!--Und vergessen Sie /licht
die Glocke umzufchalten.
Als er eine Viertelstunde später nach dem Schlafzimmer hinüberging, lag Madlen in jlrümpfen, sie walzte sich wie eine Besessene unter ihrer Decke und starrte ihn aus weitaufgerifsenen Augen an.
Er wußte sofort, was das zu bedeuten hatte, stürzte nach der Küche und hielt ihr eine halboerfchuttete Daße Milch an die Lippen. „Trink!" Rur durch ein rasches Zur-Seite-lreten bewahrte er die Schale vor dem Zerfd-lagenwerden. „Trink!" befahl er noch einmal. „Du mußt sterben, wenn du nicht trinkst."
Sie schien die Gefahr, in der sie schwebte, zu ahnen und trank, wenn auch widerwillig, die Tasse leer.
Der Brechreiz, der sich daraus einftellte, würgte sie bis in die Eingeweide. Es ging schon gegen vier Uhr, als sie endlich völlig erschöpft in die Kissen zurück glitt. Ausgepumpt bis ins Letzte verfiel Grude in schlaf.
Lena, die gegen sieben yr die Post auf dem Schreibtisch zurechtlegte, hörte, wie er eintrat, wandte sich um und wünschte „Guten Morgen!" Sie bemerkte, wie bemitleidenswert er aussah und wggte eine Frage: „Herr Doktor haben nicht gut geruht?"
Sein Blick lag sorschend auf ihr. „Es war eine schlechte Nacht, Lena."
„Sie sollten noch ein bißchen nachholen", rief sie. „Vielleicht kann ich die ersten Patienten allein abfertigen."
Er wußte nicht, was er denken sollte. „War das nun Maske oder wußte sie tatsächlich nicht? Er nahm eine runde Schachtel aus der Rocktasche und legte sie auf die Ecke des Schreibtisches. Sie nahm sie von dort weg und wollte sie in den Medikamentenschrank stellen. „Hat das Pulver der Frau Doktor geholfen?"
„Beinahe, Lena!--"
Verblüfft sah sie auf. „Es hat nicht gewirkt?" „Doch, doch! Aber es ist meiner Frau schlecht bekommen. Und ihr Erschrecken gewahrend, wurde er ganz Güte. „Soweit sind wir beide schon dah ich Morphium benötige und Sie die Medikamente oer- wechseln."
Mit einem Satz war sie nm Schrank. Aber er war rafdjer gewesen und stand nun mit gespreizten Hän- den davor. „Seien Sie vernünftig, Lena. Es ist ja
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Es bandelt sich um eine Verkaufsstelle für Wiederverkäufer der Kurz-, Sviel- und Wollwaren-Branche. Anfragen sind iu richten an den Konkursverwalter Herrn ) r. D 111 m a n n, Frankfurt am Mai«, Liebfrauenberg 31.
Die Filiale kann während der Geschäft-- «it besichtigt werden. t tu
Madien hatte Kopfschmerz, suhlte ein gräßliche» Uebelsein und einen Ekel, der an Brechreiz grenzte. Ungewohnt, auch nur eine Stunde krank zu sein, befiel sie eine grenzenlose Furcht. Im Bett sitzend,' riß sie an der Klingel, die nach Lena» Zimmer führte. „Meinen Mann!" rief sie ihr entgegen „Mein Mann soll kommen! Gleich! Ich suhle mich so elend!"
Lena hatte in der Eile nur ihr Nachtkleid über- geworfen und schüttelte den ersten Schrecken von sich ab. „Der Herr Doktor ist noch immer nicht zurück, gnädige Frau."
„Gott! 3mmer ist er bei fremden Leuten! Schicken Sie doch nach einem anderen Arzt! Oder geben Sie mir selbst etwa»! Ein Pulver oder sonstwie! Sie wißen doch, was er zu verordnen pflegt! — Warum stehen Sie denn noch immer da? Wollen Sie mich denn sterben lassen?"
Lena schlupfte hinaus und kam nach einer Minute roieber zurück. Sie hatte das Pulver aus dem Sprechzimmer geholt, wo es in einem Medikamenten- ichranke verwahrt war. Grude hatte so fest geschlafen, daß er gar nicht erwachte. Mit raschen Fingern goß sie Wasser auf einen Lössel und schüttete die weiße Maße darein.
„Scheußlich!--" Madien hielt es zur Hälfte
ausaeschüttet, von sich ab. „Ich will nicht!"
„Das halbe Pulver nützt nid)ts, gnädige Frau."
„Dann geben Sie her." Ihr Gesicht verzog sich dabei. Sie spülte zwei Gläser Wasser nach und bedeutete Lena, daß sie nun wieder gehen könne.
Aber letzt gleich wieder zu schlafen war unmöglich. Einen Augenblick horchte Lena an der Tür des Sprechzimmers, dann trat sie leise ein und schrak zu- jammen, al» Grude» Stimme aus dem Dunkel nach ihr hinfrug. „Wie spät ist es? Lena?
„Zehn Minuten nach zwölf, Herr Doktor."
„Schon! — Ist bei meiner Frau noch Hoch betrieb?"
Sie knipste da» Licht an unb kam zu ihm an den Diwan. „Die Frau Doktor hat um ein Pulver gebeten. Sie sühlt sich nicht wohl."
„Sie haben ihr eins gebracht? Ja? — Danke!" „Räumen Sie die Spritze weg, Lena,--" Und
dl» sie keinen Finger rührte, griff er nach ihrem Handgelenk und zog sie zu sich herab. „Id, konnte nid)t ander». Die erste Dosis hat nid)t lange gewirkt. Aber vor Ihnen wenigstens nwdjtc ich mich recht- fertigen. Es ist sonst nicht mehr zu ertragen."
„Rehmen Sie Urlaub." Sie kniete jetzt vor ihm und legte die Stirn gegen das Kissen, in welchem er den Ellenbogen gestützt hielt.
Seine Hände ftridjen über ihr Haar, daß sie die flähne zusammenbeißen mußte, um nicht hinauszu- I meinen. „Es tut so wohl, daß Sie Mitleid mit mir I
noch alles gut abgegangen. Meine Frau ahnt nicht das Ueringfte. Ich hätte Sie gern mit dem Dissen verschont, aber es darf kein zweites Mal passieren. Um unser beider willen nicht, Lena."
Die Hände über das Gesicht gedeckt, taumelte sie gegen die Wand. Er strich behutsam ihren Arm herab. Als draußen die Klingel schellte, wollte sie zur Tür. Aber er hielt sie zurück. „Die können mal ein bißchen warten —Er griff nach einem Fläschchen und zählte fünfzehn Tropfen auf ein halbes Stückchen Zucker. „Nehmen Sie das jetzt brav! — Mir zuliebe, Lena! Ja? — Sie dürfen nicht schlapp werden! Sie iD.ifen doch, wie dringend ich Sie brauche!" Und als er Tränen über ihr blasses Gesicht rinnen sah, tröstete er: „Was haben Sie schon getan? — Einmal ein Pulver verwechselt. Das ist Ihre ganze Unterlaß sungssünde in fünf Jahren. — Und niemand weiß darum. Rur wir beide! — Wir wissen doch sonst auch alles voneinander, nid)t
Unfähig, eine Antwort zu geben, taumelte sie aus bem Raum.
Verein Dänischer Lohomotivfflhrer
Ortsgruppe Gießen.
Xachruf.
Wir erfüllen hiermit die traurige. Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben des Kollegen
Herrn Wilhelm Weppler
Lokomotivführer i. R geziemend in Kenntnis zu setzen. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Der Vorstand. Die Trauerfeier findet Donnerstag, 16. d. M.. 15 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt msm
Grube hatte die Annonce, welche Lena wegen eines Chauffeurs aujgegeben hatte, sehr gut gesunden. Sdjon am nächsten Morgen lief eine Anzahl Briefe mit Chisfreanjchrift ein.
Er hatte seine Assistentin zwar gebeten, die Auswahl allein zu treffen, aber da er gerade eine Viertel, stunde Zeit hatte, interessierte es ihn, wer sich alles meldete.
Es war eben der fünfte Brief, den er öffnete, al» ihn dessen charakteristische Schriftzeichen stutzen machten. Diese Handschrift kannte er doch Mit einem Federmesser schlitzte er die Hülle auf.
Euer Hochwohlgeboren!
Bezugnehmend auf Ihre Annonce gestatte ich mir, mich um die Stelle des Ehaufseurs bei Ihnen ,ju bewerben. Führerschein und Zeugnisabschriften liegen bei.
Ich bitte Euer Hochwohlgeboren mir, wenn es irgend möglich ist, die Stelle zu übertragen. Ich bin Hauptmann a. D. unb spreche vier Sprachen perfekt. Seit brei Monaten stehe ich in einem Miet- autogeschäft als Fahrer im Dienst. Da ber Posten aber nur aushilfsweise besetzt würbe, befinde ich mich wieder vor dem Nichts.
Falls Sie Referenzen wünschen, bitte ich bei Herrn Dr. Felir Grude sowie Herrn Dr. Rolf Wellenberg Nachfrage zu halten. Die beiden Herren wissen über meine Person unb meine Verhältnisse Bescheid.^
Seien Sie versichert, daß ich bestrebt fein werde, durch Nüchternheit unb Zuverlässigkeit mir Ihre Zufriebenheit zu erringen. In allen vorkommenden Reparaturen unb sorgfältiger Behanblung eines Wagens bin ich erfahren.
Mit nochmaliger Bitte um Berücksichtigung zeichne ich als Euer Hochwohlgeboren
ergebenster
Dick Montrey. Wien, Salzgasse 24 IV.
11. Deutscher Metallarbeiterbund, Ortsgruppe Hirzenhain.
Deutscher Gewerkschastsbund, Ortsgruppe Altenstadt.
Fußballklub des Reichsbanner» Hirzenhain.
14. Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold Ortsgruppe Nidda.
15. Eiserne Front Ortsgruppe Nidda.
Gießen Steinstrafte 68. den 14. November 1933.
'■972 0
Rudolph Gutermuth
6981 \
Groben-Linden, den 15 November 1933.
Die Angestellten und Arbeiter der Firma Krause <fc Co.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Elisabeth Weppler
Die Trauerfeier findet Donnerstag, den 16 November, nachmittag# 3 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt.
Statt Karten.
Am Montag starb nach kurzem Krankenlager unser Seniorchef
Herr Rupolph Gutermuth
Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten!
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Louise Gutermuth, geb.Rössner. Groben Linden, den 15. November 1933.
Die Beerdigung findet in aller Stille statt. Von Kranzspenden bitte ich absehen zu wollen.
Statt Karten.
Montag Nachmittag entschlief sanft nach kurzem Leiden mein lieber Mann unser treusorgender Vater und Großvater
Am 13 November ging mein lieber Mann, mein guter Vater, Schwiegervater. Großvater und Schwager
Herr Wilhelm Weppler
im Alter von 61 Jahren plötzlich und unerwartet von uns.
Vereine


