Ausgabe 
15.9.1933 Frühausgabe
 
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S.Upor<

Oer Volkskanzler beim Deutschen Turnfest.

Erlebnisse eines Turnpressemannes.

Dann ftim das Zusammenströmen der Hundert­tausenden auf den Tribünen. Welchen Zauber, welche geradezu magnetische Kraft übte doch das Stück Rasen aus, das, von vielen hundert Fahnen umflattert, das Kernstück der Wasenanlagen dar­stellt, die eigens für unser Fest geschaffen wor­den sind und darum höchste Vollendung, größte Erfüllung turnerischer Wünsche darstellen! Ein schneller Blick vom acht Stock hohen Flaggenturm phantastisch, dieses Gewimmel, unvergeßlich dies Hasten einer Völkerwanderung! Presseplatz? Bitte! Zehn Meter von Hitler entfernt! Ich habe ihn nie vorher gesehen, ich war erstaunt über seine ge­sunde, frische Farbe, über sein abgeklärtes, herz­liches, beruhigendes, einfaches, aber höchst adeliges Wesen und Gehaben. Und viele standen um ihn, die waren ihm sehr ähnlich, mindestens in ihrer sehr freundlichen, selbstverständlichen Art. Das hat son­derbar gut und wohl gewirkt, das war befreiend und stärkte sehr. Und was mich besonders freute, war die Anteilnahme der vielen Regierungsleute an unserer Sache. Alle, unser Reichsstatthalter Sauckel, Prinz Auaust Wilhelm, und wer sie alle waren, verfolgten den Fahnen- und Chorfesttanz, das Segelfliegen Hirths, den Speerwurf, die Staffel, das Jugendturnen mit Anteilnahme, Freude und Beifall. Und niemand hat begeisterter aufgepaßt als Hitler. Und keiner hat den Fahnenwald andächtiger gegrüßt als er. Und keines Auge hat beim Wogen des blauen und weißen Meeres so aufgeleuchtet wie seines. Auf keinen hat die Anmut der Frauen, die Kraft der Männer so gewirkt, wie auf ihn. Keiner stand Beim SchlußchorDeutschland über alles Herr, mach uns frei!" so erschüttert wie er. Das ist nicht Wortgeklingel, nicht Personenkult das habe ich gesehen. Und das hat zu mir gesprochen und zu uns allen wie Trost und Glauben wie Zukunfts­hoffnung und Sieg! Er hätte nicht zu sprechen brau­chen, er hat zu uns, die wir in seiner Nähe stan­den, durch Blicke und leise Anerkennungsworte, die wir erhaschten, dasselbe gesagt, was er dann klar und inhaltsreich ins Mikrophon gab. Dann ging er fort, vorher aber hatte er allen unfern Festleitern die Hand geschüttelt und den ersten Siegern auch.

Bis nach Mitternacht dauerte es, ehe der Platz geräumt war. Manche feierten in den Zelten nach und sangen. Manche plauderten mit Turnbrüdern aus dem Heimatgau oder vom fremden Kreis über das große Gefchehen.Jch stand in der märchenhaft beleuchteten Königstraße und auf dem Markt, dessen Giebelzeichnung durch tausend Glühlämpchen wohl das Künstlerischste im Gesamtkunstwerk der Fest­schmückung darstellte und hörte dabei immer wieder die Marschmusik und sah die weiß-blaue Heerschar und 7000 Siegerkränze grün davor und 6000 bis 7000 Fahnen und ein graues Reiterregiment in stummer Eindringlichkeit. Und noch jetzt ist's mir, als fielen Blumen darüber, weihrote Nelken. Ist's nur ein Traum? Nein! Hitler warf wieder und wieder Blumen über die umflorten Fahnen der besetzten und geraubten Gebiete.

Und nun stehe ich auf den Höhen des Schwarz­waldes und grüße durch Nebel und Kälte fern das Straßburger Münster. Und immer sehe ich die Reiter und die Turner und die SS. und SA. zwi­schen Wald und Rhein. Und die Wanderer mar­schieren, marschieren. Wie unter Blumen und Fah­nen. Die dort zum Bodensee, die in die Alpen, jene in den Jura--Jahns Heer, die Gefolgschaft des

Mannes, den der Kanzler ehrte. In uns ist Stutt­gart ein glühendes ewiges Licht.

K. H. in der Turnzeitung der Thüringer.

Oie fünfte Moppe der pairouillen- Hadfernfahrt.

Die Patrouillen-Fabrer befinden sich bereits auf dem Rückwege nach Berlin. Am Donnerstag kam die fünfte Etappe, die von München nach Nürn­berg über 190 Kilometer führte, zur Durchführung. Die Berliner SA. - Standarte II zeigte sich auch hipr wieder als schnellste und legte die Strecke in 5:55:20,2 Stunden zurück, eine Zeit, die wegen des fast auf der ganzen Fahrt niedergehenden star­ken Regens als besonders gut anzusprechen ist. Grünweiß-Berlin benötigte als schnellste Vereins- Mannschaft sogar noch zwei Minuten mehr als die SA.-Leute.

Letzte diesjährige Wände fahrt des Lahn-Gaues im BOA.

Die letzte Wanderfahrt des Lahnggues im Bund Deutscher Radfahrer führte nach dem herrlich ge­legenen AusslugsrestaurantLaubacher Wald". Be­günstigt von dem schönen Wetter, waren zahlreiche

Radler aus dem gesamten Gaugebiet herbeigeeilt. In seiner Begrüßungsansprache übermittelte der Gau-Ehrenstraßenfahrwart Marx (Gießen) tue Grüße des Gauvorsitzenden Bellinger (Alsfeld), dem es nicht vergönnt war, dieser letzten Wander- fahrt beizuwohnen. Der Redner streifte sodann kurz die Zusammenfassung sämtlicher Radsportverbände zu einem großen Deutschen Radfahrer-Verband, der nun endlich Wirklichkeit geworden ist. Mit einem Sieg Heil!" auf unser Vaterland und dessen Füh­rer schloß die Ansprache, an die sich der erste Vers des Horst-Wessel-Liedes anschloß. Nach einigen Stunden gemütlichen Beisammenseins wurde wieder die Heimfahrt angetreten.

Prüfung im Radfahren

für das Deutsche Turn- und Sportabzeichen.

Sonntag um 9 Uhr ist Gelegenheit gegeben, die Prüfung für das Deutsche Turn- und Sportabzeichen im Radfahren abzulegen. Interessenten wird empfohlen, pünktlich zur angegebenen Zeit am Schützenhaus zu sein.

Bezirksschießen der Reichsbahn-Turn und Sportvereine.

Am Sonntag wurde in Gießen auf den Schieß- ständen am Schützenhaus unter starker Beteiligung das diesjährige BezirksfchießenderSchut- zengruppen der Reichsbahn - Turn- und Sportvereine im Reichsbahndirektions- bezirk Frankfurt a. M. abgehalten.

Das P r e i s f ch i e ß e n auf den von der Reichs­bahndirektion Frankfurt a. M. gestifteten Wander­preis Radierung von Alt-Frankfurt hatte folgendes Ergebnis:

Schützengruppe Gießen Fulda

Dillenburg

Limburg

Herborn

Frankfurt a. M. 543

Infolge Überschreitung der vorgeschriebenen Schießzeit (ein kriegsbeschädigter Schütze der Schüt­zergruppe Gießen hatte diese um vier Minuten überschritten) ging der Wanderpreis, der im ver­gangenen Jahre von den Gießener Schützen er­rungen wurde, an die an Ringzahl nächsthöhere Schützengruppe Fulda über.

Mit dem Bezirksschießen war ein Preisschießen verbunden, zu dem sehr wertvolle Preise, darunter

In den Länderkämpfen gegen England, Däne­mark und die Schweiz, bei den Turiner Stuben- ten-Weltspielen und in zahlreichen Auslandstarts haben die deutschen Leichtathleten sich prächtig ge­flogen und erneut dokumentiert, daß die deutsche Leichtathletik nach wie vor in Europa eine Spitzen­stellung einnimmt.

Das Leistungsvermögen unserer Athleten ist zur Zeit wieder so gut und stabil, daß wir auch der letzten großen Kraftprobe dieser Saison mit be­rechtigtem vertrauen entgegensetzen können.

Diesem Länderkampf am Sonntag in Paris kommt unter den gegenwärtigen Verhältnissen eine doppelte Bedeutung zu. Es ist dies ein Kampf, der keineswegs nur die Sportler angeht, so wie die Dinge liegen, handelt es sich hier auch um eine politische Angelegenheit. Es ist vor einiger Zeit einmal von führender Stellung aus gesagt worden, daß der Sport heute das einzige außenpolitische Aktivum sei, über das Deutschland gegenwärtig verfüge. Auch unseren Athleten in Paris kommt die Aufgabe zu, durch ihr Auftreten von dem Geist der Ordnung, Einigkeit und des fried­lichen Kampfwillens zu zeugen, der das neue deut­sche Leben beherrscht, sie sollen aber auch durch Können und Erfolge die Leistungsfähigkeit des deutschen Menschen unter Beweis stellen. Sport­lich eindrucksvolle Erfolge finden gerade im Aus­land viel eher das Ohr und den Beifall der Mas­sen, als es andere Mittel der Ueberzeugungskunft vermögen. Und darum verspricht man sich auch von diesem Länderkamof der Leichtathleten in doppel­ter Hinsicht einen Erfolg.

Ls ist der achte Länderkampf mit Frankreich.

Zum ersten Mole trafen deutsche und französische Repräsentationsmannschaften am 22. August 1926 auf schweizerischem Boden in einem Dreiländer­kampf zusammen, den damals Deutschland mit

ein von dem Eisenbahnverein Gießen gestiftetes Kleinkalibergewehr (Mauser), zur Verfügung stan­den. Bei diesem Preisschiehen errang der Schütze Karl N i e b e r g a 11 von der Schützengruppe Gießen mit 34 Ringen den ersten Preis (ein Klein­kalibergewehr).

Von dem Amtsvorstand des Reichsbahnbetriebs­amts Gießen I wurden noch sieben Bücher als be­sondere Preise gestiftet. Bei diesem Schießen er­rangen Schütze Schilling- Gießen den 1., G i e s- 1 Limburg den 2., Roth- Dillenburg den 3., Fis ch- Frankfurt a. M. den 4., K l ü b e r Fulda den 5., Eidmann - Gießen den 6. und Petry- Herborn den 7. Preis.

Das Bezirksschießen nahm einen im echten Schützengeist gehaltenen harmonischen Verlauf.

Schwerathletik.

Anläßlich des 45jährigen Bestehens der Athle- ten-Sportvereinigung 1888 Marburg fand am vorigen Sonntag in Marburg der Gau­rn e 11 st r e i t im Stemmen und Ringen (Gau I, 7. Kreis, Hessen, Deutscher Schwerathletik-Verband) statt. Hierbei erzielten nachstehende Gießener Athleten wiederum einige ganz hervorragende Siege:

Alois Funk errang in der aktiven Federge­wichtsklasse im Ringen den 1. Preis, im Stemmen den 1. Preis.

H ch. Emmerich wurde in der aktiven Halb­schwergewichtsklasse im Ringen mit dem 1. Preis, im Stemmen mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

Der jugendliche Karl Wenzel erzielte im Rin­gen (Jugend, Mittelgewichtsklasse) den 1. Preis.

Der Schüler Becker erzielte in der Schülerklasse im Ringen den 2. Preis.

Da die teilnehmenden Vereine nur ihre besten Sportler auf den Gauwettstreit entsandten, wurde sehr schöner und guter Sport gezeigt und ganz hervorragende Leistungen erzielt. Insbesondere ge­fiel die flotte Ringweise der Schüler, aber auch die Arbeit der jugendlichen und aktiven Athleten wurde mit reichem Beifall belohnt.

OEE.-Leichtathletik.

Der OSCer Burg wird am Sonntag an den Nationalen Wettkämpfen der Sportgemeinde Ein- tracht Frankfurt" teilnehmen. Er ist gemeldet für Kugelstoßen, Diskuswerfen und Weitsprung. In allen diesen Wettbewerben trifft er auf hervor­ragende Gegner, so daß er sich anstrengen muß, wenn er ehrenvoll abschneiden will. Die Jugendlichen des OSC. nehmen an Len Gaujugendmeisterschaften teil.

125,5 Punkten vor Frankreich mit 89,5 und der Schweiz mit 68 Punkten gewann. Aus dem Drei­kampf wurde dann ein Zweikampf, der in den nächsten Jahren die beiden Länder noch sechsmal zusammenführte. Stets fiel der Sieg an Deutschland und zwar mit großer Punkt- differenz.

Die einzelnen Ergebnisse waren: 21. August 1927 in Paris: 89:62 Punkte für Deutschland, 2. Sep­tember 1928 in Berlin: 84:64 Punkte für Deutsch­land, 1. September 1929 in Paris: 79:66 Punkte für Deutschland, 31. August 1930 in Hannover: 84:67 Punkte für Deutschland, 6. September 1931 in Paris: 89:62 Punkte für Deutschland, 18. Sep­tember 1932 in Düsseldorf: 87:64 Punkte für Deutschland.

Vor einem deutschen Sieg?

Man hat einen ganz sicheren, aus jüngster Zeit stammenden Anhaltspunkt, der. das Vertrauen auf einen klaren deutschen Sieg rechtfertigt. Im Länder­kampf gegen England wurde die fast gleiche fran­zösische Mannschaft glatt geschlagen; wenig später aber trugen unsere Athleten in London einen ebenso überlegenen Sieg über d i e Be­zwinger der Franzosen davon. Auf fran­zösischem Boden werden zwar die Vertreter der Trikolore mit größerer Sicherheit und stärkerem Siegeswillen kämpfen, aber das erschüttert das deutsche Vertrauen nicht. Die überragenden Spitzen­könner vom Schlage eines Ladoumegue fehlen den Franzosen heute doch. In der deutschen Mann­schaft finden wir sowohl die größere Zahl der Spitzenkönner, wie auch den besseren Durchschnitt.

In neun von den 15 Wettbewerben ergibt sich der Papierform nach eine klare Überlegen­heit der Deutschen, und zwar in den Läufen über 100, 200, 400, 110 Meter Hürden und 4 mal 100 Meter, ferner im Weitsprung und Stabhochsprung, im Kugelstoßen und im Speerwerfen.

658 Ringe

644

606

592

581

Deutschlands Leichtathleten in Paris.

Zum Länderlanipf gegen Frankreich.

Sporiplahweihe in Lollar.

Am kommenden Sonntag weiht die Gemeinde Lollar ihren neuen mit Laufbahn und Wald um« aebenen Sportplatz und für sonstige Sportarten der Leichtathletik hergerichtete Anlagen ein. Anläßlich dieser Feier hat Bürgermeister Wagner, der Kreisturnwart des 7. Kreises Bezirk Hessen der DT., Sportwettkämpfe ausgeschrieben, an der die SA., der Turnverein 1883 e. V. Lollar und der Sportverein Lollar teilnehmen werden. Es sind spannende Kämpfe zu erwarten. Das Mittagspro­gramm wird unter Mitwirkung der Gefangner- eine von Lollar, der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr, sowie durch turnerische und sittliche Darbietungen der beteiligten Körperschaften ausge­füllt. Am Vormittag erfolgt die Austragung der beiden Wanderpreise des 7. Kreises im Bezirk Hes­sen der DT. und zwar in der 4X100-Meter-Staf'-L und in der 1500-Meter-Staffel. Die 4X100-Meter- Staffel wird um 10.45 Uhr und die 1500-Meter- Staffel um 11.30 Uhr gestartet.

Kurze Sportnotizen.

Johannes Scharfe, einer der Vorkämpfer der deutschen Sportbewegung, ist in Leipzig ge­storben. Er half im Jahre 1900 den Deutschen Fußball-Bund mitgrünben und wirkte auch bahn­brechend im mitteldeutschen Derbandsgebiet.

Endgültiger Sieger d e s Gordon- Bennett-Wettbewerbes ist der von dem polnischen Capt. Hynek geführte BallonPolen" mit einer zurückgelegten Strecke von 1453 Kilo­meter. Gemäß der Ausschreibung hat daher Polen im nächsten Jahre die Ausrichküng^dteses klassischen Ballon-Wettfliegens zu übernehmen.

Das NSKK. - Bergrennen in Ober­schrei b e r h a u hat mit 140 Meldungen ein aus- gezeichnetes Nennungsergebnis gefunden.

*

Einen letzten Versuch, sich nochmals den Platz an der Sonne zu sichern, will Exweltmeister Jack Sharkey unternehmen. Der vom Neuyorker Garden" stark protegierte Amerikaner will in nächster Zeit gegen King Levinsky, Tommy Lough- ran, Mac Corkindale und Max Schmeling kämpfen.

Wirtschaft.

* Freiwillige Spende zur Förde­rung der nationalen Arbeit. Der Führer des Reichsbundes der Bücherrevisoren und Wirt­schaftsprüfer e. V., Sitz Lübeck, W. von Lin - g e l s h e i m , hat wie man uns berichtet an- geordnet, daß alle dem Reichsbund angeschlossenen Mitglieder von allen Honoraren, die sie von Be­hörden, öffentlich-rechtlichen und geschichtswirt­schaftlichen Unternehmungen erhalten, 5 Prozent an die freiwillige Arbeitsfpende abzuführen haben. Die betreffenden Behörden bzw. Unternehmen wer­den gebeten, den RBW.-Mitgliedern von den ihnen zustehenden Beträgen gegen Quittung 5 Prozent abzuziehen und direkt der Spende zuzuleiten. D.er Herr Reichspräsident von Hindenburg, die Herren Reichsstatthalter, die Reichsministerien und maßgebende deutsche Handelskammern haben dem RBW.-Bundesführer für dieses Zeichen geschlosse­nen Opferwillens ihren Dank und ihre Anerken­nung ausgesprochen.

Frankfurter Abendbörse: fest.

Frankfurt a. M., 14. (Sept. Auch an der Abendbörse blieb die Stimmung auf der ganzen Linie f e st. Gegenüber dem Berliner Schluß er­gaben sich meist neue Kurserhöhungen um 0,50 bis 1 v. H. Darüber hinaus lagen Scheideanstalt 2,50 v. H. fester. Seitens der Kulisse wurde verschiedent­lich realisiert, das herauskommende Material fand aber durch neu eingetroffene Kundenorders Auf­nahme. Das Geschäft war besonders in IG. Far­ben relativ lebhaft.

Am Rentenmarkt machte sich vermehrte Nach­frage nach späten Reichsschuldbuchforderungen be­merkbar, die um 0,25 v. H. auf 77,13 v. H. anzo­gen; später waren auch Altbesitz gefragt und 0,40 v. H. fester, Neubesitz gewannen 10 Pf.. Am Pfand­briefmarkt lagen Franks. Hyp. und Pfandbriefbank Gold mit 78,90 bzw. 78,75 v. H. bis zu 1 v. H. fester. Neubesitz 10,05 bis 10,10, Altbesitz 77 bis 77,13, Reichsbank 141, Buderus 65,25 bis 65,50, Klöckner 53,50, Rheinftahl 76,50, AEG. 18,75, Bem-j berg 44, Scheideanstalt 170,50, IG. Farben 115 bis 114,75 bis 115,13 bis 115, Schlickert 88,25, (Sie­mens 135, Zellstoff Waldhof 35,75, AG. für Der- kehr 43, Hapag 11,40.

Schweinemarkt in Butzbach.

pb. B u tz b a ch, 14. Sept. Zum heutigen Schweine­markt waren 402 Ferkel angefahren. Es wurden ge­zahlt für Ferkel bis sechs Wochen alt 13 RM., von sechs bis acht Wochen 13 bis 15 RM., von acht bis dreizehn Wochen 15 bis 19 RM. Der Handel war rege, jedoch verblieb Ueberftanh.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Franktun a. 11.

Berlin

Gchluß- (urd

Schluß!. Abend« bflrfe

Schluß» lurd

Schloßt. Miltag­börse

Datum

13.9-

14.9-

13.9-

14.9.

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% efjem.7% Dl.Reichsanl.v.1929 5/2% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rcchtcn .............

Tesgi. ohne Auslos.-Rechte......

6% ebem.8% Hell. Bolkestaat 1929 (rückzahlb. 102%)............

6% Heil. Landesbank Darmstadt Gold R. 12..................

b'/r% Hell. Landes-Hypotheken. bank Darmstadt Liqui.........

Oberhelsen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechlen .............

Deutsche Komm. Sammelobl. An­leihe Serie 1 mitAuSws.-Rechten

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Aank Golvpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Vonk Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6%% ehem. 4/i% Franks. Hyp..

Bank-Liqu.-Psandbriese.......

b/r% ehem. 4>/i% Rheinische Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldose.....

6% ehem. 8% Pr. LandeSpfand- briesanstalt, Psandbriese R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand­briesanstalt, Pfandbriefe R. 10 Cteuergutsch. Verrechnungskurs.

4% Oesterretchtschr Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/.% desgl. von 1913..........

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbohn-Anleihe

Serie l.....................

83

83

83,13

83 5

98,75

98

98,5

98

81,9

81,75

82,25

81,5

76.4

77,13

76,25

76.75

9.75

10.1

9 7

10 05

-

74,13

73,75

73 75

76

76

-

81

81

-

-

66,5

66,5

-

67,9

68 5

67,65

68,75

77

78

-

-

76,75

78

79

80

-

83

84,75

-

78.75

78,5

78

80,25

80,5

80,5

80,5

86,65

86 65

86,65

86 65

10.5

10,4

10 65

_

0,70

0.70

0.70

4

4.1

4

4,15

3,75

3,85

3,9

4

4

4

i

5,4

5,25

5,5

6,25

5.15

5,15

5,13

5.25

5

5

5

I -

Frankfurt a.M.

Vertin

Schluß­kurs

Schlvßl. Abend» börsc

Schluß» kurs

Schlußk. Mittag» börsc

'Oaturn

13.9-

14.9.

13.9.

14.9

4% oesgl. Serie II .............

5,1

5,1

5.13

_

5% Rumän. veretnh. Reale v. 1903

2,9

3

4/i°,LRumän.vereinh.Nenlev.l9i:

4,5

4,65

4,65

4% Rumänische vercinh. Rente ..

2,5

2,4

2,5

2,6

2 >4% Analoltcr ...............

24.75

?4 4

24.3

Hamdurg-Amerika-Pakei ..... 0

11,4

11,4

10,65

11,25

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

26,25

28

Hansa-Dampsschiss........... O

19,25

20.5

Norddeutscher Llond ......... O

11,75

12,25

11,13

12,25

A.G. für Perl hrSioefen Akt. .. O

41,25

43

40,25

42

Berliner Haud, oesellschast ... 4

82

82,25

82.5

83

Commerz- und Privat-Bank.. O

48

48

48

48

Deutsche Bank und Tisconto-

Gesellfchast................O

48,75

48,5

48,75

48,5

Dresdner Bank..............O

42,25

42

42,25

42

Rcichsbank ................ 12

139.5

141

139

141

A.E.G...................... O

17,75

18,75

17,5

18,5

Betula.....................C

103.75

106.75

103,75

106,75

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6

70

71,5

70

74 5

Licht unb Kraft ............. 6

90

91

88 5

91,25

Fellen L Guilleaume.........0

41

44

41,25

44,5

Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6

70

73

70

73

Rheinische Elektrizität ........ 5

73,75

77,25

74

77,5

SchuckertLCo...............6

88 25

84

87,25

Siemens L Halske............ 1

130

135

LahmeyerLTo............. 10

110

109

113J5

flubentl ..... 0

61.5

65,5

65

Deutsche Erdöl ..............4

93,75

96,75

93,75

97

Gelsenkirchener..............l

49

50

47,75

50

harpener...................O

82

83,25

81,25

82,13

Hoesch EisenKöin-Neuessen . (

-

52,75

55,5

Ilse Bergbau ............... (

134,75

130,5

137

Ilse Bergbau Genüsse........(

99

96

98,5

Klöcknerwerke....... (

51,5

53,5

49

53

Mannesman n-Rübreo........(

51,5

55

51,5

59

Franktun a. M.

Serlin

Schluß» kurS

Schluß«. Abend- börsc

Schluß« hird

Schlußk. Minag- börfe_

Latum

13.9.

14.9.

13.9.

14.9.

ManSselder Bergbau.......

. 0

23

24,75

23,25

25

Kokswerke................

. 0

62,4

64,75

Phönix Bergbau...........

Rheinische Braunkohlen ....

. 0

10

32

176,

33 ,25

178

31

175

33

178

Rheinftahl................

. 0

75

76.5

74,25

76,13

Bereinig«« Stahlwerke......

. 0

31

32

30,25

32 4

Ltavi Minen .............

. 0

11,5

12,5

11.4

12,25

Kaliwerke Aschersleben......

.. b

109

107

108,75

Kaliwerke Westeregeln......

. 5

107

108

106,5

109.5

Kaliwerke Salzdetfurth.....

1V1

145.5

150

147

150

I. G. Färben-Industrie.....

.. 7

110,25

115

109

114,75

^chctdeanstaU.............

.. 9

166

170,5

Goldschmidt ..............

.. O

41

43,25

41,25

43,5

RütgerSwerke.............

.. 0

46,75

49,75

46.75

49.9

Metallgesellschast...........

.. 0

52

51,5

53,5

Philipp Hohmann.........

Zementwerk Heidelberg ....

Lemeutwerk Karlstadt.......

.. 0

39,5

41,5

54.65

58,5

.. 0 .. 0

62'2

65

Schultheis Payenhofer .....

.. 0

87,25

94,25

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. 0

28,5

28,75

28,75

28,65

Bemberg.................

.. 0

41,5

44

40

43.5

Zcliswss Waldhof ..........

.. 0

33

35.75

32,5

34.75

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. 0

19,5

19

Dessauer GaS.............

.. ?

-

99

99.25

Daimler Motoren..........

.. 0

25,5

26,75

25,9

26,5

Deutsche Linoleum.........

.. 0

38

39,65

38

41

Orenstcin L Koppel........

.. 0

-

26,13

28,25

Leonhard Tietz............

.. 0

10,75

11

10,75

11

Cbade ....................

..10

158,5

157

158

157

Acrumulatoren-Fabrik......

.. 0

179,5

180

180

. Lontt-Bumm,.............

.. 0

131,75

133.5

131.9

133,5

Grihner.................

.. 0

I

Mainkrastwerke Höchst a.M.

.. 4

Süddeutscher Zucler......

.. 8

I 152

I 154

1 153

! 154,25

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2TC.

13-September

14-September

Amtliche Nolicruna

Amtliche Notierung

Geld

I Lriei

Geld

Brie

HelsingforS..

5,944

5,956

5.924

5.936

Wien.......

47,95

48,05

47,95

48.05

Prag.......

12,415

12,435

12.42

12,44

Budapest ...

Sofia......

3,047

3,053

3.047

3,053

Holland ....

169,33

169,67

169 48

169.82

Oslo.......

67,43

67.57

67,23

67,37

Kopenhagen.

59,94

60,06

59,79

59.91

Stockholm...

69,43

69,57

69.03

69,17

London.....

13,42

13,46

13.38

13,42

Buenos Aires

0,928

0,932

0.928

0,932

Neuyorl ....

. 2,927

2,933

2.902

2,908

Brüssel.....

58,64

58,76

58,57

58,69

Italien.....

22,14

22,18

22.12

22,16

Paris ......

16,43

16,47

16.43

16.47

Schweiz ....

81,22

81,38

81,20

81.36

Spanien....

35,01

35,09

35,06

35.14

Danzig.....

81,47

81.63

81,47

81,63

Japan......

0,782

0,784

0 782

0.784

Rio de Ian. .

0,241

0,243

0,241

0.243

Jugoslawien.

5,295

5,305

5,295

5,305

Lissabon....

12,64

12,66

12.64

12.66

Banknoten

Berlin, 14-September

Geld

Bries

Amerikanische Noten......

2,855

2,875

..........

58,41

58,65

59,53

59,77

13,34

13,40

16,39

16,45

169.06

169,7A

92.00

99 0?

9?nrropgijrf)P ..............

67,07

67.33

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

Rumänische Noten.......

Schwedische Noten .......

68,86

69,14

Schweizer Noten.........

81,02

81,34

(CrtnnHrftp <T?ntpn.........

Ungarische Noten................

$5

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«*Sani) >n5'! «baietung

£flÄ qufiftengeiell UH tuns f'nes mar?lli n England feine Mo gt***«« die Einberu,er des -5k riftengeieüiN all^e für sich das Recht oer Ugland in Anspruchs Aber schon der Um munistensührer 6a! lische Regierungen mi nach England verwe anstaltern sich besind runa zu denken get eigentlichen Akteure länder, sondern aus! die durch ihr Auftreti paganda das ihnen i verletzten. Wie alle gen ist auch die L ausgesprochen legenheit und du mähigterer Richtung innere Wesensoerwai ten Internationale, das günstigste Klima Tendenzen, die in 1 den Füßen verloren der englischen Presse j auch in Gnglanb bie/ midlung bemüht

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Die jranMsche Abart mus i\t, w weiland AusMmM gewesen zialismus trug \\> ratter und keinen Abart, der Tizndi Jahrhundertwende ei züchteten Parlamenta fahigkeit, größere N rung zu einem politi art zusammenzu'aiie politische ober öfono tungsvoll wäre. Gan Syndikalismus aus k kleine revolutionäre rung steigern und a näre Bewegung ents Streikbewegungen t dost- und Eisenbah der Tatsache, daß nister geworden, « mittel des St Briand, der einst äs

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