Ausgabe 
15.8.1933 Erstes Blatt
 
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Folge hatte.

Man begegnet der litauischen

dem Eindruck, daß es das Ziel Regierung sei, einen Konflikt herbeizuführen.

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und zwar der Reichsoerband des deutschen Hand­werks, die Hauptgemeinschaft des deutschen Einzel­handels, der Reichsverband des Groß- und Ueberjee- handels. der Reichsoerband des deutschen Gaststätten­gewerbes, der Reichsverband der ambulanten Ge­werbetreibenden und der Reichsoerband der Handels­vertreter Deutschlands. Die bisherigen Ziele des Kampfbundes für den gewerblichen Mittelstand, die neben der Schulung und Erziehung auch wirt­schaftliche Erfolge für den Mittelstand erstrebten, sind abgelöst worden und konzentrieren sich jetzt auf

die Erziehung des Mittelstandes im Geiste Adolf Hitlers.

Die Montagssitzung im Kurhaus bereitete die Ein­teilung der Gau- und Landesverbände vor, ferner die Bestellung von Gau- und Landesver­bandsleitern für den Gesamtverband. Stabsleiter Sohns wurde zum Reichsschulungsleiter oer NS-HAGL). und des GHG. ernannt. An Stelle der Mittelstandszeitschrift des Kampfbundes wird ein Zentralblatt", ähnlich der NSBO.-Zeitschrift, her­ausgegeben.

Stärkung unseres Kapitalmarktes sieht daher Dr. Schmitt die beiden springenden Punkte für die organische Wiederbelebung.

Wenn er in diesem Zusammenhang auch den Außenhandel betrachtete, so konnte man nicht erwarten, daß er auf diesem heute so schwie­rigen Gebiet konkrete Angaben über die von uns zu ergreifenden Maßnahmen im einzelnen machte. Man wird der allgemeinen Formulierung zustim- men können, daß das Gesamtwohl entschei­dend sein muß und daß es Aufgabe des Staa­tes und der Regierung ist, abzuwägen, inwie­weit man mit Rücksicht auf das Interesse der Gesamtheit den Export fördern kann und wieweit man zurückstehen muß. Aber der Reichswirt­schaftsminister unterstrich doch die großen Möglichkeiten, die für uns auch für die Zu­kunft auf dem Gebiete des Außenhandels liegen, und er versicherte, daß das Reichswirtschaftsmini­sterium die größten Anstrengungen machen wird, um den Export als einen entscheidenden Faktor für die Belebung unserer Wirtschaft zu pflegen.

Die Klarheit und Deutlichkeit, mit der der Reichswirtschasisminister in die en Ausführung en die Grundelemente erfolgversprechender wirtschaft­licher Betätigung herausarbeitete, wird man ebenso dankbar begrüßen wie die Energie, mit der er den Führergedanken und die Dis­ziplin auch im Wirtschaftlichen durch» geseht sehen will. Dr. Schmitt bekennt, daß er in der Reichskanzlerschaft Hitlers ein

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Reue Bedrohung der Memel-Autonomie

Will Kowno die wirtschaftliche Verständigung mit Deutschland sabotieren?

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Oie Zukunst der studentischen Korporationen.

Berlin, 15. Aug. (WTB.-Funkspruch.) Auf dem Deutschen Studentenlag in Aachen ist die Frage der Errichtung von Kamerad schafts- Häusern, die zunächst an einigen deutschen Hoch­schulen entstehen sollen, eingehend behandelt worden. 3m Zusammenhang damit wird die Frage des Fort­bestehens der studentischen Korporationen in der Oessentlichkeit lebhaft erörtert. Das R e i ch s m i n i - fterium des Jnnetn sieht sich zur Vermeidung von Beunruhigungen innerhalb der Studentenschaft und der deutschen hochschulkreise zu der Feststellung veranlaßt, daß der Fortbestand der Korpo- rationendurchdiegeplantenkamerad- schastshäuser in keiner weise gesähr- d e t ist. Die Korporationen werden vielmehr auch in Zukunst zur Pflege ihrer Tradition und zur Heranbildung ihres eigenen Rach­wuchses berufen sein. Selbstverständliche Voraus­setzung hierfür ist allerdings, daß die Korporationen es als ihre Hauptaufgabe betrachten, politische Lrziehungsgemeinschaften im Sinne des echten Rationalsozialismus und wahrer Kameradschast zu sein. Line Be­schlagnahme des den studentischen Korporatio­nen gehörenden Eigentums zum Zwecke der Ver­wendung für kameradschastshäuser und dergl. kommt unter diesen Umständen nicht in Frage. Etwaige dahingehende versuche werden durch die zuständigen Behörden verhindert werden.

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Chefredakteur

Dr. Friede. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton l)r H.Tkyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn- zeigenteil i.D.Th.Kümmel sämtlich in Biegen.

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Der Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft

Oie Wege und Zielbestimmungen des Reichswirtschaftsministers.

Die Kölner Rede des Reichswirtschaftsministers Dr. S ch mi t t ist geeignet, die Erörterung über die Kardinalfrage der Behebung der Arbeitslosig­keit und die damit zusammenhängenden wirt­schaftlichen Probleme nachhaltig zu beein­flussen, aus der anderen Seite aber auch das Ver­hältnis von Staat und Wirtschaft und die Abgrenzung ihrer Einflußsphären zu klären. Es ist die erste große Rede des Rcichswirtschaftsmini- siers seit seinem Eintritt in die Regierung Adolf Hitlers. Dr. Schmitts wirtschaftliche Herkunft, wie auch seine bisherigen Maßnahmen, mit denen er richtungweisend in die verschiedensten Gebiete eingegriffen hat, ließen erwarten, daß in dieser Rede d>e Erkenntnis der realen Dinge und der wirtschaft­lichen Grundbedingungen und die daraus sich er­gebenden Notwendigkeiten klar und deutlich hcraus- gestellt werden würden. Das ist denn auch deutlich und entschieden geschehen.

Aber die Bedeutung der Rede scheint uns in erster Linie doch darin zu liegen, daß Dr. Schmitt seine Forderungen der neuen deutschen Staats- i de e unterstellt und hieraus Forderungen auch an die Wirtschaft richtet, deren Erfüllung Voraussetzung für die Einräumung der an sich unentbehrlichen Be­wegungsfreiheit bei der Lösung der eigentlichen wirtschaftlichen Aufgaben ist. Als den Kernpunkt des Neuen stellt Dr. S ch m i t t die Einheitlichkeit und Geschlossenheit der gesamten Na- t i o n heraus, die Schluß macht mit dem Kampf des einen gegen den anderen und damit die Grundlage auch für eine erfolgreiche wirtschaftliche Erhebung schafft. Der neue Staat mit seiner Machtfülle auf allen Gebieten wird ganz anders als der frühere Staat in der Lage sein, im Kampfe gegen Mißstände seinem Willen Geltung zu verschaffen und damit mit Aussicht auf Erfolg diejenige, regulierende und kontrollierende Tätigkeit auszuüben, die zur Wah­rung des Gesamtwohles des Volkes und damit auch der Gesamtinteressen der Wirtschaft unentbehrlich ist.

Dr. Schmitt bekennt sich weiter zu dem von dem neuen Staat proklamierten deutschenSo- z i a 1 i s m u s, und wenn er diesen Sozialismus dahin erläutert, daß jeder aus seinem Platze alles hergibt für sein Bolk und für die Gesamtheit und sich cinord- net, dann wird eine solche Ford^ung nirgends auf Widerspruch stoßen, vielmehr oie restlose Zu­stimmung aller verständigen Teile der Wirtschaft finden. Mit aller Deutlichkeit stellt Dr. Schmitt auch das staatspolitischc und ethische Problem des Kampfes gegen die Arbeics osigkeit heraus, die Ausgabe der Erziehung des Rachwuch- s c s , die nur durch Eingliederung der Jugend in den Arbeitsprozeß denkbar ist. In allen die­sen Dingen zeigt sich der Reichswirtschaftsminister als ein überzeugter Berfechter und Bekenner d. s neuen Glaubens, den der Führer und Reichs­kanzler Adolf Hitler dem deutschen Bolke ge­geben hat, des Glaubens, daß durch die Ge­schlossenheit des Willens der Ration und die Ein­ordnung des einzelnen in die Gemeinschaft ein Erfolg auch im Wirtschaftlichen erreichbar ist, und der Minister ist entschlossen, auf dem seiner Füh­rung anvertrauten Gebiet auch danach zu handeln.

Um so bedeutungsvoller sind auf diesem Hinter­grund die praktischen Forderungen, die der Reichswirtschaftsminister aufstellt, um den durch die bisherigen Maßnahmen auf dem Gebiete der Wirtschaft angebahnten Erfolg für die Dauer zu sichern und der nationalen Erhebung auch den wirtschaftlichen Wiederauf st ieg an die Seite zu stellen. Dabei wird man den gesunden Optimismus, mit dem Dr. Schmitt an seine Aufgabe herangeht, nur begrüßen. Wir wissen, daß Deutsch­land wie kein anderes Land unter dem verlorenen Krieg, der Inflation und den vielen wirtschaftlichen Fehlmaßnahmen des vergangenen Jahrzehnts leidet, daß wir aber auch in Maß und Methoden der Be­kämpfung der Arbeitslosigkeit manche andere Län­der, bei denen die wirtschaftlichen Voraussetzungen weit besser sind, hinter uns gelassen haben. Gerade daraus ergibt sich, daß wir mit doppelter Kraft dieAufgabc weiterführen müssen, wobei der Schwerpunkt nicht bei den künstlichen, sondern bei en organischen Maßnahmen zu liegen hat. E^st ein treffender Vergleich, wenn der Reichswirtschaftsminister die Belebung durch künst­liche Mittel als eine Zündung bezeichnet, die an sich notwendig ist, die aber verpuffen muß, wenn sie nicht die eigentliche Kraft auslöst.

Dafür aber gibt es Voraussetzungen. Hierher ge­hört einmal die R e n t a b i I i t ä t. Es genügt nicht allein, daß etwas unternommen wird, sondern es kommt entscheidend daraus an, ob das, was unter­nommen wird, auch auf die Dauer getragen werden kann. Nur dann ist Gewähr gegeben, daß der Ar­beiter in Arbeit bleibt, nur dann sichern wir uns gegen Rückschläge, nur dann erreichen wir das für neues Schaffen wiederum unentbehrliche Ver­trauen. Dieses Vertrauen ist unerläßlich, um das für neue Unternehmungen notwendige Geld her­beizuschaffen. Wir haben gewiß keine großen Ka­pitalschätze, um so notwendiger aber ist, daß mir das, was an eigenem wie an ausländischem Kapi­tal bei uns vorhanden ift, der Wirtschaft nutzbar machen. Das ist nur möglich, wenn Mißtrauen und Unruhe schwinden. Nur so kommen die Ersparnisse des Volkes auf den Markt, nur so ist auch eine organische Regelung der Zinsenfrage möglich, nur (o kommen mir zu billigem Kredit und damit zu vorteilhafteren Produktionsbedingungen. In den Fragen der Rentabilität und der

Bolbo an Göring.

Rom, 14. Aug. (WTB.) General B a l b o hat an den Reichsminister für Luftfahrt Göring von Lissabon aus folgendes Telegramm gesandt:

Sofort nach meiner Rückkehr nach Europa drängt es mich. Ihnen für Ihre Liebenswürdigkeiten und für die wertvolle Mitarbeit von Dr. Baumann wärmstens zu danken. Er war mein Ver­trauensmeteorologe, und ich glaube, daß niemand außer ihm es bester versteht, heute die Geheimnisse des Meeres und am nördlichen Himmel zu ergrün­den. Von Grönland, wo er (eine Wetterwarte wäh­rend der ersten Ueberquerung hatte, begab er sich nach Terranova, wo er mit uns auf derAlice" die restlichen Tage der letzten Ueberquerung mitvcr- brachte. Dieser Ihr fleißiger und wertvoller Beam­ter hat mir sehr wertvolle Dien ft e erwie­sen. Ich sende darum mein erstes Telegramm in Europa an Sie, um Sic sofort davon zu unterrich­ten, rccil ich weiß, daß diese Nachricht Ihnen viel Freude machen wird. In herzlicher Kameradschaft und wirklicher Freundschaft B a l b o."

Zur Wahrung von Ordnung und Wurde bei Gericht.

B e r l in, 14. Aug. (CNB.) Der Amtliche Preußi­sche Pressedienst veröffentlicht einen umfangreichen Erlaß des preußischen Iustizm in isters Kerrl, in dem darauf hingewiesen wird, daß die formen, die sich für die Abhaltung der Gerichts­sitzungen herausgebildet haben, vielfach die notwen­dige Würde vermissen ließen. Insbesondere gelte das für die Verhandlungen vor den Zivil­gerichten.

Von den Anordnungen, die der Minister trifft, um bie Würde der Rechtspflege zu sichern, ist hervorzuheben, daß alle im Gerichtssaal Anwesenden in Zukunft die eintretenden Richter unter Erheben oon den Plätzen mit dem deutschen Gruß durch Erheben des rechten Armes zu be­grüßen haben, der von den Richtern erwidert wird, sobald sie an ihren Plätzen angelangt sind. In Srrafoerhandlnugen haben sich alle anwesenden Per­sonen einschließlich des Gerichtes während der Verkündung des entscheidenden Tei­les des Urteils oon den Plätzen zu er- heben. Um in Zivilprozessen eine Ueberfüllung des Gerichtssaales zu verhindern, wird u. a. emp­fohlen, daß mit der Verhandlung jeder einzelnen Sache zu einem festgesetzten und nach Möglichkeit genau innezuhaltenden Zeitpunkt begonnen wird.

Oas Tragen von Waffen im Arbeitsdienst.

Berlin, 14. Aug. (ERB.) Die ReichS- keitung des Arbeitsdienstes hat jetzt ein Rundschreiben an die Bezirksleitungen für dztz Arbeitsdienst gerichtet, in dem die Frage des Drage ns von Waffen im Arbeitsdienst grundsätzlich geregelt wird. Danach hat das Tra­gen von Waffen jeher Art, wie von Gewehren. Seitengewehren, Revolvern, Gummiknüppeln, Stahlhelmen usw. innerhalb und außerhalb des Arbeitslagers zu unterbleiben. In dem Schreiben heißt es u. a. weiter: In besonders gelagerten Ausnahmesällen kann der Dezirkssüh- rer bzw. der Führer des Arbeitsgaues seine Zu­stimmung erteilen, daß die Wachtmannschaf- t e n eines Arbeitslagers, so lange sie imWacht- dienst und innerhalb des Arbeits­lagers sich befinden, Pistolen tragen. Die Waffen, sowie je 25 Schuß Munition sind vom Lagerführer persönlich unter Verschluß zu halten und nur zum Wachtdienst auszugeben.

Berlin, 15. Aug. (CNB. Funkspruch.) Die deutsch-litauischen Wirtschaftsver- verhandlungen, die in den letzten Tagen in Kowno geführt worden sind, haben nach allem, was darüber bekanntaeworden ist, einen befried,- genden Verlauf genommen, und die Aussicht auf eine für beide Teile gute Verständigung eröffnet. Es wurde damals in ausländischen Kreisen, denen diese Verständigung un e r w ü n s ch t war, behauptet, daß Deutschland bei diesen Verhand­lungen politische Forderungen gestellt habe. Das trifft n i ch t zu, wohl aber ist es auch sür die wirtschaftliche Zusammenarbeit eine unerläßliche Voraussetzung, daß die bestehenden Ver­träge strikt eingehalten werden.

Ls ist deshalb eine beträchtliche Belastung des deutsch-lilauifchen Verhältnisses, wenn gerade in diesem Augenblick Tendenzen hervortreten, bie sich gegen die Autonomie des mit Deutschland historisch und volksmähig so eng verbundenen rNemellandes richten und geeignet find, die deutsche Kultur des Landes zu untergraben.

In einem Bericht aus Memel gibt bieDeutsche Allgemeine Zeitung" heute ber Besorgnis über bie Auswirkungen bes von ber litauischen Regierung nach jahrelangen Ankünbigungen nunmehr heraus- gebradjten Gerichtsverfasjungsgesetzes Ausdruck. Mit biesem Gesetz soll nicht nur bas memelländische Gerichtswesen, (onbern auch bie gesamte autonome Verwaltung bem Einfluß bes litauischen Ob er tri bu­tt a l s Kowno unter ft eilt werben. In einem weiteren Gesetz nimmt bie litauische Regierung nicht nur bie Erteilung ber Ausreisegenehmigung für Ausländer, sondern auch die Erteilung der Arbeits­bewilligung, bie gleichfalls eine autonome Angele­genheit ist, für sich in Anspruch, was bereits bie Entlastung zahlreicher reichsdeutscher Kräfte zur

Zwei Erlöste des Reichswehrministers.

Hitler-Gruß.

Tie Belange der Beamtenschaft.

Berlin, 15. Aug. (CNB.) Reichswehrminister von Blomberg hat einen Erlaß herausgegeben, in bem es heißt, baß, nachbem ber Reichsinnen­minister ben Hitler-Gruß zum beu 1 schen Gruß erklärt habe, es selbstoerstänblich sei, daß bieser Gruß von Beamten, Angestellten und Arbeitern der Wehrmacht in bürger­licher Kleidung in und außer Dien ft a n ge­rn e n b e t wird.

In einer weiteren Verfügung sagt der Reichs­wehrminister:Seitdem die Regierung der nationalsozialistischen Revolution die ausschließliche Führung des Staates übernom­men hat, werden die Belange der Beamten­schaft durch ben Staat felbft wahrge­nommen. Eingaben und Anträge von Beamten und Beamtenorganifationen an die Behörden, ins­besondere an bie Ministerien, bie sich mit Fragen ber Besoldung, Einstufung, Laufbahn unb bergt, befassen, sinb baher nicht nur unnötig, sonbern auch unzulässig unb können in Zukunft nicht mehr entgegengenommen werben. Un- bebingt zu unterlassen sinb solche Eingaben unb Vorstellungen, bie auf eine Kritik an Vorgesetzten unb damit an der allein verantwortlichen Staats- i führung hinauslaufen. Persönliche Beschwerden sind I lediglich auf bem Dienstwege oorzubringen. 1

Hoffentlich erinnert sich Litauen, ehe es burch wei­tere Maßnahmen bie Lage verschärft, an bie uner­freuliche Situation, bie erst im vorigen Jahre burch bas Vorgehen bes bamaligen Gouverneurs Mer - k y s gegen bas Direktorium Böttcher entstanden war. Es liegt im Interesse ber gegenwärtigen Be­ziehungen zwischen Deutjchlanb und Litauen, daß eine Neuauflage dieser Vorkommnisse mit der damit zusammenhängenden Entrechtung und Drangsalie­rung der memelländischen Bevölkerung vermieden wird.

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B a d N e u e n a h r, 14. Aug. (WTB.) Der Reichs­leiter des Kampfbundes für den gewerblichen Mittel­stand, Dr. von Rente 1 n, hatte alle bisherigen Gau-Kampfbund-Leiter aus dem Reich zu einer Be­sprechung nach Bad Neuenahr eingelaben. Die Be­sprechung galt derUmorganisationdesbis- herigen Kampfbundes fürben geroerb- lichen Mi11e 1 stanb gemäß ben Anorbnungen bes Leiters ber Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley.

Aehnlich wie für bie Arbeitnehmer die RSVO.. wirb für den gesamten gewerblichen Mittelstand eine nationalsozialistische Handels- und Gewerbe- treibendenorganisation (RS-HAGO.) geschaffen, die als Gesamtverband des Handwerks, Handels und Gewerbes des ganzen Reiches in der Deut­schen Arbeitsftont vertreten fein soll. In diese Organisation werden nur Volksgenossen aus­genommen, die vor dem 1. Mai 1933 Kampf­bund-TN itglied waren. Gleichzeitig wird ein Ge- famtverband von handel, Handwerk und Ge­werbe (GHG.) geschaffen. 3n diesem (Defaml- verband sind sämtliche deutschen Spihenverbände

des gewerblichen TNittelstandes organisiert.

ungeheures Glück für die deutsche Ration sieht, und er fordert, daß jeder sich dem Willen dieses Führers unterordnet. Daraus folgert er den gleichen Anspruch auf Achtung und Gefolgschaft für diejenigen, die durch den Willen des obersten Führers Führung und Deranttvor- tung in der Wirtschaft übernommen haben.

Die Rede des Reichswirtschaftsministers ist in ihrer Gesamtheit eine glückliche Synthese zwischen ber Aufgabe ber Staates, regelnb unb kontrollieren!) in die Wirtschaft einzugreifen unb bem Gesamtwohl Schäbliches sernzuhalten, unb ber Not­wendigkeit, ber privaten Initiative bort die Bahn freizugeben, wo sie allein imstande ist. Nütz- liches zu schaffen. Es kommt darauf an, in den praktischen Maßnahmen bie Grenzen zwischen beiben Sphären so zu ziehen, daß ber größtmögliche Erfolg gewährleistet wird. Die Führung bes neuen Reiches erkennt bie entscheidenben Grundvoraussetzungen für ein gesundes wirtschaftliches Leben an, auf der ande­ren Seite wird wohl niemand so kurzsichtig sein, sich einem Sozialismus zu verschließen, ber nichts untre­res ausbrücfen will als baß ber Einzelne auch im Wirtschaftlichen ©lieb ber Volks- a e m e i n f d) a f t fein unb bleiben muß. Öerabe wer bie Bedeutung dieser Volksgemeinschaft im neuen Staat so stark unterstreicht, wie bas Dr. Schmitt in seiner Kölner Rede getan hat, ber barf auch vollste Aufmerksamkeit forbern für diejenigen Grundbedingungen, bie er als unentbehrlich für ein gedeihliches Arbeiten ber Privatwirtschaft aufstellt.

Kr. 189 Erstes Blatt 183. Jahrgang Dienstag, 15. August 1933

Gießener Anzeiger

chaupt die Schlußkurse fast m. 3m Verlause ergaben n von Belang, harpener senk über Berlin.

n Neubesitzanleihe aus dem )iet, auch Allbesitzanleihe hsorderungen waren kaum n bprozcntiae Tlahlverein- it zurück, Reichsbahn-W. II. a. notierten: Neubesitz' seihe 77,50, öproz. Stahl- i5bcf)n-y<L 99,65, Schutz- 6,80, Dleidjsbant 151,2-5, m 90, Sali Weff eregeln 'stahl 86,25, MU. 29,$ lt 172,50, SMarta <mm 49, MMöwttli os 158, WO 12- Lloyd

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