Ausgabe 
15.7.1933 Frühausgabe
 
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ZahresversammIungderGeseWchastLiebiMseum

Aus der Provinzialhauptstadt

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Rundfunkprogramm

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** Die Museen und Sammlungen im Alten und Neuen Schloß sind am Sonntag von 11 bis 13 Mr geöffnet.

eine zusammenhängende Darstellung von Liebigs Siebener Erlebnissen seit seiner Berufung nach Dietzen bis zu dem Weggang nach München ge-

Amtsgerichtsrat JöckelAus Justus von Lie­bigs Siebener Jahren", womit zum ersten Male

Arbeit und Brot für die alten Kämpfer!

Ein Aufruf des Neichsstatthalters.

Das Gauprefseaml der NSDAP, gibt folgenden Aufruf des Herrn Gauleiters Reichsflalt- Halter Sprenger bekannt:

Unter Hinweis auf meine wiederholten Aufrufe zwecks Unterbringung der allen verdienten Kämpfer der NSDAP., ferner betreffs der Doppelverdiener, ordne ich an. daß, nachdem das Arbeitsamt die alten Kämpfer in seine Kartothek ausgenommen hat und in dem Sinne meiner Ausrufe arbeitet, von heute ab alle Meldungen über notwendige Neueinstellun- gen an das Arbeitsamt direkt zu richten find.

Meine Verfügung betreffs Durchführung innerhalb der freien Berufe, die ich in die Hände des Präsi­denten der Preubischen Industrie- und Handels­kammer sür das rhein-mainische Wirtschaftsgebiet, Pg. Dr. Lüer, und des Gauwirlschastsberaters Pg. L ck a r d t gelegt habe, bleibt in vollem Umsange aufrechterhalken.

Keine Parteidienststelle und Sonderorganisalion. auch nicht die NSBO., hat vesugnisse zur direkten Vermittlung, sondern lediglich bei den Feststellungen der eingesetzten Beauftragten nach Bedarf mitzu­wirken.

Gez.: Sprenger.

Oer freie Augenblick.

13on Reinhold Braun.

Jeder freier Moment ist ein seliger."

Ein Achtzigjähriger. Der Bäcker­meister Eduard QloLI, Neustadt 49, ein alt­eingesessener Siebener Bürger, beging gestern in aller Nüstigkeit seinen 80. Geburtstag.

ojort zur Stelle fein, und wir . mit vier bemaffneten Seiden Drücke lag, gab id) W in @las. Er

dumm und rund. Da hinten

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3m Jahre 1903 wurde unter dem Protektorat des Grobherzogs der Bogelschuhvereur für Hessen gegründet. Am 15. Juli wird er sein 25iähriges Jubiläum in Eberstadt begehen. Um 12 Uhr hält Dr. Fischer, Assistent am Forst­zoologischen Institut in Sieben, einen der Oef- fentlichkeit zugänglichen Bortrag mit dem Thema Eine halbstündige Wanderung in der Natur und die Beobachtung der Bogelwelt". Hm 14-30 Mr findet eine Begehung des Eberstädter Naturpsa- des statt. Zum Abschlub spricht Lchrer Bur- Henne über die geschichtliche Bergangenheit der .Umgebung des Naturpfades.

Wiederzulaffung katholischer Verbände in Hessen.

Die Pressestelle des hessischen Staatspolizeiamts teilt mit: Der hessische Landes-Polizeipräsident hat folgenden katholischen Vereinen die Wiederaufnahme ihrer Vereinstat'.g- keit gestattet: Katholischer Jungmännerverein, Deut­sche Jiigendkraft, Sturmschar und St. Georg-Pfad- finderschaft. Die Zulassung dieser Vereine wurde in den anderen Ländern ebenfalls verfügt.

Bezirksversammlung Giehen-Land des RS.-Lehrerbundes.

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.mi^ möglichster %, nmn?e "I rUt,^n Kirchen- mung und Spaltung zu be- «« Befriedung de- evanstelischen Kirche .s notwendig und entspricht °^^Knregierungen. dah ru u91^en Landeskirchen Wien neu gebildet werden. Mafien nach Landesrecht Dahlen der kirchlichen Se- 'gehen, füllen die Dahlen 1933 vollzogen werden. Die zeitlich so nahelie- c m i n s soll nach Möglichkeit ) agitatorifcheWahl- annungen in das etian- )ineingetragen werden. Die 'n kirchlichen Dertretungs- ' mittelbaren Wahlen her- m 31. August 1933 durch, bann bet Mbnntz W in jchsMtz vvttzeiehenen Ha» ine Hindernisse mehr im Schwietigleiten, die sich aas ng des Dahlversahrens er- um die Verwirklichung der giening, die Wahl in Frei« rteilichkeit stattfinden zu r, erscheint es zweckmähig, >n Bevollmächtigten des Innern zu bestellen, des- Wird, durch recht^eiti« L alle Hindernisse zu sich einem ungestörten lichen "Verlauf der stellen könnten.

in Form eines weltfremden Literatentums. Alls Dozenten sollten daher eine umfassende praktische Tätigkeit hinter sich haben und, so lange sie jünger sind, alle paar Jahre eine Art kirchliches Dienstjah* durchmachen. Sine fruchtbare Wirksamkeit setzt die Kunde davon voraus, was es um das Wesen des Menschen ist.

polizeiliche Meldepflicht für ausländische Arbeitnehmer.

Bon der Hessischen Polizeidirektion Dieben wird mitgeteilt:

Hierdurch werden alle ausländischen Arbeit­nehmer (Arbeiter und Angestellte) aufgefor­dert, sich am Montag, 17. Juli 1933, in der Zeit von 8 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr auf, der Polizeidirektion, Landgraf-Philipp-Platz (Zimmer Nr. 40) einzufinden. Evtl, vorhandene Unterlagen über den Aufenthalt in Deutschland sind mitzubringen. Ausländer, die ein selb­ständiges Gewerbe betreiben, fallen nicht hier­unter.

Taten für Lamstag, 15. Juli.

** Rass en hygienischer Schulungs­kursus. Der NS-Aerztebund, Oberhessen-Nord, veranstaltet gegenwärtig einen Rassenhygienischen Schulungskursus. Der nächste Kursusabend findet am Montag statt. Prof. Dr. Kuhn wird über Rassenhygiene und Bevölkerungspolitik" sprechen. Der Vortrag wird im Hygienischen Institut gehal­ten. Am Mittwoch wird der Vortrag fortgesetzt.

** Politischer Abend der Studenten­schaft. Im Rahmen des Politischen Abends der Gießener Studentenschaft spricht am Mittwoch, 19. Juli, Walter R e u , ch, VDSt., überDie außen- politische Gefahrenlage des neuen Deutschland". Außerdem gibt stud. rer. pol. Ludwig Fritz einen Bericht über die studentische Revisionstagung in Sofia.

1 e l XII.

(Aus demRachlaß des großen Baumeisters «chmkel.) In demselben Nachlasse stehen die Worte:Die Freiheit des Geistes erscheint bei jeder Selbstüber­windung, bei jedem Widerstand gegen äußere Lockung, bei jeder Pflichterfüllung, bei jedem stre­ben nach Besserem und bei jeder Wegräumung eines Hm-'rnisses zu diesem Zweck."

Wir Neuzeitlichen, wir im überrnechanislerten Ero- aetriebe Sehenden aber bedürfen neben dieser Art der freien Augenblicke noch einer anderen: Der freien Augenblicke der inneren Heimkehr, die sich vollzieht in der Losgelöstheit vom Alltage, im scho­nen, stillen Fernab von der großen Spule: Zen.

Einmal wieder selig in sich selbst verharren! Das köstliche Sich-selbst-besitzen! Oder in Liebe oder Freundschaft Einander-haben-dürfen!

Wieder grüßt uns das Gesetz der schopserllchen Ergänzung: Dort die freien Augenblicke, wie sie der große Schinkel meint, und hier die, wie wir sie meinen! Die hohen Augenblicke im Wandern und Reisen, km Genuß des echten Wochen-Enüs, im Um- schwungensein der lebendigen Natur.

Wenn ich an meine eigenen Reisen und Wander­fahrten denke: Gleich sind fie da, Die großen Licht­punkte, die hohen Augenblicke, sind da mit der Deut­lichkeit des Gegenwärtigen, der unverwischbaren Le­bendigkeit und beschwingen und bestürmen mächtig und beseligend das Herz. Wie ein edler Wein durch­rinnen sie das Blut, sind wie ein unausschöpfbarer, Seele und Geist durchquellender Verjüngungstrank!

Ja, das ist das unverlierbare Echo aus dem rech­ten Wander- und Reise-Wachsein, ist unzerstörbares Geschenk aus jenen Fahrten, die letztlich auch unserer In-Gestalt, ihrer Leuchtkraft und edel-menschlichen Prägung aelten sollen. So erhöht sich jede Fahrt in ein wirkliches notwendiges Tun, wird zu einer echten Lebensfahrt und behält dadurch Farbe und Im­puls durch unser ganzes Leben hin. Mitten in einer Daseinswüste springen uns heimliche Quellen in den staubigen Weg.

Gewiß, solche Augenblicke bleiben zu einem Teile Gnade, sind Geschenke von irgendwoher. Aber wir können den Boden für sie in uns bereiten, können uns würdig machen und festlich offen halten, sie zu empfangen. Ja, es gibt im inneren Leben nicht nur 'Blitz-Ableiter, sondern auch Blitz-Anleiter. Wir kön­nen etwas auf uns zuleiten kraft unserer Inbrunst, der Reinheit unseres Wollens.

Wer recht ins Leben zu schauen weiß, der wird erfahren, daß es Menschen gibt, um die die Strome des Segens gleichsam immer herumgehen. Es 'st, als ob etwas in ihnen ist, das diese Strome abstotzt.

SonntagsrückfahrkartenzurLim- bürg er Regatta. Der Bahnhof Gießen teilt mit, daß zu der am heutigen -samstag und am morgigen Sonntag in Limburg ftattfinbenben Re­gatta von allen Bahnhöfen im Umkreis von 75 Kilo­meter um Limburg Sonntagsrückfahrkarten ausge­geben werden. Die Karten gelten zur Hinfahrt vom 15. Juli 0 Uhr bis 16. Juli 24 Uhr, zur Rückfahrt vom 15. Juli 12 Uhr bis 17. Juli 12 Uhr. Bis zum letztgenannten Zeitpunkt muß die Rückfahrt ange-

Am Mittwochnachmittag hielt der Bezirk Gie- hen-Lant) des NS-Lehrerbundes im Hotel Koh­ler seine Monatsversammlung ab. Lehrer S i e g - fried (Großen-Linden) eröffnete als Obmann des Bezirks die Bevsammlung und schilderte Ein- drücke von der am Samstag und Sonntag in Darm­stadt abgehaltencn hessischen Crziehertagung. bei der auch der Bezirk Gießen-Land sehr stark vertre- ten war. Lehrer Stumpf, Wiesest, hielt einen Vortrag über das ThemaDer nationalsozialisti- sche Lehrer als Erzieher". Der Redner ging da­von aus, daß der Lehrer nicht nur Vermittler des Wissens seinen Schülern gegenüber sein solle, er solle vielmehr Freund und Berater wer­den, der auch noch nach Entlassung der Schu­ler aus der Schule Pflichten den Entlassenen ge- genüber zu erfüllen habe. Ein Lehrer müsse zum Führer und Erzieher der ganzen dörflichen Ge mcinde werden, um dann dem Ziele Adolf Hit lers Volksgemeinschaft bilden zu formen naher zu kommen. Der Lehrer und ferne Fanillienmit. glieder müßten der Gemeinde em gutes Beispiel sein- nur wer selbst als Borbild lebe, verdiene die Berechtigung, Erzieher genannt zu werden. Anschließend sprach Lehrer

in einstündigem Dortrag über das Thema ..Nasse und Bolk'. Er sprach zunächst von den in un­serem deutschen Volk vorkommenden Nassen. Er sprach besonders von den Kennzeichen der nor-- dischcn Rasse, deren Pflege besonders erstrebt werden müsse. Adolf H i t l e r s Kampf gelte der Erhaltung dieser Rasse, wie sie uns in dem ger- manischen Menschen mit seinen Vorzügen entge­gengetreten fei. Lehrer S le 0 fite ^"Ae bei den Bortragenden für ihre Darbietungen und er­nannte folgende Herren zu seinen Mitarbeitern.

Mittwoch, 19. 3uli.

7.15 Uhr: Frühkonzert auf Schallplatten. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Don Augsburg: Mittagskonzert. 15.30: Stunde der Ju­gend. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Stimme des Blutes im ewigen Strom deutscher Geschichte. Von Dr. W. Groß, Leiter des Aufklärungsamtes für Be­völkerungspolitik und Rassenpflege, Berlin.. 18.25: Zeitfunk. 18.45: Kurzbericht vom Tag. 19: Von Breslau: Reichssendung: Stunde der Nation.Der Rus aus dem Osten". Eine Werbung für bas Grenz- land Schlesien. 20: Dom Deutschlandsender: Aufruf für die Spende zur Förderung der nationalen Ar­beit. 20.05: Don Karlsruhe:Sangesfreude". Schluß­konzert der Singschule an der Badischen Hochschule für Musik. 21.10:Zaide". Singspiel von Mozart. Oper in 2 Akten von Wolfg. A. Mozart. Bearbei­tung: W. Meckbach. 22.45 bis 24: Nachtmusik, d'baye- rischen Funkschrammeln.

Donnerstag, 20. Juli.

7.15 Uhr: Frühkonzert. 10.45: Praktische Rat­schläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Wußten Sie das schon? Allerlei Kniffe für den Rundfunkhörer. Don Dr. Herbert Leisegang. 18.25: Don Kassel. Der Maler Lovis Corinth. Von Dr. Carl Paetow. 19: Don Hamburg: Reichssendung: Stunde der Na­tion.Doggerbant". 20: Konzert. 21.15: Hörbericht vom Deutschen Bundeskegeln.

Freitag, 21. Juli.

7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert 13.30» Mittagskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Musi­kalischer Zeitvertreib. 16.30: Don Badenweiler: Nachmittagskonzert des Kurorchesters. 18: Aerzte- Dortrag. 18.25: Zeitfragen. 18.45: Kurzbericht vom Tag. 19: Don Königsberg: Reichssendung: Stunde der Nation. Ein Schloßkonzert vor Königin Luise 1809. 20.05: Rheinisches Dolk erzählt und musiziert. 21: Peter und Paul und ihre Gesellen. 22: 3 mal 5 Minuten. 22.45 bis 24: Nachtkonzert.

Samstag, 22. Juli.

7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Mittagskonzert. 13.30 bis 14.30: Mittagskonzert. 14.30: Kleines Wochen­ende. 15.30: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmit- laqskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rund- sunks. 18: Herbert Volck. 18.30: Wochenschau. 18.50: Kurzbericht vom Tag. 19: Dom Deutschlandsender: Stunde der Nation. Der Schlagbaum. Posse. 20: Glückliche Reise", Operette in 3 Akten von E. Kun- neke. 22.45 bis 24: Von Berlin: Nachtmusik.

Obmannstellvertreter Lchrer Rausch. Wicseck, Schristwart Lehrer Dr. Reibt, Heuchelheim, und Kassenwart Lehrer Stumps, Wicseck. Der Obmann teilte noch mit, daß der Besuch der in jedem Monat stattfindenden Bezirksvcrsamm- lung Pflicht aller Mitglieder sei.

Oer Reichskanzler

an die hessischen Erzieher.

Auf die aus Anlaß der Hessischen Erzietzr- tagung übermittelten Grüße hat der Herr Reichs­kanzler folgendes geantwortet: An die hessischen Erzieher, z.H. der Herren Schcmm/Ringsh au- \ e n, Darmstadt. Für Ihre freundlichen Gruße und für die mir in Ihrer Zuschrift zum Ausdruck gebrachte treue Gesinnung spreche ich Ihnen mei­nen aufrichtigen Dank aus. gez. Lldolf Hitler.

Hochschulrevolution

und theologisches Studium.

HJB) aber wir sind , mem ifreunu,« ffabe den W Aje Augen

1606: der Maler Rembrandt Harmensz van Ryn in Leiden geboren (gestorben 1669); 1831: der Bildhauer Reinhold Begas in Berlin geboren (ge­storben 1914); 1862: der Schriftsteller Ludwig Fulda in Frankfurt a. M. geboren: 1874: der Dichter Wilhelm v. Scholz in Berlin geboren; 1928: der italienische Politiker und Staatsmann

Die Jahresversammlung der Gesellschaft Lie- higmuseum fand am vergangenen Sonntag im Museum statt- Da mit ihr der II. Familientag der Berwandten von Justus von Liebig verbun­den war, nahm, wie schon im Jahre 1931, wie­derum eine ganze Anzahl der Angehörigen von Liebigs Berwandtschaft teil. Wir nennen

1. aus der Nachkommenschaft von 3. v. Liebig se bst Exzellenz Frau Geheimrat von Harnack aus Berlin, ihren Sohn E. von Harnack und ihre Tochter Frau Oberin Frucht;

2. von den Nachkommen von Liebigs Schwester Elise verh. Knapp. Wilh. Knapp, Bildhauer aus Basel, Dr. Philipp Geiger, Nürnberg, Dr- Paul Geiger, beide mit Frauen; Frau Elly Heuh-Knapp und ihre Schwester Frau Les- fer-Knapp;

3. von den Nachkommen von Liebigs Schwester Luise verh. H i l ß : Herr Amtsgerichtsrat Iök - kel, Gießen, sowie Bertreter der Familien Sey- f e r t h und Klingelhoeffer-

Auf Antrag des bisherigen Vorsitzenden, Ge­heimrat Sommer, wurde als sein Nachfolger Herr Dr. Fritz Merck in Darmstadt gewählt. Stellvertretende Vorsitzende sind die Herren Ge­heimrat Sommer und Prof. Dr. Weih, Gießen. Ferner wurden neu in den Borstand ge­wählt die Herren Amtsgerichtsräte Jöckel und Gros, sowie Herr Bürgermeister Dr. Ha m m und Herr Baurat Kühlmann als Nachfolger von Herrn Oberbaurat B e r t h.

Die Liebigs-Museums-MedaiUe wurde an Frau Prof. Baumert in Halle für die Stif­tung einer bisher unbekannten vorzüglichen Lie- big-Büste, ferner an Herrn Amtsgerichtsrat Franz Gros in Gießen für seine wertvolle Mitarbeit an der Geschichte von Liebigs Gießener Zeit verliehen. ,

Der Ankauf von 80 Briefen Justus von LiebigS an seine Tochter Nanny und deren Ehegatten Ge- fceimrat Karl Thiersch, den berühmten Chirur­gen wurde trotz der finanzieUen Schwierigkeiten bei der Wichtigkeit der Erwerbung einstimmig be«

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Sonntag, 16. Juli.

6.35 Uhr: Don Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Choralblasen. 8.30: Morgenfeier, veranstaltete von der Evang. Landeskirche Frankfurt a. M. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 10.30: Ein deutscher Sui- turpionier. Zum 100. Geburtstag Alexander Heß­lers, des ersten deutschen Theaterdirektors im Elsaß. Don Dr. Alfred Fiedler. 10.45: Deutsche Volks- bräuche zur Sommerzeit. Von Hans Gäfgen. 11: Unterhaltungskonzert der Kapelle erwerbsloser Mu­siker. 12: Von Mannheim: Mittagskonzert. 13: In- ternationales Bergrennen des ADAC, am Schau- insland bei Freiburg i. Breisgau. 12.45: Stunde des Landes. 15.15: Kasperl-Stunde. 16.15: Nach­mittagskonzert des Städtischen Kurorchesters Wies­baden. 18: Der ewige Philister in der deutschen Dichtung. Von Dr. Rudolf Hoffmann. 18.25: Fröh­liches Zwischenspiel mit Karl Euler, Limburg a.d. Lahn. 18.55: Am Horst des Wespenbussards. 19.25: Aktivisten der Weltgeschichte. Von großen Dichtern gestaltet. 20: Von Königsberg: Konzert des Kur- orchesters Zoppot. 22: Heitere Schallplatten. 22.45 bis 24: Nachtmusik.

Montag, 17. Juli.

7.15 Uhr: Frühkonzert. 12: Von Baden-Baden: Mittagskonzert des Städtischen Orchesters. 13.30: Mittagskonzert. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Musi­kalischer Zeitvertreib. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Deutscher Almanach. 18.15: Schnellkursus in italienischer Sprache. 18.45: Kurzbericht vom Tag. 19: Von München: Reichssendung: Stunde der Na- tion. Der Bauer und die Windsbraut. Ein Spiel von Richard Billinger. 20: Weltvolitischer Monats­bericht, erstattet von Univ.-Prof. Dr. Karl Haus­hofer. 20.25:Bunte Stunde". Worüber Völker lachen! Eine humoristische Reise durch die Welt. 23 bis 24: Nachtmusik.

Dienstag, 18. Juli.

7.15 Uhr: Frühkonzert. 10.45: Praktische Rat­schläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert. 13.30: Mittagskonzert des Rundfunk - Orchesters. 14.20: Jeder hört zu! 15.20: Der Hausfrau zur Er­holung! 16.30: Nachmittagskonzert,: Wir raumen einen Bücherschrank aus. Eine Familienszene zwi- schen Vater, Mutter, Sohn und Tochter. 18.25: Zeit- fragen. Von Professor Dr. Ernst Krieck, Frank urt a. M. 18.45: Kurzbericht vom Tag. 19: Reichssen- düng: Stunde der Nation.Jugend auf Fahrt". 20: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 21: 3 mal 5 Minuten. 21.15: Golt grieß auch allegar. Gedichte in Hunsrücker Mundart. Von P. I. Rott- mann. 21.30: Improvisationen auf der Orgel. 22.50 bis 24: Nachtmusik.

Der wandernde, der reisende Mensch muß der fest­liche Mensch sein. Das aber ist der gott-bereite, der eelen-offene, der wirkliche, der gute Mensch. Wer ich zu diesen inneren Tatsächlichkeiten nicht auf- chwingen kann, wer nicht einmal guten Willens da­

zu ist, der soll erst garnicht auf die Reise gehen. Jede Reise, jede Wanderschaft verpflichtet!

Nur so werden uns die hohen, herrlichen freien Augenblicke segnen, da das reine, wundersame Ge­fühl durch uns rinnt: Ach, wie schön, wie beseligend, ein Mensch zu sein trotz allem, was uns das Leben manchmal schwer macht! Solche Minuten wahrhaf­ten, grundhaften Aufbruchs brauchen wir alle! Das sind die großen, heilig-menschlichen Augenblicke, aus denen mir zehren mitten im heißesten Kampfe.

Wie anders ertragen wir unsere oft recht harten und bitteren Gebundenheiten und Bindungen, die ja mancherlei Gestalt haben, wenn wir recht viele jener Augenblicke ihnen entgegensetzen können, in denen wir uns frei zu uns selber und allem Hohen und Schönen fühlten, ja, frei zu Gott und dem Göttlichen, da Funken des ewigen Feuers in unsere Tiefen sanken, da uns Glanz und Glut des echten, des schöpferischen Lebens erfüllten.

25 Zahre Dogeischutzverein für Hessen.

geben wurde.

Das zweite Bortragsthema bezog sich auf Georg Friedrich Knapp, den Sohn sei­ner Schwester Elise und des Ehemikers Knapp, der ebenfalls von Gießen nach München berufen wurde. Das Leben von G. F. Knapp, dem be­rühmten Nationalökonomen der Universität Straß­burg ist in der sehr schönen Autobiographie M2lu8 der Jugend eines deutschen Gelehrten" mit einem Vorwort von seiner Tochter Frau Elly Heuh- Knapp bei der deutschen Derlagsanstalt in Stuttgart erschienen. Zunächst gab Geheimrat Sommer einen Ueberblick über die genealogi­schen Zusammenhänge der Familien Liebig- Knapp - Geiger unter Hinweis auf die notwendi­gen Nachträge und Ergänzungen, wozu der Fa­milientag Gelegenheit oot. Sodann trug Frau Elly Heuh-Knapp persönlich« Erinnerungen an ihren Vater G. F. Knapp vor. Die auheror- dentlich fesselnde Darstellung des geistigen Zu­sammenlebens eines bedeutenden Denkers mit sei­nen Kindern erregte lebhaften Beifall.

Nach den Borträgen fand eine Besichtigung der zahlreichen Spenden aus dem Lie- bigschen Familienkreis für das Museum statt, dar­unter einer sehr schönen Porträtplakette von Lie­bigs Tochter Agnes verh. Carriöre. Dann wurden im Pharmazeutischen Laboratorium die auf Anregung von Geheimrat Sommer in der Fachschule für Glasindustrie in Zwiesel im Bayeri­schen Wald hergestellten Nachbildungen der alten Apothekengcsähe vom Museum in Herborn mit lebhaftem Interesse betrachtet.

Der II. Familicntag wurde sodann bei einem ge­meinsamen Essen und später beim Kaffee auf der Liebigshöhe fortgeführt und verlief ausgezeichnet. Bon den auswärtigen Gästen sei noch die Fa­milie von Herrn Prof. Dr. B o l h a r d in Frank­furt a. M., dem Sohn des bekannten Chemikers und Biographen von I, v. Liebig, genannt. DaS »ArMUn ' Liebigmuseum hat sich von neuem als Mittel-

Äjen tann.ti« ,1;J-JS! I

Der Studentenkampfbund Deutsche Christen an der Universität Gießen veranstaltete eine gut besuchte Versammlung, die sich im Rahmen der allgemeinen Hochschulreform mit der Frage einer Erneuerung des theologischen Studiums be- chäftigte. Nach einleitenden Worten des Hochschul- gruppenführers stud. theol. Pfeiffer ergriff Stu- bentenpfarrer Surfer das Wort zu einigen grund- ätzlichen Ausführungen: Die nationale Revolution verschont nicht die Hochschule. Sie fordert einen Neubau der Universität zu einer Stätte nationaler ------------- ,

Charakter- und Willensbilduna. Ihr Anliegen Giovanni ©iolitti in Rom gestorben (geboren 1842);

kommt in den Worten von Westphal zum Aus- _ 1929: der Dichter Hugo von Hosmannstal in druck:Wir wollen keinen Geist, der nicht handelt, Wien gestorben (geboren 1874).

und kein Handeln, das nicht Geist ist." Jene Iren- er.y «nttttinn 16 luli

nung zwischen wissenschaftlichem Reflektieren und Daten fürsonntag, ^uu.

praktischem Handeln, wie sie die Ausbildung der 622. Hedschra (Flucht Mohammeds von Mekka Vergangenheit beherrschte, hat zu verschwinden. nQdJ Medina); 846: der Philosoph Friedrich

Die Theologie hat als Doraussetzuna die Kirche. mauncn in Langenborn geboren; 1872: der nor= Es gibt keinen Individualismus der Lehre in der ^eaische Polarforscher Roald Amundsen in Börse

Theologie, ebenso wenig eine besondere theologische gebaren- 1890: der Dichter Gottfried Keller in

Existenz, die sich von der politischen streng scheiden *>ünd. öestorben.

ließe. Die Theologie muß wieder in Zusammenhang v 3

mit der konkreten Wirklichkeit gebracht werden. Die -tiOinoiifttn.

Universität darf den Studenten nicht in eine Welt Tageskalender für Samstag. Licht- der Abstraktion versetzen und mit einer Sprache spiclhaus (Bahnhofstraße):So ein Mädel vergißt ausrüsten, die das Bolk nicht versteht. Die Erneue- man nicht".

rung des theologischen Studiums muß Herkommen I von einer Hinrichtung auf Kirche und Gemeinde. Die jungen Theologen müssen in die Gemeinde eingebaut werden durch die Bildung von. I Bruderschaften, durch eine geistliche SA, die weiß, worum es bei der Verkündigung des Evangeliums geht. Die ungeheuren Aufgaben, die heute in Dolk und Kirche auf -Öen Pfarrer warten, verlangen eine ganz besondere Schulung. Das Bestehen des ersten Examens ist kein geeignetes Kriterium für den Ein- | tritt in die Kirche, weil es dabei doch nur darum gebt, wer die geringste Psychose hat. Der heutige Massenbetrieb in Kollegs und Seminaren gewähr­leistet sehr wenig eine, intensive theologische Arbeit, die in kleineren Gruppen unter der Leitung von Assistenten viel eher möglich wäre.

Diese Gedanken führte Herr Prioatdozent Lic. Schütz weiter, der als zweiter Redner das Wort ergriff. Die Dolkwerdung, die wir heute erleben, hat 1914 schon angefangen, als die Studenten von völkischem Geist getragen unter die Waffen traten und Glied jener Schicksalsaemeinschaft wurden, die im Kampf gegen eine feindliche Welt in Blut und Dreck zusammengeschweißt wurde. Der Arbeitsdienst soll ein Mittel sein, den Studenten Dolksgemein- chaft erleben zu lassen. Eine Kluft, eine Arbeit, ein Essen, das laßt bürgerliches Abstandsgefuhl und Standesdünkel verschwinden. Für den jungen Theo­logen ist der Arbeitsdienst eine weitere Läuterung, nachdem er sich vorher schon in der Gemeindearbeit zu bewähren hat. Es sollte auch in die Zeit des Studiums ein Abschnitt eingeschoben werden, wo der Theologiestudent Gelegenheit hat, zu schmecken, was Alltag ist, wo er hineingeht in die Armut, in die Hinterhöfe der Großstadt. Hierbei läßt sich auch feststellen, wer zum Evangelisten befähigt ist, ein Amt, das wir heute nötig brauchen. Es soll gewiß der Gelehrte daneben erhalten bleiben, aber nicht