Ausgabe 
15.6.1933 Erstes Blatt
 
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Aus der Provinzialhauptstadt

Ohne Gewähr

Nachdruck verboten

14. Juni 1933

L Ziehungstag

42 »ttoinne u 800 TL 60489 68178 90240 98663

76354 81429 143079 147661 177664 224436

111836

106301

286276 323228 346278 353748 356124

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231450

381947

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Sonnenqebröunte Haut

99168

178869

245278

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192737

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118755

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276308

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fin- 3o- Sw ein-

107648 108364 135000

267931 269906 278737

314913 344369 367499

60 »«tolnnt iu 600 M.

12 »ttoinne ju 3000 M. 332677 333116

14 »etoinne ju 2000 M. 131052 226612 334461

24 »etoinne iu 1000 Q2L 181730 199781 200169 322157 324132 339893

durch deren Mithilfe die Festnahme von wissent­lichen Verbreitern ialscher Reichsbanknoten gelingt Hierdurch werden alle bisherigen Auslobungen der Neichsbank, in denen für die (Ergreifung non Her­stellern falscher Reichsbanknoten höhere Beträge

Kunst und Wissenschaft.

Uraufführung des ersten SM.-Jilm».

3m Berliner Ufa-Palast am Zoo fand vor aus» verkauftem Hause in Gegenwart des Reichs- tangiere, der Reichsminister Goebbels, Seldte und Blomberg und zahlreicher höherer Führer der NSDAP., die zur Reichsführertagung in Berlin weilen, die Uraufführung des ersten deutschen St­

einigungen in ihr". Die Hauptversammlung det Sonntag. 25. 3uni, 14.30 Uhr in der hanneskirche zu Gießen statt. Zu zahlreichem such sind alle evangelischen Gemeindeglieder geladen.

Gietzericr Wochcnnrarktprcise.

>en Mitteln fort in 2n« t Luftschiff«

2au ausführt, r brasiliamschcn i Millionen taten zu amotti« Zeppelin" per« nn über alle (Hafengebühren, mit vollendeter

senkongreh. kassenkongreß in ntalen und über» ^Minister Mac» party zu Ehren il. Der Premier gegenüber wärmt oke deutsche Bau-

Gewinnauszug

3. Klasse 41. Preußisch-Siiddeussche (267. Preuß.) Staats-Lotterie

:r. Die Regie- geeigneten t

de Janeiro zur n Zufahrts- fche Kraft« und

Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinn« über 400 M. gezogen

4 »ttoinne »» 10000 W. 140431 296455

4 Gewinne ju 5000 M. 279447 372898

IVEA-CREME r oder aber ff NIVEA* ÖL

Sn der heutigen Dormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

2 Gewinn, «u 60000 W. 108249

Gießen, 15. Juni. Es kosteten auf dem heu­tigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter das Pfund 1,30 bis 1,35, Landbutter 1,20 bis 1,30, Kochbutter 1,10, Matte 25 Pf., Wirsing (grün) und Weißkraut je 15, Spinat 10 bis 15, Römischkohl 10 bis 12, Bohnen (grün) 35 bis 40, Spargel 30 bis 40, Erbsen 30 bis 35, Mischgemüse 10, Tomaten 50 bis 55. Zwiebeln 12, Rhabarber 8 bis 10, Kar­toffeln (alte) 3, (neue) 12 bis 15, Kirschen 30 bis 40, Stachelbeeren 15 bis 25, Erdbeeren 50 bis 70, junge Hähne 90 Ps. bis 1 Mk., Suppenhühner 70 bis 80, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf.. Käse 4 bis 10, Eier (inländische) 8,5 bis 9, Blu­menkohl 10 bis 60, Salat 5 bis 10, Salatgurken 20 bis 40, Ober-Kohlrabi 5 bis 10, Rettich 10 bis 15; Radieschen das Bündel 5 bis 10, Gelbe Rüben 12; Pfennig; Kartoffeln, der Zentner 2,50 bis 2,80 Mark.

Bornotizcn.

Tageskalender für Donnerstag. Spielvereinigung 1900: 21 Uhr.Postkeller", Haupt» Versammlung. Radfahrerverein von 1885: 20.30 Uhr,Hessischer Hof", außerordentliche Hauptver­sammlung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Die blonde Christi".

Die Hochschulgruppe der Glau­bensbewegung Deutscher Christen lädt ein zu einer Veranstaltung der Gießener Studenten« schäft für heute, Donnerstag, 20.30 Uhr, in die Neue Aula der Universität, in der Studiendirektor S ch>e ller aus Naumburg über das ThemaDas gläubige Dennoch der Deutschen Christen!" sprechen wird.

192940 194682 258410

279105 293416 314254

369906 376610

4750 7368 18799 67785

Oie reisenden Kaufleute in der Berufszahlung.

Die kommende Berufszählung am 16. Juni ist mit besonderer Gründlichkeit vorbereitet worden.

280197 288835 333343

44ttoinne en 800 W.

135599 153956 173638

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den Kongreb die Ijcim Bewegung, emotionalen Ban­in Berlin und D wurde Sir 'Ehrenpräsidenten ML Zu Lizeprai'' Dr. h. Schu°"' schast der Freunds temberg), und für Hostat A h Komitee besch ,r internationalen Herausgabe von t wurde, sogleich

etello. - ab.

als 3000 RM. vorgesehen sind, kraftlos.

Heimatkundliche Führung

2 »ttoinne zu 10000 UL 97995 ----- 6303 49333 79588 199254

Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beide» Abteilungen I und II

2 »ttoinne zu 2000 W. 60400

28 »ttoinne 1000 M. 1539 22520 24364 51522 ------------------------------ 272209

394039

48 »ttoinne in 500 M. 20377 40905 84301 94507

------ 165091 174699 202376 207680 227091 270635 283823 289321 301246 309038

317192 331406 337085 341948 345014 370612

gen für Veranstaltungen der Ortsgruppen, durch die besonder- die Bedeutung der Hausfrauen für Bolkswohlstand und Volksgesundheit augen­fällig werden soll, gab Frau Bundesvorftands- Ihitglieb Dr. Martha Bodelfchwandt, Ber­lin. in einem Dortrag, der durch zahlreiche lehr­reiche und ansprechende Lichtbilder des Deut­schen Hygiene-Museums in Dresden und des Reichskuratoriums für Wirtschaftlichkeit in Ber­lin, veranschaulicht wurde. Ausführliche Aus­sprachen der Delegierten vertieften und er­weiterten die Zusammenarbeit der Haussrauen aus allen Teilen des Reiches. Die Generalver­sammlung entsandte ein Telegramm an den Herrn Reichskanzler Adolf Hitler, das die Regierung der nationalen Erhebung aufrichtiger Bereit­schaft zu opferwilliger Mitarbeit am deutschen Volke versichert.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Dr. G. 7N. Auf Anfrage an zuständiger Stelle er­fahren wir, daß hinsichtlich der Volkszählung im wesentlichen genau so verfahren wird, wie im Jahre 1925. Ob eine Veröffentlichung auch der Zählungs- ergebniffe der kleineren Gemeinden möglich ist, ist noch fraglich, da die Finanzierung dieser Veröffent­lichung außerordentliche Mittel erfordern würde. Um den einzelnen Gemeinden einen Uebcrblicf über die Zusammensetzung ihrer Einwohnerschaft nach Be­rufen zu gestatten, werden Auszüge nach vier großen Gruppen (Landwirtschaft, Industrie und Handwerk, Handel und Verkehr, sonstige Berufe) gemacht.

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Wettervoraussagc.

Obwohl sich eine Hochdruckbrücke von der Biskaya in nordöstlicher Richtung bis nach Finnland erstreckt und durch sie im ganzen warmes und auch zeitweise aufheiterndes Wetter bewirkt wird, werden sowohl durch den tiefen Druck über den Balkanländern, wie auch durch ein neues Fallgebiet über Island weiter­hin Störungen auftreten, die sich in vorübergehen­dem Auszug von Bewölkung und lokalen (Bernitter- bildungen äußern.

Aussichten für Freitag: AufhelteNid und bewölkt mit Neigung zu Gewitterstörungen, warm.

Aussichten für Samstag: Weiterhin war­mes Wetter mit lokalen Gewitterstörungen.

Lufttemperaturen am 14. Juni: mittags 20,3 Grad Celsius, abends 14,7 Grad: am 15. Juni: morgens 14,9 Grad. Maxinlum 24,4 Grad, Minimum 10,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 14. Juni: abends 21,9 Grad; am 15. Juni: morgens 15,7 Grad. Sonnenscheindauer 11X Stunden.

Während die ähnlichen Erhebungen früherer Sabre von der Größenordnung der Mittelschichten unseres Volkes kaum Rotiz nabi mal gerade dieser Teil der Erp

bereichert das Dasein.

Wichtia für die Pflege der Hausmusik ist die ge­eignete Auswahl der Stücke. Große Beethooensche Sinfonien gehören in die Weite eines Konzert­saales, die Intimität des Zimmers nimmt ihnen viel von ihrem heldischen Charakter. Dagegen eig­net sich ein großer, vielleicht der köstlichste Teil der musikalischen Schöpfungen fast nur für das Heim. Die Wiedergabe im Konzertsaal mag durch die Kunst der Darstellung ergreifen, die innere Verbun­denheit mit diesen Klavierstücken erhalten wir in beglückendster Weise nur durch das eigene Spiel. Wie weihevoll sind die Stunden, wenn wir Bach, Beethoven Mozart, Schubert, Schumann, Chopin spielen. Welch ein Reichtum an Gefühlserleben geht der Jugend verloren, die der Hausmusik ent­fremdet ist und bestenfalls am Radiostöpsel sich etwas Musik zuführen läßt. Ebenso wie das deutsche Volkslied wieder auflebt, muß auch die Hausmusik wieder in ihre Rechte treten. Wir dür­fen auf diese Quelle des inneren Reichtums in dieser Zeit so mancher Entbehrungen nicht ver- zickte n.

Run kann ein solcher Wunsch nicht allgemein Geltung haben. Man hüte sich davor, Kinder, die keinen Sinn und keine Begabung für Musik bekunden, zur Erlernung eines Instrumentes zu zwingen. Man wird sich damit nur unnötig Mühen und Kosten auferlegen. Wo aber in jugendlichen Gemütern die Freude an der Musik anffladert, pflege man das Flämmchen, viel­leicht wird cS ein großes, heiliges Feuer, das das Dasein von innen beleuchtet- Und wenn Freude an der Musik aufkommt, dann nicht hetzen und quälen! Vielleicht muß man manch­mal mit Energie nachhelfen, wenn die Lust vor­übergehend erlahmt, aber wenn die Voraus­setzungen der musikalischen Begabung vorhanden sind, wird die Freude an ihr immer wieder von selbst durchbrechen.

Und vor allem muß man sich hüten: die musik­spielenden Kinder rollen keine Schaustücke sein, die ihrer Fingerfertigkeit wegen wie Paradepferde vorgeführt toerben. Man muß sie ihrer Musik und ihrer Liebhaberei überlassen, damit sie vor allem das innere, aufgeschlossene Verhältnis zur Musik nicht verlieren. Gleichgültig, ob sie am Klavier lernen, oder Violine spielen, oder die Laute schlagen. Hauptsache ist, daß sie der Musik aus innerem Drange dienen und von ihr beglückt werden. Gerade die Jugend kann aus der Musik, ihren Melodien, ihrem nervenspannenden Rhyth­mus, ihrer Frische und Anmut wertvollste Kräfte für das Leben schockfen und sich gegen Gefahren sichern, die den jungen Menschen in vielseitiger Gestalt bedrohen, denn: »Wo man singt, da laß dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder." Ch. K.

Vogelschutz auch im Sommer!

Wohl mancher Leser wird die Forderung, daß der Vogelschutz auch im Sommer zu betätigen ist, mit Kopfschütteln abtun, zumal es ja leider noch Menschen gibt, die von der Notwendigkeit des Vo­gelschutzes im Winter nicht voll überzeugt sind und höchstens sich zu einer zeitweiligen Fütterung der Sögel bei großer Kälte verstehen.

Gewiß wird es keinem Vogelfreund einfallen, etwa eine Fütterung anzuregen, denn der Tisch ist ja für die gefieberten Sänger überreich gedeckt. Et­was anderes ist es schon, in Gegenden, wo es an fließendem Wasser mangelt, der 2 u r st n o t zu ge­menten. Die Vogelwelt hat das Bedürfnis, bei gro­ßer Hitze tagsüber mehrfach mit Wassertrunk sich zu laben und sich auch zu baden. Wer hätte sich nicht schon gefreut, wenn ein Buchfink im dünn fließen» den Rinnsal sichpubbeit", babei mit ben Flügeln schlagt unb bas zarte Federkleib mit bem Schnabel i reinigt! Es ist erfreulich, daß die moberne ©arten-

"Aufgehobene Straßensperre, mit­geteilt vom Oberhessifchen Automobil-Club EV. (AvD.) Gießen: Die Sperre auf der Provinzial- straßenstrecke Lang-GönsHolzheim (Abzweig GrüningenHolzheim) wird ab 15. Juni 1933 auf­gehoben.

Die Vermietung der Marktlau­ben betrifft eine Bekanntmachung der Vürger- meistcrei im heutigen Anzeigenteil, auf die In­teressenten besonders aufmerksam gemacht seien. D is zu 3 0 00 RM. Belohnung für bie Ermittelung ber Fälscher von Reichsbanknoten. Trotz häufigen Warnun» gen vor ber Annahme falscher Reichsbanknoten gelingt es Falschem, in erster Linie kleine Gewerbe­treibende mit falschen Noten zu betrügen. Wer bie .Verhaftung ber Hersteller dieser Noten und Be­schlagnahme des Falschmünzergeräts veranlaßt ober hierzu beiträgt, hat Anspruch auf einen feiner Mit­hilfe entsprechenben Teil ber Belohnung. Die Reichs- dank belohnt auch biejenigen Personen angemessen,

Wieder Hausmusik!

Entsteht nicht bei bem WortHausmusik" unwill­kürlich ein Bild: brei, vier, fünf Menschen mit an- dachtsvoll versunkenen Mienen. Man spürt förmlich, wie der Wunsch, sich in bie Musik hineinzuversetzen unb bas Beste zu wecken, was man in sich hat, ein gemeinsames Banb um bie Anwesenden schlingt.

Hausmusik! Lange Zeit fast verschollen, begra­ben unter Der Lawine der Technik, die jede Familie, jede Wohnung, jedes Einzelwesen mit Radio und Schallplatte überschüttete, soll sie auferstehen? Die neue Zeit bars es sich ßum Verdienst anrechnen, schönste Kulturgüter zu erhalten, wenn nötig zurück- juerobern und zu neuer Blüte zu entfalten. Es ist selbstverständlich, baß sie an ber Hausmusik nicht vorübergehen kann. Man roenbe nicht ein, baß es finnlos sei, da ein Laie nie die technisch« Vollkom­menheit erreichen werde, die alle drahtlos gelieferte Musik aufweist, ober wenigstens aufweisen kann. Es soll ruhig ein scharfer Trennungsschnitt gemacht werben. Musik hören, einerlei ob Konzert, Oper, Gesang, Rabio ober Schallplatte, kann ein großer Genuß (ein. Musik ausüben istErlebnis" und eine der tiefsten menschlichen Freudenquellen überhaupt. Erst das eigene Hineinversenken vermittelt die wirk­liche Bekanntschaft eines Musikstückes und bringt ihm innerlich nahe. Findet man geeignete Partner, so kann man heute so gut wie srüher kleine häus­liche Kammermusikabende veranstalten. Die Verbin­dung mit gleichgesinnten guten und feinsinnigen Menschen ist noch nie zum Schaden gewesen und

Gestern noch konnte sich der Gartenliebhaber an der sorgenden Mutterliebe eines Buchsinkenpaares erfreuen, das seine fünfköpfige Kinderschar im kunst­vollen Nest auf einer Verknorrung eines starken Astes des Apfelbaumes soweit arohgebracht hatte, daß in ben ersten Tagen ber Ausflug ber Gelb­schnäbel zu erwarten war. Heute morgen schon ist bas Nest leer, die Alten fliegen suchend die Nachbarschaft ab. Eine strolchende Katze hat das schöne Eltern- glück zerstört! Ein stachelbewehrter Baumring, ähn­lich der Schutzvorrichtung an den eisernen Masten des Ueberlanbroertes, hätte das Unglück verhindert. Ja, einige Meter Stacheldraht, mehrfach sperrig um den untersten Astquirl gewickelt, hätten auch schon genügende Abwehr gebildet. Alle Katzen, auch die bestgenährteste und wohlgepslegte Hausmieze, hat diesen Raubtrieb in sich, unb man muß den Ne st em der Fliegenschnäpper, Buchfinken, Rotschwänzchen und Goldammern in Hausgärten besonders schützen- des Augenmerk angedeihen lassen.

Volkshochschule. 21m kommenden Sonntag, 18. Juni, veranstaltet die Volkshochschule unter der sachkundigen Führung des Architekten Dipl.- Ong. Schmitt einen 21usflug nach den Ruinen Kloster Arn-burg und Burg Münzenberg, um dort an guten Beispielen Baustile au« Epochen deutscher Vergangenheit kennen zu lernen Da schon in früheren Semestern Führungen dieser Art besonder- beliebt waren, dürfte wohl auch in diesem Jahr der geplante Ausflug Anklang finden. Räheres siehe heutige Anzeige.

" Unfall bei der Arbeit. Gestern gegen 15 Hbr ereignete sich an einem Hause in der Schulstrahe cm Unfall. Der 22 Jahre alte Weiß­bindergeselle Ernst Wilhelm Schwalb auS Beuern, der mit AuSbefserungSarbeiten an der Hofseite des Hauses beschäftigt war, stürzte vom Gerüst und fiel so unglücklich, daß er den linken Unterarm brach. Der bedauernswerte junge Mann wurde von der Freiwilligen Sanitäts- kolvnne vom Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik gebracht.

Das Hessische Artilleristenfest im Rundfunk. In der Zeit vom 1. bis 3. Juli findet in Darmstadt ein großes Treffen aller hessischen Ar­tilleristen statt. Am Montag, 26. Juni, 20.30 Uhr, verbreitet der Frankfurter Sender ein Zwiegespräch zweier hessischer Artilleristen über Plan, Umfang und Bedeutung dieses großen kameradschaftlichen Festes.

** Sonntagskarten zur Rekofa ". Aus Anlaß der vom 17. bis 25. Juni in Frankfurt a. Main ftattfinbenben Reichsausstellung für Kolo­nialwaren und Feinkost (Rekofa) gibt bie Reichs­bahn-Direktion Frankfurt a. M. Sonntagsfarien aus, bie vom 17. Juni 0 Uhr bis 21. Juni 24 Uhr bzw. vom 24. Juni 12 Uhr bis 26. Juni 12 Uhr Gültigkeit haben. Die Karten werben von allen Sta­tionen im Umkreis von 75 Km. von Frankfurt, also auch von Gießen ausgestellt. Es ist zu ihrer Aus- ftellung keinerlei Ausweis ber Ausstellungsleitung notmenbig, ebensowenig eine Abstempelung der Fahrkarten vor der Rücksahrt.

v. ®ttm an -treten, um tot« deutschen Lust« ' 'bringen. Da cs inem Landfiug- kr heraMkom«

nach Hör« t aus den Flug ieeslugzeug ni den italienie inen. Wolfgang rüh mit einem e Europasliegcr derney begehn.

mal gerade dieser Teil der Erhebung sehr stark ausgcbaut werden. Auf Anregungen des Bundes reisender Kaufleute tm DHD hat das Statistische Reichsamt innerhalb der Auszählung von Sinzel­berufen auch die Erfassung der reisenden Kauf­leute vorgesehen. Damit wird zum ersten Male von einer deutschen Berufszählung diese für unser Wirtschaftsleben so wichtige Gruppe einer Sonder- betrachtunss unterworfen. Besonders wichtig ist aber, daß im einzelnen die Reisenden, je nachdem ob sie in einer abhängigen Stellung ober al- selbständige Agenten (Handelsvertreter) tätig find, in zwei getrennten Gruppen nachgewiesen werden. Man wird also künftig erfahren, wie sich der Reisendenstand zahlenmäßig zusammen- setzt. Außerdem erstreckt sich da- statistische Bild auf den Familienstand, auf die Altersgliederung und auf die zur Zeit arbeitslosen BerusSangehöri- gen. Damit wird endlich eine große Lücke der amtlichen Statistik beseitigt. Dis heute war es in Deutschland nicht möglich, auch nur einiger­maßen durch Schätzungen Ilmfang und soziale Gliederung der reisenden Kaufleute anzugeben. Die neue Berufszählung bringt aber nun sehr wertvolle Unterlagen, die zweifellos auch für die Beurteilung der sozialen Lage der Reifenden dienen können. Voraussetzung für das Gelingen des Erhebungswerkes ist allerdings die sorg­fältigste Ausfüllung der Haushaltungslisten.

FllmesSA. »Mann Brand" stall, gleichzeitig , in 37 Großstädten Der Film schildert einen unent­wegt für Deutschlands Wiedergeburt kämpfenden allen Anfechtungen trotzenden und von der Heilig­keit seiner hohen Ausgabe durchdrungenen S21.» Mann. Das heimtückische Vorgehen der Kommune gegen alles, was dculfch denkt und fühlt, wird wir­kungsvoll dargestellt, so daß auch dem letzten deut- schen Volksgenossen bie Auaen geöffnet werben. Der Film, ber in ben Werkstätten der Bavaria- Film AG. München unter ber Regie von Franz Seitz entftanben ist, ist sowohl in künstle­rischer als auch in technischer Hinsicht erstklassig. Eine schauspielerische Meisterleistung bietet Heinz Klingenberg in ber Hauptrolle bes SA.» Mannes Brand. Aber auch sämtliche übrigen Rollen sind gut besetzt. Das Manuskript wurde von I. D a l- man und I. Stöckel versaßt. Der Film wurde vom Publikum begeistert aufgenommen.

Am Dirigentenpult vom lobe ereilt.

Der Generalmusikbirektor Dr. Egon Pollack aus Hamburg birigierte am Mittwoch i m Prager Deu t s ch e n Theater bie OperFi» belio". Kurz vor Schluß des 1. Aktes wurde er von einem Unwohlsein beftfllen. Er wurde bewußtlos. Der sofort herbeigerufene Arzt konnte nur noch den Tod durch Herzschlag feftftcllen. Die Vor- ftellung wurde abgebrochen.

architektur dem Wasserbedürfnis der Vögel Rech­nung trägt durch Errichtung von flachen Plansch­becken, Freilandaquarien und künstlichen Klein­teichen. Und wenn auch hierbei ber Gedanke der Vogelpflege nicht Hauptzweck ist, so ist er doch bei der Anlage mitbestimmend. Jedermann, ber über ein Gärtchen verfügt, kann aber auch für die ge­fieberten Lieblinge einen künstlichen Trink- unb Babeplatz selbst Herstellen.

Ein großer Blumentopf unterlaß, auch eine flache Schüssel mit abgerunbetem, nicht scharfem Rande auf den Boden gestellt, ober erogleich eingegraben unb mit Wasser gefüllt, erfüllen schon ben Zweck. Sie werben auch gern aufgesucht. Damit gute Sicht gegen heranschleichenbe Katzen vorhanden ist, sollen Beerensträucher und Buschwerk nicht in der Nähe sein. Gerade die Jugend wird durch eine solche ein­fache Anlage zum Beobachten des geschäftigen Tuns unb bes vorsichtigen Hanbelns ber Vögel angeregt.

Hessischer Landesverband evangelischer Männervereinigungen.

EPH. Der hessische fianbesoerbanb, dem xur Zeit etwa 30 Vereinigungen Hessens angeschlossen sind, blickt in diesem Jahre auf ein lOjähriges Bestehen zurück. In treuer und rühriger Arbeit so schreibt man uns hat er unentwegt seine gesteckten Ziele verfolgt unb in ben schweren Jahren, bie hinter uns liegen, tatkräftig an dem Auf- und Ausbau kirchlich- religiösen Lebens in ben einzelnen Gemeinben mit» gearbeitet und gegen bie zerstörenben finsteren Mächte energisch Front gemacht. Er will auch fer­nerhin und das ist seine vornehmste Aufgabe die evangelischen Männer zur Aktivität, zur leben­digen Anteilnahme am kirchlichen Leben aufrufen, sie zusammenschließen zu lebendigen Organisationen nicht zu Vereinen im landläufigen Sinne, und sich mit ihnen geschlossen und einheitlich hinter die neue Bewegung und ihre Aufgaben stellen, die un­ser Volk wieder zum Gottesglauben und zu wahrer, ungefüllter Religiosität hinführ,n will. Dazu mit- zuhelfen, ist Pflicht eines jeden deutsch-evangelischen Mannes. Die Zeiten religiöser Halbheiten und Lau­heiten sollten überwunden sein. Bekennermut, Ge­meinschaftsgefühl, Bekenntnisfreudigkeit sollen zum Durchbruch kommen.

Vor allen Singen muß die Ausgabe der Män­nervereinigungen fein, alle Volksgenossen, ohne Rücksicht auf gesellschaftliche Richtungsunter­schiede, Intellektuelle sowie Arbeiter, für unser kirchliches Leben zu aktivieren, zu einer Volks­gemeinschaft christ.icher Kulluc zu verschmelzen, bie sich gründet auf die drei Grund- und Eckpfeiler: Liebe zu Gott, Liebe zum Vaterland, Liebe zum Rächsten. Hierin liegt unser ganzes religiöses, nationales und kulturelles Leben begründet.

Diese Ziele aufs neue zum Ausdruck zu brin­gen, toll Aufgabe der Verbandstagung (Delegierten- und Hauptversammlung) zu Gie­ßen am 2 4. und 25. 3uni sein. Als Fest­redner ist Pfr. Probst- Oberrad gewonnen, der Führer der neuen kirchlichen Bewegung im Sinne der Geistesbewegung deutscher Christen, der spre­chen wird über das Thema:Sie kirchliche Lage der Gegenwart und die Ausgaben der Männerver-

Ein noch schlimmerer Feind ist ber Mensch. Zuchtlose Kinder heben oft bie Gelege ber Frei- brüter aus, um sich eine Eiersammlung anzulegen, oft auch aus reiner Zerstörungswut. Da selbst vor- schristsmäßig ausgeblasene Eier bald in ihrer Farbe verblassen, leistet eine gute Abbilbung weit bessere Dienste. Das Aushebcn fast flügger Jungen (DHtel- finfen, Hänflinge) enbet fast immer mit einem Miß­erfolg. Deshalb ist auch das Aufsüttern von Jung­vögeln, die aus bem Neste gefallen sind, meist ein erfolgloses Beginnen. Versucht man die Fürwitze roieber in ihr Heim zu bringen, so wirb gewöhnlich das Unheil noch vergrößert, weil noch mehrere dann in ihrer Angst über den Nestrand flattern. Ist man von vornherein zu ber Ueber,zeugung gelangt, daß man nicht imstande ist, ein halbflügges Vögelchen groß zu ziehen, so töte man es durch einen Schlag auf den Kopf.

Eines immerwährenden Schutzes bedürfen die Vögel, bie durch die Kultur immer mehr zurück- gedrängt werden. Es find dies bie äußerst selten geworbene Blaurake, bas überaus nützliche Blau­kehlchen unb ber leiber oft noch wegen feines ge­ringen Schadens verfolgte, im Prachtgefieder glän- zenbe Eisvogel. B.

Oie Gießener Eisenbahner huldigen dem Reichskanzler.

Die FachschaftReichsbahn" Gießen, bie inzwischen auf eine starke Mitgliederzahl ange­wachsen ist, hielt am vorigen Sonntag im Caf6 Leib ihre erste gut besuchte Tagung ab. Als Redner war Pg. Dr. Pahl aus Frankfurt a. M. gewonnen, der überdas Berufsbeamtentum im Dritten Reich" sprach. Die Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Die hiesige SA. Kapelle, die sich zur Verfügung ge­stellt hatte, half durch ihre Musikvorträge die Feier verschönen.

Ein an ben Reichskanzler abgefanbtes Hulbigungstelegramm hatte solgenben Wortlaut:Die Fachschaft Reichsbahn Gießen er­laubt sich bem Herrn Reichskanzler von ihrer heuti- gen Tagung treubeutsche Grüße geziemend zu ent­bieten unb ihre unerschütterliche Treue zu ihrem obersten Führer erneut zu betunben. Sieg-Heil!"

Auf bieses Telegramm ging heute folaenbes Schreiben ein:Der Reichskanzler, Berlin, Datum bes Poststempels: Für Ihre freundlichen Grüße und für bie mir in Ihrer Zuschrift zum Ausbruck gebrachte treue Gesinnung, spreche ich Ihnen meinen aufrichtigen Dank aus. Adolf Hitler."

Lustschuh tut not!

Gestern abenb fand im Rahmen bes ersten Lust- schutz-Jnsormationskursus für Lehrer unb Lehrerin­nen ber Gießener Schulen ber zweite informatorische Vortrag über ben zivilen Luftschutz statt. Vor etwa 350 Lehrern unb Lehrerinnen sprach Stabtbranb-- birettor Braubach über bas ThemaBekämp­fung ber Branbbomben". Aus feiner langjährigen Erfahrung an führenber Stelle des Feuerwehr­wesens gab er den Hörern wertvolle Aufschlüsse und Winke über die Art, wie man durch Bombenabwurf verursachten Bränden in zweckmäßiger Weise ent­gegenwirken kann. Eine Anzahl Lichtbilder machten die Ausführungen bes Vortragenben recht anschau­lich. Der Vortrag wurde mit großer Aufmerksamkeit entgegengenommen.