Ausgabe 
15.6.1933 Erstes Blatt
 
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Zum Start des italienischen Atlantik-Geschwaderfluges

Oie Neuregelung der Kettwirischast

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Kleine politische Nachrichten.

Der sozialdemokratische Deichstagsabgeordnete Dr. Carl Mierendorf, der Pressechef der letz­ten hessischen Regierung, ist verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis Darmstadt eingeliefert worden.

lich zu erwarten ist, hat Wolfgang v. Gron au einen Flug nach Amsterdam angetreten, um Ge­neral Balbo die Grütze des deutschen Luft­fahrtministers Göring zu überbringen. Da eS sehr schwierig sein würde, mit einem Landflug­zeug an das italienische Geschwader heranzukom­men, hat sich Gronau entschlossen, nach Ror- d e r netz zu fliegen und von dort aus den Flug nach Amsterdam mit einem Seeflugzeug fortzusetzen, um untnittelbar neben den italieni­schen Seeflugzeugen landen zu können. Wolfgang von Gronau hat sich Mittwochfrüh mit einem Landflugzeug, das der bekannte Europaflieger Reinhold Potz führt, nach Rorderney begeben.

Presseattache Habicht über feine Ausweisung.

Mit Landstreichern zusammen in einerZelle

Der Reichstagsabgeordnete Habicht gab dann eine Schilderung von seiner Verhaftung und Aus­weisung. Schon seit Wochen sei von einer gewissen Presse in Wien immer wieder seine Ausweisung ge-

gespielt. Der Minister schlotz seine Ausführun­gen mit der Betonung der freundschaft­lichen Gefühle Deutschlands für das österreichische Volk und gab der Meinung Ausdruck, datz das österreichische Volk über diese Zwischenfälle sich auch seine Meinung bilden werde.

Der in London erscheinende sozialistischeDaily H e r a l d " hatte gemeldet, daß Reichspräsi­dent v. Hindenburg schwer erkrankt sei. Es handelt sich hier um ein in regelmäßigen Ab­ständen immer wiederkehrendes Gerücht, das, wie an zuständiger Stelle ausdrücklich erklärt wird, völlig unsinnig und töricht ist. Dem Reichspräsidenten geht es ausgezeichnet, und er ist sehr frisch.

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L a n d st r e i -

Die öffentliche Meinung Englands nimmt einseitig für Dollfuß Partei.

Der Start wegen Eisgesahr in Grön­land verzögert.

Bis zur Stunde ist General Dalbo mit seinem Weltfluggeschwader noch nicht ge st artet. Der Grund für die Startverzögerung liegt darin, datz die vorgesehenen Stützpunkte an der Küste Grönlands immer noch nicht eisfrei sind. Das Geschwader wird als erste Zwischenstation voraussichtlich die Seeflugstation bei A m st e r - d a m anfliegen. Die nächste Zwischenlandung wird bei Londonderry in Irland sein, von wo aus der Flug über Island nach Grönland führen wird. Da der Start stünd-

Oben: Ein Teil der großen Wasserflugzeuge vor den Hangars des Flughafens Orbetello. Unten: Luftfabrtminister Balbo nimmt die letzte Parade der Mannschaften ab.

arbeiten zu können, oder eines Tages so arm wie heute die Arbeitslosen oder noch ärmer zu sein, so daß uns dann auch die billigen Weltmarktpreise zu teuer sein würden. Die nationale Reaierung sei entschlossen, das deutsche Volk diesem Schicksal zu bewahren.

treidewirtschaft jetzt einen st arten S bei e deutsche Vieh-, Fett- und

In den letzten Monaten ist der deutsche Markt mit ausländischen Revolvern und Pi- st ölen überschwemmt worden. Aus Grün­den der öffentlichen Sicherheit kann die hemmungs­lose Einfuhr solcher Waffenmengen nicht länger geduldet werden. Der Reichsminister des Innern hat daher auf Grund des Paragraphen 2 des Ver­einszollgesetzes die Einfuhr von Fauft- feuerwaffen aus dem Auslande aus sicher­heitspolitischen Gründen bis auf weiteres ver­boten.

Blatt spricht von der M ö g l i ch k e i t e i n e r i n - ternationalen Aktion, wobei das tra­ditionelle englische Eintreten für diekleinen Ra­tionen" wieder eine Rolle spielt.

Daily Telegraph" äußert sich beträchtlich maßvoller. Er sagt: Die Ausweisung von Dr. Was- erbäck habe in London und in noch höherem Maße in Rom und anderen europäischen Hauptstädten sehr beunruhigt. Die am Dienstag verbreite­ten Gerüchte von einer eventuellen diplomatischen Intervention Großbritanniens und Italiens seien nicht ernst gewesen. Aber die Lage sei kritisch und Oesterreich finde in England und Italien ein Wohl­wollen, das Bundeskanzler Dollfuß noch erhöht habe. Die Besorgnisse, daß ein Einbruch be­waffneter Rationalsozialisten aus Deutschland in Oesterreich erfolgen könnte, seien zweifellos übertrieben. Aber Deutschland müsse genau wissen, daß Italien gegen jede Schmälerung der österreichischen Rechte sei. Der deutsche Reichs­kanzler habe bisher in internationalen Fragen eine solche Mäßigung gezeigt, daß es Ueber- raschung errege, daß er im Falle Oesterreichs seine übereifrigen Unterführer nicht zurückhalte.

Dollfuß stichelt.

London, 14. Juni. ($11.) In seiner Rede vor der Weltwirtschaftskonferenz schlotz der öster­reichische Bundeskanzler Dr. D o l l f u h mit der offensichtlich auf den Konflikt mit Deutschland gemünzten Bemerkung:Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Rach­bar nicht gefällt." Man hört, datz der Bundes­kanzler in dem der Konferenzleitung eingereichten Manuskript diesen Sah nicht ausgenommen hatte, sondern ihn er st während feiner Rede hinzufügte. Die Bemerkung hat in Kon­ferenzkreisen großes Aufsehen erregt.

de Ianeiro mit staatlichen Mitteln unter gewissen Bedingungen sofort in An­griff nehmen zu wollen. Der Luftschiff- 1 bauZeppeli n", der den Dau ausführt, ' erhält zu diesem Zweck von der brasilianischen Staatskasse zinslos etwa drei Millionen R e i ch s m a r k, die in GO Iahresraten zu amorti­sieren sind. Der LuftschiffbauZeppelin" ver­fügt bis zur voUen Amortisation über alle Einnahmen aus der Halle (Hafengebühren, j Eintrittsgelder usw.) und wird mit vollendeter Amortisation ihr Eigentümer. Die Regie­rung stellt kostenlos einen geeigneten Platz in der Rähe von Rio de Ianeiro zur Verfügung, sorgt für die Eigen Zufahrts- st r a ß e n sowie für die elektrische Kraft- und Wasserzuleitung.

Internationaler Vausparkassenkongreß.

Der 4. Internationale Bausparkassenkongreß i n London wurde von 16 kontinentalen und über­seeischen Staaten beschickt. Premierminister Mac- d o n a l d nahm an einer garden party zu Ehren der ausländischen Delegierten teil. Der Premier fand der deutschen Delegation gegenüber warme Worte der Anerkennung für die große deutsche Bau­sparbewegung. Auch der Prinz von Wales würdigte in einer Ansprache an den Kongreß die Bedeutung der Bauspar ° Eigenheim ° Bewegung. Zum Präsidenten für den 5. Internationalen Bau­sparkassenkongreß 1935, der zuerst in Berlin und dann in Salzburg tagen wird, wurde Sir Ha­rold B e l l m a n, London, zum Ehrenpräsidenten Sir Enoch Hill, Halifax, gewählt. Zu Vizepräsi­denten wurden für Deutschland Dr. H. Schuon,» Direktor der Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot in Ludwigsburg (Württemberg), und für Oesterreich Universitätsprofessor Hofrat Dr. H. Sperl gewählt. Das Exekutiv-Komitee beschloß ferner, das Studium der Frage der internationalen 1 Eigenheimbodens, deren Herausgabe von i amerikanischer Seite oorgeschlagen wurde, sogleich in Angriff zu nehmen.

Arbeilsgemelnschafl zwischen Sparerbund und Renlnerbund.

fordert worden. Seine Wohnung sei schon 24 Stunden vorher unter polizeilicher Bewachung gewesen. Be- | sonders empörend sei gewesen, daß man ihn t n eine Zelle mit drei Leuten zusammen­gesperrt habe, von denen einer wegen Trun­kenheit, ein anderer wegen Landstrei - ch e r e i festgenommen worden war. Nach seiner Ver­nehmung sei er auf seinen Protest hin in eine Einzelzelle gebracht worden. Er habe im ganzen etwa 40 Stunden in der Stelle wie ein Sträfling, dem man seine sämtlichen Sachen ein­schließlich der Krawatte abgenommen habe, verbrin­gen müssen, jede Verbindung mit der Außenwelt sei ihm abgeschnitten gewesen. Die Beamten in Linz hätten wiederholt erklärt, daß sie von sich aus nie­mals so gehandelt hätten, sondern daß alles auf ausdrückliche Anweisung des Bundes­kanzleramts in Wien geschehen wäre.

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Mittelwirtschaft geschaffen. Trotz aller Opfer und Härten, die der Fettplan bringe, müsse an ihm unbedingt, f e st gehalten werden, wenn über die Landwirtschaft die ganze deutsche Wirtschaft gerettet und vor allem die Arbeitslosigkeit überwunden wer­den solle. Wir hätten die Wahl, erklärte der Staats­sekretär, entweder für die Lebensmittel etwas höhere Preise zu bezahlen um leben und

Wie der Sparerbund, Ortsgruppe Gießen, mit­teilt, fand zwischen den Bundesführern des Deut- schen Rentnerbundes, M. Wiesinger (Nürn- berg), und des S p a r e r b u n d e s für das Deutsche Reich, Geheimrat Flamm (Berlin) eine Zusam- menkunft statt, bei der festgestellt wurde, daß die beiden Verbände in Uebereinstimmung mit bin heutigen großzügigen fachschaftlichen Gliederungs- tendenzen am wirkungsvollsten in gemein­samer Zusammenarbeit ihren Aufgaben im Rahmen des großen nationalen Aufbaus ge­recht werden können. Die genannten Bundesführer vereinbarten daher grundsätzlich eine Arbeits­gemeinschaft der Spitzen ihrer beiden Ver­bände bezüglich der gleichartigen Aufgaben.

von der Reichsvereinigung Deutscher Hausfrauen e. v.

Die 9. Generalversammlung der Reichsvereini­gung Deutscher Hausfrauen in Marburg a. d. L. ' stand im Zeichen der Freude über den Sieg der Regierung der nationalen Erhebung und damit der Anschauungen, für die auch die Reichs­vereinigung Deutscher Hausfrauen sich seit ihrer Gründung im Iahre 1921 eingesetzt hat. Reben arbeitsreichen Sitzungen, die interne und äußere Verbandsangelegenheiten und Erörterung der Pläne für die weitere Ausgestaltung zum Gegen­stand hatten, wurde reiche Anregung durch fes­selnde Dortrage hervorragender Fachleute ge­boten, die es verstanden, sachliche Tiefgründig­keit mit allgemeinverständlicher, anregender Form zu einem Erlebnis zu verbinden, das seine Früchte m der Weiterarbeit tragen wird. Dr. Fricke sprach über wirtschaftspolitische Aufgaben der Gegenwart Professor Dr. Pfannenstiel über Ge­sundheit und Ernährung, Professor Dr. E. Mül­ler über Kultur- und Rassenhtzgiene. Anregung

Oie Auswirkungen des Fettplans.

Besuch des Rcichsernährungsministcriums in Süddeutschland.

Berlin, 15. Iuni. (TU. Amtlich.) Am Samstag, Sonntag und Montag hat der Staats­sekretär v. R o h r in Begleitung des Oberregie­rungsrats Wegener der süddeutschen Land­wirtschaft einen Besuch abgestattet. Mit den führenden Wirtschaftspolitikern dec Länder B a y- ern, Württemberg und Baden wurden die dringenden Fragen der Agrarpolitik ein­gehend besprochen. Daneben fanden in den Län­dern Besichtigungen der wichtigsten agrar- politischen Einrichtungen und eine Fühlung- nähme mit der Landbevölkerung statt. Bei der Reise konnte festgestellt werden, daß der sich in einer Erhöhung derButterpreise auswirkende Fettplan der Reichsregierung überall dankbar begrüßt wird und daß sich in allen Orten in der Hoffnung, datz die Regierung den begonnenen Weg weiter schreiten werde, neues Leben regt. Störun­geninder Fettversorgung sind in Süd­deutschland nirgends ei «getreten. Auf der anderen Seite wurden die Wege erörtert, auf denen im Zusammenwirken zwischen der Land­wirtschaft und der Regierung unter dem Schuh des Fettplanes die Unabhängigkeit Deutsch­lands in seiner Fettversorgung erreicht werden kann.

Bei der Staatsanwaltschaft ist vom neuen Präsidium des Deutschen Städteta­ges Strafanzeige gegen den früheren Prä­sidenten des Deutschen Städtetages, Mulert, erstattet worden. Mulert wird Untreue bzw. Betrug zum Rachteil des Deutschen Städte­tages vorgeworfen.

Aus aller Welt.

Mord an einem SA.-Mann aufgeklärt.

Im Juni 1932 wurde der SA.-Mann Iller, der an einer RSDAP.-Versammlung in D or t- mund-Eving teilnehmen wollte, von K o m - munisten überfallen und so schwer ver­letzt, datz er bald darauf starb. Ietzt ist es den Beamten der Staatspolizeistelle gelungen, 25 Kommunisten festzunehmen. 5 von ihnen sind als Haupttäter ermittelt worden.

Eine Mühle durch $euet vernichtet.

In Langelohe-Elmshorn bei Hamburg brach in der Kahlkeschelmühle ein Feuer aus, durch das die Mühle vollkommen vernichtet wurde. Ebenso fiel ein mächtiger Silo den Flammen zum Opfer. Gerettet wurde nur ein Maschinenhaus, das Wohn­haus und ein Speicher. Der Sachschaden ist noch nicht zu übersehen.

Warum Mattern seinen Weltflug abbrach.

Der Weltflieger Mattern, der seinen Flug nach Reuhork abgebrochen hat, erklärte den sow­jetrussischen Behörden, datz er gezwungen sei, den Flug wegen der schlechten Witterungs­verhältnisse abzubrechen. Außerdem habe er so viel Zeit von Omsk nach Chaba­rowsk verloren, datz er nicht mehr in der Gage wäre, den Rekord, den die Flieger Post und Gatty aufgestellt hätten, zu schlagen. Autzer- dem meint er, daß s e i n M o t o r e i ner K o n - trolle unterzogen werden müsse. Ob Mat- ne_£ 5Iug sp^er fortsehen oder mit dem ^>apan abfahren wird und von dort nach USA., steht noch nicht fest. Mattern hat sich fosort nach dem Eintreffen in Chabarowsk ins Ho­tel begeben, um auszuschlafen.

Eine Luftschiffhalle in Rio de Janeiro.

Rückkehr aus Südamerika teilte r PES mit, datz der Staats­präsident von Brasilien und die in Deiracht komn^nden Ministerien die feste Zusage gaben, den Dau einer Luftschiff Halle bei Rio

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London, 15. Juni. (CNB. Funkspruch.) Obwohl die vorläufige Regelung des Problems der Kriegs­schulden an Amerika in den Betrachtungen der heutigen Morgenpresse im Vordergründe steht, wird über die Verschärfung des Konfliktes zwischen Deutschland und Oesterreich sehr ausführlich berichtet. Die Meldungen aus Berlin und Wien über die An­gelegenheit füllen in manchen Blattern mehrere Spalten. Die meisten Blätter ergreifen dann ein­seitig für das Regime Dollfuß Partei und versuchen gleichzeitig Italien gegen Deutsch­land mobil zu machen.

Morning Post" ergeht sich mit Bezug auf den Fall Wasserbäck in heftigen Anwürfen gegen Deutsch­land und schließt ihre Betrachtungen folgender­maßen: Dies ist keine innere Angelegenheit eines Landes, sie berührt den Frieden Europas. Von den Nachbarn Oesterreichs kann schwerlich erwartet wer- be-', daß sie einer gewaltsamen Besitzergreifung zu­stimmen, die ihre eigene Freiheit bedrohen würde. Es ist klar, daß die gewalttätige Behandlung Oester­reichs das italienische Interesse berühren und ver­letzen würde. Weder Polen, die Tschechoslowakei und Frankreich %od) Großbritannien könnten zusehen, wenn Oesterreich durch Gewaltanwendung zu einem Teile Deutschlands gemacht werden würde.

Im gleichen Sinne schreibt Times: England ist im gegenwärtigen Augenblick offiziell nicht mit dem unheilvollen indirekten Versuch des jehi- gen deutschen Regimes, die österreichische Unab­hängigkeit zu untergraben, beschäftigt. Aber es steht außer Zweifel, welcher Seite die englische öffentliche Meinung freundlich gesinnt ist. Die Ge­fahr besteht, datz der ganze Friede Europas durch diese Uebergriffe gestört wird, die geeignet sind, zu Gegenkundgebungen zu führen und Streitigkeiten hervorzurufen, die weit über die Frage der poli­tischen Zukunft Oesterreichs hinausgehen. Das

Kaust deutsche Fette!

Staatssekretär von Rohr spricht zu Berliner Hausfrauen.

Berlin, 13. Iuni. (CNB.) Die Berliner Hausfrauenvereine veranstalteten eine große Werbekundgebung für deutsche Fette im Lan­desausstellungspark. Der Staatssekretär im Reichs- ernährungsministerium von Rohr sprach über bie wirtschaftspolitischen Ziele der Reichsregierung und insbesondere über den Plan zur Förderung der Fett­wirtschaft. Die nationale Regierung fei entschlossen, den deutschen Bauern als die Grundlage der ganzen deutschen Wirtschaft unbedingt zu erhal­ten. Aus diesem Grunde habe man in Ergänzung der früher getroffenen Hilfsmaßnahmen für die Ge-

(Begenüber verschiedentlich in der Oeffentlichkeit aufgetauchten unrichtigen Aüffassungen, daß der Fettplan der Retchsregierung am 1. Juli außer Kraft treten werde, wird von maßgebender Seite betont, daß die Maßnahmen des Fettplanes unbefristet sind und entsprechend den Beschlüs­sen unverändert in Kraft bleiben wer­

den. Lediglich die Ausführungsbestimmungen über die Festsetzung des Margarine-Kontin­gents waren zunächst auf ein Vierteljahr befristet.

Vorschläge des Deutschen Industrie- und Handelstages.

Berlin, 14. Iuni. (CRB.) Rachdem der Fettplan des Reichsernährungsministeriums sich nicht voll hat verwirklichen lassen, hat es der Prä­sident des Deutschen Industrie- und Handelsta­ges, D r. v. R e n t e l n, für notwendig erachtet, unter Führung des Deutschen Industrie- und Handelstages eine Erörterung zwischen be­rufenen Vertretern der an der Speisesettwirtschaft beteiligten Wirtschaftsgruppen herbeizuführen, um Maßnahmen zu beraten, die den Mängeln der gegenwärtgien Organisation der Fettwirtschaft ab- Helsen können. In einer Entschließung des Deutschen Industrie- und Handelstages wird u. a. ausgeführt:

Die geltende Kontingentierung in der Margarineproduktion hat zu einem weit­gehenden Ausfall in der Deckung des Fettbe­darfes geführt, so datz eine ausreichende Versorgung der minderbemittelten Bevöl­kerungskreise mit Fetten zu erträglichen Preisen nicht mehr gegeben ist. Eine Erhöhung der Kontingentierung auf mindestens75 Prozent für Margarine und Speisefette erscheint erforderlich. Es wird vorgeschlagen:

50 Prozent de s. M a r g a r i n e ko n t i n-- gents müssen unter Kennzeichnung in billi­ger Konsumware hergestellt werden. Den Margarinefabriken ist die Auflage zu machen, die früheren Abnehmer im Verhältnis zu den Belieferungen Oktober bis Dezember 1932 nach Mengen und Sorten zu beliefern unter Weg­fall der Belieferung von Einheitspreisgeschäften und Glas- und Porzcllangeschäften. Ein Aus­schutz soll insbesondere den vorgelegten Plan be­treffend Aenderung der deutschen Speisefettbewirt­schaftung einer Prüfung unterziehen.

Verfügung der Reichsleiiung der NGOAp.

Sunt (CRB., Reichskanzler Adolf H i t ler hat als Partei- und Oberster SA.- Fuhrer folgende Verfügung erlassen: Bei allen V er a n st a l t u n g e n ist grundsätzlich zu un­terscheiden zwischen Veranstaltungen der Pa r t e i oder Veranstaltungen des Staates oder der Behörden. Bei Veranstaltungen jSH. P a.E te i nehmen die Plätze oder bevorzugte Platze die Amtswalter der Partei ein, und zwar in der Reihenfolge: Reichsleiter und Ortsgruppensührer, Gauleiter und Gruppenfüh­rer, Kreisleiter, Oberführer, Standartenführer usw. Dasselbe gilt für die Reihenfolge der Unterführer. Die M r n i st e r und die D e r t r e t e r d e r D e - Horden sind bei diesen Veranstaltungen als G a st e zu betrachten. Bei Veranstaltun­gen des Staates und der Behörden nehmen diePlähe derLeitung dteMi - nister und dieBeamten ein, während die Amtswalter der Partei wiederum in obiger ^l^n^8e uls Gäste zu betrachten sind.

Alle Partei g e nossen haben s i ch g e g e n - seltigzu grühen, und zwar grüßt der Rangmedere den Ranghöheren, ganz gleich, ob der Ranghöhere der Politischen Leitung, der SA der SS oder der HI. angehört! bet Grutz gilt nicht der Person, sondern der Partei und ist Da­mit Ehrensache.

Entsteht ni( kürlich ein dachlsvoll oir wit btt M und bas Beste gemeinsames J

Hausmusik! Jen unter bet jede Wahnunl LchaMatte ii neue Zeit ba schönste Kultu zuerobern uni selbstverständli vorübergehen sinnlos fei, do menheii erreid Musik aufmeil Es soll ruhig werden. Musik Gesang, Radio Genuß (ein. M der tiefsten me Erst bas tigern liche Bekanntj ihm innerlich so kann man liche Kämmen düng mit gle Menschen ist bereichert bas