Ausgabe 
14.11.1933 Drittes Blatt
 
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Herbstlicher Berliner Bilderbogen

Unpolitischer Brief aus der Reichshauptstodt.

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Woche des Volksinms in Samsiadl.

Schulungstagung der Frauengruppen des VOA. - Große öffent iche Kund« gebung des hessisch:« VOA. - Landesjugendtreffen!

Von Or. Göh, Darmstadt.

Vom 25. bis 29. Oktober stand die hessische Lan­deshauptstadt im Zeichen des VDA., des großen Verbandes, der in der Volkstumsarbeit schon im­mer an führender Stelle stand und auch im Drit­ten Reich berufen ist, Vorkämpfer zu sein beim nationalen Werk der Erhaltung unseres Volkstums in aller Welt. Gerade Hessen hat schon seit Jahren vorbildlich in der VDA.-Arbeit gewirkt; der Reichs­führer des VDA., Dr. Steinacher, hat bei der öffentlichen Kundgebung am 27. Oktober ausdrück­lich den Landesverband Hessen als den an der Spitze aller binnenländischen Landesverbände stehenden Landesverband bezeichnet. Nur die Erenzlandverbände Ost-, West- preußen und Schleswig-Holstein übertreffen die Lei­stungen, die das kleine Hessenland im Verhältnis zu seiner Größe aufzuweisen hat.

Daß auch in der neuen Zeit gleicher Arbeitswille und gleiche Arbeitsfreundigkeit vorhanden sind, be­wiesen die drei großen Veranstaltungen, mit denen derWinterfeldzug" der Darmstädter VDA.-Grup- pen machtvoll eingeleitet wurde. Zunächst die

Schu unLstagkng i-er Frauen, die unter dem Vorsitz der Reichsleiterin, Frau Maria Rabl- Leipzig, stattfand. Der Frauen­arbeit kommt bekanntlich in der Tätigkeit des VDA. ganz besondere Bedeutung zu. Es darf als beson­dere Anerkennung der Arbeit der hessischen Frauen­gruppen und besonders der Frauengruppe Darm­stadt und ihrer unermüdlichen Führerin, der Lan­desleiterin Frau Dr. Koepke, betrachtet werden, daß nun zum zweiten Male führende Frauen des VDA. aus ganz Deutschland in Darm­stadt zusammenkamen, um übe.r Aufgaben und Ziele des Volksbundes für das Deutschtum im Aus­land zu sprechen und in grundlegenden Vorträgen und Aussprachen alle Probleme zu behandeln, die mit der Volkstumsarbeit im VDA. und dem Zusam- I menschluß aller Deutschen in der Welt auf dem Bo­den des Volkstums Zusammenhängen. In ihrer Be­grüßungsansprache bezeichnete Frau Dr. Koepke als Hauptzweck der Tagung, sich in kleinerem Kreise darüber auszusprechen, was die Frauenarbeit im VDA. im einzelnen in Zukunft zu leisten habe. Staatsrat Block betonte, daß VDA.-Arbeit ohne Mitwirkung der deutschen Frau nicht möglich sei. Von hoffnungsfrohem Geist war die Eröffnungs­ansprache der Reichsführerin, Frau Rabl, erfüllt: Die Liebe zur Sache, die Ausdauer, Zähigkeit und Beharrlichkeit der deutschen Frauen werden das Erschaffene erhalten und darüber hinaus an neuen

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Dresv erieliakt est große Mode.

Es ist nicht wahr, daß Berlin eine kalte, reizlose, nüchterne, unhöfliche, schnodderige Stadt ist. Wahr ist vielmehr, daß Berlin höflich, zuvorkommend und liebenswürdig ist. Es ist nicht wahr, daß Berlin keine Tradition besitzt. Wahr ist vielmehr, daß die Berliner eine berühmte Vergangenheit haben. Es ist nicht wahr, daß die Berliner Frauen langweilige und steife Geschöpfe sind. Wahr ist vielmehr, daß die echte Berlinerin ein schlichtes, natürliches, entzücken­des Wesen hat. Auch Berlin hat seinen Charme, seinen Zauber, seine Freundlichkeit.

In dieser Zeit des Nebels, der sich wie ein mil­chiger Schleier über den Tiergarten legt, sind die Berliner Lokale überfüllt. W a l z e r u n d M a r s ch e sind die große Mode. Der alte Johann Strauß, der bekanntlich den Wiener Walzer erfunden hat, würde seine helle Freude haben, wenn er emen Blick in die Berliner Tanzlokale werfen konnte. Un­ermüdlich rasseln die Rolltreppen. Die Drehtüren drehen sich immerzu, die livrierten Pförtner stehen wie Operettgnkönige vor den Lokalen. Die neuen deutschen Tänze sind noch nicht eingefuhrt, aber sie werden nicht mehr lange aus sich warten lassen. Vorläufig ist nur der alte, unsterbliche Walzer wie­der lebendig geworden. Dcivierteltakt über Berlin.

Otto mit drr Kaibskeu'e.

Was macht Otto Mach mit der Kalbkeule? So werden sich viele Berliner fragen, wenn sie erfal/= ren, daß ein gewisser Herr Mach eine unglaublich große Kalbkeule gewonnen hat. Eine Antwort auf diese Frage zu geben, hieße Keulen nach Athen tra­gen. Herr Mach wird die sensationelle Kalbskeule höchst persönlich verspeisen und zwar, wie es sich für einen Junggesellen gehört, am Weihnachtsabend. Nämlich als die Berliner Handwerker ihren berühmten Werbeumzug veranstalteten be­fanden sich darunter auch zwei Wagen der Fleischer­innung mit ungeheuren Fleisch- und Wursthügeln. Die Berliner Bevölkerung mußte nun raten, wieviel Zentner Fleisch und Wurst hier versammelt waren. Don den drei nahrhaften Preisen, die der Berliner Fleischerverband für die richtige Lösung aussetzte, hat dieser gewisse Herr Mach, ein heller Kopf, den ersten Preis gewonnen, eine 25pfündige Kalbskeule. Sage und schreibe 2000 Bewerber haben sich um diese Kalbskeule gerissen. Herr Mach, der glückliche Keulenschwinger, ist vier Jahre erwerbslos gewesen. Unser lieber Otto Mach hat also sein Stuck Kalb red­lich verdient. . ,

Das Rätselraten ist überhaupt em beliebtes Berliner Gesellschaftsspiel. Da offenbart sich so recht das naive Herz der Weltstadt. Ob es nun Kreuz­worträtsel sind, über uie sich Liebende in stunden­langer Harmonie beugen, oder ob die reizende Ber­liner Verkehrsgesellschast für niedliche Schuljungen Preisaufgaben veranstaltet es ist im Grunde em und dasselbe. Wenn man dem Berliner seine Ra ­se! nimmt, nimmt man ihm seinen schönsten Zeit­vertreib, denn dieser Berliner ist nicht em Arbe.ts- automat, der aufgezogen wird und wieder ab- schnurrt, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut, der sich gerne eine Stunde abzwackt, um einmal recht tief Atem zu holen.

Mus Hühner im Waschkorb.

Menschen, die für Haustiere schwärmen halten sich in Berlin Kühe, Hühner, Ziegen und so fort. Es ist erwiesen, daß es im ersten ".^ Ber­liner Hauses einen Kuh st all gibt. Es ist weiter

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Laßt Blumen flüstern ...

Laßt Blumen flüstern, Chrysanthemen hauchen und Orchideen seufzen. Der Berliner hat viel Sinn für das Land. Er liebt den Geruch des Landes, er liebt die Tiere, aber er liebt nicht minder die Blu­men. In den berühmten Gewächshäusern von Sanssouci ist wieder die traditionelle Blumen sch au eröffnet. Da stehen die Berliner vor mancher Blume, als wäre es ein Weltwunder. Eine reine Freude glänzt in ihren Augen. Komm in den Park von Sanssouci, dort sieht du Blumen hinter Gittern. ... . ...

Herbstliche Wehmut liegt über dem königlichen Garten. Einsam klagt der Wind um das große Pal­menhaus. Die prominentesten Blumen sind dort die Chrysanthemen. Die Schönste heißtPrinzessin von Zehlendorf". Betörende Düfte erfüllen die Lust. Or­chideen, Alpenveilchen, Primeln und viele andere Blumen verbreiten ihr Aroma und entzücken den Berliner, der in Andacht versunken ist. Ohne Sorge ist man in Sanssouci im unsterblichen Ham ewiger Blütenpracht.

Em paar Zahlen zum Schluß.

Man sorgt dafür, daß der Berliner nicht frieren und hungern muß. 350 000 Mark hat der letzte Eintopssonntag gebracht, dreimal so viel wie am 1. Oktober. 150 000 Sammler waren unter­wegs. Man sorgt dafür, daß der Berliner in einem neuen Geiste erzogen wird. Man veranstaltet Aus­stellungen, von denen eine schöner ist als die an­dere. Gegenwärtig ist es die herrliche Volkskunst­schauD e u t s ch e s H e i m a t w e r t , in der das Schaffen der Länder und ihre Einaenart bezwm- genden Ausdruck findet. Man sorgt dafür, daß der Berliner gesund bleibt. 30 000 Tuberkulose und 11 000 Geschlechtskranke werden ständig überwacht. 800 000 Menschen erhalten kostenlos ärztliche HUse, Arzneien und Heilmittel. Die Stadtväter lieben ihre Berliner. Ein Meister, der für das Wohl ferner Stadt bürgt: das soll der Bürgermeister sein. Heute sind die Äänner da, nach denen das Volk verlangte. Sie stehen nicht im Schimmer der Jupiterlampen. Sie schaffen ohne viele Worte zum Wohle der großen Stadt und ihrer vielen Bewohner ...

Erlaß von rückständigen Oomanialgesällen in Hessen

Frau Dr. Frahm- Berlin über das ThemaDeut­scher Kindergarten im Ausland", der vor allem auch für die Weiterbildung der schulentlassenen Mädchen nutzbar gemacht werden müsse, indem er sie für ihre zukünftige Aufgabe als deutsche Mutter vorbereite. Einen interessanten Vortrag, der be­wußt die kritische Einstellung der Versammlung Hervorrufen wollte und auch heroorrief, hielt Frl. Dr. Zimmermann -Limbach überFrauen­arbeit in den Deutschtumsgebieten Rumäniens", in Siebenbürgen, Banat, Bukowina und Dobrudfcka. Am zweiten Tage, den Frau B a m l e r - Essen lei­tete, hielt Frau F o ck - Liegnitz einen hochinter­essanten, zum Teil erschütternden und sehr zum Denken anregenden Vortraa überVolkstumsarbeit und Eugenik". In einer lebhaften Aussprache wurde das Kinderproblem von den verschiedensten Seiten beleuchtet, vor allem wurde auf die Notwendigkeit erbgefunden Nachwuchses hingewiesen.

Den Höhepunkt der Frauentagung bildete die Ansprache des Reichsführers des VDA., Dr. Steinacher-Berlin. Ausgehend von dem fundamentalen Verständnis, das der Führer Adolf Hitler der Volkstumsarbeit entgegenbringe, und von der selbständigen Haltung, die dem VDA. und seiner Arbeit neben der Staatspolitik zugebilligt werde, hob auch er wieder die Bedeutung der Ar­beit der Frauen hervor, die in der Bewährung ihrer Stellung in der Familie beruhe. Die Schicksals­fragen eines Volkes liegen vor allem bei der Frau. Nach weiteren grundsätzlichen Ausführungen über Fragen der inneren VDA.-Arbeit beantwortete Dr. Steinacher die gestellten VDA.-Frauenfragen im einzelnen. Mit Worten des Dankes für ben Geist, der in der VDA.-Frauenarbeit sich bewahre, schloß der Reichsführer feine wertvollen Ausfüh­rungen. In der folgenden Aussprache wurde u. a. auch auf die große Pfingsttagung 1934 in Mainz und Trier hingewiesen.

Der letzte Tag brachte zwei weitere wertvolle Vorträge von Frau L o w a ck - Gleiwitz (Grenz­landaufgaben im neuen Deutschland") und Dr. E r k- mann-Darmstadt (VDA.-Jugend im Dritten Reich"). v .

Ein Schluß- und Dankeswort der Reichsletterm beendigte die überaus erfolgreiche Tagung. Für die Erholung der Teilnehmerinnen sorgten ein Besuch des Hessischen Landestheaters und ein Nachmittags­ausflug in den Odenwald, nach Lindenfels und Lichtenberg. . ..

Am Abend des zweiten Arbeitstages nahmen die Teilnehmerinnen an der

großen öffentl chen Kundgebung, die der Landesverband Hessen im Städtischen Saal- bau veranstaltete, teil. Nach wirkungsvollem Ein­marsch der VDA.-Wimpel und Banner zu den chneidigen Weisen der Polizeikapelle Darmstadt entbot der Landesführer, Staatsrat Block, den Willkommgruß, vor allem der Reichsführer Dr. Steinacher, und hob die Bedeutung der Volks- tumsarbeit im nationalsozialistischen Staat hervor. Dr. Steinacher zollte den Leistungen des Hes- fischen VDA. und seinem Führer Block höchste An­erkennung; er wußte dann in eindringlichen Wor- ten deutsches Volkstum der Versammlung naherzu- bringen, an geschichtliche Ereignisse anknupfend. Volkstum ist Gemeinschaft, die allein schöpferische Kraft hat. Diese Gemeinschaft ist wie die zwischen Mutter und Kind und bleibt unberührt von den

einen Zeitraum bis zum 1.4. 1936 erstrecken. Das Forstamt hat je eine Abschrift des Zah­lungsplanes der Forstabteilung und dem zu­ständigen Finanzamt guzustellen und gemein­sam mit diesem die pünktliche Einhaltung des Zahlungsplans zu überwachen.

Solange dieser Plan pünktlich eingehalten wird, gelten die Rückstände zinslos gestundet.

4. Bei Schuldigkeiten über 50 000 Mark behalten wir uns vor, mit dem Schuldner über die Ab­tragung der Rückstände unmittelbar zu ver­handeln und eine entsprechende Vereinbarung, namentlich hinsichtlich des Zahlungsplans, zu treffen.

5. Zahlungen auf Domanialgefälle (Pacht, Miete ufw.) find, wenn der Schuldner nicht anderes bestimmt, zunächst auf die Schuldigkeiten der­selben Art aus dem Wirtschaftsjahr 1933, Zah­lungen auf rückständige Domanialgefälle auf die ältesten Reste zu verrechnen.

6. Bereits gewährte allgemeine Erlässe und Nie- I derschlagungen werden auf die nunmehr ein- tretenden Erleichterungen nicht angerechnet. Bei bereits getroffenen Sonderregelungen bleibt Entscheidung von Fall zu Fall Vorbehalten.

7. Ein Entgegenkommen hinsichtlich der Rückstände kann abgelehnt werden, wenn die seitherige Säumnis des Zahlungspflichtigen auf bösen Willen und nicht auf wirtschaftliche Schwierig­keiten zurückzuführen ist.

8. Von dieser Regelung werden alle Domanial­gefälle erfaßt, mit Ausnahme von Forderungen aus Pachtverträgen über Jagd- und Fische­reien, aus Grundstücksverkäufen, Losholzver­käufen und Darlehen, sowie mit Ausnahme der rückständigen Beiträge zu den Kosten der Staatsforstverwaltung, sowie der Mieten aus staatlichen Miet- und Dienstwohnungen.

Es wird erwartet, daß die Schuldner von jetzt ab nicht nur ihren lausenden Verpflichtungen pünktlich nachkommen, sondern auch ihre Rückstände planmäßig und sorgfältig tilgen. Die weitgehenden Erleichterungen können nur unter dieser Voraus­setzung gewährt werden, zumal es sich hier um For­derungen handelt, die das Entgelt für Leistungen und Lieferungen der Staatsverwaltung sind.

Es ist daher Pflicht aller Schuldner, in Befol­gung des GrundsatzesGemeinnutz geht vor Eigen­nutz^ alle Kräfte anzujpannen, um ihre Verpflich­tungen dem Staate als dem Sachwalter der Volks­gemeinschaft gegenüber gewissenhaft und rechtzeitig zu erfüllen, dies um so mehr, als sie hierfür Gegen­leistungen von entsprechendemWerte erhalten haben.

Hesse. *

Die vorstende Regelung findet auch auf die Do­manialgefälle unter Bauverwaltung Anwendung.

Die Forstabteilung des Hessischen Staatsministe­riums hat an die Forstämter folgende Ver- ffigung über die rückständigen Domanial­gefälle erlassen:

Durch Entschließung des Herrn Staatsminlsters ist allen Steuerschuldnern die Abwicklung ihrer hessischen Steuerrückstände wesentlich erleichtert wor­den. Obwohl die Domanialgefälle keine öffentlichen Abgaben sind, sondern auf vertraglicher Grundlage beruhen und sich von anderen privatrechtlichen An- prüchen nur dadurch unterscheiden, daß sie wie öf- entliche Abgaben eingezogen werden, haben wir >och mit Ermächtigung des Herrn Staatsminislers beschlossen, auch die rückständigen Domanialgefälle teilweise zu erlassen. Durch diese Maßnahme soll das Bestreben der Reichsregierung, die Wirtschaft und namentlich die Landwirtschaft einer Gesundung entgegenzuführen, unterstützt, zum anderen auch den Schuldnern ein Anreiz gegeben werden, ihren Ver­pflichtungen gegenüber dem (Staat nacyzukommen, der zur Erfüllung seiner vielfältigen Aufgaben auch auf den Eingang der Domanialgefälle angewiesen ist.

Es tritt hiernach folgende Regelung ein:

1. Es werden erlassen:

Domanialgefälle, die bis zum 15. November 1933 noch nicht beglichen sind, und zwar aus dem Wirtschaftsjahr 1930 1.10.1929 bis 30.9. 1930 und früheren Wirtschafts, jähren in Höhe von 33'/s v. H.; aus dem Wirt­schaftsjahr 1931 in Höhe von 20 v. H.;

aus dem Wirtschaftsjahr 1932 in Höhe von

10 v. H. .....

Ferner werden erlassen alle Zinsrückstände für Domanialgefälle aus dem Wirtschaftsjahr 1932 (1. Oktober 1931 bis 30. September 1932) und den früheren Wirtschaftsjahren.

2. Der Erlaß wird erst wirksam, wenn

a) aus dem Wirtschaftsjahr 1930 und früheren Wirtschaftsjahren 66-/3 v. H., aus dem Wirt­schaftsjahr 1931 80 v. H., aus dem Wirt­schaftsjahr 1932 90 v. H. bezahlt und

b) die aus dem Wirtschaftsjahr 1933 fälligen Domanialgefälle bis zum 1. Dezember 1933 und neu entstehende Domanialgefälle frist­gerecht beglichen werden. Beträgt hiernach der Rückstand aus 1930 und früheren Jah­ren 180 Mark, so sind nur zu zahlen 120 Mark; bei einem Rückstand aus 1931 mit 180 Mark sind zu zahlen 144 Mark, bei einem solchen aus 1932 mit 180 Mark sind zu zahlen 162 Mark.

3. Die Abtragung der rückständigen Domanial­gefälle hat nach einem festen Plan zu erfolgen, der unter Beachtung der besonderen Verhält­nisse des Einzelfalles und nach Benehmen mit dem Schuldner von dem Forstamt aufzustellen ist. Die Abzahlung kann sich nötigenfalls über

Werken bauen!

Eine ganze Reihe von Landesleiterinnen und Ortsgruppenführerinnen sprach sodann über die Er­fahrungen ihrer Arbeit und den Aufgabenkreis der Frauengruppen, so Frl. S ch u ch e r t - Wuppertal, Frau Ess er-Bonn, Frau D e i n h a r d t - Jena, Frau Zuschlag-Waldeck, Frl. Hessenauer- Kassel, Frl. Dr. Kircher-Karlsruhe, Frau V. Schmidt-München unb Frl. D i e t r i ch - Köln. Die letztgenannten Rednerinnen befaßten sich be­sonders mit den Mädchengruppen und der Erzie- _ ... hung des Nachwuchses für die Dolkstumsarbeit. erwiesen, daß in einem Berliner Haus fünf Huh- Unmittelbar an diese wertvollen Kurzreferate schloß nerineinemWaschkorb herumrumoren. Ein «1 eine anregende, viele Fragen klärende Aus- Mann erspart sich die Milchfrau, indem er zwei fprQd)e

richtige lebende Ziegen in seiner Wohnung vier g,ne Anzahl inhaltsreicher, umfassender V 0 r - Treppen links verpflichtet hat. Diese Ziegen lind so- träge behandelte im weiteren Verlauf der Ta- zusagen zimmererein. Sie werden sehr sauber ge- u verschiedene Gebiete der Arbeit. So sprach halten und liefern eine äußerst nahrhafte Milch, bie ber gesamten Familie neue Kraft verleiht. Daß man sich Ziegen hält, kann man ohne weiteres begreifen. Aber baß man zu Hause eine Reihe von Hamstern hat, ist schon etwas verwunderlicher. Ich will die Straße nicht nennen, in der dieser ulkige Herr wohnt. Es ist seine Leidenschaft, Hamster zu harn- ftern. Die Hamster befinden sich hinter Drahtgittern, und wenn der Herr frische Luft schöpft, steckt er seinen Lieblingshamster in die Seltentasche seines Wintermantels. Auch das ist Berlin: Alte Herren, freundliche Sonderlinge, die ein zurückgezogenes Leben führen. Glückliche kleine Familien, die sich Ziegen halten. Fünf Hühner in einem Waschkorb. Wer kennt dieses Berlin? Was das auf den Stra­ßen braust und rauscht, rast und rattert, rumpelt und pumpelt, das ist nur die Oberfläche Berlins, dahinter werden stille Küsse getauscht, Sorgen be- sprachen, Freuden geteilt, dahinter ist das Berliner Glück im Winkel, eine kleine freundliche Atmosphäre.