Ausgabe 
14.9.1933 Frühausgabe
 
Einzelbild herunterladen

"schaff.

che Anleihen und späte B. i erfuhren keine Veränderung nngsnweau. Togesgeld war ju nvorausjaqe.

fltsit hat sich mit verschiedenen ausgebreite, und sehr schnell mlchiag eingeleitet Da an der Trucksystems über die britischen ^hlere Lustmassen abwärts ilie- Setter sich zunächst unfteundlich eiterhin Niederschläge austreten, Schauer übergehen.

ür Donnerstag: Wechselnd eres Wetter, noch schauerartige.

ür Freitag: Bewölkt mit ufljeiterung, Rückgang der Nie- och noch einzelne Schauer.

DOL

IHNPASTA

°Möbel, Leder: fnwnderbor^ ttoleumB

.enDau und Elel

ienu& -- uuprkt

r * *

hirloH^. de VOB'

laus öiböLNe

roch Premiere ite Rundfankteno

^emTontUm

, 13.Ä Crt)°lf.

iben fi* &ei oetljQi, ^"chte Ss^"»

ba6Ph'ULalio" n. ?,°8in k" ^orsenslunÄ

11 plus 1,651V U5 ü-f). lrlt9«biekn {r?Ju ,rn)äf)nen. on 0,51)15 1* i,d) Erh°.

mbesiK unk ~P, 0,15 v. .6, ^ichsbahnvoÄ^°^°"ds ^ÄbneimÄlun^in nbert, fiSI Wen Tvlb. etrnnc (*2 ?il0n5'1'a^bri-ie hmö576e"^*

Wien konnten sich Anatolier

S5niEr ^'!-nbahn L Floren. 2m Berlause war besel igt, und die durchichnitt- !I beugen l v.5>.M ^. hwankungen, waren aber p« r- ^Q5 Gesckäit murh» ink.n.»

m 215 Svühausgabe

185. Jahrgang

Donnerstag, 14. sepfember 1955

Erfchelnr lögltd), autz« Sonntags und Feierlags Beilagen; Die 3nuftnerte ©ießener Familienblätter Heimat >m Bild Die Scholl»

Monatr-Bezugrpret»:

-'«mit 4Beilagen RM.1.95 Ohne Jllusttierl« . > 80 Zustellgebühr . . -.25

Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Hernsprechanschlüsse

unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten Anzeiger Siehen. poftschecttonto:

firanffurt am Main 11686.

GietzemrAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfilälr-Vuch- unö Stdnörucferd R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7.

Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re- Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrift 20 , mehr.

Chefredakteur

Dr. Fttedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für denAn- zeigenteil i. D.TH.Kümmel sämtlich in (Biegen.

Des deutschen Volkes Kamps gegen Hunger und Mir.

Nie Organisation des Winterhilfswerks.-Der Führer und Reichspropagandaminister Nr. Goebbels sprechen über Grundgedanken und Durchführung.

Berlin, 13. Sept. (TU.) Im Thronsaal des Valais Prinz Leopold, dem Sitz des Reichsmini- fteriums für Volksaufklärung und Propaganda, fand am Mittwochmittag auf Einladung von Reichs­minister Dr Goebbels ''eine Kundegbung an­läßlich der Konstituierung des Ausschusses zum Kamps gegen Hunger und Kälte statt. An der Kundgebung, in der das großzügige soziale Hilfs­werk für den kommenden Winter bekanntgegeben wurde, nahmen neben dem Führer und Reichs­kanzler Adolf Hitler und dem Reichspropa­gandaminister Dr. Goebbels Bizekanzler von P a p e n . Reichsinnenminister Dr. Frick, Reichs- wchrminister von Blomberg, Reichsjustizmini- ftcr Dr G ü r t n e r, die Staatssekretäre der Reichs­und preußischen Ministerien, Vertreter fast aller deutschen Länder, die Oberpräsidenten der preußi­schen Provinzen usw. teil. Der Kreis der geladenen Gäste setzte sich zusammen aus den führenden Männern der nationalsozialistischen Bewegung, ins­besondere der NS.-Volkswohlfayrt und aller anderen Wohlfahrtsverbände, sowie der Wirt- schastsvertretungen.

Staatssekretär Funk eröffnete die Kundgebung mit einem Dankeswort an den Führer, daß er die Durchführung der gewaltigen Aufgabe dem Reichs­propagandaministerium zur Pflicht gemacht habe, lieber Zweck, Aufbau und Organisation des Hilfs­werks sprach dann in längeren Ausführungen Recchsmimster Dr. Goebbels

In einer Riefenkraftanstrengung, führte Dr. Goebbels aus, fei es der Reichsregierung gelungen, die furchtbare Ziffer der Arbeitslosigkeit um über 2 Millionen z u senken. Man müsse jedoch damit rechnen, daß für den kommenden Winter noch weiterhin eine Millionenanzahl von Volks­genossen erwerbslos bleibt. Die Regierung fei nicht gewillt, sie ihrem eigenen Elend zu überlassen; sie habe den Plan gefaßt, in einem noch nie va­ge wesenen grandiosen Hilsswerk schützend an ihre Seite zu treten und ihnen die Ueberbauerung des Winters ohne allzu große Not möglich zu machen. Dieses Winterhilfs­werk sei keine private Fürsorge, sondern eine Ak­tion, die von der Regierung selbst geleitet und vom ganzen Volk getragen werde. Jeder einzelne Volks­genosse sei mit dafür verantwortlich, daß sie gelingt. Niemand werde sich davon ausschließen dürfen. Was am 1. Mai zum erftenmale demonstrativ in Erscheinung trat, das werde hier in der Tat leben- big werben: Die Schranken, bie Bürger unb Pro­letarier ooneinanber trennen, seien niebergerissen.

Die Negierung werbe Vorsorge treffen, baß bie- ses Winterhilfswerk mit ben saubersten unb anstän­digsten Verwattungsmethoden durchgeführt werde, die überhaupt denkbar seien

Um den Notleidenden auch äußerlich zu zeigen, daß die ganze Nation mit ihnen fühlt, soll i n jedem Monat der erste Sonntag ihnen gewidmet sein. In großen Stra­ften- und häusersammlungen wür­den die Mittel für die Durchführung dieser Aktion herbeigeschafft werden. Die Regierung richte an die gesamte deutsche Oeffentlichkeit den Appell, an diesen Sonntagen mittags ledig lich ein Eintopfgericht im Preise von höchstens 50 Pfennig pro Person zu verzehren. Ein gleiches solle auch in Gastwirtschaften und Hotels durchgeführt werden. Die dabei ersparten Gelder würden ohne Abzug in die grofte hilfs- kasse hineingegeben.

Der Reichsminister machte im weiteren Verlause seiner Rede nähere Angaben über die Organi­sation des Winterhiisswerks im einzelnen und teilte mit, daß an der Spitze des Werkes die R e i ch s f ü h r u n g des Winterhilfswerkes mit dem Sitz in Berlin steht. Bei ihr liegen die Auf­gaben der Organisierung des Winterhilfswerkes.

Für das ganze Reich sind einheitliche Sammelsonntage vorgesehen. Für Geld­sammlungen sind mit den Angestellten und Leamtenverbänden Verhandlungen zwecks gestasfelter Abzüge zugunsten des winterhilsswerkes auszunehmen. Inhaber von Dank- und Postscheckkonten werden ausgefordert, monatlich einen bestimmten Betrag von ihrem Konto abbuchen zu lasten. Einen nicht unwesentlichen Ertrag für das winterhilss- werk ,oll eine über bas ganze Reich verbreitete 50-Pfennig-Straften-Brief-Lotte- r i e einbringen. Für Spender, die monatlich einen abgemessenen Betrag zeichnen, ist eine kleine Plakette mit der Aufschriftwir helfen?" vorgesehen, die die Spender an ihren wohnungs- türen befestigen können und die sie von weiteren Sammlungen befreit.

Bei ben Straßen- und Haussammlungen gelangen besondere Abzeichen zur Ausgabe. Plaketten und Abzeichen haben für jeden Monat eine bestimmte Farbe. Das gesammelte Bargeld soll grundsätzlich nur für den Einkauf von Lebensrnitteln, Heiz­material usw. verwendet werden. Massenspeisungen sollen nur für diejenigen veranstaltet werden, die keinen eigenen Herd haben.

Die Lebensmittelsammlungen auf dem Lande sollen möglichst in der Erntezeit

Reichspropagandaminister Dr. Goebbels bei |enier großen Ansprache. In der ersten Reihe von links nach rechts: Vizekanzler von Papen, Reichsjustizminister Dr. Gärtner, Reichswehrminister von Blomberg, der Kanzler, Reichsinnenminister Dr. Frick unb Staatssekretär Dr. Lammers.

E - w. .....

/ in........'................. ..........

burchgeführt werben Die Sammlungen bei ben Lebensmittel-Großhanblungen unb bei ben kleinen Geschäften kommen in ber Form zur Durchführung, baß von ben Geschäftsinhabern Menge unb Art ber zur Verfügung gestellten Waren in Sammellisten eingetragen werben, bie bie Grunblage für bie spätere Ausgabe von Bezugsscheinen bilben. In aleidjer Weise soll bei ber B r e n n st o f f - unb Kleiberbeschafsung verfahren werben. Für bie Spenben bes Winterhilsswerkes gewährt bie Deutsche Reichsbahn Frachtfreiheit. Weiterhin wer­ben burch bie örtlichen Ausschüsse bes Winterhilfs­werkes mit Theater-, Film- unb Kon­zertbetrieben Vereinbarungen bahin getroffen, baß von biefen Betrieben in möglichst großem Umfange Freikarten für bie notleibenbe Be­völkerung zur Verfügung gestellt werben. Ferner sollen Vergnügungsstätten ben Rein­ertrag eines Abends abliefern. Als Gegen­leistung dafür erfolgt die Bekanntgabe dieser Ver­gnügungsstätten im Rundfunk.

Der Reichsminister teilte mit, daß die Reichsregie­rung, wie oisher, ihre repräsentativen Pflichten auf das allergeringste Mindestmaß einschränken werde und schloß mit den Worten: Einer tritt für alle ein und alle für einen. Das Volk wird eine Not - und Brotgemeinschaft fein, und das Wort, das wir im Kampf um die Macht zu unserer Parole erhoben haben, soll nun, da wir im Besitz der Macht sind, beglückende Wirklichkeit werden. Gemeinnutz geht vor Eigennutz!

Re'chskanzter Adolf Hitler

trat dann vor das Mikrophon, um folgende An­sprache zu halten:

Meine Herren! Diele Jahre haben wir im In­nern gegen den Gedanken der internationa­len marxistischen Solidarität gekämpst. Wir haben in dieser vermeintlichen internationalen Solidarität nur den Feind wirklicher na­tionaler Einstellung gesehen, ein Phan­tom, das den Menschen wegzog von der einzig vernünftigen Solidarität, die es geben kann: von der Solidarität, die blutmäßig ewig begründet ist Wir sind uns aber auch immer klar darüber ge­wesen, daß man diese Vorstellung nicht beseitigen kann, ohne die andere an ihre Stelle treten zu las­sen. Daher muß als Motto über dieser großen Hilfsaktion das Wort stehen:Nationale So­lidarität"

Wir haben die internationale marxistische Soli­darität innerhalb unseres Volkes zerbrochen, um ben Millionen deutscher Arbeiter eine andere, bessere Solidarität dafür zu geben. Ls ist bie Solidarität unseres eigenen Volkes, die unzertrennliche Verbundenheit nicht nur in glücklichen, sondern auch in schlim­men Tagen, die Verbundenheit nicht nur mit denjenigen, bie vom Glück gesegnet sind, sondern auch mit denjenigen, die vom Unglück verfolgt sind.

Wenn wir diesen Gedanken der nationalen Soli­darität richtig aufsassen, dann kann es nur e i n Gedanke bes Opferns fein, d. h. also, wenn ber eine ober anbere sagt, man würbe babei zu stark belastet werben, man müsse ja immer roieber geben, bann kann man nur erroibern:Das ist nun einmal ber Sinn einer wirklichen nationalen Solibarität. Im Nehmen kann bie wirkliche natio­nale Solibarität ihren Sinn nicht haben" Wenn ein Teil unseres Volkes durch Verhältnisse, an

denen alle mit Schuld sind, in Not geraten ist, unb ber anbere, vorn Schicksal bavon ausgenommen, nur einen Teil ber Not freiwillig auf sich zu neh­men bereit ist, bem ber anbere burch ben Zwang ausgeliefert ist, bann sagen wir:

Ls soll mit Absicht einem Teil unseres Volkes eine gewisse Rot mit aufgebürbet werben, damit er dadurch hilft, die Rot des anderen Teiles erträglicher zu gestalten. Je größer die Bereitwilligkeit ist, ein solches Opfer aus sich zu nehmen, um so schneller wirb man bie Rot der anderen Seite dadurch mindern. Jeder muß verstehen, daß sein Geben überhaupt nur dann im Sinne ber Herstellung einer wirk­lichen Volksgemeinschaft einen wert hat, wenn dieses Geben für ihn ein Opfer be­deutet.

Nur so kann man letzten Endes diese höhere Solidarität aufbauen, zu der wir hinstreben müssen, wenn wir die andere überwinden wollen. Wenn das ganze Volk richtig erfaßt hat, daß diese Maß­nahmen für jeden ein Opfer bedeuten müssen, dann wird aus diesen Maßnahmen heraus nicht nur eine Milderung der materiellen Not eintreten, son­dern es wird noch etwas viel Gewaltigeres heraus­kommen, es wird daraus die Ueberzeugung wach­sen, daß die Volksgemeinschaft nicht ein leerer Begriff ist, sondern daß sie w i r k l i ch ein lebendiger ist. Wir benötigen in dem schweren Kampf der Nation diese Gemeinschaft mehr denn je. Weckn Deutschland vom Glück gesegnet wäre, dann könnte man vielleicht ihre Bedeutung etwas geringer einschätzen,

da wir aber schwere Zeiten zu erfragen haben, müssen wir uns darüber klar sein, daß wir sie nur bann überroinben können, wenn unser Volk wie ein einziger Stahlblock zusam m e n h ä 11. Das werben vir nur bann erreichen können, wenn die Millionenmassen, die nicht vom Glück gesegnet sind, das Gefühl bekommen, daß die vom Glück mehr Begünstigten m i t ihnen fühlen unb bereif sind, frei­willig ein Opfer a u f s i ch zu nehmen, um damit vor aller wett bie unzertrennliche Verbundenheit unseres Volkes zu dokumentieren.

Was das deutsche Volk dadurch heute an Opfern bringt, das wird dessen kann jeder überzeugt sein mit Zins und Zinseszins unserem Volk auf diesem Wege zurückerstattet werden. Denn was sind alle materiellen Opfer, die man freiwillig bringt, gegenüber dem größten Geschenk, nämlich dem Geschenk, ein gemeinsames, einheit­liches Volk zu fein, das sich als zusammenge­hörig fühlt und bereit ist. seinen irdischen Schicksals­weg auch gemeinsam anzutreten und gemeinfam durchzukämpfen. Der Segen, der aus dieser Ge­meinsamkeit, aus dieser nationalen Solidarität kommt, ist viel gewaltiger und viel nützlicher als das Opfer, das der einzelne Mensch nun dafür bringt. Diese große Aktion gegen Hunger und Kälte muß unter dem Motto stehen: Die internationale Solidarität des Proletariates haben wir zerbrochen. Dafür wollen wir aufbauen bie lebenbige nationale Solidarität des deutschen Volkes.

Bereits über 2 Millionen Reichs­mark für das Winterhilsswerk der Reichsregierung gespendet.

Berlin, 13. Sept. (WTB.) Das Reidjsminiftc- rium für Volksaufklärung und Propaganda teilt mit:

Die Kundgebung zur Eröffnung des winfer- karnpfes gegen hunger unb Kälte hat bereits am ersten Tage ein unerwartetes Ergebnis gezeigt. Es würben schon in ben ersten drei Stunden nach der Beendigung der Kund-» gebung gezeichnet: 1. Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, Reichsleitung München 100 000 Reichsmark; 2. Verlag desvölkischen Beobachter". Zentralverlag Franz Eher Rachsolger, München 100 000; 3. Gau Groß-Berlin ber RSDAP. 50 000; 4. Gau München-Oberbayern ber RSDAP. 50 000; 5. Kreise unb Ortsgruppen bes Gaues Groß-Berlin der RSDAP. 100 000: 6. Daimler-Ben, AG.. Slult- garf-Untertürkheim, 50 000; 7. Reichskredifgesellschaft AG., Berlin, und deren Schwesterunternehmen 30 000; 8. (Kommen- und Privatbank AG.» Berlin, 30 000; 9. Deutsche Bank und Discontogesellschasf, Berlin, 50 000; 10. Dresdner Bant, Berlin, 50 000; 11. Deutsche Arbeitsfront 200 000; 12. Bercingte Glanzsfosfabriken, Wupperlal-Llberfeld, 50 000 13. JG.-Farbenindusfrie AG. 1 000 000; 14. Bayrische Motorenwerke, München, 50 000; 15. Bayrische Stirf- sfosswerke AG., München-Berlin, 50 000; 16. Viktoria Versicherungsgesellschaft, Berlin, 50 000 Reichsmark.

Ls find somit bereits am er ft en Tage über zwei Millionen für das große soziale Hilfswerk der Reichsregierung gespendet worden. Mehrere große Unternehmungen, die mit ihren SchwesfetgeseUschaffen zusammen genannt werden wollen, haben bereits heute für den morgi­gen lag gleichfalls größere Summen angezeigt.

Deutsche Arbeitsfront und ASBO. trauern um Muchow.

Berlin, 13. Sept. (CNB.) Der Führer der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley hat anläßlich des tragischen Todes des stellvertretenden Lei­ters der NSBO. und Amtsleiters der Orga-

nifationsabteilung ber Deutschen Arbeitsfront Pg. Reinholb Muchow für alle Dienststellen ber DAF. unb ber NSBO. folgenbes angeorbnet:

1. Alle Kundgebungen ber Arbeitsfront unb ber NSBO., die nicht durchaus ernsten a r beitsmäßigen Charakter tragen, insbe­sondere also auch alle geselligen Veranstaltungen sind bis zum 1. Oktober 1933 verboten.

2. Sämtliche Fahnen haben bis zu diesem Termin Trauerflor anzulegen.

3. Sämtliche uniformtragende Mitglie­der der NSBO. und der Deutschen Arbeitsfront tragen bis zum 1. Oktober Trauerflor um dis Hakenkreuzarmbinde.

4. Sämtliche Dienststellen der Deutschen Ar­beitsfront und der PO. haben am Beisetzungstage auf zwei Minuten den Dienst zu unter­brechen und des verunglückten Kameraden zu gedenken.

SA-Gruppenführer ins preußische Kultusministerium berufen.

Berlin, 13. Sept. (TU.) Der preußische Kul­tusminister Rust berief an bie Spitze ber Schulabteilung bes Kultusministeriums ben Stubienrat Gustav Zunke 1 aus Weimar, ber als Gruppenführer bem Stabe bes Obersten SA.-Füh- rers zugeleilt unb vom Stabschef Röhm zu bicsem Zweck beurlaubt ist. Damit hat ein alter bewährter nationalsozialistischer Kämpfer bie wichtigste Abiei- lung bes Kultusministeriums übernommen. Zunkel itanb schon seit 1929 an ber Spitze der SA. in Thüringen. 1932 wurde er zum Gruppenführer, 1933 als Vertreter der SA. zum thüringischen Staatsrat ernannt. 1886 geboren, aus einer alten thüringischen Pfarrerssamilie stammend, wandte er sich nach Ablegung seines Abiturienten- eramens dem Studium alter Sprachen zu, machte 1911 fein Staatsexamen und lehrte bis zum Kriege in Jena am Gymnasium. Während des Krieges stand er an der Front. Nach dem Kriege war er am Realgymnasium in Weimar tätig. Unter der ersten thüringischen Regierung war er Fachreferent für höheres Schulwesen.