Ausgabe 
14.9.1933 Erstes Blatt
 
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kreis Gießen.

iden, 13.Sept. Die Spar« affe Troßen Linden der Gastwirtschaft von Wipp lerafoerjammlung ab. Bank- Marburg (ßof/n), der Direktor bie Serfammluna. Hnnefenb Der fReqner Sßifyelm fielj- eschäftsbericht für bas Se­it 28 083,96 Mark abschlicht, in von unMhr Mi 'Blatt \t 8 n.S). Midendr verieiit lldr ferner dWv^en, 1 v.h. hren.

Wecker Tale, 13. Sept. In- günstigen Witterung konnte treideernte gut einge- tlusdrusch schnell zu Ende ge- Ergebnis kann in jeder Hinsicht verden. Auch die Grummet- on statten und fiel befriedigend selernte ist bereits >m oute Erträge von sehr gesunder r gering fällt die Obst-, be- ernte aus. Die Zwetschenernte sehr reichlich bezeichnet werden, den Dörfern die eesien beginnen mit dem AuM-m ^rer Wer. Da die Dickwurz räae verspricht, kann der Land

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± Lich, 11 Sept. Nachdem am Sonntag, 3. Sep­tember, das übliche Probefchießen abgehalten wurde, veranstaltet der Kriegerverein Lich am vergangenen Sonntag auf seinem Schießstand auf dem Hardt­berg unter stärkerer Beteiligung als in Den frühe­ren Jahren fein diesjähriges Preisfchiehen. Jedem Mitglied standen vier* »Huß auf die 24er ^Ringscheibe zu. Infolge des windigen Wetters blie­ben die Leistungen hinter denen der früheren Jahre zurück. Abends wurde in Steins Saalbau durch den Vorsitzenden, Stadtrechner Ludwig Häuser, die Preisverteilung vorgenommen. Anbei folgen die zehn ersten Preise: 1. Preis mit 83 Ringen Fried- rich Schmidt, 2. mit 83 R. Heinrich Vater, 3. mit 83 R. Adam Friedrich, 4. mit 82 R. Karl Müller, 5 mit 82 R. Wilhelm Kraus, 6. mit 82 R. Erbprinz Hermann Otto zu Solms- Hohe n s o l m s - L i ch, 7. mit 80 R. Christian Fen I., 8. mit 79 R. Karl K a m b e i tz, 9. mit 79 R. Karl Ludwig Schmidt, 10. mit 77 R. Julius Jhring Die Hasfia-Ehrenscheibe schoß Heinrich Friedrich Müller, ferner schossen noch Ehren- scheiben Julius Jhring (zweimal), Wilhelm Berk und Karl Müller. Im Anschluß an die Feier wurde die Gleichschaltung des Ver­eins vorgenommen. Der Dezirksvorsitzende des Bezirks Lich der Kriegerkameradschaft Hassia, Leh­rer Dörmer-Lich, bestimmte den seitherigen ersten Vorsitzenden, Stadtrechner Ludwig Häuser, zum neuen Dereinsführer. Dieser ernannte zum stellvertretenden Führer Ludwig Heller, zum Kassenwart Karl Eise, zum Schriftwart Ludwig Fischer und zu weiteren Vorstandsmitgliedern die Kameraden Heinrich Müller, Ludwig Schmidt, Heinrich Walz, Karl D ö r m e r, Wilhelm Berk, Christian Eise und Jean Eise. Das gemeinsam gesungene Deutsckllandlied und das Horst-Wessel-Lied beendeten die Versammlung.

* Hungen, 13.Sept. Die Molkereigenoi- senlchast Hungen hielt am Sonntag chre Ge­neralversammlung ab, die vom Aufsichtsratsoorsitzen- den Pfeffer (Borsdorf) geleitet wurde. Direktor Schneider (Utphe) hielt zunächst einen kurzen Vortrag über die Bedeutung der Genossenschaft für Hungen und Umgebung. Der Äreisbauernführer re­ferierte über den Sinn der Gleichschaltung. Die bis­herigen Verwaltungsorgane legten sodann ihre Aemter nieder. Als Verwaltungsratsmitglieder wur­den sodann bestimmt: Vorstand: Ehrendirektor Oekonomierat Kling elhösser (Hos-Graß); Dt- rektor: Hch. Schneider (Utphe); stellvertretender Direktor: Ferd. Kammer (Hungen); weitere Vor­standsmitglieder: Hch. Weller III. (Langsdorf), Gustav Selber (Geiß-Nidda), Richard Schäfer (Hungen). A uff i ch t s r a t: Fritz H e s s e (Hungen), Vorsitzender; Wilh. Pfeffer (Borsdorf), stellver­tretender Vorsitzender; weitere Aufsichtsratsmitglie­der: Adolf Dietrich (Langd), Wilhelm Reich­hardt II. (Rodheim), Wilhelm Sang (Raberts­hausen) Friedrich Keil II. (Steinheim), Ludwig Jockel (Trais-Horloff), August Müller (8er- stadt), Rud. Eifer (Wohnbach), Hermann Linde­rn a i e r (Obbornhofen), Heinrich Müller III. (Bel­lersheim), Karl Schäfer (Inheiden), Johann Bal- s e r (Bettenhausen), Richard Schmidt (Kolben- mühle), Heinrich Sehrt (Nonnenroth), Hermann K o ch (Dillingen), Wilhelm Lehr II. (Rupperts­burg). Die Generalversammlung erklärte sich mit diesen Ernennungen einverstanden. Den ausgeschie­denen Mitgliedern dankte Direktor Schneider für ihre aufopfernde Arbeit im Dienste der Genossen- fd)afl. Die Versammlung faßte sodann den Beschluß, daß alle Juden aus der Genossenschaft ausgeschlossen werden sollen. Der Beschluß wurde noch insofern er- gär jt, als auch alle diejenigen Mitglieder ausge­schlossen werden sollen, die mit nichtchristlichen Ge­schäftsleuten Geschäftsverkehr pflegen. Im weiteren Verlauf der Versammlung beschäftigte man sich noch mit der Frage der Auslösung des alten Hessischen Landbundes, mit der Gründung des Hessisch-Nas- säuischen Landstandes und mit der Durchorganisie­rung der Milchwirtschaft. In einem besonderen Re­ferat gab Oberrevisor Hartmann (Gießen) Aus­schluß über die Bereinigung der Milchliefergebiete und ging außerdem auf die Bedeutung der Bezah- liing nach Fettgehalt und Reinheit ein. Das drei­facheSteg-Heil!" auf den Reichspräsidenten, den Volkskanzler und den Reichsbauernführer beschloß die Versammlung.

k. Hungen, 13. Sept. Eine Werbetagung für das Handwerk soll in der Zeit vom 15. bis 21 Oktober unter Mitwirkung aller beteiligter Kreise in unserem Städtchen abgehalten werden. Die NS.-Hago Hungen und Umgegend und ihre angeschlossenen Gruppen werden am 15. Oktober eine W^rbeveranstaltung in Form eines U m zuges zeigen. Jede Handwerksgruppe unter Lei­tung eines Beauftragten wird ihr bestes Können zeigen, fei es durch entsprechende Herrichtung eines Wagens oder durch schöne Fußgängergruppen usw. Ebenfalls sollen Schaufensterauslagen Zeugnis der Leistungsfähigkeit während der Handwerkswoche bringen.

zircis Alsfelv

i Flensungen, 13. Sept. Am Sonntag wurde die etwa dreiviertel Jahre verwaiste P f a r r- ste 11e Merlau-Flensungen neu besetzt. In der überfüllten Kirche in Flensungen hielt Pfar- rer Kalbhenn seine erste Predigt. Er legte ihr den Te^t aus Lukas 19 zugrunde. Am Ende des Gottesdienstes sang der hiesige Gesangverein das Lied: ,T> Ursprung des Lebens". Am Sonntag und Montag wurde wie alljährlich die Kirchweih ge­feiert.

Hrcis Lauterbach.

Q Lauterbach, 13. Sept. Dor einiger Zeit, als die Felddiebstähle wieder recht häufig wurden, hat die Bürgermeisterei durch Bekanntmachung an- gedroht, alle Namen der Felddiebe ö f {entlieh bekanntzugeben. Dieser Tage wurde nun ein Felddieb auf frischer Tat ertappt, der gestern abend, begleitet von mehreren SS.- Leuten, in der Hand ein Schild, auf dem zu lesen war, daß er seine Volksgenossen b e st o h - l e n habe, durch die Straßen der Stadt geführt. Dieses Verfahren hatte jedenfalls mehr Wir­kung, als irgend eine Geldstrafe, vor allem wirkt es abschreckend auf andere, und das war auch mit Zweck des Vorgehens. Der Werkmeister eines größeren Webereibetriebes wurde gestern durch die Polizei in U n t e r f u chungshaft genommen. Ihm werden gegen die Sittlichkeit verstoßende Handlungen, die er an jun­gen Arbeiterinnen in dem Betrieb vorgenommen haben soll, zur Last gelegt. Auch in Lauterbach gibt es immer noch Leute, die sich nicht in die große Volksgemeinschaft des nationalsozialistischen Staates einfügen und die durch miesmacherische Redensarten Mißtrauen in die Bevölkerung tragen wollen. Schon vor einigen Wochen sind mehrere von diesen Leuten nach Osthofen transportiert worden, und in den nächsten Tagen geht em wei­terer Transport dorthin ab. Einige Wochen erziehe­

rischer Arbeit im Sinne der Volksgemeinschaft wird diese Leute hoffentlich zur Einsicht bringen.

* Schlitz, 13. Sept. Unter Leitung von Bürger­meister Dr. N i e p o t h fand im nahen Rimbach eine Versammlung der Bürgermeister einiger be­nachbarter Orte statt, in der man sich besonders mit der Frage der Arbeitsbeschaffung befaßte. Es wurde befchlosien, in den Gemeinden Queck und Unterfchwarz, in Unter- und Oberwegfurth die Feldbereinigung durchführen zu lassen. Bür­germeister Dr. Niepoth wies auf die Unter­stützung der Regierung gerade für Feldbereini­gungsarbeiten hin und sprach außerdem über die hohe kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Feldbereinigung für die Gemeinden.

Preußen.

Hrcis Wetzlar.

(D Krofdarf-Gleiberg, 13. Sept. Am Dienstagabend st ü r z t e aus der abschüssigen Straße im unteren Ortsteil von Gleiberg ein Radfahrer aus Gießen. Er zog sich dabei einen Schlüssel­beinbruch und Rippenquetschungen zu und mußte mit einem Auto nach Gießen verbracht werden. In unserer Gemeinde plant man die Er­richtung eines Ehrenmals zur Erinnerung an die im letzten Kriege gefallenen Söhne des Dorfes. Ob das Mal in Anlehnung an das bestehende Amts- Kriegerdenkmal von 1870/71 vor dem staatlichen Oberförstereigebäude errichtet wird, oder ob eine neue Gedenkstätte entsteht, ist noch nicht endgüllig entschieden.

Kreis Westerburg.

* H o h n (Westerwald), 13. Sep. Heute verun­glückte hier im Bergwerk der Bergmann R ö der so schwer, daß er in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden mußte Welcher Art die Verletzungen sind, steht bisher noch nicht fest. Der Zustand des Verunglückten ist ernst.

SA-Gruppenführer Beckerle Polizei- i Präsident in Frankfurt.

Frankfurt a. M., 13. Sept. (WSN.) Der S2L- Gruppenführer Beckerle in Frankfurt a. M. ist zum Polizeipräsidenten in Frankfurt ernannt wor­den. Er hat sein Amt bereits angetreten. Die deut­sche Bevölkerung Frankfurts gewinnt in ihm eine Persönlichkeit für dieses Amt, die von revolutio­närem Hitlergeist erfüllt ist und aus Lebensgang und Vorbildung heraus die denkbar beste Eignung hierfür mitbringt SA.-Gruppenführer Adolf Heinz Beckerle ist gebürtiger Frankfurter. Anschließend widmete er sich juristischen, volkswirtschaftlichen und philosophischen Studien, die er als Diplom-Volks­wirt beschloß. Sein klarer Blick für wirtschaftliche und politische Realitäten wurde geschärft durch Auslandsreisen, die ihn nach Nord- und Südame­rika führten. Seine aufrechte soldatische Natur be­wog ihn, in den Polizeidienst einzutreten. Am 29. August 1922 trat er in die NSDAP, ein. In­folge seiner Tapferkeit und Tüchtigkeit wurde er bann Führer des Sturmes 68 der SA. Dann wurde ihm die Standarte Frankfurt a. M. anvertraut. Durch das Anwachsen der SA. wurde die SA.- Untergruppe Hessen-Nassau-Süd gebildet, die sich unter seiner Führung glänzend entwickelte. Augen­blicklich ist er als Gruppenführer der Führer der SA.-Gruppe Hessen. Seit Bildung des Reichssport- kommissariats wurde er Beauftragter des Reichs- sportführers und Führer des Gaues 13 der DT. Der neue Polizeipräsident wird fein Amt im Sinne des nationalsozialistischen Aufbaues verwalten.

Kommunistenverhastungen in Mörfelden.

WSN. Mörfelden, 13. Sept. Gestern wurde hier eine Anzahl von Kommunisten verhaftet, die kommunistisches Propagandamate­rial, u. a. die ZeitungDer Junggardist", ver­breitet Hatten. Ein Teil der Verhafteten wurde dem Gericht zugeführt, ein anderer Teil kam in verschärfte Schutzhaft nach Osthofen.

9er Hessische Tabalbaaverband im Zähre 1933.

Der Hessische Tabakbauverband hielt dieser Tage unter dem Vorsitz von Oberlandwirtschaftsrat Dr. Finger (Darmstadt) in Lampertheim im Darmstädter Hof" eine Sitzung der Ver - einsvorsitzenden ab. Dr. Finger wies bei der Eröffnung der Sitzung auf ihre ganz besondere Bedeutung hin, da es die erste im Hessischen Tabak- bauverband sei, die nach der nationalsozialistischen Machtergreifung stattfinde. Das Bauerntum müsse künftighin wieder die Grundlage der Nation werden. Die Zielsetzung Hitlers und DarrSs sei ganz klar und würde unbedingt auch zur Gesundung unserer Nation und unseres Bauernstandes führen.

Wesentlich besser würden sich auch die Ver­hältnisse im deutschen Tabakbau zugunsten der Pflanzer gestatten.

Die Grundbedingung fei jedoch der An b a u von Qualitätstabak. Die Kontingentierung werde auch ferner hin bestehen bleiben, die schlechten Pflan- zer würden ausgemerzt und der F r e i b a u komme überhaupt nicht mehr in Frage.

Hierauf erteilte Dr. Finger zu dem zweiten Punkt der TagesordnungDer Hessische Ta­bakbau imJahre l93 3" dem Geschäftsführer des Hessischen Tabakbauverbandes, Landwirtschafts- Asiessor Dr. Schmidt das Wort zu seinem Refe­rat. Der Referent ging hierbei noch einmal in kurzen Worten auf die Kontingentierung im Jahre 1933 ein und richtete bei dieser Gelegenheit an die An­wesenden die dringende Bitte, künftighin gerade hierbei tatkräftig mitzuhelfen, damit die Durch­führung der Kontingentierung we­sentlich vereinfacht werden könne. Im An­

schluß hieran ging er auf die im Jahre 1933 vor- genommenen

Bedprämlterungen

und auch auf die von ihm veranstaltete Vorführung zur Bekämpfung der pilzlichen und tierischen Schäd­linge ein und mies hierbei auf die noch bestehenden Mängel hin. Nach einigen Ausführungen über die verschiedenen Setzzeiten kam dann noch der Referent auf die diesjährige Ernte, ihre Handhabung und ihren voraussichtlichen Ausfall zu sprechen.

Dr. Finger stellte sodann dieses Referat zur Aussprache, von der von den verschiedensten Seiten reger Gebrauch gemacht wurde. Von dem Vorsitzen­den wurden dann die in diesem Jahre für das hes­sische Tabakbaugebiet in Frage kommenden Boni- tierer bestimmt. Die Entscheidung dieser Bonitie­rung ist bei der Verwiegung dieser Tabake maß­gebend, sowohl für Pflanzer, als auch Käufer. In Zweifelsfällen jedoch steht dem Käufer ein Ein­spruchsrecht bei der amtlichen Fachberatung zu, bei der auch ein Schiedsgericht besteht. Die Kosten des Schiedsgerichts für diese Entscheidung trägt jeweils der unterliegende Teil.

Nur solche Firmen werden künftighin noch zu den Einschreibungen als kaufberechtigt zuge- laffen, die eingetragene Mitglieder der Tabak­gewerbeverbände sind,

sich hierüber ausweisen und nur auf eigene Rech- nung kaufen. Weiterhin wurden auch die Verkaufs- bedingungen für die Einschreibungen der dem Deutschen Tabakbauverband angeschlossenen Landes­verbände bekanntgegeben.

Wirischast.

Marktordnung in der Autobranche.

Lückenlose Preisregelung.

Wie in anderen Wirtschaftszweigen, fo haben auch in der Automobilbranche Ueberproduk- t i o n und Absatzrückgang einen Preis- druck hervorgerufen, der Die Ertragsfähigkeit stark beeinträchtigen mußte. Nachdem die Automobil- Industrie jetzt eine bessere Geschäftssaison hinter sich hat, und nachdem dank der Aufbaupolitik der na- tionalsozialistischen Regierung die Z u k u n f t s - a u s s i ch t e n gerade in dieser Branche wesent­lich g ü n st i g e r, als in den letzten Jahren be­urteilt werden dürfen, geht man nun daran,

den Sumpf der Schleuderkonkurren; und der

Preisunterbietung endgültig zu beseitigen.

Zu diesem Zwecke haben sich Automobilindustrie und Krastsahrzeughandel zusammengLschlossen, um ae- meinsam Den Deutschen Automobilmarkt von allen Auswüchsen unD kaufmännischen Unsitten, Die sich in Den letzten Jahren breitgemacht haben, zu reini­gen. Sie haben in einem Aufruf, Der von Dem Reichsverband Der AutornobilinDustrie unD Dem Reichsoerband des KraftfahrzeughanDels unD -ge- roerbes unterschrieben ist, allen Erzeugern, Expor­teuren unD HänDlern Die neue MarktorD - nung für Die Autobranche zur Kenntnis gebracht unD zu ihrer strikten Befolgung ermahnt.

Der Zweck Der Marktregelung ist die B e s e i t i - gungdes unlauteren unDhemmungs- losen Preiskampfes, Der bisher Der gesam­ten Branche ungeheuren SchaDen zugefügt unD zahlreiche wirtschaftliche Zusammenbrüche verur­sacht hat. Um Diesen Zustand aus der Welt zu schaffen, ist

zwischen Erzeugern und Händlern ein lücken­loser Preisschuh vereinbart worden.

Die Preise der Kraftfahrzeuge werden künftig von den einzelnen Erzeuger- und Importfirmen in vol­ler Unabhängigkeit festgesetzt. An diese Preise sind Erzeuger, Importeure, Exporteure und Händler unbedingt gebunden. Sie sind verpflichtet, den Käu­fern keinerlei irgendwie geartete Son- dervorteile anzubieten oder zu ge­währen. Insbesondere sind alle versteckten Um­gehungen des Preisschutzes, wie Kasiakonti, Rabatte usw. untersagt. Eine solide Regelung erfährt ins­besondere die Inzahlungnahme gebrauch­ter Kraftwagen beim Ankauf neuer, die bis­her vielfach zu indirekten unds chlecht verhüllten Preisunterbietungen benützt wurde. Auch diesem

Mißbrauch wird jetzt ein Riegel vorgeschoben, in­dem der gesamte Handel mit gebrauch­ten Kraftfahrzeugen in die Preisre- g e l u n g e i n b e 3 o g e n wird. Für die außer­ordentlich schwierige Festsetzung der Preise gebrauch­ter Automobile sollen im ganzen Reich etwa 110 Schätzungs st eilen errichtet werden. In die­sen werden unabhängige Sachverständige den Wert jedes zum Berkaus gelangenden Altwagens er­mitteln. Als Altwagen in diesem Sinne werden auch die Dorsührungswogen der Fabriken behan­delt, wenn sie mindestens drei Monate im Betrieb unb mehr als 6000 Kilometer gefahren sind. Diese Vorführungswagen werden also nicht mehr zur Bemäntelung von Unterschreitungen der Preisfest­setzung benützt werden können.

Ebenso wie kein neues Kraftfahrzeug unter Dem festgesetzten Fabrikpreise, Darf künftig auch kein Altwagen unter Dem ermittelten Schät­zungspreis verkauft werden.

Dadurch soll verhindert werden, daß etwa auf dem Umwege über den Altwagenmarkt wieder ein Druck auf die Kraftfahrzeugpreise ausgeübt wird. Dem Automobilhandel werden ganz bestimmte Verdien st spannen eingeräumt. Die Men­genrabatte sind ebenfalls gleichmäßig geregelt. Bei Kreditgewährung muh ein Zinssatz in Höhe des Reichsbankdiskonts zuzüglich 2 Prozent festgelegt werden Vergünstigungen für Sammelbestellungen sind künftig überhaupt untersagt.

Die Ueberwachung der gesamten Marktord­nung für die Autobranche liegt in der Hand Der Deutschen Automobil-Treuhandgesellschaft (DATG ), der weitgehende Rechte gegenüber Uebertretern Der Regelung unD insbesondre gegenüber Außenseitern eingeräumt finD. Mit ihrer Geschäftsführung ist Direktor W. D a l ch 0 w be­traut roorben, ber seit 20 Jahren ber Autobranche angehört unb sich bei ber Jnbustrie, wie beirn Han- bel allseitigen Vertrauens erfreut Ihm steht ein aus Vertretern ber Jnbustrie unb bes Handels zu­sammengesetzter Aufsichtsrat zur Seite. Von Der DATG. werben auch bie obenerwähnten Schätzungs- ftellen für gebrauchte Wagen eingerichtet werben.

Die Organisation der Regelung bes Automobil­marktes ist vollkommen einheitlich unb in jeder Hinsicht schlagkräftig. Alle beteiligten IDirl- schaftskreise versprechen sich von ihr einen wirksamen Preisschuh und eine Gesundung Des gesamten Lraslsahrzeugmarktes.

Aber auch der Verbraucher kann mit ihr zu» f rieb en sein. Das Autornobilgeschäft, bas bisher vielfach Durchaus Vertrauenssache war, bekommt eine solidere Grundlage. Das gilt ganz be­sonders für das Altwagengeschäft, denn die künf­tig von Den Taxstellen festzusetzenDen Preise ver- h'mDern jeDe Ueberoorteilung Des Käufers. Die neue Markt- unD Preisregelung ist in jeder Hinsicht ge­eignet, dem Käufer eines Kraftfahrzeugs, fei es eines alten oder eines neuen, den Abschluß bes Kaufs zu erleichtern. Sie wirb also zweifellos auch adsatzförbernb wirken.

Maßnahmen gegen Kapitalflucht.

Der Reichswirtschaftsminister hat burch einen Erlaß an bi e Devisenbewirtschaf­tung s st e 11 e neue Vorschriften zur Ver» hinberung ber Kapitalflucht erlassen, nadjbem in ber letzten Zeit bie Wahrnehmung gemacht worben ist, baß Kapitalflüchtige, insbeson- bere Auswanberer, erhebliche Vermögenswerte in Gestalt von Waren ober burch Verrechnung mit Warengeschäften ins Ausland zu schaffen suchen.

Auswanderer, welche Waren nach dem Ausland ausgeführt haben ohne den entsprechenden Aus­fuhrerlös an die Reichsbank abgeführt zu haben, müssen in ihrem Auswanderungsantrag die Mit­nahme dieser Waren dzw. bie beabsichtigte Ein- ziehung ihres Gegenwertes im Auslanb angeben, wenn sie sich nicht ber Gefahr ausfetzen wollen, baß eine etwaige Genehmigung wegen unoollstänbiger Angabe wichtiger Tatsachen als erschlichen ange- sehen unb ein Verstoß gegen bie §§ 36 Ziffer 7, 37 Ziffer 3 ber Devisenocrorbnung als vorliegend erachtet wird. Ferner sind Maßnahmen getroffen roorben, um bie Bezahlung beutfdjer Aus­fuhrwaren aus inlänbifcfjen Gut­haben von Kapitalflüchtigen, bie sich auf Grunb biefer Zahlungen Auslanbguthaben fchafen wollen, zu unterbinden.

Aus dem Ausland wird den daran interessierten inländischen Personen häufig vorgeschlagen, Zah- langen auf besondere Konten bei deutschen Banken ober unmittelbar an beutsche Ausfuhrfirmen au leisten, wofür bem Einzahler eine entsprechenbe Auszahlung im Auslanb in auslänbifcher Währung, meist unter Abzug eines gewissen Diskonts, in Aussicht gestellt wirb. Derartige Zahlungen an In- länber sind, ba sie für Rechnung von Ausländern erfolgen, nach der Deoifenorbnung verboten, sofern sie nicht mit Genehmigung ber Devisen- bewirtschaftungsstelle erfolgen.Auch bie beutschenAus­fuhrfirmen haben die Pslickt, derartigen Machen- schäften entgegenAutreten, soweit sie mit solchen befaßt werden. Allerdings bedarf es nach den Devisenvorschriften keiner Genehmigung, wenn ber inlänbische Gläubiger zur Tilgung seiner Forbe- rung gegen einen Auslänber Beträge aus bem In- lanb entqegennehmen will. Der beutsche Ausführer ober sonstige Gläubiger setzt sich aber bem Verbacht einer Beihilfe zu einer bevisenrechtlich verbotenen unb strafbaren Hanblung bes Einzahlenben aus, wenn er berartige Zahlungen von unbekannten Per­sonen entgegennimmt, mit benen er bisher in keiner Geschäftsverbinbung stank) unb bie auch offenbar nicht in geschäftlicher 23erbinbung zu seinem aus- länbischen Schulbner stehen.

Der Reichswirtschaftsminister hat baher über bie wirtschaftlichen Spitzenoerbänbe bie in Frage kom­menden Firmen darauf hingewiesen, daß von ihnen erwartet werden muß, baß fie berartige Zahlungs­eingänge ber für ben Einzahler zustänbigen Devisen» bewirtsihastungsstelle mitteilen, bamit biefe ber An­gelegenheit nachgehen unb etwaige Kapitaloerschie- bungen aufbeden kann.

Frankfurt fest.

Frankfurt 14. Sept. (WTB.-Drohtmelbung.) Die Kräftigung bes Kursnioeaus machte an be* heutigen Mittägsbörse beachtliche Fortschritte. Ack bie Stelle ber seitherigen Verkaufsorbers sind in den meisten Fällen Kausanträge getreten, Denen sich auch die Kulisse mit weiteren Deckungen unb Mei­nungskäufen anschloß. Die Stimmung war zuver- sichtlich unb bie Tenbenz ausgesprochen fest. Auch bas Geschäft nahm auf manchen Marktgebieten sehr lebhafte Formen an. Aus ber Wirtschaft lagen einige gute Nachrichten vor, wobei insbefonbere bie Divibenbenaufnahme dzw. Erhöhungen bei einigen Gesellschaften günstigen Einbruck machten, ebenso wie ber letzte Konjunkturbericht über bie Gefahr einer allzu raschen Preissteigerung. Viel Beachtung sanb bie 1-Millionen-Spenbe ber IG. Farben- Jnbustrie für bas Winterhilfswerk ber Reichsregie­rung, ba bie Börse wegen ber Höhe biefer Spenbe einen guten Geschäftsgang bei biefem Unternehmen vermutet. So waren benn auch IG. bevorzugt unb zum 1. Kurs bei lebhaftem Geschäft 3,13 v. H. höher. Stärker befestigt waren ferner Buberus (plus 3,75 v. H ), Rheinische Elektro-Mannheim mit plus 2,50 v. H., Siemens unb Kali Aschersleben mit plus 3 v. H. Scheibeanstalt, Riitgerswerke, Deutsche Erb- öl, Schuckert unb Mannesmann gewannen von 2 bis 2,75 v. H. Auf ben übrigen Marktgebieten be­trugen bie Erhöhungen von 1 bis 1,50 0. H. Schiff- fahrtsroerte, Daimler, Holzmann unb Aku konnten sich um 0,75 0. H. erholen.

Am Rentenmarkt zogen Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen je 0,40 v. H. an, Neu- besitz gewannen etwa 10 Pfennig. Don Industrie- nnleihen lagen Stahlvereinsdonds 1,25 0. H. und JG.-Farbenbonds etwa 2 v. H. höher. Am Pfand- b r i e f m a r 11 lagen ebenfalls Stunbenaufträge vor, ©olbpfanbbriefc waren überwiegend von 0,25 bis 0,75 v. H., ßiquibationspfanbbriefe im gleichen Ausmaß höher, Kammunalobligationen lagen ruhi­ger. Sehr fest lagen Nassauische Lcindesbank-Liqui- bationspfanbbriefe auf Die bevorstehende Ziehung mit plus 1,5 v. H. Staats- und Stabtanleihen lagen Dagegen ziemlich ruhig und kursmäßig nur unwe­sentlich verändert. Don fremden Werten konnten sich Anatolier Eisenbahn weiter leicht erhöhen. Deutsche Anleihen zeigten im Verlaufe nur kleine Veränderungen, wobei aber Besserungen bis zu 0,25 0. H. festzustellen waren. An den Aktienmärkten roar das Geschäft im Verlaufe ruhiger, lediglich IG. unterlagen einigen Schwankungen und blieben mit etwa 114 v. H. gut behauptet.

Frankfurter LHlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 14. Sept. Auftrieb: 73 Rin­der, 938 Kälber, 408 Schafe, 839 Schweine. Es wurden bezahlt: Kälber: beste Mast- und Saug­kälber 37 bis 42; mittlere Mast- unb Saugkälber 31 bis 36; geringere Saugkälber 26 bis 30; geringe Saugkälber 21 bis 25. Schafe: beste Schafe 24 bis 26; mittlere Schafe 20 bis 23; geringe Schafe 16 bis 19. Schweine: vollfleischige, zirka 240 bis 300 Pfunb Lebenbgewicht, 44 bis 47; vollfleischige, zirka 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht, 44 bis 47; vollfleischige, zirka 160 bis 200 Pfund Lebend- gewicht, 40 bis 46. Marktoerlauf: Kälber und Schafe mittelmäßig, geräumt; Schweine ruhig, aus­verkauft, Fettschroeine über Notiz, leichte Schweine vernachlässigt.