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13.11.1933 Erstes Blatt
 
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sehr ähnlich sehe.

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! ^Zeuge": Das k o m m t n i ch t i n F r a g e, und ich | möchte das mit aller Deutlichkeit unter meinem Eid

lagen unseres technischen Muster­völlig neuen Methoden hergestellt.

Das Präsidium der Abrüstungs- konserenz vertagt sich.

Diese Cigaretten werden in den Faokikaf

Diese Erklärung des italienischen Vertreters, die Aufregung und Bestürzung hervorgerufen hat, wird als ein offenes und mutiges Abrucken Italiens von den Versuchen der Abrüstungskonferenz bewertet d.e snorhnnhlunaen auch ohne Deutschland weiter zu führen. Somit sind die versuche der fran­zösischen Staatengruppe, nach außen den Anschein zu erwecken, als ob die Abrüstungskonferenz unbe­schadet des deutschen Austritts mit großen Schritten dem endgültigen Ziel entgegengehe, durch die nüch­terne und offene Haltung der italienischen Regierung zunichte gemacht worden.

WaffenstiUstandsseiern tn Frankreich.

Sarraut spricht an einem Brian»-Denkmal

DimitroffS Stellung in der Komintern

36. Tag des Aeichstagsbrandstisterprozesies.

m England

Sonbon, 11.Slot,. (ZU.) ®!?3,®n9anb?Ä9 am Samstag große Feiern anläßlich des Jahres­tages des Waffenstillstandes. Um 11 Uhr oornuttags beobachtete die ganze Bevölkerung ein jmei ten langes Schweigen. Wahrend der Waffenstil- standsseiern kam es in Gnglanb gu einigen 3 ' fchenfällen die in Orford und Cambridge am ernstesten waren. Studentische Mitglieder der K o rn rn u n i st i f ch e n N i e - w i e d e r - Krieg- Bewegung demonstrierten und unterbrachen das Schweigen, so daß es zu Zusammenstößen mit an­deren Studenten tarn, die die Kommunisten nut Eiern, Tomaten, faulen Fischen und anderen Gegen­

9 Zeuge Dr. Braschwitz: Bei der polizeilichen Ver­nehmung ist es ihm vorgehalten worden, und er hat auch in diesem Falle gesagt, daß er es in feiner Eigenschaft als Schriftsteller vom Redakteur der Jmprekor" bekommen habe. In dem PlanBer lin in der Tasche" hat Kriminalaf sistent Kynast die verschiedenen Einzeichnungen gefunden u a. auch die Kreuze bei Schloß und Reichs- tag. Mir schien dieser Umstand von besonderer Bedeutung zu sein, als wir bei Dimitroff auch zwei Postkarte» mit denselben Ge b ä ub e n gefunden haben. Auch die Adrefse der niederländischen Vertretung war unterstrichen. Schließlich wurden Notizen über hohe Summen estgestellt, die an einen Schm gegeben waren, und wobei es sich anscheinend um die Verteilung der Arbeitergroschen handelte. Wer die Leute waren, die sie bekommen haben, konnte nicht festgestellt ^Angeklagter Dimitroff: Den Aufruf wegen des Reichstagsbrands habe ich tatsächlich nie gesehen, er ist mir auch nicht gezeigt worden

Zeuge- Er ist im Protokoll angeführt, das Dimi­troff selbst gelesen hat. - Dimitroff erklärt, daß alle bei ihm gefundenen Dokumente abfolut nichts mit der inneren Lage Deutschlands oder dem Reichs­tagsbrand zu tun hätten. .

Dimitroff: Welche Beamten haben in der söge- nannten B r a n d k o m m i s s i o n gearbeitet? Haben in dieser Kommission nur Beamte gearbeitet? Ich werde beweisen, daß in dieser Brandkommission un­verantwortliche und nicht ,m Staatsdienst stehende Personen tätig gewesen sind.

Auf Frage des Vorsitzenden erklärt der Zeuge, datz Die Sachen Tag und Nacht unter Bewachung ver­schlossen waren. Zeuge: Ich habe mich dazu ge­äußert und muß es ablehnen, noch naher daraus

Oberreichsanwalt: Sind in der Brandkommission außer den Beamten irgendwelche Privatster- fönen mit diesen Papieren in Berührung ge ^Zeugel Es ist gänzlich ausgeschlossen, daß Privat­personen damit zu tun hatten.

Dimitroff: Ich will deutlicher werden. Hatte je mand von der SA., SS. oder sonst von der NSDAP.

der, die von den Kommunisten als fafchistifch re­gierte Länder bezeichnet werden. 3n dem bei 'hm gefundenen Aufruf waren bestimmte Satze mit Tinte unterstrichen. Es find wahrscheinlich Korrek­turbogen gewesen, die von Dimitroff felbst herge- stellt waren oder als Vorlagen benutzt werden soll­ten Auf dem Kopf befindet sich die Bezeichnung volitkomwission. Das ist die Kommission, die ans Spitzenfunktionären der Partei gebildet wird. Es mag fein, daß Dimitroff die Funktion hatte, die entscheidenden Gesichtspunkte an seine Leute in Bulgarien weiterznleiten. Daneben war er aber auch Durchgangs - und Verteilungs- stelle. Ls wurde hier offenbar ein zentrales Büro von Dimitroff unterhalten. Daß er ein wichtiger Funktionär sein muß, geht auch schon daraus her­vor, daß ansehnliche Geldbeträge bei »hm und seinen Begleitern gefunden wurden.

Vorsitzender: Dann ist bei ihm ein Schriftstück ge­funden wordenDie Reichstagsbrandst.ftung a 5 nationalsozialistisches Provokateurstuck entlarvt! Das ist herausgegeben von der Pressestelle de. Zentrcükomitees der KPD. Dim.tro f behauptet dieses Schriftstück habe er nicht m seinem Besitz

AkkWWff. sWrgi.Kifcisolik^^un.

Als nächster Zeuge wird dann Otto W i h l e in Strafanstaltskleidung vorgefuhrt. Der Zeuge erklärt, er habe von Mitte 1932 bis zum 29. Mai 1933 im Untersuchungsgefängnis Moabit °luen Zellen­genossen namens Krause gehabt Dieser hielt die Morgenpost, in der eures Tages d.e Ab­bildungen der Bulgaren erschienen. Auf dem Gefängnishof erkannte Krause einen der abgebildeten wieder, nämlich Dimitroff. Krause flüsterte Dimitroff zu, daß sem Bild >u der Zeitung fei. Dimitroff ist darau hm auffallend blaß aewor- den. Am nächsten Tage fragte Dimitroff den Krause, ob sie auch einen Mann namens Betschesf ober P e t f die t verhaftet hätten und was er ausgesagt hatte.

Dimitroff bestätigt, daß das Gespräch nut Krause stattgefunden hat. Ich bin nicht erschrocken, fährt Dimitroff fort, denn das kommt bei mir nicht vor. (Heiterkeit.) Es interessierte mich nur, ob meine bulgarischen Bekannten auch abgebildet waren.

lieber das bei Dimitroff gefundene Urtunbenmn terial erklärt Kriminalkommissar Dr. Brasch w l Dimitroff hat bei feiner Vernehmung zu jedem Schriftstück erklärt, daß er es in feiner Eigenschaft als Schriftsteller vom Redakteur der »^mpretor zur Information erhalten habe. Bei uns hatte der Besitz dieser Schriftstücke den Eindruck erweckt daß Dimitroff ein h o h e r F u n k t, o n a r d e r Kom­munistischen Internationale fern mußte

Zwischen Wien und Berlin wurde das sogenannte Milleleuropäische Büro unterhalten. Mr hatten den Eindruck, daß Dimitroff Funktionär dieses Büros war. Das waren Leute, die besondere Anweisungen der Komintern in Empfang nahmen und fiit ihre vurchsührung 1Jorgen «a ra.

Der Vorsitzende weist darauf hin, daß Dimitroff ja selbst zugegeben habe, im Exekutivkomitee der Komintern der V e r t r e t e r f u r B u l g a r i e n zu

ständen bewarfen. Die Polizei mußtemitdem Gummiknüppel einschre,ten. Auch m Edinburgh hielten die Mitglieder derfelben Organisation eine Demonstration ob, störten die Ruhe nut Zwischen rufen, und auch hier kam es zu Verhaftungen durch die Polizei. In London haben Kommunisten das Schweigen durch Pfeifen oder sonst wie gestört. Die Menge stürzte sich nach Ablauf des Schweigens über sie und erteilte ihnen eine handgreifliche Lehre.

In Dublin wurde die diesjährige Waffenstill­standsfeier noch stärker als in den Nutzeren Jahren zu einer englandseindlichen Ku ndge bunq ausgestaltet. Bereits am Freitagabend mar­schierten Abteilungen der irischen republikanischen Armee und Arbeitergruppen durch d.e Straßen Dublins. Sie trugen Banner mit den Aufschriften

Vorwärts zur Republik" undLeistet den eng­lischen Eisenfressern Widerstand". Unter den wilden Begeisterungsstürmen einer großen Menschenmenge wurden in einem Park Zwei große englische Flaggen verbrannt. Ein Erinnerungsobelifk an Königin Viktoria wurde durch eine Bombe in die Luft gesprengt.

^eÄ939 MäU?e<?TrCa?e r meint die Leute, die 6ot K scheinlich Mieter gewesen, die mit einemH

d» Sournalift Norden geween bet =fm6=f

Berlin, 11- Noo. (WTB.) Nach eintägiger Pause wurde am Samstag die Verhandlung des

Saufmann de- tunbet er höbe am 23. oder 25. Februar zusammen mit dem Abg. N e u b a u e r und besten Sohn einen Mann im Fahrstuhl nach unten gefahren m bem er auf Grunb ber Bilder Dimitroff w i e der z u erkennen glaubte. Bei feiner Gegenüberstel­lung mit Dimitroff am 11.3»«iW**^'** wohl Dimitroff in einem großen Kreise von per jonen faß, mit aller Bestimmtheit roieberer- f Dimitroff betont, er sei seit 1921 nicht mehr tm Reichstage gewesen, und der Angeklagte Nörgler erklärt er sei überzeugt, daß der Betreffende der bereits' erwähnte Julius von der Jmprekor ge- SAWNS erklärt dazu, daß er d l e!" Z Zimmer 9b be- z°g°n hab-. d° °r m-wifch n dao Z.mm- kommen hatte. Der <seuge w « / . ^ages,

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davor Das fei dem Zeugen sehr au N ° i^ g vorgekommen. Im Zimmer 88 ha er P W. S«

ietXn«Sw'b«S M. ,N-w- Ä die gestrige Abstimmung wird

Adolf Hitler für* unbegrenzte Zeit zum unanfechtbaren und unangefochtenen dier Deutschlands machen. Das Er- aebnis des Volksentscheides spiegelt unzweifelhaft die wohlerwogene Ueberzeugung des deutschen Vol­kes wieder. 2m Daily Herold (Arbelter- partei), der sich sonst in Angriffen gegen die Ratio nalsozialisten nicht genug tun kann, hecht es, Adol Hitler habe die außenpolltlfche Lage zu einem Er­folg im Innern gemacht. Jetzt könne er sich als ein Staatsmann betrachten, der, wenn wir feinen Worten glauben dürfen, Friede und Abrüstung er­hoffe. Der Berliner Berichterstatter derTimes schreibt aus dieser Kundgebung der Einigkeit gehe hervor,' daß Adolf Hitler und feine Unter uhrer heute die unbestrittenen Herrscher Deutschlands seien. In einem Lertaufsatz sagt das Blatt: Die anderen Nationen werden künftig mit einem nationalsozialistischen Deutschland zu tun haben. Es ist deshalb wichtig, den Versuch zu machen, Verständnis dafür zu erlangen, was Die nationalfozialistifchen Männer wirklich rm Sinne haben.

Oer Widerhall in LlSA.

Neuyork 12. Noo. (WTB.-Funkfpruch.) Die Morgenblätter bringen die deutschen Ergebnisse der Volksabstimmung und der Reichstagswahl in großer Aufmachung.H e r a 1 d Tribüne" erklärtt tm Leitartikel, die Einreise zahlloser Reichsdeutscher aus den Nachbarschaften, die aus reiner Be- qeifterung zur Stimmabgabe herbeigeeilt seien, beweise, daß das Wahlergebnis durchaus die Stimmung der Bevölkerung roiebergebe.

fünbigung, er werde dem Marxismus und dem Kommunismus in Deutschland em Ende

in Erfüllung gegangen zu ie?.nhbei wußte im voraus, daß em überwältig nifle

der Volksabstimmung erfolgen ®^be.

hielten es für möglich, daß die Nation j Z sch Bartel bei den . ch s ta g - w a^n J)5

Poris, 11. Noo. (WTB.) Mit dem üblichen . militärischen Gepränge wurde heute m ganz Frank- . reich der Waffenftillftandstag begangen. In Paris fpielte sich , wie alljährlich, die Hauptfeier am Grab bes unbekannten Soldaten ab, an dem der Präsident derRepubltt unt) die Mit­glieder der Regierung Kranze niederlegten. De Truppen der Pariser Garnison defilierten mit wehenden Fahnen

Den Höhepunkt der heutigen Veranstaltung bil­dete die Enthüllung eines Briand- Denkmals durch Ministerpräsident Sarraut in Pacy-sur-Eure, ganz in der Nahe des Landllkes des Verstorbenen. Briand wird als Frie­denspilger dargestellt, der mit dem Stab m der Hand für den Frieden werbend durch das Land lieht ein willkommener Anlaß für den Minister- oräfibenten, bei der Würdigung des Menschen und Politikers Briand auch auf die aktuelle französische Außenpolitik hinüberzuleiten mit dem Motto: Um verrückbar im Ziel, geschmeidig in den Mitteln.

Briand habe, führte der Ministerpräsident aus, beariffen daß die Friedensvertrage weder das fron- zNe Siche?heitsstatut noch bas Statut einer frucht­bringenden friedlichen Zusammenarbeit auf dem Kontinent geregelt hätten. Als Außenminister habe k, d--h°!b°drL ZI°l° oerfolgt: Mv8f«Q..b« während des Sieges erworbenen Freundschaften, die Sicherung der Garantien für die Rhem-Grenze- Geichnnung der Besiegten für die notwendige loyale internationale Zusammenarbeit. Das Ergebnis der heiben ersten Ziele könne man Nicht abstreiten. Zweifellos sei es leicht, anhand der Wendung, nLirfip die Ereignisse genommen hätten, zu deuten, hnÄrianDs Werbung für die Friedensorganisatwn

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Der Zeuge Dr. Braschwitz erklärt, eine solche Be­schränkung auf ein Land sei für Leute von der Funktion Dimitroffs nicht d e n k d ar. Es unter- liegt gar keinem Zweifel, daß die Stoßkraft der

der JournaUsl moroen *- *'VsnDD0» Dimitroffschen Tätigkeit ganz offenbar g e gen en

kommunistischen Fraktion zu tun hatte und Poposs \ 3 Q^d)x5txxu=l bestimmt war und gegen die Can- I feststellen.

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Genf, ll.Rov. (TU.) Das Präsidium der Ab­rüstungskonferenz hat sich heute mit der Einsetzung der zwei Sonderausschüsse für die E s- s e k t i v - u n d K o n t r o 11 f r a g e und der Emfet- zung der sechs B e r i ch t e r st a t t e r unter denen sich der Tscheche Benesch und der Grieche Politis be­finden, bis auf weiteres vertagt. Die Berichterstatter und die Sonderausschüsse sollen bis zum 29. Novem­ber bem Präsidium ihre Berichte einreichen.

In der heutigen Geheimsitzung hat der italienische

Vertreter Marquis S o r a g n a eine Erklärung Uber i . bie französische Regierung nicht

den grundsätzlichen italienischen Standpunkt abgege- M c 11 e l , ienleits der Grenzen die

den, dem hier weittragende Bedeutung beigeme sen vergessen^ . ch |tet5 |eine offene, ener-

wird. Der italienische Vertreter sagte, daß die fetzt Volker, welchen Franrre-cy i ebenfo

b°ichl°N-N-u arbeiten der Au-Ichuh- und L°r.cht- g-lch- und b^ri»be 9 icn Briand wollte. baf,ain i>'enrU|eg°ntnärniigoäilig oeränberten Sage gehört ihnen ebenso wie grantre.^

e ? ÄÄ nt. | Die Waff enstillstandsfe.ern scheidung der politischen Fragen u n - m ö g l i ch sei und daß daher die 'ta 'en.schen techm. schen Mitarbeiter in den neugewahlten AusschuffuN nur als Beobachter angesehen werden tonn-

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