Ausgabe 
13.9.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Regierung in der Währungsfrage gehen? Wird sie sich mit der bisherigen Dollarentwertung begnügen oder wird sie am Ende den Dollar noch weiter ab- werten? Gewiß spielt für weite Kreise diese Frage nicht im entferntesten die Rolle, die man ihr in Europa zumißt. Aber die Banken und alle die Mächte, die über zwischenstaatliche Beziehungen ver­fügen, wissen, daß jeder Cent, um den der Dollar international sinkt, auch die Forderungen der Ame­rikaner an das Ausland sinken läßt. Wenn man be­reit war, hier zunächst gewisse Opfer zu bringen, so erwartet man eben doch auf der anderen Seite, daß sich diese Opfer bezahlt machen und davon glaubt man bisher nur wenig zu verspüren. Die Kurse der Aktien sind wieder im Absinken be­griffen, die Preise für die Rohstoffe und die land­wirtschaftlichen Erzeugnisse werden nur mit Mühe gehalten, und auf der anderen Seite steht d i e Landwirtschaft, die mit Energie fordert, daß ihr durch eine weitere Entwertung des Dollars geholfen werde. Man kann es daher schon verstehen, wenn in diesen Kreisen die Ansicht verbreitet ist, daß der Wendepunkt nahe bevorstehe, und daß sieh zumindest über kurz oder lang entschei­den müsse, ob Roosevelts Experiment geglückt ist. Es mutz sich binnen ganz kurzer Zeit entscheiden!

Zu diesen innerwirtschaftlichen Sorgen beginnen nun auch mehr und mehr außenpolitische Kümmernisse zu treten. Die Revolte in Kuba hat das amerikanische Kapital sehr ernsthaft gefährdet, in den P h i l i p p i n e n gärt es, und am Pazifik steigen dunkle Wolken auf. Man spricht hier zwar von keiner Kriegsgefahr, denn das würde ja dem Programm der amtlichen Gut-Wetter-Pro- pheten widersprechen, aber man verhehlt sich nicht, daß das japanische Valuta-Dumping und die wei­teren aggressiven Maßnahmen der Japaner das Vorspiel zu sehr ernsten Ereignissen bedeutet. Auch die Tatsache, daß die Abrüstungskonfe- r e n z nicht vorwärts kommt, daß sehr schwierige Schuldenverhandlungen mit den Englän­dern bevorstehen, erwecken Sorge, wenn auch nicht in dem Maße, wie man das erwarten sollte. Man denkt eben in den USA. immer noch zunächst an sich selbst, und ist darüber geneigt, auf der anderen Seite auch die Welt sich selbst zu überlassen. Aber das alles geht nicht unendlich weiter. Jede Taktik hat einmal ein Ende, und so fragt man sich in den Vereinigten Staaten, wie lange es möglich fein werde, sich gänzlich vom übrigen Erdball abzu­schließen.

SJixfport

Verireieriagung des Keglerbundes Lahn-Busecker-Tal.

Der Keglerbund ,Lahn-Buseckertal' hatte am Sonntag zu einer Versammlung auf die Wellersburg eingeladen, zu der die Vertreter der 16 Klubs erschienen waren. Der Führer Freund begrüßte zunächst die Erschienenen und erteilte so dann dem geschäftsführenden Vorsitzenden S ch ä f e r Wieseck das Wort. Dieser führte u. a. aus, daß durch die Ueberführung des Keglerbundes Lahn-Buseckertal zum Deutschen Keglerbund dir heutige Vertretersitzung in ihrer Bedeutung und Beschlußfassung weit über das seitherige Maß hinausgehe. Im weiteren Verlauf der Verhand­lungen wurde aus finanziellen Gründen der Plan fallengelassen, auf der Wellersburg das Keglerheim einzurichten. Für diesen Winter stellt der Besitzer des Cafe Leib, Gießen dem Verband seine den Bundesvorschriften entsprechende Bahn zur Ver­fügung, um die Auskeglung der Vorkämpfe für die Deutsche Bundesmeisterschaft $u ermöglichen. Der vom Verbandsvorstand vorgeschlagenen Erhebung eines Sonderbeitrags in Höhe von 10 Mark pro Klub wurde zugestimmt. Der Bundesbeitrag be- träat im Jahr 3 Mark und 1 Mark Unfall- und Haftpflichtversicherung, die an den Verbandskas­sierer Muth- Lollar zu überweisen sind. Die nächste Vorstandssitzung wurde auf den 8. Oktober festgesetzt.

Bereinswetiurnen

des Tv.Gut Heil" Gröningen.

Am Sonntag hielt der TurnvereinG u t - Heil!" Grüningen sein diesjähriges Ver­einswetturnen ab. Damit verband er gleich­zeitig die Feier des 25-jährigen Bestehens. Der Vormittag war ausgefüllt von dem Wetturnen.

Am Nachmittag bewegte sich ein stattlicher Festzug unter Vorantritt der Formationen der NSDAP. Durch unser Dorf. Der erste Führer des Turn- oereins begrüßte sodann in unserer geräumigen Turnhalle die überaus zahlreich Erschienenen und gab in seiner Ansprache ein anschauliches Bild der Üereinsgeschichte. Er zeigte dabei, daß Energie und eiserner Wille gar manche Hindernisse und Wider- wärtigkeiten haben beseitigen müssen, um den Weg der deutschen Turnerschaft in unserem Dorfe zu ebnen. Es folgte das Schauturnen der aktiven Turner, daran anschließend Tanzbelustigung. 3m uaufe des Nachmittags ergriff auch der Ehrenvor­sitzende, Lehrer Hornberger (Gießen), das Wort. Er gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß Oer Großteil der alten Garde noch heute an der Spitze des Vereins stehe. Sodann ermahnte er die Jugend, auch fernerhin dem Rat der Alten ihr Ohr zu schenken. Am Abend traten die Turnerinnen mit rythmisch-gymnastischenFreiübungen vor bas dankbare Publikum.

Nachstehend die Ergebnisse des Wett­tu r n e n s (jeweils die 3 ersten Sieger):

Turner stufe: 1. 3ak. Singel und Ferd. Becker; 2. Karl Singel; 3. W. Hofmann.

Jugend-Oberstufe: 1. W. Jsheim, 2.Hugo Hartig, 3. Otto Hofmann.

Jugend-Unter st ufe: 1. Erich Fay, 2. Alfr. Marsteller, 3. Albert Leidich.

Schüler: 1. Ewald Srück, 2. K. Gilbert, 3. Erich Petri.

Turner tnnen-Ober st ufe: 1. Emma Js- heim, 2. Marie Jsheim, 3. Martha Jsheim.

Turnerinnen - Unter st ufe: 1. Elifabet Jsheim, 2. 3rma Sender, 3. Hilde Jsheim.

Schülerinnen: 1. Frieda Euler und Elfr. Hubeier, 2. Herta Marsteller, 3. Luise Leidich.

Turnen der Handballer: 1. Wily. Hof­mann, 2. Jakob Fay, 3. Otto Leidich.

AjeWelüneisterschastenderTeimisiehrerin Berlin

....................

IHS MM

M

Links: Big Sill Tilden, der beste Tennisspieler der Wett, im Gespräch mit dem Engländer Surfe. Rechts: Der deutsche Professional-Meister N ü ß i e i n, der im vorigen Fahre Tilden bereits einmal schlagen konnte und auch diesmal mit besten Aussichten in das Turnier geht.

Bergfest in Salzböden.

Am Sonntag veranstaltete der 7. Kreis im Se- 3«rf Hessen der DT., der ehemalige Lahn-Düns- berg-Gau, in Salzböden das Sergfeft, über das wir bereits gestern berichten konnten. Nachfolgend die

Ergebnisse:

Aktiv-Oberstufe: 1. W. Will, Rutters- Hausen, 90 P.; 2. Wilh. Speier, Odenhaufen, 85 P.; 3. K. Reeh, Sieber, 84 P.; 4. K. Heitz, Wieseck, 82 P.; 5. A. Seft, Waldgirmes, 81 P.; 6. W. Sepler, Kinzenbach, 79 S.; 7. R. Sepler, Kinzen­bach, 78 P.; 8. R. Schieserstein, Launsbach, und Seipp, Surkhardsfelden, 76 P.; 9. H. Großhaus, Lollar, und Grote, Lollar, 74 P.; 10. E. Frank, Lollar, und Seite, Atzbach, 73 P.; 11. W. Weber, Albach, R. Viehmann, Kinzenbach, und Ehr. Rühl, Surkhardsfelden, 72 P.; 12. H. Röhl, Wieseck, 70 S.; 13. F. Rohrbach, Lollar, K. Will, Rutters­hausen, und H. Weller, Atzbach, 69 P.; 14. H. Winter, Launsbach, und E. Secker, Ruttershausen, 68 P.; 15. W. Winter, Surkhardsfelden, K. Erb, Daubringen, und W. Frank, Lollar, 67 P.; 16. K. Wehrum, Albach, 66 P.; 17. W. Muntert, Lollar, Andersmann, Wieseck, und W. Hirschhauser, Oden­hausen, 65 P.; 18. P. Launspach, Reiskirchen, A. Forbach, Wißmar, und O. Müller, Lollar, 64 P.; |

19. O. Sommer, Watzenborn, Fr. Agel, Atzbach, und W. Simon, Odenhausen, 63 P.; 20. O. Soden- bender, Rittershausen, und E. Fink, Staufenberg, 61 P.; 21. W. Sierau, Lollar, Gerh. Spuck, Lollar, und O. Sender, Rodheim, 60 P.; 22. H. Deuker, Steinbach, und P. Arnold, Kesselbach, 59 P.; 23. K. Schlierbach, Albert Schlierbach, Rodheim, und W. Soifer, Albach, 58 P.; 24. K. Vogel, Staufenberg, 57 P.; 25. W. Reeh, Rodheim, und K. Weiß, Watzenborn, 56 P.; 26. E. Schöffmann, Wieseck, W. Stroh, Wißmar, A. Hildebrand, Wieseck, und W. Herbert, Steinbach 54 P.

Jugend-Oberstufe (16 bis 18 Jahre): 1. Ehr. Möbus, Reiskirchen, 113 P.; 2. A. Klinkei, Lollar, 91 P.; 3. P. Keil, Seuern, 87 P.;4. H. Viehl, Lollar, 85 P.; 5. W. Müller, Lollar, 81 P.; 6. H. Weimer, Daubringen, 80 P.; 7. A Rotz, Steinbach, 78 P., 8 Fuhr. Seuern, und Fink, Lollar, 77 P.; 9. Kümmel, Wieseck, und Schimpf, Kesselbach, 75 P.; 10. A. Zajic, Lollar, und W. Lepper, Alten-Suseck, 74 P.; 11. H Schmidt, Kinzenbach, 72 P.; 12. S. Launspach, Reiskirchen, W. Pfaff, Kesselbach, und W. Werner, Wieseck, 71 P.; 13. Deibel, Wieseck, und Hillgärtner, Kessel- bad), 70 P.; 14. W. Kramer, Ruttershausen, und Ad. Schmidt, Fellingshausen, 67 P.; 15. H.

Schneider, Odenhaufen, 66 P.; 16. K. Klinke!, Staufenberg, und K. Fey, Lollar, 65 P.; 17. E. Pfaff, Kinzenbach, und W. Moos, Lollar, 63 P.; 18. H. Müller, Lollar, und T. Heuser, Surkhards­felden, 59 P.; 19. W. Schleenbecker, Ruttershausen, 57 P.; 20. K. Schäfer, Wieseck, 56 P.; 21. W. Hofmann, Alten-Suseck, 54 P.

Jugend-Unter st ufe (14 bis 16 Jahre): 1. H. Jäger, Reiskirchen, 89 P.; 2. Fr. Ott, Rutters­hausen 84 P.; 3. M. Reiskirchen und W. Secker, Rodheim, 83 P.; 4. Kleinhenn, Daubringen, 78 P.; 5. Schleenbecker, Ruttershausen, und G. Crumbach, Sieber, 76 P.; 6. K. Klein, Salzböden, 75 P.; 7. Mängel, Reiskirchen, und Grün, Kesselbach, 73 P.; 8. Fr. Vogel, Staufenberg, 70 P.; 9. G. Stamm, Waldgirmes, A. Schlaudrafs, Sieber, K. Sechthold, Launsbach, und K. Fink, Daubringen, 67 P.; 10. A. Lepper, Waldgirmes, und E. 3ung,

Watzenborn, 66 P.; 11. E. Kühnholz, Fellings­hausen, und Chr. Schneider, Salzböden, 65 P.; 12. K. Heuser, Watzenborn, 62 P.; 13. Reif, Dau- bringen, und Hörr, Fellingshausen, 61 P.; 14. K. Lepper, Wieseck, 59 P.; 15. A Walter, Daubringen, und F. Hühnergerd, Surkhardsfelden, 54 P.

Altersklasse (über 32 Jahre): 1. W. Hofmann, Alten-Suseck, 101 P.; 2. K. Suchner, Hausen, 99 P.; 3. L. Sepler, Kinzenbach, 94 P.; 4. W, Hofmann, Lollar, 92 P.; 5. H. Römer, Wieseck, 90 P.; 6. E. Keller, Rodheim, 87 P.; 7. W. Langsdorf, Albach, 85 P.; 8. W. Schäfer und Ad. Schardt, Hausen, 81 P.; 9 O. Kreiling, Wieseck, 78 P.; 10. A. Tureck, Lollar, 73 P.; 11. L. Sender, Rodheim, 72 P.; 12. W. Groh, Atzbach, 65 P.

Altersklasse (über 35 Jahre): 1. O. Frank, Lollar, 60 P.; 2. E. Michel, Erda, 54 P.

Haupiversammliing der hessischen Saaibaustellen.

Gründung derHessischen Saatstelle e.G.m.b.H."

Sei starker Seteiligung fand die Hauptver­sammlung der Saatbau st eilen der Hessischen Sauernkammer in Frankfurt am Main statt. Der Landesbauernführer Dr. Wag­ner wies in feiner Segrüßungsansprache auf die Silbung des Landstandes und die Pflicht eines jeden Sauern, am Aufbau des nationalsozia­listischen Staates tatkräftig mitzuarbeiten, hin. Durch die Neuordnung des Landstandes wurde es nötig, auch innerhalb der seitherigen Organisation der Saatbaustellen der Hessischen Sauernkammer Aenderungen zu treffen. Der Sauernkam­mer wurde im Rahmen dieser Neuordnung die Be­treuung und Förderung aller landwirtschaftlich- technischen Fragen zugeteilt, während alles Geschäft­liche an die Genossenschaften übergeführt wurde. Sei den Saatbaustellen hat dies zur Folge, daß der geschäftliche Teil der Ankauf von Originalsaat­gut für die Vermehrung in den Staatbauftellen der Hessischen Sauerkammer, sowie die Vermitt­lung und der Absatz des anerkannten Saatgutes aus den Saatbaustellen, die bisher von der Saat- steile der Sauernkammer getätigt wurden künf­tig genossenschaftlich durchgeführt wird.

Dies erfordert die Gründung einer Genossen­schaft, die alte Saatbauftelleninhaber umfaßt.

Als Hauptpunkt stand deshalb die Seschlußfassung über die Gründung dieser Genossenschaft, derH e s- fische Saatstelle e. G. m. b. H." auf der Tagesordnung.

Direktor Berg von der Landwirtschafllichen Zentralgenossenschaft, Darmstadt, erläuterte das Statut der Hessischen Saatstelle e. G. m. b. H., während Direktor Strasburger anschließend die Geschäftsordnung bekanntgab. Sei der Abstim­mung wurde sowohl die Fassung des Statuts als auch der Geschäftsordnung einstimmig angenom­men.

Der Landesbauernführer äußerte feine Befrie­digung über das Zustandekommen der Hessischen Saatstelle e. G. m. b. H. und dankte besonders Ge­neraldirektor Dr. Hamann von der Hessischen Bauernkammer und den Direktoren der Landwirt­schaftlichen Zentralgenossenschaft Berg und

Strasburger für die mühsamen Vorarbeiten.

Die Leitung der Versammlung übernahm nun­mehr Oberlandwirtschaftsrat Dr. Finger, da der Landesbauernpräsident die Sitzung verlassen mußte. Dr. Finger gab anschließend die infolge der Gründung der Hessischen Saatstelle e. G. m. b. H. bedingten

Aenderung der Satzung der SaatbauffeUen der hessischen Bauernkammer

bekannt. Nach kurzer Aussprache über die Satzungs­änderungen berichtet Landwirtschaftsrat G r a e - b e r über das Ergebnis der vorläufigen Saaten­anerkennung 1933 und wies auf einige besonders wichtige Punkte hin.

Im Schlußwort wies Dr. Finger darauf hin, daß die heutige Sitzung von einem anderen Geist be­seelt war, als die früheren Sitzungen. Im national- sozialistischen Staat nimmt der Bauer eine wesent­lich andere Stellung ein, als in dem von rein libe- ralistischen Gedankengängen geleiteten früheren Staat. Der Führer hat schon immer darauf hinge- wiesen, daß die Grundlage für das Gedeihen eines Volkes ein gesundes, lebenskräftiges Bauerntum ist. Die Schaffung eines solchen Bauerntums ist Ziel und Zweck aller Maßnahmen. Dieses Ziel ist aber nicht zu erreichen auf dem Gebiete der Preis­gestaltung, sondern nur durch Schaffung eines Bauernrechtes, in dem die Gedanken von Blut und Soden verankert sind.

Der Boden darf nicht weiter, wie dies seither der Fall war, als Handelsobjekt gelten.

Zur Erreichung des gesteckten Zieles ist die Mit­arbeit aller und ein grenzenloses Vertrauen zu dem Führer unbedingte Notwendigkeit. Die Saatbau­stellen der Hessischen Sauernkammer können an dieser Aufgabe am besten mitarbeiten, wenn sie nach dem alten, nationalsozialistischen Grundsatz handeln:Gemeinnutz geht vor Eigennutz". >

Mit einem dreifachenSieg-Heil^ auf den Volks­kanzler Adolf Hitler und den Reichsernährungs­minister und Reichsbauemführer D a r r 6, in das alle Anwesenden begeistert einstimmten, wurde die Hauptversammlung der Saatbaustellen der Hessi­schen Bauernkammer geschlossen.

Oer Sternhimmel im September.

Daß der Herbst im allgemeinen keine günstige Zeit für Wandelsterne am Abendhimmel ist, können wir in diesem Jahre sehr deutlich verfolgen. Die V e n u s ist zwar Abendstern, auch entfernt sie sich im Augen- blick von der Sonne, und der Abstand der beiden nimmt im Verlauf des Monats nicht unerheblich zu; aber die Sichtbarkeitsdauer der Venus bleibt trotz­dem fast unverändert, weil sie ihn in immer tiefere Teile des Tierkreises gerät, so daß ihr Lauf am sicht­

in der Nähe des Horizontes stehenden Fomalham dem Maul des südlichen Fisches erblicken wir das Sternbild des Wassermanns, das als Tier­kreissternbild bekannt ist. Zwischen dem Pegasus und dem Adler erstrahlt das kleine und deshalb meist minder beachtete Sternbild des Delphins.

Die Sonne, ober besser der Sonnenmittelpunkt, überschreitet am 23. und zwar 1 Minute nach 13 Uhr den Himmelsgleicher in südlicher Richtung, und

113'

10.

STABEN

r. um».

119'

'aturn

Mond; J) t Viertel (?) Vollmond ((letztes Viertel

fr

Qa-

* x

Sterne:

Uletne Buch- v stoben

Der die 24 Stundenzahlen von Mitten nacht bis Mitternacht eines Tages ent haltende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenannte Horizont, sind fest stehend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil gewissermaßen dem Zeit ger der Himmelsuhr in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monatsmitte sicht­baren Sterne. Unsere Karte zeigt also den Zustand -um Mitternacht der Mo­natsmiete. Will man zu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Be­obachtungsstunde zeigt; dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hin eingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo­natsmitte ist der gerade Pfeil Vs Stunde früher, für je 5 Tage nach der Monats­mitte Vs Stunde später zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellun­gen ein, wenn er die angedeutete Licht­gestalt zeigt.

baren Teil des Himmels immer kleiner wird. Wir haben aber den Trost, daß das nicht emta fo weiter- gehen kann, denn wenn die Sonne in Den tiefsten Teilen des Tierkreises steht, was ja bekanntlich um Weihnachten herum der Fall ist, dann kann die Venus unmöglich noch tiefer stehen. Ganz ähnlich wie mit der Venus steht es mit dem Mars, nur mit dem Unterschied, daß sich dieser ja langsamer be­wegt als die Sonne, so daß der Vorsvrung, den er vorläufig noch vor ihr hat, nicht wie bei der Venus größer, sondern kleiner wird. So ist denn die Rolle, die er noch am Himmel zu spielen hat, keineswegs glänzend. Am besten von den Wandelsternen ist noch Der ©aturn ju sehen, daran leicht erkennbar, daß der Mond sowohl in der Nacht vom 1. zum 2. als auch vom 28. zum 29. recht dicht unter ihm steht. Auf der südlichen Erdhalbkugel kommt es sogar zu einer Bedeckung des Saiums durch den Mond, bei uns jedoch nicht; man hat also eine sehr gute Gelegenheit, zu sehen, wie groß die sogenannte Parallaxe" des Mondes ist, d. h. wie stark er sich scheinbar bei einer größeren Reise am Himmels­gewölbe verschiebt.

Am Fixsternhimmel nehmen natürlich die lieber» gangsfternbilber zwischen Sommer- und Herbsthim- mel den Hauptraum ein. Dahin gehört z. V. das große Himmelsquadrat, das sich aus drei Pegasus- fternen und einem Andromedastern zusammensetzt. Zwischen dem Pegasus und dem im äußersten Süden

damit hat der Herbst begonnen. Die Tagesabnahme ist um diese Zeit am schnellsten.

Ku st ermann.

Preubcn.

Kreis Wetzlar.

* Rodheim a. d. Bieber, 12. Sept. Landesober­wegemeister Schmidt von hier wurde nach Renne­rod und Landeswegemeister Reinheimer vom Landesbauamt Wiesbaden nach Rodheim a. d. S. versetzt.

Kreis Biedenkopf.

WSN. Biedenkopf, 12. Sept. Bei den Amts­gerichten zu Biedenkopf, Gladenbach und Battenberg wurden Anerbengerichte gebildet. Vorsitzender des Anerbenaerichtes Sieben- topf wurde Amtsgerichtsrat Gerstenberg, von Gladenbach Amtsgerichtsrat V o l ck m a r und von Battenberg Amtsgerichtsrat Noll.

Dillkreis.

Offenbach, 12. Sept. Am Samstag mor­gen schoß der Staatsförster Putsche auf Forst- haus Pichen im Revier der Oberförsterei Herborn einen A ch t e r - H i r s ch. Es dürfte wohl in Jahr- Sen nicht vorgekommen sein, daß in hiesiger ein Geweihter geschossen wurde.