Ausgabe 
13.7.1933 Frühausgabe
 
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S.J.-fpor/

OGB. und DFB. erklären ...

Die DSD. und der Deutsche Fuhballbund wen­den sich in einer amtlichen Erklärung gegen die verbreitete Ansicht, daß die Ausführung des Dun- dcsvorsitzenden Felix Linnemann auf der am Sonntag abgehaltenen gemeinsamen Tagung mit den Anordnungen des Reichssportkommissars identisch seien. Es wird ausdrücklich darauf hin- gewiescn, daß Linnemann zu Beginn seiner Aus­führungen besonders betont hat, daß er nichts feststehendes und endgültiges über Organisations­und Personalsragen aussagcn könne. Ferner wird noch darauf hingcwiesen, daß alle Fragen grund­sätzlicher Art vom Reichssportkommissar selbst ge­löst werden.

Wieder ein Sieg Leducq's.

Die 14. Etappe derTour de France" führte die 41 noch im Rennen befindlichen Fahrer am Mitt­woch über 166 Kilometer von Montpellier nach Perpignan. Die Fahrer legten sich sichtlich Scho­nung für die kommenden Etappen in den Pyrenäen auf und fuhren auch nur ein Stundenmittel von 26 Km. heraus. Es war daher nicht verwunderlich, wenn die gestarteten Fahrer auch geschlossen am Ziel in Perpignan ankamen. Sieger wurde auch diesmal der Franzose Leducq in 6:04:40 vor seinen Landsleuten A. Magne und Cornez, sowie Rebry, Bcrgamaschi, 9. Aerts, Speicher, Guerra, Louyet und Le Greves. Alle übrigen Fahrer wurden von der Rennleitung gemeinsam als 11. gewertet, unter diesen Fahrern befanden sich auch die drei Deutschen Thierbach, Stöpel und Geyer.

Sandball im Gau Hessen (L). T.)

Lang-Göns 1 To. Großen-Linden I 14:6 (3:5).

Beide Mannschaften standen sich in einem Freund­schaftsspiel gegenüber. Die Gäste traten nur mit 9 Mann an. Es gelang ihnen aber trotzdem, beson­ders in der ersten Halbzeit das Spiel vollständig offen zu halten und die bestehende Lücke durch großen Eifer und Schnelligkeit auszugleichen, wäh­rend die Gastgeber sich nicht recht fanden. So er­kämpften die Gäste ein Halbzeitergebnis von 3:5. Nach Wiederanstoß gelang es den Platzbesitzern auf 4:5 zu verkürzen und dann auszugleichen. Während

die Gäste nun nachließen, fanden sich die Einheimi­schen gut und konnten nach schönem Zusammenspiel noch 9 Tore oorlegen, denen die Gäste nur noch eines entgegensetzen konnten.

Kurze Sportnoiizen.

Die Maximalzahl von 26 Spielen pro Derein und Iahr, die in dem offiziellen Be^ richt über die Fußball-Tagung in Derlin ge­nannt wurde, bezieht sich nur auf die Meister­schaftsspiele. Darüber hinaus können die Clubs auch noch Privatspiele austragen und an ande­ren Wettbewerben teilnehmen.

*

Willie den Ouden, Hollands junge Re­kordschwimmerin, stellte in Antwerpen mit 1:06 Minuten für 100-Meter-Crawl einen neuen Weltrekord für Frauen auf.

Der Italiener Ruvolari will in den nächsten Tagen auf einer der italienischen Auto­straßen mit dem neuen amerikanischen Duesen- berg-Rennwagen den Stunden-Weltrekord an­greifen.

E i n großer Erfolg für die deutsche Reiterei wurde beim Internationalen Reit­turnier von Luzern errungen. Im Iagdsprin- gen um den Preis der Schweizer Kavallerie siegte Oberlt. Brandt auf Tora im Stichkampf mit 0 Fehlern gegen Romansca (Bühler) und Blarneh Castle (Capt. Aherne).

*

Z u einem Hochsprungduell kommt es am 6. August beim internationalen Sportfest des SC. Charlottenburg zwischen den Meistern von LISA, und Deutschland, Georges Spitz und Born­höft.

*

Für das Deutsche Turnfest in Stutt­gart kann nach neuerlichen Schätzungen nun mit einer Gesamtbeteiligung von 200 000 Turnern und Turnerinnen gerechnet werden.

2 7 Steher haben sich um die Deutsche Mei­sterschaft beworben. Die 27 bestreiten am 19. Iuli in Elberfeld zwei Dorläufe über je 100 Kilometer.

Rer'chssporiführung im neuenOeuischlan-

Eine 2Rchc des Reichssportkommiffars.

Reichssportkommissar von Tschammer- O st e n weilte dieser Tage in Hannover, um vor einem geladenen Kreis von Turn- und Sportfüh­rern, Sportlehrern, Aerzten usw. über das Thema der Reichssportführung im neuen Deutschland zu sprechen.

Er wies darauf hin, daß er nicht gedenke, mit programmatischen Worten aufzuwarten, viel­mehr ganz allgemein über die Gestaltung des deut­schen Sportwesens sprechen wolle. Er habe eine neue Truppe bekommen, nur sei sie viel komplizier­ter als die SA., viel umfassender in ihrer Organi­sation mit vielen Köpfen, wo jeder etwas zu sagen hätte. Für den Eingeweihten sei es klar gewesen, daß die deutsche Sportbewegung in ihrer Vielseitig­keit nicht mehr entwicklungsfähig sei.

Das an Bauten, an Stadien und Bädern ge­schaffen wurde, sei phänomenal, aber den jun­gen Menschen sei nichts gegeben worden. Es sei ihnen nicht gegeben worden das Ethos, die unbedingte Liebe und Begeisterung für seine Sportart, für seine Organisation.

So hätten sich Staat und Verbände von selbst ge­trennt. Ich sehe, betonte der Reichssportkommissar, heute die Aufgabe darin, durch den Staat ein ge­wisses Vertrauen zum Staat zu geben, um die Turn- und Sportbewegung dem Staat und dem Volk nutzbar zu machen. In der Jugend sei ein Wandel bereits vor sich gegangen. Wenn man sehe, wie sie in Begeisterung der neuen Zeit gegenüber» stehe und sie mit der Zeit vor einem Jahr ver­gleiche, könne man sehen, daß eine Etappe bereits erreicht sei.

Zur Führerfrage äußerte sich der Redner ein­gehend. Er will nicht etwa die Alten durch die Jungen ersetzen, vielmehr rodete er mit zündenden Worten einem echten Veteranentum das Wort. Kurz ging dann der Reichssportkommissar auf die Umorganisation des Turn- und Sportwesens ein. Manchen sei das Tempo zu langsam. Er wolle aber keine überstürzte Ministerarbeit am grünen Tisch, er wolle nachprüfen und nachforschen bis in die Seele der ihm unterstellten Menschen hinein.

Lr habe dabei die Ueberzeugung, daß die erste Etappe der Umorganifation so gelungen sei, daß die zweite begonnen werden könne.

Die große schöpferische Aufgabe sei der Wehr- s P o r t. Mit dem Vierjahresplan des Führers ver­binde sich für Turnen und Sport die große Auf­gabe, den jungen Menschen zum wehrwilligen und wehrfähigen Mann zu machen.

Zur Frage der Neueinteilung der Fachoerbände führte v. Tschammer-Osten eine temperament­volle Sprache an die Adresse der DT. Er wies es weit von sich, auch nur einen Moment eine miß­günstige oder gar achtlose Stellung gegenüber der DT. gehabt zu Haden. Ich habe, so sagte der Reichs­sportführer, der DT. wieder die Stellung gegeben, die sie in den letzten 14 Jahren nicht gehabt hat. Die DT. sei nach seiner Ansicht für die Zukunft so­gar mit ihrem Mitgliederbestand der beste Begleiter der SA. Die übrigen Organisationen würden Um­wandlungen durchmachen müssen hinsichtlich ihrer Grundeinstellung und ihrer Auffassung vom Wett- kampswesen.

Seyr bemerkenswert waren schließlich die Aus­führungen v. Tschammer-Ostens über die werdende Volksgemeinschaft. Es handele sich darum, auch mit den Angehörigen der früheren SPD. und KPD. zusammenzugehen.Ich verbiete es meinen Füh­rern, mit erhobener Nase an früheren SPD.- und KPD.-Mitgliedern oorüberzugehen, es sind ja doch auch deutsche Arbeiter."

hinsichtlich des Spitzensports und der vertre- iung des deutschen Sports international fei er krasser Gegnerüberkandidelter" Lracks, die für ihn nicht in Frage kommen.

Er führte dann noch aus, in welchem Geiste jede internationale Vertretung an ihre Sache Heran­gehen und herangebracht werden müsse. Er fasse es als schicksalshafte Fügung auf, daß die Olympischen Spiele 1936 in Deutschland stattfinden, weil dann das ganz Neue heroortreten könne.

Mit zuversichtlichen Worten schloß der Reichs­sportkommissar feine sehr beifällig aufgenommenen Ausführungen, denen sich spontan das Deutschland- Lied anschloß.

Aus dem Friedberger Kreistag.

Friedberg, 12. Juli. (WSN.) Im festlich ge­schmückten Sitzungssaal des Krelsamts fand Mon­tag die erste ordentliche Sitzung des neuen Kreis­tages des Kreises Friedberg statt. In seiner Er­öffnungsrede wies der Vorsitzende Regierungsrat Dr. Andres u. a. darauf hin, daß der Kreistag des Kreises Friedberg nach dem Ergebnis der Wahl vom 5. März neugebildet worden sei. Sechs Mandats der SPD. feien nach Auflösung dieser Partei als erledigt anzusehen. Reg.-Rat Dr. Andres betonte in seinen weiteren Ausführungen, daß die Fi­nanz v e r h ä l t n i s s e des Kreises als durchaus gesund bezeichnet werden müßten. Die Rechnung des Jahres 1931 schließe mit einem Rechnungsrest von 209 036,36 Mark ab, und zwar bestehend aus einem Barvorrat von 145 600,45 Mark, in liquidierten Ausständen mit 60 227,87 Mark, in Vorlage von 3 208,04 Mark. Nur diesem günstigen Kassenbestande sei es zu danken, daß der Kreis trotz Rückständen von 55 215 Mark aus dem Jahre 1931 über die großen finanziellen Schwierigkeiten der letzten Jahre anstandslos hin­weggekommen fei. Der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1933 schließt in Einnahme und Aus­gabe mit je 994 226 Mark ab gegenüber 1000 354 Mark im Vorjahre. Die Wohlfahrtspflege belastet den Etat allein mit 581 728 Mark, wovon der Kreis aus eigenen Mitteln 341 593 Mark aufzubringen hat. Die Steuerausschlagsätze konnten trotz Einnahmeausfall die gleichen wie im Vorjahre blei­ben. Nach einer Darlegung über den Schuldenstand des Kreises konnte der Redner die Feststellung machen, daß der KreisFriedbergvollstän- digschuldenfrei ist. Für die NSDAP, erklärte Kreistagsmitglied Seipel, daß seine Partei nicht lange in eine parlamentarische Debatte eintreten wolle. Im Namen seiner Fraktion stellte er den An­trag, den Voranschlag des Kreises für 1933 und die weiteren Rechnungen den Vorschlägen des Kreisaus­schusses entsprechend im ganzen anzunehmen. Diesem Antrag wurde einmütig zugestimmt. Mit einem drei­fachenSieg-Heil!" auf Len Führer Adolf Hitler und mit dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes fand die Sitzung des Kreistages ihr Ende.

Tagung der (Saugruppe (Sroß-Heffen des Deutschen Landhandelsbundes.

F r a n f f u r t a. M., 10. Juli. (WSN.) Unter dem Vorsitze des Gaugruppenleiters Moses fand heute die erste Vollversammlung des Deutschen Landhan­delsbundes Gauaruppe Groß-Hessen statt. Gaufach­gruppenleiter Moses streifte in feinen Begrü­ßungsworten kurz die Entwicklung, die die Agrar­politik in den letzten Jahren genommen hatte. Dabei ging er auch näher auf die Wirtschaftspolitik Roose­velts und die Bestrebungen und Erfolge bzw. Miß­

erfolge der Londoner Konferenz ein. Es fei zu be­grüßen, daß in Deutschland endlich die Vorbedinaun« gen geschaffen seien zur Wiedergesundung unsere» Wirtschaft, die auf dem Prinzip aufgebaut werden müsse: Durch den Einzelnen für alle.

Landwirtschastskammerpräsident Metz überbrachte die Grüße des Bauernstandes. Er betonte, daß die Eingliederung des Landhandelsbundes in den Bauernstand als vierte Säule notwendig sei, da er ein Teil des gesamten Bauernstandes darstelle. Die­ser Stand als Glied des ständischen Aufbaus werde Den Charakter einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft erhalten.

Landesgruppenführer Kugler- München ging kurz auf Organifations- und Lebensfragen des Landhandels ein. Die Uebernahme der Präsident­schaft über den Landhandelsbund durch Reichs­bauernführer Darrä dokumentiere, daß der Land- Handel mit der Landwirtschaft aufs engste verbun­den fei. Der Landhandel müsse ein Berater des Bauern werden. Hinsichtlich des Getreidehandels er­klärte er, daß die Arbeiten am ständischen Aufbau noch nicht so schnell durchgeführt werden konnten, daß heute bereits mit der bereits vorbereiteten Po­litik Hugenbergs gebrochen werden könnte. Immer­hin werde diese Politik so geführt, daß alle Schichten des Bauernstandes möglichst gesichert feien.

Nach einer lebhaften Aussprache ging der San- desgruppenführer noch auf die Frage der Getreide­börsenreform ein, die ebenfalls in Kürze erfolgen werde. Vor allem würden die Beiträge herabgesetzt werden müssen, damit jeder Händler in Zukunft in der Lage sei, die Börse zu besuchen. Anschließend wurde die Ernennung der Fachbeiräte Dorgenommen.

Reichs-Autobahnen nicht Hafraba!

WER. Frankfurt a. Olt., 12. Iuli. Anläß­lich des Baubeginnes für die Reichs-Autobahnen auf der Strecke FrankfurtHeidelberg ist in eini­gen Veröffentlichungen von der Durchführung des Hafraba"-Projekts die Rede. Das trifft in die­ser Form nicht zu. Das vor Iahren ausgearbeitete Projekt einer Autostraße HamburgFrankfurt- Basel hat nichts zu tun mit dem nun in die Ver­wirklichung übergeführten großen Plane des Reichskanzlers Hitler über ein durch das ganze Reich zu ziehendes Reh von Reichs-Autobcchnen.

Daten für Freitag, den 14. Juli.

1682: Beginn der Belagerung Wiens durch 200 000 Türken; 1862: der österreichische Ma­ler Gustav Klimt in Baumgarten bei Wien ge­boren (gestorben 1918); 1884: an der Karre­runmündung wird die deutsche Flagge gehißt; 1909: Rücktritt des Reichskanzlers Fürsten Bülow; v. Bethmann-Hollweg wird sein Rach­folger.

Wirtschaft.

Günstige Wirtschaftsentwicklung im Lahn Dill-Gebiet.

650 JleuelnffeUungen im Bergbau.

Wetzlar, 12. Juli. Die von den rheinisch-west­fälischen Hüttenwerken übernommene Abnahmever­pflichtung von jährlich 250 000 Tonnen Erz aus dem Lahn-Dillgebiet beginnt sich jetzt auszuwirken. Es wurden im Laufe des Juni rd. 650 Bergleute ein­gestellt, wodurch die Produktion entsprechend an­stieg, mit der auch der Absatz Schritt hielt. Bekannt­lich liegt der Abnahmeoerpflichtung der rheinisch- westfälischen Hütten die Rohstahlerzeugung zu­grunde, und zwar für die Lieferungen Juni-August die Rohstahlerzeugung des 1. Quartals 1933, für September-November die des 2. Quartals 1933, aber nur Dann, wenn die Rohstahlerzeugung gestie­gen ist. Erfreulich ist die Tatsache, daß die Rohstahl­erzeugung im 2. Quartal 1933 um rd. 20 Prozent gestiegen ist. Die Vereinigten Stahlwerke berichten von einer Zunahme im 2. Quartal'oon 17,8 Prozent. Es ist also für die Zeit von September-November mit einer rd. 20 Prozent höheren Absatzziffer von Lahn-Dill-Erzen zu rechnen.

* Tlmsahentwicklung im Herrenbe­kleidung seinzelhandel. Wie der Reichs­verband für Herren- und Knabenkleidung e. V. mitteilt, brachte der Monat Mai im Verhältnis zum gleichen Monat des vorigen Iahres im Reichsdurchschnitt einen Umsahrückgang von 11,97 Prozent. Bei der Bewertung dieses Ergebnisses ist zu berücksichtigen, daß im vorigen Iahre das ge­samte Pfingstgeschäft in den Monat Mai fiel, während in diesem Iahre für die Abwicklung des Pfingstgeschäftes noch die ersten Tage des Iuni in Betracht kamen. Für den Zeitraum vom 1. 3a» nuar 1933 bis 31. Mai 1933 im Vergleich zu der gleichen Zeit des Vorjahres beträgt der Tlmsah- rüdgang im Reichsdurchschnitt 10,72 Prozent.

Frankfurter Abendbörse behauptet.

F r a n f f u r t a. M., 12. Juli. Die Abendbörse ver­zeichnete mangels nennenswerter Kundenorders zwar nur sehr kleines Geschäft, zumal auch sonstige Anregungen fehlten, doch war die Stimmung auf Dem festeren Mittagsschlußniveau behauptet. Gegen­über Den Berliner Schlußkursen traten hier und Da kleine Veränderungen ein, etwas mehr Hokzmann (plus 1,5 o. H.).

Am Rentenmarkt fanden kleine Umsätze in späten Reichsschuldbuchforderungen zu unverändert 77,65 v. H. statt, Stahlvereinbonds konnten sich auf Berliner Schlußbasis erhöhen, und auch Goldpfand­briefe wurden etwas höher genannt. Deutsche An­leihen lagen sehr ruhig. Von Auslandsrenten waren Schweizer Bahnanleihen weiter fest; u. a. notierten Neubesitzanleihe 10,20, Altbesitzanleihe 75,75, Schutz­gebietsanleihe von 1908/1911 6,85, do. von 1913/1914 6,90, 6-v. H.-Stahlverein 54,25 bis 54, 4-v. H.-Schwei­zer-Bundesbahn 126, 3,5-v. H. do. 116,5, Ov-Bank 54, Reichsbank 145, Buderus Eisen 73, Kali Aschers­leben 123, Klöcknerwerke 50, Rheinstahl 91,50, AEG. 22,25, Conti Gummi 154,25, IG.-Farben 131, Holz­mann 53,25, Siemens 153, Zellstoff Waldhof 41, Reichsbahnvorzugsaktien 99,50 bis 99,40, Nord­deutscher Lloyd 15,90.

Schwcincmarkt in Nidda.

A Nidda, 12. Juli. Auf dem heute hier abge­haltenen Sommermarkt waren 440 Ferkel und Läufer und 60 Schafe aufgetrieben. Bei der starken Nachfrage mar der Handel sehr rege, und die Preise waren etwas gestiegen. Für die geringsten Ferkel, 5 Wochen alt, wurden 8 Mark, für 6 Wochen alte bis 14 Mark, für 10 Wochen alte 18 bis 20 Mark, für 12 Wochen alte 25 Mark das Stück bezahlt. Läufer kostete das Stück durchschnittlich 30 Mark. In Schafen war der Umsatz gering.

Verantwortlich für Lokales, Provinz, Wirtschaft und Sport: I. V.: H. L. Neuner.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. $)., Lombardzinsfuß 5 o. H.

Frankfurt a. 2)1.

Berlin

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß- kurs

Gchlußk. Abend- bSrse

Schluß- kurS

Gchlußk. Mittag- börfe

Schluß« kurS

Gchlußk. Abend- börsc

Echluß- kurs

Gchlußk. Miliag- börse

Datum

11.7

12.7

11.7

12.7.

Datum

11.7

12.7

11.7.

12.7.

6% Deutsche Retchsanleche v. itoi

83,25

83

83,25

82,9

4% desgl. Serie 11 ............

5,6

5,6

5,55

5,55

6% efcem.7% Dt. Reichsanl. v. 1929

91,13

91,5

91,65

91,75

6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903

4,75

6%% Doung-Anlethe von 1930 ..

80,75

80

80.75

80,25

4>/r%Rumän.verelnh.Rentev.l013

_

8,25

8,4

Deutsche Anl..AblöI.-Schuld mit

75,95

10.2

75,75

10,2

75,9

10.2

4% Rumänische vereinh. Rente ..

1,25

4,45

4,45

4,3

Auslos.-Rechten .............

Desgl. ohne Auslof.-Rechte......

6% ebem. 8% Hess. Volksstaat 1929

75,9

10,3

8%% Anatolier ..............

Hamburg-Amertka-Pakei .....c

24,75

25,75

24,9

25,75

lrückzahlb. 102%)............

_

_

76,25

14,4

15

14,13

14,9

Oberhessen Provinz - Anleihe ml

Hamburg-Südam. Dampsschifs. 0

21,75

Auslos.-Rechlen ............

65,5

65,5

_

Hansa Dampsschifs...........0

17,5

17,75

$% Hess. Landesbank Darmstadt

Norddeutscher Lloyd .........0

15,4

15,9

15,13

15.9

Gold R. 12..........

_

79

79,5

79

A.G. sür Verkehrswesen Akt. .. 0

42,75

42,5

42

42,5

bVi% Hess. Landes Hypotheken­bank Darmstadt Ltqui......

Berliner Handelsgesellschaft.... 4

90,75

91,25

50,25

84.9

85

_

Commerz- und Privat-Bank ... 0

50,25

50,25

Deutsche Komm. Eammelab I.An

Deutsche Bank und DtSconto-

leihe Seriel mit AuSlos.-Rechten

65,5

65,65

65.75

66,25

Gesellschaft................0

54

54

54

6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bant

Dresdner Bank..............o

45,25

45,25

45,25

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bant

81

80

Reichsbank ................. 1

143,75

145

143,5

144,75

Goldpse. 16 unkündbar 618 1936

80,75

80

_

A.E.G......................(

22,65

86

22,25

85,5

22,65

86

22,4

85,5

5/2% ehem. *yt% Franks. Hyp.

85,5

Elektr. LieserungSgesellschast ... 6

Bank-Ligu.-Psandbriese .....

86

Licht und Kraft .............e

104

103

103,5

102,75

5yz% ehem. 4>/t% Rheinische

Felten & Guilleaume ........o

45

46,5

46,5

46,5

Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpse. ...

85,2!

85

Gesellschaft für Elektrische Unter-

6% ehem. 8% Pr. Landespsand

nehmungen...............4

81

81

81

81

briefanslalt, Pfandbriefe R. 19

80,2!

80,75

80

80,5

Rheinische Elektrizität ........6

96,5

100,25

152

96,25

101,25

153

96

100,75 152.5

96

101,5

153

6% eyem. 7% Pr. Landespfand briesanstalt. Pfandbriefe R. 10

Schuckeri & (So..............0

80,5

80,5

80

80,1

Siemen« & Halske...........v

Verrechnungskurs

86

86

86

86

Lahmeyer L Co..............10

120.25

121,25

120

121,65

4% Oesterretchtsche Goldrente...

4,20% Oesterreichische Silberrente

14,8

14,13

Buderus ...................,

70,5

73

70,5

'13,5

73,5

113,9

i,2

1,2

i,15

1,1

Deutsche Erdbl .............4

114,25

114

4% Ungarische Goldrente.......

5,4

5

5,2

5,2

55,75

96,25

56,65

98,5

56

96,25

56,75

98,65

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

5,1

5,2

5,4

5,3

Harpener...................0

4'/2% desgl. von 1913..........

_

5,2 'i',25

Hvesch EilenKöln-Neuellen.. 0

Ilse Bergbau ...............?

59,5

59,75

160

6% abgest" Goldmexikaner von 99

10,25

9,75

9,75

161

160

4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlelhe

5.65

5,7

5,65

5,65

Ilse Bergbau Genüsse........7

Klöcknerwerke ...............0

115

43

113

112,75

48

59,75

114

50,25

60,25

Serie I....................

5,25

5,45

Mannesmann-Röhre«...... 0

60.25

60,25

Datum

Manoselder Bergbau.........0

Kokswerte ..................0

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen ......10

Rheinstobl ..................0

vereinigte Stahlwerke........o

Olavi Minen ...............0

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........6

Kaliwerke Salzdetfurth.......P

3 ®. Farben-Industrte.......7

ScheideanstaU...............10

Goldschmidt ................0

RütgerSwerke...............0

Metallgesellschaft.............<

PHUivv Holz mann...........o|

Zementwerk Heidelberg ......4

Eememwerk Karlstadt.........o|

Schultheis Patzenhoser........0

8Öu (Allgemeine Kunstseide) ... o

Bemberg...................0

Zellstoff Waldhof ............o

Zellstoff Aschaffenburg .......o

Dessauer GaS ...............7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum ..........0

Orenstein & Koppel ..........0

Leonhard Tietz.............. 6

Chade......................12

Gritzner....................tl

MainkraftwerkeHöchsta.M. ... 4

Süddeutscher Zucker ..... e|

Frantsun a. M.

Berlin

Schluß­kur«

Schluß!. Abend- bSrse

Gchluß- kurs

Schluß». Mmag« därse

11.7.

12-7

11.7.

12.7.

19,5

20

21

76,9

76,9

33

33,5

34,9

32,75

209

211,5

>09,5

212

89,5

91,5

89,65

91,75

33,5

33,5

33,4

33,5

15 5

16

16

15,25

123

123

123

-

126,5

126,75

125

164

163

162,5

163,5

130,9

171,5

131

131

131,5

172

41,5

43,25

41,75

43,4

58

57,75

57,25

57,65

56,5

57

56,5

57

52

53,5

52

52

82,25

-

-

_

_

118

118,5

36,5

36,5

36,13

36,75

51

50

50

49,5

41

41

40,25

40,5

19,5

20

19.25

19,25

107,5

107

27,75

27,75

27,5

27,75

39,5

39,75

39

39,25

34,4

35

15,25

17

15,65

17,13

172,5

173

172,25

173

22,5

22

22,5

22,5

63,25

151,5

63,25

-

-

152

151,5

152

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Banknoten.

11.Juli

12-Zuli

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

I Sriel

Geld

3riei

Helsingfors.

6.184

6,196

6,174

6.186

Wien......

46,95

47,05

46,95

47,05

12,54

12,56

12,54

12,56

Budapest ...

Sofia.....

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ...

169,43

169,77

169,53

169,87

Oslo.......

70,03

70,17

70,03

70,17

Kopenhagen.

62,24

62,36

62,24

62^36

Stockholm...

71,88

72,02

71,93

72,07

London.....

13,93

13.97

13,93

13,97

Buenos Atre-

0,928

0,932

0,928

0,932

Neuyork....

2,947

2,953

2,987

2.993

Brüssel.....

58,59

58,71

58,54

58,66

Italien.....

22,30

22,34

22,28

22,32

Paris.....

16,43

16,47

16,42

16,46

Schweiz ...

81,37

81,53

81,32

81,48

Spanien....

35,11

35,19

35,11

35,19

Danzig....

81,82

81,98

81,72

81,88

Japan......

0,874

0,876

0,869

0,871

Rio de Ian.

0,229

0,231

0,234

0,236

Jugoslawien

5,195

5,205

5,195

5,205

Lissabon...

12,67

12,69

12,67

12,69

Serlin, 12.Juli

Geld

Brief

Amerikanische Noten..............

2,94

2,96

Belgische Noten..................

58,38

58,62

Dänische Noten .................

61,98

62,22

Englische Noten .................

13,89

13,95

Französische Noten...............

16,38

16,44

Holländische Noten...............

169,11

169,79

Italienische Noten................

22,16

22,24

Norwegische Noten ..............

69,86

70,14

Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

71,76

72,04

Schweizer Noten.................

81 14

RI 46

Spanische Note».................

Ungarische «otn................

34,98

35,12

BelW

001 ®e

61

"mW*!";

Hoier A

Finnland hat wird nicht M t innenpolitisches L mit anderen do sondern auch sur dem letzte" L olauble man S durchschlag Lisch-nSev-gl klärte, m.t de Schweden eben o der Lozialdemokr zu machen. Das muligend. Da du an Ort und öte sehr weit weg an werden müssen, l am 3. Zuli statt« Ein oorläusi kennen, daß das liche Ereignis gei . traten Haber . rungen und i auf 88 Sitze (von mehren tonnen, N a i i o n a l p a r dem im Reichs! Lappo abgeschl Sitze abfiel. Z . Demokraten symp L Mandate verloren, ' eine Hart, wenn

Der Linken.

Die war dielet gappo nicht durch genwärtige Reglern ein nationale gramm zur Surd LaM-Leute ihre 7 hängerschast übersä Lappv-'Lrwegnng schlage, der verpatz scheu TaM trotz nationalen Dolle spukt in manchen Mäntsälä-Unlern Iahres, wo ein 5 Dem Einsluh ein Tat" zum Verlas anlafjt wurde, u auf Heising' Keim vereitelt t ersten, eigentliche nach den letzten 5 durchgesührt tour oot der komm war einigen glaubten, nunmeh Etaatsführung Di einen neuenMar aber ein unge das Ging reift 6urg, des greifen { vud, konnte die ( feindliche Lager, ko tionales Angl $,e Folge war ein

>r dieses Derb, gwas Ä?9en i». k feröarS

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